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Naila

Medaillen, Nadeln und ein Händedruck

Sie sind für andere da und fragen nicht nach Lohn. Die Stadt Naila bedankt sich für einen tollen Teich, Hilfe für Arme und einen Dienst mit Risiko und würdigt eine Kämpfernatur.



Das Engagement der "Teichgrafen" Gerhard Meister, Klaus Strobel und Eduard Meister (von links) war der Stadt eine Ehrung wert. Fotos: Michael Spindler
Das Engagement der "Teichgrafen" Gerhard Meister, Klaus Strobel und Eduard Meister (von links) war der Stadt eine Ehrung wert. Fotos: Michael Spindler   » zu den Bildern

Naila - Der Stadt Naila ist das Ehrenamt viel wert: zum Beispiel Ehrennadeln in Feinsilber oder - vielmehr - Anerkennung, und davon nicht zu knapp. Während des Neujahrsempfanges der Stadt Naila in der Frankenhalle (wir berichteten) verteilte Bürgermeister Frank Stumpf viele Urkunden, zeigte sich aber auch gerührt angesichts von Leistungen, die in vielerlei Form herausstechen. Sechs Mal rief er verdiente Nailaer auf die Bühne und sagte: "Sie fragen nicht nach irgendeiner Vergütung, sondern stellen ihre Arbeitskraft und Ihre Fähigkeiten der Gesellschaft für ein Umsonst zur Verfügung."

Ehrenamt

"Damit das ehrenamtliche Engagement in unserer Stadt auch in Zukunft erhalten bleibt, müssen sich immer wieder Menschen bereit erklären, sich für andere einzusetzen", sagte der Nailaer Bürgermeister Frank Stumpf zum Abschluss des Neujahrsempfangs der Stadt. Und er zeigte sich zuversichtlich und zitierte aus einer Umfrage: "Die Bereitschaft zum bürgerlichen Engagement für die Allgemeinheit wird häufig unterschätzt. In einer repräsentativen Befragung in München, erklärten sich 38 Prozent bereit, sich zu engagieren."

Wie groß das Spektrum des Engagements haben kann, zeigte der Empfang. Von Teichwirten über einen Brandschützer bis zu einer herausragenden Sportlerin reichte es.

 

"Ist das nicht schön - einfach so nebenher!" Für die "Marlesreuther Teichgrafen" hatte Bürgermeister Stumpf viele lobende Worte. Was Klaus Strobel, Gerhard Meister und Eduard Meister seit 1992 in ihrem Dorf geschaffen haben, mag nicht spektakulär sein, beweist aber Sinn für die Gemeinschaft. Was der Feuerlöschteich in Marlesreuth war, ist dank der drei Herren zu einem lauschigen Platz geworden. Sie haben Beete angelegt; Enten, Gänse und Fische haben sie dort heimisch gemacht, und eine Sitzbank bietet Platz für alle im Dorf, die mal verschnaufen oder plaudern möchten. Die Hege und Pflege, die dauerhaft notwendig ist, liegt in den Händen der "Teichgrafen", wie sie sich nennen. "Und das alles still und leise", betonte Stumpf. Dieses besondere Engagement hat die Stadt Naila mit einer Ehrung bedacht.

Sie scheint notwendiger denn je, trotz Wirtschaftswachstum und sinkender Arbeitslosenrate im Land: die "Tafel ". Fast 1000 von ihnen gibt es, seit gut zehn Jahren auch eine in Naila. Dass die Verteilstelle für Lebensmittel, die für Menschen in Armut gedacht sind, existiert, ist dem Einsatz von Hannelore Grafen-Walther, Dr. Wolfgang Grafen und Bärbel Lommer zu verdanken. Was einer Idee des Lions-Clubs entsprang, ist fast schon zu einem kleinem Betrieb auf ehrenamtlicher Basis geworden, an dem bis zu 20 Helfer pro Ausgabetag eingespannt sind. Hannelore Grafen-Walther und Dr. Wolfgang Grafen sind die Gründungspaten, Lommer organisiert das Ganze als stellvertretende Leiterin. Und ihr Engagement ist gefragt. "Zurzeit kommen wöchentlich zwischen 130 und 150 Bürgerinnen und Bürger zur Ausgabestelle im Gemeindesaal der katholischen Kirche", betonte der Bürgermeister. Dieses Trio ehrte die Stadt, Stumpf bat auch weitere Helfer der "Tafel" nach vorne, um ihnen zu danken.

10.01.2019 - Neujahrsempfang Stadt Naila - Foto: Michael Spindler

Neujahrsempfang Stadt Naila
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Was der Verein für Sport und Gymnastik Marxgrün an Brigitte Witzgall hat, ist viel. "Sie hat das Fortbestehen des Vereins gesichert", machte Bürgermeister Frank Stumpf klar. Nach dem Tod der bisherigen Vorsitzenden Annemarie Wülfert sprang Witzgall in die Bresche und führt seit 2017 den Verein, an der offensichtlich ihr Herz hängt. Denn sie ist dort auch seit 30 Jahren Übungsleiterin. Ihr Einsatz für andere geht aber noch weiter. Brigitte Witzgall bringt sich auch im Mehrgenerationenhaus der Diakonie in Naila ein. Auch viele Schüler kennen sie: Seit acht Jahren arbeitet sie in der Hausaufgabenbetreuung der Grundschule mit. Für so viel Engagement, so beschloss es der Stadtrat, gibt es die Ehrennadel der Stadt Naila.

Zusammenzufassen, wo Kegler Claus Hartmann mit anpackt, damit hatte Bürgermeister Stumpf fast schon seine Mühe. "Er ist immer da, wenn man ihn braucht", war das schlüssige Fazit. Hartmanns Namen bringt man in der Stadt mit dem SKC 63 Naila in Verbindung. Seit 1977 ist er dort aktiver Sportkegler, hat mehr als 1000 Spiele abgeliefert, seit 1987 ist der Kegler des Jahrgangs 1967 bei der Herrenmannschaft dabei. Dabei heimste er Titel wie Stadt- und Kreismeister ein. Sein sportliches Engagement endet damit aber nicht. Hartmann war Sport- und Bahnwart, Schiedsrichter und vier Jahre stellvertretender Vorsitzender seines Vereins. Seit 2014 fungiert der Sportkegler als Sport- und Jugendwart des SKC. "Er macht den Namen der Stadt Naila weit über ihre Grenzen hinaus bekannt", lobte der Rathauschef, Darüber hinaus betreut der Nailaer auch die Jugend in Münchberg und begleitet sie bei allen Spielen. Diesen langjährigen sportlichen und sozialen Einsatz würdigte die Stadt Naila mit der Ehrennadel.

Bei Sandra Spörl entwickelte sich die Leidenschaft fürs Laufen schon bald. "Aus Spaß und ohne Wettkampfambitionen ist sie seit ihrer Jugend gelaufen. In der Schulzeit startete sie aber bereits bei den Schul-Kreismeisterschaften im 3000- und 5000-Meter-Lauf", sagte Frank Stumpf. Dies tun nicht wenige, aber nur wenige gehen trotz einer chronischen Krankheit, die sie behindert, an den Start und laufen und laufen und laufen - und zwar nicht in der Gruppe der Sportler mit Handicap, wie der Bürgermeister betonte. 2005 lief die Sportlerin ihren ersten Wettkampf, seither sammelte sie bei Halbmarathons und anderen Langstrecken-Wettkämpfen reihenweise erste Plätze. Und sie lief 2014 beim Transalpinrun mit: An acht Tagen mit über 290 Kilometern überwand sie in den Alpen 15 000 Höhenmeter. "Respekt!", sagte Stumpf. Ihr größter Erfolg nun datiert vom April 2018: Seitdem darf sie sich bayerische Meisterin im Halbmarathon in der Altersklasse W 40 nennen. Dieser Erfolg brachte den Stadtrat dazu, Sandra Spörl die Sportmedaille der Stadt Naila zu verleihen.

Er hat viel erlebt in seinem Amt, aber Hans Münzer brachte nichts vom Weg ab. "Am Tag, in der Nacht, am Feiertag - wenn der Alarm kommt, geht es raus. Und das immer mit Risiko verbunden", sagte der Bürgermeister über den Feuerwehrmann, der 18 Jahre lang Kommandant in Naila war - so lange wie keiner in den letzten Jahrzehnten. Zuvor war er sechs Jahre lang stellvertretender Kommandant. Erst vor wenigen Tagen hat er sein Amt niedergelegt und blickt auf eine lange Laufbahn bei der Freiwilligen Feuerwehr zurück. Münzer war nicht nur Kommandant, sondern er ist auch Kreisbrandmeister, im Feuerwehrverein fungierte er als stellvertretender Vorsitzender. Stumpf über Münzer: "Er ist ein Garant für Hilfsbereitschaft und Sicherheit." Der Hauptbrandmeister habe auch nie die Verantwortung gescheut. An Ausgaben für die Feuerwehr von über zehn Millionen Euro sei er in der langen Zeit beteiligt gewesen. Dieser Einsatz für alle ist der Stadt eine hohe Würdigung wert, Bürgermeister Stumpf: "Der Stadtrat hat beschlossen, Hans Münzer in Anerkennung seines herausragenden ehrenamtlichen Engagements die Silberne Verdienstmedaille der Stadt Naila zu verleihen."

 

 

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Harald Werder

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Veröffentlicht am:
12. 01. 2019
00:00 Uhr

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