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Kulmbach

Kurz und alt im Trend

Eltern nennen ihren Nachwuchs in Kulmbach häufig Mia und Leon. Die bundesweiten Spitzenreiter Marie und Paul sind ebenso beliebt wie historisch klingende Babynamen.



Kulmbachs Kinder haben oft kurze Namen. Besonders häufig heißen die Babys derzeit unter anderem Leon, Luca, Mia und Lina. Foto: Stefan Linß
Kulmbachs Kinder haben oft kurze Namen. Besonders häufig heißen die Babys derzeit unter anderem Leon, Luca, Mia und Lina. Foto: Stefan Linß  

Kulmbach - Ob Kinder, die einen kurzen und einprägsamen Namen tragen, auch besser hören, wenn sie gerufen werden? Zumindest soll der Klang des Namens einen wesentlichen Einfluss auf das Leben haben. Studien besagen, dass Menschen allein durch den Vornamen darauf schließen, ob der Namensträger in der Schule und im Beruf Erfolg haben wird. Amerikanischen Wissenschaftlern zufolge werden Kindern mit möglichst kurzen Vornamen später die höchsten Karriereaussichten beschert. Was auch immer der Grund dafür sein mag - in Kulmbach liegen Mia, Lina und Emma sowie Leon, Luca und Max voll Trend.

Die jüngsten heißen Finn, Erik und Lara: Drei Buchstaben oder vier. Maximal fünf. Auf den Schildern an den Babybettchen bleibt oft viel Platz. In der Neugeborenenstation des Klinikums Kulmbach sind am vergangenen Wochenende Finn, Erik und Henri zur Welt gekommen. Die jüngsten Kulmbacherinnen heißen Lara, Lotta, Hanna, Jula und Mila.

Sie werden in ein paar Jahren im Kindergarten mit Paul, Cora, Finn, Ben, Noah, Anna und Leon spielen. Wobei die Wahrscheinlichkeit, auf einen oder gleich mehrere Leons zu treffen, besonders hoch ist. Im vergangenen Jahr war das in Kulmbach der beliebteste Jungen-Name. Dahinter folgt auf Platz zwei Lukas. Platz drei teilen sich Luca, Max und Moritz.

Bei den Kulmbacher Mädchen führt Mia die aktuelle Liste mit neun Einträgen in den Geburtsurkunden an. Auf Platz zwei liegen mit jeweils acht Nennungen gleich fünf Vornamen: Anna, Emilia, Emma, Lina und Lotta.

Marie und Paul vor Sophie und Alexander: In Deutschland sind Marie und Paul die beliebtesten Babynamen 2018. Das hat die Gesellschaft für deutsche Sprache am Donnerstag mitgeteilt. Demnach belegen Sophie und Alexander den jeweils zweiten Platz. Auf dem dritten Rang sind Maria und Maximilian.

Historisch und ausgefallen: Darüber hinaus vergeben Eltern gerne vermeintlich historisch anmutende Namen an ihre Sprösslinge, die vor 100 oder 200 Jahren auch schon einen guten Klang hatten. Kulmbacher Mädchen heißen heute Henriette, Charlotte, Luise und Theresa. Bei den Buben gibt es Franz, Karl, Theo, Emil und Leopold.

Zu den derzeit wohl ausgefallensten und ungewöhnlicheren Namen gehören in Kulmbach bei den Mädchen Lora, Weyda, Clea und bei den Jungen Mio, Lio, Quirin und Lias.

Wie die Standesbeamten aus der Region übereinstimmend berichten, setze sich der Trend zu kurzen Namen fort. Auch ältere Namen wie zum Beispiel Friedrich oder Henry erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. "Diese Namen wurden lange Zeit überhaupt nicht mehr vergeben und sind in den vergangenen Jahren wiedergekommen", berichtet Frank Rameckers, Standesamtsleiter in Rehau. Das hänge auch damit zusammen, dass sich Eltern gern an den Namen der Großeltern orientieren, weiß Astrid Rohde vom Standesamt in Naila. Auch im Marktredwitzer Standesamt stellt man fest, dass sich Eltern überwiegend für ältere Namen entscheiden. "Teils auch mit biblischer Herkunft", sagt Claudia Hiergeist. Der Trend zu Modenamen scheine hingegen weiter rückläufig.

Kurios wie Pumuckl: Ungewöhnliche Namenswünsche wie etwa Frodo oder Pumuckl hatten Eltern in der Region noch nicht, sagen die Standesbeamten. Sollte der Fall aber doch einmal eintreten, dass sich Eltern einen kuriosen Namen wünschen, ist das Vorgehen klar: "Meistens gibt es zu solchen Fällen bereits Gerichtsurteile", erklärt Frank Rameckers. "Daran orientiert man sich dann." Pumuckl sei als Name für ein Neugeborenes mittlerweile ohne Weiteres möglich, da er im internationalen Namensregister steht. "Ich persönlich würde Eltern, die mit diesem Anliegen zu mir kommen, aber schon noch einmal fragen, ob sie ihr Kind wirklich so nennen möchten", sagt Rameckers. Schließlich sollte bei der Namensgebung das Kindeswohl im Vordergrund stehen.

Für Bayern führen die Liste der beliebtesten Vornamen übrigens Marie und Maximilian an. Damit bleiben die elterlichen Vorlieben für die Namenswahl ihres Nachwuchses unverändert: Marie und Maximilian waren auch 2018 die beliebtesten Babynamen im Freistaat. Das hat die Auswertung der Gesellschaft für deutsche Sprache ergeben. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Maria und Sophie bei den Mädchen und Alexander und Lukas bei den Buben. Damit hat sich auf den Spitzenplätzen im Vergleich zum Vorjahr überhaupt nichts getan.

Von Norden nach Süden: Eltern in Bayern hinken den Vornamen-Trends traditionell etwas hinterher. Nach Angaben der Gesellschaft für deutsche Sprache verbreiten sich die Namen vor allem von Norden nach Süden und von Osten nach Westen. Finn und Henry, Ella und auch Ida, die zunächst vor allem im Norden beliebt waren, finden sich mittlerweile auch auf den Listen südlicher Bundesländer.

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Stefan Linß, aks
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Veröffentlicht am:
03. 05. 2019
15:38 Uhr

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Stefan Linß, aks

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03. 05. 2019
15:38 Uhr



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