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Kulmbach

Raus aus dem Schulmeister-Modus

Am 18. Februar startet in Kulmbach ein neues Projekt für Migranten. Es soll Zuwanderern helfen, sich in ihrer neuen Heimat besser zurechtzufinden.



Sie hoffen, dass das neue Projekt "Forum für Bildung und Integration" auf reges Interesse bei den Kulmbacher Migranten stößt, (von links) Souzan Nicholson und Peter Müller von der Kommunalen Koordination der Bildungsangebote für Neuzugewanderte, Elsbeth Oberhammer, Leiterin des Familientreffs der Geschwister-Gummistiftung, und Ikram Abed von der Gruppe "Ehrgeizige Frauen" im Familientreff. Foto: Thomas Hampl
Sie hoffen, dass das neue Projekt "Forum für Bildung und Integration" auf reges Interesse bei den Kulmbacher Migranten stößt, (von links) Souzan Nicholson und Peter Müller von der Kommunalen Koordination der Bildungsangebote für Neuzugewanderte, Elsbeth Oberhammer, Leiterin des Familientreffs der Geschwister-Gummistiftung, und Ikram Abed von der Gruppe "Ehrgeizige Frauen" im Familientreff. Foto: Thomas Hampl  

Kulmbach - Integration funktioniert nur dann, wenn die gesamte Gesellschaft dahintersteht. Das weiß Peter Müller von der Kommunalen Koordinationsstelle der Bildungsangebote für Neuzugewanderte mit Sitz am Landratsamt nur allzu gut. "Wir müssen uns fragen, wo wir als Gesellschaft hinwollen", sagt er. Es gehe auf Dauer nicht, anderen Menschen nur vorzuschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben, sagt er. Man müsse die Menschen zunächst einmal so annehmen, wie sie sind, ihre Geschichte kennenlernen und dann auf dem Weg in eine für sie fremde Welt begleiten. Integrationswillige Menschen bräuchten umfassende Hilfestellungen, um sich selbst besser integrieren zu können. Eine solche Hilfestellung sei das "Forum für Bildung und Integration".

Die Termine

18. Februar, 18.30 Uhr: "Wie funktioniert die Arbeitswelt in Deutschland?", Familientreff

7. März, 14 Uhr: Beratung für Geflüchtete mit Studienabschluss, Familientreff

12. März, 18 Uhr: "Die Polizei und ihre Aufgaben", Familientreff

27. März, 18 bis 20 Uhr, "Miteinander - Kulturknigge", Martin-Luther-Haus, Waaggasse

3. April, 18 bis 19.30 Uhr: "Ausländerrecht", Landratsamt Kulmbach, Konrad-Adenauer-Straße 5

30. April, 18.30 Uhr: "Bildungswege", Familientreff

14. Mai, 18 Uhr: "Vereine - Ehrenamt", THW, Von-Linde-Straße 15,

28. Mai, 18.30 Uhr: "Eltern - Rechte und Pflichten", Familientreff

4. Juni: 18 bis 19.30 Uhr: "Sisha - Alkohol - Drogen", Familientreff

25. Juni, 18 bis 19.30 Uhr: "Gesundheit - Beratung", Gesundheitsamt am Landratsamt Kulmbach

25. Juli: 18 bis 19.30 Uhr: "Wohnen und Miete", Familientreff.

Weitere Informationen unter www.landkreis-kulmbach.de


Dieses Forum ist ein Gemeinschaftsprojekt der "Bildungskoordination für Neuzugewanderte" am Landratsamt Kulmbach, dem Mehrgenerationenhaus der Geschwister-Gummi-Stiftung und der Gruppe "Ehrgeizige Frauen". "Die Reihe hat die Frauengruppe erarbeitet, die Frauen haben die Themen ausgewählt und Fragen formuliert", sagte Elsbeth Oberhammer, die Leiterin des Mehrgenerationenhauses, bei der Vorstellung des Projekts am Mittwoch im Familientreff.

"Zielgruppe sind Neuzugewanderte, die mittlerweile zwei bis drei Jahre in Kulmbach leben. Für sie beginnt nun die zweite Phase der Integration: der Entwurf eines individuellen Lebens- und Arbeitsmodelles in der neuen Heimat", fügte Peter Müller hinzu. Für den erfolgreichen Zugang zum Arbeitsmarkt, der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und für die frühzeitige wirtschaftliche Unabhängigkeit stellten Sprache und Bildung wichtige Schlüsselkompetenzen dar, die es zu fördern und auszubauen gilt. "Die Menschen sind sehr bemüht, unser Land, seine Kultur und seine Spielregeln zu verstehen", betont Müller. "Wir wollen ihnen Hintergrundinformationen geben, uns dabei aber nicht als Schulmeister aufspielen. Wir müssen raus aus dem Schulmeister-Modus."

Mit dieser Bildungsreihe könnten die Menschen miteinander ins Gespräch kommen, mit Experten reden, um sich ihre Fragen beantworten zu lassen, sagte Souzan Nicholson, die ebenfalls in der Kommunalen Koordination der Bildungsangebote für Neuzugewanderte arbeitet. Bei allen Vorträgen werde ein Dolmetscher anwesend sein, der ins Arabische übersetze. Alle Veranstaltungen seien kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Themen sind: Arbeitswelt, Polizei, Kulturknigge, Ausländerrecht, Bildungswege, Ehrenamt, Erziehung, Alkohol und Drogen, Gesundheit, Wohnen und Miete.

Zu den Frauen, die das Programm ausgearbeitet haben, gehört Ikram Abed. Die junge Irakerin weiß: Vieles unterscheidet sich sehr, sei es die Arbeitswelt, die Anerkennung der Ausbildung, die Mülltrennung, das Schulsystem oder das Verständnis von Erziehung und Bildung. "In manchen Themen ist man sich näher als gedacht und vieles ist dann doch hier in Deutschland anders geregelt", sagt die Ansprechpartnerin der Frauengruppe. Ihre Bitte an die Menschen in ihrer neuen Heimat: "Wir wünschen uns mehr Kontakte zu den Deutschen."

Autor

Thomas Hampl
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Veröffentlicht am:
06. 02. 2019
17:14 Uhr

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Autor

Thomas Hampl

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Veröffentlicht am:
06. 02. 2019
17:14 Uhr



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