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Long-Horn-Ranch erfüllt Kinderträume

Petra Lang macht es möglich: Kinder dürfen Freundschaft mit Pferden schließen. Neben Reiten und Streicheln kommt auch die ernsthafte Arbeit nicht zu kurz.



Nach dem Ausritt gibt's Streicheleinheiten, wie auf dem Bild von Lea für den Haflinger Willi. Fotos: Hüttner
Nach dem Ausritt gibt's Streicheleinheiten, wie auf dem Bild von Lea für den Haflinger Willi. Fotos: Hüttner   » zu den Bildern

Geroldsgrün-Langenbach - Fast jedes kleine Mädchen träumt von einem eigenen Pferd - oder zumindest vom Reiten. Zumindest letzteren Wunsch hat in den die Sommerferien die Long-Horn-Ranch erfüllt - als Dank gab es leuchtende Kinderaugen. Besitzerin Petra Lang kann sich gut in die Kinder hineinfühlen. "Ich war selbst schon immer pferdenärrisch. Auf jedem Bild in der Schule war ein Pferd mit drauf, aber mir konnte der Wunsch nach Reiten und Pferd damals nicht erfüllt werden", erzählt sie. Selbst in ihren kühnsten Träumen hätte sie es nicht für möglich gehalten, was später geschah: 2014 kamen die ersten Pferde. "Das war auch nur durch meinen Mann möglich", sagt Petra Lang und dankt dafür. Sechs Pferde nennt Petra Lang nun ihr Eigen, manche hat sie aus zweifelhaften Haltungen herausgekauft.

Reitunterricht gibt es auf der Long-Horn-Ranch allerdings nicht, "sondern nur Kontakte mit Pferden, denn wir haben keine Schul-, sondern Freizeitpferde", erklärt Petra Lang. Aber natürlich dürfen die jungen Gäste auch reiten. Von den Kindern verlangt Petra Lang als Gegenleistung kleine Arbeiten wie Striegeln, Ausmisten der Ställe oder Putzen von Sattelzeug. "Aber das übernehmen sie gern."

Unterstützt wird Petra Lang neben ihrem Mann Siegfried Horn (deshalb auch der Name Long-Horn-Ranch) von Lisa Färber, Moni Spörl, Sabine Sell und Pia Thomä, die alle das Westernreiten pflegen. Die Kinder dürfen nach Absprache kommen, "und wenn geritten wird, dann führt immer ein Erwachsener ein Pferd", erzählt "Mama Petra", wie sie in der eingeschworenen Reitgemeinschaft liebevoll genannt wird.

"Wir leben hier gemeinsam unseren Traum", schwärmt Moni Spörl, die schon mal dem siebenjährigen Haflinger Willi das Sattelzeug auflegt. Lea darf auf dem sanften Tier aufsitzen. "Arme links und rechts ausstrecken", sagt die Führerin Lisa Färber und erklärt: Die Übung sei gut für das Gleichgewicht und das Halten der Balance, wie auch wenig später das rückwärtige Reiten. Die beiden Mädchen Nina und Lea sind begeistert. Vorab gab es "Bodenarbeit": In einem Parcours führten die Mädchen ihre Mini-Shettys Lisa und Mona mit Kommandos wie "Obacht" oder leichtem Halsklopfen.

Petra Lang unterstreicht, dass Pferde, auch die Mini-Shettys, kein Spielzeug sind. "Sollte man dieser Annahme sein, kann das nach hinten losgehen." Manchmal hätten die Tiere "keinen Bock". "Es braucht Aufsicht und Erfahrung von Erwachsenen."

Neun Kinder, überwiegend Mädchen, haben während der Ferien die Long-Horn-Ranch besucht. "Die Jungen wollten mehr arbeiten, Heusäcke stopfen oder Stall ausmisten", berichtet Petra Lang schmunzelnd.

Für die "Bodenarbeit" mit den Pferden gibt es einen kleinen abgetrennten Bereich mit Pylonen und Stangen. Manches Tier braucht dazu Ermunterung oder sanften Druck. Aber Hilfe steht jederzeit parat. Sicherheit wird dabei großgeschrieben. Vor dem Aufsteigen wird ein Reiterhelm aufgesetzt, außerdem legen die Kinder einen Wirbelsäulenschutz an. "Das Reiten sieht immer so harmlos aus, aber es sind Tiere, und man kann nicht in deren Köpfe schauen. Auch lammfromme Pferde können mal anders", weiß Petra Lang, die auch darauf pocht, dass die Regeln auf der Ranch eingehalten werden. "Bei uns wird nicht gerannt und auch nicht rumgeschrien, und wer sich nicht an die Anweisungen hält, der kommt kein zweites Mal."

Nach dem Ausritt gibt es Streicheleinheiten für die Tiere. Die Mädchen kraulen Hälse und kuscheln sich richtig an die Tiere. Es ist Ein schönes Erlebnis, die Zeit mit einem Pferd, eine Mischung aus Arbeit und Vergnügen. Zum Abschluss gibt es für jedes Kind eine Urkunde, ein Bündel Mähnenhaar und ein "goldenes" Hufeisen als Erinnerung. Und wer weiß, vielleicht sind sie ja schon bald wieder zu Gast und genießen die geschenkte Zeit mit Pferden.

Autor

Sandra Hüttner
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Veröffentlicht am:
01. 09. 2018
00:00 Uhr

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Sandra Hüttner

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01. 09. 2018
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