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Kulmbach

Ein Quartett, das aufs Gemeinwohl achtet

Vier Persönlichkeiten hat Landrat Söllner jetzt mit dem Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten ausgezeichnet. Sie alle zeichnen sich durch ihr großes Engagement aus.



Die Geehrten mit (von links) Bürgermeister Robert Bosch, Bezirksrat Thomas Nagel, Bürgermeister Harald Hübner, MdL Inge Aures, Fred Sadel, Brigitte Hebentanz, stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann, Karin Minet, Bürgermeister Dr. Ralf Hartnack, Landrat Klaus Peter Söllner, Wolfgang Hartmann, Dekan Thomas Kretschmar, stellvertretender Landrat Dieter Schaar und Bürgermeister Siegfried Beyer.
Die Geehrten mit (von links) Bürgermeister Robert Bosch, Bezirksrat Thomas Nagel, Bürgermeister Harald Hübner, MdL Inge Aures, Fred Sadel, Brigitte Hebentanz, stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann, Karin Minet, Bürgermeister Dr. Ralf Hartnack, Landrat Klaus Peter Söllner, Wolfgang Hartmann, Dekan Thomas Kretschmar, stellvertretender Landrat Dieter Schaar und Bürgermeister Siegfried Beyer.  

Kulmbach - Söllner sagte bei der Feierstunde, die Geehrten hätten sich mit hohem persönlichem Einsatz für das Gemeinwesen eingesetzt und dabei oftmals persönliche Interessen hinten angestellt: "Sie hatten dabei nicht den Profit, sondern stets den Mehrwert für unsere Gesellschaft im Sinn."

Brigitte Hebentanz: Sie ist von Kindesbeinen an mit der evangelischen Kirche und ihren Einrichtungen fest verwurzelt. 1988 wurde sie in den Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Presseck gewählt und als Vertrauensfrau des Kirchenvorstandes trägt sie seit 2006 an vorderster Front Verantwortung. "Mit großer Umsicht, Ausgeglichenheit, Verlässlichkeit und menschlicher Wärme kümmert sie sich um das rege Gemeindeleben in Presseck. Sie tut dies von Herzen gern. Regelmäßig ist sie im Gottesdienst in der Pressecker Dreifaltigkeitskirche anzutreffen"; sagte der Landrat. Im Jahre 2003 absolvierte sie eine Ausbildung zur Lektorin und ist seither in ihrer Kirchengemeinde und gelegentlich auch in den Nachbargemeinden im Einsatz.

Man könne sie mit Fug und Recht als die "gute Seele" der Pressecker Kirchengemeinde bezeichnen. Auch das Dekanat Kulmbach kann auf die ehrenamtliche Mitarbeit von Brigitte Hebentanz zählen. Sie ist seit 2007 Mitglied der Dekanatssynode und im Dekanatsausschuss und auch in diesen Gremien wirkt sie sehr engagiert und besonders auf den Zusammenhalt bedacht. 2013 nahm sie in an einer Ausbildung zur Hospizbegleiterin teil und ist seitdem ehrenamtliche Mitarbeiterin des Hospizvereins. In dieser Funktion begleitet sie schwerstkranke und sterbende Menschen auf ihrem letzten Weg.

Neben all ihrer Hingabe für den kirchlichen Bereich engagiert sich Brigitte Hebentanz zudem beim Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein Presseck und der Feuerwehr Wildenstein. In beiden Vereinen nimmt sie auch das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden wahr. Und seit ihrer Ernennung im Jahr 2018 steht sie zudem am Amtsgericht Kulmbach als ehrenamtliche Hilfsschöffin zur Verfügung.

Karin Minet: Der Kulmbacher Literaturverein wurde im Jahre 1989 von 13 Gründungsmitgliedern aus der Taufe gehoben. Karin Minets Liebe zum Lesen führte sie im Jahre 1998 als Mitglied zum Verein. Ihre literarische Inspiration fand sie schon in ganz jungen Jahren im Elternhaus, wo viel gelesen, vorgelesen und über Literatur gesprochen wurde. Im Frühjahr 1999 übernahm Minet das Amt der Schriftführerin und wenig später sprang sie für den damaligen Vorsitzenden, der sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen musste, als 1. Vorsitzende ein. Landrat Klaus Peter Söllner: "Mittlerweile engagiert sich Karin Minet seit fast zwei Jahrzehnten voller Herzlichkeit, Ideenreichtum und Idealismus für den Literaturverein."

Mittlerweile zählt der Verein 112 Mitglieder in allen Altersgruppen. Vom Landkreis wurde er im März 2018 mit dem Kulturpreis ausgezeichnet. Ihre kreative Ader macht Karin Minet zu einer Macherin und Gestalterin. Sie schreibt selbst, meist Geschichten aus dem Alltag und gerne in fränkischer Mundart. Das Schreiben sei für sie, wie Landrat Söllner betonte, ein hervorragender Ausgleich zu ihrem Beruf als Apothekerin. Neben all ihrem Engagement für den Literaturverein gehört Karin Minet seit dem Jahre 2005 auch dem Kulturbeirat der Stadt an.

Wolfgang Hartmann: Er hat sich seit vier Jahrzehnten dem Fasching verschrieben. Die Pflege dieses Kulturguts ist zu einer festen Instanz seines Lebens geworden. Zum Fasching kam Hartmann im Jahre 1988, als er dem damaligen Katholischen Familienkreis in Kulmbach beitrat. Bereits ein Jahr später wurde er zum Vorsitzenden gewählt und gleichzeitig wurde auf seine Initiative hin, aus dem Katholischen Familienkreis das Faschingskomitee. 1992 führte der Lebensweg Hartmanns nach Bad Berneck, wo er sich der Faschingsgesellschaft "Wikinger Bad Berneck" anschloss. Dort wirkte er als Elferrat und gleichzeitig als Vizepräsident. 1999 kehrte Hartmann in seine Heimat zurück und mit Unterstützung seines Freundes und Ratgebers Roman Kirzeder von "Gilde Giemaul Heidingsfeld" und weiteren Mitstreitern hob er "seinen" Mainleuser Carnevals-Club aus der Taufe. Der Verein zählt 148 Mitglieder und hat in der Region einen sehr hohen Stellenwert. "Er ist zu einer festen Größe des Faschings im Obermaintal geworden", sagte der Landrat. Mit viel Einsatz gelang es, Prominente wie beispielsweise Volker Heißmann, Peter Kuhn, Michl Müller oder die Mainzer Faschingsikone Margit Sponheimer zu verpflichten. Sein Engagement strahlt aber über die Vereinsgrenzen hinaus. Neben all dem Einsatz um den Fasching ist Wolfgang Hartmann seit 1982 Mitglied des Büttnerfachvereins Kulmbach. . Über 25 Jahre stand er dem Verein als aktiver Tänzer zur Verfügung.

Fred Sadel: Die Landjugendarbeit war seine große Leidenschaft. Dieser hat er sich mit Leib und Seele verschrieben. 1978 trat er der Landjugendgruppe Brücklein bei und von 1981 bis 1985 gab er seiner Gruppe neue Impulse und machte sie zu einer der aktivsten Gruppen im Landkreis. Im Jahr 1985 übernahm er den Vorsitz des Kreisverbands. Bis 1991 führte Fred Sadel die Geschäfte und entwickelte dabei rege Aktivitäten. Von 1983 bis 1986 brachte er sich als Schriftführer und von 1986 bis 1995 als Kassier beim Bezirksverband Oberfranken in die Vorstandsarbeit ein. Landrat Klaus Peter Söllner: "Dabei zählen Teamfähigkeit, Besonnenheit und hundertprozentige Zuverlässigkeit zu seinen Stärken."

Als herausragendes Projekt muss das Musical "Der Ernst des Lebens oder Auf der Suche nach Zufriedenheit" erwähnt werden. Auch in anderen Organisationen hat Fred Sadel Spuren hinterlassen. Bereits mit 16 Jahren trat er dem Gesangverein Neuenreuth als Sänger bei und wurde 1991 zum Vorsitzenden des Vereins gewählt. Bei der Feuerwehr Neuenreuth ist er seit 1976 aktiv. Seit 2004 ist er Vorsitzender des Feuerwehrvereins. "Mit hohem Einsatz bringt er sich ein und versucht Probleme des örtlichen Zusammenlebens zu lösen. Er bleibt dabei stets diplomatisch und sachlich, ist ausgleichend, verbindend und offen für Lösungen", lobte Söllner.

Autor

Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
27. 11. 2019
17:46 Uhr

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Autor

Werner Reißaus

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
27. 11. 2019
17:46 Uhr



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