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Marktredwitz

Buchta-Preis für Hospiz-Initiative

Die SPD würdigt damit die caritative Begleitung. Damit sei ein Sterben in Würde und Fürsorge möglich. Die Partei hält die Erinnerung an den engagierten Politiker wach.



SPD-Vorsitzender Klaus Haussel, Alt-Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder (rechts) und Gisela Wuttke-Gilch überreichten den Artur-Buchta-Preis an die Frauen der Hospiz-Initiative Fichtelgebirge. Foto: Herbert Scharf
SPD-Vorsitzender Klaus Haussel, Alt-Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder (rechts) und Gisela Wuttke-Gilch überreichten den Artur-Buchta-Preis an die Frauen der Hospiz-Initiative Fichtelgebirge. Foto: Herbert Scharf  

Marktredwitz - Mit dem Artur-Buchta-Preis hat die Marktredwitzer SPD die Hospiz-Initiative Fichtelgebirge ausgezeichnet. Damit ist deren Engagement in der Begleitung Schwerkranker und Sterbender gewürdigt worden.

Alt-Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder hielt die Laudatio auf die Preisträger und erinnerte an Artur Buchta, der viele Jahre an der Spitze der Marktredwitzer SPD gestanden war. "Meine Kandidatur war damals die Idee Buchtas gewesen", sagte sie. Drei Jahre habe er sie noch als zweiter Bürgermeister im Amt begleitet.

An die Frauen der Hospiz-Initiative gewandt, würdigte sie deren caritative Begleitung schwerstkranker Menschen. Die Initiative finanziere sich aus den Beiträgen ihrer 234 Mitglieder, unterhalte ein Büro in Selb, und die Mitarbeiterinnen seien alle ehrenamtlich tätig.

Die Hospiz-Initiative wurde 1999 gegründet und bestand zunächst aus zwei Gruppen in Selb und Marktredwitz. Davon sind 26 aktiv als Trauer- und Kinderhospiz-Begleiterinnen ehrenamtlich im Einsatz. In stationären Einrichtungen wie in Krankenhäusern oder Pflegeheimen. "Sie helfen, ein Sterben in Würde und Fürsorge sowie Zuwendung zu ermöglichen. Und das seit 20 Jahren."

Seit Jahren bemühe sich der Verein, am Klinikum Fichtelgebirge eine Palliativstation anzugliedern. Die nächsten Stationen seien in Hof, Bayreuth oder Kulmbach. Dieser Forderung habe sich in seiner Oktobersitzung auch der Kreistag in Wunsiedel angeschlossen. Der Arbeitskreis Gesundheit solle diese Entwicklung begleiten.

Seit 2011 zeichnet die Marktredwitzer SPD Menschen oder Gruppen, die sich ehrenamtlich für andere einsetzen und engagieren, mit dem Artur-Buchta-Preis aus. Der Preis ist nach dem Marktredwitzer SPD-Politiker Artur Buchta benannt, der über die Gewerkschaftsarbeit zur Sozialdemokratischen Partei kam und an der Spitze der Marktredwitzer SPD deren Politik bestimmte. Er war zweiter Bürgermeister von Marktredwitz und stellvertretender Landrat. Bei der Kommunalwahl 1984 hatten ihm nur wenige Stimmen gefehlt, und er hätte den amtierenden Oberbürgermeister Hans-Achaz von Lindenfels aus dem Sattel gehoben.

Gleichzeitig gilt Buchta als "Entdecker" und Förderer zweier erfolgreicher Politikerinnen: der Bundestagsabgeordneten Petra Ernstberger und der ehemaligen Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder, was ihm damals den Spitznamen "Madonnenschnitzer" eingebracht hatte.

Zum Ehrenabend mit der Verleihung des Buchta-Preises hieß SPD-Ortsvorsitzender Klaus Haussel unter den Gästen besonders die Vertreterinnen der Hospiz-Initiative mit ihren beiden Vorsitzenden Helga Scherzer-Kaufmann und Beate Lenk sowie Alt-Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder willkommen.

Gisela Wuttke-Gilch erinnerte an das Leben und Wirken von Artur Buchta. "Er hat sein ganzes Leben in der Dienst der Mitmenschen gestellt. Über die Gewerkschaft IG Metall hat er es bis zum Vorsitzenden des Betriebsrats bei der Maschinenfabrik Meyer gebracht. Der Kampf um die Gerechtigkeit im Arbeitsleben war sein Motto gewesen. Er hat stets das Ohr am Mund der Bevölkerung gehabt."

Aktiv in die Politik eingestiegen sei Buchta 1972 mit der Wahl in den Marktredwitzer Stadtrat. 1984 stellte ihn die SPD als Oberbürgermeister-Kandidaten auf. "Ganze 50 Stimmen haben ihm damals bei der Wahl gegen von Lindenfels gefehlt, und er wäre ins Rathaus eingezogen." Bei der nächsten Wahl 1990 habe dann "seine" Kandidatin Seelbinder den OB-Sessel erobert. "Damit ging für ihn ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung." Mit dem Preis, sagte Laudatorin Seelbinder, würden zum einen Ehrenamtliche für ihre Arbeit ausgezeichnet. "Er ist aber auch ein Zeichen des Dankes und der Erinnerung an den verdienten Politiker Arthur Buchta, der 1993 gestorben ist."

Zusammen mit Klaus Haussel und Gisela Wuttke-Gilch bedankte sich Seelbinder bei den Mitgliedern der Hospiz-Initiative. Haussel überreichte an die Vorsitzende Scherzer-Kaufmann eine Urkunde, einen Scheck über 200 Euro und einen kleinen Redwitzit. Die Vorsitzende der Hospiz-Initiative bedankte sich für die Ehrung und unterstrich, dass es den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen ein Herzensanliegen sei, Menschen in so schweren Stunden zu helfen.

Musikalisch begleitet wurde die Feier von Thomas Pitzl und seinen Musikern.

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Herbert Scharf
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Veröffentlicht am:
17. 11. 2019
16:00 Uhr

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Herbert Scharf

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Veröffentlicht am:
17. 11. 2019
16:00 Uhr



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