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Münchberg

Gesangverein hilft in Kenia

Kai Konrad plant mit seinen Chorsängern wieder Großes: Nächstes Jahr möchte er mit kenianischen Waisenkindern Lieder erarbeiten und aufführen.



Die Streitauerin Tanja Reinboth informiert über ein Hilfsprojekt in Kenia, das der Gesangverein Streitau mit seinem musikalischen Leiter Kai Konrad im kommenden Jahr unterstützen möchte.	Foto: Harald Judas
Die Streitauerin Tanja Reinboth informiert über ein Hilfsprojekt in Kenia, das der Gesangverein Streitau mit seinem musikalischen Leiter Kai Konrad im kommenden Jahr unterstützen möchte. Foto: Harald Judas  

Streitau - Kinder in Afrika haben oft keine Chance, außer es kommt Hilfe von außen. Ein Waisenhaus in Kenia hat nun der Gesangverein Streitau im Visier und möchte dort im kommenden Jahr mit einem Musikprojekt vor Ort helfen. Der Verein unterstützt damit die Streitauerin Tanja Reinboth, die sich schon seit Jahren als Flugbegleiterin mit ihren Kolleginnen des Waisenhauses in Bamburi, einem nördlichen Stadtteil von Mombasa angenommen hat.

Gut zu wissen

Mit dem Infoabend starteten auch offene monatliche Kulturstammtische. Der nächste Termin ist am 27. Oktober um 19 Uhr. Thema: "Wie im Himmel - Filmabend (fast wie in Streitau)".


Nun wird also der Gesangverein im kommenden August nach Mombasa fliegen. Geplant ist ein Musikprojekt, das eine Woche dauern soll, sagt Chorleiter Kai Konrad nun bei einem Infoabend im Kulturzentrum Notenbank. In der Woche sei ein strammes Programm vorgesehen.

"Wir werden von den Kindern und Jugendlichen verfasste Texte in eine musikalische Form betten und sie dann im Waisenhaus mit den Kindern erarbeiten und aufführen", berichtet Kai Konrad. Die so entstandenen Songs sollen in einem Liederbuch zusammengefasst werden. Alois Kuhn, Karikaturist und Tenor im Streitauer Chor, möchte sie gemeinsam mit den kenianischen Kindern illustrieren.

Bei einem Infoabend informierte auch Tanja Reinboth mit Filmen und Bildern über das Waisenhaus. "Schon seit vielen Jahren unterstützen Flugbegleiter und Piloten der Condor das Waisenhaus", führte sie aus. Ausführlich stellte sie dann im Bild Mama Jane Karigoo vor, die das Waisenhaus gegründet hat und sich persönlich um die knapp 50 Waisenkinder kümmert.

"Das Projekt gibt es seit 20 Jahren", berichtet sie. Am Anfang stand, dass sie mit Kolleginnen etwas Gutes tun und Hilfsgüter und Kleidung mitnehmen wollte. Doch vor Ort zeigte sich, dass manche Projekte schon ausgiebige Unterstützung aus Europa erfuhren. Sie bekam aber auch den Hinweis, dass es auch andere Objekte gebe - wie das Waisenhaus von Mama Jane.

Wegen der sehr beengten Verhältnisse haben die Verantwortlichen in Kenia schon ein Grundstück gekauft und mit dem Bau eines neuen Heimes begonnen. "Man ist unverändert auf Spenden angewiesen", erklärte Tanja Reinboth, die, immer wenn sie ihr Job nach Mombasa führt, auch selbst einen Abstecher ins Waisenhaus macht. Insgesamt zehn Condor-Mitarbeiter stehen hinter dem Projekt. Sie haben unterschiedliche Aufgaben: "Ich bin für die Paten zuständig", erklärt Tanja Reinboth. Denn mehrere Personen aus unserer Region unterstützen inzwischen Waisenkinder als Paten. Einige der Paten waren Zuhörer des Infoabends.

Die Marktschorgasterin Vanessa Kaznica war in diesem Sommer mehrere Wochen lang beim kenianischen Patenkind vor Ort. Kontakt hält sie über Briefe. Verständigungsschwierigkeiten gebe es nicht, "weil die Englisch können".

Kai Konrad betonte zum Infoabend: "Jeder kann sich zur Reise nach Afrika melden". 20 Anmeldungen und zehn weitere Interessenten gebe es schon, zusätzliche seien erwünscht.

Anfang August sei der Abflug geplant. Geplant sei, dass nach einem Tag der Akklimatisierung das Projekt beginnen soll, wobei nach dem Projekt noch Urlaubstage angehängt werden können. Informieren kann man sich über die Homepage:

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www.gesangverein-streitau.de

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Harald Judas
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Veröffentlicht am:
27. 09. 2017
19:27 Uhr

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Harald Judas

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27. 09. 2017
19:27 Uhr



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