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Ein Hoch auf die Ministranten

120 Jungen und Mädchen aus zwölf Pfarreien: Die Messdiener aus den Dekanaten Wunsiedel und Kemnath treffen sich in Brand.



Gemeinsam zogen die "Minis" in die Kirche ein, wo sie einen Gottesdienst unter dem Motto "Wir sind Gottes Melodie" feierten.	Foto: Bertram Nold
Gemeinsam zogen die "Minis" in die Kirche ein, wo sie einen Gottesdienst unter dem Motto "Wir sind Gottes Melodie" feierten. Foto: Bertram Nold  

Brand in der Oberpfalz - "Ein Hoch auf uns!" - das galt dieses Mal nicht etwa dem Fußball, sondern den Ministranten der Dekanate Wunsiedel und Kemnath. Auf Wunsch der Brander "Minis" war das Ministrantentreffen 2019 in der Pfarrei abgehalten worden.

Dort sorgte Eva Glowka mit ihrem Team dafür, dass die Messdienerinnen und Messdiener der umliegenden Pfarreien einen unterhaltsamen und abwechslungsreichen Tag erlebten, den sie so schnell nicht vergessen werden. Schlag auf Schlag, keine Sekunde Langeweile, gut verköstigt mit Hilfe des Pfarrgemeinderats und vieler Eltern, Basteln und Spielen an zehn Stationen am und im Mehrzwecksaal und im Pfarrheim, die Wissen und besondere Fähigkeiten erforderten: Das bleibt in guter Erinnerung. Pfiffige und kreative Ideen hatte Eva Glowa in die Tat umgesetzt und erntete dafür großes Lob von allen Teilnehmern und Eltern.

Zuerst stand ein Gottesdienst auf dem Programm. Lange sah man immer wieder Autos ankommen, deren Fahrer den Kofferraum öffneten, um den sich dann die "Minis" scharten und sich in festliche Gewänder hüllten. Die Farben Rot und Weiß bestimmten dann bald das Bild um die Kirche, und als die Glocken den Gottesdienst ankündigten, hatten sich 120 Messdiener aus zwölf Pfarreien auf dem Schulhof aufgestellt und zogen in einem festlichen Zug in die Kirche ein.

Die "Spirits" aus Nagel empfingen sie mit flotten Rhythmen und gestalteten den Gottesdienst musikalisch mit. Pater Joy ging in seiner Begrüßung auf die Bedeutung des Ministrantendienstes ein und dankte allen für die Vorbereitung des Tages. Den Gottesdienst zum Thema "Wir sind Gottes Melodie" hatte Hilmar Zaus federführend mit dem Team Familiengottesdienst geplant.

Mit Texten zum Bußakt und als Predigtspiel, die die Ministrantinnen vortrugen, entstand Note für Note eine Liedzeile, die zum Ausdruck brachte, dass jeder Mensch an seinem Ort unverzichtbar ist, da sonst die Melodie fehlerhaft ist und dass die Menschen aufeinander angewiesen sind und so in der Gemeinde "Gottes Melodie" zum Klingen bringen. Gott selbst habe sein Lied klar und deutlich in dieser Welt gesungen. Noch vor den Fürbitten lud Martin Besold als Hauptzelebrant ein, die angesprochenen Anliegen gemeinsam mit einem "Ein Hoch auf uns!" engagiert und kräftig zu besingen. Dazu gab es eine Premiere: Die "Spirits" und die Geschwister Glowka übernahmen die instrumentale Begleitung: "Ein Hoch auf uns, wenn wir das leben, was Gott uns sagt und uns auch zeigt."

Im Mehrzwecksaal ging es dann ans Essen. Danach wurde das Thema um Gottes Melodie wieder aktiviert und kreativ in Symbolik umgesetzt. Eine Fülle an Materialien stand bereit, um vorgefertigte Notenschlüssel zu gestalten: bunt sowieso, reich verziert mit Ornamenten und Perlen. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt, entsprechend interessant waren die Ergebnisse.

Eltern und ältere Ministranten halfen gerne, um an zehn Stationen in Gruppen Aufgaben zu erledigen, für die in einen Laufzettel Punkte einzutragen waren: einen Schluck Wasser nehmen und ein Lied gurgeln, das erkannt werden musste, Sackhüpfen oder Dosenwerfen. Und dann hatte sich die Oberministrantin etwas Besonderes einfallen lassen: Wortstreifen sortieren und dabei zu wissen, welches Lied zu welchem Teil der Messe gehört. Die runde Brille Max Regers auf einem Puzzle-Teil war eine Hilfe, die richtige Stelle auf seinem gepuzzelten Portrait zu finden. Er war neben Mozart und Wagner auch einer der Komponisten, denen Begriffe zugeordnet werden mussten. Oder "Du riechst mit verbundenen Augen an einem Glas Weihrauchkörnern. Dann gebe ich dir ein anderes Glas und du sagst mir, ob es der gleiche oder eine andere Sorte ist!"

Das Auswerten des Wettbewerbs dauerte nicht lang, dann standen die Sieger fest: mit 122,5 Punkten die Ebnather Ministranten. Sie dürfen essen gehen, gesponsert von den Jugendstellen. Mit 111 Punkten folgten die "Minis" aus Pullenreuth, für die es Kino-Gutscheine gab. Auf Platz drei landete Erbendorf II mit 106 Punkten und einem Gutschein für Bücher. Die Gastgeber belegten den sechsten Platz.

Autor

Bertram Nold
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
29. 10. 2019
17:28 Uhr

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Bertram Nold

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29. 10. 2019
17:28 Uhr



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