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Kulmbach

Frei gewordene Kreativität präsentiert sich

Die Große Hofstube auf der Plassenburg beherbergt in den kommenden Wochen wieder die große Ausstellung des Bundes Fränkischer Künstler.



Die Geschichte "Hochzeit im Drachenland" erzählt Anneliese Raab in ihren Werken in Comic-Form. Fotos: Rainer Unger
Die Geschichte "Hochzeit im Drachenland" erzählt Anneliese Raab in ihren Werken in Comic-Form. Fotos: Rainer Unger   » zu den Bildern

Kulmbach - In der Großen Hofstube sind in den kommenden Wochen die während des Künstlersymposions des Bundes Fränkischer Künstler vom 28. September bis zum fünften Oktober entstandenen Werke zu sehen. 15 Frauen und ein Mann hatten sich daran beteiligt. Aquarelle, Bilder in Öl, Acryl und in Mischtechnik, Zeichnungen und Collagen sind in dem Zeitraum gefertigt worden.

OB Henry Schramm meinte bei der Vernissage am Samstag, die Ausstellung bilde den krönenden Abschluss des Künstlersymposions. Kunst könne verbinden und stehe für Vielfalt und Offenheit, sie fördere die Begegnung von Menschen unterschiedlicher Charaktere und rege zum miteinander Reden an. Beim Künstlersymposion sind die Menschen auf der Plassenburg als einem Ort der Inspiration zusammengekommen, um sich auszutauschen, gemeinsam zu arbeiten und um neue Werke zu schaffen. Schramm erinnerte daran, dass der Bund Fränkischer Künstler lange Jahre regelmäßig auf der Plassenburg zu Gast ist, beispielsweise mit seiner Jahresausstellung.

Was die Vereinigung für die Menschen in der Stadt und der Region in künstlerischer Hinsicht leiste, genieße bei ihm und den Verantwortlichen in der Stadt einen hohen Stellenwert. Dieses Künstlersymposion wäre ohne die drei Organisatoren Angelika Kandler-Seegy, Marion Kotyba und Hans-Dieter Jandt nicht durchzuführen. Daher danke er ihnen für ihren Einsatz.

Der Vorsitzende des Bundes Fränkischer Künstler, Horst-Hermann Hofmann, führte aus, zum neunten Mal sind Menschen zum Künstlersymposion zusammen gekommen, um sich dem gemeinsamen Kunstverwirklichungsgeschehen zu widmen. Die dabei frei gewordene Kreativität offenbare sich jetzt in der Ausstellung auf einmalige Weise. Viele wollen sich dieses jährliche Künstlersymposion nicht entgehen lassen und unbedingt wieder mit dabei sein und auch für den Bund Fränkischer Künstler stelle es etwas ganz Besonderes dar, stehe doch am Ende des gemeinsamen Schaffens bei jedem ein Erfolgserlebnis. Das Besondere liege im Prozess selbst, es wird ungehemmt ausprobiert und experimentiert, bis sich das Kunstwerk nach und nach entwickelt.

Die Ehrenpräsidentin des Bundes Fränkischer Künstler und Kuratorin des Künstlersymposions, Angelika Kandler-Seegy, erläuterte, in den vergangenen Tagen haben sich die Kunstschaffenden, die Kulmbach als Veranstaltungsort schon lange lieb gewonnen haben, in einer Art Ausnahmezustand befunden. Die Atmosphäre in der Große Hofstube beflügelt, sie biete aber auch Geborgenheit und Harmonie. Man nutze die Zeit aber nicht nur zum Malen oder Zeichnen, sondern auch um Kunstgespräche zu führen, Erfahrungen mit den anderen auszutauschen und um zu philosophieren. Jeder bringe seine eigenen Farben mit, die Stimmungen vermitteln. Hinter jedem der geschaffenen Arbeiten stehe zudem ein Künstlerschicksal. Die Besonderheit des Symposions sei aber auch, dass man anschließend die "Früchte des Schaffens" in der Ausstellung betrachten kann. Einen Dank richtete sie an Hermann Müller von der Kulturabteilung der Stadt, der Jahr für Jahr an der Seite der Künstler steht und sie unterstützt.

Die älteste Teilnehmerin, Rose Meerwein aus Kulmbach, die in Berlin lebt, stellte während des Symposions Collagen her.

Mit jeweils einem Haiku stellten sich die Künstler Ursula Bock und Hans-Dieter Jandt aus Eckental, Dr. Doris Bocka aus Bindlach, Brigitte Böhler aus Mistelbach, Karin Dietel aus Gefrees, Christel Gollner, Annick Servant und Iris Hetz aus Bayreuth, Helga Hopfe aus Danndorf, Angelika Kandler-Seegy und Anneliese Raab aus Nürnberg, Martina Karsch aus Altenplos, Marion Kotyba aus Kulmbach, Rose Meerwein aus Berlin, Steffi Rodigas aus Ahorn und Helga Wickermann aus Selb vor.

Für die musikalische Ausgestaltung der Vernissage sorgten Klara Hanusova und Mia Erlmann an den Querflöten von der Städtischen Musikschule.

Autor

Rainer Unger
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Veröffentlicht am:
07. 10. 2018
17:40 Uhr

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07. 10. 2018
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