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Kulmbach

Weit mehr offene Stellen als 2016

Die Zahl der Arbeitslosen steigt saisonbedingt moderat an. Doch auch im Dezember steht weiter die Drei vor dem Komma.



Weit mehr offene Stellen als 2016
Weit mehr offene Stellen als 2016  

Kulmbach - "Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Bayreuth-Hof zeigte sich auch zum Jahresende von seiner besten Seite, und die Arbeitslosenquote blieb auch im Dezember unter vier Prozent." So lautet die positive Bilanz von Agenturchef Sebastian Peine. Mit 3,8 Prozent lag die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte niedriger als vor einem Jahr. In der Region Kulmbach lag sie bei 3,4 Prozent, 0,1 Prozent mehr als im Vormonat, aber 0,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

"Eine gute Ausgangsbasis für die Herausforderungen im kommenden Jahr", betont Peine. 9502 Männer und Frauen waren im Dezember 2017 von Arbeitslosigkeit betroffen, 854 weniger als zum Jahresausklang 2016. Im Vergleich zum Vormonat gab es 421 Arbeitslose mehr. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember ist saisonbedingt üblich und nahezu ausschließlich auf den Zuwachs von ausgestellten Beschäftigten der Außenberufe zurückzuführen, die im Frühjahr wieder in ihren Betrieb zurückkehren. Im Zuständigkeitsbereich der Jobcenter ging die Arbeitslosigkeit im Dezember insgesamt sogar zurück.

Die Nachfrage nach Personal zog im Dezember wieder etwas an. Für die Arbeitgeber-Services im Agenturbezirk gab es 1179 Vermittlungsaufträge, 44 mehr als im November. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war die Nachfrage aber nicht so dynamisch, es wurden rund 100 Stellen weniger gemeldet als im Dezember 2016. Der Stellenbestand erreichte allerdings mit 5545 Stellen für einen Dezember ein absolutes Rekordniveau, 1171 oder knapp 27 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Gesucht wurde im Dezember hauptsächlich Personal für den Bereich Verkehr und Logistik, für die verschiedensten Verkaufsberufe sowie Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe und Berufe aus der Unternehmensorganisation und -führung.

Die Region Bayreuth-Hof konnte im Jahr 2017 einen weiteren Beschäftigungszuwachs verzeichnen. Bis zum Stichtag im Juni 2017 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Agenturbezirk auf 188 471. Im Vergleich zum Vorquartal ist das ein Plus von 2676 Beschäftigten. Gegenüber Juni 2016 gab es 3933 Arbeitnehmer mehr, was einen Zuwachs um 2,1 Prozent bedeutet. Überproportional nahm dabei die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Personen mit ausländischen Wurzeln zu (+ 1578; +14,1 %).

Der Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof zeigte sich im vergangenen Jahr sehr dynamisch und bot viele Chancen. Der Abwärtstrend der Arbeitslosenzahlen setzte sich auch in 2017 weiter fort. Trotz der Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Zuzug von Flüchtlingen wurden historische Tiefstände erreicht.

Insgesamt stand das Jahr im Zeichen der Fachkräftesicherung und Qualifizierung. 10 300 Männer und Frauen der Region waren von Arbeitslosigkeit betroffen, 690 weniger als im Jahr 2016. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag bei 4,1 Prozent, 0,3 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres. Auch Langzeitarbeitslose konnten von der positiven Entwicklung profitieren. Im Jahresschnitt gab es im Vergleich zum Vorjahr 260 Personen weniger, die länger als ein Jahr arbeitslos waren. Der Anstieg ausländischer Arbeitsloser mit Fluchthintergrund verlangsamte sich im Vergleich zum Vorjahr wieder etwas. Die Heranführung an den deutschen Arbeitsmarkt stellt aber weiter eine große Herausforderung dar, da überwiegend nicht auf verwertbare berufliche und sprachliche Kenntnisse aufgebaut werden kann. Intensive Unterstützung durch Sprachkurse und weiterführende Maßnahmen war und ist weiter notwendig. Bei rund 500 Flüchtlingen ist im vergangenen Jahr bereits eine Integration in Arbeit gelungen.

2017 wurden den Arbeitgeber-Services so viele Stellen gemeldet wie noch nie. Die Unternehmen aus der Region Bayreuth-Hof erteilten rund 16 225 Vermittlungsaufträge, über 1500 mehr als im Jahr 2016. Im Jahresdurchschnitt waren 5150 Stellen im Bestand. Schwerpunkte der Nachfrage bildeten die Bereiche Verkehr und Logistik inklusive Fahrzeugführern, Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe, sowie Verkaufs- und medizinische Gesundheitsberufe. Trotz aller Anstrengungen und Unterstützung durch Qualifizierungsmaßnahmen gestaltete sich die Besetzung zunehmend schwieriger. "Auch im Jahr 2018 wird daher die Fachkräftesicherung und Beratung zur Qualifizierung von Arbeitslosen und Beschäftigten ebenso im Fokus stehen wie die präventive Arbeit mit jungen Menschen", erklärt Agenturchef Peine.

Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Region Kulmbach ist fast ausschließlich auf Personen zurückzuführen, die sich saisonbedingt arbeitslos melden mussten. Betroffen sind hauptsächlich das Bauhaupt- und -nebengewerbe, der Garten- und Landschaftsbau und einige Personaldienstleister. Die meisten Arbeitnehmer haben die Zusicherung ihrer bisherigen Arbeitgeber erhalten, im Frühjahr 2018 wieder eingestellt zu werden. Hinzu kommen Meldungen von jungen Menschen, welche die Probezeit an weiterführenden Schulen nicht bestanden haben oder eine betriebliche Berufsausbildung abgebrochen haben.

Insgesamt waren im Dezember 1415 arbeitslose Kulmbacher zu verzeichnen, 69 mehr als im November, aber 142 weniger als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote stieg auf 3,4 Prozent und lag somit 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonat und 0,4 Prozentpunkte unter dem Dezemberwert im Jahr 2016.

Die Unternehmen der Region Kulmbach meldeten 173 offene Arbeitsstellen, 14 mehr als im vorangegangenen Berichtsmonat. Das waren 20 weniger als im Vorjahresmonat. Der Stellenbestand wuchs allerdings auf 1033, was einen Anstieg im Vergleich zum Dezember 2016 um 336 oder knapp 50 Prozent bedeutet. Das Hotel- und Gaststättengewerbe suchte Küchenhilfs- und Servicekräfte. Nachgefragt waren auch medizinische Fachkräfte wie zum Beispiel Altenpfleger.

Das Lebensmittelhandwerk benötigt dringend Bäcker, Metzger und Fachverkäufer. Außerdem wurden kaufmännische Fachkräfte gesucht, allerdings häufig in Teilzeit. Gute Einstellungschancen bestehen für Berufskraftfahrer, meist bei Speditionen. Im gewerblichen Bereich sind insbesondere Fachkräfte sehr begehrt. Chancen haben aber oft auch erfahrene angelernte Kräfte.

26 884 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gab es zum Stichtag 30. Juni 2017 in Kulmbach. Das entspricht einem Beschäftigungszuwachs von 361 Personen oder 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das größte Plus an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gab es im Bereich Heime und Sozialwesen (+169).

Im Jahresdurchschnitt waren im Landkreis Kulmbacher 1563 Menschen arbeitslos gemeldet, 111 weniger als im Jahr zuvor. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote sank um 0,3 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent. Im Jahresverlauf 2017 wurden von den Kulmbacher Unternehmen über 2400 Stellenangebote gemeldet, 115 mehr als im Verlauf des Jahres 2016. Die Auftragsbücher für das neue Jahr sind gut gefüllt und die Stimmung positiv.

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Veröffentlicht am:
03. 01. 2018
17:57 Uhr

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03. 01. 2018
17:57 Uhr



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