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Kulmbach

Schönheit, die inspiriert

Ein farbenprächtiges Magazin gibt Einblick in 21 oberfränkische Gärten. Einen davon haben die Kräuterfreunde Burghaig jetzt erkundet.



Die Kräuterfreunde aus Kulmbach-Burghaig kamen bei ihrer Exkursion in Stockheim aus dem Staunen nicht mehr heraus. Besonders gefiel der naturnahe Gartenteich. Fotos: Gerd Fleischmann
Die Kräuterfreunde aus Kulmbach-Burghaig kamen bei ihrer Exkursion in Stockheim aus dem Staunen nicht mehr heraus. Besonders gefiel der naturnahe Gartenteich. Fotos: Gerd Fleischmann  

Kulmbach - Ein 68-seitiges Magazin des Bezirksverbandes Oberfranken für Gartenbau und Landespflege - im Jahre 2018 herausgegeben - lädt zu einer informativen Entdeckungsreise durch das Gartenland Oberfranken. Dabei präsentieren sich 21 Gartenparadiese in unterschiedlichster Ausprägung und Konzeption. Der Landkreis Kronach ist mit drei außergewöhnlichen Gartenanlagen vertreten. Es sind dies Christine und Dr. Karl Roschlau in Nordhalben, Anita und Jürgen Girsig in Weißenbrunn sowie Elisabeth und Gerd Fleischmann in Stockheim.

Autorin dieses aussagestarken Magazins ist die ehemalige Frankenpostredakteurin Elfriede Schneider aus Oberkotzau, selbst eine begeisterte Hobbygärtnerin. Auf ihrer zeitraubenden Exkursion durch Oberfranken hat sie eine unglaubliche Vielfalt an Gartenanlagen entdecken dürfen. Dank ihrer Begeisterungsfähigkeit, ihrer langjährigen journalistischen Erfahrung und ihrem Blick auf das Wesentliche ist eine Dokumentation entstanden, die beim Durchblättern das Herz eines jeden Gartenbesitzers höher schlagen lässt.

Die gefällige Broschüre ist vom Gartenbaubezirksverband Oberfranken herausgegeben worden. Bezirksvorsitzende und Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer betont dann auch: "Die 500 Gartenbauvereine sowie die neun Kreisverbände mit ihren 60 000 Mitgliedern leisten eine wichtige Arbeit für die Lebensqualität in Dörfern und Städten - und das alles ehrenamtlich." So sei die bekannteste Veranstaltung der jährliche "Tag der offenen Gartentür", bei dem zahlreiche Privatgärten zu einem Besuch animieren. Vor allem wolle man mit diesem Magazin Anregungen für weitere gärtnerische Aktivitäten geben. Erfreulicherweise erfahre der Garten eine Renaissance, der in erster Linie als grüner und blühender Wohlfühlraum den Bienen, Hummeln und Schmetterlingen Nahrungsangebote verschaffe. Letztendlich biete der Garten einen aktiven Beitrag, sich mit Obst- und Gemüse zu versorgen, so die Bezirksvorsitzende.

"Mit diesem Magazin über Privatgärten in Oberfranken betritt der Gartenbaubezirksverband Neuland. Gärtnerinnen und Gärtner sind hier vorgestellt, in deren grünem Paradies Besucher willkommen sind - selbstverständlich nur nach Anmeldung", führt die Autorin selbst aus. Die Gärten zeigten sich ganz unterschiedlich: Mehrere ehemalige Bauernhöfe sind dabei, deren Besitzer das ortsbildprägende Gebäude nicht verkommen lassen wollten und nach Möglichkeiten suchten, die Hofstelle schön und liebenswert zu erhalten und über die Jahre einen wunderbaren Garten anlegten."

Schließlich seien da noch jene Gärten, die etwas ganz Besonderes aufzuweisen haben: In einem sind 5000 Zentner Steine zu Trockenmauern verbaut, in einem anderen pflegt ein Hobby-Botaniker seltene und alltägliche Gewächse und in einem weiteren könne der Besucher die Vielfalt der Tomaten kennenlernen.

Elfriede Schneider voller Bewunderung: "Diese Gärten sind ein Fest der Schönheit, jeder auf seine Art. Sie tragen zu einem bunten, blühenden Ortsbild bei und zeigen, welche Vielfalt Oberfranken zu bieten hat. Auf den Höhen des Fichtelgebirges und des Frankenwaldes überraschen die Gärten mit einer Pracht, die manch einer nicht für möglich hält. Und in den klimatisch günstigen Regionen wachsen Pflanzen, die man vom Urlaub im Süden kennt." Gerne genutzt werden zur weiteren Information die Veranstaltungen zum "Tag der offenen Gartentür".

Aber auch durch das Magazin ergibt sich die Möglichkeit, ganz gezielt eine der besonderen Gartenanlagen zu begutachten. Diese Gelegenheit nutzten etwa jüngst die "Kräuterfreunde" des über 300 Mitglieder zählenden Gartenbauvereins Kulmbach-Burghaig. Sie besuchten das 3000 Quadratmeter große Gartenareal von Gerd und Elisabeth Fleischmann in Stockheim. Die gärtnerische Vielfalt, der abwechslungsreiche Baumbestand sowie die imposanten Natursteinmauern begeisterten dabei die Gäste, die zudem eine Kaffeerunde mit Pflaumenkuchen unter einem mächtigen Walnussbaum genießen durften.

Autor

Gerd Fleischmann
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Veröffentlicht am:
28. 08. 2019
17:26 Uhr

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Gerd Fleischmann

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Veröffentlicht am:
28. 08. 2019
17:26 Uhr



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