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Kulmbach

"Die Neuen" und ihre Hingucker

Der Bund fränkischer Künstler zeigt im Badhaus Werke seiner 15 Neumitglieder. Dazu zählt auch eine Kulmbacherin und zeitweilige Italienerin: Waltraud Caroline Keyn



Elipsoide Zentrifuge" heißt diese Glasplastik von Jari Vassinger.
Elipsoide Zentrifuge" heißt diese Glasplastik von Jari Vassinger.   » zu den Bildern

Kulmbach - "Die Neuen" stellt der Bund Fränkischer Künstler bis zum 1. Juli im Historischen Badhaus im Oberhacken vor. Gemälde in Öl und Acryl, Aquarelle, Mischtechniken, Keramiken, Glasplastiken und andere Techniken von 15 Männern und Frauen sind dort in den nächsten zwei Monaten zu sehen. Mit dieser Exposition möchte die Kunstvereinigung, die damit einen neuen Weg beschreitet, seinen Neu-Mitgliedern die Möglichkeit geben, ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Die Ausstellung

Die Ausstellung des Bunds Fränkischer Künstler ist bis zum 1. Juli im Badhaus zu sehen. Sie ist jeweils am Freitag, Samstag und Sonntag von 13 bis 17 Uhr zu besichtigen.


Der Vorsitzende des Bunds Fränkischer Künstler, Horst-Hermann Hofmann, verwies bei der Vernissage am Freitagabend auf die jahrzehntelange gute Verbindung zur Stadt Kulmbach. Die Ausstellungen auf der Plassenburg haben Tradition und auch die dort durchgeführten Symposien erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Die jetzige Sonderschau stelle eine Premiere zu Ehren der neuen Mitglieder dar, die man damit der Bevölkerung vorstellen möchte. Die Betrachtung von Kunst sei laut Hofmann eine Möglichkeit, eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Er ging danach kurz auf die einzelnen Künstler ein.

Waltraud Caroline Keyn aus Kulmbach malt seit frühester Jugend und war als Kunsterzieherin tätig. Sie lebte und malte 17 Jahre in Italien. Das Quadrat spielt bei ihr sowohl vom Format als auch vom Inhalt der Bilder her eine große Rolle. Sie möchte in ihren Werken Kontraste, Gegensätze und Spannungen zusammen bringen und Harmonie herstellen. Sie arbeitet in verschiedenen Techniken, möchte sich zukünftig aber auch Aquarelle konzentrieren.

Die Bilder und Holzschnitte von Wolfgang Blischke aus Forchheim sind menschenbezogen, sie zeigen Menschen in verschiedenen Situationen und auch Stimmungen. Von ihm ist das Ölgemälde "Die drei Schwestern" zu sehen. Eva Eiber aus Feucht hat Kunstgeschichte studiert und ist mit dem studierten Bildhauer Reinhard Eiber verheiratet. Nach der Erziehung der vier Kinder begann sie im Jahr 2000 wieder mit dem Malen. Sie präsentiert diverse Acrylbilder im Badhaus, ihr Ehemann farbige Plastiken aus Keramik.

Die Autodidaktin Gisela Glück aus Obermichelbach wählt in ihren Arbeiten verschiedenste Themen und macht somit große Gedankensprünge. Ihre Bilder, von denen sie in Kulmbach vorwiegend Acrylarbeiten ausstellt, entstehen spontan und in verschiedenen Techniken. Mischtechniken zeigt Brigitte Heck aus Gemünden-Langenprozelten. Die Autodidaktin stellt Collagen und Serienbilder her. Sie arbeitet mit Spachtel und Erde, mit Pigmenten, Kreide, Kaffee, Rost, Ölkreide und Lack. Martina Karsch aus Heinersreuth bei Bayreuth begann 2011 mit der Malerei, nachdem sie vorher Keramiken herstellte. Die Bilder der Autodidaktin stellen die Themen Wasser und Wasserwelten dar. Sie hat sich auf Acrylarbeiten spezialisiert und lässt phantastische Welten entstehen.

Die Arbeiten von Angelika Kern aus Herrnsdorf überzeugen aus ihrer fundierten Ausbildung zur Silberschmiedin heraus, fuhr der Vorsitzende fort. Sie ist an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg tätig und stellt graphische Tuschearbeiten, Material- und Konzeptarbeiten, Installationen und Bildobjekte her. Die Autodidaktin Conny Kopp aus Gundelsheim arbeitet extrem farbig, wobei die großen Gegensätze der Bilder auffallen. Im Badhaus präsentiert sie Werke in Acryl und Öl. Rosemary Keßler aus Forchheim ist intensiv künstlerisch tätig und gründete eine Künstlergruppe in ihrer Heimatstadt. Sie bevorzugt Landschaftsmotive und abstrakte Bilder, wobei es der Autodidaktin wichtig ist, Harmonie und Stimmungen zu erzeugen. Antonia Schaffrien aus Nürnberg begann mit der Bildhauerei und widmete sich danach der Aquarell-Malerei. Die Autodidaktin malt abstrakte Bilder mit Farbschichten als Strukturbilder, beschäftigt sich aber auch mit der Fotokunst.

Angelika Scheibler aus Nürnberg hat sich auf keinen Stil festgelegt, ihre Werke wechselten von der Landschaftsmalerei zum Abstrakten. In den Bildern der Autodidaktin finden sich Landschaften in Acryl und Ei-Tempera ebenso wie Häuser und Städte im Stil des Kubismus. Annick Servant aus Bayreuth kam über eine Kunsttherapie zum intensiven Malen. Sie experimentiert mit Farben als Ausdruck von Stimmungen und arbeitet mit Pinsel und Spachtel. Ihre Bilder lässt sie mit ästhetischer Gestaltung und Komposition entstehen.

Barbara Stolzenhain aus Fürth beschäftigt sich seit 1999 intensiv mit der Malerei. Die Autodidaktin bezeichnet sich als "eigentlichen Realisten", der aber mit abstrakter Malerei experimentiert. Ihre Bilder zeigen Steine-Schichtungen, Landschaften, Städte und Blüten. Jari Vassinger aus Asch ist Bildhauer und hat an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart studiert. Seit Jahren nimmt er an Ausstellungen, unter anderem in Franken, teil. In Kulmbach präsentiert er Glasplastiken.

Stadtrat Dr. Ralf Hartnack zeigte sich begeistert von der Vielfalt der unterschiedlichen Techniken, die im Badhaus zu sehen sind. Die Exponate sprechen unterschiedliche Sprachen und fordern die Sinne auf verschiedenartige Weise heraus meinte er. Für die musikalische Ausgestaltung der Vernissage sorgten Laura und Sophie Meile von der Städtischen Musikschule Kulmbach am Piano.

Autor

Rainer Unger
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Veröffentlicht am:
29. 04. 2018
18:24 Uhr

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Rainer Unger

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29. 04. 2018
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