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Die Sache mit der Haftung

Eine Meldung beschäftigt einen Leser. Danach hat die Polizei strafunmündige Kinder ausgemacht - zwei Zwölfjährige, ein 13-Jähriger - die für Farbschmierereien und Grabschändung verantwortlich sein sollen.



Eine Meldung beschäftigt einen Leser. Danach hat die Polizei strafunmündige Kinder ausgemacht - zwei Zwölfjährige, ein 13-Jähriger - die für Farbschmierereien und Grabschändung verantwortlich sein sollen. Der Leser mailt: "In der Zeitung steht, die Polizei ermittelt jetzt, ob die Eltern ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen sind. Müssen denn die Eltern nicht für den Schaden aufkommen?

Wir fragen nach beim Anwaltverein. "Nach ständiger Rechtsprechung bestimmt sich das Maß der gebotenen Aufsicht nach Alter, Eigenart und Charakter des Kindes sowie danach, was den Eltern in ihren jeweiligen Verhältnissen zugemutet werden kann", erklärt dazu Andreas von Wiczlinski. "Entscheidend ist, was verständige Eltern nach vernünftigen Anforderungen unternehmen müssen, um die Schädigung Dritter durch ihr Kind zu verhindern. Dabei kommt es für die Haftung stets darauf an, ob der Aufsichtspflicht nach den besonderen Gegebenheiten des konkreten Falles genügt worden ist."

Bei Kindern im Alter von zwölf und 13 Jahren sei sicherlich keine Überwachung "auf Schritt und Tritt" erforderlich, auch keine regelmäßige Kontrolle in kurzen Zeitabständen.

Kinder haften allerdings selbst gemäß Paragraf 828 Absatz 3. Bürgerliches Gesetzbuch. "Denn sowohl einem zwölf- als auch einem 13-jährigen Kind dürfte bei den Farbschmierereien und der Grabschändung die Einsicht nicht gefehlt haben, etwas Verbotenes getan, Gegenstände anderer beschädigt zu haben". Wiczlinski: "Ob von den Kindern allerdings ein etwaiger Schadensersatz beizutreiben ist, ist fraglich." K. D.

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Kontakt zur Leseranwältin:

Telefon 09281/816100, Fax 09281/816423

leseranwalt@frankenpost.de

leseranwalt@np-coburg.de

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Veröffentlicht am:
17. 07. 2018
19:00 Uhr

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17. 07. 2018
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