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Kulmbach

Unterstützung für begabte Schüler in Oberfranken

Junge Physiker, unter anderem aus Kulmbach, bereiten sich in Bayreuth auf ein Turnier vor. Dabei geht es um Hirnschmalz statt Muskelmasse.



Kulmbach/Bayreuth - In keinem anderen bayerischen Regierungsbezirk werden begabte Schüler so gut unterstützt: Gemeinsam mit der Oberfrankenstiftung, dem Kultusministerium und den in der TAO zusammengeschlossenen Hochschulen und Universitäten in Hof, Coburg, Bamberg und Bayreuth werden Talente frühzeitig entdeckt und gefördert. Aktuell bereiten sich wieder erfolgreiche Jung-Physiker aus Kulmbach, Kronach, Bayreuth, Weiden, Eschenbach und Dippoldiswalde (Sachsen) an der Universität Bayreuth auf den Regionalentscheid des German Young Physicists’ Tournament (GYPT) am 19. Januar vor. Das teilt die Uni Bayreuth in einer Pressemeldung mit.

Über 1500 Schülerinnen und Schüler an den oberfränkischen Gymnasien nehmen pro Schuljahr im Rahmen der Regionalen Begabtenförderung Oberfranken an Workshops, Wettbewerben, Seminaren und Begabtenförderkursen teil, die mit Hilfe der Oberfrankenstiftung, der Karin Schöpf-Stiftung und der Hanns-Seidel-Stiftung unterstützt werden.

An allen oberfränkischen Gymnasien werden zu unterschiedlichen Themengebieten Begabtenförderkurse angeboten, in denen besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler der sechsten bis zehnten Jahrgangsstufe über den Unterricht hinaus gefördert werden. Unterstützt wird das Begabtenförderungsprogramm durch einen an jedem Gymnasium verantwortlichen Begabtenbeauftragten, der nicht nur an seiner Schule über die Angebote informiert, sondern auch Talente gezielt anspricht.

Darüber hinaus werden unter dem Dach der Technologie Allianz Oberfranken (TAO) in Zusammenarbeit mit den vier oberfränkischen Hochschulen für besonders interessierte Gymnasiasten Workshops vor allem aus dem MINT-Bereich angeboten. "Man muss nicht überall eine Eins haben, auch sogenannte Inseltalente wollen wir damit fördern", erläutert Dr. Harald Vorleuter, Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Oberfranken und berichtet: "Mit dieser hohen Zahl an Teilnehmern sind wir bayernweit einzigartig."

Das TAO-Schülerforschungslabor organisiert zum Beispiel Informatik-, Ingenieurs- und Physik-Workshops, in dem künftige Studierende auch ersten Kontakt zur Uni knüpfen können. Außerdem werden im Herbst abwechselnd an einer der vier TAO-Hochschulen sogenannte "Ferien-Akademien" mit bis zu 40 Teilnehmern angeboten.

Prof. Dr. Walter Zimmermann, Inhaber des Lehrstuhls Theoretische Physik I an der Universität Bayreuth und für die Physik-Angebote zuständig, ist stolz auf seine Schützlinge: "Wir sind damit sehr erfolgreich. Seit 2014 ist immer ein Mitglied des deutschen Nationalteams des Internationalen Physikwettbewerbs IYPT in Bayreuth gecoacht worden und war zuletzt nach Singapur und China auf Platz 3 immer mit auf dem Siegertreppchen", sagt er.

Im Rahmen dieses Physikwettbewerbs müssen Schüler 17 anspruchsvolle Rätsel lösen. Wie bei einer richtigen wissenschaftlichen Tagung präsentieren sie ihre Ergebnisse anschließend öffentlich auf Englisch und diskutieren sie mit den anderen Teams. Ziel ist es, eine Jury von der eigenen Lösungsidee zu überzeugen. Die besten Teams fahren zum GYPT-Bundeswettbewerb nach Bad Honnef. Wer dort gewinnt, fährt als Mitglied der deutschen Nationalmannschaft zur Physik-WM, zum nächsten International Young Physicists‘ Tournament (IYPT) mit Teams aus rund 30 Ländern.

Zwölf Schüler werden dafür aktuell an der Uni Bayreuth technisch, sprachlich und mental gecoacht. Sie kommen aus diesen Schulen: Richard-Wagner-Gymnasium Bayreuth, Frankenwald-Gymnasium Kronach, Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium Kulmbach, Augustinus-Gymnasium Weiden, Gymnasium Eschenbach und Glückauf-Gymnasium Dippoldiswalde (Sachsen). Am 19. Januar treten sie im Regionalentscheid an der Uni Bayreuth gegeneinander an.

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Veröffentlicht am:
11. 01. 2019
17:14 Uhr

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