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Kulmbach

Kleiner Crash mit großen Folgen

Ein junger Mann prallt mit seinem Auto gegen einen geparkten Pkw. Aus Sicherheitsgründen entscheidet sich der Notarzt für eine aufwendige Rettung der Beifahrerin.



Die Kulmbacher Feuerwehr war am Donnerstagabend in die Alte Forstlahmer Straße gerufen worden, um zwei junge Menschen aus ihrem verunglückten Auto zu bergen.
Die Kulmbacher Feuerwehr war am Donnerstagabend in die Alte Forstlahmer Straße gerufen worden, um zwei junge Menschen aus ihrem verunglückten Auto zu bergen.   Foto: Feuerwehr

Kulmbach - Kleine Ursache, große Wirkung: So kann man umschreiben, was sich am frühen Donnerstagabend in Forstlahm zugetragen hat. Nach einem vergleichsweise harmlosen Unfall musste die Feuerwehr ausrücken. Um eine junge Frau so schonend wie möglich aus dem Auto heben zu können, schnitten die Kulmbacher Wehrleute auf Anweisung des Notarztes das Dach des Fahrzeugs ab.

Ein 20-jähriger Autofahrer aus Mainleus war mit seiner 17-jährigen Beifahrerin in der Alten Forstlahmer Straße unterwegs. Aus Unachtsamkeit, berichtet die Polizei, kam der junge Mann mit seinem Audi A 4 zu weit nach rechts und touchierte dabei einen ordnungsgemäß am Straßenrand geparkten Pkw.

Eigentlich ein Unfall, wie er sich oft ereignet. Doch diesmal war es anders. Beide Fahrzeuginsassen erlitten einen Schock, die 17-jährige Beifahrerin klagte über Schmerzen und konnte allein das Auto nicht verlassen. Der Notarzt entschied sich zur Sicherheit der beiden Verunglückten zu einer sogenannten "schonenden Rettung".

Die Kulmbacher Feuerwehr wurde alarmiert und rückte mit sieben Fahrzeugen und 33 Einsatzkräften an. Sie trennten das Dach vom Fahrzeug ab und machten es auf diese Weise den Rettungskräften des BRK möglich, die beiden jungen Menschen so aus dem Wrack zu heben, dass für sie die geringstmögliche Gefährung bestand. Die Alte Forstlahmer Straße musste während der Bergung gut eine Stunde vollkommen gesperrt werden.

Mit dem Rettungswagen wurden die zwei Verunglückten ins Kulmbacher Klinikum gebracht. Dort, teilt die Polizei mit, wurde dann festgestellt, dass glücklicherweise keiner der beiden wirklich schwerwiegende Verletzungen erlitten hatte.

Für die Feuerwehr war es bei diesem Einsatz mit dem Aufschneiden des Autodachs alleine nicht getan. Die Wehrleute stellten zudem den Brandschutz sicher, leuchteten die Einsatzstelle aus und richteten die Vollsperrung der Straße ein.

Den Sachschaden, der durch den Unfall an den beiden beteiligten Fahrzeugen entstanden ist, schätzt die Polizei auf rund 10 000 Euro.

In diesem Jahr hatte es im Bereich Kulmbach schon mehrfach Unfälle gegeben, bei denen das Verletzungsbild ausschlaggebend für eine so aufwendig Bergung Verunglückter gewesen ist. In mindestens einem Fall wurde später bekannt, dass sich die Entscheidung der Rettungskräfte, das Dach eines verunglückten Autos zu entfernen, als richtig erwiesen hatte. Eine Frau hatte nach einem vergleichsweise harmlos aussehenden Unfall über Schmerzen geklagt. Der Notarzt hatte daraufhin entschieden, die Verletzte so schonend wie möglich aus dem Fahrzeug zu holen. Im Krankenhaus hatte sich später herausgestellt, dass die Frau tatsächlich einen gefährlichen Wirbelbruch erlitten hatte. Hätte man sie durch die Tür aus dem Wagen gehoben, hätte das schwerwiegende Folgen haben können.

Autor

Melitta Burger
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
22. 11. 2019
11:52 Uhr

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Autor

Melitta Burger

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Veröffentlicht am:
22. 11. 2019
11:52 Uhr



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