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Kulmbach

Wenn der Maibaum Beine kriegt

Irrungen und Wirrungen um ein Walpurgisfest: Die Lanzendorfer Theatergruppe sorgt mit ihrem neuen Lustspiel für Lachsalven im Publikum.



"Ja verreck, der Maibaum is weg": (von links) Christa Täuber, Jana Höreth, Wolfgang Müller und Nadine Kolb. Foto: Rei.
"Ja verreck, der Maibaum is weg": (von links) Christa Täuber, Jana Höreth, Wolfgang Müller und Nadine Kolb. Foto: Rei.  

Himmelkron - "Ja verreck, da Maibaum is weg!" Mit dem Titel des gleichnamigen Lustspiels hat die Theaterabteilung der Lanzendorfer "Gartler" am Wochenende eine gelungene Premiere gefeiert. Die Besucher erlebten ein Theaterteam um Wolfgang Müller, das alle Register seines Könnens zog. Bei einem Stück, das aus dem vollen Leben gegriffen ist, und das jederzeit auch in Lanzendorf oder im benachbarten Gössenreuth hätte spielen können.

Im Mittelpunkt des Lustspiels - es hat diese Einstufung auch wirklich verdient - standen natürlich ein Maibaum, die "Walpurgisnacht" in Lanzendorf und jede Menge Witz, Spaß und Frohsinn. Bürgermeister Franz Hintermoser hat zur Vorbereitung der Feierlichkeiten alle Hände voll zu tun. Wolfgang Müller spielte das gestresste Gemeindeoberhaupt Lanzendorfs vortrefflich. Ausgerechnet jetzt hat er auch noch Ärger mit der Nachbarin Rosi Wimmer. Sie will partout, dass sich der Bürgermeister um ihre Terrasse und das Blumenbeet kümmert, die voller Hühnerkot waren.Christa Täuber spielte die streitsüchtige und zugleich auch neugierige Nachbarin geradezu perfekt. Zum Glück ist der Maibaum an einem sicheren Ort, denn der Bürgermeister hat persönlich dafür gesorgt, dass der Simmerl die ganze Nacht Wache hält. Denkt er zumindest.

Leider aber hat der Simmerl ein, zwei Bier zu viel getrunken. Hans Engelhardt, das Urgestein der Lanzendorfer Theatergruppe, passte natürlich wie die Faust aufs Auge für diese Rolle. Die Nachricht, dass der Maibaum am frühen Morgen der Walpurgisnacht geklaut wurde, war für den Bürgermeister natürlich schrecklich. Verständlich, dass er stinksauer war. Und seine bessere Hälfte Traudl (Nadine Kolb) befindet: "Das ist eine Schande für das ganze Dorf!"

Der "Kleinhäusler" und Gelegenheitsarbeiter Simmerl hat sich vorsichtshalber versteckt, zumal er auch noch bei seiner resoluten Frau Helga (Ute Schmitt) unterm Pantoffel steht. Die Walpurgisnacht ist schon kurz davor, abgesagt zu werden, doch dann meldet sich doch noch der Vorstand Ferdl von der Landjugend Gefrees (Manuel Hartmann). Gegen eine Brotzeit und ein großes Fass Bier rückt die Landjugend dem Baum wieder raus und gemeinsam wird er dann aufgestellt.

Beim Walpurigsfest geht es indes drunter und drüber. Da waren Julia (Jana Höreth), die Tochter des Bürgermeisters, die in Ferdl, den Vorstand der Gefreeser Landjugend verliebt ist, und auch Andy (Andre Mühlbauer), der Sohn des Bürgermeisters, der mit der flotten Kellnerin Birgit (Anja Sperner) kräftig flirtete. Die jung Verliebten versprechen sich von der Nacht was Besonderes und das traf auch ein. Jana Höreth, Andre Mühlbauer, Anja Sperner - sie stand das erste Mal mit Erfolg auf der Bühne - und Manuel Hartmann überzeugten in ihren Rollen.

Die Nacht hatte es aber auch bei den anderen Protagonisten in sich, allen voran beim Bürgermeister, der nicht nur am Morgen einen riesigen Kater hatte, sondern mit den Ortsburschen auch noch so allerhand Unfug anrichtete. Da waren die Wimmers Rosi, der ihre Reizwäsche von der Leine gestohlen wurde, und die Nepumukfigur, die sehr zur Verärgerung des Ortspfarrers mit einem wollenen Damenunterrock bekleidet wurde.

Am Ende hat sich alles in Wohlgefallen aufgelöst, dabei auch ohne den "Spürsinn" des kurzsichtigen Polizeihauptmeisters Rabe, der vom "Newcomer" Christian Neus toll gespielt wurde. Vor allem seine feuchte Aussprache sorgte nicht nur für das permanente Gläserwischen bei den Brillenträgern im Theaterteam, sondern auch für Lachsalven im Publikum. Zu erwähnen sind noch Linda Fischer in der Theaterleitung und als Souffleuse sowie Ingeborg Ulm, Christa Täuber und Beathe Lange sowie Klaus Weigl in der Technik. Weitere Vorstellungen sind am Freitag, 12. April, Samstag, 13. April, und Sonntag, 14. April, jeweils um 20 Uhr.

Autor

Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
10. 04. 2019
18:06 Uhr

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10. 04. 2019
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