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Kulmbach

Oswald Greim will Landrat werden

Die Linke fordert mit einem eigenen Kandidaten Klaus Peter Söllner heraus. Im Kreistag will die Partei im März mindestens zwei Mandate erringen.



Oswald Greim ist der Kandidat der Linken für die Landratswahl im kommenden März und Spitzenkandidat seiner Partei auf der Kreistagsliste.
Oswald Greim ist der Kandidat der Linken für die Landratswahl im kommenden März und Spitzenkandidat seiner Partei auf der Kreistagsliste.  

Kulmbach/Marktleugast - Auf die Frage, warum er den amtierenden Kulmbacher Landrat bei der Kommunalwahl im kommenden März herausfordern will, lacht Oswald Greim kurz und sagt nur: "Es geht darum, dass Klaus Peter Söllner nicht ganz allein in der Zeitung steht." Dass der Marktleugaster nicht wirklich eine Chance auf das Spitzenamt im Landratsamt hat, weiß er. Aber die Linke will in den Kreistag. Zwei oder sogar mehr Sitze erhofft sich der 65-jährige ehemalige Sozialsekretär bei der Katholischen Betriebsseelsorge, der als Spitzenkandidat nominiert worden ist. "Wenn es um den Landrat geht und die Linke wird nicht erwähnt, haben wir eine Chance verpasst", betont Greim.

Die Liste der Linken

Zwölf Kandidatinnen und Kandidaten hat die Linke im Kreis Kulmbach bereits nominiert, weitere sollen folgen. Die Liste bisher:

1. Oswald Greim,Marktleugast

2. Marko Müller, Himmelkron

3. Ludwig Baumgartner,Himmelkron

4. Björn Feyer-Volkmann, Kasendorf

5. Jürgen Dippold, Kulmbach

6. Walter Baumgartner, Himmelkron

7. Günter Eisemann, Kulmbach

8. Wolfgang Masuch, Neuenmarkt

9. Wilhelm Etterer, Trebgast

10. Max Bingart, Kulmbach

11 . Sebastian Sommerer , Neuenmarkt

12. Irene Wolfrum, Himmelkron


Die Linke tritt an mit Oswald Greim aus Marktleugast als Landratskandidat und auf Platz 1 der Kreistagsliste, sowie Marko Müller aus Himmelkron auf Platz 2", heißt es in einer Mitteilung der Kulmbacher Linken. Die Vertreter der Partei im Landkreis Kulmbach geben sich selbstbewusst. Nach den Ergebnissen vergangener Wahlen sehen sich die Linken im Aufwind und rechnen sich gute Chancen aus, in den Kreistag zu kommen.

Bei der Aufstellungsversammlung in Marktschorgast haben sich, wie Oswald Greim sagt, schon eine größere Anzahl von Frauen und Männer, sowohl Parteimitglieder als auch Parteilose, bereit erklärt sich als Kandidaten für Die Linke zu engagieren. Auf einer weiteren Aufstellungsversammlung können Nachnominierungen erfolgen, erklärt Oswald Greim. Das hat Gründe. Zwölf Kandidaten haben sich bislang bereit erklärt und wurden auch von der Partei nominiert. Doch 20 wären besser, meint der Spitzenkandidat für den Landkreis Kulmbach. "Sonst gehen uns Stimmen verloren, wenn jemand unsere Liste ankreuzt."

Oswald Greim gibt sich zuversichtlich, dass der Kreisverband der Linken noch weitere Mitstreiter findet, die sich um ein Kreistagsmandat bewerben wollen. Eine Nachnominierung sei zwar noch nicht fest terminiert, werde aber wohl im Januar stattfinden. Greim weist darauf hin, dass diese Liste auch für parteilose Kandidatinnen und Kandidaten offen ist.

Die Wahlkampfschwerpunkte werden, wie der Kreisverband nach seiner Nominierungsversammlung mitteilt, auf der sozialen Flankierung der Energiewende liegen, "damit nicht die Einkommensschwachen die Rechnung der Umweltschäden bezahlen müssen sondern die Verursacher mit großen klimaschädlichen Fußabdrücken, die in der Regel einkommensstark sind". Dazu gehöre es schließlich auch, endlich einen öffentlichen Nahverkehr im Landkreis zu organisieren, der eine preisgünstige Alternative sein muss, macht Oswald Greim deutlich. Langfristig sei es sogar anzustreben, ÖPNV kostenlos anzubieten.

Ebenso stehe für die Zukunft eine regionale Energieversorgung statt Monstertrassen auf der Agenda. "Die Monstertrassen bringen den Investoren hohe Renditen, die der kleine Stromverbraucher zahlen muss." Darüber hinaus sei bei der öffentlichen Auftragsvergabe verstärkt auf Tariftreue zu achten und diese auch durchzusetzen

Mit diesen Themen wird sich auch der nächste Stammtisch der Linken in Kulmbach, am heutigen Dienstag, 10. Dezember, um 19 Uhr im "Patchwork" befassen.

Autor

Melitta Burger
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Veröffentlicht am:
09. 12. 2019
17:10 Uhr

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Melitta Burger

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Veröffentlicht am:
09. 12. 2019
17:10 Uhr



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