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Kulmbach

Tohuwabohu im Hause Bambus

Die Neuenmarkter Laienspieler übertreffen sich in ihrem neuen Stück wieder einmal selbst. Alles beginnt mit einem dummen Zufall.



Mit dem Stück "Kekse" feierte die Laienspielgruppe Neuenmarkt eine gelungene Premiere. Foto: Werner Reißaus
Mit dem Stück "Kekse" feierte die Laienspielgruppe Neuenmarkt eine gelungene Premiere. Foto: Werner Reißaus  

Neuenmarkt - Was macht eine Komödie oder einen Schwank gut? Dass das Publikum herzhaft lachen kann, auch wenn der Titel des Stückes noch so wirklichkeitsfremd klingt, zum Beispiel "Kekse". Mit diesem Stück hat die Neuenmarkter Laienspielgruppe eine gelungene Premiere gefeiert. Konrad Sauerteig gelang es wieder, eine ausgezeichnete Inszenierung auf die Bühne zu zaubern, bei der sich die neuen Gesichter Florian Grieshammer und Christopher Kreuzer sowie die Teenies Charlotte Lerner und Mila Knieß von ihrer besten Seite zeigten. Sie sind ohne Zweifel ein Gewinn für die Bühne.

Nächste Termine

Samstag, 8. Dezember, 20 Uhr Sonntag, 9. Dezember, 17.30 Uhr Samstag, 15. Dezember, 19.30 Uhr Sonntag, 16. Dezember, 17.30 Uhr Mittwoch, 26. Dezember, 19.30 Uhr. Karten gibt es noch bei der Firma "mücom", Wirsberger Straße 12a, Neuenmarkt, und an der Abendkasse.


Der Schwank hatte es von der ersten Minute an in sich. Verstrickungen und Wirrungen zogen sich durch das ganze Stück und hielten das Publikum in Atem. Im Haus Bambus war mächtig was los, und schnell machte im Dorf die Runde, dass Roswitha Bambus (Barbara Eberhardt), eine bisher unbescholtene Bürgerin der Gemeinde eines Morgens einen halbnackten Herren empfing. Zum Glück war ihr eifersüchtiger Mann Isidor (Alexander Hollweg) gerade beim Friseur. Für Alexander Hollweg natürlich wieder eine Paraderolle. Seine bessere Hälfte, Barbara Eberhardt, steht ihm da in nichts nach. Im Stück ist sie eigentlich das Opfer eines dummen Zufalls. Hin- und hergerissen zwischen ihrem eifersüchtigen Ehemann und der neugierigen Frau Mördösen, verstrickt sie sich in ein schier nicht endenwollendes Netz aus Lügen, versteckt Menschen in Schränken und unter dem Bett, schlägt sogar einen Vertreter ohnmächtig und zwingt ihre Cousine Sabine (Hannah Kreuzer) und den trotteligen Nachbarn Oliver Goethe (Steffen Werner) ständig, sich als Kaplan oder Massai-Frau zu kostümieren. Und das alles für eine Prämie von 5000 Euro.

Doktor Mördösen (Siegrid Biener) präsentiert sich in dem Schwank als Kekse verteilende Standesbeamtin mit der undankbaren Aufgabe, "Das Paar, das es wert ist", für diese Förderprämie ausfindig zu machen. Aber gerade als sie an die Eheleute Bambus das Prädikat "gesellschaftlich wertvoll" verleihen und damit auch an die Auszahlung gehen wollte, bricht im Hause Bambus das Chaos aus, das sie hautnah miterlebt.

Es wäre alles halb so schlimm, wenn nicht jener Isidor Bambus chronisch eifersüchtig wäre. Er läuft förmlich Amok und greift in seiner rasenden Eifersucht zur Schrotflinte. Auslöser dieses Durcheinanders ist der Hausmieter Oliver Goethe, den Steffen Werner stark spielt. Am Tag seiner Beförderung fällt ihm beim Zeitungsholen die Haustür zu und in Unterhosen und in Panik läutet er bei den Mitbewohnern Bambus. Von da an geht die Verkleidungskomödie los. Das Durcheinander perfekt macht dann Cousine Sabine, die dem Ehepaar Bambus nur einen kurzen Besuch abstatten wollte. Als Roswitha sie in ein Kaplan-Kostüm steckt und ihre alte Jugendliebe Theo von der Usen (Florian Grieshammer) auftaucht, wird es endgültig zu viel.

Kaplan Freitag (Manfred Kaiser) verkörpert einen herzensguten Kirchenmann, der die Hälfte seines Auftrittes im Schrank verbringen muss. Florian Grieshammer spielt den dümmlichen Kumpel von Isidor. Er entbrennt wieder für seine alte Liebe Sabine. Den übereifrigen Zeitschriftenvertreter Helmut Kübel verkörpert Christopher Kreuzer, der am Ende gar niedergeschlagen wird. Rico Küster übernimmt die Arbeit des "Kollegen Schulz", der die Arbeit von Doktor Mördösen unterstützt. Er hält im Treppenhaus Wache und taucht nur einmal auf. Zum Schluss kommt auch noch ein weiterer Mieter (Konrad Sauerteig) ins Spiel, der den Schwank beinahe noch einmal von vorne beginnen lässt. Bleibt noch die Nachbargöre Sybille, die selbstbewusst abwechselnd von Charlotte Lerner und Mila Knieß gespielt wird.

Autor

Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
06. 12. 2018
17:50 Uhr

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Werner Reißaus

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06. 12. 2018
17:50 Uhr



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