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Kulmbach

In den Krippen wird es eng

Erstmals mussten die Kulmbacher Kitas 59 Absagen erteilen. Abhilfe schaffen soll nun eine Aufstockung der Plätze in den Gruppen und ein Neubau.



Die Kinderbetreuungsquote in Kulmbach ist höher als im Landesdurchschnitt. Trotzdem werden mehr Plätze gebraucht. Die Stadt will Abhilfe schaffen und nicht nur eine neue Kita bauen, sondern vorübergehend auch die Zahl der pro Gruppe zugelassenen Kinder erhöhen. Foto: Stefan Puchner/dpa
Die Kinderbetreuungsquote in Kulmbach ist höher als im Landesdurchschnitt. Trotzdem werden mehr Plätze gebraucht. Die Stadt will Abhilfe schaffen und nicht nur eine neue Kita bauen, sondern vorübergehend auch die Zahl der pro Gruppe zugelassenen Kinder erhöhen. Foto: Stefan Puchner/dpa  

Kulmbach - Die Bedarfsprognose, die für die im Stadtgebiet lebenden Kinder jedes Jahr in Bezug auf die Betreuungsplätze erstellt wird, ist positiv ausgefallen. Es gibt genügend Kindergartenplätze, heißt es in einem Sachstandsbericht für den Stadtrat. Doch es könnte trotzdem eng werden, und das unter anderem hat etwas mit geänderten Einschulungsbedingungen zu tun. Für Kinder, die zwischen Juli und September geboren sind, können jetzt die Eltern entscheiden, ob ihr Kind eingeschult wird, oder noch ein Jahr zu Hause bleiben kann. Diese Kinder besuchen dann in der Regel ein Jahr länger den Kindergarten. Wie viele das sind, ist noch nicht klar.

Und noch etwas hat Auswirkungen auf die Belegung der Kitas. In der Stadt gibt es zwar 710 Kindergarten-Plätze und nur 593 Kinder in entsprechendem Alter. Das heißt aber nicht, dass Plätze frei sind, denn es gibt Kinder, die rechnerisch mehr als einen Platz belegen. Kinder zwischen zwei und drei Jahren brauchen mehr Aufmerksamkeit. Deswegen zählen sie, was die Belegung angeht, doppelt. Gleich drei Plätze werden kalkuliert, wenn ein Kind eine Behinderung hat. Wenn man diese Faktoren mit einrechnet, sind die Kulmbacher Kindergärten voll ausgelastet.

Im Krippenbereich sieht die Lage aktuell anders aus. Derzeit werden 214 Kinder betreut. Umgerechnet auf die im Betrachtungszeitraum geborenen 438 Kinder liegt damit die Betreuungsquote für die Kleinsten in Kulmbach bei 48,8 Prozent. Der landesweite Durchschnitt erreicht 37 Prozent. Bisher hat das Angebot, auch wenn es manchmal ein wenig hakelig war, immer gereicht. Doch das hat sich jetzt geändert. Die Nachfrage ist jetzt in Kulmbach deutlich höher als das vorhandene Angebot in den Einrichtungen. Im März musste einer der Träger gleich 59 Eltern eine Absage erteilen, weil kein Platz mehr frei war.

Im Gespräch mit dem Landratsamt hat die Stadt umgehend Überprüfungsmöglichkeiten besprochen, heißt es in dem Sachstandsbericht für den Stadtrat. Es bestehe die Bereitschaft, für eine Übergangszeit zusätzliche Plätze in den bestehenden Krippen zu bewilligen. Die Qualität der Betreuung und vor allem das Wohl der Kinder müssten aber weiter an erster Stelle stehen. Ein oder zwei Plätze mehr werden jetzt geprüft. Gespräche mit den jeweiligen Trägern, ob sie dazu bereit und in der Lage sind, ihre Betreuungsplätze zu erweitern.

Die Stadt schafft mittelfristig weitere Plätze. Bereits im vorigen Jahr gab der Stadtrat grünes Licht für den Bau einer neuen Kita mit vier Krippengruppen mit insgesamt 48 Plätzen und drei Kindergartengruppen mit 75 Plätzen. Die Planung für das Gebäude laufen bereits. Die Arbeiterwohlfahrt wird den Betrieb der Kita übernehmen.

Der Stadtrat bekräftigte in seiner Sitzung am Donnerstag nochmals, dass das Projekt nun schnellstmöglich begonnen werden soll, damit möglichst alle Eltern auch einen Platz für ihren Nachwuchs finden.

Autor

Melitta Burger
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Veröffentlicht am:
07. 04. 2019
18:06 Uhr

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07. 04. 2019
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