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Kulmbach

Vier Kulmbacher Unternehmen sind für Mittelstands-Preis nominiert

Vier Unternehmen aus dem Landkreis sind preisverdächtig. Ihre Nominierungsurkunden haben sie jetzt erhalten.



Vier Unternehmen aus dem Landkreis Kulmbach sind für den "Großen Preis des Mittelstandes" nominiert. Unser Bild zeigt (von links) Marion Oppel vom E-Center Seidl, Prokurist Ralf Müller von Wimmer GmbH, Claus Krumpholz junior, Claus Krumpholz senior, Elke Krumpholz, Anja Wimmer, Robert Knitt von der Oskar-Patzelt-Stiftung, Kristina Barth und Tobias Langmeyer von Dynamic Commerce, Landrat Klaus Peter Söllner und Klemens Angermann für die Wirtschaftsoffensive im Landkreis Kulmbach. Foto: Werner Reißaus
Vier Unternehmen aus dem Landkreis Kulmbach sind für den "Großen Preis des Mittelstandes" nominiert. Unser Bild zeigt (von links) Marion Oppel vom E-Center Seidl, Prokurist Ralf Müller von Wimmer GmbH, Claus Krumpholz junior, Claus Krumpholz senior, Elke Krumpholz, Anja Wimmer, Robert Knitt von der Oskar-Patzelt-Stiftung, Kristina Barth und Tobias Langmeyer von Dynamic Commerce, Landrat Klaus Peter Söllner und Klemens Angermann für die Wirtschaftsoffensive im Landkreis Kulmbach. Foto: Werner Reißaus  

Kulmbach - Gleich vier Unternehmen aus dem Landkreis Kulmbach sind für den Wettbewerb "Großer Preis des Mittelstandes" nominiert. Im Landratsamt bekamen sie aus der Hand von Robert Knitt von der Oskar-Patzelt-Stiftung die entsprechenden Urkunden. Die Stiftung ist Träger des Wettbewerbes, der seit 1994 bereits zum 25. Mal ausgeschrieben wurde.

Aus dem Landkreis Kulmbach haben folgende Unternehmen die sogenannte Jurystufe erreicht:

Dynamic Commerce GmbH, Kulmbach

E-Center Seidl, Kulmbach

Krumpholz-Werkzeuge, Guttenberger Hammer

Wimmer GmbH, Untersteinach

Landrat Klaus Peter Söllner freute sich, dass diese Firmen diesen wichtigen Zwischenschritt erreicht haben: "Unsere vier Preisträger aus dem Landkreis Kulmbach sind tolle Firmen und können auf einen unglaublichen Erfolg verweisen. Alle Unternehmen zeichnen sich durch ihre Dynamik aus. Wir haben völlig unterschiedliche Unternehmen am Start, das ist großartig."

Robert Knitt von der Oskar-Patzelt-Stiftung betonte, die vier Unternehmen hätten allen Grund zur Freude, denn sie haben es aus knapp 5400 Unternehmen und Institutionen geschafft, sich bundesweit um den Preis zu bewerben und sind jetzt unter den besten 758. Laut Robert Knitt sucht die Oskar-Patzelt-Stiftung seit 25 Jahren Unternehmen und Institutionen, die sich in den Kriterien Wachstum, Schaffung von Arbeitsplätzen, Innovation, Vertrieb und Engagement für die Region besonders hervorheben. Dieser Wettbewerb ist in seiner Art der größte in Deutschland.

 

Die Firmenporträts:

Dynamic Commerce: Als sogenanntes Management-Buy-Out ist das Unternehmen Dynamic Commerce GmbH ein Beispiel für ein junges, inhabergeführtes IT-Unternehmen aus Kulmbach mit aktuell mehr als 60 Beschäftigten. Michael Ihnen hat im Jahr 2017 die Dynamic Commerce GmbH an das Management um Tobias Langmeyer verkauft. Das Unternehmen ist Hersteller von innovativer E-Commerce-Software und vertreibt diese sowohl direkt als auch über ein großes Partnernetzwerk. Das Spezial-Know-how der Firma ist die optimale Verbindung aller E-Commerce-Prozesse mit der Warenwirtschaftssystemsoftware ihrer Kunden bei Planung, Einführung und Betrieb von Webshops.

Im Jahr 2019 übernimmt Dynamic Commerce die Blue Frog GmbH. Damit profitieren die Kunden von der Bündelung der Stärken: Durch das erweiterte Dienstleistungsportfolio bietet die Dynamic Commerce GmbH nun noch mehr Leistungen aus einer Hand: Konzeption, Entwicklung, Design, Medienproduktion und Online-Marketing für professionelle Websites und Webshops. Das Unternehmen hat das Ziel, zur Nummer 1 in der Webshop- und E-Commerce-Plattform für mittelständische Unternehmen zu werden. Bereits über 200 namhafte Unternehmen setzen auf die innovativen E-Commerce-Lösungen von Dynamic Commerce. Der Umsatz aller Webshops beträgt mehr als eine dreiviertel Milliarde Euro. Das junge Unternehmen hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten.

 

E-Center Seidl: Das E-Center ist ein moderner und innovativer Lebensmittelmarkt mit rund 70 Mitarbeitern, der auf dem modernsten Stand der Technik ist. Im Markt wird aus drei Gründen moderne Technik eingesetzt: aus Gründen des Umweltschutzes, um den Kunden ein hohes Maß an Service zu bieten und um den Mitarbeitern die Arbeit zu erleichtern. Das E-Center Seidl ist mit moderner LED-Beleuchtung ausgestattet und verfügt über eine klimaneutrale CO2-Kühlanlage. Beides ist mit enormen Mehrkosten verbunden gewesen und liegt weit über dem Standard anderer Mitbewerber.

Seidl hat als erster Lebensmittelmarkt im Landkreis Kulmbach kostenloses WLAN angeboten und war der erste Supermarkt im Landkreis Kulmbach, der Selbstbedienungs-Kassen eingeführt hat. Nicht um Personal zu sparen, sondern als Serviceleistung für die Kunden. Es wird auf Einwegtüten an der Kasse verzichtet. Plastiktüten in der Obstabteilung wurden durch Obstnetze oder die Papierspitztüte ersetzt. Das E-Center Seidl war der erste Supermarkt im Landkreis Kulmbach, bei dem man mit der Edeka App und seinem Smartphone an der Kasse bargeldlos bezahlen konnte. Das E-Center Seidl verfolgt Expansionspläne: Die 4000 Quadratmeter Verkaufsfläche sollen um eine eigene Bio-Abteilung mit 750 Quadratmetern erweitert werden. Hier spielt die Sortimentserweiterung um unverpackte Lebensmittel eine wichtige Rolle. Darüber hinaus sind 200 Quadratmeter für ein erweitertes Gastronomieangebot vorgesehen.

 

Krumpholz-Werkzeuge: Die Familie Krumpholz kann auf über 200 Jahre Erfahrung und Tradition im Herstellen von qualitativ erstklassigen Handwerkszeugen zurückblicken. Im Jahre 1799 erwirbt Johann David Krumpholz den Betrieb im Guttenberger Hammer, einem Ortsteil von Grafengehaig. Er zählt heute zu den ältesten familiengeführten Handwerksbetrieben Europas. Heute lenkt Claus Krumpholz senior die Geschicke des Unternehmens. Schon mit 17 stieg er in das Familiengeschäft ein, arbeitete viele Jahre lang mit, bevor er dann 2003 den Chefposten offiziell von seinem Vater Georg übernahm. Ein Jahr später fokussierte sich die Firma unter seiner Ägide auf den sogenannten grünen Markt, investierte kräftig und exportieret erste Werkzeuge in das benachbarte Ausland.

Österreich ist der wichtigste Partner, gefolgt von Tschechien, Polen und Russland. Werkzeuge für Garten und Forst nehmen aktuell 80 Prozent des Geschäfts ein. Erklärtes Ziel ist es, dieses Ergebnis in einem Wachstumsmarkt auf absehbare Zeit zu verdoppeln. Das Unternehmen beschäftigt 15 Mitarbeiter. Die nächste Generation steht mit Sohn Claus Georg in den Startlöchern. Seit jeher hat sich Krumpholz die Konzeption und Weiterentwicklung innovativer und nachhaltiger Werkzeuge zur Aufgabe gemacht. Die Werkzeuge setzen höchste Standards bezüglich Technik, Verarbeitung, funktioneller Ästhetik und sind auf die physiologischen Bewegungsabläufe des menschlichen Körpers abgestimmt.

Wimmer GmbH: Für die Firma Wimmer war das Jahr 2018 ein besonderes Jahr, weil sie auf 50 Jahre Handwerksgeschichte zurückblicken konnte. Eine Erfolgsgeschichte, die sich begründen lässt mit dem Einsatz moderner Technik, konsequenter Qualitätsorientierung, höchster Zuverlässigkeit und exzellentem Service. Von 1968 bis 2009 leitete Rudolf Wimmer die Wimmer GmbH als selbstständiges Handwerksunternehmen für Stahl-, Metall- und Anlagenbau.

Im Jahr 2009 wurde die Geschäftsleitung an Tochter Anja Wimmer übertragen, die seither das Unternehmen in zweiter Generation fortführt. Der Betrieb entwickelte sich zu einem mittelständischen Unternehmen mit rund 35 Mitarbeitern und einer Produktionsfläche von rund 4200 Quadratmetern. Anja Wimmer blickt zufrieden ins zurückliegende Jahr mit Kunden weit über den Landkreis Kulmbach hinaus - sogar bis in Südafrika und Dubai. Das Firmenmotto "Ihr kompetenter Partner für Stahl-, Metall- und Anlagenbau" wird durch das hohe Engagement von Unternehmensleitung und Mitarbeiter-Team täglich neu gelebt. Besonders wichtig sind dem Unternehmen seine Mitarbeiter, die als "wertvollstes Gut" verstanden werden. Es wird höchster Wert auf ein gutes Arbeitsklima gelegt. Die Hierarchien sind flach, die Entscheidungswege kurz.

Autor

Werner Reißaus
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
11. 07. 2019
17:30 Uhr

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Werner Reißaus

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Veröffentlicht am:
11. 07. 2019
17:30 Uhr



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