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Kulmbach

Explosion in der Sauna

Ein Feuer in der Sauna hat das Fitness-Center in Stadtsteinach wahrscheinlich total beschädigt. 110 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen. Die Ursache ist noch unklar.



Dichter Rauch drang aus dem Fitnessstudio in der Stadtsteinacher Bahnhofstraße. Zwei Räume des Studios brannten vollkommen aus. Aber auch die anderen Räumlichkeiten dürften durch das Feuer massiv in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Die Polizei geht mindestens von 100 000 Euro Schaden aus.
Dichter Rauch drang aus dem Fitnessstudio in der Stadtsteinacher Bahnhofstraße. Zwei Räume des Studios brannten vollkommen aus. Aber auch die anderen Räumlichkeiten dürften durch das Feuer massiv in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Die Polizei geht mindestens von 100 000 Euro Schaden aus.   » zu den Bildern

Stadtsteinach - Mit einem Großaufgebot kämpften Feuerwehren aus der ganzen Region am frühen Montagabend einen Brand im Stadtsteinacher Fitnesscenter "Gym 80". Wie es zu dem Feuer kam, muss nun die Kriminalpolizei untersuchen. Alle elf Menschen, die zum Zeitpunkt des Brandausbruchs gegen 17.30 in dem Studio waren, konnten sich unverletzt ins Freie retten. Ein Feuerwehrmann erlitt eine Rauchgasvergiftung und musste sich vom Notarzt behandeln lassen.

Sichtlich geschockt und fassungslos verfolgte Studiobetreiber Roger Müller die Löscharbeiten. "Um 17 Uhr habe ich die Sauna eingeschaltet", berichtet er. Dann sei er in sein Büro gegangen, um dort Schreibarbeiten zu erledigen. Doch lang konnte Müller diese Tätigkeit nicht ausüben. "Ich hab das gleich gerochen und bin sofort zur Sauna gelaufen. Aber da stand sie schon voll in Flammen und dann gab es eine Explosion. Ich habe dann nur noch geschaut, dass ich die Leute rausholen kann." Roger Müller war erleichtert, dass sich noch niemand in der Sauna aufgehalten hatte, als das Feuer ausbrach. Der Stadtsteinacher hofft nun verzweifelt, dass wenigstens seine wichtigsten Unterlagen im Büro noch zu retten sind. "Da ist alles drin. Meine Versicherungsunterlagen, meine ganzen Daten."

Zehn Sportler hatten sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in dem Studio befunden. Einige von ihnen hatten geplant, das Training mit einem Saunagang zu beenden. Daraus wurde allerdings nichts. Nur in ihrer Sportbekleidung standen die Kunden des "Gym 80" im Freien und verfolgten sichtlich geschockt, wie die Feuerwehr das Gebäude löschte und dichter Rauch sich in der ganzen Umgebung ausbreitete.

Kreisbrandmeister Yves Wächter berichtet, die Feuerwehr sei mit der Warnung, es könnten Personen in Gefahr sein, zum Einsatzort geeilt. Doch Einsatzleiter und Kommandant der Stadtsteinacher Feuerwehr, Manuel Steinl, konnte den nachfolgenden Wehrleuten und auch den Kräften des BRK wenigstens in dieser Hinsicht Entwarnung geben.

Was allerdings den Brand anging, war die Lage ernst. Sechs Atemschutztrupps waren zum Zeitpunkt des Vollbrandes in dem Gebäude. Bei den Nachlöscharbeiten waren dann nochmals weitere Atemschutztrupps im Einsatz. Auch die Drehleiter der Kulmbacher Feuerwehr war angefordert worden. "Insgesamt hatten wir etwa 110 Feuerwehrleute im Einsatz."

Auch das BRK war mit großer Mannstärke angerückt. Einsatzleiter Frank Wilzok hatte zahlreiche Kräfte zu koordinieren, die dann aber glücklicherweise nicht in dem Umfang benötigt wurden, wie zunächst angenommen worden war. Dem verletzten Feuerwehrmann konnte Notarzt Daniel Gardill effektiv helfen und ihn nach ambulanter Behandlung wieder entlassen.

Auch Bürgermeister Roland Wolfrum und Landrat Klaus Peter Söllner haben sich am Brandort informieren lassen. Der Landrat zeigte sich von der Arbeit der Feuerwehren beeindruckt. "Erst am Samstag haben wir den neuen Rüstwagen eingeweiht. Jetzt ist er schon im Einsatz. Man kann stolz sein, was unsere Feuerwehren leisten. Hilfe war unglaublich schnell vor Ort. Da kann man nur Danke sagen an alle Feuerwehren und auch ans Rote Kreuz. Sie alle leisten das ganze Jahr über tolle Arbeit."

Zur Brandursache konnte die Stadtsteinacher Polizei am Montagabend noch keine Angaben machen. Die Brandspezialisten der Kripo werden die Ermittlungen übernehmen und versuchen zu klären, wie es zu dem Feuer kommen konnte. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf mindestens 100 000 Euro.

 

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Melitta Burger
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
10. 09. 2018
18:25 Uhr

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Melitta Burger

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10. 09. 2018
18:25 Uhr



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