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Marktredwitz

Schmierfinken und Randalierer unterwegs

Seit der Neugestaltung des Stadtparks vor zwei Jahren war es ruhig um die Wohlfühloase. Vergangene Woche hinterließen Chaoten eine Spur der Verwüstung.



Im Waldershofer Stadtpark haben unbekannte Randalierer in der vergangenen Woche ihr Unwesen getrieben. Sie rissen den Holz-Thron aus seiner Verankerung und verunstalteten zahlreiche Spielgeräte und Sitzgelegenheiten. Die Zahl 187 ist ein gebräuchlicher Hinweis auf Straßenbanden in Großstädten. Die Stadt bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Fotos: pr.
Im Waldershofer Stadtpark haben unbekannte Randalierer in der vergangenen Woche ihr Unwesen getrieben. Sie rissen den Holz-Thron aus seiner Verankerung und verunstalteten zahlreiche Spielgeräte und Sitzgelegenheiten. Die Zahl 187 ist ein gebräuchlicher Hinweis auf Straßenbanden in Großstädten. Die Stadt bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Fotos: pr.  

Waldershof - Im Stadtpark der Kösseinestadt haben sich in früheren Zeiten oft Schmierer und Randalierer verausgabt. Seit der Neugestaltung vor zwei Jahren hat sich die Situation deutlich verbessert. Bis vergangene Woche: Unbekannte haben den Park verwüstet, Sitzgelegenheiten mit Farbe besprüht und den Holz-Thron aus seiner Verankerung gerissen.

Dabei nahmen alle Generationen die neue Wohlfühloase inmitten der Stadt gerne als Treffpunkt an. Viele Bürger, die vor der Neugestaltung nur ungern den Park aufsuchten, nutzten nun alle angebotenen Möglichkeiten, um sich im Park zu entspannen. Mütter mit ihren Kindern bevölkern bei guter Witterung den Wasserspielplatz und nutzen die aufgestellten Spielgeräte.

Ältere Kinder tummeln sich an Spielstationen, viele Sportler trainieren an der Calisthenics-Anlage mit dem eigenen Körpergewicht. Die Ruhebänke laden vor allem ältere Menschen zum Verweilen ein. Ebenfalls sehr gefragt ist die Feuerstelle mit Steinsitzgelegenheiten, an denen jeder in der freien Natur grillen kann.

Doch das idyllische Bild haben Einzelne nun zerstört. All diese Vorzüge scheinen in den Augen der Schmierfinken und Chaoten keinen Wert zu haben. Bereits vor zwei Wochen suchten Unbekannte den Spielplatz im Wohngebiet am Federacker heim und beschmierten dort alle aufgestellten Spielgeräte.

In der vergangenen Woche war nun der Stadtpark das Ziel der Rowdys. Sie rissen den Holz-Thron, der verankert auf einem Pflaster-Rondell stand, aus seiner Verankerung, verunstalteten die Granitsteine mit Graffiti-Sprühereien und beschmierten die Spielgeräte für Kinder mit Farbe.

Eine künstlerische Note war dabei nicht zu erkennen. Auch in der angrenzenden Walbenreuther Straße trieben die Unbekannten ihr Unwesen: Sie rissen Straßenschilder aus der Verankerung und verteilten sie auf den Parkplätzen. In der Havilandstraße beschmierten sie zwei Garagen, und im Laufe dieser Woche wurden die Hinweistafel und der Granitblock an der Rodenzenreuther Straße vor dem Schwimmbad, der anlässlich der Gartenschau in Marktredwitz aufgestellt worden war, das Opfer der Schmierer. Der angerichtete Schaden dürfte mehrere Tausend Euro betragen.

Im Gespräch mit der Frankenpost sagte Bürgermeisterin Friederike Sonnemann: "Ich bin maßlos enttäuscht, dass diese Einrichtung so missbraucht wird." Das Stadtoberhaupt versteht die Welt nicht mehr und ergänzt: "Die Bürgerinnen und Bürger haben den neugestalteten Stadtpark sehr gut angenommen und nutzen ihn als Treff für alle Generationen. Ich hoffe, dass sich die Besucher durch diese Vorfälle nicht abschrecken lassen und ihren Park wie gewohnt nutzen."

Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes sind derzeit damit beschäftigt, die gröbsten Verunreinigungen zu beseitigen. Gerade die Schmierereien an den Granitsteinen lassen sich jedoch nicht so einfach entfernen.

Um zukünftig der Zerstörungswut entgegenzuwirken und diese zu verhindern, wird in den kommenden Wochen eine Überwachungskamera installiert. Dazu Sonnemann: "Wir würden gerne auf diese Maßnahme verzichten, sehen aber durch die Geschehnisse der letzten Wochen keine andere Möglichkeit, Vergleichbares zu verhindern und eventuell die Täter zu ermitteln."

Schon jetzt appelliert das Stadtoberhaupt an die Bürgerinnen und Bürger, eventuelle Beobachtungen zu melden, die selbstverständlich vertraulich behandelt werden. Die Stadt hat bei der Polizeiinspektion Tirschenreuth bereits Anzeige erstattet. In den Sozialen Medien wird die Zerstörungswut in Waldershof sehr häufig diskutiert.

Autor

Oswald Zintl
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Veröffentlicht am:
23. 08. 2018
17:06 Uhr

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Oswald Zintl

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23. 08. 2018
17:06 Uhr



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