Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom Wochenende30 Jahre GrenzöffnungBlitzerwarnerVER Selb

Länderspiegel

Fall Peggy: Gudrun Rödel wehrt sich gegen Abhör-Aktion

"Nun will ich Akteneinsicht!" Gudrun Rödel, Betreuerin des im Mordfall "Peggy" lange tatverdächtigen Ulvi K., ist in höchstem Maße ärgerlich.



Gudrun Rödel, Ulvis Betreuerin
Gudrun Rödel, Ulvis Betreuerin  

Lichtenberg/Bayreuth - Zwar habe sie eigenen Aussagen zufolge stets damit gerechnet, dass ihr Telefon von Ermittlern abgehört werden könne. Der Verdacht bestätigte sich nun, wie sie auf Nachfrage unserer Zeitung betont: Am vergangenen Freitag ging ein Brief der Staatsanwaltschaft Bayreuth bei ihr ein. Oberstaatsanwältin Sandra Staade teilte der 70-Jährigen darin mit, dass "aufgrund richterlicher Anordnung Telekommunikation, an der Sie beteiligt waren, aufgezeichnet wurde."

Die "Nürnberger Nachrichten" hatten dies zuerst gemeldet und nachgehakt: Die Abhörmaßnahmen seien vom Gericht angeordnet worden, erklärte daraufhin der leitende Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Bayreuth, Martin Dippold. Er bestätigte: Die Ermittler haben nach richterlichem Beschluss Gudrun Rödel ab dem Fund der Leichenteile der kleinen Peggy im Jahr 2016 telefonisch überwacht.

Der geistig behinderte Ulvi K. war zuerst verurteilt worden, die kleine Peggy aus Lichtenberg getötet zu haben. Nachdem das Verfahren im Jahr 2014 wieder aufgenommen worden war, wurde er freigesprochen. Die nach seiner Verurteilung dem heute 41 Jahre alten Mann zur Seite gestellte Betreuerin Gudrun Rödel zeigte sich im Gespräch mit unserer Zeitung kampfeslustig: "Ich möchte jetzt erst mal wissen, von wann bis wann die Telefongespräche überwacht wurden." Sie bearbeite seit Jahren die Akten im Fall. "Mir geht es nur um die Wahrheit", sagt sie, hält kurz inne und fügt an: "Der Öffentlichkeit wird etwas seit Jahren als Wahrheit suggeriert, was dieser keinesfalls entspricht!" Kerstin Dolde

Autor

Redaktion
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
18. 11. 2019
16:36 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Akten Akteneinsicht Fall Peggy Nürnberger Nachrichten Oberstaatsanwälte Richter (Beruf) Staatsanwaltschaft Staatsanwaltschaft Bayreuth Telefongespräche Telekommunikation Zeitungen
Lichtenberg Bayreuth
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Der Fall Peggy beschäftigte am Mittwoch auch den Landtag.

14.04.2019

Eine völlig wertlose Aufnahme?

Der Hofer Rechtsanwalt Jörg Meringer verweist auf das sprunghafte Verhalten von Ulvi K. Nach der bekannten Tonband-Aufnahme habe dieser erneut seinen Vater beschuldigt. » mehr

Mordfall Peggy

Aktualisiert am 02.12.2019

Fall Peggy: Verteidiger sieht "keinen einzigen belastbaren Beweis"

Im "Fall Peggy" wendete sich der Rechtsanwalt des derzeit einzigen Beschuldigten gegen Presseberichte. Diese sprechen von einer "erdrückenden Indizienkette". » mehr

Rund 15 Jahre nach dem Verschwinden der neunjährigen Peggy Knobloch wurden ihre sterblichen Überreste im Juli 2016 in einem Wald nicht weit von ihrem Wohnort Lichtenberg gefunden.

Aktualisiert am 02.12.2019

Soko Peggy verwanzt eine Wohnung

Schon gleich nach seinem Geständnis soll Manuel S. gesagt haben, dass es nicht zutrifft. Andere objektive Beweise gibt es laut seinem Verteidiger nicht. » mehr

Mordfall Peggy

15.05.2019

Holger E. sieht neue Vorwürfe im Fall Peggy gelassen

Der damals 17-Jährige verweist auf sein Alibi und die Vernehmungen. Er habe mit dem Verschwinden des jungen Mädchens nicht zu tun. Für den Staatsanwalt ist die Spur E. erledigt. » mehr

Mordfall Peggy

01.07.2019

Fall Peggy: "Freispruch" für die Ermittler

Die Würzburger Staatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Soko ein. Es sei kein strafbares Verhalten zu erkennen. » mehr

Heute vor genau 18 Jahren verschwand Peggy. Wenige Tage nach dem Verschwinden, am 11. Mai 2001, entstand dieses Foto, als Polizisten der bayerischen Bereitschaftspolizei bei Bad Steben das vermisste Mädchen suchten. Seitdem gab es immer wieder Ermittlungen - doch der Fall Peggy bleibt ungelöst. Archiv-Foto: Marcus Führer/dpa

06.05.2019

Fall Peggy: Anwalt rückt Holger E. ins Blickfeld

Im Fall Peggy fordert der Verteidiger des Verdächtigen Manuel S. die Staatsanwaltschaft auf, gegen einen anderen alten Bekannten zu ermitteln. Der Grund: Pollenspuren. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Krampusse in Hof Hof

Krampusse in Hof | 14.12.2019 Hof
» 114 Bilder ansehen

Susi Shake That Weißenstadt

Susi Shake That | 14.12.2019 Weißenstadt
» 42 Bilder ansehen

Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim

Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim | 13.12.2019 Selb
» 36 Bilder ansehen

Autor

Redaktion

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
18. 11. 2019
16:36 Uhr



^