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Kulmbach

Edle Distel ist Staude des Jahres

Lange Zeit war die Pflanze in Verruf, jetzt zieht sie wieder in die heimischen Gärten ein. Die Kulmbacher Gärtnerin Renate Kreul erklärt das Besondere an dem Gewächs.



Renate Kreul
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Kulmbach - Sie sind wunderschön, robust und ausgesprochen nützlich. Die mittlerweile äußerst trockenen Sommer in Deutschland und ein Umdenken hin zum Arten- und Naturschutz lassen die Distel zum Star in den Gärten werden. Deshalb hat der Bund der deutschen Staudengärtner die sogenannte Edle Distel zur Staude des Jahres 2019 gekürt.

Renate Kreul betreibt bei Lindau eine große Staudengärtnerei. Sie sagt: "Nach den vergangenen Sommern fragen immer mehr Kunden nach Pflanzen, die gut mit der Trockenheit zurechtkommen. Sie wollen aber auch verstärkt etwas ökologisch Nützliches." Und da empfiehlt die Staudengärtnermeisterin gerne verschiedene Distelarten: "Sie produzieren im Sommer Unmengen an Nektar und Pollen, weshalb sie unzählige Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten anlocken. Ihre Blätter dienen obendrein vielen Schmetterlingsraupen als Futter." Und vor übermäßiger Ausbreitung braucht dem Hobbygärtner nicht bange sein: "Im Herbst erfreut sich nicht nur der Mensch an den Fruchtständen, sondern auch der Distelfink und andere Vögel. Aber auch Insekten und Kleinsäuger lieben die nahrhaften Samen."

Auch optisch sind die Disteln ein Hingucker: "Mannstreu und Kugeldisteln lassen sich effektvoll mit Ziergräsern kombinieren. Die hohen Arten, wie Eryngium und Echinops sind hervorragende Strukturbildner, die sowohl in Einzelstellung als auch in der Gruppe großartig wirken." Zudem, erklärt Renate Kreul, machen die wehrhaften Stauden auch im Herbst und Winter eine gute Figur - gerade in Verbindung mit Raureif. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzenarten ist die Distel auch im vertrockneten Zustand noch schön.

Die Staude gibt es indes in verschiedenen Größen: "Das differiert von 20 Zentimetern bis zu drei Metern Höhe", sagt die Fachfrau. Sie blühen blau, rosa oder weiß. Was sie allesamt vereint, ist ihre Wehrhaftigkeit: "Distel ist der Überbegriff für dornige Pflanzen", erklärt die 55-Jährige. Mal sind die Blattränder mit Stacheln versehen - mal Stängel und Blütenkelche. "Sie schützen sich so vor Fressfeinden. Das ist ihre Überlebensstrategie." Die Staude wächst weltweit in trockenen Gebieten. "Bei uns ist vor allem die Silberdistel bekannt.

Nasse Füße mag die Staude übrigens nicht, sie braucht einen durchlässigen, nährstoffarmen Boden. Dazu kann man gut Lavendel, Eisenkraut, Gräser, Ziersalbei oder Schleierkraut kombinieren - alles Pflanzen, die Trockenheit lieben.

Autor

Gabriele Fölsche
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Veröffentlicht am:
24. 04. 2019
17:40 Uhr

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Gabriele Fölsche

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Veröffentlicht am:
24. 04. 2019
17:40 Uhr



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