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Flammen richten Unheil an

Feuer zerstört Schreinerei in Pleußen. Es richtet 700 000 Euro Schaden an. Über Stunden hinweg kämpfen die Einsatzkräfte gegen das Feuer, rund 250 Helfer sind vor Ort.



Ein Bild der Zerstörung bot sich am Sonntag nach dem verheerenden Brand in der Pleußener Schreinerei. Fotos: Josef Rosner
Ein Bild der Zerstörung bot sich am Sonntag nach dem verheerenden Brand in der Pleußener Schreinerei. Fotos: Josef Rosner   » zu den Bildern

Pleußen - Es ist der reinste Albtraum für die Familie Rögner in Pleußen: In einer Halle ihrer Schreinerei ist in der Nacht zum Sonntag ein großer Brand ausgebrochen. Das Feuer richtete einen Schaden von 700 000 Euro an.

Großaufgebot

Im Einsatz waren über 200 Aktive und 38 Fahrzeuge der Feuerwehren Pleußen, Mitterteich, Waldsassen, Kondrau, Königshütte, Konnersreuth, Neudorf-Rosenbühl, Wiesau, Schönhaid, Voitenthan, Arzberg und Seußen sowie der Schott-Werkfeuerwehr Mitterteich.

Das Rote Kreuz stellte rund 40 Einsatzkräfte und 17 Fahrzeuge, darunter vier Rettungs- und Krankenwagen aus Mitterteich, Tirschenreuth und Waldsassen sowie zwei Notfall-Krankenwagen der Schnelleinsatzgruppe Transport.

Weitere Einsatzgruppen kümmerten sich um Logistik, Technik, Betreuung und Verpflegung. Die BRK-Fachgruppe UAS ("Unmanned Aerial System") unterstützte die Einsatzleitung mit Aufnahmen einer Drohne. Aus dem Landkreis Neustadt/Waldnaab war ein Einsatzleitwagen der Unterstützungsgruppe Sanitäts-Einsatzleitung entsandt worden. Einen Berater hat auch das Technische Hilfswerk aus Marktredwitz abgestellt.

 

Der 14-jährige Sohn Johannes von Schreinermeister und Betriebsinhaber Peter Rögner hat das Feuer kurz nach drei Uhr morgens entdeckt. Geistesgegenwärtig habe der Jugendliche sofort per Handy die Feuerwehr alarmiert und damit ein schnelles Eingreifen der Helfer ermöglicht, erzählte der Schreinermeister am Tag nach der Katastrophe. Die ersten Einsatzkräfte, die aus der ganzen Umgebung anrückten, waren schon nach kurzer Zeit vor Ort.

 

Ein Brandschützer hat sich während des Einsatzes leicht verletzt und wurde zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden wird derzeit auf rund 700 000 Euro geschätzt. Noch völlig unklar war am Sonntag die Brandursache. Die Sachbearbeitung hat die Polizeiinspektion Waldsassen übernommen, die Ermittlungen zur Brandursache werden in enger Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei geführt.

Wegen der starken Rauchentwicklung konnten sich die Feuerwehrkräfte nur mit Atemschutzausrüstung den Flammen im Gebäude nähern. Wertvolle Dienste leisteten dabei die Drehleitern der Feuerwehren Mitterteich und Waldsassen. Das Löschen der einzelnen Glutnester gestaltete sich problematisch - so mussten etwa größere Teile der Dacheindeckung entfernt werden. Ausgebreitet hatten sich die Flammen vor allem in einer Zwischendecke der Halle.

Nach und nach gelang es mit vereinten Kräften, den Brand einzudämmen. Ein Übergreifen des Feuers auf Wohnhäuser hatte man schon zuvor verhindern können. Leichter Rauch stieg noch Stunden nach dem Ausbruch des Feuers auf. Sicherheitshalber war in der Nähe des Brandorts auch ein Hubschrauberlandeplatz eingerichtet worden.

Mehr als 200 Brandschützer von 13 Feuerwehren aus dem Stiftland und aus dem nahen Oberfranken waren am Kirchsteig und in den angrenzenden Straßen im Einsatz. Hinzu kamen noch rund 40 Einsatzkräfte des Roten Kreuzes aus verschiedenen Orten sowie ein Fachberater vom THW Marktredwitz und Beamte der Polizeiinspektion Waldsassen. Pleußens Feuerwehrkommandant Wolfgang Haberkorn konnte als Einsatzleiter auf die Unterstützung von Kreisbrandrat Andreas Wührl, Kreisbrandinspektor Lorenz Müller sowie der beiden Kreisbrandmeister Albert Fröhlich und Wolfgang Fischer zählen. Die Einsatzleitung beim BRK lag bei Silvio Rupp und Klaus Dvorak, unterstützt von Sven Lehner.

Feuerwehr-Einsatzleiter Wolfgang Haberkorn informierte am Sonntagnachmittag auf Nachfrage, dass der Einsatz offiziell bis 10.30 Uhr gedauert habe. Trotz der Vielzahl an Rettungskräften und Fahrzeugen sei alles geordnet verlaufen. "Jeder wusste, was er zu tun hat", so Haberkorn. Als besonders hilfreich bewertete der Pleußener Kommandant den Einsatz einer Drohne durch das BRK, die mit einer Wärmebildkamera ausgerüstet war. "So hat man gut gesehen, wo die Glutnester sind."

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Josef Rosner, Udo Lanz
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Veröffentlicht am:
18. 08. 2019
17:16 Uhr

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Josef Rosner, Udo Lanz

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Veröffentlicht am:
18. 08. 2019
17:16 Uhr



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