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Münchberg

"Kümmerer" gegen leere Schaufenster

Martin Weigold ist der neue Leerstands-Manager in Helmbrechts. Er sieht sich als Vermittler und wirbt für die Stadt. Verwaiste Zimmer hat der 27-Jährige bereits beseitigt.



Martin Weigold wünscht sich ein Helmbrechts mit belebter Innenstadt. Foto: Patrick Findeiß
Martin Weigold wünscht sich ein Helmbrechts mit belebter Innenstadt. Foto: Patrick Findeiß  

Helmbrechts - Ein undankbarer Job? Martin Weigold schmunzelt. "Schon möglich, dass es lange dauert, bis die Erfolge meiner Arbeit sichtbar werden", mutmaßt er. Und er befürchtet auch, ihm könnte Untätigkeit vorgeworfen werden - wenn Schaufenster in der Stadt leer bleiben. Trotzdem hat sich der 27-Jährige auf die Annonce der Stadt gemeldet und arbeitet seit Anfang Mai als Leerstandsmanager.

Er ist der "Kümmerer", der schon oft im Gespräch war, wenn es um verwaiste Geschäfte in bester Innenstadtlage ging. Seine Stelle hat die Stadt neu geschaffen. Bei Martin Weigold sollen künftig alle Fäden zusammenlaufen. Das heißt, er ist Ansprechpartner für potenzielle Investoren, die ein Gebäude suchen, aber auch für Hauseigentümer.

Seine erste Amtshandlung im Rathaus besteht darin, zunächst alle Leerstände zu erfassen. Eine Liste davon gibt es zwar noch aus dem Jahr 2009, doch sie muss aktualisiert werden. Dabei sei es oft gar nicht so leicht, an die Eigentümer von leeren Gebäuden heranzukommen, hat er bereits feststellen müssen.

Erreicht er sie, fragt Weigold nicht nur an, was die Eigentümer mit den Objekten vorhaben, sondern informiert auch über Fördermaßnahmen. In Helmbrechts gibt es zum Beispiel das "Fassadenprogramm". Es soll einen Anreiz schaffen, in die Häuser zu investieren und damit das Stadtbild zu verschönern. Auch Wohnungen im Zentrum sind durch die Zuschüsse bereits entstanden.

Der neue Mitarbeiter im Rathaus will eng mit dem Leerstandsmanager des Landkreises, Fabian Höhne, zusammenarbeiten. Mit ihm ist er zurzeit auch viel unterwegs.

Außerdem hat Weigold noch einen zweiten Job. Seine Stelle ist gesplittet in Leerstandsmanagement und Öffentlichkeitsarbeit. "Das eine hängt mit dem anderen zusammen", findet er. Denn wenn er gute Werbung für Helmbrechts macht, kann das Investoren anlocken. Der 27-Jährige setzt auf die neuen Medien. So hat er bereits eine Facebook-Seite für die Stadt gestaltet, die er mit Meldungen bestückt. Damit will er vor allem die Jüngeren ansprechen und für Helmbrechts begeistern.

Ein echter "Helmetzer" ist Martin Weigold nicht ganz. Seine Großeltern stammen von hier, er selbst jedoch aus Hof. Studiert hat er in Chemnitz, Politikwissenschaft und Germanistik. Danach hat er als Projektmanager gearbeitet. Für seinen Bachelor hat er bereits 2015 ein Praktikum in der Stadtverwaltung im Helmbrechtser Rathaus absolviert. Somit ist ihm sein neuer Arbeitsplatz nicht fremd.

Die Stelle kam für ihn zum richtigen Zeitpunkt. Er sieht sie als Chance, in der Region zu arbeiten. "Ich möchte in meiner Heimat etwas Positives bewirken", erklärt er seine Motivation. Der Innenstadt würde er gerne zu neuem Leben verhelfen. Durch seine Arbeit soll sich die Zahl der Leerstände verringern. Leere Räume hat er schon beseitigt - und zwar im Rathaus. Weil er das Büro von Heinz König bekommen wird, zieht der Organisator der Kulturwelten in das alte Einwohnermeldeamt im Erdgeschoss. Es ist durch den Umbau zum Bürgerbüro frei geworden.

Zurzeit pendelt Weigold noch zwischen Chemnitz und Hof, wo seine Eltern leben. Zum Ende des Jahres will er aber in die Nähe von Helmbrechts ziehen.

Autor

Claudia Sebert
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Veröffentlicht am:
06. 06. 2019
19:04 Uhr

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Claudia Sebert

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06. 06. 2019
19:04 Uhr



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