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Marktredwitz

Schüler demonstrieren für Umweltschutz

Globalen Klima-Protesten schließen sich erstmals rund 200 Jugendliche und etliche Erwachsene in Marktredwitz an. Gymnasiasten rufen zum Streik nach Schulschluss auf.



Marktredwitz - "Rettet die Eisbären." - "Ich sehe das Meer vor lauter Plastik nicht." - "Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wäre nur deine Schuld, wenn sie so bleibt. Weil jeder, der die Welt nicht ändern will, ihr Todesurteil unterschreibt."

15.03.2019 - Fridays for future Marktredwitz - Foto: Florian Miedl

Fridays for Future Marktredwitz Marktredwitz
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Mit Schirmen und Schildern bewaffnet, zogen Klima-Aktivisten am Freitagnachmittag vom Marktredwitzer Schulzentrum durch die Innenstadt bis in den Auenpark. Trotz des Dauerregens machten sich etwa 200 Jugendliche für die Rettung der Umwelt stark, unterstützt von etlichen Eltern sowie lokalen Vertretern der SPD, der Grünen, des Bunds Naturschutz sowie der Bürgerinitiativen gegen die Monster-Trasse. Auch Stefan Niedermeier, Leiter des Marktredwitzer Gymnasiums, sowie sein Kollege Joachim Zembsch vom Wunsiedler Gymnasium gingen mit auf die Straße.

Die Schüler im Fichtelgebirge hatten sich erstmals der weltweiten, seit Monaten wachsenden Jugendbewegung angeschlossen, die die Klimaerwärmung stoppen will. Auf Initiative der schwedischen Klima-Aktivistin Greta Thunberg gab es unter dem Motto Fridays for Future am Freitag insgesamt 1769 Demonstrationen in 112 Ländern, erklärte die Marktredwitzer Gymnasiastin Miriam Andritzky. Annika Küspert vom Luisenburg-Gymnasium machte klar, wie ernst das Problem ist: Experten zufolge dauere es nur noch zwölf Jahre, bis die Klimaerwärmung irreparable Schäden verursacht habe: "In zwölf Jahren bin ich 28 und will sorgenfrei in mein Leben starten", rief Küspert. Daher lasse sie sich nicht von sogenannten Profis vorschreiben, sie solle ruhig sein. 12 000 Wissenschaftler warnten heute bereits vor den lebensbedrohlichen Folgen der Klimaerwärmung. "Statt über unsere Bewegung zu spotten, sollte die AfD Hochfranken lieber faktenorientierte Politik machen", betonte Küspert.

"Ihr habt kein Recht, die Zukunft zu zerstören", "Leute, lasst das Gaffen sein, reiht euch in die Demo ein" und "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unserer Zukunft klaut" skandierten die Demonstranten auf ihrem friedlichen Marsch durch die Innenstadt. Immer wieder forderten die Redner eine zukunftsorientierte Energiepolitik mit Kehrtwenden in den Bereichen Mobilität, Plastikmüll, Landwirtschaft und Konsum. "Vor allem beim Konsum sind wir alle gefragt", betonte Karl Benes von der Grünen-Jugend. "Es muss viel geschehen, wenn wir diesen Planeten erhalten wollen", sagte Martha Blumenthaler von den Jusos.

Harsche Kritik übten die Schüler immer wieder am öffentlichen Nahverkehr im Fichtelgebirge. Es gebe viel zu wenig Verbindungen, obendrein seien sie zu teuer. Die Aktivisten forderten deutschlandweit kostenlose Tickets für Jugendliche.

Elftklässlerin Madeleine Schneider zeigte auf, wie Schüler selbst handeln könnten: Leitungswasser trinken statt Flaschen zu kaufen, eigene Taschen statt Plastiktüten benutzen, recyceln statt wegwerfen sowie Fahrrad, Bahn oder Bus statt Auto fahren. Schneider weiter: "Wir schwänzen keine Schule. Wir sind hier, weil uns unser Leben in Zukunft wichtig ist!"

 

Organisations-Team

Maximilian Fischer (Q 12), Miriam Andritzky (Q 11), Laura Fischer (Q 11), Jan Meuche (Q 11), Magdalena Waldmann (Q 11), Emine Öztürk (Q 11), Katharina Korf (Q12) und Madeleine Schneider (Q11) aus dem Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz organisierten die Klima-Demo, beteiligt war auch Schülersprecherin Annika Küspert vom Luisenburg-Gymnasium Wunsiedel. Moderiert hat Lucy Hofmann (Q12 Marktredwitz), weil Katharina Korf krank geworden ist.

 

Lesen Sie dazu auch den Frankenpost-Kommentar "Demos verändern das Denken"

Autor

Brigitte Gschwendtner
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Veröffentlicht am:
15. 03. 2019
18:18 Uhr

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Autor

Brigitte Gschwendtner

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Veröffentlicht am:
15. 03. 2019
18:18 Uhr



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