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Kulmbach

Landjugend-App kennt alle Events

Ein neuer Onlinekalender soll Licht in den Terminjungle bringen. Der Kulmbacher Kreisverband die Handy-App mitgestaltet, die jetzt zum Download bereitsteht.



Die Bezirksvorsitzende der Landjugend Oberfranken, Chiara Hartmann, präsentiert die neue Landjugend-App. Gemeinsam mit Kollege Michael Kießling, Sprecher des Arbeitskreises Jugend- und Gesellschaftspolitik der Landjugend Bayern, stellte sie die nützlichen Funktionen des Onlinekalenders vor, der für alle jungen und jung-gebliebenen Leute auf dem Land gedacht ist. Fotos: Henrik Vorbröker
Die Bezirksvorsitzende der Landjugend Oberfranken, Chiara Hartmann, präsentiert die neue Landjugend-App. Gemeinsam mit Kollege Michael Kießling, Sprecher des Arbeitskreises Jugend- und Gesellschaftspolitik der Landjugend Bayern, stellte sie die nützlichen Funktionen des Onlinekalenders vor, der für alle jungen und jung-gebliebenen Leute auf dem Land gedacht ist. Fotos: Henrik Vorbröker   » zu den Bildern

Kulmbach/Bayern - Das Klischee, "Auf dem Land ist doch eh nichts los", ist wohl so alt, wie die Aufteilung der Welt in Stadt und Land selbst. Um zu erkennen, dass es zudem noch falsch ist, genügt ein Blick in den Terminkalender der Landjugend Bayern. Der ist momentan derart gefüllt, dass es mittlerweile technischer Mittel bedarf, um dem großen Angebot an Veranstaltungen Herr zu werden.

Woher kommt der Begriff ‚App’?

‚App‘ ist die Abkürzung für das englische Wort ‚Application‘, was so viel bedeutet wie ‚Anwendung’ oder ‚Verwendung’. Eine App ist wie ein Programm aufgebaut, wie zum Beispiel ein Textprogramm oder ein Spiel, das den Benutzer in einem bestimmten Bereich unterstützt. Es kann lokal auf eine App zugegriffen werden, indem die Software auf den eigenen Rechner Zuhause installiert wird, wodurch es sich dann um eine Desktop-Anwendung handelt. Wird die App über einen fremden Server angesteuert, kann von einer ‚Webanwendung‘ gesprochen werden. Apps sind im weiteren Sinne also immer auch Applications, jedoch mit dem feinen Unterschied, dass ihr Funktionsumfang begrenzter ist. Eine Application ist etwa Microsoft Word, oder Powerpoint, eine App hingegen zum Beispiel ein Notiztool oder die Landjugend-Bayern-App auf dem Handy.


Michael Kießling von der bayerischen Landjugend ist Sprecher des Arbeitskreises Jugend- und Gesellschaftspolitik und beschreibt das Problem so: "Bei 35 aktiven Landjugendgruppen allein in Oberfranken, ist es schwer, immer genau zu wissen, wer wann, welches Event auf die Beine stellt. Unsere neue Landjugend-Bayern-App bündelt jetzt übersichtlich alle Termine und zeigt einem, was auf dem Land geboten ist."

Dass es da auf großer Landesebene erst recht zu Überschneidungen und Abstimmungsschwierigkeiten kommen kann, liegt auf der Hand. An dieser Stelle soll die neue App ansetzen. Sie bündelt alle Veranstaltungen der Landjugend - bayernweit. Die Kommunikation über die einschlägigen Onlinedienste wie Facebook und Whatsapp habe sich in der Vergangenheit mehrfach als schwierig erwiesen, zu groß waren die Gruppen, zu unübersichtlich die Koordinierung einzelner Veranstaltungen.

"Zumal sich auch immer wieder Leute von Facebook oder anderen Diensten abwenden, mussten wir etwas Eigenes entwickeln", erklärt die Bezirksvorsitzende der Landjugend Oberfranken, Chiara Hartmann, die seit September auch stellvertretende Landesvorsitzende ist: "Die Informationen müssen heute an die Leute herangetragen werden. Das funktioniert mit der neuen App ideal." Das liegt auch an dem Aufbau des Programmes, das einfach und bedienerfreundlich angelegt ist. Vor allem der Kreisverband Kulmbach hatte sich dieser schwierigen Aufgabe angenommen. Landkreisvorsitzender Jonas Gleich erinnert sich: "Viele Technikaffine der Ortsgruppe Kulmbach haben beim Design der App geholfen. Uns war wichtig, dass sie für jeden einfach benutzbar ist. Jung und Alt sollen die Landjugendapp einfach benutzen können - das ist unser Ziel."

Doch der Veranstaltungskalender ist noch nicht alles, was die App der Landjugend zu bieten hat: Auf das Umfragetool sind die Macher besonders stolz. Dabei haben die rund 50 000 Mitglieder der drei bayerischen Landjugendverbände, KLJB (Katholischen Landjugendbewegung), ELJ (Evangelischen Landjugend) und Bayerische Jungbauernschaft, unkompliziert die Möglichkeit, über bestimmte Themen abzustimmen.

Es braucht nur eine konkrete Fragestellung der Administratoren, zum Beispiel: "Wie bewertest Du die Anbindung öffentlicher Verkehrsmittel auf dem Land? - Gut, ausbaufähig oder schlecht?"

Ein Klick des Users auf eine der Antwortmöglichkeiten genügt, und bei großer Teilnehmerzahl können beinahe schon repräsentative Umfrageergebnisse erzielt werden. "Natürlich hoffen wir auch, dadurch Interessierte zu erreichen und sie an den Fragestellungen des ländlichen Raumes zu beteiligen - ganz einfach per Smartphone von daheim aus", sagt Michael Kießling.

Mit Push-Nachrichten, das sind kurze Texte, die von selbst als kleine Infozeilen auf den Bildschirmen der App-Benutzer erscheinen, lassen sich auch Termine auf Bezirks- und Landesebene der Landjugendverbände abonnieren und koordinieren. Die Landjugend-App ist in den führenden App-Stores bei Apple und Google kostenlos für alle als Download unter "Landjugend Bayern" verfügbar.

Was als lokales Vernetzungsportal von und für den Bezirk Oberfranken begann, geht jetzt also bayernweit an den Start und soll auch Nicht-Landjugendmitglieder in den Diskurs über Heimat und Landleben einbeziehen. Genaue Zahlen liegen noch nicht vor, aber die App sei schon "sehr gut angenommen worden und in weitem Umlauf", sagt Kießling. Jetzt ist es Sache der Ortsgruppen, die App mit Terminen und Events der Landjugend zu befüllen und abermals den Beweis anzutreten: Auf dem Land ist etwas geboten.


zitat

Jung und Alt sollen die Landjugend-App einfach benutzen können - das ist unser Ziel.


Jonas Gleich, Vorsitzender der Landjugend im Kreisverband Kulmbach


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Henrik Vorbröker
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Veröffentlicht am:
09. 01. 2019
18:16 Uhr

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Henrik Vorbröker

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09. 01. 2019
18:16 Uhr



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