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Kulmbach

Vermisster Pilzsammler sorgt für große Suchaktion

Stundenlang suchten am Sonntagabend zahlreiche Helfer nach einem 77-jährigen Pilzsucher. Der Mann wurde dehydriert, aber gesund gefunden.



  Foto: News 5 / Desk

Kulmbach/Heinersreuth - Horst Nölkel, der Leiter der Stadtsteinacher Polizeiinspektion zieht Bilanz: Eine aufwendige Suchaktion hat am Sonntagabend ein gutes Ende gefunden. Der vermisste Pilzsucher wurde erschöpft, aber lebend gefunden. "Ich bin erleichtert, dass alles gut ausging. An solchen Vermisstenmeldungen hängen ja auch immer menschliche Schicksale."

Es war gegen 16 Uhr, als der Sohn des 77-jährigen Kulmbachers bei der Polizei anrief und meldete, dass sein Vater morgens gegen 6 Uhr das Haus verlassen hatte, um Pilze zu suchen. Der 77-Jährige war bis zum Nachmittag aber nicht zurückgekehrt. Die Sorge: Dem gesundheitlich angeschlagenen Mann könnte etwas zugestoßen sein und er könnte sich in hilflosem Zustand befinden.

Die Polizei leitete sofort eine Suchaktion ein. Sie konzentrierte sich auf das Waldgebiet bei Heinersreuth. Der vermisste Mann hatte am Tierheim sein Auto abgestellt. Dort fanden es die Helfer auch umgehend. Von dem Besitzer allerdings fehlte jede Spur.

Zunächst überflog ein Hubschrauber der Polizei das Gebiet, in der Hoffnung, dass Wärmebildkameras den Senior aufspüren konnten. Doch das hatte keinen Erfolg, berichtet Horst Nölkel. Der Kreis der Suchenden wurde erweitert. Mitglieder des BRK, des Arbeiter Samariter Bundes und auch der Bergwacht machten sich auf, die Wälder rund um das Tierheim gezielt zu durchsuchen. Dabei kamen auch sogenannte Mantrailer mit ihren Suchhunden zum Einsatz. Doch auch nach stundenlanger suche fehlte noch immer jede Spur von dem vermissten Mann.

Gegen 21 Uhr kam dann die erlösende Nachricht. Ein Verkehrsteilnehmer hatte auf der Bundesstraße 85 in der Nähe von Forstlahm einen Fußgänger gesehen, dessen Zustand ihm Sorgen machte und die Polizei angerufen. Die Streife der Kulmbacher Polizei stellte schnell fest, dass es sich um den Mann handelte, nach dem Kilometer weit entfernt zahlreiche Menschen suchten. Der Mann hatte nach Angaben der Polizei tatsächlich einen ganzen Korb voller Pilze dabei.

Wie die Stadtsteinacher Polizei mitteilt, war der 77-Jährige nach der stundenlangen Wanderung dehydriert und erschöpft, aber ansonsten körperlich unversehrt. Nach einer ärztlichen Versorgung konnte er aber zur Erleichterung seiner Familie und aller, die sich an der Suchaktion beteiligt hatten, wohlbehalten nach Hause gebracht werden.

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Veröffentlicht am:
09. 09. 2019
08:54 Uhr

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09. 09. 2019
08:54 Uhr



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