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Kulmbach

Verwaltung soll klimafit werden

Das Centrale Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk unterstützt den Landkreis. Das Ziel: die Energiewende in der Verwaltung schaffen.



Der Kulmbacher Klaus Peter Söllner, Klimaschutzmanagerin Ingrid Flieger, Alexander Wagner, Energiekoordinator der Regierung von Oberfranken), und Keywan Pour-Sartip von C.A.R.M.E.N. e.V. setzen sich für die Energie- und Ressourcenwende in den Verwaltungen ein. Foto: C.A.R.M.E.N.
Der Kulmbacher Klaus Peter Söllner, Klimaschutzmanagerin Ingrid Flieger, Alexander Wagner, Energiekoordinator der Regierung von Oberfranken), und Keywan Pour-Sartip von C.A.R.M.E.N. e.V. setzen sich für die Energie- und Ressourcenwende in den Verwaltungen ein. Foto: C.A.R.M.E.N.  

Kulmbach - Bei einem Fachgespräch des Centralen Agrar-Rohstoff Marketing- und Energienetzwerkes Bayerns (C.A.R.M.E.N.) in Kooperation mit der Regierung von Oberfranken am Landratsamt Kulmbach haben sich zahlreiche interessierte Behördenvertreter über Möglichkeiten der Energie- und Ressourcenwende in der Verwaltung informiert. Neben dem betrieblichen Mobilitätsmanagement und der Mitarbeitersensibilisierung stand insbesondere eine nachhaltige Beschaffung im Fokus der Veranstaltung.

Gut zu wissen

C.A.R.M.E.N. e.V., das Centrale Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk, wurde 1992 gegründet und ist die bayerische Koordinierungsstelle für nachwachsende Rohstoffe, erneuerbare Energien und nachhaltige Ressourcennutzung. C.A.R.M.E.N. e.V. bündelt Informationen und bietet kostenfreie, neutrale Beratung für alle Interessengruppen.


Der Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner betonte bei dem Gespräch den hohen Stellenwert, den die Themen Klimaschutz und Ressourcensparen im Landkreis Kulmbach einnehmen. Seit geraumer Zeit engagiere sich der kürzlich anerkannte "Fairtrade"-Landkreis in besonderem Maße für den Klimaschutz. Dies betonte auch Alexander Wagner, Energiekoordinator der Regierung von Oberfranken. Er begründete damit die Wahl von Kulmbach als Veranstaltungsort des Fachgesprächs.

Vivien Führ von der agado Gesellschaft für nachhaltige Entwicklung aus München unterstrich in ihrem Vortrag das enorme Potenzial einer nachhaltigen Beschaffung. Rund 480 Milliarden Euro würden jährlich von Bund, Ländern und Kommunen im Rahmen öffentlicher Ausschreibungen ausgegeben. Dabei übernehme die öffentliche Hand eine entscheidende Vorbildfunktion für die Bürgerinnen und Bürger. Auch wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen zunächst häufig restriktiv erscheinen, ließen sich ökologisch-soziale Kriterien in allen Phasen des Vergaberechts berücksichtigen. Dazu brauche es zuallererst ein motiviertes Team und entsprechende Dienstanweisungen als Handlungsgrundlage. Die Bedeutung von engagierten Vorreitern beleuchtete Jutta Einfeldt von C.A.R.M.E.N. e.V. in ihrem Vortrag. Es brauche sowohl "von oben" als auch "von unten" Impulse und eine gute interne Kommunikation, um die Belegschaft mitzunehmen.

Im Anschluss berichteten Mareike Grytz von der Entwicklungsagentur "Faire Metropolregion Nürnberg" und Ingrid Flieger, Klimaschutzmanagerin des Landkreises Kulmbach von sogenannten Best-Practice-Beispielen aus der Region. Bereits 61 Städte in der Metropolregion Nürnberg engagieren sich ihren Worten zufolge bereits in besonderem Maße für eine nachhaltige und faire Beschaffung. Hierzu zähle seit Kurzem auch Kulmbach mit der Kampagne "Bio-Fair-Regio - Mach mit!". Auch zu Energieeinsparung und Effizienzsteigerung trage der Landkreis seit 2000 mit einem kommunalen Energiemanagement bei, betonte Ingrid Flieger. Das Energiemanagement habe sich damit mit den Jahren zu einem Erfolgsmodell gemausert.

Wie man die Belegschaft dauerhaft für Einspar- und Klimaschutzmaßnahmen begeistern kann, darum ging es im Vortrag von Daniel F. Eisel vom bayerischen Beraternetzwerk LandSchafftEnergie. Unter dem Motto "Energiesparen im Büroalltag - wie sag ich’s den Kollegen?" zeigte er, dass sich Klimaschutz im Büro langfristig für alle Beteiligten lohnen kann. Hier brauche es allerdings kreative Ansätze, gute Ideen und mitunter Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen.

René Pessier von der Mobilitätswerk GmbH aus Dresden und Dominik Bigge, Klimaschutzmanager im Landkreis Forchheim, beleuchteten in den letzten beiden Vorträgen nachhaltige Mobilität als wichtige Stellschraube für mehr Klimaschutz. Pessier erklärte anschaulich, dass bereits kleine Maßnahmen langfristig die Wahrnehmung und das Verhalten ändern können. Dominik Bigge berichtete von der Elektrifizierung der Forchheimer Dienstflotte.

Anschließend nutzten die Zuhörer das Fachgespräch, um sich rege über Herangehensweisen, Tipps und Kniffe für mehr Nachhaltigkeit in der eigenen Verwaltung auszutauschen. Die motivierenden Beispiele aus der Praxis zeigten, dass es eine Reihe an Möglichkeiten gibt, auf die zurückgegriffen werden kann!

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Veröffentlicht am:
16. 10. 2019
16:40 Uhr

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16. 10. 2019
16:40 Uhr



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