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Kulmbach

Gespanntes Warten auf den Montag

Die Stadt will so viele Wege wie möglich erhalten, wenn die Klostergasse gesperrt wird. Die Polizei ist skeptisch. Im Notfall wird spontan nachgebessert. Alles ist bereit.



Am Montag um 8 Uhr wird umgestellt. Dann herrscht im Kreisel die Regel "links herum". Die Webergasse (rechts) und die Sutte (geradeaus) werden Einbahnstraßen bleiben, die Fahrtrichtung allerdings wird umgekehrt. Nötig werden die Umleitungen wegen der Sperrung der Klostergasse für acht Wochen.
Am Montag um 8 Uhr wird umgestellt. Dann herrscht im Kreisel die Regel "links herum". Die Webergasse (rechts) und die Sutte (geradeaus) werden Einbahnstraßen bleiben, die Fahrtrichtung allerdings wird umgekehrt. Nötig werden die Umleitungen wegen der Sperrung der Klostergasse für acht Wochen.   » zu den Bildern

Kulmbach - Ob auf Facebook, im Wirtshaus oder auf der Straße: Die große Umleitung, die wegen der Sperrung der Klostergasse von Montag an für etwa acht Wochen eingerichtet werden muss, beschäftigt die Kulmbacher. Die einen sprechen von einem Faschingsscherz, andere sagen Chaos und gar Unfälle bevor. Dabei richtet sich die ganze Aufmerksamkeit auf den großen Kreisel an der Sutte. Der muss nämlich, anders als alle Kreisverkehre im Land, während der Umleitungszeit links herum gefahren werden. Das ist höchst gewöhnungsbedürftig, hat aber einen Grund. Vor allem größere Fahrzeuge, die von der ebenfalls in der Fahrtrichtung gedrehten Einbahnstraße Webergasse kommen, hätten bei einem rechts gefahrenen Kreisel kaum eine Möglichkeit, nach rechts in die Sutte einzubiegen, in der der Verkehr von Montag an ebenfalls in die andere Richtung fließt. Die Glaseinhausung der Tiefgarageneinfahrt lässt aus der gewohnten Fahrtrichtung das Abbiegen nicht zu.

Die wichtigsten Änderungen in der Verkehrsführung

Der große Kreisel in der Sutte wird ab Montag, 8 Uhr, nicht mehr links- , sondern rechtsherum befahren. Damit am Anfang alles reibungslos läuft, werden Mitarbeiter der Stadt und auch die Polizei vor Ort sein.

Die Webergasse bleibt eine Einbahnstraße, allerdings wird der Verkehr nicht mehr stadteinwärts, sondern in Richtung Sutte fließen. Die Ampel an der Einmündung in die gesperrte Klostergasse ist bereits abgebaut worden. Autofahrer, die vom Holzmarkt kommen und bis jetzt nach rechts in die Klostergasse eingebogen sind, fahren über die Webergasse bis zum Kreisverkehr in der Sutte, dort dann links herum und biegen schließlich in die Sutte ab, dann in die Grabenstraße, die ebenfalls zur Einbahnstraße wird und von dort geht es dann wie gewohnt in Richtung Marktplatz.

Auch in der Sutte wird der Einbahnverkehr gedreht. Die Bushaltestelle vor der Stadthalle wird gegenüber auf den EKU-Platz verlegt, damit die Richtung "stimmt".

Die Einfahrt zum EKU-Platz und auch in die Tiefgarage über den großen Kreisel sollen bestehen bleiben. Das sieht zumindest die bisherige Planung vor. Das kann sich aber ändern, sollte es zu Problemen kommen.

Vom kleinen Kreisel aus kann man nach rechts in die stadteinwärts als Einbahnstraße ausgewiesene Grabenstraße einbiegen und dann über die Buchbindergasse zum Marktplatz gelangen. Die Grabenstraße vom kleinen Kreisel aus links führt als Einbahnstraße zur Fischergasse, über die der gesamte Verkehr auch von der Oberen Stadt kommend stadtauswärts geleitet wird.

Mit Fahrzeugen bis zu 3,5 Tonnen kann man stadteinwärts auch die Karl-Jung-Straße nutzen. Hinweisschilder für die Umleitung werden aufgestellt.


Nicht nur viele Bürger sind skeptisch. Auch die Polizei sieht vor allem in der Verkehrsführung am Kreisel Kritikpunkte und hat diese auch gegenüber der Stadt bereits geäußert. Dabei richtet sich die Sorge der Polizei vor allem auf die Ein- und Ausfahrt in die Tiefgarage und die Zufahrt zum EKU-Platz. Der Kreisel ist nicht groß, bedient aber sechs Ein- oder Ausfahrtmöglichkeiten, fünf praktisch unmittelbar nebeneinander: die Sutte, die Einfahrt und die Ausfahrt in die Tiefgarage die Einfahrt zum EKU-Platz und die Webergasse. Man muss jetzt schon vorsichtig fahren in diesem Bereich. Kommt dann noch die ungewohnte Linksrichtung dazu, könnte es brenzlig werden.

Auch die Polizei werde am Montagmorgen dabei sein, wenn die Umleitung gegen 8 Uhr eingerichtet wird und der Verkehr dann in die neuen Richtungen fließt. "Sollten größere Probleme auftreten, werden wir gemeinsam mit der Stadt Änderungen treffen", sagt Inspektionsleiter Peter Hübner. Das gehe, sollte es sich als nötig erweisen, sehr schnell. Alle, die dafür gebraucht werden, seien am Montagmorgen vor Ort und könnten sofort einschreiten. Sollte es zu Problemen kommen, würden die sofort gelöst. "Spätestens am Montagmittag läuft der Verkehr flüssig", verspricht Hübner.

Der Kulmbacher Polizeichef appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, im Bereich der Umleitungsstrecken ganz besonders vorsichtig zu fahren. Umleitungen dieses Umfangs in einer engen Altstadt seien immer kompliziert und erforderten größte Aufmerksamkeit. Es könnte klappen, mein Hübner. Aber nur, wenn sich jeder anpasst und genau schaut, was auf den vielen Schildern steht, die aufgestellt werden.

"Natürlich kennen wir die Bedenken der Polizei", sagt Simon Ries, der Leiter des OB-Büros. Die Stadtverwaltung wolle aber trotzdem erst einmal versuchen, das Bestmögliche für alle zu erreichen und so viele Fahrbeziehungen wie möglich zu erhalten, damit Anlieger nicht zu viele Einschränkungen hinnehmen müssen. "Wir wollen die Erreichbarkeit in der Innenstadt so groß wie möglich erhalten."

Am Montagmorgen seien Vertreter der Stadt am Kreisel. Sollte es sich als nötig erweisen, werde schnell reagiert. Auch Simon Ries ist klar: "Der Kreisel ist der Knackpunkt. Wir werden sehen müssen, ob wir dort alle Fahrbeziehungen aufrechterhalten können." Die Ein- und Ausfahrt zur Tiefgarage im Kreisel zu sperren, ist möglich. Durch den Durchstich kann auch die Einfahrt an der Stadthalle genutzt werden. "Mit dieser Option haben wir uns beschäftigt. Die können wir auch schnell umsetzen, wenn wir merken sollten, dass es zu unübersichtlich wird." Die nötigen Schilder seien bereits vorsichtshalber an Ort und Stelle, sagt Simon Ries. Doch vorerst bleibt er optimistisch: "Wir sind guter Dinge, dass es funktionieren wird."

Autor

Melitta Burger
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
08. 02. 2019
17:30 Uhr

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08. 02. 2019
17:30 Uhr



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