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Kulmbach

Neue Plätze, mehr Barrierefreiheit

Die Zuschüsse fließen derzeit kräftig. Das nutzen die Kommunen im Landkreis, um in die Zukunft zu investieren.



Das denkmalgeschützte Gebäude Bahnhofstraße 25 in Marktschorgast soll saniert und modernisiert werden und bald als "Schmuckstück" neu erstrahlen. Entstehen werden zwei Wohnungen.	Foto: Bruno Preißinger
Das denkmalgeschützte Gebäude Bahnhofstraße 25 in Marktschorgast soll saniert und modernisiert werden und bald als "Schmuckstück" neu erstrahlen. Entstehen werden zwei Wohnungen. Foto: Bruno Preißinger   » zu den Bildern

Landkreis - Selbst kleinere Gemeinden können im Moment viel Geld in die Hand nehmen, um lang ersehnte oder längst überfällige Projekte in Angriff zu nehmen: Barrierefreiheit, altersgerechtes Wohnen, Dorfgemeinschaftshäuser oder Tagespflege sind dabei nur einige Schlagworte. Die Bürgermeister nutzen die Gunst der Stunde.

Grafengehaig

Bürgermeister Werner Burger aus Grafengehaig bringt es auf den Punkt: "Es wäre fatal, wenn man die Fördermittel nicht nutzen würde. Ich kann das Geld doch nicht so einfach liegen lassen."

Und deshalb haben sich die Grafengehaiger in diesem Jahr viel vorgenommen und werden kräftig in die Infrastruktur investieren. Größtes Projekt ist nach Worten Burgers der Totalausbau der Straße von Weidmes nach Guttenberger Hammer. Das Projekt wird rund eine Million Euro kosten. Die Gemeinde kann sich über eine Förderung von 90 Prozent der Kosten freuen.

In Angriff genommen werden soll auch das künftige Dorfgemeinschaftshaus in der Ortsmitte im früheren Gasthaus Horn. Investiert wird eine Summe von rund 850 000 Euro. Hier kann die Gemeinde ebenfalls mit einem Zuschuss von 90 Prozent der Kosten rechnen. Das Projekt soll laut Bürgermeister Werner Burger in diesem Jahr zumindest ausgeschrieben werden. Je nachdem, wie die Planungen voranschreiten, kann vielleicht in diesem Jahr auch noch mit den Bauarbeiten begonnen werden.

In Eppenreuth hat die Gemeinde das frühere Anwesen Ultsch erworben. Das Haus wird abgerissen. An der Stelle könnte, wie der Bürgermeister erzählt, ein Dorfgemeinschaftsgarten entstehen. Auch der würde gefördert, gewöhnliche Parkplätze, die dort eh nicht gebraucht werden, nicht. Der Abriss des Gebäudes wird um die 25 000 Euro kosten. Schließlich will die Gemeinde noch in den Wohnungsbau investieren. Werner Burger schwebt ein Mehrfamilienhaus vor. Er rechnet aber damit, dass das Ganze wohl erst im nächsten Jahr in Angriff genommen werden kann.

Marktschorgast

Der Umbau des Gebäudes Bahnhofstraße 25 wird wohl das kostenintensivste Bauprojekt der Gemeinde Marktschorgast. Für rund 400 000 Euro entstehen hier zwei neue Wohnungen, eine davon mit behindertengerechtem Zugang im Erdgeschoss. 270 000 Euro kommen dabei vom Landesförderprogramm "Förderoffensive Nordostbayern". Die Bauarbeiten beginnen hier schon am heutigen Donnerstag. "Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Es soll im Zuge der Arbeiten zu einem richtigen Schmuckstück werden", sagt Bürgermeister Hans Tischhöfer.

Außerdem soll Platz für Neues geschaffen werden: "Wir wollen das Grundstück des ehemaligen Restaurants ‚Goldener Löwe‘ wieder für die Bürger nutzbar machen. Der Abriss des alten Gasthauses ist für dieses Jahr geplant", erklärt Tischhöfer. Durch die Landesmittel habe man jetzt finanziellen Spielraum, um weitere Projekte verwirklichen zu können.

Unter anderem hat die Gemeinde das Gelände am Oberanger 14 und den Marktplatz im Visier. Auch dort ist das Stichwort "Barrierefreiheit". "Zu 100 Prozent kann man völlige Barrierefreiheit natürlich nie herstellen, aber wir können viel tun, um am Marktplatz einige Zugänge leichter begehbar zu machen" , sagt der Bürgermeister. Was die Finanzierung angeht, sei hier jedoch das letzte Wort noch nicht gesprochen. "Grundsätzlich wünsche ich mir für 2019, dass in Marktschorgast alle gesund bleiben und wir vielleicht den ein oder anderen Leerstand wieder mit Leben füllen können."

Kupferberg

Ganz oben auf der Agenda der Stadt Kupferberg steht das gewünschte Mehrgenerationenhaus für die Vereine. Die frühere Schule soll deshalb für rund 2,3 Millionen Euro umgebaut werden. Eingerichtet werden soll hier auch eine Tagespflege. Dies ist nach Worten von Bürgermeister Alfred Kolenda ein großer Wunsch der Kupferberger Bevölkerung, wie eine Umfrage ergeben hat. "Ob wir in diesem Jahr noch mit den Bauarbeiten beginnen können, wissen wir noch nicht", sagt das Stadtoberhaupt. "Jetzt folge erst einmal die Ausschreibung. Was die Tagespflege angeht, sind wir bereits mit verschiedenen Trägern im Gespräch." Auch für dieses Riesenprojekt der Kupferberger fließen 90 Prozent an Zuschüssen aus dem Dorferneuerungsprogramm.

Noch nicht ganz fertig ist das neue Bauhofgebäude der Stadt. Bekanntlich zieht der Bauhof in das Gebäude und auf das Gelände des ehemaligen Jugendheims der katholischen Kirche. Der Umbau hat die Stadt rund 100 000 Euro gekostet. Der Umzug des Bauhofteams steht laut Kolenda unmittelbar bevor.

In Kürze wird auch das Rathaus fertig, das für rund 500 000 Euro energetisch saniert wurde. Es sind noch kleine Ausbesserungsarbeiten notwendig. Außerdem fehlt noch die Inneneinrichtung. Ebenfalls in Angriff genommen werden soll in diesem Jahr die Sanierung der Stützmauer an der Straße zum Schloss. "Den Zustand der Mauer kann ich so nicht mehr hinnehmen", sagt Kolenda. Rund 200 000 Euro muss die Stadt für die Sanierung der Mauer zahlen, und zwar ohne Zuschuss. Geplant ist zudem der Anschluss der Alten Schmölz und von Unterbirkenhof an die Wasserversorgung. Hierfür muss aber noch der Zuschussantrag gestellt werden.

Marktleugast

Das Thema "Neugestaltung" wird in diesem Jahr in Marktleugast groß geschrieben. Neben dem Gelände an der Hauptstraße 33 in Hohenberg, das als Baufläche genutzt werden soll, bekommt auch das Areal an der Hauptstraße 1 ein neues Erscheinungsbild. "Hier sollen Erholungsflächen entstehen. Auch eine Streuobstwiese ist in Planung", sagt Bürgermeister Franz Uome.

Schon jetzt freut sich der Bürgermeister auf den Sommer: Bis dahin sollen nämlich die Baumaßnahmen am Feuerwehrstellplatz und am Dorfgemeinschaftshaus in Steinbach abgeschlossen sein. Hierbei geht es vor allem um die Außenanlage. Stolz ist Uome darauf, dass in diesem Jahr die Druckleitung von Neuensorg zum Hauptklärwerk nach Marienweiher eingeweiht werden kann. Nach über 20 Jahren komme das Langzeitprojekt endlich zum Abschluss, freut sich der Bürgermeister.

Weiter soll der neu gestaltete Floriansplatz in der Marktstraße in Marktleugast fertig werden, und auch der Anschluss von weiteren Haushalten an das schnelle Glasfasernetz soll jetzt beginnen. Im Jahr 2021 sollen dann rund 200 Haushalte mehr schnelleres Internet, mit einem Gbit pro Sekunde, nutzen können.

Autor

Henrik Vorbröker, Thomas Hampl
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Veröffentlicht am:
16. 01. 2019
15:22 Uhr

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Henrik Vorbröker, Thomas Hampl

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16. 01. 2019
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