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Die "Tanne" eröffnet Anfang September

Die Sanierung der gemeindlichen Gaststätte in Harsdorf wird deutlich teurer als ursprünglich geplant. Zuschüsse sind dennoch nicht in Aussicht.



Die Sanierungsarbeiten in der Küche der gemeindlichen Gaststätte "Zur Tanne" haben doch mehr Geld verschlungen als angenommen. Ursprünglich war die Gemeinde Harsdorf von Kosten von rund 20 000 Euro ausgegangen. Bürgermeister Günther Hübner - hier mit einem maroden Abwasserrohr - rechnet inzwischen mit mindestens den doppelten Kosten.	Foto: Werner Reißaus
Die Sanierungsarbeiten in der Küche der gemeindlichen Gaststätte "Zur Tanne" haben doch mehr Geld verschlungen als angenommen. Ursprünglich war die Gemeinde Harsdorf von Kosten von rund 20 000 Euro ausgegangen. Bürgermeister Günther Hübner - hier mit einem maroden Abwasserrohr - rechnet inzwischen mit mindestens den doppelten Kosten. Foto: Werner Reißaus  

Harsdorf - Zähneknirschend hat der Gemeinderat Harsdorf in seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend den überarbeiteten Sanierungsplänen für die Küche und die Pächterwohnung in der gemeindlichen Gaststätte "Zur Tanne" zugestimmt. Ursprünglich war dafür ein Kostenrahmen von rund 20 000 Euro eingeplant, doch Bürgermeister Günther Hübner machte deutlich: "Die Kosten werden sich mindestens verdoppeln!"

Es wurde zwar eine Förderung aus dem Gaststättenmodernisierungsprogramm des Freistaates Bayern durch die VG-Verwaltung abgeklopft, doch das Programm ist hoffnungslos überzeichnet, wie Bürgermeister Hübner bekannt gab, so dass eine Förderung ausscheidet. Die Gemeinde musste vor allem nach dem Lebensmittelrecht in der Küche der Gaststätte handeln, weil der Boden und auch das Abwassersystem marode waren. Daneben war auch noch eine Tür zu erneuern, deren Zarge bereits bis zur Hälfte vom Rost angegriffen war. Die Küche wurde jetzt auch neu gefliest, sowohl am Boden als auch den Wänden.

Die restlichen Malerarbeiten werden in der kommenden Woche zum Abschluss gebracht. Schließlich musste auch in der Pächterwohnung eine neue Trennwand eingezogen werden. Bürgermeister Hübner: "Es hat alles zusammengepasst, aber es wurde jetzt ordentlich saniert." Die Eröffnung der Gaststätte - bislang ist nur der Biergarten geöffnet - ist für Anfang September vorgesehen.

Der öffentliche Feld- und Waldweg zwischen Harsdorf und Ramsenthal wird nach jahrelangen Bemühungen der beiden Gemeinden Harsdorf und Bindlach auf einer Breite von drei Metern asphaltiert. In der Sitzung am Dienstagabend vergab der Gemeinderat als Leitkommune den Auftrag für diese Arbeiten an der Firma Rädlinger, Cham/Selbitz. Sie baut gegenwärtig bereits die Staatsstraße zwischen Ramsenthal und Harsdorf aus. Rund 400 000 Euro wird der Straßenbau kosten, wobei der Freistaat Bayern für das Staatliche Bauamt Bayreuth den Löwenanteil von knapp 300 000 Euro übernimmt, mehr oder weniger als Co-Finanzierung für den parallel verlaufenden Radweg.

Bürgermeister Günther Hübner berichtete dem Gemeinderat, dass zwischenzeitlich auch der vorzeitige Baubeginn für diese Wegebaumaßnahme vorliegt. Den Kostenanteil für die beiden Kommunen Harsdorf und Bindlach beläuft sich auf 56 731 Euro beziehungsweise 36 527 Euro. Die Gemeinden können über das Amt für Ländliche Entwicklung mit einer Förderung von 60 bis 70 Prozent rechnen, so dass am Ende eine Eigenfinanzierung von rund 28 000 Euro für Harsdorf und von 15 000 Euro für Bindlach übrigbleibt.

Für die Sanierung eines Kanaleinbruchs an einer Gemeindeverbindungsstraße auf einer Länge von 20 m war nach den Worten von Bürgermeister Hübner Gefahr in Verzug, denn eine ordentliche Straßenentwässerung war nicht mehr sichergestellt. Der Schaden wurde bereits durch die Firma D & Z Bauunternehmen GmbH, Neudrossenfeld, behoben und es entstanden Kosten von knapp 3800 Euro.

Die Haushaltsmittel für den Garagenbau am Bauhof sind zwar weitestgehend aufgebraucht, doch der Gemeinderat entschied sich einstimmig dafür, noch vor Wintereinbruch, das Gebäude mit einem Dachstuhl abzuschließen. Gemeinderat Wolfgang Hinsche (SPD): "Es wäre doch Blödsinn, die Garage jetzt nur winterfest zu machen und dann erst im Frühjahr den Dachstuhl drauf zu setzen. Wie Bürgermeister Günther Hübner dazu ausführte, rechnet er mit Kosten von rund 25 000 Euro, die durch eine Mittelverschiebung beim Straßenunterhalt finanziert werden.

Einen breiten Raum nahmen noch die Diskussionen zur gegenwärtigen Verkehrsbelastung in Hettersreuth, Oberhettersreuth, Altenreuth und Zettmeisel ein, die im Zusammenhang mit der Umfahrung der Staatsstraße 2182 zwischen Harsdorf und Ramsenthal sowie der Sanierung der Talbrücke Lanzendorf an der Autobahn entstehen. Eine befriedigende Lösung fand auch das Gremium nicht. Das Problem: Es gibt zwar Verkehrsregelungen, aber nur wenige Verkehrsteilnehmer halten sich daran. Gemeinderat Wilfried Löwinger (CSU): "Wir können nur hoffen, dass sich die Lage wieder normalisiert, wenn die Arbeiten abgeschlossen sind."

Zweiter Bürgermeister Manfred Zapf (CSU) unterrichtete den Gemeinderat über die jüngste Sitzung der ILE "Fränkisches Markgrafen- und Bischofsland". In Vorbereitung ist der Bau des Funkmastes an der Zettmeiseler Straße und für die September kündigte Bürgermeister Günther Hübner eine Gemeinderatssitzung mit Vertretern der Fernwasserversorgung Oberfranken an.

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
14. 08. 2019
17:04 Uhr

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Werner Reißaus

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14. 08. 2019
17:04 Uhr



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