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Marktredwitz

Neuer Wohnraum für achtzehn Familien

Die Mitglieder des Marktredwitzer Bauausschusses arbeiten eine umfang- reiche Tagesordnung ab. Auf dem Benker-Areal entsteht ein neues Kinderhaus.



Marktredwitz - Oberbürgermeister Oliver Weigel war froh, dass sein Bauausschuss am Dienstagabend so viel Arbeit hatte. Neben der Bauvoranfrage für das Multifunktionshaus in der Lindenstraße von Marcus Pürner (wir berichteten) beantragten zehn weitere Bauherren Genehmigungen. Für Weigel war dies ein deutliches Zeichen, dass sich Marktredwitz gut entwickelt.

Nichts einzuwenden hatten die Mitglieder des Bauausschusses gegen ein Kinderhauses auf dem Benker-Areal in der Dörflaser Fabrikstraße. Die Stewog möchte in diesem Neubau 174 Kinder unterbringen und jeweils 75 Plätze im Kindergarten und im Hort sowie 24 Plätze in der Krippe schaffen. Mit dem Bau soll im Frühjahr 2020 begonnen werden.

Das knapp achtzig Meter lange und sechzehn Meter breite zweigeschossige Gebäude wird vom Marktredwitzer Architekturbüro Hilgarth geplant. Es soll sich in die Umgebung einordnen und einen guten Übergang zur historisch gewachsenen Bebauung von Dörflas gewährleisten.

Im Innern des Kinderhauses ergibt sich gemäß der Planung ein Zwei-Häuser-Modell, das einen gemeinsamen Eingangsbereich von der Fabrikstraße her hat und in dem Mehrzweckräume gegenseitig genutzt werden können. Die zeitgemäße Architektur verwendet hochwertige und ökologisch sinnvolle Materialien, die sehr hohe energetische Anforderungen erfüllen. Wie es im Bauantrag weiter heißt, wird die Außenfassade mit einer senkrechten hinterlüfteten Lärchenholzverkleidung gestaltet. Die großzügig bemessenen Glasflächen erhalten außenliegende Sonnenschutzanlagen, um sommerliche Überhitzung zu vermeiden. Die Räte befürworteten grundsätzlich die Bauvoranfrage der Empower modular GmbH & Co. KG, die in der Bayreuther Straße in Oberredwitz zwei dreigeschossige Sechsfamilienhäuser bauen und damit vor allem Wohnraum für junge Familien schaffen möchte. Die Verwaltung soll nun eine Bauberatung durchführen, danach wird die geänderte Planung dem Ausschuss erneut zur Beratung vorgelegt.

Sieben Antragsteller wollen neue Einfamilienhäuser bauen: Janina und Ralf Medick in der Amundsenstraße (mit Garage und Anbau), Ulrike und Andreas Janson in Thölau (mit Carport), Claudia und Sebastian Seibt in der Albert-Einstein-Straße 9 (mit Doppelgarage), Marco Renner in der Albert-Einstein-Straße 11, Stephanie und Daniel Philipp in der Leutendorfer Flurstraße (mit Garage) sowie Stefanie und Goran Pejic im Maiglöckchenweg 13 (mit Doppelgarage). Diesen Anträgen stimmten die Ausschussmitglieder ebenso zu wie den Vorhaben von Petra Bindig, die in der Rosenstraße 93 einen Wintergarten anbauen möchte, und Julia und Johannes Reimchen, die in der Damaschkestraße 56 ein Gartenhaus bauen wollen.

Zur Kenntnis nahmen die Räte die Planung für den barrierefreien Umbau der Fußgängerüberwege am Berliner Platz. Rollstuhlfahrer erachten den Umbau für wichtig, weil sie es trotz relativ niedriger Bordhöhen wegen des unebenen Pflasters nicht schaffen, ohne fremde Hilfe die Kanten in beide Richtungen zu überwinden. Für Sehbehinderte sind zudem keinerlei Leitlinien vorhanden. Diese Übergänge werden von den Bewohnern der K&S-Residenz und des Martin-Schalling-Hauses genutzt, um zum westlichen Markteingang sowie zum Stadtpark zu gelangen. Für die Gehbehinderten wird nun eine ebene Querung eingebaut, die Sehbehinderten erhalten einen sechs Zentimeter hohen Bordstein, der für sie leichter und sicherer zu ertasten ist.

Keine Einwände gab es gegen drei Bauleitplanverfahren der Nachbarstadt Waldershof. Sie möchte den Bebauungsplan "Ehemaliges Rosenthal-Gelände" ändern, um dort auf einer Teilfläche einen Bikepark mit Pumptrack zu schaffen. Zudem soll im Gebiet "Erweiterung im obern Kirchsteig" neuer Baugrund geschaffen werden. Das Gewerbegebiet "Westlich der Marktredwitzer Straße" wird geringfügig nach Süden vergrößert. Die Ausschuss-Mitglieder sahen städtebauliche Belange der Stadt Marktredwitz jeweils nicht berührt.

Der Bauleitplanung der Stadt Bayreuth stimmten die Räte ebenfalls zu, vorausgesetzt, die Empfehlungen aus dem Gutachten der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung werden eingehalten. Auf dem Gelände der ehemaligen Markgrafen-Kaserne sollen XXXLutz und Mömax angesiedelt werden.

Autor

Rainer Maier
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Veröffentlicht am:
03. 07. 2019
17:22 Uhr

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Autor

Rainer Maier

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Veröffentlicht am:
03. 07. 2019
17:22 Uhr



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