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Kulmbach

Mehr Geld für den Kampf gegen Borkenkäfer

Der Freistaat verdreifacht seine Zuschüsse, um den Wald vor Schädlingen zu bewahren. Für Martin Schöffel ist das eine Entlastung der Waldbesitzer.



Kulmbach - Den Wald zu erhalten ist im Interesse aller, sagt Landtagsabgeordneter Martin Schöffel. Diese Erhaltung sei bei der derzeitigen Witterung eine große Herausforderung. Schöffel teilt jetzt mit, dass der Freistaat die Waldbesitzer kräftig beim Kampf gegen den Borkenkäfer mit noch mehr Geld unterstützt.

Waldbesitzer, heißt es in einer Mitteilung des Abgeordneten, haben es dieser Tage schwer. Die Holzpreise sind niedrig, die Holzerntekosten steigen und die Trockenheit setzt den Wäldern zu. Immer wieder breitet sich außerdem der Borkenkäfer aus. "Borkenkäfer können am besten bekämpft werden, indem ihnen der Brutraum entzogen wird. Werden befallene Bäume aus dem Wald entfernt, so können sich die Käfer nicht ausbreiten. Wir unterstützen daher Waldbesitzer nun noch intensiver dabei, befallene Bäume schnell und effektiv zu fällen und abzutransportieren," erklärt der Schöffel.

Als Sprecher seiner Fraktion in Sachen Landwirtschaft und Forsten sei er täglich mit den aktuellen Sorgen der Waldbesitzer befasst. "Es ist gut und richtig, dass wir in Bayern die Zuschüsse von bisher vier beziehungsweise fünf Euro auf nun zwölf Euro pro Kubikmeter deutlich erhöht haben. Waldbesitzer erhalten dieses Geld, wenn sie befallene Bäume rasch fällen und aus dem Wald transportieren." In vielen Fällen muss das Holz gelagert oder zu einem sehr niedrigen Preis verkauft werden. "Es schmerzt auch mich, dass für Stammholz derzeit kaum ein Markt vorhanden ist und die Erlöse für die Waldbesitzer sehr gering sind", sagt Schöffel.

In diesem Jahr sei bayernweit eine besonders große Ausbreitung des Borkenkäfers festzustellen. Weil die Wälder vielerorts durch Trockenheit und Stürme geschwächt sind, sei bei anhaltend sommerlicher Witterung der Wald vielerorts ernstlich in Gefahr, macht Schöffel auf eine Misere aufmerksam, unter der Waldbauern zunehmend leiden. Erst vor Kurzem hatte auch der Kulmbacher Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands, Wilfried Löwinger, darauf hingewiesen, dass den Wäldern eine Katastrophe drohe. Es ergebe sich eine Spirale durch die Schwächung der Bäume, die nicht genügend Wasser haben und dadurch anfälliger für Schädlinge wie den Borkenkäfer werden, der sich derzeit rasend vermehrt. In Bäumen, die ohnedies durch den Wassermangel belastet sind, richten die Käfer tödliche Schäden an.

Mit der Anhebung der Zuschüsse will der Freistaat in Zeiten drastisch fallender Holzpreise und steigender Holzernte-Kosten noch stärkere Anreize für eine rasche und effektive Käferbekämpfung schaffen, teilt Martin Schöffel mit. Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hatte wegen der drohenden Käfer-Gefahr bereits im vergangenen Jahr ein Maßnahmenpaket für die Waldbesitzer aufgelegt und das vor einigen Wochen nochmals ausgeweitet: Es reicht, wie der Abgeordnete mitteilt, von finanziellen Anreizen über Fachberatung bis hin zu personeller und organisatorischer Unterstützung.

Damit die Waldbesitzer tagesaktuell über die Bedrohungslage in ihrer Region informiert sind, wird das Borkenkäfer-Monitoring der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) laufend aktualisiert.

Es kann von jedermann im Internet unter www.borkenkaefer.org abgerufen werden.

Autor

Melitta Burger
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
17:48 Uhr

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Melitta Burger

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Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
17:48 Uhr



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