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Kulmbach

Stadtsteinachs Sorgenkinder

Die Steinachtalhalle muss dringend saniert werden. Eindringendes Wasser hat große Schäden verursacht. Und die Bauernmarktscheune ist vom Holzwurm befallen.



Sorgenkind Steinachtalhalle: Das Dach auf der westlichen Seite des Gebäudes ist undicht. Eine Teilreparatur ergibt wenig Sinn, deshalb soll die gesamte Konstruktion erneuert werden. Das wirft erhebliche Kosten im unteren sechsstelligen Bereich auf, wie bei einer Ortsbesichtigung des Stadtrates (Foto) deutlich wurde. Foto: privat
Sorgenkind Steinachtalhalle: Das Dach auf der westlichen Seite des Gebäudes ist undicht. Eine Teilreparatur ergibt wenig Sinn, deshalb soll die gesamte Konstruktion erneuert werden. Das wirft erhebliche Kosten im unteren sechsstelligen Bereich auf, wie bei einer Ortsbesichtigung des Stadtrates (Foto) deutlich wurde. Foto: privat  

Stadtsteinach - Vor großen Herausforderungen steht die Stadt Stadtsteinach. Das wurde am Samstag klar, als sich der Stadtrat zu einer Ortsbesichtigung traf. Größtes und damit teuerstes Projekt werden Arbeiten an der Steinachtalhalle sein. Ihr Dach ist an der Westseite derart marode, dass eine Reparatur keinen Sinn ergibt. Es muss einer neuen Konstruktion weichen.

Die Kosten hierfür bewegen sich im unteren sechsstelligen Bereich. Die Schäden am Gebäude, das in den 90er-Jahren errichtet wurde, sind offensichtlich: Wasser dringt in den Spitzboden und in die Galerie ein, wo es schon für erhebliche Schäden gesorgt hat.

Es stelle sich die Frage, ob nicht schon tragende Teile der Konstruktion so in Mitleidenschaft gezogen seien, dass die Standfestigkeit nicht mehr gewährleistet ist, sagte Ingenieur Hans Spindler. Er ist mit der Schadensermittlung beauftragt worden. Nach seiner Darstellung gibt es gleich mehrere Ursachen für das Eindringen von Wasser: Die geringe Dachneigung auf der Wetterseite, Probleme bei den Anschlüssen der Bleche und Abdichtungen sowie technische Unzulänglichkeiten bei den Sperrbahnen, an denen sich Kondenswasser bildet.

Lokal begrenzte Aktionen ergäben keinen Sinn, meinte der Ingenieur; es müsse ein komplett neues Dach gebaut werden.

Bürgermeister Roland Wolfrum fügte hinzu, dass man im Zuge der Maßnahmen die thermischen Kollektoren nicht mehr anbringen sollte, da diese wegen der Verschaltung nicht nutzbringend seien. Er regte an, sie gegen eine Fotovoltaikanlage auszutauschen. Der Stadtrat wird in seiner Sitzung am morgigen Dienstag das weitere Vorgehen beschließen.

Ein anderes Sorgenkind ist die Bauernmarktscheune. Das Gebäude ist vom Holzwurm befallen, der über kurz oder lang der Konstruktion den Garaus machen wird. Derzeit ist die Tragfähigkeit noch gegeben. Der Bürgermeister setzte sich bereits mit einer Spezialfirma in Verbindung, welche die Schädlinge mittels Begasung bekämpfen will. Die Aktion soll im kommenden Jahr stattfinden und zirka 18 000 Euro kosten. Die Stadt will bei der Regierung von Oberfranken prüfen lassen, ob es für das Vorhaben Zuschüsse gibt.

Neu gebaut wird das Vordach, das von einem Autofahrer beschädigt worden war. Ziel sei es, die Konstruktion durch eine modernere Variante zu ersetzen, sagte Wolfrum. Dies solle erst nach der Schädlingsbekämpfung erfolgen. Der Bauernmarktverein wird die Scheune weiterhin nutzen: Dort bietet er zweimal monatlich seine Markttage an. In der Führung des Zusammenschlusses gab es einen Wechsel: Künftig ist Irene Ziegler nicht mehr Ansprechpartnerin. Ihre Nachfolge tritt Ingrid Wettermann an.

Ein Großbrand hatte im Juli die Bewohner von Römersreuth in Angst und Schrecken versetzt. 15 Hektar Wald sind damals dem Feuer zum Opfer gefallen, das von zahlreichen Wehren und Löschhubschraubern bekämpft worden war. Nur mit Mühe gelang es, das Übergreifen der Flammen auf die Ortschaft zu verhindern.

Beim Einsatz zeigte sich, dass die Löschwasserversorgung Schwachpunkte aufweist. Die Leitung - sie wird über die Pressecker Gruppe gespeist - ist zusammengebrochen. Deshalb besprach der Stadtrat Möglichkeiten, wie man sie Situation verbessern könne. Eine Möglichkeit sei der Bau eines unterirdischen Bassins, das genügend Wasser für den Erstangriff vorhält. Da die Stadt in diesem Bereich über keine Grundstücke verfügt, soll mit den Römersreuthern besprochen werden, ob diese ihr Gelände für das Vorhaben zur Verfügung stellen. "Ich werde zudem mit Kreisbrandrat Stefan Hertlein sprechen, welche Lösung sinnvoll ist aus Sicht der Feuerwehren", verdeutlichte Bürgermeister Roland Wolfrum.

In der zurückliegenden Sitzung des Stadtrates wurde vorgeschlagen, ein Teilstück des Kapellenweges in Unterzaubach zu asphaltieren, das noch eine wassergebundene Decke hat. Die stark abschüssige Trasse wird bei Regenfällen immer wieder ausgeschwemmt, das Material gerät in die Einlaufkästen des Kanals und verstopft diese.

Beleuchtet werden soll der Radweg, der von Stadtsteinach nach Zaubach führt. Alle 30 bis 50 Meter werde eine solarbetriebene Lampe aufgestellt, berichtete der Bürgermeister. Hierfür habe der Stadtrat bereits einen Grundsatzbeschluss gefasst. Die Räte diskutierten in diesem Zusammenhang über eine Ergänzung des Radwegnetzes in diesem Bereich. Konkret geht es um den Wiesenweg, der vom jetzigen Rad- und Fußweg westlich abzweigt und in Richtung der Familie Hildner führt. Ein Teil der Strecke ist öffentlich gewidmet, ein anderer führt über das Privatgrundstück der Familie Harald Hempfling, die die Nutzung bisher toleriert hat. Der Bürgermeister regte an, den Weg so auszubauen, dass der auch von Radlern gefahrlos genutzt werden kann. Grundeigentümer Harald Hempfling zeigte sich gegenüber diesem Wunsch aufgeschlossen.

Autor

Klaus Rössner
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
20. 10. 2019
16:04 Uhr

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Klaus Rössner

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Veröffentlicht am:
20. 10. 2019
16:04 Uhr



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