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Kulmbach

Streit um Weide geht in die nächste Runde

Am 1. Oktober treffen sich Wasserwirtschaftsamt und Planer auf dem Hof von Landwirt Rainer Masel. Ob ein Kompromiss gefunden wird, ist offen.



Die Herde von Landwirt Rainer Masel ist deutlich kleiner geworden. Am 1. Oktober entscheidet sich, wie es für den Eckershofer weitergeht. Foto: privat
Die Herde von Landwirt Rainer Masel ist deutlich kleiner geworden. Am 1. Oktober entscheidet sich, wie es für den Eckershofer weitergeht. Foto: privat  

Bindlach - Seit einigen Wochen steht sie wieder draußen auf der Weide, die mittlerweile auf 14 Kühe reduzierte Herde von Rainer Masel. Der Vollerwerbslandwirt und Direktvermarkter in Eckershof muss im Rahmen eines wasserrechtlichen Verfahrens dafür sorgen, dass kein verschmutztes Oberflächenwasser mehr über einen Graben in die Trebgast eingeleitet wird. Wie das geschehen soll, und welche bauliche Maßnahmen dazu nötig sind, soll am 1. Oktober besprochen werden, wenn sich Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes Hof und des von Masel beauftragten Ingenieurbüros auf dem Bauernhof, der mitten im Wasserschutzgebiet liegt, treffen werden.

Das Verfahren, ausgelöst durch eine nachbarliche Beschwerde, weil Rainer Masel den Neubau eines Laufstalles in Erwägung zog, läuft seit März. Rainer Masel klagt, dass er von den Behörden alleingelassen werde, von behördlicher Seite werden fehlende Unterlagen moniert. So zieht sich der Streit seit mittlerweile einem halben Jahr hin.

Nach der Berichterstattung durch den Kurier durfte die Kuhherde wieder auf die Weide, wobei das Wasserwirtschaftsamt die Meinung vertritt, dass nie ein Verbot ausgesprochen wurde. Die Kühe wurden heuer aufgrund des schwebenden Verfahrens nicht besamt. Es gibt also keine Kälber in der Herde. Ein enormer finanzieller Verlust für den Landwirt, der sagt, dass er keine schriftliche Erlaubnis habe, seine Kühe auf die Weide zu lassen. Gabriele Merz, die Leiterin des Hofer Wasserwirtschaftsamtes, spricht von einer Ausnahmegenehmigung, die der Landwirt habe. Und dass der Weidegang nicht wirklich ein Thema sei. Die korrekte Ableitung des Niederschlagswassers von den Dächern und asphaltierten Flächen dagegen schon. Welche baulichen Veränderungen vorgenommen werden müssen, soll sich am 1. Oktober zeigen. Nach dem Termin werden die Planunterlagen an das Landratsamt weitergeleitet. Dort wird über die weitere Vorgehensweise entschieden. Herbert Retzer, der Pressesprecher des Landratsamtes, hofft auf eine einvernehmliche Lösung. "Der Wille dazu ist auf beiden Seiten da." Davon ist er überzeugt.

Autor

Gabi Schnetter
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Veröffentlicht am:
24. 09. 2019
19:16 Uhr

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Gabi Schnetter

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Veröffentlicht am:
24. 09. 2019
19:16 Uhr



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