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Marktredwitz

Sonnemann plädiert für Konsens

Die lebendige Demokratie steht für Bürgermeisterin Friederike Sonnemann im Vordergrund. Kommunikation hält sie für das A und O der Kommunalpolitik.



Silvia Schraml und Katharina Scherl verwandelten sich bei ihrer Performance zum Neujahrsempfang in "lebende Leinwände".	Fotos: Oswald Zintl
Silvia Schraml und Katharina Scherl verwandelten sich bei ihrer Performance zum Neujahrsempfang in "lebende Leinwände". Fotos: Oswald Zintl  

Waldershof -- Der Neujahrempfang in der Kösseinestadt ist für Bürgermeisterin Friederike Sonnemann und die Stadtverwaltung ein wichtiger Termin, um den Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen und Selbstständigen zu pflegen und zudem ein Forum für das Netzwerken und den Meinungsaustausch zu bieten. "Eine lebendige Demokratie lebt schließlich vom aktiven Dialog, von der aktiven Debatte. Kommunikation ist das A und O - vor allem in der Kommunalpolitik", machte die Bürgermeisterin bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste in der Aula der Jobst-vom-Brandt-Schule deutlich. Auf die Politik vor Ort eingehend sagte Sonnemann, dass bei allen Diskussionen und Debatten auch die Ereignisse in der Welt in die Betrachtungen einfließen müssen. "Wir leben schließlich nicht auf einer Insel der Glückseligen, die von der Umwelt abgekoppelt ist. Wir erleben derzeit mehr und mehr, dass das Prinzip der Konfrontation die globale Politik bestimmt", erklärte die Bürgermeisterin und verwies unter anderem auf den Handelsstreit zwischen den USA und China, dessen Auswirkungen auch Europa und somit auch die Wirtschaft vor Ort betreffe. Die liberale Demokratie mit Toleranz, individueller Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und freien Medien stehe in Konkurrenz zu autoritären Systemen, die freie und faire Wahlen ablehnten, Freiheiten des Einzelnen beschnitten und Rechtsstaatlichkeit durch Willkür ersetzten.

Für Friederike Sonnemann stand fest: "Wir müssen uns klar zu unseren Werten bekennen, die wir auch im täglichen Miteinander leben sollten und müssen bereit sein, diese vor Ort zu verteidigen." Damit spannte die Bürgermeisterin den Bogen zur Wirtschaft und machte sehr klar deutlich, dass die heimischen Unternehmen von fairen, offenen Märkten profitierten. So könnten sie sichere Arbeitsplätze bieten, damit das Gemeinwohl fördern und eine funktionierende Infrastruktur ermöglichen. Sonnemanns Appell für 2019 an die Bürgerinnen und Bürger: "Bringen Sie sich in die politische Diskussion ein, engagieren Sie sich in Vereinen und in sozialen Bereichen: Das hält unsere Demokratie am Leben - nur so können wir unsere Werte verteidigen." Auf die Arbeit im Stadtrat eingehend, stellte die Bürgermeisterin fest: "Wir streiten oft heftig, wir diskutieren oft stundenlang, wir haben unterschiedliche Ansichten, was das Beste für die Menschen ist. Doch am Ende finden wir eine gemeinsame Lösung, einen Konsens."

Das Wohl der Stadt, sagte Sonnemann weiter, sei sehr eng damit verbunden, den Wirtschaftsstandort weiter zu stärken und den Menschen gute Voraussetzungen zum Leben und Arbeiten zu bieten. Deshalb werde die Stadt in den kommenden Monaten alles daran setzen, die Erschließung der Rosenthal-Brache voranzutreiben, weitere Baugebiete auszuweisen und die Attraktivität des Stadtparks - als Erholungs-Oase und Treffpunkt aller Generationen im Herzen der Stadt - noch attraktiver zu gestalten. Die Barriere-Freiheit bezeichnete die Bürgermeisterin als soziales Recht, dem die Stadt in den kommenden Monaten im Bereich der Schule und des Friedhofes Rechnung tragen werde.

Weiter stehen auf der Agenda der Bürgermeisterin eine bürgerfreundliche Verwaltung mit vielen Angeboten, die von Zuhause aus wahrgenommen werden könnten, und ein aktiver Umweltschutz - mit Baumpflanzungen und dem Anlegen von Grünflächen, um dem Klimawandel aktiv entgegenzuwirken. "Dieses Geld für den aktiven Umweltschutz ist gut investiert, auch im Sinne unserer Kinder und Enkel", ergänzte Friederike Sonnemann.

Zwei weiß gekleidete Stelzenläuferinnen hatten die Besucher des Neujahrsempfangs in der Aula mit einem Glas Sekt empfangen. Nach der Ansprache der Bürgermeisterin wurden wie immer das Waldershofer Heimatlied, die Bayern-Hymne und das Deutschlandlied gemeinsam angestimmt. Bevor es dann für die Gäste Zoigl und kleine Snacks gab, durften sie eine "lebende Leinwand" bestaunen. Weiße Gestalten wurden zu Projektionsflächen. In kurzen Szenarien fingen sie Bilder ein, ließen sie verschwinden und teilten sie. Auf diesen "lebenden Leinwänden" waren ganze Theatersequenzen zu sehen. Zum Abschluss zauberte eine Akteurin noch viele bunte Lichtelemente auf die Bühne.

Neben den Neujahrswünschen für alle Einwohner sprach Sonnemann auch den ehrenamtlich engagierten Waldershofern ihren Dank aus.

Wir müssen uns klar zu

unseren Werten bekennen, die wir auch im täglichen

Miteinander leben sollten.


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Bürgermeisterin

Friederike Sonnemann


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Oswald Zintl
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Veröffentlicht am:
13. 01. 2019
18:04 Uhr

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Oswald Zintl

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13. 01. 2019
18:04 Uhr



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