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Kulmbach

Hochwasserschutz macht Fortschritte

Die Baustelle an der Berliner Brücke soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Dann geht es weiter Richtung Unterpurbach.



Die Arbeiten am Bau eines 490 Meter langen Rechteckkanals mit einer Breite von 4,50 Metern und einer Höhe im Mittel von 1,70 Metern liegen im Zeitplan. Foto: Werner Reißaus
Die Arbeiten am Bau eines 490 Meter langen Rechteckkanals mit einer Breite von 4,50 Metern und einer Höhe im Mittel von 1,70 Metern liegen im Zeitplan. Foto: Werner Reißaus  

Kulmbach - Die Arbeiten an der Hochwasserfreilegung "Purbach" und damit auch am Hochwasserschutz für den Stadtteil Blaich, mit denen Ende September dieses Jahres begonnen wurde, liegen im Zeitplan. Bis zum Jahresende ist die Fertigstellung der Arbeiten bis zur Einmündung der Kettelerstraße eingeplant. Das ließ Oberbürgermeister Henry Schramm am Donnerstag bei einem Ortstermin mit den Vertretern der ausführenden Firma Günther-Bau GmbH, Stadtsteinach, dem Wasserwirtschaftsamt Hof und den beteiligten Ingenieur-Büros sowie den Stadtwerken Kulmbach vermelden. Die derzeit laufende Tiefbaumaßnahme steht auch in einem direkten Zusammenhang mit der Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Flutmulde.

In den Hochwasserschutz an der Flutmulde wurden nach den Worten von Schramm 17 Millionen Euro investiert: "Ein große Maßnahme, die noch fehlt, ist die Hochwasserfreilegung ,Purbach’, und die wird jetzt in einem weiteren Bauabschnitt durchgeführt; Einmal von der Flutmulde bis zur Caspar-Fischer-Straße und dann von der Caspar-Fischer-Straße bis nach Unterpurbach. Dann wird dann auch der Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Blaicher Straße, Hofer Straße, Albert-Schweitzer-Straße und der Straße nach Unterpurbach erfolgen. Die Maßnahmen beinhalten nicht nur diese große Kanalbaumaßnahme, sondern auch den Kreisel."

Die Gesamtprojektkosten bezifferte Oberbürgermeister Henry Schramm auf knapp 15 Millionen Euro: "Wir bekommen dazu entsprechende Förderungen und hoffen auf 65 Prozent Fördermittel auf die zuwendungsfähigen Kosten für die Hochwasserfreilegung und auf 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten für den Straßenausbau." Die Projektplanungen für die derzeit laufenden Maßnahmen der Stadt und der Stadtwerke wurden an das Büro INROS Lackner SE aus München übertragen. Weiter sind das Ingenieur-Büro IBP, Kulmbach, und das Ingenieur-Büro-Büro Wolf & Schneider, Bindlach, beteiligt.

Henry Schramm machte deutlich, dass die derzeit laufenden Arbeiten alles andere als einfach seien, doch mit der Firma Günther-Bau GmbH aus Stadtsteinach habe die Submission ein leistungsfähiges Unternehmen aus der Region erbracht. "Wir haben mit der Firma Günther-Bau schon viele Tiefbaumaßnahmen zusammen erledigt. Wir wollen mit dem derzeitigen Abschnitt bis Ende 2018 fertig werden. Das Wetter spielt ja auch ein wenig mit, um dieses Ziel zu erreichen."

Der weitere Bauabschnitt von der Caspar-Fischer-Straße bis nach Unterpurbach einschließlich des Verkehrskreisels, der die Verkehrssituation zum Klinikum wesentlich verbessern wird, soll dann bis 2020 fertiggestellt sein.

Der Oberbürgermeister ließ nicht unerwähnt, dass in den Stadtteil Blaich in den vergangenen Jahren viel investiert wurde, angefangen vom Neubau der Stadtwerke über die Großbaumaßnahmen am Klinikum, verschiedene andere Neubaumaßnahmen, bis hin zu einem Regenüberlaufbecken im "Ängerlein" und zur Erneuerung des dortigen Stauraumkanals für rund 6,5 Millionen Euro. Dazu kommen jetzt die laufenden Tiefbaumaßnahmen mit der Hochwasserfreilegung "Purbach" und dem Bau eines Kinderspielplatzes in der Blaich.

Der Geschäftsführer der Firma Günther-Bau GmbH, Steffen Groschupp, stellte fest: "Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben wir die Baustelle jetzt im Griff. Es kamen immer neue Anforderungen auf uns zu, die wir dann in Absprache mit den Ingenieur-Büros und den Stadtwerken gelöst haben. Wir haben hier eine Linienbaustelle mit 14 Blöcken, die aber ziemlich analog sind, sodass die Baustelle nach einer Einspielphase relativ einfach zu regeln ist." Problematisch seien die Straßenumlegungen gewesen. Bis Weihnachten verlaufe der Verkehr so weiter wie bisher, aber Anfang des nächsten Jahres werde hier praktisch eine Umfahrung freigegeben, die dann den Verkehr durch die Blaich leitet, sodass das vordere Baufeld frei wird.

Wie Werkleiter Stephan Pröschold von den Stadtwerken Kulmbach mitteilte, müssen im Zuge der Tiefbaumaßnahme auch die Wasser-, Kanal- und Gasleitungen umverlegt werden. Allein diese Maßnahmen erfordern einen Kostenaufwand von rund fünf Millionen Euro.

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
26. 11. 2018
17:34 Uhr

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Werner Reißaus

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26. 11. 2018
17:34 Uhr



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