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Kulmbach

Mehr Geld für Kinderbetreuung

Die Gemeinde Neuenmarkt muss in diesem Jahr 758 000 Euro aufbringen. Das Defizit beträgt rund 300 000 Euro.



Mit derzeit 99 Plätzen sind die Kindertagesstätte "Abenteuerland" (unser Bild) und der Hort an der Verbandsschule mit 30 Kindern sehr gut gebucht. Derzeit halten sich Angebot und Nachfrage fast die Waage. Foto: Werner Reißaus
Mit derzeit 99 Plätzen sind die Kindertagesstätte "Abenteuerland" (unser Bild) und der Hort an der Verbandsschule mit 30 Kindern sehr gut gebucht. Derzeit halten sich Angebot und Nachfrage fast die Waage. Foto: Werner Reißaus  

Neuenmarkt - Die Kindertagesstätte "Abenteuerland" und der Hort an der Verbandsschule Neuenmarkt-Wirsberg erfreuen sich großer Beliebtheit. Diese Feststellung traf Bürgermeister Siegfried Decker zu Beginn der Gemeinderatssitzung am Montagabend. Dazu passte auch der Sachstandsbericht der Leiterin der Kindertagesstätte, Sylvia Düreth, und die Ausweitung des Beitragszuschusses auf die gesamte Kindergartenzeit im Rahmen der Kinderbetreuung. Zum 1. April werden die Elternbeiträge für Kinder mit 100 Euro pro Monat bezuschusst. Dies gilt für Kinder, die im Jahr 2018 oder früher das dritte Lebensjahr vollendet haben und noch nicht in der Schule sind.

Geplant ist ab 2020 eine Beitragsentlastung auch für Kinder ab dem ersten Lebensjahr bis zum Übergang in die Kita-Zeit. Geplant sind bis zu 100 Euro, begrenzt auf die tatsächlich anfallenden Betreuungskosten und ein Bruttojahreseinkommen der Familie bis zu 65 000 Euro. Der entsprechende Gesetzentwurf wird derzeit ausgearbeitet.

An der Kita Neuenmarkt werden gegenwärtig 24 Krippen-, 75 Kindergarten- und 30 Hortplätze bereitgehalten. Hinzu kommen noch vier Ganztagsklassen in gebundener Form, eine in der 3. Klasse und je eine in den Klassen 5, 7 und 9. Die Abwicklung und Auszahlung des Beitragszuschusses erfolgt, wie Bürgermeister Siegfried Decker berichtete, über die Gemeinde Neuenmarkt im Rahmen der kindbezogenen Förderung nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz: "Eltern müssen diesbezüglich keinen Antrag stellen", sagte Decker. "Die Abrechnung mit den Eltern erfolgt dann über den eigentlichen Träger, in unserem Fall über die evangelische Kirchengemeinde." Die kindbezogene Förderung betrug Decker zufolge im vorigen Jahr 507 000 Euro. Darauf erhielt die Gemeinde Neuenmarkt vom Freistaat Bayern eine Förderung von 276 074 Euro.

Die Nachfrage nach den Plätzen in der Kindertagesstätte "Abenteuerland" hält nach Worten des Gemeindeoberhauptes unvermindert an: "Die von den Eltern gebuchten Zeitfenster werden länger. Vor allem Alleinerziehende und berufstätige Eltern wünschen sich immer mehr eine ,Rund-um-die-Uhr-Versorgung‘ und eine Betreuung in den Ferien." Dies stelle die Betriebsträger und die Kommunen vor erhebliche Herausforderungen. Hinzu kämen noch unterschiedliche pädagogische Konzepte und das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern, die häufig zu einem interkommunalen Wettbewerb der Einrichtungen führen."

Die Kosten für die Betreuung der Kinder im Vorschulalter sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Bürgermeister Decker dazu: "Sie stellen auch in unserem Haushalt einen der größten Ausgabeposten dar. Wir rechnen 2019 mit Aufwendungen von 758 000 Euro und nach Abzug der staatlichen Förderung erwarten wir ein Defizit von etwa 300 000 Euro." Die Kommunen hofften sehr, dass die vom Bund bereitgestellten zusätzlichen Mittel aus dem "Gute-Kita-Gesetz" an die Gemeinden weitergeleitet werden. Das Gesetz sei seit Anfang 2019 in Kraft und soll die Weiterentwicklung der Qualität in der Kinderbetreuung stärken.

Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte Forstingenieur Johannes Wurster dem Gemeinderat den Abschlussbericht des Baumkatasters vor. Demnach ist die Gemeinde Neuenmarkt für den verkehrssicheren Zustand ihrer Bäume verantwortlich und grundsätzlich verpflichtet, Schäden durch Bäume an Personen oder Sachen zu verhindern. Im Rahmen der Straßenverkehrssicherungspflicht fordert der Bundesgerichtshof eine regelmäßige Kontrolle der Straßen, um neu entstehende Schäden oder Gefahren zu erkennen und die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen zu treffen. Eine solche Straßenkontrolle erfolge in angemessenen Zeitabständen durch die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofes. Dazu habe man drei Mitarbeiter im Rahmen von Fortbildungen geschult. Arbeiten wie Kronenpflege, Kroneneinkürzungen Kronensicherungen und eingehende Untersuchungen müssten allerdings vergeben werden.

In diesem Zusammenhang verwies Bürgermeister Decker auf eine schall-tomografische Untersuchung einer Kastanie am Kinderspielplatz in Hegnabrunn, zu der die Firma Maschinenbau Pistor, Hegnabrunn/ Neuenmarkt, die Hälfte der Kosten übernommen hat. Die Folge war, dass nach einer Kronenpflege der Bestand der Kastanie gesichert werden kann.

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
05. 04. 2019
17:48 Uhr

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Werner Reißaus

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05. 04. 2019
17:48 Uhr



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