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Kulmbach

Laubenstraße wird nach Ostern ausgebaut

Das Projekt kostet die Gemeinde Neuenmarkt rund 630 000 Euro. Die Arbeiten werden Mitte Januar ausgeschrieben.



Nach Ostern soll die Laubenstraße in Neuenmarkt auf 400 Metern Länge ausgebaut werden.	Foto: Werner Reißaus
Nach Ostern soll die Laubenstraße in Neuenmarkt auf 400 Metern Länge ausgebaut werden. Foto: Werner Reißaus  

Neuenmarkt - Die Arbeiten für den Ausbau der Laubenstraße von der Abzweigung Friedhofstraße bis hin zur Omnibushalle Rothemund werden in der dritten Neujahrswoche öffentlich ausgeschrieben. Erich Hahn vom Ingenieur-Büro IBP, Kulmbach, stellte dem Gemeinderat am Montagabend den Bauentwurf vor, der auf der knapp 400 Meter langen Ortsstraße einen Vollausbau mit einem einseitigen Gehweg vorsieht. Im Zuge dieser Arbeiten wird auch das Teilstück zwischen der Friedhof- und der Laubenstraße saniert und ein Glasfaserkabel mit verlegt. Die Gemeinde Neuenmarkt muss mit Kosten von etwa 630 000 Euro rechnen muss.

Wie Bürgermeister Siegfried Decker dazu feststellte, hat sich der Gemeinderat bereits mit den Anliegern dafür ausgesprochen, aus Kostengründen die bisherigen Peitschenlampen in der Laubenstraße zu belassen. Allerdings gelte bei einem Vollausbau die Straßenausbaubeitragssatzung, falls es bis dahin eine Novellierung der Satzung gibt. "Es gibt eine Initiative der Freien Wähler im Landtag, das Kommunale Abgabengesetz zu überarbeiten und zu ändern, weil es nach wie vor landauf, landab erhebliche Kritik an der Straßenausbaubeitragssatzung gibt." So denke die Fraktion der Freien Wähler auch über ein Volksbegehren nach, um die Straßenausbaubeitragsatzung abzuschaffen. Die Staatsregierung wolle die Satzung erneut auf den Prüfstand stellen, um den Kommunen mehr Spielraum in der Anwendung der Satzung einzuräumen. Mit einer kompletten Abschaffung der "Strabs" sei jedoch nicht zu rechnen, war jedenfalls die Meinung von Bürgermeister Siegfried Decker.

Erich Hahn zeigte dann auf, dass die öffentliche Ausschreibung der Arbeiten am 16. Januar 2018 erfolgen wird. Die Submission der Angebote sei für den 9. Februar vorgesehen. In der Sitzung am 6. März sollen die Arbeiten dann vergeben werden, sodass ein Baubeginn unmittelbar nach Ostern möglich ist. Mit der Fachplanung des Breitbandausbaues in diesem Straßenstück wurde das Büro Reuther NetConsulting, Bad Staffelstein, beauftragt. Das Büro hatte dazu ein Angebot über 4890 Euro vorgelegt. Die vom Landratsamt Kulmbach geforderte Baugrunduntersuchung für das Gewerbegebiet "Wirsberger Straße I" kann sich die Gemeinde Neuenmarkt ersparen. Hier kann auf das bereits vorhandene Untersuchungsergebnis der Diakonie Neuendettelsau zurückgegriffen werden, die im Gewerbegebiet eine Werkstatt für Behinderte und eine angegliederte Förderstätte bauen will.

Derzeit werde dafür der Bebauungsplan überarbeitet, wobei auch eine Abstimmung mit dem Landratsamt Kulmbach erfolgte.

Bei der örtlichen Prüfung der Jahresrechnung der Gemeinde für das Jahr 2016 hat es Decker zufolge keine Beanstandungen gegeben. Es wurde allerdings eine Empfehlung ausgesprochen, den reparaturanfälligen HAKO-Truck zu ersetzen. Die Verwaltung sei derzeit dabei, verschiedene Angebote einzuholen. Was die Jahresrechnung an sich angeht, wertete es Decker als erfreulich, dass dem Vermögenshaushalt rund 660 000 vom Verwaltungshaushalt zugeführt werden konnten und die Rücklagen um 1,1 Millionen Euro erhöht wurden. Gemeinderat Ulrich Stelter würdigte als Vorsitzender der Rechnungsprüfungsausschusses die gute Zusammenarbeit. Als vorteilhaft habe sich erwiesen, zunächst nur die Jahresrechnung der Gemeinde zu prüfen. Die Jahresrechnung der Gemeindewerke Neuenmarkt werde gesondert geprüft.

Für das Haus "Basan" in der Schulstraße, das für die Asylbewerberarbeit genutzt wird, übernimmt die Gemeinde die Hälfte der Kosten für Heizung und Strom mit knapp 1900 Euro. Somit ist der Helferkreis weiter in der Lage, die monatliche Mietpauschale zu zahlen. Übereinstimmend sprach das Gremium dem Helferkreis höchste Anerkennung für die wertvolle Arbeit aus. Derzeit sind in der Gemeinschaftsunterkunft im Haus Ruth rund 90 Flüchtlinge und Asylbewerber untergebracht.

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
06. 12. 2017
00:00 Uhr

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Werner Reißaus

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Veröffentlicht am:
06. 12. 2017
00:00 Uhr



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