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Kulmbach

Nachwuchs für die Bio-Branche

Raphael Roth war Bester beim landwirtschaftlichen Berufswettkampf. Den 18-Jährigen zieht es in die Landwirtschaft - er möchte Bioprodukte erzeugen und vermarkten.



Ferdinand Schramm (rechts im Bild) gratuliert dem 18-jährigen Raphael Roth (links) zu seinem Erfolg. Er hat den landwirtschaftlichen Berufswettkampf der Landjugend in der Berufsschule Bayreuth von 53 angehenden Landwirten als Bester bestritten.	Foto: Klaus-Peter Wulf
Ferdinand Schramm (rechts im Bild) gratuliert dem 18-jährigen Raphael Roth (links) zu seinem Erfolg. Er hat den landwirtschaftlichen Berufswettkampf der Landjugend in der Berufsschule Bayreuth von 53 angehenden Landwirten als Bester bestritten. Foto: Klaus-Peter Wulf  

Kupferberg/Marktleugast - Den 18-jährigen Raphael Roth aus Kupferberg zieht es nach dem Abschluss der Mittleren Reife in die Landwirtschaft. Im Bekanntenkreis und im benachbarten Ludwigschorgast durfte Raphael bereits zu Schulzeiten im Milchviehbetrieb Konrad in seinen Traumberuf hineinschnuppern und verbrachte jede freie Minute auf dem landwirtschaftlichen Betrieb. Und dass der 18-Jährige in einem ältesten Berufsstände der Welt gut aufgehoben ist, bewies er bereits im landwirtschaftlichen Berufswettkampf der Landjugend, den er in der Berufsschule Bayreuth von 53 angehenden Landwirten als Bester abgeschlossen hat.

Bereits im Sommer/Herbst des Vorjahres galt es für den jungen Kupferberger einen Ausbildungsbetrieb zu bekommen, den er ebenfalls durch das Anraten aus dem Bekanntenkreis in Ferdinand Schramm in Marktleugast fand. "Ich fragte hier nach, ob er an einem Auszubildenden interessiert ist, und Ferdinand Schramm sagte bei einem gemeinsamen Frühstück prompt ja. Und - gesagt, getan - so habe ich gleich den Ausbildungsvertrag unterschrieben. Es ist sehr abwechslungsreich, ob Landwirtschaft, der Ferienhof oder angegliederte gastronomische Almbetrieb. Die Vielfalt gefällt mir. Es macht einfach Spaß, sich immer wieder auf einen anderen Bereich einzustellen", betont Raphael im Gespräch mit unserer Zeitung.

Das erste Ausbildungsjahr war in Vollzeit Berufsschule. Jetzt ist Raphael Roth im zweiten Lehrjahr und hat aufgrund besonderer Leistungen die Möglichkeit, die Ausbildung zu verkürzen. Der Stoff ist im zweiten und dritten Lehrjahr allerdings sehr umfangreich, und so muss der Kupferberger die ganzen Aufgaben innerhalb eines Jahres bewältigen. Doch trotz des Stresses macht es ihm einen Riesenspaß und er hat seine Entscheidung bis heute nicht bereut, wie er sagt. "Meine Eltern unterstützen mich bei allem, was ich mache. "Schon im Juli folgt nun die Abschlussprüfung, schriftlich und praktisch. Davor habe ich keine Angst, ich werde es schon packen", sagt der Azubi. Das Schriftliche ist in Bayreuth abzuwickeln; die praktische Prüfung ist in Marktleugast auf dem Betrieb. Auch möchte ich hier in Teilzeit dann gerne weiter arbeiten", lässt Raphael Roth nicht außen vor.

Er will sich ein Geschäft aufbauen und selbstständig machen, eine Biolandwirtschaft betreiben und die erzeugten Produkte selbst in einem Bioladen vermarkten. "Auch hier steht Ferdinand Schramm voll dahinter und unterstützt mich, wo er nur kann", betont der 18-Jährige. Im Landesentscheid Berufswettkampf Landwirtschaft ist er bei 2000 Teilnehmern aus ganz Bayern Dritter geworden, und jetzt geht es weiter zum Bundesentscheid vom 2. bis 6. Juni in Herrsching am Ammersee. Selbstbewusst sagt der angehende Biobauer: "Da gehe ich ganz entspannt hin und werde das Beste daraus machen."

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Klaus-Peter Wulf

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Veröffentlicht am:
16. 05. 2019
17:50 Uhr

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16. 05. 2019
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