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Länderspiegel

Live-Ticker: Corona-Kompakt in Bayern

Das Thema Corona bestimmt weiterhin die Gesellschaft. Hier die aktuellen Entwicklungen im Live-Ticker.



>>> Ostsee, Campingplatz, Garten - So könnte der Sommerurlaub aussehen

>>> Verstoß gegen Mundschutzpflicht kann bis zu 5000 Euro kosten

>>> Experten: Nach Corona-Infektion vermutlich zunächst immun

Corona kompakt in Bayern

Der Liveticker aktualisiert sich im 30 Sekunden Takt.

21:47 Uhr - Sonntag, 31.05.2020

Hiermit schließen wir unseren Corona-Liveblog. Wir hoffen, dass wir Sie in den vergangenen Wochen des Ausnahmezustands gut informieren und in dieser herausfordernden Situation unterstützen konnten. Aktuelle Corona-Themen finden Sie natürlich dennoch weiterhin auf unserer Homepage. Wir lesen uns, bleiben Sie gesund!

18:50 Uhr - Sonntag, 31.05.2020

Zwei Neuinfektionen an Thüringer Schulen

An Schulen in Suhl und in Worbis (Kreis Eichsfeld) sind neue Corona-Infektionen nachgewiesen worden. So habe sich eine Lehrkraft an der Regelschule Worbis mit dem Virus angesteckt, teilte das Landratsamt am Sonntag mit. Schüler, die von ihr in der vergangenen Woche mehr als eine Stunde unterrichtet worden seien, müssten in Quarantäne. Zudem würden alle Lehrer und Schüler der betroffenen Klassen am Pfingstmontag getestet.

Auch die Stadt Suhl meldete am Sonntag eine zweite Corona-Infektion an einer Grundschule. Dort sei ein weiteres Kind positiv auf das Virus getestet worden, hieß es. Das Gesundheitsamt stehe in Kontakt mit den Eltern, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Insgesamt seien 22 Personen getestet worden, alle anderen Ergebnisse seien negativ ausgefallen.
 

16:51 Uhr - Sonntag, 31.05.2020

160 Menschen in Quarantäne nach Corona-Ausbruch in Göttingen

Nach einem Corona-Ausbruch im Zusammenhang mit mehreren Feiern in Göttingen arbeiten die Behörden mit Hochdruck daran, Kontaktpersonen ausfindig zu machen. Mit Stand Samstagabend befanden sich 160 Menschen in Quarantäne, darunter 57 Kinder und Jugendliche. Bislang sind 35 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Eine Person sei schwer erkrankt und befinde sich in stationärer Behandlung. NDR-Informationen zufolge muss die Person künstlich beatmet werden. Alle andere seien bislang symptomfrei.

Die Infektionen erfolgten bei oder nach mehreren größeren privaten Feiern. Nach Angaben der Göttinger Sozialdezernentin Petra Broistedt hatten sich Familienverbände mit überregionalem Bezug aus weiten Teilen Niedersachsens und NRW offensichtlich am vergangenen Wochenende getroffen. Dabei sei das Distanzgebot nicht eingehalten worden, so dass es bereits am Dienstag zu ersten Infektionen gekommen sei, sagte Broistedt dem NDR.

16:37 Uhr - Sonntag, 31.05.2020

Spanien hebt Zwangsquarantäne für Einreisende schon am 21. Juni auf

Das Urlaubsland Spanien will die wegen der Corona-Krise angeordnete Zwangsquarantäne für aus dem Ausland Eingereiste schon zum 21. Juni aufheben. Die Grenzen werde man für Touristen aber wie angekündigt erst am 1. Juli öffnen, erklärte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Sonntag in Madrid. Im Juli wolle man "in Spanien viele ausländische Touristen mit Sicherheitsgarantien für die Besucher und auch für die gesamte Bevölkerung begrüßen".

Von der vorverlegten Aufhebung der Pflicht zur zweiwöchigen häuslichen Isolierung werden im Juni jene Menschen profitieren, die in Spanien einreisen dürfen, weil sie im Land entweder einen Erstwohnsitz haben oder aus beruflichen Gründen einreisen. Bisher hatte Madrid von einer Aufhebung der am 15. Mai eingeführten Zwangsquarantäne zum 1. Juli gesprochen.

Sánchez hatte zuvor am Sonntag angekündigt, er werde am Mittwoch im Parlament in Madrid eine letzte Verlängerung des umstrittenen Notstandes zur Eindämmung der Pandemie um weitere zwei Wochen bis zum 20. Juni beantragen. Man habe im Kampf gegen das Virus "fast alles geschafft", was man sich vorgenommen habe. "Aber jetzt benötigen wir diese letzte Verlängerung, um die Arbeit zu Ende zu bringen", erklärte der sozialistische Politiker.

 

16:37 Uhr - Sonntag, 31.05.2020

Platz vor Notre-Dame in Paris wieder geöffnet

Gut ein Jahr nach dem verheerenden Brand von Notre-Dame ist der Platz vor der Pariser Kathedrale wieder für Besucher und Gläubige zugänglich. "Notre-Dame ist die Seele von Paris", sagte Bürgermeisterin Anne Hidalgo am Sonntag bei der Wiedereröffnung. 

Das Areal vor dem Gotteshaus war wegen Bleiverschmutzung von den Behörden gesperrt werden. Auch nach der Wiedereröffnung soll das Gelände regelmäßig gereinigt werden.

Die weltberühmte Kathedrale ist weiter geschlossen. Sie war im April vergangenen Jahres bei dem Brand schwer beschädigt worden. Präsident Emmanuel Macron hatte unmittelbar nach dem Feuer einen Wiederaufbau innerhalb von fünf Jahren versprochen. Experten meldeten aber häufig Zweifel an diesem Zeitplan an.

 

16:36 Uhr - Sonntag, 31.05.2020

Schweden verzeichnet ersten Tag ohne Corona-Tote seit März

Erstmals seit März hat es in Schweden innerhalb von 24 Stunden keinen neuen Todesfall im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 gegeben. Dies teilte die nationale Gesundheitsbehörde am Sonntag mit. Insgesamt starben in dem skandinavischen Land nach amtlichen Angaben infolge der Pandemie seit dem 11. März annähernd 4400 Menschen. Etwa 37.500 Menschen haben sich infiziert.
Die relativ hohe Zahl - gemessen an zehn Millionen Einwohnern - sei vor allem auf Infektionen in Pflegeheimen in und um die Hauptstadt Stockholm zurückzuführen, heißt es. Anders als in vielen anderen Ländern hat Schweden Schulen und Kindergärten nicht geschlossen. Die Bürger wurden lediglich gebeten, Abstand zu halten und sich immer wieder die Hände zu waschen.
 

14:55 Uhr - Sonntag, 31.05.2020

Landesamt: 47.178 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2466 Tote

In Bayern sind inzwischen 47 178 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2466 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Sonntag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Website mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 42.920 Menschen.
 

14:18 Uhr - Sonntag, 31.05.2020

Corona-Pfingsten lässt Urlauber und Ausflügler wohl zögern

Trotz deutschlandweiter Lockerungen der Corona-Beschränkungen ist der große Ansturm von Urlaubern und Ausflüglern an Pfingsten erst einmal ausgeblieben. In Bayern, wo am Samstag wie auch in Baden-Württemberg zweiwöchige Schulferien begonnen haben, zog es die Menschen auch am Sonntag nur sehr zögerlich an die Seen und in die Berge.

Auf den Straßen gab es keine größeren Probleme. "Es ist ein ziemliches Aufkommen, aber es ist ruhig und flüssig", sagte eine Sprecherin der Autobahnpolizei Ahlhorn an der A1 in Niedersachsen. Die Bahn sprach von einem entspannten Pfingstverkehr ohne besondere Vorkommnisse. Die Züge in Deutschland seien nicht stark ausgelastet, sagte eine Sprecherin am Sonntag.

Während zum Start in die Ferien am Samstag in Bayern kaum Ausflugsverkehr zu verzeichnen war, konnten sich die Betreiber von Gastronomie, Seil- und Bergbahnen sowie von Parkplätzen am Sonntag zumindest etwas mehr freuen - auch wenn bei weiß-blauem Himmel nicht von einem Ansturm die Rede sein konnte. Seit Samstag dürfen Hotels und andere Beherbergungsbetriebe in Bayern wieder touristische Übernachtungen anbieten.

Allgemein war für das Wochenende erwartet worden, dass die Menschen nach den wochenlangen Beschränkungen durch die Corona-Krise wieder zu den Ausflugszielen strömen werden.
 

13:33 Uhr - Sonntag, 31.05.2020

Zwei weitere Neuinfektionen im Corona-Hotspot Sonneberg

Nach dem erneuten Corona-Ausbruch im thüringischen Kreis Sonneberg ist die Zahl der Neuinfektionen weiter leicht gestiegen. Das Landratsamt meldete am Sonntag zwei neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Damit stieg die Zahl der Infizierten in der Südthüringer Grenzregion zu Bayern auf 247.

In einer Seniorenresidenz in Ernstthal hatten sich 19 Bewohner und Pflegekräfte mit dem Coronavirus infiziert. Auch in einem ambulanten Pflegedienst und einem Kindergarten hatte sich jeweils eine Mitarbeiterin angesteckt. Wegen der neuen Fälle sprang die Sieben-Tage-Infektionsrate über die kritische Marke von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner. Sie lag am Sonntag bei 70,2.

Das Landratsamt verzichtet aufgrund des sprunghaften Anstiegs von Neuinfektionen vorerst auf weitere Lockerungen und lässt die derzeitige Allgemeinverfügung weiter bestehen.
 

13:26 Uhr - Sonntag, 31.05.2020

Söder liebäugelt mit Urlaub im Norden

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kann sich vorstellen, dieses Jahr in Deutschlands Norden Urlaub zu machen. Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), und deren Amtskollege aus Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU), hätten ihn schon eingeladen, sagte der CSU-Chef der "Welt am Sonntag". "Es wäre doch spannend, mit Daniel Günther durch das Watt zu wandern." Auf jeden Fall will Söder in Deutschland Urlaub machen, natürlich auch in Bayern. "Aber ich kann mir gut vorstellen, auch mal nach Norden an die Küste zu fahren", sagte er.
 

13:24 Uhr - Sonntag, 31.05.2020

Vor Corona-Lockerungen: Russland überschreitet Marke von 400.000

In Russland ist die Zahl der Corona-Infizierten kurz vor geplanten größeren Lockerungen auf über 400.000 gestiegen. Die amtliche Statistik wies am Sonntag 9268 neue Fälle aus. Die Gesamtzahl stieg damit auf 405 843, darunter nach offiziellen Angaben 4693 Todesfälle. Ungeachtet massiv steigender Zahlen beginnt an diesem Montag in Russland eine größere Lockerungswelle. Erstmals seit mehr als zwei Monaten Ausgangssperre sind in Moskau - Europas größter Stadt - wieder Spaziergänge an einzelnen Tagen und Frühsport im Freien erlaubt. Verschärft wird allerdings der Maskenzwang.

Mund- und Nasenschutz sind dann nicht mehr nur in öffentlichen Räumen und Verkehrsmitteln Pflicht, sondern auch auf der Straße. In der russischen Hauptstadt werden erstmals wieder Geschäfte und Einkaufszentren sowie Dienstleistungsbetriebe wie Reparaturwerkstätten und Reinigungen unter strengen Hygienevorschriften geöffnet. Dadurch können 300.000 Menschen wieder zur Arbeit. Friseure und Gaststätten bleiben geschlossen.
 

11:31 Uhr - Sonntag, 31.05.2020

Bischof Bätzing kritisiert "krude Thesen" zu Corona-Einschränkungen

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat in der Corona-Krise dazu aufgerufen, eine vernünftige Balance zwischen Freiheit und Sicherheit zu finden. Die Mehrheit der Bürger sei mit der zeitweisen Einschränkung der Freiheit einverstanden, und die Maßnahmen seien erfolgreich, sagte Bätzing laut vorab verbreitetem Redetext in seiner Pfingstpredigt am Sonntag im Limburger Dom. Nun, da die Gesellschaft allmählich wieder aufwache, wagten sich jedoch viele mit Kritik hervor, fröhlich Unbesorgte genauso wie tief Besorgte "und leider auch die extrem Ausgerichteten".
"Seltsame Koalitionen von völlig berechtigten Anliegen mit solchen von Esoterikern und Verschwörungstheoretikern, von rechten und linken Demonstranten wollen diesen öffentlichen Raum als erste besetzen. Mit teils kruden Thesen und Forderungen, die leider sogar in hohen kirchlichen Kreisen Widerhall gefunden haben, bleiben sie, wenn auch lautstark und hässlich aggressiv bisher eine Randerscheinung", sagte Bätzing nach Angaben seines Bistums.

Er habe sich in den vergangenen Wochen oft die Frage gestellt, ob Kirche und Religion angesichts der weiter geltenden erheblichen Einschränkungen für die Seelsorge systemrelevant seien, sagte der Limburger Bischof demnach. "Diese Krisenzeit verschärft die Zeitansage an die Kirche. Wir müssen uns ihr stellen, sie durchdringen und miteinander darauf antworten."

Die Kirche müsse sich weiter öffnen, sich aus geschlossenen Räumen und Systemen zurückziehen, und sich den Menschen zuwenden. "Draußen vor den Kirchtürmen, mitten in der Stadt und in der Welt, ist der eigentlich spannende Ort, um von Gott zu reden und zu Erfahrungen mit Gott einzuladen", sagte der Bischof, der im Limburger Dom mit 70 Gläubigen Gottesdienst feiern wollte.

09:05 Uhr - Sonntag, 31.05.2020

Marktredwitz: Gruppen verstoßen gegen Kontaktbeschränkung - Anzeigen

Die Polizei hat in den Abendstunden des Samstags zwei Grüppchen in Marktredwitz aufgelöst. Wie es im Polizeibericht heißt, hatten sich die Personen zusammengefunden, um gemeinsam Alkohol zu trinken. Dabei hielten sie sich weder an die Mindestabstände noch an die Regelung, dass sich in Bayern aufgrund der Kontaktbeschränkung aktuell lediglich Personen zweier Hausstände treffen dürfen.

Im Bereich des Skaterparks an der Rößlermühlstraße fielen den Beamten vier Personen auf, in der Breslauer Straße trennten sie eine Gruppe von sieben Leuten. Gegen alle Personen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

08:10 Uhr - Sonntag, 31.05.2020

Infektionsfall unter deutschen Passagieren bei Rückflug nach China

Bei einem der rund 200 Passagiere aus Deutschland, die am Samstag mit einer Sondermaschine in der chinesischen Stadt Tianjin eingetroffen sind, ist das Coronavirus nachgewiesen worden. Obwohl die Insassen vor dem Abflug in Frankfurt getestet worden waren, fiel eine weitere Untersuchung nach der Ankunft bei einem 34-Jährigen positiv aus, wie die städtische Gesundheitskommission am Sonntag berichtete. Der Ingenieur habe keine Symptome und sei zur Beobachtung in eine zentrale Quarantäneeinrichtung gebracht worden.

Der Flug war die erste Rückholaktion für in China tätige Manager, Techniker und andere Vertretern der deutschen Wirtschaft sowie deren Familienangehörige. Auch vier deutsche China-Korrespondenten waren an Bord. Nachdem China Ende März die Grenze für Ausländer dicht gemacht hatte, waren sie alle in Deutschland gestrandet. Den Rückflug mit einer Lufthansa-Chartermaschine hatte die deutsche Handelskammer in China in Zusammenarbeit mit den chinesischen Behörden organisiert.

Ein Großteil der Passagiere war nach Ankunft am Samstag ohnehin für 14 Tage zur Quarantäne in einem Hotel in Tianjin untergebracht worden. Je nach Zielort in China, für die lockerere Bestimmungen herrschen, konnten einige allerdings direkt weiterreisen. Am Mittwoch ist ein weiterer Flug nach Shanghai geplant. Rund 2000 bis 2500 Personen hatten bei einer Umfrage der Handelskammer ihr Interesse bekundet, wieder nach China zurückzukehren.
 

18:49 Uhr - Samstag, 30.05.2020

Sachsen stockt Pflegebonus um bis zu 500 Euro auf

Sachsen stockt den finanziellen Bonus des Bundes für Pflegekräfte in Corona-Zeiten um bis zu 500 Euro auf. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Dresden vom Samstag kostet das den Freistaat 30 Millionen Euro. "Ich freue mich sehr, dass wir dem Personal, das in der Altenpflege tagtäglich sein Bestes gibt, auf diese Art unsere Wertschätzung übermitteln können", sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) zur Einigung der Koalitionsspitzen. Honoriert wird damit der besondere Einsatz der Beschäftigten in der Altenpflege, die laut Köpping bei Versorgung und Betreuung von Menschen mit hohen Infektionsrisiko mitunter an ihre Grenzen und darüber hinaus gehen. 
 

18:46 Uhr - Samstag, 30.05.2020

Nach Corona-Ausbruch in Thüringer Kreis keine neuen Lockerungen

Nach dem sprunghaften Anstieg von Neuinfektionen im Thüringer Kreis Sonneberg werden die Corona-Beschränkungen vorerst nicht weiter gelockert. Die derzeitige Allgemeinverfügung bleibe zunächst bestehen, berichtete der Krisenstab des Landratsamtes am Samstag dem Gesundheitsministerium, wie ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Damit gelte in Pflegeheimen, Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen zum Schutz von Personal und Bewohnern weiterhin ein Besuchsverbot.
In einer Seniorenresidenz in Ernstthal hatten sich 15 Bewohner und mehrere Pflegekräfte mit dem Coronavirus infiziert. Auch eine Mitarbeiterin eines ambulanten Pflegedienstes habe sich angesteckt. Zudem wurde im westlichen Kreisgebiet ein Kindergarten geschlossen, weil sich eine Erzieherin infiziert hatte.
Der Innenbetrieb in Gaststätten soll vorerst weiter möglich sein. Das Verbot der Innenbewirtung war erst vor dem Pfingstwochenende aufgehoben worden.

Am Samstag vermeldete das Landratsamt drei neue Infektionen innerhalb eines Tages. Die Zahl der Infizierten im Kreis Sonneberg stieg damit auf 247. Wegen der neuen Fälle sprang die Sieben-Tage-Infektionsrate über die kritische Marke von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Sie liegt nun bei 66,8 nach 65,1 einen Tag zuvor.

Der Kreis Sonneberg gilt seit Wochen neben dem Landkreis Greiz als Thüringer Hotspot der Corona-Pandemie.
 

18:45 Uhr - Samstag, 30.05.2020

Belgischer Prinz nach Familienfeier in Spanien Corona-positiv

Der belgische Prinz Joachim, ein Neffe von König Philippe, ist nach einer Familienfeier in Spanien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies bestätigte der Königspalast am Samstag belgischen Medien. Nach einem spanischen Medienbericht soll die Feier 27 Teilnehmer gehabt haben und damit mehr als vor Ort erlaubt. Dem widersprach der Palast jedoch und sprach von einem Treffen mit höchstens zwölf Personen. Die Grenze liegt bei 15.

Der 28-jährige Prinz ist der jüngste Sohn von Prinzessin Astrid, der Schwester des Königs. Er flog nach einem Bericht der Agentur Belga am 24. Mai nach Madrid und reiste von dort nach Córdoba in Andalusien, wo er am 26. Mai an der Feier teilnahm. Am nächsten Tag bekam er Symptome und wurde am 28. Mai positiv auf das Coronavirus getestet.

Der Palast betonte laut Belga, es habe sich um eine Dienstreise zu einem Praktikum gehandelt, bei der er auch an einer privaten Zusammenkunft teilgenommen habe. Der belgische öffentlich-rechtliche Sender RTBF ergänzte, die spanischen Behörden untersuchten den Fall. Es sei unklar, wo sich Joachim angesteckt habe.
 

18:44 Uhr - Samstag, 30.05.2020

Drei weitere Corona-Infizierte in Thüringen gestorben

In Thüringen sind drei weitere Menschen nach Corona-Infektionen gestorben. Damit stieg die Zahl der gemeldeten Todesfälle im Freistaat am Samstag auf 162, wie aus dem Bulletin der Staatskanzlei hervorgeht. Zwei Todesopfer kamen innerhalb eines Tages in Gera und eines im Ilm-Kreis hinzu.

Innerhalb von 24 Stunden gab es in Thüringen 16 Neuinfektionen. Seit Beginn der Pandemie haben sich damit 2961 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. 2590 Menschen gelten inzwischen wieder als genesen.

Der jüngste Corona-Ausbruch in Sonneberg ist in den Zahlen noch nicht enthalten.

 

18:42 Uhr - Samstag, 30.05.2020

Stadt und Landkreis Hof: Elf weitere Corona-Patienten genesen

Wie das Landratsamt Hof am Samstag mitteilt, sind aktuell 43 Personen corona-positiv. Das sind im Vergleich zum Vortag elf Personen weniger.

Aktuell sind in Stadt und Landkreis Hof 43 Personen Corona-positiv. Die Zahl der bisher festgestellten Coronafälle im Landkreis und der Stadt Hof liegt aktuell bei 567 Personen. Davon bereits wieder symptomfrei und aus der häuslichen Isolierung entlassen sind 488 Personen. 

Die Zahl der Todesfälle von Covid 19-Infizierten liegt weiterhin bei 36.

18:41 Uhr - Samstag, 30.05.2020

Corona-Demonstrationen in Bayern mit mäßiger Beteiligung

In vielen Städten Bayerns haben auch am Samstag Menschen gegen die ihrer Meinung nach zu strengen Corona-Maßnahmen demonstriert. Eine der größten Versammlungen fand in München statt, wo auf der Theresienwiese am Nachmittag unter dem Motto "Zusammenstehen für Freiheit, Grundrechte und Selbstbestimmung" rund 700 Menschen demonstrierten. Auf Plakaten hieß es "Grundgesetz wiederherstellen" und "Direkte Demokratie". Die Polizei war nach eigenen Angaben mit rund 800 Beamten im Einsatz.

Laut einer Polizeisprecherin war das Versammlungsgeschehen ruhig, auch die Abstandsgebote wurden eingehalten. Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts durften an der Veranstaltung in der Landeshauptstadt höchstens 1000 Menschen teilnehmen. Die Richter hatten - wie schon in der Woche zuvor - einen Eilantrag des Veranstalters abgelehnt, der gefordert hatte, 10.000 Menschen zuzulassen. 
 

14:46 Uhr - Samstag, 30.05.2020

Covid-19: Bundeswehr holt erkrankte Polizisten aus Afghanistan zurück

Die Luftwaffe holt zwei an Covid-19 erkrankte deutsche Polizisten aus Afghanistan zurück. Ein Airbus A400 startete nach Informationen des "Spiegels" am Samstag. Das Transportflugzeug mit medizinischem Personal an Bord soll dem Bericht zufolge nach einer Zwischenlandung im Feldlager Masar-i-Scharif am Sonntag in der afghanischen Hauptstadt Kabul ankommen. Eine Sprecherin der Luftwaffe bestätigte zunächst nur, dass es einen medizinischen Evakuierungsflug nach Afghanistan im Zusammenhang mit Covid-19 gebe.

Drei Beamte zeigten laut "Spiegel" Anfang der Woche Symptome einer Covid-19-Erkrankung. Zwei von ihnen seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, bei einem dritten sei das Testergebnis negativ gewesen. Alle drei sollen nun nach Deutschland zurückgeholt werden. Die Beamten wurden demnach vorerst am Kabuler Flughafen, wo mehrere Nato-Nationen stationiert sind, räumlich isoliert und medizinisch behandelt. Auf dem Flug sollen die begleitenden Ärzte und Soldaten Schutzmontur tragen, um sich nicht selbst zu infizieren.  
 

14:39 Uhr - Samstag, 30.05.2020

Landesamt: 47 115 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2466 Tote

In Bayern sind inzwischen 47 115 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2466 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Website mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 42 820 Menschen.

 

13:47 Uhr - Samstag, 30.05.2020

Kontaktverbot soll Mitte Juni in Thüringen fallen

Thüringen will Mitte Juni das wegen der Corona-Pandemie verhängte Kontaktverbot aufweichen. Der Entwurf der neuen Corona-Verordnung sehe vor, dass die Kontaktbeschränkungen dann nur noch als Empfehlung gelten, wie der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Frank Schenker, am Samstag auf Anfrage sagte. Er bestätigte damit einen Bericht der «Thüringer Allgemeinen». Die derzeit geltende Vorgabe, dass sich nur Angehörige zweier Haushalte treffen dürfen, wäre dann nicht mehr bindend und könnte bei Verstößen auch nicht mehr mit Bußgeldern belegt werden. 
 

11:05 Uhr - Samstag, 30.05.2020

Zahlreiche Demonstrationen in Bayern gegen Corona-Maßnahmen erwartet

In vielen bayerischen Städten wollen Menschen am Wochenende erneut gegen die ihrer Meinung nach zu strengen Corona-Maßnahmen auf die Straßen gehen. Allein für heute seien mehr als 50 Versammlungen angemeldet worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag in München.

Für das gesamte verlängerte Wochenende seien knapp 70 Versammlungen geplant, unter anderem in Würzburg, Augsburg, Kempten und Ingolstadt. Mit 1500 angemeldeten Personen wird eine der größten Kundgebungen in Nürnberg vor der Meistersingerhalle erwartet. Auch in München soll unter dem Motto "Zusammenstehen für Freiheit, Grundrechte und Selbstbestimmung" eine große Kundgebung auf der Theresienwiese stattfinden. Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts dürfen dort am Samstag weiterhin höchstens 1000 Menschen teilnehmen. Die Richter lehnten einen Eilantrag des Veranstalters ab, der gefordert hatte, 10 000 Menschen zu der Demonstration zuzulassen.

Das Gericht bestätigte damit eine Entscheidung der Landeshauptstadt (LHM). "Das Gericht teilt weiterhin die Bedenken der LHM, dass der Veranstalter nicht die aufgrund der Bayerischen Infektionsschutzverordnung bestehenden Kontaktbeschränkungen einhalten kann", hieß es in der Mitteilung.

Am vergangenen Wochenende gingen wegen eines Unwetters deutlich weniger Demonstranten gegen die Corona-Beschränkungen auf die Straße als erwartet. Einige Kundgebungen mussten abgesagt werden.

11:04 Uhr - Samstag, 30.05.2020

Mehrere Menschen nach Feiern in Göttingen mit Coronavirus infiziert

Bei einigen privaten Feiern haben sich in Göttingen mehrere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Wie das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis mitteilte, sind die Betroffenen zum größten Teil Mitglieder verschiedener Großfamilien. Sie stammen aus Göttingen und Umgebung. Eine genaue Zahl der Infizierten wurde zunächst nicht genannt. Die Behörde kontaktiert nun Menschen aus dem Umfeld der Infizierten. «Die Anzahl der zu kontaktierenden Personen bewegt sich im dreistelligen Bereich», hieß es. Unter den Kontaktpersonen seien auch 57 Kinder und Jugendliche. Die entsprechenden Schulen seien bereits informiert.

Auch über die Pfingstfeiertage werden demzufolge Testungen erfolgen. Das Gesundheitsamt verfolge am Wochenende unter Hochdruck die Infektionsketten, Quarantäneverfügungen würden umgehend erstellt.
 

11:03 Uhr - Samstag, 30.05.2020

Kein Strafverfahren gegen Kretschmer wegen fehlender Maske

Das Strafverfahren gegen Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wegen Verstoßes gegen die Schutzregeln bei einer Corona-Demonstration in Dresden ist abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft sieht darin eher eine Ordnungswidrigkeit und hat die Sache an die Landeshauptstadt abgegeben. "Eine Straftat war nicht erkennbar", sagte ein Sprecher am Samstag auf Anfrage. Nach einem Bericht der "Dresdner Neuesten Nachrichten" (Samstag) muss die kommunale Behörde nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren prüfen und ob 150 Euro Bußgeld für den Regierungschef verhängt werden. 

Kretschmer hatte am 17. Mai im Großen Garten mit Demonstranten bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen diskutiert und dabei keinen Mundschutz getragen. Schon vor Ort hatte er erklärt, dass er eine Mund-Nase-Bedeckung normalerweise nutze, bei dieser Gelegenheit aber darauf verzichte, weil die Demonstranten einen solchen Mundschutz ablehnten. Zudem hatten Anwesende ihn in einem Pulk umringt, obwohl er mehrfach auf den Mindestabstand hinwies. Ein Anwesender hatte dann Strafanzeige gegen Kretschmer wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz gestellt.

 

11:02 Uhr - Samstag, 30.05.2020

Merkel zur Corona-Krise: "Wir haben uns viel erspart"

Kanzlerin Angela Merkel hat den Bürgern für ihre Besonnenheit in der Corona-Krise gedankt. "Wir haben diese Prüfung bisher recht gut bestanden. Wir alle zusammen, eine überwältigende Mehrheit der Menschen in unserem Land, haben uns von Vorsicht, Vernunft und Verantwortung für andere leiten lassen", sage die CDU-Politikerin in ihrer am Samstag veröffentlichten wöchentlichen Videobotschaft. "Wir haben uns viel erspart. Unsere gemeinsame Leistung ist nämlich das, was bei uns glücklicherweise nicht eingetreten ist."

Merkel warnte zugleich davor, die Risiken zu unterschätzen. "Mancher glaubt jetzt, weil das große massenhafte Leid nicht eingetreten ist, sei auch die Gefahr wohl nie so groß gewesen. Was für ein Irrtum!" Ein Blick in befreundete Länder zeige, was hätte passieren können.

 

09:56 Uhr - Samstag, 30.05.2020

Weitere Corona-Lockerungen in Italien - Reisefreiheit im Land

Italien bereitet sich auf weitere Lockerungen in der Corona-Pandemie vor. Ab Mittwoch dürfen die Italiener wieder frei von einer Region in eine andere reisen. Es gebe derzeit keine Gründe, warum ein Verbot weiter aufrecht erhalten werden sollte, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza nach einem Treffen unter anderem mit Ministerpräsident Giuseppe Conte am späten Freitagabend. «Die Daten der Beobachtung der Fallzahlen sind ermutigend. Die bedeutenden Opfer während des Lockwdowns haben diese Ergebnisse gebracht.» Ab 3. Juni dürfen auch EU-Bürger wieder nach Italien, ohne danach in Quarantäne zu müssen.

 

08:20 Uhr - Samstag, 30.05.2020

Infektionsmediziner: Schule ohne Abstandsregeln jetzt vertretbar

Die Wiedereinführung von Schulunterricht ohne Abstandsregeln in der Corona-Krise ist nach Auffassung des Kieler Infektionsmediziners Helmut Fickenscher gerade vor den Sommerferien ein guter Zeitpunkt. "Die bisher erfolgreiche Eindämmung des Virus macht dies vertretbar und man kann in den wenigen Wochen bis zu den Ferien Erfahrungen sammeln, bei Gefahrensituationen gegensteuern und hat die langen Ferien als zeitlichen Sicherheitspuffer" sagte Fickenscher der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist besser, als nach den Ferien ohne eine solche Erprobungsphase ins neue Schuljahr ohne Abstandsregeln zu starten und dann möglicherweise in schwierige Situationen zu kommen."
 

22:08 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Regierung und EU-Kommission erzielen Eckpunkte für Lufthansa-Paket
Bundesregierung und EU-Kommission haben sich bei Verhandlungen über ein Rettungspaket für die schwer angeschlagene Lufthansa auf Eckpunkte geeinigt. Demnach soll die Lufthansa Start- und Landerechte in Frankfurt und München abgeben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitagabend aus Regierungskreisen erfuhr.
Wie die dpa erfuhr, sieht der Kompromiss vor, dass Lufthansa insgesamt acht Flugzeuge mitsamt der dazugehörigen 24 Start- und Landerechte abgeben soll - jeweils vier Jets in Frankfurt und München. Zuvor hatte das «Handelsblatt» darüber berichtet. Damit könnten Wettbewerber an den beiden Heimatflughäfen von Lufthansa jeweils eine eigene Basis errichten. Zunächst hatte die EU-Kommission die Abgabe von 20 Jets gefordert. Lufthansa hatte die Abgabe von 3 Flugzeugen angeboten, das hatte aber die EU-Kommission laut Bericht abgelehnt.
Die Bundesregierung will die in der Corona-Krise schwer angeschlagene Lufthansa mit einem neun Milliarden Euro umfassenden Hilfspaket stützen. Der Aufsichtsrat der Lufthansa hatte dem Rettungspakt bisher noch nicht zugestimmt. Als Grund nannte das Unternehmen mögliche Auflagen der EU-Kommission.
Die Verhandlungen sind mit dem Kompromiss zwischen Bundesregierung und Kommission aber noch nicht abgeschlossen. Brüssel muss dem Paket noch zustimmen. Die Bundesregierung muss es notifizieren.
Die zuständige Vizepräsidentin der EU-Kommission, Margrethe Vestager, hatte die Forderung der Kommission nach Auflagen am Freitag verteidigt. Es gehe nicht darum, zusätzliche Hindernisse zu schaffen, sondern darum, Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern.
 

22:08 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Wieder mehr Verbindungen an bayerischen Flughäfen
Der wegen der Corona-Krise weitgehend zum Erliegen gekommene Betrieb an den bayerischen Flughäfen nimmt langsam wieder zu. Von München aus werden vermehrt internationale Ziele angesteuert, wie der Flughafen am Freitag mitteilte. Auch ab Nürnberg und Memmingen wächst das Angebot.
In München wird die Lufthansa in den kommenden Tagen wieder regelmäßig nach Brüssel, Mailand, Rom, Wien und Zürich starten. Ab Dienstag wird der Betrieb nach Chicago und ab Mittwoch nach Los Angeles und Tel Aviv wieder aufgenommen, wie der Flughafen mitteilte. Auch zahlreiche andere Fluglinien sind in München weiter aktiv, nehmen den Betrieb wieder auf oder weiten ihn aus. So Eurowings, die nach Palma de Mallorca fliegt und ab dem 6. Juni wieder Pristina ansteuert.
Mitte Juni soll dann eine weitere Ausweitungsrunde der Lufthansa folgen, unter anderem nach San Francisco, Montreal, Delhi und Seoul sowie in 30 europäische Städte. «Auch viele andere Airlines haben für die zweite Junihälfte bereits die Wiederaufnahme zahlreicher Verbindungen angekündigt», heißt es vom Flughafen. Im Moment ist er von einem Normalbetrieb allerdings noch weit entfernt. Zum Tiefpunkt der Krise habe man inklusive Fracht 30 bis 35 Flugbewegungen am Tag gehabt, sagte ein Sprecher. Aktuell komme man auf rund 70 bis 80. Normal wären 1100 bis 1200.
In Nürnberg soll ab dem 15. Juni KLM wieder nach Amsterdam starten. Das sei bisher der erste bestätigte kommerzielle Passagierflug, sagte ein Sprecher. Auch Wizz Air wolle im Juni wieder starten, Ryanair und Lauda im Juli.
Von Memmingen aus fliegt Wizz Air derzeit nach Sofia und Warna, wie ein Flughafensprecher sagte. Weitere Ziele sollen demnächst hinzukommen, unter anderem auch als ganz neues Ziel Zypern am 11. Juli. Ryanair will dort im Juli den Betrieb wieder aufnehmen.
 

22:07 Uhr - Freitag, 29.05.2020

ÖDP will Corona-Politik der Regierung von Bürgern untersuchen lassen
Per bayernweiter Unterschriftensammlung will die ÖDP die Einsetzung einer Enquetekommission im bayerischen Landtag zur Evaluation der Corona-Politik der Staatsregierung erreichen. «Die Menschen haben Fragen - und denen müssen wir nachgehen und sie sauber beantworten», sagte Thomas Prudlo, Chef der Münchner ÖDP und Initiator der Petition, am Freitag beim Start der Aktion. Die Petition setzt jedoch für die Besetzung des parlamentarischen Gremiums nicht etwa auf Abgeordnete der im Landtag vertretenen Fraktionen, sondern auf ein Losverfahren für 60 interessierte Bürger.
Die ÖDP will dadurch erreichen, dass die Debatte aus dem sonst üblichen Parteiendiskurs herausgehalten werden kann. «Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Coronakrise sind so grundlegend, dass wir mit diesem Gremium eine sachliche und sehr offene Diskussion anstreben, die nicht vom üblichen Parteienstreit überlagert wird», betonte Prudlo.
Nachdem in den vergangenen Monaten die Exekutive dominiert habe und die demokratischen Rechte zum Teil massiv eingeschränkt gewesen seien, sei es an der Zeit, «die Demokratie wieder zu entfalten und die Bürger in die Debatte zu holen. Mit dem Instrument Bürgerrat schaffen wir ein transparentes und vertrauensvolles Gremium ohne Lobbyinteressen», hieß es weiter. Bürgerräte gibt es schon in Frankreich, Irland, Kanada, Schottland und England. In Deutschland gibt es das Instrument noch nicht.

22:04 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Regierung baut Förderung für Herstellung von Schutzmasken aus
Das Bundeswirtschaftsministerium will die Produktion von Schutzmasken in Deutschland ankurbeln. Mit einer neuen Förderung sollen Investitionen in Anlagen zur Herstellung von Spezialmasken gefördert werden, wie das Ministerium am Freitag mitteilte. «So stärken wir die europäische Unabhängigkeit von Lieferengpässen, tragen zur erfolgreichen Bekämpfung von Pandemien bei und sichern gleichzeitig Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland», sagte Bundeswirtschaftminister Peter Altmaier (CDU) laut Mitteilung vom Freitag. Ziel sei es, besonders innovative Anlagen und Produkte zu fördern. Unternehmen können die Hilfe ab dem 1. Juni beantragen und bis zu 50 Prozent Förderung für die Anschaffung von Anlagen und Komponenten sowie eigene Entwicklungsarbeiten bekommen.

21:05 Uhr - Freitag, 29.05.2020

46 Infizierte im Landkreis Lichtenfels

Zum 29. Mai (Stand: 7.15 Uhr) waren 46 Menschen im Landkreis Lichtenfels an Covid-19 erkrankt. Insgesamt gab es landkreisweit bislang 273 besätigte Coronavirus-Infektionen. 216 Menschen sind mittlerweile wieder gesund. Elf Menschen starben im Zusammenhang mit einer Viruserkrankung.

21:05 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Trump kündigt Ende der Zusammenarbeit mit WHO an
US-Präsident Donald Trump hat ein Ende der Zusammenarbeit der USA mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angekündigt. Die von den USA der WHO bisher zur Verfügung gestellten Mittel würden an andere globale Gesundheitszwecke gehen, sagte Trump am Freitag bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz. Trump warf der WHO erneut vor, unter der Kontrolle Chinas zu stehen.

21:01 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Sprunghafter Anstieg der Corona-Infektionen im Landkreis Sonneberg

Im Landkreis Sonneberg ist die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden von 225 auf 244 angestiegen. Betroffen sind unter anderem ein Pflegeheim und ein Kindergarten.

Folglich erhöhte sich zum Stand 28. Mai 24 Uhr auch der sogenannte Inzidenzwert von 41,1 auf aktuell 65,1, teilte das Landratsamt Sonneberg am Freitag mit. Grund für den sprunghaften Anstieg seien drei neue Ausbruchsgeschehen, deren Ausmaß sich noch erhöhen könne.

Eine Häufung von Neuinfektionen gebe es in einem Pflegeheim im nördlichen Kreisgebiet. Hier hätten sich bisher 15 hochbetagte Bewohner und mehrere Pflegekräfte nachweislich infiziert. Der Landkreis habe inzwischen Tests aller Mitarbeiter des Heims und aller Senioren beauftragt. In der kommenden Woche würden Personal und Bewohner der Einrichtung ein zweites Mal getestet, um mögliche weitere Infektionsketten aufzudecken, heißt es in der Mitteilung.

Als problematisch gestalte sich die Infektion einer Mitarbeiterin eines ambulanten Pflegedienstes, heißt es aus dem Landratsamt. Der Krisenstab lasse jetzt alle Kunden der infizierten Pflegekraft und des gesamten Personals des Dienstleisters testen.

Kritisch sei zudem eine Corona-Infektion in einem Kindergarten im westlichen Kreisgebiet. Hier erhielt das Gesundheitsamt die Meldung, dass sich eine Erzieherin mit dem Coronavirus infiziert habe. Gegenwärtig besuchen 37 Kinder im Rahmen der Notbetreuung die Kita. Der Kindergarten sei umgehend geschlossen worden. Alle Kinder und deren Betreuerinnen würden getestet. maz

20:56 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Fortschritte bei Verhandlungen mit EU-Kommission über Lufthansa-Paket
Bundesregierung und EU-Kommission stehen bei Verhandlungen über ein staatliches Lufthansa-Rettungspaket nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur vor wesentlichen Fortschritten. Es handle sich um einen Zwischenschritt, die Verhandlungen seien aber noch nicht abgeschlossen, hieß es am Freitag. Brüssel muss den geplanten milliardenschweren Staatshilfen zustimmen.
Die zuständige Vizepräsidentin der Kommission, Margrethe Vestager hatte am Freitag gesagt: «Es hat hohe Priorität, eine Einigung zu erzielen. Wir sind in sehr engem Kontakt, aber ich kann nicht sagen, wann wir fertig sein werden.» Es gehe nicht darum, zusätzliche Hindernisse zu schaffen, sondern darum, Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern.
Die Bundesregierung will die in der Coronakrise schwer angeschlagene Lufthansa mit einem neun Milliarden Euro umfassenden Hilfspaket stützen. Der Aufsichtsrat der Lufthansa hatte dem Rettungspakt bisher noch nicht zugestimmt. Als Grund nannte das Unternehmen mögliche Auflagen der EU-Kommission.
 

20:08 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Entwicklungsminister fordert von EU Corona-Nothilfe für Afrika
In der Debatte über Wiederaufbauhilfen in der Corona-Krise darf die EU nach Meinung von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller die globale Perspektive nicht außer Acht lassen. «Bisher hat Brüssel noch keinen zusätzlichen Euro zur Bekämpfung der Corona-Krise in Entwicklungsländern investiert», sagte der CSU-Politiker der Münchner «Abendzeitung» (Samstag). Auch die jüngsten Vorschläge für ein Wiederaufbauprogramm richteten sich nur nach innen. «Das 750-Milliarden-Programm der EU muss dringend eine Nothilfe-Komponente für unsere Nachbarregionen in Afrika und zur Stabilisierung der Flüchtlingsgebiete um Syrien enthalten», fordert Müller.
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte am Mittwoch ein kreditfinanziertes Wiederaufbauprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro vorgeschlagen. Davon sollen 500 Milliarden Euro als nicht rückzahlbare Zuwendungen und weitere 250 Milliarden Euro als Kredite fließen. Doch Müller geht der Vorschlag nicht weit genug.
«Die Corona-Krise besiegen wir nur weltweit - oder gar nicht», so der Minister. Neben der Gesundheitskrise sähen Entwicklungsländer auch einer «dramatischen Hunger- und Wirtschaftskrise» entgegen: «100 Milliarden Dollar Kapital wurden in kurzer Zeit abgezogen. Globale Lieferketten brechen zusammen. Millionen Menschen haben so ihre Jobs verloren. Ohne Kurzarbeitergeld und Grundsicherung stehen sie buchstäblich vor dem Nichts», so Müller.
Viele Länder stünden zudem vor dem Staatsbankrott. So habe etwa der Libanon, der rund 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen habe, «kein Geld für Ärzte, Lehrer oder Polizisten». Zudem nutzten Terroristen die Krise für vermehrte Anschläge. Bereits jetzt gebe es Unruhen und Flüchtlingsbewegungen, warnte Müller.
 

19:56 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Corona-Krise: Metropole New York könnte übernächste Woche öffnen
In der Corona-Krise könnte die Millionenmetropole New York in der zweiten Juniwoche mit ersten Lockerungen der Beschränkungen beginnen. In der kommenden Woche würden voraussichtlich alle Bedingungen dafür erfüllt, sagte Andrew Cuomo, Gouverneur des Bundesstaats New York, am Freitag bei seiner täglichen Pressekonferenz.
Um in die erste von vier Phasen des Lockerungsprozesses einzutreten, müssen die Regionen New Yorks sieben Bedingungen erfüllen - beispielsweise ausreichend freie Krankenhausbetten, ausreichend Tests und rückläufige Zahlen von Neuinfektionen. Alle neun anderen Regionen des Bundesstaats erfüllen diese Bedingungen bereits und haben mit Lockerungen begonnen.
Der Bundesstaat - und insbesondere die Millionenmetropole New York - sind von der Coronavirus-Pandemie besonders hart getroffen worden. Mehr als 370.000 Menschen in dem Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern haben sich bereits angesteckt, fast 30.000 sind daran gestorben. Am Donnerstag habe es 152 Neuinfektionen gegeben, sagte Cuomo. 67 Menschen seien nach einer Infektion gestorben.
 

19:56 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Johnson und Trump sprechen sich für reales G7-Treffen aus
Großbritanniens Premierminister Boris Johnson und US-Präsident Donald Trump haben sich für ein reales G7-Treffen im kommenden Monat ausgesprochen. Bei einem Telefongespräch hätten die beiden über die Wichtigkeit eines persönlichen Zusammentreffens der Staats- und Regierungschefs der führenden Industrieländer gesprochen, teilte Downing Street am Freitag mit.
Trump ist in diesem Jahr Gastgeber des G7-Gipfels. Ursprünglich war das Treffen der sieben führenden Wirtschaftsnationen für den 10. bis 12. Juni am Landsitz des Präsidenten in Camp David geplant gewesen. Im März hatte die US-Regierung den Gipfel wegen der Corona-Pandemie jedoch abgesagt und stattdessen eine Videokonferenz angesetzt.
In der vergangenen Woche hatte Trump dann überraschend angekündigt, angesichts einer Erholung in der Corona-Krise denke er darüber nach, die Zusammenkunft doch als reales Treffen abzuhalten. Trump drängt auf eine Wiedereröffnung der angeschlagenen US-Wirtschaft. Die US-Hauptstadt und ihr Großraum sind jüngsten Daten zufolge proportional besonders von Corona-Infektionen betroffen.

19:01 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Athen öffnet Tourismus - keine Quarantänepflicht für Deutschland
Touristen und Reisende aus 29 Staaten werden ab 15. Juni ohne Quarantänepflicht nach Griechenland reisen können. Die Gesundheitsbehörden werden stichweise Kontrollen wegen des Coronavirus durchführen. Dies teilte das griechische Tourismusministerium am Freitag mit. Diese Staaten sind Deutschland, Österreich, die Schweiz, Albanien, Australien, Nordmazedonien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Japan, Israel, China Kroatien, Zypern, Lettland, Libanon, Litauen, Malta, Montenegro, Neuseeland, Norwegen, Südkorea, Ungarn, Rumänien, Serbien, die Slowakei, Slowenien sowie Tschechien und Finnland.
Großbritannien, das neben Deutschland wichtigste Land, aus dem Urlauber nach Griechenland kommen, ist nicht auf der Liste der ersten Staaten, für die es keine Quarantänepflicht gilt. Am 1. Juli will Athen erneut die Lage mit der Coronapandemie in anderen Staaten prüfen und entsprechend neue Staaten der Quarantänefreien Liste hinzufügen, hieß es in Athen.
 

19:00 Uhr - Freitag, 29.05.2020

UN-Sicherheitsrat will sich nun doch mit Hongkong beschäftigen
Der UN-Sicherheitsrat will die chinesischen Pläne für ein umstrittenes Sicherheitsgesetz für Hongkong nun doch thematisieren. Anstelle eines offiziellen Treffens zu dem Thema, sollte es am Freitag am Rande einer anderen Sitzung angesprochen werden, teilten Diplomaten in New York mit. Wegen der Corona-Pandemie findet die Sitzung virtuell statt, Zuschauer sind nicht zugelassen.
Zuvor hatten die USA eine Sondersitzung des Gremiums zu Hongkong beantragt. Chinas Vorhaben würde Autonomie und Freiheiten der Sonderverwaltungszone «grundlegend untergraben», hatte die US-Mission bei den Vereinten Nationen mitgeteilt. China habe eine solche Sitzung aber blockiert, was die Angst der Führung in Peking vor Transparenz belege.
Hintergrund ist ein geplantes Sicherheitsgesetz der Regierung in Peking für Hongkong, das sich gegen Aktivitäten richtet, die als subversiv, separatistisch oder ausländische Einmischung angesehen werden. Zur Durchsetzung sollen möglicherweise chinesische Sicherheitsorgane in Hongkong eingesetzt werden.
Die USA und China gehören zu den ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats. Die Spannungen zwischen den beiden Ländern haben sich in den vergangenen Wochen deutlich verschärft - vor allem wegen der Corona-Krise. US-Präsident Donald Trump wirft China vor, das Coronavirus nicht an der Quelle eingedämmt zu haben.
 

18:51 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Lokal nach Corona-Infektionen in Niedersachsen geschlossen
Nach zahlreichen Infektionen mit dem Coronavirus nach der Wiedereröffnung eines Restaurants im niedersächsischen Moormerland bleibt das Lokal vorerst geschlossen. Entsprechende Medienberichte bestätigte am Freitag der Anwalt des Wirts. Einem Bericht der «Ostfriesenzeitung» zufolge will der Wirt den Betrieb nicht mehr alleine weiterführen, sondern innerhalb einer Gesellschaft, die gerade gegründet werde. Sobald diese notariell beurkundet sei, werde in deren Namen eine neue Genehmigung beantragt. Er rechne damit, dass das Lokal mit der Gesellschaft als Betreiber wieder öffnen werde.
Mehrere Dutzend Menschen hatten sich im Zusammenhang mit einer Veranstaltung zur Eröffnung der Gaststätte in Moormerland mit dem neuen Coronavirus infiziert. Der Betreiber betonte stets, es seien alle Schutzmaßnahmen eingehalten worden.

 

18:33 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Corona-Zahlen in Kulmbach sinken

Rund zwei Wochen lang hat es im Landkreis keinen neuen Fall von Corona mehr gegeben. Am Donnerstag wurde dann doch wieder eine Neuinfektion bekannt. Für Landrat Klaus Peter Söllner ist das ein klares Zeichen: "Wir müssen sehen, wie sich das mit den Lockerungen jetzt an Pfingsten entwickelt." Allen, die jetzt glaubten, das Thema Corona sei für den Landkreis Kulmbach abgeschlossen, machte Klaus Peter Söllner eine klare Ansage: "Das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange."

Gute Nachrichten im Zusammenhang mit dem Verlauf der Pandemie im Landkreis gibt es aber trotz des einen neu aufgetretenen Fall gleich eine ganze Menge, wie Vertreter des Katastrophenstabs am Landratsamt am Freitag mitteilten. Von den 245 Menschen, die sich seit dem Ausbruch im Kulmbacher Land mit Covid 19 infiziert hatten, sind 228 bereits genesen. Unter Berücksichtigung der elf Todesfälle, die im Zusammenhang mit der Krankheit leider auch aufgetreten sind, gibt es aktuell im Landkreis vier bekannte infizierte Personen.

Der Mensch, dessen Infektion am Donnerstag bekannt geworden ist, sei glücklicherweise symptomfrei, informierte der Landrat. Es habe auch nicht viele Kontaktpersonen gegeben, die nun ebenfalls in Quarantäne geschickt werden müssten.

Trotz des neuen Falls bleibt die 7 Tage-Inzidenz für den Landkreis bei Null. "Damit sind wir weit weg vom kritischen Wert", freut sich der Landrat. Er weiß aber auch, wie schnell sich das ohne jedes Verschulden ändern kann und schaut dabei auf einige Nachbarkreise, in denen es erhöhte Zahlen gegeben hat. mbu

18:21 Uhr - Freitag, 29.05.2020

RKI meldet rund 560 Neuinfektionen in Deutschland
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) rund 560 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Zwar hatte das RKI am frühen Freitagmorgen die Zahl zunächst mit 741 angegeben, allerdings seien darin wegen technischer Probleme auch ältere Fälle enthalten, wie eine RKI-Datenexpertin auf Nachfrage erläuterte. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 180.458 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt (Datenstand 29.05. 0 Uhr).
Bislang starben nach RKI-Angaben 8450 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 39. 164.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 900 mehr als noch einen Tag zuvor.
Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag bei 0,61 (Datenstand 28.5. 0 Uhr; Dienstag 0,68). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel etwa sechs weitere Personen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 28.5. 0.00 Uhr) bei 0,78. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.
 

18:20 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Dax geht mit Minus ins lange Wochenende - Starker Mai
Nach fünf Handelstagen im Plus hat der Dax am Freitag erstmals wieder Verluste verzeichnet. Der deutsche Leitindex verabschiedete sich nach einigem Auf und Ab im Handelsverlauf mit einem Abschlag von 1,65 Prozent bei 11.586,85 Punkten.
Tags zuvor hatte der Dax im Zuge der Erholung vom Corona-Crash mit 11.813 Punkten den höchsten Stand seit Anfang März erreicht. Trotz der aktuellen Verluste kommt der Mai damit auf ein Kursplus von rund 6,7 Prozent.
In den Reihen hinter dem Dax ging es am Freitag für den MDax der mittelgroßen deutschen Werte um 0,93 Prozent auf 25.396,00 Zähler nach unten.
Während die Lockerungsmaßnahmen in der Corona-Krise am letzten Handelstag des Monats in den Hintergrund rückten, sorgte für zusätzlich Nervosität, dass US-Präsident Donald Trump für diesen Freitag eine Stellungnahme zum Konflikt mit Peking angekündigt hat. Trotz massiver internationaler Kritik hatte Chinas Volkskongress die Pläne für ein neues Sicherheitsgesetz in Hongkong gebilligt.
 

18:18 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Dänemark öffnet Grenzen für deutsche Touristen
Dänemark öffnet seine in der Corona-Krise geschlossenen Grenzen wieder für Touristen aus Deutschland, Island und Norwegen. Das gab Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Freitag in Kopenhagen bekannt. Voraussetzung: «Urlauber aus den drei Ländern müssen dokumentieren, dass sie einen Aufenthalt gebucht haben, das heißt mindestens sechs Nächte in einem Hotel, Campingplatz oder ähnlichem», sagte Frederiksen. Ausgenommen von der Öffnung sind die Hauptstadt Kopenhagen und die Region Frederiksberg, wo es die meisten Covid-19-Fälle gibt.
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther begrüßte die zum 15. Juni angekündigten Erleichterungen im deutsch-dänischen Grenzverkehr. «So kurz vor den Sommerferien wird dieser Schritt insbesondere viele Urlauberinnen und Urlauber freuen», sagte der CDU-Politiker. Es bleibe aber der Wunsch der Landesregierung, die von dänischer Seite über den 15. Juni hinaus weiterbestehenden coronabedingten Einreisebeschränkungen ganz abzuschaffen, sagte Günther.
Ihm zufolge hat die Bundesregierung nach Rücksprache mit der Landesregierung angekündigt, dass die derzeit noch auf deutscher Seite bestehenden Grenzkontrollen nach dem 15. Juni eingestellt werden. Laut Bundespolizei wird die Grenze von Deutschland noch stichprobenartig kontrolliert.
Auch für die Menschen im Grenzland sei die geplante Aufhebung von Restriktionen ein wichtiges Signal, auf das sie warten, sagte Günther. Nun sei zu prüfen, inwiefern auch diese Menschen von den nun verkündeten Maßnahmen konkret profitieren werden. Die Bewohner des Grenzlandes seien von den derzeitigen Beschränkungen besonders betroffen. «Hier sind durch die Grenzschließung von einem Tag auf den anderen Härtefälle entstanden, die nur temporär und dank der Solidarität der Menschen untereinander ausgehalten werden konnten.» Auf dem Weg zurück zur gewohnten Freizügigkeit stehe die Landesregierung weiter für einen konstruktiven Dialog zur Verfügung.
 
 

18:17 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Österreich gibt Maskenpflicht Mitte Juni weitgehend auf
Österreich gibt angesichts niedriger Corona- Infektionszahlen Mitte Juni die Maskenpflicht weitgehend auf. Wenn die Grenzen zu Deutschland und anderen Nachbarländern am 15. Juni wieder geöffnet werden, muss in der Öffentlichkeit bis auf wenige Ausnahmen auch kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden. Dies gab Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag in Wien bekannt. Innerhalb von 24 Stunden gab es nach Regierungsangaben lediglich 27 Neuinfektionen in Österreich.
Masken müssen ab 15. Juni nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Apotheken, Praxen und Kliniken aufgesetzt werden. Ebenso sei dies bei Mitarbeitern im Dienstleistungsgewerbe nötig, wo der Mindestabstand von einem Meter nicht immer eingehalten werden könne, sagte Kurz. Als Beispiele nannte er Friseure und die Gastronomie. Österreich hatte als eines der ersten Länder in Europa Anfang April die Maskenpflicht eingeführt.
Die Sperrstunde in der Gastronomie wird zum 15. Juni zudem um zwei Stunden bis 1.00 Uhr ausgeweitet. Auch die Regel, dass höchstens vier erwachsene Personen an einem Tisch im Restaurant sitzen dürfen, fällt dann. Wenn nötig, könnten regional aber auch wieder strengere Maßnahmen verhängt werden, sagte Kurz.
 

18:16 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Angst vor Corona: Zusätzliche Ersatzcrew für Flug zur Raumstation ISS
Aus Angst vor einem Ausbruch von Corona unter den den Raumfahrern halten die Russen für den nächsten Start im Oktober erstmals auch eine dritte Besatzung für den Notfall vor. Für den Flug zur Raumstation ISS gebe es nun eine zusätzliche Ersatzcrew, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am Freitag in Moskau mit. Normalerweise wird für je einen Raumfahrer ein zweiter vorgehalten, der etwa im Krankheitsfall auch kurzfristig einspringen kann.
In die zusätzliche Ersatzmannschaft hat Roskomos zwei Kosmonauten berufen. Die Sojus-Trägerrakete soll in gut fünf Monaten vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abheben. Als Hauptmannschaft sind die Kosmonauten Sergej Ryschikow und Sergej Kud-Swertschkow und die US-Astronautin Kathleen Rubins vorgesehen.
Bereits beim Start im April gab es strenge Sicherheitsvorkehrungen. Die Raumfahrer waren zum Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus in Quarantäne. Zwei Wochen nach dem Flug hatte Roskosmos mitgeteilt, dass die Mannschaft nach wie vor gesund sei.

18:12 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Auch Virologe Streeck erhielt Päckchen mit Flüssigkeit
Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat offenbar das gleiche Drohschreiben erhalten wie bereits sein Kollege Christian Drosten, SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU). «Ich habe auch Flüssigkeiten geschickt bekommen, auf denen stand, dass ich sie doch trinken solle, damit ich immun werde», sagte Streeck der Düsseldorfer «Rheinischen Post» (Freitag).
«Ich habe das jetzt nicht als Morddrohung verstanden. Ich habe das einem Kollegen gegeben und ihn gebeten, das Päckchen unter Überdruck zu zerstören. Dann war die Sache für mich auch erledigt.» Bei dem Hass gegen ihn und andere Experten gehe es letzten Endes um Angst, sagte Streeck. «Die einen haben Angst vor dem Virus, die anderen vor dem Verlust der Existenz. Das kann noch sehr viel emotionaler werden. Da müssen wir wirklich aufpassen.»
 

18:11 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Söder wird für Kampf gegen Corona bedroht - Umschlag mit Reagenzglas
Für seinen politischen Kurs im Kampf gegen das Corona-Virus wurde CSU-Chef Markus Söder bereits persönlich bedroht und angefeindet. «Hass und Hetze nehmen zu», schrieb der bayerische Ministerpräsident am Freitag beim Kurznachrichtendienst Twitter und postete dazu das Foto eines an ihn andressierten Briefumschlags samt Inhalt. Neben einem kleinen Reagenzglas liegt ein Zettel auf dem «2019-nCoV» «positiv» steht und auf einem zweiten Zettel der Satz «trink das - dann wirst du immun».
Söder verwies in seiner Mitteilung auf ähnliche Drohungen gegen den Virologen Christian Drosten und den SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach: «Auch ich erhielt am 25.5. so einen Umschlag Verschwörungstheoretiker schüren ein gefährliches Klima. Das dürfen wir nicht zulassen. Die Politik muss Haltung zeigen und die Stimme der Vernunft sein.»
 

18:10 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Spahn mahnt erneut zu Arztbesuchen
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Menschen erneut dazu aufgerufen, auch während der Corona-Pandemie bei Beschwerden zum Arzt oder im Notfall ins Krankenhaus zu gehen. Die Zahl der Arztbesuche und Krankenhausbehandlungen sei drastisch zurückgegangen, sagte Spahn am Freitag bei «Bild live». Gemeinsam mit den Kassenärzten und dem Deutschen Krankenhausverband unterzeichnete der Minister dem Bericht zufolge einen entsprechenden Appell.
«Viele Patientinnen und Patienten haben offenbar Angst, sich anzustecken», sagte Spahn. Die Angst sei unbegründet: «Praxen und Krankenhäuser haben sich auf die Corona-Patienten eingestellt. Patienten mit Covid-19-Symptomen werden strikt von anderen Patienten getrennt. Ärzte und Pflegekräfte halten professionelle Sicherheitsauflagen ein, schützen sich und ihre Patienten.»
Die Zahl der Facharztbesuche in Deutschland sank in der Hochphase der Corona-Pandemie zwischen Mitte März und Anfang Mai einer Umfrage zufolge massiv. Kardiologen und Onkologen registrierten zwischen 30 und 50 Prozent weniger Termine, wie aus einer bundesweiten Umfrage des NDR bei Vertretern von Berufsverbänden, Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen hervorgeht. Zahnärzte verzeichneten demnach sogar ein Minus von bis zu 80 Prozent. Bei vielen Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen nahmen die Anfragen um bis zu 50 Prozent ab.
 

17:55 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Bayerns Biergärten dürfen ab sofort wieder bis 22.00 Uhr öffnen
Bayerns Biergärten dürfen ab sofort wieder bis 22.00 Uhr Gäste bewirten. Die Staatsregierung zieht nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Augsburg die eigentlich erst für Dienstag nach Pfingsten geplante Verlängerung der Öffnungszeiten für alle gastronomischen Außenbereiche vor. Dies diene dem Rechtsfrieden und verhindere, dass es in Bayern einen Flickenteppich bei den Öffnungszeiten gebe, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in München.
Das Verwaltungsgericht Augsburg hatte am Donnerstag dem Eilantrag eines Gastronomen stattgegeben und die Öffnung der Außengastronomie bis 22.00 Uhr gestattet. Daraufhin erlaubte die Stadt Augsburg allen Wirten sofort, ihre Außenbereiche wieder bis 22.00 Uhr zu betreiben. Am Freitag hatten weitere Kommunen - darunter die Stadt Memmingen - ebenfalls entschieden, ihren Worten noch vor dem Pfingstwochenende längere Öffnungen zu erlauben.
Der ursprüngliche - erst am Dienstag vom Kabinett beschlossene - Plan der Staatsregierung sah vor, dass erst ab dem Dienstag nach Pfingsten Gäste in Biergärten und Gastronomie-Außenbereichen wieder bis 22.00 Uhr - und damit zwei Stunden länger als bisher - bewirtet werden dürfen. Dagegen durften Wirte aber in geschlossenen Räumen schon vor der Gerichtsentscheidung bis 22.00 Uhr Gäste bedienen und verpflegen.
 

17:55 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Hotels, Seilbahnen, Ausflugsdampfer und Busse nehmen Betrieb auf
Mit dem ersten Tag der Pfingstferien nimmt in Bayern die Tourismusbranche ihren Betrieb nach der Corona-Pause wieder auf. Hotels und andere Beherbergungsbetriebe dürfen ab Samstag wieder touristische Übernachtungen anbieten. Seenschifffahrt und Seilbahnen befördern wieder Gäste - mit Abstandsgebot, Masken sowie verringerter Kapazität. Touristische Busfahrten sind wieder gestattet, solange es sich nicht um Gruppenreisen handelt. Zudem dürfen wieder Angebote wie Stadtführungen gemacht werden.
Auch die Schlösserverwaltung öffnet ihre Objekte zu Pfingsten wieder. Nur einige Besuchermagnete wie Neuschwanstein, Linderhof oder die Residenzen in Würzburg und München müssen bis nach dem verlängerten Wochenende warten und sind erst ab dem 2. Juni wieder zugänglich. Zudem werden auch hier die Besucherzahlen beschränkt und bleiben Sehenswürdigkeiten mit zu engen Innenräumen geschlossen.
Die Pfingstferien und der erwartete Ansturm machen den Touristenzielen allerdings auch Sorgen. So mahnte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) die Urlauber und Ausflügler zu Vorsicht und Rücksichtnahme. «Wir wollen kein zweites Ischgl werden», sagte sie. Denn an Badeseen und auf den Bergen dürfte es so voll werden wie selten.
Angesichts der erwarteten Park- und Verkehrsprobleme in den Erholungsgebieten mahnte die Polizei, sich an die Regeln zu halten. Die Beachtung der Parkordnung und das Freihalten der Rettungswege in den Ausflugsregionen werde verstärkt kontrolliert.
Sich abends in einen Biergarten zu setzen wird für die Ausflügler und Touristen dagegen entspannter: Die ursprünglich erst für Dienstag vorgesehene Ausweitung der Öffnungszeiten für die Außengastronomie von 20.00 auf 22.00 Uhr wurde vorgezogen und gilt laut Staatskanzlei bereits seit Freitag.

 

17:54 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Zahlreiche Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen erwartet
In vielen bayerischen Städten wollen Menschen am Wochenende erneut gegen die ihrer Meinung nach zu strengen Corona-Maßnahmen auf die Straßen gehen. Allein für den Samstag seien mehr als 50 Versammlungen angemeldet worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag in München. Für das gesamte verlängerte Wochenende seien knapp 70 Versammlungen geplant, unter anderem in Würzburg, Augsburg, Kempten und Ingolstadt.
Mit 1500 angemeldeten Personen wird eine der größten Kundgebungen in Nürnberg vor der Meistersingerhalle erwartet. Auch in München soll unter dem Motto «Zusammenstehen für Freiheit, Grundrechte und Selbstbestimmung» eine große Kundgebung auf der Theresienwiese stattfinden. Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts dürfen dort am Samstag weiterhin höchstens 1000 Menschen teilnehmen. Die Richter lehnten einen Eilantrag des Veranstalters ab, der gefordert hatte, 10 000 Menschen zu der Demonstration zuzulassen.
Das Gericht bestätigte damit eine Entscheidung der Landeshauptstadt (LHM). «Das Gericht teilt weiterhin die Bedenken der LHM, dass der Veranstalter nicht die aufgrund der Bayerischen Infektionsschutzverordnung bestehenden Kontaktbeschränkungen einhalten kann», hieß es in der Mitteilung.
Am vergangenen Wochenende gingen wegen eines Unwetters deutlich weniger Demonstranten gegen die Corona-Beschränkungen auf die Straße als erwartet. Einige Kundgebungen mussten abgesagt werden.
 

17:17 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Kaum Veränderungen im Landkreis Kronach

Im Vergleich zum Dienstag gibt es am Mittwoch landkreisweit kaum Veränderungen bei den Corona-Zahlen.

Derzeit sind neun Personen infiziert. Das sind zwei Personen weniger als am Donnerstag. Genesen sind mittlerweile 149 Menschen. Weiterhin sind drei Personen in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Gesamtzahl der bislang bestätigten Coronavirus-Infektionen beträgt 161. Das entspricht dem Stand des Vortages. In Quarantäne sind derzeit 19 Personen. Insgesamt aus der Quarantäne entlassen wurden bislang 373 Menschen.

16:44 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Bremer SPD und CDU mahnen in Brief an Merkel Hilfen für Kommunen an
Die Bremer SPD wirbt gemeinsam mit der oppositionellen CDU in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) für eine finanzielle Entlastung der Kommunen in der Corona-Krise. Wenn Städte und Gemeinden in dieser Krise nicht mehr investieren könnten, werde die Wirtschaft mit Sicherheit nicht mehr anspringen, warnten die Landeschefs beider Parteien, Carsten Meyer-Heder (CDU) und Sascha Karolin Aulepp (SPD), am Freitag in dem zweiseitigen Schreiben. «Einsparungen in dieser Zeit würden außerdem ein falsches Signal senden und eine zusätzliche Abwärtsspirale in Gang setzen.»


Eine Entlastung der Kommunen von den «Corona-Folgen» sei genauso sinnvoll und zwingend wie ein umfangreiches Konjunkturprogramm, das sich konsequent an Innovation, Bildung, Forschung und Klimaschutz orientiere. Notwendig sei eine mehrheitsfähige Altschuldenregelung. Jetzt sei keine Zeit für parteipolitisches Taktieren, hieß es. «Wir schreiben diesen Brief an Sie bewusst gemeinsam, um diese Haltung zu unterstreichen.»

16:37 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Brinkhaus fordert schnelle Öffnung von Schulen und Kitas


Der Unions-Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus hat sich für eine rasche Rückkehr zum Normalbetrieb in Schulen, Kitas und Kindergärten ausgesprochen. Deren Schließung vergrößere Unterschiede zwischen Kindern aus bildungsnahen und bildungsfernen Familien, sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Auch die Belastung für die Familien sei problematisch. «Deshalb müssen wir schnell wieder zu einem normalen Schulalltag und Regelbetreuung in Kitas und Kindergärten kommen», sagte Brinkhaus. Damit die Gesundheit von Kindern und Betreuern sichergestellt werden könne, müssten lokale Gesundheitsbehörden weiter gestärkt werden.
 

16:31 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Tübinger Mediziner unterbrechen Studie mit Medikament gegen Covid-19


Tübingen (dpa) - Das Tübinger Institut für Tropenmedizin unterbricht seine Studie mit dem Medikament Chloroquin zur Behandlung von Covid-19-Patienten. Wie Institutsdirektor Peter Kremsner am Freitag mitteilte, soll sie bis zu zwei Wochen ausgesetzt werden, weil es Berichte über schwere Nebenwirkungen des Malaria-Mittels gegeben hat. In dieser Zeit solle ein unabhängiges Sicherheitsgremium die ersten Ergebnisse zur Patientensicherheit anschauen. Danach solle eine Entscheidung fallen, ob die Studie fortgesetzt werde. Zuerst hatte der SWR darüber berichtet.


Die Studie hatte Ende März begonnen. Kremsner geht davon aus, dass die Sorgen um Nebenwirkungen übertrieben sind. Das Medikament sei seit Jahrzehnten bekannt und gut verträglich. Voraussetzung sei allerdings, dass es bei vielen Vorerkrankungen nicht eingesetzt werden dürfe und nicht in Kombination mit vielen anderen Medikamenten.


Unterdessen wies die Europäische Arzneimittelbehörde EMA Ärzte erneut daraufhin, bei der Behandlung von Covid-19-Patienten  mit Chloroquin und dem verwandten Hydroxychloroquin besondere Vorsicht walten zu lassen. Eine positive Wirkung sei noch nicht belegt, die Behandlung könne schwere Nebenwirkungen haben, etwa bei Patienten mit Herzerkrankungen. Frankreich hatte diese Woche die Behandlung mit Hydroxychloroquin ganz verboten. Einen entsprechenden Erlass veröffentlichte die Regierung am Mittwoch.
 

16:26 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Zahl der Corona-Fälle in Bremerhavener Freikiche mehr als verdoppelt

Im Umfeld einer freikirchlichen Gemeinde in Bremerhaven haben sich mehr Menschen mit dem Coronavirus angesteckt als bisher bekannt. Mindestens 44 Gläubige seien positiv getestet worden, berichtete die «Nordsee-Zeitung» (Online/Freitag). Zwei der Infizierten seien im Krankenhaus, beide müssten nicht beatmet werden. Mehr als 100 Gemeindemitglieder seien in Quarantäne. Der Bremerhavener Krisenstab geht davon aus, dass sich die Betroffenen in Gottesdiensten angesteckt haben. Ein Sprecher der Stadt Bremerhaven sagte, die freikirchliche Gemeinde habe mitgeteilt, sich an alle Hygieneauflagen gehalten zu haben.
 

16:25 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Neuer Corona-Ausbruch in Pflegeheim im Landkreis Sonneberg

Im Landkreis Sonneberg ist es innerhalb eines Tages zu 19 Corona-Neuinfektionen gekommen. Die Zahl der Infizierten stieg bis Freitag (0.00 Uhr) auf 244, wie das Landratsamt mitteilte. Grund sei ein Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim im nördlichen Teil des Landkreises. Hier haben sich den Angaben zufolge 15 hochbetagte Bewohner eines Trakts und mehrere Pflegekräfte angesteckt. Bewohner und Beschäftigte waren auf das Virus getestet worden, nachdem sich eine in dem Heim lebende Frau mit dem Virus infiziert hatte. Sie hatte Symptome gezeigt und war ebenfalls getestet worden. Der betroffene Wohntrakt sei räumlich von den übrigen Bereichen der Einrichtung abgetrennt.


Der Landkreis Sonneberg gilt seit Wochen als einer der Thüringer Corona-Schwerpunkte. Wegen der neuen Fälle sprang auch die Sieben-Tage-Infektionsrate über die kritische Marke von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner. Sie liegt nun bei 65,1 nach 41,1 einen Tag zuvor.


In dem Heim sollen Personal und Bewohner erneut getestet werden. Auch eine Mitarbeiterin eines ambulanten Pflegedienstes sei betroffen, so das Landratsamt. Zudem habe sich im westlichen Kreisgebiet eine Erzieherin infiziert. Der von 37 Kindern besuchte Kindergarten sei umgehend geschlossen worden, Kinder und Personal sollen getestet werden.
 

16:13 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Mitten in Corona-Krise: Spanien führt «Grundeinkommen» ein

In Spanien wird es für arme Familien erstmals ein monatliches «Grundeinkommen» geben. Das beschloss die Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez am Freitag unter dem Eindruck wachsender sozialer Not durch die Corona-Krise. Allerdings war das Vorhaben bereits Teil der Koalitionsvereinbarungen zwischen dem sozialistischen Regierungschef und seinem Partner Pablo Iglesias vom Linksbündnis Unidas Podemos.
«Heute ist ein historischer Tag für unsere Demokratie, an dem ein neues soziales Recht entsteht», sagte Iglesias im Fernsehen. Die neue Regelung gilt vom 1. Juni an. Die Regierung geht davon aus, dass insgesamt 850 000 Haushalte Anspruch auf die staatlichen Hilfen haben werden.

Das entspricht etwa 2,3 Millionen der etwa 50 Millionen Einwohner Spaniens, davon 30 Prozent Kinder und Jugendliche. Etwa 16 Prozent sind Alleinerziehende - zu 90 Prozent Frauen.


Die Hilfen betragen monatlich zwischen 460 und 1000 Euro, je nach Zusammensetzung und Größe des Haushalts. Anspruchsberechtigt sind in der Regel Personen zwischen 23 und 65 Jahren, die seit mindestens drei Jahren einen selbstständigen Haushalt führen, mindestens ein Jahr sozialversicherungspflichtig waren und deren Einkommen pro Person im Haushalt unter 230 Euro im Monat liegt. Die Kosten werden auf jährlich mindestens drei Milliarden Euro geschätzt.


Das Bruttoinlandsprodukt Spaniens wird dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nach Schätzung der Regierung um etwa 9,2 Prozent schrumpfen. Erwartet wird zudem ein Anstieg der Arbeitslosenrate von 13,8 Prozent Ende 2019 auf rund 19 Prozent in diesem Jahr.
 

14:51 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Corona: Weitere Infizierte in Stadt und Landkreis Coburg

Im Vergleich zum Mittwoch haben sich die Corona-Zahlen in der Stadt und im Landkreis Coburg kaum verändert. Es gibt aber ein weiteres Todesopfer.

Wie die Gesundheitsbehörde der Stadt und des Landkreises Coburg am Freitag mitteilt, sind derzeit 114 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (92 im Landkreis, 22 in der Stadt). Im Vergleich zum Vortag sind das sechs Infizierte mehr. Insgesamt gibt es bislang 408 bestätigte Coronavirus-Infektionen (Vortag: 399). Die Zahl der Genesenen beträgt mittlerweile 270. Im Vergleich zum Donnerstag sind das drei Genesene mehr. Die Gesamtzahl der Toten beträgt in Stadt und Landkreis weiter 24 (23 Tote im Landkreis, ein Toter in der Stadt).

14:14 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Kaum Veränderung in Stadt und Landkreis Hof

Aktuell sind in Stadt und Landkreis Hof 52 Personen Corona-positiv. Die Zahl der bisher festgestellten Coronafälle im Landkreis und der Stadt Hof liegt aktuell bei 567 Personen. Davon bereits wieder symptomfrei und aus der häuslichen Isolierung entlassen sind 479 Personen. 

Die Zahl der Todesfälle von Covid 19-Infizierten liegt weiterhin bei 36.

 

14:13 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Corona-Update: Lage im Landkreis Wunsiedel bleibt stabil

Das Landratsamt Wunsiedel meldet am Freitag keine Veränderungen bei den Corona-Zahlen im Vergleich zum Vortag.

Aktuell sind im Landkreis elf Personen erkrankt, 603 sind genesen. Seit Beginn der Pandemie wurden 653 Personen positiv auf das Virus getestet. 39 Personen sind gestorben. Das teilt das Landratsamt Wunsiedel am Freitagmittag mit.

12:25 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Viele wollen 2020 auf Sommerurlaub verzichten

Der Sommer steht vor der Tür, doch nur wenige wollen in den Urlaub fahren. Einer Befragung zufolge wollen mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland in diesem Jahr nicht die Koffer packen.

ehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland will laut dem ZDF-Politbarometer in diesem Jahr nicht in Urlaub fahren.

Nach den heute veröffentlichten Zahlen gaben 37 Prozent der Befragten an, keinen Urlaub zu machen. Etwas weniger als ein Drittel (31 Prozent) möchte in den Urlaub fahren, will den in diesem Jahr aber in Deutschland verbringen. Nur gut jeder Zehnte (13 Prozent) plant den Sommerurlaub im europäischen Ausland. 18 von 100 Menschen sind noch unentschieden.

Auch darüber, was die Menschen umtreibt, gab die Umfrage Auskunft: Viele Menschen machen sich in der Corona-Krise mehr Sorgen um wirtschaftliche Folgen (61 Prozent) als um gesundheitliche (33 Prozent). Die meisten Menschen (71 Prozent) gehen davon aus, dass sich die Wirtschaftslage in Deutschland stark verschlechtern wird. Gut ein Viertel glaubt das nicht (28 Prozent).

Dass sich das auch stark auf die eigene finanzielle Situation auswirkt, glauben hingegen nur 12 Prozent. Eine deutliche Mehrheit (86 Prozent) erwartet geringe oder keine Verschlechterung. Einen einmaligen Familienbonus von 300 Euro pro Kind finden viele gut (57 Prozent). Über ein Drittel ist dagegen (38 Prozent).

Die Hilfen der Regierung für Unternehmen und Betrieben stoßen bei den meisten Menschen auf ein positives Echo: 59 Prozent der Befragten unterstützen das. 22 Prozent finden, die Maßnahmen reichten nicht aus, knapp jeder Zehnte empfindet die Maßnahmen als zu viel. Dass sich Deutschland stark verschuldet, finden knapp drei Viertel der Befragten (73 Prozent) richtig. Widerspruch kam von 23 Prozent, darunter knapp zwei Drittel der AfD-Wähler.

11:51 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Umfrage: Große Mehrheit gegen Ramelows Lockerungspläne

Die große Mehrheit der Bundesbürger lehnt einer Umfrage zufolge die Corona-Lockerungspläne des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) ab.

Im ZDF-Politbarometer vom Freitag sprachen sich 72 Prozent dagegen aus. Ein Viertel der Befragten unterstützt den Vorstoß. Ramelow hatte sich in den vergangenen Tagen für eine neue Strategie ausgesprochen, wonach es keine vom Land einheitlich verordneten Corona-Beschränkungen mehr geben sollte.

Vielmehr beurteilen die meisten Befragten (56 Prozent) die jetzt geltenden Lockerungen bei den Einschränkungen in der Corona-Pandemie als gerade richtig. Knapp einem Drittel (32 Prozent) gehen die Lockerungen zu weit, für 11 Prozent der Bundesbürger gehen sie nicht weit genug.

44 Prozent der Befragten sehen ihre eigene Gesundheit durch das Coronavirus gefährdet, für 54 Prozent ist das nicht der Fall. Hinsichtlich der Ausbreitung von Sars-CoV-2 glauben 42 Prozent, das Schlimmste sei in Deutschland schon überstanden. Rund die Hälfte der Befragten (51 Prozent) bezweifelt die

10:15 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Handball-Bundesliga plant Saisonstart auch mit Zuschauern

Die Handball-Bundesliga (HBL) setzt auf weitere Corona-Lockerungen und plant den Start der neuen Saison auch mit Zuschauern. Bis Mitte Juni will die Liga ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet haben.

«Natürlich schauen wir uns auch viel von den Konzepten der Fußballer und Basketballer ab. Aber die Königsdisziplin ist es, ein Konzept mit Zuschauern auszuarbeiten», sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann der Deutschen Presse-Agentur. Da die HBL-Clubs anders als etwa die Fußball-Bundesligisten viel stärker auf Zuschauer- und Sponsoringeinnahmen angewiesen sind, hofft die HBL für den angepeilten Saisonstart auf Spiele in teilgefüllten Hallen.

«Ich gehe, Stand heute, davon aus, dass wir an den meisten Standorten begrenzt mit Zuschauern spielen können, egal ob wir im September oder Oktober starten können», sagte Bohmann. Ob die für den kommenden Januar in Ägypten geplante Weltmeisterschaft bei einem HBL-Saisonstart erst im Oktober stattfinden kann, sieht der 55-Jährige angesichts der Termindichte skeptisch. «Wir haben dem Weltverband IHF schon gesagt, dass es uns frühzeitig mitgeteilt werden muss, sollte es zu einer Verlegung der WM kommen», sagte Bohmann. «Es wäre blauäugig zu sagen, dass die WM im Januar auf jeden Fall stattfindet.»

10:06 Uhr - Freitag, 29.05.2020

Einzelhandel leidet in der Corona-Krise

Der Einzelhandel in Deutschland hat wegen geschlossener Geschäfte in der Corona-Krise kräftige Umsatzeinbußen erlitten.

Im April sank der Erlös preisbereinigt um 6,5 Prozent gemessen am Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Zum Vormonat März fiel der Umsatz um gut 5 Prozent - der stärkste Rückgang gegenüber einem Vormonat seit dem Januar 2007.

Gefragt waren demnach zwar Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren, dort stieg der Umsatz um 6,2 Prozent. Hingegen brach der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln um 14,5 Prozent ein - der größte Rückgang seit Beginn der Zeitreihe 1994, so die Wiesbadener Statistiker. Besonders groß waren die Umsatzverluste bei Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren mit mehr als 70 Prozent.

Großer Gewinner in der Corona-Krise war zuletzt der Internet- und Versandhandel mit einem Umsatzplus von mehr als 24 Prozent zum Vorjahresmonat. Da viele Geschäfte erst Ende April unter Auflagen wieder öffnen durften und Verbraucher Angst vor Infektionen hatten, kauften sie verstärkt im Internet.

10:02 Uhr - Freitag, 29.05.2020

David Guetta lädt Fans erneut zur virtuellen Dachparty

Im April feierte David Guetta eine virtuelle Dachparty in Miami und sammelte Geld für Corona-Hilfsmaßnahmen - an diesem Wochenende möchte der französische Star-DJ in New York nachlegen.

Schauplatz diesen Samstag ab 19 Uhr (Ortszeit): «Ein ikonischer Ort, der noch geheim ist», wie der 52-Jährige dem Sender CNN verriet. Fans können sich das DJ-Set «United At Home» live über die Social-Media-Kanäle anschauen. Via Zoom möchte der Musiker mit ihnen interagieren. Neben bekannten Hits wolle er auch neue Musik spielen.

Bei der Dachparty in Miami sammelte Guetta eigenen Angaben zufolge rund 750.000 Dollar. Der DJ lieferte spektakuläre Bilder: Fans tanzten auf den Balkonen der angrenzenden Hochhaustürme oder schauten von Booten aus zu. Prominente wurden zugeschaltet, darunter die Fußballer Olivier Giroud und Robert Pires sowie Box-Olympiasiegerin Estelle Yoka Mossely. Zur Corona-Pandemie sagte Guetta: «Wir werden das alle zusammen durchstehen. Das ist ein Moment, der zeigt, wie sehr die Welt vereint werden muss.»

22:54 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Arzneimittelkommissions-Chef sieht Remdesivir-Zulassung kritisch
Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, Wolf-Dieter Ludwig, steht einer baldigen eingeschränkten Zulassung des Medikaments Remdesivir zur Behandlung von Corona-Erkrankten kritisch gegenüber. «Wir wissen noch viel zu wenig über die Nebenwirkungen», sagte Ludwig der Tagesschau. Das einzige, was Remdesivir bisher gezeigt habe, sei, dass es die Krankheitsdauer um vier Tage verkürzt. «Aber das Mindeste müsste doch sein, dass die Patienten, die es rechtzeitig bekommen, weniger schwer krank werden.»
Eine baldige Zulassung des ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelten Medikaments wird derzeit erwartet. Schon jetzt können Covid-19-Patienten in bestimmten Fällen damit behandelt werden. Es sei ein ungewöhnlicher Schritt, dass der zuständige Ausschuss der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) schon vor der Zulassung einen breiteren Einsatz ermöglicht habe, hatte Clemens Wendtner Mitte Mai gesagt. Er ist Chefarzt an der Klinik für Infektiologie der München Klinik Schwabing, die an weltweiten Studien zu Remdesivir beteiligt ist. Die Spitze der EMA habe mitgeteilt, dass eine Zulassung noch «vor dem Sommer» erfolgen könnte, sagte Wendtner.

 

22:09 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Verschobene UN-Klimakonferenz in Glasgow für November 2021 geplant
Die wegen der Coronavirus-Pandemie verschobene Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Glasgow soll nun vom 1. bis 12. November 2021 stattfinden. Das teilte die britische Regierung am Donnerstagabend mit. Eigentlich war sie für diesen November geplant.
«Unsere Bemühungen, dem Klimawandel und Covid-19 zu begegnen schließen sich nicht gegenseitig aus», sagte die Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats (UNFCCC), Patricia Espinosa, der Mitteilung zufolge. Die Erholung von der Coronakrise könne auch zu einem inklusiveren und nachhaltigen Umgang mit dem Klima führen.
Der anstehende UN-Klimagipfel in Glasgow galt als besonders wichtig: Die Staaten sollen bis dahin ehrgeizigere Klimaschutz-Pläne entwickeln. Denn noch reichen sie in der Summe längst nicht aus, um das Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erfüllen, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen.

21:29 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Bundestagsvizepräsident Kubicki wirbt für Restaurantbesuche
Nach der Lockerung der Corona-Beschränkungen hat Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) die Abgeordneten ausdrücklich zum Restaurantbesuch aufgerufen. «Sie tun nicht nur damit sich selbst einen Gefallen, (...) sondern einer nach wie vor sehr gebeutelten Branche», sagte er am Donnerstagabend zum Abschluss der Plenarsitzung. «Viele von uns haben in den letzten Wochen an Gewicht gewonnen - die Restaurants waren geschlossen», erklärte Kubicki. «Ich appelliere an Sie, den Trend umzukehren - die Restaurants sind wieder geöffnet.»
 

21:16 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Ramelow zum Umgang mit Corona: Angst ist kein guter Ratgeber
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow will beim Umgang mit der Corona-Pandemie keine Ängste schüren. «Jetzt vor einer zweiten Welle zu warnen, die dann gar nicht kommt - das fände ich schwierig», sagte der Linken-Politiker dem «Spiegel». «Und dann zu sagen: Es könnte sein, dass die dritte kommt, während die Hälfte der Landkreise null Infektionen hat - das würde mir doch niemand mehr glauben.» Was jetzt passiere, mache etwas mit der Gesellschaft. «Und da müssen wir alle aufpassen, dass wir nicht permanent mit dem Faktor Angst arbeiten, weil Angst kein guter Ratgeber ist», sagte Ramelow.
Er wundere sich, «wie es mancher Verschwörungsunsinn bis in den eigenen Freundeskreis schafft». Eine Erklärung sei, dass es nie zuvor solche Beschränkungen gegeben habe. «Die Zumutung, diesen Lockdown aushalten zu müssen, ist riesengroß.» Ihn mache es aber fassungslos, bei manchen Demonstrationen den Davidstern zu sehen. «Diesen Antisemitismus, der da gezeigt wird, finde ich abstoßend.» Vor dem Protest etwa von Beschäftigten der Reisebüros oder der Reisebusunternehmen habe er dagegen höchsten Respekt.
Bund und Länder hatten sich am Dienstag darauf verständigt, die Kontaktbeschränkungen bis zum 29. Juni zu verlängern. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Länder den Aufenthalt im öffentlichen Raum mit bis zu zehn Personen oder den Angehörigen zweier Haushalte gestatten können. Thüringen hatte sich aber abweichende Regelungen offen gehalten.
 

20:37 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Corona-Krise: UN-Chef ruft zur Hilfe für Entwicklungsländer auf
UN-Generalsekretär António Guterres hat zur finanziellen Unterstützung von Entwicklungsländern in der Corona-Krise aufgerufen. «Die Pandemie hat unsere Zerbrechlichkeit demonstriert», sagte Guterres am Donnerstag bei einer virtuellen UN-Konferenz zur Finanzierung von Entwicklungsmaßnahmen in der Coronavirus-Pandemie. «Wir befinden uns in einer nie da gewesenen menschlichen Krise, wegen eines mikroskopischen Virus. Wir müssen mit Einigkeit und Solidarität reagieren und ein Schlüsselaspekt unserer Solidarität ist finanzielle Unterstützung.»
An der gemeinsam mit den Premierministern von Kanada und Jamaika, Justin Trudeau und Andrew Holness, organisierten virtuellen Konferenz nahmen rund 50 Staats- und Regierungschefs teil, auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, sowie unter anderem Kristalina Georgiewa, Direktorin des Internationalen Währungsfonds, und Weltbank-Präsident David Malpass. «Wie die globale Wirtschaft mit diesem Sturm umgeht, geht uns alle an», sagte Trudeau. «Unser Erfolg - sowohl zu Hause als auch zusammen als internationale Gemeinschaft - hängt davon ab.»
 

20:37 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Türkei lockert viele Corona-Restriktionen ab 1. Juni
Die türkische Regierung will ab 1. Juni ihre Corona-Restriktionen erheblich lockern. Für bisher nach außen abgeschottete Großstädte wie Istanbul gibt es wieder Reisefreiheit, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Donnerstagabend. Cafés und Restaurants sowie Schwimmbäder, Sportstudios oder auch Kindergärten dürfen demnach wieder öffnen. Auch Strände, Parks und Museen sind dann wieder zugänglich. Freiluft-Konzerte sind bis Mitternacht erlaubt.
Einige Restriktionen bleiben jedoch. Senioren ab 65 Jahren dürfen weiter bis auf festgelegte Stunden in der Woche nicht vor die Tür. Das Ausgehverbot für Unter-20-Jährige wurde leicht verändert und gilt nun noch für Menschen unter 18. Shisha-Lokale und andere «Vergnügungsorte» bleiben geschlossen. Erdogan betonte, dass jeder weiterhin auf die Abstandsregeln achten und eine Maske tragen müsse.
Zuvor hatten Behörden am Donnerstag die Regelungen für die Wiedereröffnung von Moscheen am Freitag veröffentlicht. In zentralen Moscheen sollen dann 1003 Opfertiere geschlachtet werden. Die Opfer sollten «Dankbarkeit» ausdrücken, weil die Gläubigen nach der Trennung wieder zusammenkommen könnten. Gläubige müssen nun ihre eigenen Gebetsteppiche mitbringen oder Einwegteppiche verwenden. Betende müssen Masken tragen und sich an Markierungen halten, die auf dem Boden eingezeichnet sind. Es werden nicht alle Moscheen öffnen. Ein Kriterium für die Auswahl war, dass sie Außenbereiche haben, wo beispielsweise die gut besuchten Freitagsgebete stattfinden sollen.
Das Gesundheitsministerium in Ankara meldete am Donnerstag, dass sich bisher rund 161.000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hätten. Rund 4500 Menschen seien gestorben.

 

20:14 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Börsenrally geht weiter - Experten mahnen vor Überhitzung
Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag seinen Erholungskurs fortgesetzt. Nach einem Schlussspurt im späten Handel beendete der Dax den Tag mit einem Aufschlag von 1,06 Prozent auf 11.781,13 Punkte. Seit dem Corona-Crashtief von Mitte März ist der Dax trotz aller Unsicherheit damit inzwischen um gut 40 Prozent gestiegen. Unter Marktbeobachtern mehren sich inzwischen jedoch mahnende Stimmen.
Noch stärker als der Dax stieg am Donnerstag der MDax der mittelgroßen deutschen Werte mit plus 1,91 Prozent auf 25.633,68 Punkte, womit er den Vortagesverlust wettmachte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gewann knapp 1,67 Prozent.

 

19:33 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Ringen im Landtag über richtigen Weg aus der Corona-Krise
Staatsregierung und Opposition sind sich nach wie vor weitgehend einig im Kampf gegen das Coronavirus - Dissens gibt es aber über den richtigen Kurs und die richtigen Lehren aus der Krise sowie die notwendigen Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft.
Bis auf die AfD stellten sich in einer Landtagsdebatte am Donnerstag alle Fraktionen hinter die einschneidenden Anti-Corona-Maßnahmen der vergangenen Wochen. «Wir haben gemeinsam die Ausbreitungskurve abgeflacht und verlangsamt», sagte Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze. Das sei eine gemeinsame Leistung der gesamten Gesellschaft.
Nun allerdings müsse man einen «vernünftigen Weg zwischen Lock-Down und Leichtsinn» finden, sagte FDP-Fraktionschef Martin Hagen. Fabian Mehring (Freie Wähler) forderte ein «demokratisches Feuerwerk der Ideen»: Bayern solle auch federführend sein beim Weg aus der Krise.
Konkret sprachen sich insbesondere die Grünen gegen eine Kaufprämie auch für Verbrennungsmotoren aus. Schulze betonte: «Die Klimakrise schläft während Corona nicht.» Die SPD forderte stattdessen Kaufprämien für Fahrräder und E-Bikes und mehr Geld für die Kommunen.
Die AfD-Forderung nach einem Ende der Maskenpflicht lehnte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) in der Debatte strikt ab. «Unser Handeln muss an Realitäten ausgerichtet sein - und eine Realität ist: Das Virus ist noch da.» Deswegen müsse man weiter vorsichtig sein, Abstand zu anderen halten und Masken tragen.
 

19:20 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Alpenverein: Hüttenübernachtung unter strengen Vorgaben
Wanderer und Bergsteiger müssen in diesem Sommer nicht auf Hüttenübernachtungen verzichten. Erste Hütten öffnen von Samstag an auch für Übernachtungsgäste, wie der Deutsche Alpenverein (DAV) am Donnerstag mitteilte. Es gelten aber strenge Auflagen in allen Bereichen. Ein Bett bekommt nur, wer vorher reserviert hat.
Neben einem Mund-Nasen-Schutz müssen die Gäste je nach Hütte auch einen eigenen Schlafsack sowie ein eigenes Kissen und ein eigenes Laken mitnehmen. Details dazu seien mit den Wirtsleuten abzustimmen.
Vor allem größeren Hütten, die auch Zimmer haben, werden wahrscheinlich öffnen. Problematisch könnte es aber in Hütten werden, die nur Matratzenlager haben - mit teils bis zu 30 Plätzen. Denn in einem Raum dürfen maximal Mitglieder zweier Hausstände übernachten. «Die Hüttenwirte werden sich gut überlegen, ob es sich bei der jeweiligen Struktur ihrer Hütte lohnt, auch für Übernachtungsgäste zu öffnen», sagte DAV-Sprecher Thomas Bucher. Den Sektionen werde in der Krise geholfen, indem der Dachverband Kredite stunde.
In Österreich sind in einigen Hütten ab Freitag Übernachtungen möglich. Die Bedingungen sind ähnlich wie in Deutschland, in einigen Punkten gibt es etwas mehr Freiraum. Mit der Bergtour im Nachbarland wird es aber an Pfingsten noch nichts: Deutsche können erst ab 15. Juni aus touristischen Gründen wieder nach Österreich.
Die bisherige Öffnung der Gastronomie in den Hütten habe gut funktioniert, sagte Bucher. Schon zuvor hätten einige Wirte Kaiserschmarrn to go oder Brotzeitkörbe angeboten.
Auf schmalen Bergwegen und Steigen müssen Wanderer auch Mund- und Nasenschutz tragen, wenn die 1,50 Meter Abstand zum nächsten Wanderer sonst nicht einzuhalten sind.
Derzeit sind alle 321 bewirtschafteten und öffentlich zugänglichen DAV-Hütten in Deutschland und Österreich geschlossen. Rund 180 der Hütten liegen in Österreich.
 

19:19 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

VDA: «Autogipfel» im Kanzleramt kurz nach Pfingsten fällt aus
Der «Autogipfel» im Kanzleramt am Dienstag nach Pfingsten fällt nach Angaben des Branchenverbands VDA aus. «Die Regierung hat erst noch internen Abstimmungsbedarf für den Koalitionsausschuss am gleichen Tag. «Deswegen findet der Termin nicht wie geplant statt», sagte Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), am Donnerstag der «Bild». «Die Frage nach einem Konjunkturimpuls für die Automobilindustrie ist dort aber weiter auf der Agenda.»
Müller plädierte erneut für Kaufprämien für die Autobranche, die in der Corona-Krise unter Absatzeinbrüchen leidet. «Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie werden durch die Stärke unseres Sozialstaates noch verdeckt: Für mehr als 10 Millionen Menschen wurde Kurzarbeit beantragt. Offenbar ist diese Dramatik der Lage noch gar nicht allen bewusst», sagte Müller weiter.
In der Debatte um Kaufprämien hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Beschlüsse bei einem Spitzengespräch mit Vertretern von Bundesregierung, Unternehmen und Gewerkschaftern nach Pfingsten in Aussicht gestellt. Es könnte aber darauf hinauslaufen, dass es keine separaten Hilfen gibt, sondern lediglich eine Einbettung in ein allgemeines Konjunkturpaket.
Die Autoländer Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen haben sich für eine Autoprämie stark gemacht. Umweltschützer kritisierten, dass nicht nur Staatshilfen für Elektro-Fahrzeuge in der Diskussion sind, sondern auch Anreize für moderne Benziner und Diesel. Auch Ökonomen übten Kritik. Die «Wirtschaftsweise» Monika Schnitzer monierte, eine Kaufprämie für Autos verzögere nicht nur den überfälligen Strukturwandel der Branche, sondern sei auch ineffektiv.
 

19:19 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Coronavirus: London hebt weitere Kontaktbeschränkungen auf
Die Kontaktbeschränkungen in England werden weiter gelockert. Das teilte der britische Premierminister Boris Johnson am Donnerstag mit. Demnach sollen von kommender Woche an wieder Treffen von bis zu sechs Personen in privaten Gärten möglich sein, solange der Mindestabstand von zwei Metern eingehalten wird. Bislang waren nur Treffen von zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten in Parks und anderen öffentlichen Räumen möglich. Auch Läden mit Verkaufsfläche im Freien sollen wieder öffnen dürfen. Zudem werden auch teilweise die Schulen wieder für eine größere Zahl von Kindern geöffnet.
Johnson hatte fünf Bedingungen für weitere Lockerungen genannt. Dazu gehören unter anderem sinkende Zahlen bei Infektionen und bei Todesfällen. Alle Bedingungen seien nun erfüllt, sagte der konservative Regierungschef. «Ich will und werde die Erfolge, die wir gemeinsam erzielt haben, nicht wegwerfen, deshalb sind die Änderungen, die wir vornehmen, beschränkt und vorsichtig», so Johnson. Er hatte Ende März strenge Maßnahmen zur Eindämmung des Virus erlassen, unter anderem sind alle Geschäfte außer Lebensmittelläden und Apotheken seitdem geschlossen. Eine erste Runde an Lockerungen hatte es bereits Anfang Mai gegeben. Dabei wurde unter anderem Garten-Centern erlaubt, wieder aufzumachen.
Großbritannien hat offiziellen Statistiken zufolge die höchste Zahl an Todesfällen in Europa. Bis Mittwoch starben dort etwa 37.800 Menschen, nachdem sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Landesteile Schottland, Wales und Nordirland entscheiden selbst über ihre Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie.

 

19:18 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

IS-Terrormiliz sieht im Coronavirus Strafe Gottes für Westen
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sieht im Coronavirus eine Strafe für den Kampf westlicher Staaten gegen gläubige Muslime. «Ihr Kreuzfahrer wurdet von Gottes Hand getroffen (...) nachdem Ihr seine Religion und seine Unterstützer bekämpft habt», sagte IS-Sprecher Abu Hamsa al-Kuraischi in einer am Donnerstag veröffentlichten rund 40-minütigen Audiobotschaft. «Wir sind erfreut, dass Euch Gottes Strafe getroffen hat (...) Wir sehen, wie ihr mit aller Macht Geld ausgebt in dem verzweifelten Versuch, Eure Wirtschaft zu retten, die das Fieber des Virus erschöpft hat.»
Die Echtheit der Audiobotschaft ließ sich zunächst nicht bestätigen. Sie wurde aber über die üblichen Kanäle des IS in den sozialen Medien verbreitet. Auch Fachleute gingen davon aus, dass die Stimme von Abu Hamsa al-Kuraischi stammt. Es handle sich um dessen bislang dritte Audio-Botschaft, twitterte Rita Katz, Direktorin der auf Propaganda von Extremisten spezialisierten Site Intelligence Group.
Abu Hamsa kritisierte, dass Moscheen geschlossen wurden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Die «Gelehrten der Götzen» hätten dazu aufgerufen, schwiegen aber gleichzeitig zu «unzüchtigen Versammlungen», etwa von Menschen, die in Clubs tanzten, so «als würde sich das Virus nur in Moscheen ausbreiten».
Der IS-Sprecher kündigte an, die Terrormiliz werde den Kampf gegen ihre Gegner fortsetzen. Der neue IS-Chef Abu Ibrahim al-Haschimi al-Kuraischi habe dem «Abnutzungsfeldzug» seinen Segen erteilt. Er rief die IS-Anhänger auf, die Zahl der Operationen zu erhöhen.
Der IS hatte im Sommer 2014 große Teile des Iraks und Syriens überrannt und dort einen eigenen Staat ausgerufen. Im vergangenen Jahr verlor er jedoch seinen letzte Hochburg im Osten Syriens. Der langjährige IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi sprengte sich im vergangenen Oktober nach US-Darstellung im Nordwesten Syriens bei einem Angriff von US-Spezialkräften selbst in die Luft.
Zellen des IS sind aber weiter in beiden Ländern aktiv. Zuletzt hatten sich die Meldungen über Angriffe der Extremisten gehäuft. Experten warnen, die Dschihadisten könnten versuchen, die Corona-Krise für ihren Wiederaufstieg zu nutzen. Die Pandemie trifft viele Länder der arabischen Welt wirtschaftlich besonders hart.
 

19:02 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Mehr Lohnersatz für Eltern und weniger Steuern für Restaurants
Berufstätige Eltern, die ihre Kinder wegen der Corona-Krise zuhause betreuen müssen, sollen mehr Hilfen vom Staat bekommen. Der Lohnersatz wegen eingeschränkten Kita- und Schulbetriebs soll künftig nicht mehr nur 6, sondern bis zu 20 Wochen lang gezahlt werden. Das beschloss der Bundestag am Donnerstag.
Im gleichen Gesetz wurde die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie vorübergehend von 19 auf 7 Prozent gesenkt. So sollen Restaurants unterstützt werden, die wegen der Pandemie große Umsatzeinbrüche haben. Die Opposition kritisierte, dass Bars und Kneipen, die ausschließlich Getränke verkaufen, dabei unberücksichtigt bleiben.
Beschlossen wurde auch, dass Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld größtenteils steuerfrei bleiben.
Das Gesetz bedarf noch der Zustimmung des Bundesrats.

19:02 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Frankreich hält an Aufhebung von Grenzkontrollen zum 15. Juni fest
Frankreich hält an der Aufhebung der Kontrollen an der Grenze zu Deutschland zum 15. Juni fest. Dieser Termin sei mit Österreich und der Schweiz abgestimmt worden, sagte Frankreichs Innenminister Christophe Castaner am Donnerstag in einer Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung.
Castaner machte damit deutlich, dass er bis zum diesem Termin Ausnahmen, beispielsweise für deutsche Touristen, nicht anstrebt. «Das Risiko gibt es», sagte der Vertraute von Staatschef Emmanuel Macron mit Blick auf die Corona-Pandemie, die in Frankreich bisher weit über 28 000 Todesopfer gefordert hat. Das Grenzregion zu Deutschland ist ein Gebiet, das besonders von der Pandemie betroffen ist.
Parlamentarier aus Ostfrankreich kritisierten die Mitte März auf deutscher Seite eingeführten Kontrollen teilweise scharf. Der konservative Abgeordnete Patrick Hetzel sagte, das habe insbesondere im Elsass zu einem «Gefühl der Ungerechtigkeit» geführt. An der Grenze habe es wieder Sperren und Polizei gegeben.
 

18:25 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Corona: Kaum Veränderungen im Landkreis Kronach

Im Vergleich zum Dienstag gibt es am Mittwoch landkreisweit kaum Veränderungen bei den Corona-Zahlen.

Derzeit sind elf Personen infiziert. Das ist eine Person mehr als am Mittwoch. Genesen sind mittlerweile 147 Menschen. Weiterhin sind drei Personen in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Gesamtzahl der bislang bestätigten Coronavirus-Infektionen beträgt 161. Das sind im Vergleich zum Vortag zwei Fälle mehr. In Quarantäne sind derzeit 19 Personen. Insgesamt aus der Quarantäne entlassen wurden bislang 373 Menschen.

18:08 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

DFL: Keine Regelung bei Abbruch der Fußball-Bundesliga
Wie wird die Saison gewertet, wenn die Fußball-Bundesliga abgebrochen werden muss? Diese heikle Frage bleibt auch nach einer außerordentlichen Sitzung des Präsidium der Deutschen Fußball Liga am Donnerstag unbeantwortet. Das Präsidium ist laut einer DFL-Mitteilung «zu dem Ergebnis gekommen, sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht auf eine detaillierte Regelung im Falle eines nicht abzuwendenden Saisonabbruchs festzulegen und daher vorerst auf eine Empfehlung und eine weitere Befassung der DFL-Mitgliederversammlung mit dieser Angelegenheit zu verzichten».
Bereits bei der Mitgliederversammlung vor 14 Tagen war das strittige Thema vertagt worden. Damals hieß es, dass «innerhalb der nächsten beiden Wochen eine Regelung hinsichtlich der sportlichen Wertung entwickelt werden» solle.
Klar ist jetzt zumindest, was nicht passieren soll. Das DFL-Präsidium schließt aus, «die Hinrunden-Tabelle für die Abschlusswertung zugrundezulegen oder eine Annullierung der kompletten Saison vorzunehmen». Weiter hieß es in der Mitteilung: «Sollten nicht alle Clubs einer Liga bei einem vorzeitigen Saisonende gleich viele Spiele absolviert haben, wäre ein Ausgleichsmechanismus - zum Beispiel eine Quotienten-Regelung - zur Wertung der Tabelle erforderlich.»
 

18:06 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Ausverkauft in 48 Stunden: Fußball-Talk Doppelpass vor Pappkameraden
Der Fußball-Talk Doppelpass auf Sport1 kann sich am Sonntag (ab 11 Uhr) trotz fehlendem Publikum über eine ausverkaufte Tribüne freuen. Wie der TV-Sender am Donnerstag mitteilte, wurden innerhalb von 48 Stunden alle 100 Plätze für Pappkameraden verkauft.
Am Dienstag hatte Sport1 die Aktion "Dopa(pp)-Fan" zusammen mit der österreichischen Fußball-Plattform ligaportal.at gestartet und Plätze auf der Tribüne im Hilton-Hotel am Münchner Flughafen verkauft. Für 25 Euro konnten Fans ihr Foto auf www.papp-fan.de/dopa hochladen, das am Sonntag dann als "Dopa(pp)-Fan"-Figur auf der Tribüne zu sehen sein wird. Die Sendung findet aufgrund der Coronapandemie ohne Zuschauer statt. Der gesamte Betrag fließt ins Phrasenschwein und wird am Ende der Saison für einen wohltätigen Zweck gespendet.
In der Sendung kann Dopa-Moderator Thomas Helmer den Vorstandschef von Fortuna Düsseldorf, Thomas Röttgermann, Markus Babbel sowie die Sport1-Experten Marcel Reif und Mario Basler als Gäste begrüßen. Zugeschaltet aus Berlin wird darüber hinaus Hertha-Trainer Bruno Labbadia.

18:04 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Pfizer: Corona-Impfstoff zunächst in westlichen Ländern
Im Wettlauf um einen Corona-Impfstoff dürften westliche Länder nach Angaben der Pharmafirma Pfizer als erste bedient werden. Das liege an der nötigen Technologie, sagte Pfizer-Chef Albert Bourla am Donnerstag in einer Pressekonferenz des Dachverbands der forschenden Pharmafirmen (IFPMA).
«Die heutige Technologien verlangen eine Lagerung (von Impfstoff) bei minus acht Grad.» In Afrika etwa fehle dafür wahrscheinlich die Infrastruktur. «Ich bin sicher, dass wir mit diesem Impfstoff erst in die westlichen Länder kommen», sagte Bourla. «Aber in einer zweiten Welle arbeiten wir daran, sicherzustellen, dass wir Produkte entwickeln und herstellen können, die solche extremen Temperaturen nicht brauchen.» Pfizer habe bislang mit keiner Regierung Verträge über die Lieferung von Impfstoff abgeschlossen, betonte er.
Bislang gibt es noch keinen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus. Nach Angaben der WHO gibt es etwa 125 Impfstoffkandidaten, von denen derzeit knapp ein Dutzend Wirkstoffe in klinischen Studien geprüft werden. Das Unternehmen AstraZeneca hofft, sein Produkt Ende des Jahres auf den Markt bringen zu können, sagte Unternehmenschef Pascal Soriot.
Nach Schätzungen seien bis zu 15 Milliarden Dosen Corona-Impfstoff zur Versorgung der ganzen Welt nötig, sagte IFPMA-Generaldirektor Thomas Cueni. Das stelle die Industrie vor beispiellose Herausforderungen. Das sei drei mal soviel, wie sonst im Jahr an Impfdosen hergestellt werde, abgesehen von Grippe-Impfstoffen.
Die Pharmafirmen wollten Impfstoffe zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie im Falle eines Erfolgs zunächst ohne Profit anbieten. Die Zusage bestehe, solange die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 30. Januar erklärte «Notlage von internationaler Tragweite» gelte, sagte Paul Stoffels, Forschungschef des Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson. Der Preis einer Impfdosis werde voraussichtlich nur wenige Dollar betragen, meinte AstraZeneca-Chef Soriot.
 

18:04 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Drosten optimistisch: Chance auf Herbst und Winter ohne zweite Welle
Eine heftige zweite Corona-Welle könnte nach Einschätzung des Virologen Christian Drosten abgewendet werden. Er glaube so langsam, dass es eine Chance gebe, ohne Impfung glimpflich in Herbst und Winter zu kommen, «sprich: ohne eine tödliche neue zweite Welle», sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité am Donnerstag im NDR-Podcast. Dafür sei es nötig, bei den jetzigen Maßnahmen nachzujustieren. Abzielen solle man dabei nach dem Vorbild Japans stark auf das frühe Erkennen sogenannter Superspreading-Events: Fälle, in denen ein Infizierter überdurchschnittlich viele weitere Menschen ansteckt.
Kontaktpersonen sollten dann ohne vorherige Diagnostik als infiziert betrachtet und isoliert werden, um weitere Ansteckungen zu verhindern. Zeige sich zum Beispiel eine Infektion bei einem Lehrer, schaue man sich an, welche Klassen er zuletzt unterrichtete - diese Schüler müssten dann ein oder zwei Wochen zu Hause bleiben, aber man müsse nicht die ganze Schule schließen, so Drosten. Japans Infektionskurve «krieche» nach unten, lange habe man dort aber nicht offensiv die Strategie kommuniziert.
Drosten betonte, auch viele der derzeit in Deutschland bereits geltenden Maßnahmen verhinderten mögliche Superspreading-Events. Angenommen werde inzwischen, dass der Großteil der Infizierten nur sehr wenige oder keine anderen Menschen anstecke.
 

18:03 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Seehofer rechnet mit Corona-Warn-App Mitte Juni
Bundesinnenminister Horst Seehofer geht davon aus, dass die deutsche Corona-Warn-App etwa Mitte Juni zur Verfügung stehen wird. Es habe dazu am Vorabend ein «sehr, sehr gutes Gespräch» mit den Projektträgern SAP und Deutsche Telekom gegeben, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in einer Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung. Er sei zuversichtlich, «dass wir um Mitte Juni (...) diese berühmte Warn-App bekommen».
Seehofer wies darauf hin, dass sich in Deutschland und Frankreich das Infektionsgeschehen sehr positiv entwickelt habe. Sollte es dabei bleiben, würden die Grenzkontrollen zu Frankreich am 15. Juni komplett aufgehoben. «Gleichzeitig zum 15. Juni will die deutsche Regierung auch ihre Reisewarnungen und Reisehinweise neu gestalten.» Dies werde das Bundeskabinett am kommenden Mittwoch beschließen. Angestrebt werde auch, dann die weltweite strikte Reisewarnung «so nicht aufrechtzuerhalten, sondern unter Berücksichtigung des Infektionsgeschehens Lockerungen durchzuführen».
Seehofer betonte, die Mitte März eingeführten Grenzkontrollen hätten ihren Beitrag zur Eindämmung des Infektionsgeschehens geleistet. «Es geht immer darum, das Virus nicht zu importieren», sagte er. «Deshalb hat sich diese Anstrengung schon gelohnt.» Mit Blick auf Lockerungen betonte Seehofer: «Der Schutz der Gesundheit und des Lebens muss bei diesen Fragen an oberster Stelle stehen. Das ist nicht verhandelbar.»
 

18:02 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Dehoga fordert umgehend längere Öffnungszeiten für Außengastronomie
Der Landesgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands, Thomas Geppert, sieht sich durch einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Augsburg in der Forderung bestätigt, Außenbereiche in der Gastronomie schon vor dem 2. Juni wieder bis 22 Uhr öffnen zu lassen. «Der Beschluss des Verwaltungsgerichts gibt unserer Argumentation recht», sagte Geppert dem Radiosender «Antenne Bayern» am Donnerstag. Er hoffe, dass die Staatsregierung es jetzt allen Wirten ermögliche, die Außenbereiche ihrer Betriebe bis 22 Uhr zu öffnen.
Aus Gründen des Infektionsschutzes sei eine frühere Schließung ein Nachteil, da um 20 Uhr die Gäste von draußen in den Innenbereich drängten, so Geppert. Bezüglich des Zeitpunkts der Lockerung sei für die Gastronomen im Pfingstgeschäft jeder Tag entscheidend: «Da ist im Überlebenskampf wirklich jeder einzelne Umsatz Gold wert.»  
 

17:43 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

FDP fordert Überprüfung der epidemischen Lage in Deutschland

Die Fraktion habe Zweifel, «ob angesichts der immer geringeren und regional sehr unterschiedlichen Corona-Fälle weiterhin eine epidemische Lage von nationaler Tragweite vorliegt, die das Bundesgesundheitsministerium mit besonderen Ermächtigungen ausstattet», sagten der Innenpolitiker Konstantin Kuhle und die Gesundheitspolitikerin Christine Aschenberg-Dugnus am Donnerstag der «Bild»-Zeitung. Die FDP wolle «eine Überprüfung der Situation anstoßen, um eine verantwortbare Aufhebung zu erreichen».


«Wenn in einzelnen Bundesländern an bestimmten Tagen keine einzige Neuinfektion registriert wird, kann schwer von einer nationalen Tragweite die Rede sein», sagten sie. Freiheitseinschränkungen und Sonderermächtigungen dürften nicht länger aufrechterhalten werden als unbedingt nötig.
Der Bundestag hatte Ende März eine «epidemische Lage von nationaler Tragweite» festgestellt. Das daraufhin beschlossene Gesetz gibt dem Bund für höchstens ein Jahr zusätzliche Kompetenzen, um im Krisenmanagement schneller reagieren zu können. Zu diesen Kompetenzen zählt, dass das Gesundheitsministerium Vorkehrungen direkt verordnen kann - etwa Meldepflichten für Fahrgäste im grenzüberschreitenden Bahn- und Busverkehr oder Maßnahmen zum Beschaffen von Arzneimitteln und Schutzausrüstung. Der Bundestag kann die «epidemischen Lage von nationaler Tragweite» auch vor Ende März 2021 wieder aufheben.
 

17:43 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Aktuell 1,5 Prozent der wöchentlichen Coronavirus-Tests positiv

Die Rate der positiven Coronavirus-Tests in Deutschlands ist weiter gesunken. Sie lag in der Kalenderwoche 21 bei 1,5 Prozent, wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. 5116 von knapp 345 000 Tests, die in dem Zeitraum in 172 Laboren durchgeführt wurden, fielen demnach positiv aus. Die sogenannte Positivenrate sinkt damit seit Wochen immer weiter: In der ersten Aprilwoche hatte sie noch bei neun Prozent gelegen, bei damals insgesamt rund 408 350 wöchentlichen Tests. Seit Beginn der Corona-Testung sind laut RKI-Bericht knapp vier Millionen solcher Untersuchungen durchgeführt worden. Manche Menschen wurden mehrfach getestet. Inzwischen geben die Labore eine Kapazität von mehr als einer Million Tests pro Woche an.
 

17:26 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Corona: Weiterer Todesfall im Landkreis Coburg

Im Vergleich zum Mittwoch haben sich die Corona-Zahlen in der Stadt und im Landkreis Coburg kaum verändert. Es gibt aber ein weiteres Todesopfer.

Wie die Gesundheitsbehörde der Stadt und des Landkreises Coburg am Donnerstag mitteilt, ist eine weitere Person aus dem Landkreis in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. Die Gesamtzahl der Toten beträgt in Stadt und Landkreis nun 24 (23 Tote im Landkreis, ein Toter in der Stadt). Derzeit sind 108 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (86 im Landkreis, 22 in der Stadt). Im Vergleich zum Vortag sind das drei Infizierte weniger. Insgesamt gibt es bislang 399 bestätigte Coronavirus-Infektionen (Vortag: 396). Die Zahl der Genesenen beträgt mittlerweile 267. Im Vergleich zum Mittwoch sind das fünf Genesene mehr.

16:59 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

72 UPS-Mitarbeiter nahe Hannover mit Coronavirus infiziert

Beim Logistikkonzern UPS in Langenhagen bei Hannover haben sich 72 Mitarbeiter des Verteilzentrums mit dem Coronavirus infiziert. Das teilten das Sozialministerium und die Region Hannover am Donnerstag mit. 55 Mitarbeiter, deren Test zunächst negativ ausfiel, sollten erneut getestet werden. Auch Covid-19-Fälle in einer Kita und einer Schule in Hannover stünden im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen bei UPS, teilte die Region mit. Familien mit einem beruflichen Bezug zum Unternehmen wurden gebeten, wachsam auf eventuelle Krankheitssymptome zu achten. Nach derzeitigen Erkenntnissen sind Paketzusteller nicht betroffen. Sendungen könnten daher risikolos in Empfang genommen werden.
Nachdem es nach der ersten Infektion Mitte Mai einen stetigen Anstieg der Fälle gab, habe das Gesundheitsamt am 18. Mai gemeinsam mit dem Unternehmen die betroffenen Abteilungen identifiziert, erklärte die Region. Vor Ort seien die Hygienemaßnahmen überprüft worden um sicherzustellen, dass die Abstände im Arbeitsablauf eingehalten werden. Seit Mitte Mai besteht auf dem Firmengelände eine Maskenpflicht. Am Dienstag ließ das Gesundheitsamt vorsorglich weitere 80 Mitarbeiter testen - bei 55 war das Ergebnis negativ. Bei UPS war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
 

16:57 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Neuer Spendengipfel für Corona-Impfstoff am 27. Juni

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat einen neuen Spendenaufruf für die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs gestartet. Für den 27. Juni berief sie am Donnerstag eine weitere internationale Geberkonferenz ein. Für die neue Kampagne unter dem Namen «Global Goal Unite for Our Future» tat sich von der Leyen am Donnerstag zusammen mit der Organisation Global Citizen, die kürzlich mit einem hochkarätig besetzten Online-Konzert 127 Millionen Euro für die Weltgesundheitsorganisation gesammelt hatte.


Von der Leyen hatte am 4. Mai eine internationale Online-Geberkonferenz organisiert und eine Spendenaktion gestartet, bei der inzwischen 9,8 Milliarden Euro zusammengekommen sind. Ziel ist, weltweit alle Kräfte für die Forschung an Impfstoffen und Arzneien zu bündeln. Sobald es sie gibt, sollen die neuen Mittel allen Ländern zur Verfügung stehen - auch ärmeren.


Benötigt werden nach von der Leyens Darstellung hohe zweistellige Milliardenbeträge. Deshalb brauche sie weitere Zusagen von allen Partnern, sagte die Kommissionschefin. 15 Länder hätten bereits versprochen, auch bei der zweiten Geberkonferenz dabei zu sein, darunter Deutschland. Unterstützung kam auch von den Stiftungen der US-Milliardäre Bill Gates und Michael Bloomberg, vom britischen Wellcome Trust sowie von den Schauspielern Hugh Jackman und Miley Cyrus.
 

16:48 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Intensivmediziner-Verband sieht Kliniken für zweite Welle gewappnet
Die Kliniken im Land sind nach Einschätzung der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin für eine zweite Infektionswelle mit dem Coronavirus gewappnet. Die Krankenhäuser seien jetzt in einer anderen Lage als noch im Februar, sagte Präsident Uwe Janssens am Donnerstag in einem Interview mit dem Radiosender Bayern 2. Damals sei «nichts mehr da» gewesen und alle hätten «von Null» gearbeitet. Eine solche Situation werde sich in diesem Umfang «ganz sicherlich nicht» wiederholen.


In Sachen Fachpersonal und Schutzausrüstung seien die Häuser auf eine zweite Welle vorbereitet, sagte er. Auch beim Thema Schutzmasken sieht Janssens die Kliniken in einem «sicheren Fahrwasser angelangt». Nur Schutzkittel bereiteten einigen Einrichtungen noch ein wenig «Kopfzerbrechen». Diese würden aber mittlerweile auch in Deutschland aus Plastiktüten produziert und erfüllten ihren Zweck.
 

16:47 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Kulmbach: Erster Corona-Fall seit 14 Tagen

Zum ersten Mal seit 14 Tagen meldet der Landkreis Kulmbach einen weiteren bestätigten Coronavirus-Fall.

245 beträgt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Covid-19-Infektionen im Landkreis Kulmbach. Zum ersten Mal seit 14 Tagen wurde gestern ein weiterer positiver Coronavirus-Fall im Landkreis Kulmbach bestätigt: Von den 245 Fällen gelten 228 wieder als genesen. Unter Berücksichtigung der elf Verstorbenen liegt die Anzahl der aktuell im Landkreis infizierten Personen bei sechs.
Eine Person, die außerhalb des Landkreises wohnt, wird momentan hier stationär betreut. Die in häuslicher Quarantäne befindlichen Personen sind entweder gering symptomatisch oder symptomfrei. Sie werden regelmäßig aktiv von den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes telefonisch betreut.
Insgesamt konnten mittlerweile über 2300 Personen im Landkreis wieder aus der häuslichen Isolation entlassen werden.


Stand Donnerstag, 10 Uhr, beträgt der durch das LGL veröffentlichte 7-Tage-Inzidenz-Wert pro 100.000 Einwohner für den Landkreis Kulmbach 0,00.

16:45 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Kroatien erlaubt Einreise ohne Nachweis von Gründen
Das Urlaubsland Kroatien erlaubt Bundesbürgern wieder die Einreise ohne Nachweis von Gründen. Dies beschloss die Regierung des EU-Partners am Donnerstag in Zagreb. Bisher mussten Reisende an der Grenze die Buchung einer Unterkunft oder die Bestätigung für einen Immobilien- oder Bootsbesitz in Kroatien vorlegen. Die Lockerung betrifft auch die Bürger neun weiterer EU-Staaten: Österreich, Slowenien, Tschechien, die Slowakei, Polen, Ungarn, Litauen, Lettland und Estland.
Reisende aus diesen Ländern müssen künftig an der Grenze lediglich erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie sie erreichbar sind. Damit sollen sie gefunden werden können, wenn es in ihrer Umgebung neue Corona-Infektionen gibt. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, können sich Urlauber ein Formblatt von der Webseite «entercroatia.mup.hr» herunterladen.


Kroatiens Wirtschaft ist in hohem Maße vom Fremdenverkehr abhängig. Das Land mit seiner langen, buchtenreichen Adriaküste und den zahlreichen Inseln ist bei deutschen Urlaubern beliebt. Die Zahl der Neuansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, ging zuletzt stark zurück. Von Mittwoch auf Donnerstag wurde im ganzen Land ein einziger Fall gemeldet.

16:42 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Trump nennt 100 000 Corona-Tote «sehr traurige Wegmarke»
Nach mehr als 100 000 Toten in der Corona-Pandemie in den USA hat US-Präsident Donald Trump den Angehörigen der Opfer sein Beileid ausgesprochen. «Wir haben gerade eine sehr traurige Wegmarke erreicht», schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter. «Allen Familien und Freunden derer, die von uns gegangen sind, möchte ich mein tief empfundenes Mitgefühl und meine Liebe für alles aussprechen, wofür diese großartigen Menschen standen und stehen.» Er fügte hinzu: «Gott sei mit ihnen.»


Nach Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore war die Zahl der Corona-Toten in den USA am Mittwochabend (Ortszeit) über die Marke von 100 000 gestiegen. Die Zahl der in den USA seit Beginn der Pandemie nachgewiesenen Infektionen liegt demnach bei etwa 1,7 Millionen. Trump war in die Kritik geraten, weil er die Gefahr durch das Virus zunächst kleingeredet hatte. Der US-Präsident weist Kritik an seinem Krisenmanagement zurück.
 

16:32 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

400 Menschen brechen aus Corona-Isolationszentrum in Malawi aus
Lilongwe (dpa) - In Malawi sind rund 400 Menschen den Behörden zufolge aus einem Corona-Isolationszentrum ausgebrochen. Die Menschen waren nach ihrer Rückkehr aus dem Nachbarland Mosambik auf Covid-19 getetet worden und mussten auf Anordnung der Regierung in einem Stadion in der Stadt Blantyre auf ihre Ergebnisse warten. Doch die Menschen klagten über schlechte Bedingungen in dem Stadion. «Wir hatten kein Essen, kein Wasser und die Toiletten waren unglaublich unordentlich», hieß es in einem Bericht eines Betroffenen.


Daraufhin brachen am Mittwoch 400 Menschen aus dem Stadion aus, wie der Gesundheitsdirektor für den Bezirk, John Kawalazira, mitteilte. Der Polizei zufolge wird der Vorfall untersucht. Am Donnerstag war das Stadion leer, bis auf verlassene Zelte und einige Polizisten, wie ein dpa-Reporter berichtete.
Im südostafrikanischen Malawi, einem der ärmsten Länder der Welt, wurden bislang der panafrikanischen Gesundheitsbehörde zufolge 101 Fälle von Covid-19 bestätigt.

16:30 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Umfrage: Corona-Maßnahmen finden fast drei von vier Deutschen richtig


Die im März beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bewerten einer repräsentativen Umfrage zufolge fast drei Viertel der Deutschen (74 Prozent) rückblickend als richtig. Für 15 Prozent der Befragten gingen sie zu weit, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks (WDR) hervorgeht. Für neun Prozent der Befragten gingen die Maßnahmen demnach nicht weit genug.
Die Lockerungen der Corona-Einschränkungen halten den Angaben zufolge 58 Prozent der Deutschen für richtig. Jeder Vierte (25 Prozent) gab dagegen an, die Lockerungen gingen zu weit. Für 15 Prozent gingen sie nicht weit genug.
 

16:23 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Mittlerweile 200 Corona-Infektionen nach Baptisten-Gottesdienst
Nach dem Gottesdienst einer Freikirche in Frankfurt am Main am 10. Mai sind bis Donnerstag 200 Menschen aus dem Umfeld der Gemeinde positiv auf Covid-19 getestet worden. Von ihnen wohnten 57 in Frankfurt, die übrigen lebten in sieben umliegenden Landkreisen, sagte eine Sprecherin des Frankfurter Gesundheitsdezernats. Derzeit würden neun Menschen in Krankenhäusern stationär behandelt, in einem Fall intensivmedizinisch.


Am vergangenen Wochenende waren die Infektionen in der Evangeliums-Christen-Baptisten-Gemeinde bekannt geworden. Ein Sprecher der Gemeinde hatte damals erklärt, es seien alle Auflagen für Gottesdienste eingehalten worden. In einem Anfang der Woche veröffentlichten Informationsschreiben war allerdings von Gemeindegesang die Rede. Auch Nase-Mund-Masken wurden offenbar nicht getragen.
 

15:53 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Corona-Zahlen: Stabile Lage im Landkreis Wunsiedel

Im Landkreis Wunsiedel gibt es am Donnerstag im Vergleich zum Mittwoch kaum Veränderungen bei den Corona-Zahlen.

Derzeit sind elf Personen erkrankt (Vortag: zehn), 603 sind genesen (Vortag: 603). Seit Beginn der Pandemie wurden 653 Personen positiv auf das Virus getestet (Vortag: 652). 39 Menschen sind gestorben (Vortag: 39). Das teilt das Landratsamt Wunsiedel am Donnerstagnachmittag mit.

15:46 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Anstieg bei Corona-Infektionen um 20 auf 5268


Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus ist in Sachsen erneut zweistellig gestiegen. Am Donnerstag wurden nach der vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Übersicht 20 neue Fälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Seit Beginn der Pandemie haben sich damit insgesamt 5268 Menschen im Freistaat mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert. Die Zahl der Todesopfer stieg um zwei auf 209. Der Anteil der Gestorbenen an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt vier Prozent. Geschätzt wird, dass inzwischen 4510 Betroffene wieder genesen sind.
 

15:30 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

«Visiere statt Masken kaufen» - Was Google-Nutzer interessiert

Als Schutz gegen Corona interessieren sich offensichtlich immer mehr Leute in Deutschland für ein durchsichtiges Visier - obwohl es keine anerkannte Alternative zur Maske ist. Nach einer Auswertung der Suchmaschine Google vom Donnerstag stieg die Anfrage «Visiere statt Masken kaufen» in den vergangenen sieben Tagen um 1300 Prozent. Die Frage «Wo sind Visiere erlaubt» stieg um 170 Prozent. Das Suchinteresse nach dem Begriff «Visier» erreichte laut Google-Angaben in diesem Monat ein Rekordhoch.
Visiere - auch Face Shields genannt - werden in der Gastronomie und bei Ärzten oder Friseuren als zusätzlicher Schutz genutzt. Sie halten aber das Verströmen von Aerosolen offensichtlich nicht so gut ab wie Masken. Laut Robert Koch-Institut können Visiere «nach unserem Dafürhalten nicht als gleichwertige Alternative» zur Mund-Nasen-Bedeckung angesehen werden. Im Merkblatt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu Mund-Nasen-Bedeckungen werden Visiere nicht aufgeführt. Auch die meisten Behörden erkennen sie nicht als Alternative an - allenfalls aus gesundheitlichen Gründen gelten dann Ausnahmen.
 

15:30 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Corona-Lage in Hof

Im Vergleich zum Mittwoch meldet die Gesundheitsbehörde der Stadt und des Landkreises Hof bei den Corona-Zahlen kaum Veränderungen.

Aktuell sind in Stadt und Landkreis Hof 54 Personen Corona-positiv. Die Zahl der bisher festgestellten Coronafälle im Landkreis und der Stadt Hof liegt aktuell bei 565 Personen. Davon bereits wieder symptomfrei und aus der häuslichen Isolierung entlassen sind 475 Personen. Die Zahl der Todesfälle von Covid 19-Infizierten liegt weiterhin bei 36.

15:16 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Bayerns Zahnärzte können Corona-Kredite der Krankenkassen beantragen

Aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus haben viele Patienten den Gang zum Zahnarzt in den vergangenen Wochen gescheut - mit gravierenden Folgen für die selbstständigen Praxisinhaber. Diese können im Freistaat nun Liquiditätshilfen auf Kreditbasis in Anspruch nehmen, wie die Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZVB) in Bayern am Donnerstag in München mitteilte.

Gerade junge Zahnärzte, die noch keine Rücklagen aufbauen konnten und Kredite zurückzahlen müssen, und Zahnärzte in strukturschwachen Regionen Bayerns treffe der Rückgang der Patientenzahlen hart. "Ein Praxissterben wollen wir verhindern", erläuterte der Vorstandsvorsitzende Christian Berger.

Grundlage ist eine Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums, wonach die Krankenkassen den Praxen auf Verlangen bis zu 90 Prozent der Vorjahresleistungen als Kredit gewähren müssen. Da dies einen hohen Verwaltungsaufwand bedeutet und das Geld in den kommenden beiden Jahren zurückzuzahlen ist, war es auch in Bayern umstritten, ob die Kassenzahnnärztliche Vereinigung diese Möglichkeit annehmen soll oder nicht - sie stellt den Ärzten die Kredite der Kassen letztlich auf Antrag zur Verfügung.

 

15:00 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Seilbahnen in Bayern fahren zu Pfingsten

Vom Wochenende an geht es auch wieder ohne Muskelkraft auf den Berg - dafür mit Abstand und Maske. Kabinenbahnen und Sessellifte dürfen auch in Bayern wieder fahren. Ursprünglich wollte der Verband Deutscher Seilbahnen vergangene Woche im Freistaat wieder starten. In vielen anderen Bundesländern laufen die Bahnen schon wieder - in Baden-Württemberg etwa können Erholungssuchende schon seit dem 4. Mai und damit seit fast vier Wochen wieder mit der Bahn auf die Berge fahren.

Nun freue man sich, zu Pfingsten auch in Bayern wieder in Betrieb gehen zu können, hieß es bei dem Verband. Das Schutzkonzept der Staatsregierung lasse sich bei den Bahnen sehr gut umsetzen, sagte Verbandsvorstand Matthias Stauch, der auch Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn ist. Die Gäste sollen Masken mitbringen und 1,5 Meter Abstand auch draußen einhalten, wo keine explizite Maskenpflicht besteht. In Kabinenbahnen soll die Zahl der Fahrgäste nach den Vorgaben der Staatsregierung auf 35 Prozent der üblichen Beförderungskapazität begrenzt sein.

 

14:58 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Landesamt: 46.998 Coronavirus-Fälle in Bayern und 2454 Tote

In Bayern sind inzwischen 46 998 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2454 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Donnerstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 42 480 Menschen.
 

12:50 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Viele bayerische Kinos lehnen Mundschutzpflicht ab

Viele Kinos in Bayern wünschen sich andere Bedingungen für eine Wiedereröffnung ab dem 15. Juni. Unter anderem kritisieren sie, dass die Zuschauer während der Filmvorführungen Mundschutz tragen sollen. Anders als in Restaurants oder Kirchen würden Kinobesucher nicht sprechen oder singen, sondern ruhig auf ihren Plätzen sitzen, heißt es in einem Konzeptvorschlag, den Arthouse- und inhabergeführte Filmtheater aus München und Umgebung erarbeitet haben und das als Vorlage für Häuser in ganz Bayern dienen soll. Problematisch sei auch die starre Obergrenze von bis zu 50 Besuchern. Ein rentabler Spielbetrieb sei für viele Häuser unter diesen Voraussetzungen nicht möglich.

Am Dienstag hatte das bayerische Kabinett die Öffnung der Kinos nach einer mehrwöchigen coronabedingten Pause zum 15. Juni genehmigt. Dieser Termin sei für viele Häuser zu früh, etwa um Hygienemaßnahmen umzusetzen, heißt es in dem Schreiben. Außerdem gebe es zu diesem Termin wohl noch keine neuen Filme. Die Betreiber schlagen stattdessen einen zweistufigen Beginn vor - nach einem vorsichtigen Start Mitte Juni sollte der reguläre Spielbetrieb dann am 2. Juli wieder losgehen, dann auch mit neuen Kinofilmen.
 

10:49 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Kommunalpolitiker aus der Region wenden sich gegen geplante Lockerungen

Kommunalpolitiker aus der fränkisch-südthüringischen Region haben sich in einem offenen Brief gegen die Corona-Lockerungspläne der Thüringer Landesregierung gewandt. Eine komplette Aufhebung der Corona-Beschränkungen sei in einem Grenzgebiet wie diesem fatal, hieß es in dem am Donnerstag verbreiteten Schreiben an Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke).

Den Brief haben die Landräte aus Coburg, Kronach, Lichtenfels, Sonneberg und Hildburghausen sowie die Stadtoberhäupter von Coburg, Sonneberg, Neustadt bei Coburg und der Vorsitzende des Bayerischen Gemeindetages unterzeichnet.

Sie befürchten einen Anstieg der Corona-Infektionen in der gesamten Region, wenn in Thüringen die Beschränkungen landesweit komplett aufgehoben würden. Das sei ein trügerisches Zeichen an die Bevölkerung. Um Infektionswege nachvollziehen zu können, brauche es überregionale Maßnahmen, hieß es.
Ramelow hatte zuletzt erklärt, bei seiner viel diskutierten Maßnahme - die bisher geltenden Corona-Beschränkungen weitgehend aufzuheben - bleiben zu wollen. Staatliche Verordnungen seien Noteingriffe, die nur berechtigt seien, wenn das Infektionsgeschehen das erfordere. Im Juni wolle er aus den Allgemeinverordnungen raus, hatte Ramelow bekräftigt. Entscheidungen dazu hat das Kabinett aber noch nicht getroffen. Weiterhin gelten soll allerdings der Mindestabstand von 1,50 Metern sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes etwa im öffentlichen Nahverkehr.

Der Kreis Sonneberg war neben dem Kreis Greiz ein Corona-Hotspot in Thüringen. Zuletzt lag die Zahl der Neuinfektionen in der Sonneberger Region bei 21,4 pro 100.000 Einwohner und Woche.
 

10:03 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Österreichs Gesundheitsminister: "Italien ist noch ein Hotspot"

Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sieht mögliche Grenzöffnungen zu Italien aufgrund der Corona-Pandemie noch kritisch. "Italien ist noch ein Hotspot, obwohl die Lage in einigen Regionen schon besser wurde und man sich sehr engagiert", sagte Anschober den "Oberösterreichischen Nachrichten" (Donnerstag). "Ich bin ein großer Freund der Reisefreiheit, aber bei Italien müssen wir noch vorsichtig sein."

Österreich will in den kommenden Wochen seine Grenzen zu zahlreichen Nachbarländern wieder öffnen. Hinsichtlich der Grenzen zu Italien und auch Slowenien äußerte sich die Regierung in Wien aber zuletzt sehr zurückhaltend. Vor allem Italien drängt auf einen Lockerungsschritt von Seiten Österreichs, damit der für das Land außerordentlich wichtige Tourismus wieder Fahrt aufnehmen kann. Das Land will seinerseits schon am 3. Juni seine Grenzen für EU-Bürger öffnen.

 

08:40 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Spahn: Keine echten Erkenntnisse über Ansteckungsrisiko bei Kindern

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält verlässliche Einschätzungen zur Corona-Gefahr in Schulen und Kindergärten derzeit für schwierig. "Die Wahrheit ist, dass wir aktuell eine Studienlage haben, die keine echten Schlüsse zulässt, inwieweit Kinder zur Verbreitung des Virus beitragen", sagte Spahn der "Ausgburger Allgemeinen" (Donnerstag). "Da gibt es sehr unterschiedliche Bewertungen - und das macht es besonders schwer, politische Entscheidungen zu treffen."

Spahn wies darauf hin, dass es fast täglich neue wissenschaftliche Erkenntnisse über das Virus gebe.  Das zwinge auch die Politik, Einschätzungen zu verändern und Maßnahmen anzupassen. "Besonders schwierig sind die Bereiche Kindergarten und Schule", sagte er.
 

08:38 Uhr - Donnerstag, 28.05.2020

Zehntausende Verstöße gegen Corona-Auflagen in Bayern

Zehntausende Menschen in Bayern haben schon gegen die Corona-Auflagen der Staatsregierung verstoßen. Zwischen dem Beginn der Ausgangbeschränkung am 21. März und dem Stichtag 25. Mai (0.00 Uhr) erfassten die Polizisten im Freistaat 57 502 Vorgängen, wie das Innenministerium der Deutschen Presse-Agentur in München mitteilte. Betroffen davon seien 52 824 Personen.

Das Gros mit 44 553 Fällen machen den Angaben zufolge Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen allgemein aus - wobei mehrere Vergehen pro Anzeigenvorgang möglich sind. 12 258 Mal taucht in der Statistik ein Verstoß gegen das Verbot von Menschenansammlungen auf. 1249 Mal ging es um Veranstaltungen, 830 Mal um Maskenpflicht, 658 Mal um Betriebsstättenuntersagungen und 358 Mal um Quarantäne-Verstöße.

Konkrete Einzelfälle werden in der Statistik nicht erfasst. In den Polizeiberichten der vergangenen Wochen waren aber immer wieder Beispiele enthalten: Etwa Verstöße während der Anti-Corona-Demos, illegale "Corona-Partys" oder aber Friseure, die zu einer Zeit, als das noch nicht wieder erlaubt war, Kunden bedienten.

Für all diese Verstöße gibt es einen Bußgeldkatalog. Demnach muss beispielsweise 150 Euro zahlen, wer sich mit mehr Leuten als erlaubt trifft oder gegen die Maskenpflicht verstößt. 5000 Euro werden für Unternehmer fällig, die kein Schutz- und Hygienekonzept für ihren Betrieb haben. Und sein Kind in die Notbetreuung zu geben, ohne dazu berechtigt zu sein, wird mit 500 Euro geahndet.
 

22:10 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Grünes Licht für Corona-Warn-App in Pariser Parlament
Die französische Nationalversammlung hat grünes Licht für die Corona-App «StopCovid» gegeben. Die Parlamentarier billigten mehrheitlich eine entsprechende Erklärung der Mitte-Regierung von Premierminister Édouard Philippe, wie das Unterhaus des französischen Parlaments am Mittwochabend berichtete.
Die App soll mit Hilfe von Bluetooth-Signalen erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind. Nutzer sollen gewarnt werden, falls sich später herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufhielten. Gegen die App gab es immer wieder datenschutzrechtliche Bedenken - auch aus dem Lager von Präsident Emmanuel Macron.
Wie die Nationalversammlung berichtete,  stimmten 338 Abgeordnete für die Erklärung, 215 votierten dagegen, 21 enthielten sich. Der Staatssekretär für Digitales, Cedric O, hatte erklärt, die App könnte möglicherweise schon vom kommendem Wochenende an zur Verfügung stehen. «Es ist der richtige Zeitpunkt, denn die Franzosen sind immer mehr daran interessiert, rauszugehen und wieder ein soziales Leben zu führen», hatte O der Zeitung «Le Figaro» gesagt.
Frankreich gehört in Europa zu den Ländern, die schwer von der Covid-19-Pandemie betroffen sind. Es starben bisher rund 28 600 Menschen.
 

22:09 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Joko und Klaas moderieren Verschwörungsquiz: Geld für Vernünftige
Im Stile einer Call-in-Show haben Joko Winterscheidt (41) und Klaas Heufer-Umlauf (36) auf ProSieben ein Quiz rund um Verschwörungen präsentiert. In der vorerst letzten Ausgabe ihrer Sendung «Joko & Klaas Live» stellten die Moderatoren am Mittwochabend mehrere Fragen, Anrufer konnten 150 Euro gewinnen. «Eure Aufgabe ist es, die vernünftigen Antworten zu finden», erklärte Heufer-Umlauf.
Das Duo wollte etwa wissen, woher das Coronavirus genau stamme. Neben der richtigen Antwort («Stand jetzt ist es wissenschaftlich noch nicht eindeutig erwiesen») gaben die beiden weitere Möglichkeiten vor, an die Verschwörungstheoretiker glauben könnten (Greta Thunberg und Bill Gates). Damit wollten die Spaßmacher auf die abstrusen Thesen hinweisen, die teilweise auf Anti-Corona-Demos widergegeben werden.
Die beiden behandeln in ihrer Sendung «Joko & Klaas Live» immer wieder gesellschaftlich relevante Themen. Zuletzt hatten sie mit der fiktiven Ausstellung «Männerwelten» ein Schlaglicht auf sexuelle Übergriffe gegen Frauen geworfen und dafür viel Lob bekommen.
Die freie Sendezeit hatten sich die Moderatoren in der einen Tag zuvor ausgestrahlten Show «Joko & Klaas gegen ProSieben» erspielt, in der sie in mehreren Wettkämpfen gegen ihren Arbeitgeber antreten. Am Mittwochabend durften sie dann als Sieger über ihren Sender 15 Minuten ab 20.15 Uhr bei ProSieben völlig frei bespielen.

 

21:58 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Erholungsrally im Dax ist nicht zu bremsen
Die Erholung im Dax hat sich am Mittwoch fortgesetzt. Mit der häppchenweisen Lockerung der Corona-Beschränkungen setzen die Investoren aktuell auf eine schnelle Erholung der Weltwirtschaft. Der deutsche Leitindex Dax schloss 1,33 Prozent fester bei 11.657,69 Punkten.
Hingegen gab der MDax der mittelgroßen deutschen Werte um 1,16 Prozent auf 25.152,03 Zähler nach, hier nahmen Anleger bei bisherigen Krisengewinner-Aktien wie Sartorius, Teamviewer, Delivery Hero oder Hellofresh Gewinne mit.
Seit dem kleineren Durchhänger am vergangenen Freitag ist der Dax nun schon wieder um gut sieben Prozent gestiegen. «Die Erwartung, dass die Staaten und Notenbanken den Wirtschaften ausreichend mit billigen Geld und Liquiditätsspritzen unter die Arme greifen, lässt die Sorgen in den Hintergrund rücken», kommentierte Timo Enden vom Analysehaus Emden Research.
So ließen am Mittwoch etwa die Pläne von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Kurse anspringen, die für die wirtschaftliche Erholung Europas nach der Corona-Krise 750 Milliarden Euro mobilisieren will. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) signalisiert zusätzliche Schützenhilfe in Form einer weiteren Öffnung ihrer bereits sehr lockeren Geldpolitik.
Die «ausgeprägte Sorglosigkeit» an den Aktienmärkten mahne allerdings zur Vorsicht, merkte Marktbeobachter Emden an. «Die Hausse nährt derzeit die Hausse. Viele Spekulanten setzen derzeit auf kurzfristige Gewinne und treiben die Kurse.»
Die Hoffnung auf eine schnelle Erholung aus der Corona-Krise beflügelte unterdessen am Mittwoch auf Unternehmensseite vor allem Autowerte. Dax-Sieger Daimler profitierte mit einem Plus von knapp 8,9 Prozent auch von einer Kaufempfehlung des Investmenthauses Mainfirst.
Die zuvor sehr festen Lufthansa-Aktien gerieten hingegen in einen Schlingerkurs und drehten zeitweise ins Minus ab nach Nachrichten, dass der Aufsichtsrat die Entscheidung zur Annahme des staatlichen Rettungspakets über neun Milliarden Euro vertagt.
Dax-Schlusslicht waren die Aktien des Chipkonzerns Infineon mit einem Abschlag von rund viereinhalb Prozent nach einer Platzierung neuer Aktien zur Finanzierung der Cypress-Übernahme.
Auch Bank-Aktien kam der anhaltende Konjunktur-Optimismus zugute. Deutsche Bank gewannen fast vier Prozent, im MDax waren Deutsche Pfandbriefbank der stärkste Wert mit einem Plus von rund 8,6 Prozent.
Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gewann 1,73 Prozent auf 3051,08 Punkte. In Paris stieg der Cac 40 um rund 1,8 Prozent und in London verbuchte der FTSE verbuchte ein Plus von rund 1,3 Prozent. An der Wall Street setzte der Dow Jones Industrial nach dem Sprung über die Marke von 25 000 Punkten am Vortag seinen Weg nach oben weiter fort und notierte zum hiesigen Handelsschluss mit rund einem Prozent im Plus.
Der Euro rutschte zuletzt wieder über die Marke von 1,10 US-Dollar, über die er im Tagesverlauf dank der EU-Corona-Pläne gesprungen war und den höchsten Stand seit Anfang April erreicht hatte. Zuletzt wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,0977 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0991 (Dienstag: 1,0975) Dollar festgelegt.
Am deutschen Anleihemarkt stieg der Rentenindex Rex um 0,08 Prozent auf 144,74 Punkte. Die Umlaufrendite sank im Gegenzug von minus 0,42 Prozent am Vortag auf minus 0,43 Prozent. Der Bund-Future verlor 0,19 Prozent auf 171,97 Punkte.
 

21:13 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

RKI meldet 362 Neuinfektionen - mehrere Flüchtlingsheime betroffen
Wegen Corona-Ausbrüchen in Flüchtlingsheimen reißt Regensburg die Schwelle der als kritisch bewerteten Zahl an Neuinfektionen, auch Rheinland-Pfalz verzeichnet wieder einen höheren Anstieg. So sehen die aktuellen Zahlen aus.
Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 362 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise mehr als 179.300 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Mittwoch meldete (Datenstand 27.05, 0 Uhr). Ein Großteil davon ist bereits wieder genesen. Die Zahl der Neuinfektionen bleibt weiter auf niedrigem Niveau, das Infektionsgeschehen wird von vereinzelten kleineren Ausbrüchen dominiert.
Die Stadt Regensburg reißt wegen eines Corona-Ausbruchs in einem Ankerzentrum für Flüchtlinge die kritische Grenze für Corona-Neuinfektionen. Dort waren bei einer Reihen-Untersuchung viele Fälle festgestellt worden. Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit müssen die Regensburger erst einmal keine Konsequenzen befürchten, das Infektionsgeschehen sei lokal und klar eingrenzbar.
Laut RKI-Datenbank ist der bayerische Landkreis derzeit der einzige, der den Schwellenwert von 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschreitet. Aufgrund von Meldeverzögerungen kann die tatsächliche Lage aber bereits anders sein.
In Mainz wurden insgesamt 52 Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft positiv auf das Virus Sars-Cov-2 getestet, wie die Kreisverwaltung Mainz-Bingen mitteilte. Die Flüchtlingsunterkunft steht seit dem 19. Mai unter Quarantäne. Neben Rheinland-Pfalz ist die Zahl der bestätigten Fälle auch in Brandenburg wieder etwas stärker gestiegen als zuvor.
Bislang starben dem RKI zufolge 8349 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 47. 162.800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind etwa 800 mehr als noch einen Tag zuvor.
Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch bei 0,68 (Datenstand 27.5. 0 Uhr; Dienstag 0,70). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel etwa sieben weitere Personen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 27.5. 0.00 Uhr) bei 0,76. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.
 

20:58 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

US-Notenbank: Corona-Krise belastet Wirtschaft weiter stark
Die Corona-Krise belastet die amerikanische Wirtschaft nach Einschätzung der US-Notenbank weiterhin stark. «Die wirtschaftliche Aktivität ging in allen Distrikten zurück - in den meisten stark - was die Belastungen durch die Covid-19-Pandemie widerspiegelt», schreibt die Fed in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht («Beige Book»).
Eine deutliche Besserung ist laut dem Bericht nicht in Sicht. Man hoffe auf die Wiedereröffnung von Unternehmen. Der Ausblick sei aber sehr unsicher. Die meisten befragten Unternehmen seien mit Blick auf eine mögliche wirtschaftliche Erholung pessimistisch.
Das Beige Book beruht auf einer Umfrage unter Unternehmensvertretern. Zudem werden auch Ökonomen, Marktexperten und andere Geschäftskontakte befragt. Es wurden Daten berücksichtigt, die bis zum 18. Mai gesammelt wurden.
 

20:02 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Merkel: Corona-Krise macht mehr Zusammenarbeit in Europa nötig
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Folgen der Corona-Pandemie mit einer stärkeren Zusammenarbeit in Europa bewältigen. «Europa kann aus der Krise stärker hervorgehen, als es in sie hineingegangen ist», sagte die Kanzlerin am Mittwochabend zum Auftakt einer Diskussion der Konrad-Adenauer-Stiftung, die Folgen der Corona-Pandemie für die im Juli beginnende EU-Ratspräsidentschaft Deutschland in der Außen- und Sicherheitspolitik beleuchtete. Die Corona-Krise habe «alles auf den Kopf gestellt», sagte Merkel. Sie zeige, dass grundlegende Veränderungen kurzfristig Entscheidungen mit langfristigen Wirkungen nötig machten. Die Verantwortung dürfe deswegen nicht an nationalstaatlichen Grenzen halt machen.
 

20:00 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Oberfrankens Spitzen-Landkreis: Seit 13 Tagen kein weiterer Corona-Fall

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der neuen Fälle innerhalb der vergangenen Woche pro 100.000 Einwohner, liegt im Landkreis Kulmbach weiter bei 0. Diesen Wert erreicht ansonsten kein anderer oberfränkischer Landkreis.

244 beträgt nach wie vor die Gesamtzahl der nachgewiesenen Covid-19-Infektionen im Landkreis Kulmbach. Seit Donnerstag, 14. Mai, ist im Landkreis kein weiterer positiver Coronavirus-Fall bestätigt worden. Dies gilt sowohl für die übermittelten Befunde der festen Abstrichstellen in Kulmbach und Stadtsteinach, als auch für die Ergebnisse der mit Hilfe einer mobilen Abstrichstelle fortgeführten Reihentestung der Pflege- und Altenheime im Landkreis. Von den 244 Fällen gelten 228 wieder als genesen. Unter Berücksichtigung der elf Verstorbenen liegt die Anzahl der aktuell im Landkreis infizierten Personen bei fünf. Keine dieser Personen wird momentan stationär betreut.

Die in häuslicher Quarantäne befindlichen Personen sind entweder gering symptomatisch oder symptomfrei. Sie werden regelmäßig aktiv von den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes telefonisch betreut. Insgesamt konnten mittlerweile über 2300 Personen im Landkreis wieder aus der häuslichen Isolation entlassen werden. Stand Mittwoch, 10 Uhr, beträgt der durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) veröffentlichte 7-Tage-Inzidenz-Wert pro 100.000 Einwohner für den Landkreis Kulmbach 0,00.

 

Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner (Laut LGL, Stand: 27. Mai, 10 Uhr):

Stadt Hof: 8,71

Landkreis Hof: 27,28

Landkreis Wunsiedel: 6,83

Landkreis Kulmbach: 0,00

Landkreis Coburg: 36,82

Stadt Coburg: 29,09

Landkreis Kronach: 2,98

Landkreis Lichtenfels: 40,40

Stadt Bamberg: 3,87

Landkreis Bamberg: 2,04

Landkreis Forchheim: 0,86

 

Gut zu wissen:

Der Begriff Inzidenz stammt aus der Epidemiologie und beschreibt die jeweilige Neuerkrankungsrate an einer bestimmten Krankheit. Die Inzidenz gibt an, wie viele gesunde Menschen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes an einer bestimmten Krankheit neu erkranken. Mit diesem Berechnungsschema lässt sich einschätzen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass eine Person aus einem zuvor definierten Personenkreis erkrankt. Bei der Epidemiologie handelt es sich um ein Gebiet der Medizin, das sich mit der Verbreitung und dem Verlauf von Krankheiten sowie den jeweiligen Einflussfaktoren befasst.

 

19:22 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Söder: Einhalten von Abstandsregeln am Ballermann schwer vorstellbar
Ministerpräsident Markus Söder (CSU) lässt angesichts der Corona-Pandemie wenig Hoffnung auf Sommerurlaub an überfüllten Touri-Hotspots. «Es ist schwer vorstellbar, wie man am Ballermann Hygiene- und Abstandsregeln richtig einhalten kann», sagte Söder der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Donnerstag/online Mittwoch) mit Blick auf die beliebte Baleareninsel Mallorca. Vernunft und Lebensfreude seien aber kein Widerspruch. «Und gerade dieses Jahr ist dann eben ein anderes Urlaubsjahr als sonst.»
Söder mahnte auch beim Urlaub zur Vorsicht und warnte vor einem zweiten «Lockdown». «Wir sehen doch an einzelnen Beispielen in diesen Tagen, wie schnell wieder hundert Neuinfektionen entstehen können.» Vorsicht müsse daher oberste Priorität bleiben.

 

19:15 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Nordrhein-Westfalen auf Öffnungskurs - Samstag weitere Lockerungen
Fußball, Ferienangebote, Kino und Theater: Vom Pfingstwochenende an haben die Menschen in Nordrhein-Westfalen nach wochenlanger Corona-Zwangspause wieder mehr Freiheiten. Die Landesregierung gab am Mittwochabend weitere Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen bekannt.
Danach darf sich künftig auch eine Gruppe von bis zu zehn Personen im öffentlichen Raum treffen. Kinos, Theater, Oper und Konzerthäuser dürfen wieder öffnen, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Besuchern gewährleistet ist und es ein Zutrittskonzept gibt. Ein besonderes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept ist notwendig, wenn mehr als ein Viertel der regulären Zuschauerkapazität oder mehr als 100 Personen zuschauen sollen.
Auch Busreisen sind unter den Bedingungen des Infektionsschutzes wieder möglich. Schüler können ihre Sommerferien wieder mit Tagesausflügen, Ferienfreizeiten, Stadtranderholung und Fernreisen unter Einhaltung der Hygiene- und Schutzvorschriften verbringen.

19:15 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Bundestag entscheidet über Steuersenkung und Lohnersatz für Eltern
Der Bundestag entscheidet an diesem Donnerstag (9.00 Uhr) über eine stärkere Unterstützung für berufstätige Eltern und für die Gastronomie in der Corona-Krise. Väter und Mütter, die wegen eingeschränkten Kita- oder Schulbetriebs nicht arbeiten können, sollen länger Geld vom Staat bekommen. Der Lohnersatz soll nicht nur 6, sondern bis zu 20 Wochen lang gezahlt werden. Im gleichen Gesetz wird die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie von 19 auf 7 Prozent gesenkt. Das soll ab Juli für ein Jahr gelten und Restaurants wie Cafés helfen, ihre verlorenen Umsätze nach Abflauen der Pandemie zumindest zum Teil wieder hereinzuholen. Geplant ist auch, dass Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld größtenteils steuerfrei gestellt werden.
Zuvor wird im Bundestag die neue Wehrbeauftragte des Parlaments, Eva Högl, vereidigt. Die Nominierung der SPD-Politikerin war in der eigenen Fraktion höchst umstritten gewesen. Der Bundestag hatte die Juristin Anfang des Monats dann aber mit deutlicher Mehrheit gewählt. Die Wehrbeauftragte gilt als Anwältin der Soldaten.
 

18:58 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Kurz: EU-Vorschlag für Coronahilfen ist Startpunkt für Verhandlungen
Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat den Vorschlag der EU-Kommission über ein Konjunkturprogramm in der Corona-Krise als «Startpunkt für die Verhandlungen» bezeichnet. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen will 750 Milliarden Euro für die wirtschaftliche Erholung Europas mobilisieren. Österreich gilt zusammen mit Schweden, Dänemark und den Niederlanden als «die sparsamen Vier», die statt nicht zurückzahlbarer Zuschüsse auf die Vergabe günstiger Kredite setzen. «Was noch verhandelt werden muss, das ist die Höhe sowie das Verhältnis zwischen Zuschüssen und Krediten», teilte Kurz der österreichischen Nachrichtenagentur APA am Mittwoch mit.
Während einige Länder möglichst viel einforderten, sprächen sich Länder wie die Niederlande, Schweden, Dänemark und Österreich «aus Verantwortung gegenüber unseren Steuerzahlern» klar für Kredite aus, teilte Kurz weiter mit.
 

18:12 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Bundestag streitet über Entwicklungshilfe - AfD will keine Neuzusagen
Mit Empörung haben die Abgeordneten aller anderen Fraktionen auf einen Vorschlag der AfD reagiert, wegen der Corona-Krise an der Entwicklungshilfe zu sparen. «Sie wollen den Ärmsten der Armen noch etwas weg nehmen. Wie arm ist denn das?», sagte der FDP-Politiker Christoph Hoffmann am Mittwochabend im Bundestag.
Die AfD forderte die Bundesregierung auf, «bis zur endgültigen Bewältigung der Corona-Pandemie in Deutschland und Europa keine Neuzusagen für die bilaterale staatliche Entwicklungszusammenarbeit zu tätigen oder in Aussicht zu stellen». Der AfD-Abgeordnete Markus Frohnmaier sagte, die dadurch freiwerdenden Mittel sollten unter anderem genutzt werden, um deutschen Familien und Unternehmern zu helfen, die durch die Corona-Krise in Not geraten seien.
«Soviel Unfug habe ich selten auf zwei Seiten Papier gedruckt gesehen», kommentierte Uwe Kekeritz (Grüne) den Antrag der AfD. Deutschland sei auf Rohstofflieferungen und Absatzmärkte angewiesen. Der AfD gehe es aber gar nicht um Argumente, sondern um «Hassbotschaften».
 

18:01 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Corona: Kaum Veränderungen im Landkreis Kronach

Im Vergleich zum Dienstag gibt es am Mittwoch landkreisweit kaum Veränderungen bei den Corona-Zahlen.

Derzeit sind immer noch zehn Personen infiziert. Das sind genau so viele wie am Dienstag. Genesen sind mittlerweile 146 Menschen. Weiterhin sind drei Personen in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Gesamtzahl der bislang bestätigten Coronavirus-Infektionen beträgt 159. Das sind im Vergleich zum Vortag zwei Fälle mehr. In Quarantäne sind derzeit 19 Personen. Das ist eine Person mehr als am Vortag. Insgesamt aus der Quarantäne entlassen wurden bislang 369 Menschen.

17:49 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Marktredwitz/Selb: Zwei Mitarbeiter des Klinikums corona-infiziert

Ein aus dem Klinikum Fichtelgebirge bereits entlassener, negativ getesteter und symptomfreier Patient ist bei einer erneuten Vorstellung im Krankenhaus, innerhalb der Inkubationszeit, positiv abgestrichen worden.

Daraufhin wurde laut einer gemeinsamen Mitteilung des Klinikums und des Landratsamtes unverzüglich und in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt eine Reihentestung der Mitarbeiter veranlasst, die mit dem Patienten beim ersten Aufenthalt in Kontakt waren. Bei dieser Testreihe wurden zwei symptomfreie Mitarbeiter positiv getestet. "Durch das schnelle Eingreifen des Klinikums und Gesundheitsamtes konnte die Infektionskette somit schnell unterbrochen werden", heißt es in dem Schreiben. Die positiv getesteten Mitarbeiter haben sich gemäß geltender Regularien in häusliche Quarantäne begeben.

Dr. Philipp Koehl, Ärztlicher Direktor des Klinikums sagt: "Die Pandemie ist noch nicht vorbei! Das Klinikum Fichtelgebirge geht auch weiterhin davon aus, dass potenziell jeder auch symptomfrei das Virus tragen kann. Daher ist das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes für Personal und Patienten Standard im gesamten Klinikum, es gelten auch weiterhin eingeschränkte Besucherregelungen und es wird unverändert jeder Patient getestet und bis zum Vorliegen des Ergebnisses isoliert. Das Klinikum arbeitet eng mit den Gesundheitsämtern zusammen, um Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und zu unterbrechen."

In der Kabinettssitzung der bayerischen Staatskanzlei wurde zusätzlich beschlossen, dass die Tests in Bayern massiv ausgeweitet werden. Regelmäßige Tests für Beschäftigte in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und für Lehrkräfte und Erzieherinnen sollen ermöglicht werden, und die Testergebnisse sollen auch schneller vorliegen. "Das bestätigt den im Landkreis Wunsiedel bereits vor Wochen eingeschlagenen Weg." red

17:27 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Peta zeigt Schlachtbetriebe wegen Körperverletzung an


Die Tierrechtsorganisation Peta hat wegen «Verdacht der vorsätzlichen gefährlichen Körperverletzung» Anzeige erstattet gegen die Schlachtbetriebe Westfleisch, VION, Müller-Fleisch und Wiesenhof. Die Organisation teilte am Mittwoch in Stuttgart mit, dass die Unternehmen in Coesfeld und Dissen, Bad Bramstedt, Birkenfeld sowie Straubing-Bogen «Corona-Infektionen bei Mitarbeitern anscheinend billigend in Kauf genommen» hätten. Mitursache für die unter ihren Mitarbeitenden grassierenden Infektionen mit SARS-CoV-2 seien die «katastrophalen Zuständen bei Unterkünften und Arbeitsverhältnissen», von denen die Betriebsleitungen seit langem gewusst hätten.


Die Anzeigen wurden bei den Staatsanwaltschaften in Kiel, Münster, Karlsruhe/Pforzheim und Regensburg/Straubing erstattet. Krishna Singh, Justiziar bei Peta, sagte den weiteren Angaben zufolge, das System der tierausbeutenden Industrie funktioniere nur, weil auch Menschen ausgebeutet würden. Bereits die Infektion mit SARS-CoV-2 sei wegen der potenziellen Gefährlichkeit der Krankheit COVID 19 eine Gesundheitsschädigung im Sinne der gefährlichen Körperverletzung, unabhängig davon, ob Infizierte tatsächlich erkranken. Peta kritisiert, dass der Betrieb in den jetzt angezeigten Unternehmen trotz steigender Infektionszahlen und unzureichender Hygienebedingungen weitergelaufen sei.

17:22 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Frankfurter Buchmesse soll im Herbst stattfinden
Die Frankfurter Buchmesse soll in diesem Herbst trotz Corona-Pandemie stattfinden. Das hat der Aufsichtsrat der Buchmesse am Mittwoch entschieden. Geplant sei, die Bücherschau vom 14. bis 18. Oktober 2020 auf dem Messegelände, dezentral in der Stadt und zeitgleich virtuell stattfinden zu lassen.

17:15 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Ramelow: Osten auch in der Corona-Krise anders

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich für ein abgestimmtes Vorgehen der Länder und des Bundes in der Corona-Krise auch in Zukunft ausgesprochen. «Wir haben als neue Länder dafür geworben, dass wir alsbald wieder miteinander kommunizieren», sagte er am Mittwoch in Erfurt nach einer Videokonferenz mit seinen ostdeutschen Amtskollegen und mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die große Ministerpräsidentenkonferenz am 17. Juni solle das künftige Vorgehen zum Schwerpunkt haben, fügte er hinzu.


Es ginge um die Frage, wo wir stehen, sagte der Linken-Politiker. Die Entwicklung der Pandemie in den Ländern sei sehr unterschiedlich. «Deshalb ist es wichtig, dass wir uns darüber verständigen, was das etwa für Teststrategien und die wissenschaftliche Arbeit bedeutet», so Ramelow. Er verwies zudem auf die geplante Tracing-App, die am 15. Juni verfügbar sein soll. «Wir Ministerpräsidenten wollen sie während unserer Konferenz am 17. Juni demonstrativ gemeinsam runterladen, um auch hier auf eine neue Perspektive bei der Verfolgung des Infektionsgeschehens hinzuweisen», kündigte Ramelow an.


Thema bei den Ost-Regierungschefs seien auch die Förderinstrumentarien in der Corona-Krise gewesen. Diese würden sich vor allem auf große Konzerne konzentrieren, «und genau von diesen gibt es in den ostdeutschen Ländern zu wenige», sagte Ramelow. Entlastungen von Umsatzsteuerpunkten, die in Westdeutschland eine möglicherweise viel größere Wirkung hätten, würden im Osten verpuffen. Gebraucht werde ein Förderprogramm, das sich auf die konkrete Situation in den neuen Ländern richte.
 

17:12 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Umfrage lässt Söders CSU weiter von absoluter Mehrheit träumen

Dank des Corona-Krisenmanagements der bayerischen Staatsregierung kann die CSU um ihren Parteichef Markus Söder weiter von einer absoluten Mehrheit bei künftigen Wahlen träumen. Im «BR-BayernTrend» im Auftrag des BR-Politikmagazins «Kontrovers» kommen die Christsozialen auf 48 Prozent und liegen damit nur leicht unter dem Wert von Anfang April (49 Prozent), aber klar vor dem Ergebnis der Landtagswahl von 2018 (37,2).

Dagegen können die mitregierenden Freien Wähler weiterhin von der Gunst der Bayern kaum profitieren. Der Koalitionspartner von Ministerpräsident Söder kommt wie im April auf gerade einmal 8 Prozent und landet damit hinter dem Ergebnis der Landtagswahl 2018 (11,6). Die Grünen kommen in der Umfrage auf 19 Prozent (17,6), die SPD auf 9 Prozent (9,7). Die AfD liegt sogar bei nur noch 5 Prozent (10,2) und die FDP muss mit 3 Prozent (5,1) sogar das Ausscheiden aus dem Landtag fürchten.

17:00 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Corona-Zahlen: Wenig Veränderung in Stadt und Landkreis Coburg

Im Vergleich zum Dienstag haben sich die Corona-Zahlen in der Stadt und im Landkreis Coburg kaum verändert.

Wie die Gesundheitsbehörde der Stadt und des Landkreises Coburg am Mittwoch mitteilt, sind derzeit 111 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (91 im Landkreis, 20 in der Stadt). Im Vergleich zum Vortag ist das ein Infizierter weniger. Insgesamt gibt es bislang 396 bestätigte Coronavirus-Infektionen (Vortag: 392). Weiterhin sind in der Stadt und im Landkreis bislang 23 Personen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Genesenen beträgt mittlerweile 262. Im Vergleich zum Dienstag sind das fünf Genesene mehr.

16:56 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Unions-Arbeitnehmerflügel will Kurzarbeitergeld für Azubis
Der Arbeitnehmerflügel der Union im Bundestag fordert eine Azubi-Prämie nach dem Modell des Kurzarbeitergelds, um den Lehrstellenmarkt in der Corona-Krise zu stützen. «Nach der Krise ist vor dem Aufschwung. Deshalb muss der Ausbildungsmarkt stabilisiert werden», sagte der Vorsitzende der CDU/CSU-Arbeitnehmergruppe im Bundestag, Uwe Schummer, bei «Focus Online». «Da ist eine Art Kurzarbeitergeld für Azubis genau die richtige Antwort.»


Die Prämie solle gezahlt werden, wenn eine Firma nachweisen könne, dass sie wegen der Corona-Krise echte Umsatzeinbrüche habe. So solle den angeschlagenen Betrieben ermöglicht werden, Auszubildende weiter zu qualifizieren oder neue junge Leute einzustellen.


Wichtig sei, dass Auszubildende weiter ihr volles Gehalt bekämen, sagte Schummer. «Wenn wir die Betriebe entlasten, indem zunächst die 60 Prozent finanziert werden, erwarten wir umgekehrt, dass die Betriebe 40 Prozent weiterzahlen, damit die Azubis wie bisher 100 Prozent ihrer Ausbildungsvergütung bekommen.» Der Zuschuss müsse «wahrscheinlich aus Steuermitteln» gezahlt werden.
 

16:51 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Kreise: Hohe Steuereinbußen - «Kernfrage» was man sich leisten kann

Angesichts der erwarteten Einbrüche bei den Steuereinnahmen in der Corona-Krise müssen nach Auffassung von Landkreistags-Präsident Christian Bernreiter (CSU) bestimmte Leistungen auf den Prüfstand. Schon in wirtschaftlich guten Jahren habe es regelmäßig neue Rekordwerte bei den Sozialausgaben gegeben, sagte Bernreiter am Mittwoch auf der konstituierenden Versammlung in Erding. «Die Kernfrage wird in Zukunft sein, was man sich alles leisten will und was man sich alles leisten kann», sagte er. «Wir müssen Antworten darauf finden, was wirklich wichtig ist.»


In den vergangenen Jahren seien - etwa mit dem Angehörigenentlastungsgesetz - sehr hohe Standards etabliert worden. «Wir müssen uns fragen, wo auch jeder Einzelne selbst wieder mehr tun muss.»
Allein in diesem Jahr stellen sich die bayerischen Landkreise auf Steuereinbußen in Milliardenhöhe ein. Allein bei den Gewerbesteuereinnahmen gehe es voraussichtlich um Einbrüche von 20 bis 25 Prozent. Das Finanzministerium rechne für Bayern zudem mit Steuerausfällen in Höhe von 5,5 Milliarden Euro. Diese werden sich im nächsten Jahr bei den Leistungen aus dem Finanzausgleich auch in den Kommunen bemerkbar machen. Bei einem Satz für die Schlüsselzuweisung von 12,75 Prozent seien es 700 Millionen Euro, die hier fehlten. «Das sind schon Dimensionen, die da vor uns stehen.»


Zugleich seien steigende Ausgaben zu erwarten. Es werde mehr Menschen geben, die Anspruch auf Hartz IV haben. Hinzu kämen Leistungen etwa durch das Bundesteilhabegesetz oder das Angehörigenentlastungsgesetz. Die Landkreise hätten vor der Krise an die 100 Vorschläge gemacht, wie Bürokratie abgebaut und gespart werden könne. Er sei fraglich, ob Schulbegleiter, die Schüler mit Behinderungen unterstützen, künftig je einen Schüler betreuen könnten und es teils fünf Betreuer in einer Klasse geben könne. «Das wird auf Dauer nicht finanzierbar sein.»
 

16:50 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Altmaier deutet Entlastung bei Strompreisen an

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat mit Blick auf das geplante Konjunkturpaket der Bundesregierung in der Corona-Krise eine Entlastung bei den Strompreisen angedeutet. «Wann, wenn nicht jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, den Menschen zu sagen, Energie und Stromkosten werden auch in Zukunft bezahlbar bleiben», sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im Bundestag. Zugleich sprach er sich dafür aus, die Sozialabgaben - also die Lohnnebenkosten - bei unter 40 Prozent zu halten.


Das sei kein einfaches Konjunkturprogramm, betonte Altmaier. Es gehe um eine «große Welle von Innovationen». Der Wirtschaftsminister sprach von einer umfassenden «Entbürokratisierung». Man sei bereit, «unorthodoxe Wege zu gehen, wenn es um Freiräume für Unternehmen und Beschäftigte geht».
Die Bundesregierung will nach Pfingsten ein Konjunkturprogramm beschließen, damit die Wirtschaft nach der Corona-Krise wieder in Gang kommt. Infolge der Krise wird eine schwere Rezession erwartet. Es geht um Milliardenausgaben.


 

16:19 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Kaffeekonsum trotz Corona-Krise gestiegen - Kaffee «krisenfest»
Trotz geschlossener Cafés und Restaurants während der Corona-Krise haben die Menschen in Deutschland mehr Kaffee getrunken als im Vorjahr. Im März und April dieses Jahres sei der Konsum um rund drei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen, teilte der Deutsche Kaffeeverband am Mittwoch mit. Während in den Cafés und Restaurants 76 Prozent weniger Tassen Kaffee getrunken wurde, stieg der Konsum zu Hause um 20 Prozent.
«Der Konsument trinkt weiterhin Kaffee - zur Not einfach woanders», sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Holger Preibisch. Man könne die Kategorie Kaffee daher als «krisenfest» bezeichnen. Kaffeevollautomaten waren in den beiden Monaten mit einer gestiegenen Nutzung um 10 Prozent am beliebtesten. Bei Filterkaffee, Pads und Kapseln sowie löslichem Kaffee ging es verglichen zu März und April 2019 im niedrigen einstelligen Bereich nach oben.
Mit Blick auf das Jahr 2019 stand die Bohne bei den Menschen wieder hoch im Kurs. 166 Liter pro Kopf und damit zwei Liter mehr als im Vorjahr 2018 tranken die Leute. Nach Angaben des Verbands entspricht das einer Steigerung um circa eine Milliarde Tassen.
Besonders die ganze Bohne war gefragt. Ihr Absatz im Lebensmitteleinzelhandel und Onlinehandel stieg um 15 Prozent. Für 2020 blickt der Verband positiv in die Zukunft und rechnet damit, dass Kaffee auch nach der Corona-Krise das Lieblingsgetränk der Menschen in Deutschland sein wird.
 

16:18 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Landesamt: 46.885 Coronavirus-Fälle in Bayern und 2442 Tote
In Bayern sind inzwischen 46.885 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2442 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Mittwoch (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 42.310 Menschen.

 

16:17 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Corona-Umfrage: Jeder fünfte Wähler glaubt an bewusste Übertreibung
Einer Umfrage zufolge glaubt jeder fünfte Wahlberechtigte in Deutschland, dass «Politik und Medien die Gefährlichkeit des Corona-Virus ganz bewusst übertreiben, um die Öffentlichkeit zu täuschen». Das berichtete das NDR-Medienmagazin «Zapp» am Mittwoch als Auftraggeber der repräsentativen Studie von Infratest dimap. Dieser These stimmen demnach besonders viele Anhänger der AfD (54 Prozent) zu. Auch Menschen, die Social-Media-Plattformen aktiv nutzen (31 Prozent), antworteten besonders häufig in diesem Sinne.
Tanjev Schultz, Professor für Journalismus an der Universität Mainz sagte laut Mitteilung: «Wir sehen eine ganz klare Kluft zwischen den Anhängern der AfD und dem Rest der Bevölkerung. Die Anhänger der AfD suchen Informationen eher in anderen Medien und vertrauen dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk deutlich weniger.»
Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, in sozialen Medien wie Youtube, Facebook oder in Blogs, aber auch in Messenger-Diensten wie Telegram und WhatsApp Nachrichten und Kommentare über Corona in den letzten Wochen wahrgenommen zu haben. Jeder Zehnte hat diese Inhalte auch intensiv geteilt. Am aktivsten teilen AfD-Anhänger Social-Media-Posts beim Thema Corona (19 Prozent), selten aktiv sind Anhänger der Grünen (3 Prozent). Von Anhängern der Linkspartei (72 Prozent) und der AfD (67 Prozent) werden Nachrichten auf Social Media zum Thema Corona am stärksten wahrgenommen.

 

16:15 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

FOS/BOS und Berufsschule Hof: Alle Corona-Tests negativ

Am Freitag meldete die Gesundheitsbehörde, dass zwei Hofer Schüler corona-positiv sind. Nun steht fest: Die Tests aller engen Kontaktpersonen sind negativ.

Wie die Gesundheitsbehörde des Landkreises und der Stadt Hof mitteilt, sind die Tests aus der FOS/BOS sowie der Berufsschule in Hof alle negativ ausgefallen. Am Freitag war bekannt geworden, dass jeweils ein Schüler der Fachober- und Berufsoberschule sowie der Berufsschule positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. Daraufhin wurde sämtliche Kontaktpersonen ermittelt sowie enge Kontaktpersonen getestet. Trotz der negativen Test müssen sich die engen Kontaktpersonen einer zweiwöchigen Quarantäne unterziehen.

15:28 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Corona-Zahlen: Stabile Lage im Landkreis Wunsiedel

Im Landkreis Wunsiedel gibt es am Mittwoch im Vergleich zum Dienstag kaum Veränderungen bei den Corona-Zahlen.

Derzeit sind zehn Personen erkrankt (Vortag: neun), 603 sind genesen (Vortag: 603). Seit Beginn der Pandemie wurden 652 Personen positiv auf das Virus getestet (Vortag: 651). 39 Menschen sind gestorben (Vortag: 39). Das teilt das Landratsamt Wunsiedel am Mittwochnachmittag mit.

15:22 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Gesundheitsministerium: Corona-Tests in Schule, Kita, Pflegeheim
Schüler, Lehrer, Kitakinder und ihre Erzieherinnen könnten künftig verstärkt auf Corona getestet werden. Die geplante Ausweitung von Tests auch auf Menschen ohne Symptome soll sich nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums unter anderem auf diese Bereiche erstrecken. Wie aus einem Verordnungsentwurf des Ministeriums für erweiterte Tests hervorgeht, könnten demnach künftig «alle Personen in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Lebensmittelfirmen (z.B. Schlachthöfen), gastronomischen Einrichtungen sowie Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. Kitas und Schulen)» getestet werden,  wenn dort Fälle mit Covid-19 aufgetreten sind.
Der Entwurf sei an diesem Mittwoch innerhalb der Bundesregierung in die Abstimmung gegeben worden, teilte ein Sprecher mit. Die Verordnung solle rückwirkend zum 14. Mai in Kraft treten.
Tests sollen zudem möglich werden für alle, die Kontakt mit Infizierten hatten. Angeordnet werden müssen sie allerdings zuvor durch die örtlichen Gesundheitsämter. Bundestag und Bundesrat hatten Mitte Mai beschlossen, dass die Krankenkassen künftig auch die Kosten für Corona-Tests (ca. 50 Euro) bei Menschen ohne Symptome übernehmen müssen. Bisher wird in der Regel nur bei konkretem Infektionsverdacht getestet.
Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte laut Mitteilung: «Auch Menschen ohne Symptome können das Sars-CoV2-Virus übertragen. Deswegen ist es sinnvoll, möglichst das gesamte, enge Umfeld zu testen, wenn Infektionen festgestellt werden.» Besonders Patienten, Bewohner und Angestellte in Pflegeheimen und Krankenhäusern könne man so besser schützen.
 

15:22 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Eltern halten Kinder in Corona-Krise für zufriedener als sich selbst
Eltern schätzen die Zufriedenheit ihrer Kinder in der Corona-Zeit deutlich höher ein als ihre eigene. Das geht aus ersten Ergebnissen der Studie «KiCo» zum Familienalltag während der Pandemie hervor. An der Online-Befragung zwischen dem 24. April und 3. Mai 2020 nahmen bundesweit mehr als 25 000 Mütter und Väter teil, wie die Universität Hildesheim und die Goethe-Universität Frankfurt am Mittwoch mitteilten.
Auf einer Skala von 0 (total unzufrieden) bis 10 (100 Prozent zufrieden) konnten Eltern für sich und ihre unter-15-jährigen Kinder Angaben machen. Ältere Jugendliche wurden in einer separaten Studie befragt. Für die Eltern - überwiegend antworteten erwerbstätige Mütter - ergab sich in der Corona-Zeit ein Zufriedenheitswert von 4,90. Für das erste Kind lag der Wert bei 6,05 und für das zweite Kind bei 5,41. Vor der Pandemie war der Zufriedenheitswert der Eltern bei 7,65, bei den Kindern lag er bei 8,21 beziehungsweise 8,26.
Viele Eltern fühlen sich demnach mit ihren Problemen allein gelassen. Der Aussage «Ich habe den Eindruck, dass meine Sorgen gehört werden» stimmten 31,9 Prozent gar nicht und 29 Prozent kaum zu. Gut ein Drittel der Mütter und Väter gab an, seit der Corona-Krise größere Geldsorgen zu haben. Sie beklagten zudem die Doppelbelastung von Job und Kinderbetreuung sowie fehlende Rückzugsmöglichkeiten zu Hause. Eine Gruppe habe allerdings die zurückliegenden Wochen als schöne Zeit bewertet und von Entschleunigung, weniger Freizeitstress und neuen Freiheiten der Kinder berichtet.
Hinter der Studie steht der Forschungsverbund «Kindheit - Jugend - Familie in der Corona-Zeit», der aus dem Hildesheimer Institut für Sozial- und Organisationspädagogik und dem Frankfurter Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung in Kooperation mit der Universität Bielefeld besteht.
 

15:21 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Corona-Zahlen in Stadt und Landkreis Hof kaum verändert

Im Vergleich zum Dienstag meldet die Gesundheitsbehörde der Stadt und des Landkreises Hof bei den Corona-Zahlen kaum Veränderungen.

Aktuell sind in Stadt und Landkreis Hof 56 Personen Corona-positiv. Das entspricht der Zahl des Vortages. Die Zahl der bisher festgestellten Coronafälle im Landkreis und der Stadt Hof liegt bei 565 Personen (Dienstag: 564). Davon bereits wieder symptomfrei und aus der häuslichen Isolierung entlassen sind 473 Personen. Am Dienstag war das eine Person weniger. Die Zahl der Todesfälle von Covid 19-Infizierten liegt weiterhin bei 36.

15:20 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

3049 Euro pro Einwohner: Bayern Spitzenreiter bei Corona-Schulden
Zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie nimmt Bayern Nettokredite in Höhe von 3049 Euro pro Einwohner auf. Dies geht aus einer aktuellen Auflistung des Landesrechnungshofs Schleswig-Holstein hervor, die der Präsident des Bayerischen Obersten Rechnungshofs (ORH), Christoph Hillenbrand, am Mittwoch im Haushaltsausschuss des bayerischen Landtags vorgestellt hat. Demnach ist der Freistaat im Vergleich mit Bund und Ländern Spitzenreiter bei der Neuverschuldung. Dieses enorme Finanzvolumen, über das die Staatsregierung verfüge, gelte es nun sinnvoll und wirksam einzusetzen; dem werde der ORH auch im Interesse der Steuerzahler prüfend nachgehen, sagte Hillenbrand.
Dahinter folgen Bremen (1754 Euro), Sachsen (1473 Euro) und Nordrhein-Westfalen (1393 Euro), wobei in Sachsen in der Zahl schon konjunkturell bedingte Mindereinnahmen berücksichtigt sind. Zum Vergleich: Die Kreditaufnahme des Bundes liegt umgerechnet pro Einwohner bei 1876 Euro. Bei den meisten anderen Ländern belaufen sich die Mehrausgaben auf weniger als 500 Euro pro Einwohner. Thüringen und Berlin verzichten vollends auf eine Kreditaufnahme.
Insgesamt stellen Bund und Länder wegen der Krise zusätzliche Ausgaben von rund 342 Milliarden Euro zur Verfügung. Davon entfallen rund 75 Prozent (255,8 Milliarden Euro) auf den Bund und 25 Prozent (85,8 Milliarden Euro) auf die Länder. Auch in absoluten Zahlen liegt Bayern hier mit 40 Milliarden Euro unter den Ländern an der Spitze.
 

12:46 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

Frankreich verbietet Behandlung von Covid-19 mit Hydroxychloroquin

In Frankreich dürfen Covid-19-Erkrankte nicht mehr mit der Malaria-Arznei Hydroxychloroquin behandelt werden. Einen entsprechenden Erlass veröffentlichte die Regierung am Mittwoch, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Zuvor hatten Frankreichs Hoher Rat für öffentliche Gesundheit und die Behörde für Arzneimittelsicherheit ANSM von der Behandlung mit dem Medikament abgeraten und die Aussetzung entsprechender klinischer Studien eingeleitet.

 

08:00 Uhr - Mittwoch, 27.05.2020

EU-Kommission: 750 Milliarden Euro für Wiederaufbauprogramm

Die EU-Kommission will nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur 750 Milliarden Euro für die wirtschaftliche Erholung Europas nach der Corona-Krise mobilisieren. Davon sollen 500 Milliarden Euro als nicht rückzahlbare Zuwendungen und 250 Milliarden Euro als Kredite fließen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus informierten Kreisen in Brüssel erfuhr.
 

 

Österreichs Kanzler will "Phase der Eigenverantwortung" einläuten

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz will in der Corona-Krise zeitnah in eine "Phase der Eigenverantwortung" eintreten. In dieser soll es dann weniger, aber dafür sehr klare Regeln im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus geben, sagte der 33-Jährige am Mittwoch in Wien. Details will der konservative Politiker am Freitag bekannt geben. Ziel sei es, dass "so viel Freiheit und Hausverstand wie nur irgendwie möglich" wieder in den Alltag einkehren können. Das Gesundheits- sowie das Innenministerium arbeiten laut Kurz derzeit an einem Konzept.

Österreich ist in den vergangenen Wochen bereits viele Schritte in Richtung des Alltags vor der Corona-Krise gegangen. Seit fast zwei Wochen dürfen Gastronomen ihre Betriebe wieder öffnen, am Freitag folgen Hotels und alle weiteren Beherbergungsbetriebe sowie Freizeiteinrichtungen. Kulturveranstaltungen sind dann mit bis zu 100 Besuchern wieder erlaubt.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen ist durch die Lockerungen bisher nicht gestiegen. In den vergangenen Tagen lag sie stets unter 50. Rund 700 Menschen sind laut Gesundheitsministerium aktuell in Österreich an Covid-19 erkrankt.
 

 

Landeskirche verliert wegen Corona 95 Millionen Euro Kirchensteuern

Die Evangelische Landeskirche in Bayern verliert wegen der Corona-Pandemie 95 Millionen Euro Kirchensteuern. Die Einnahmen gehen von geplanten 791,6 Millionen auf 696,6 Millionen zurück, wie die Landeskirche am Mittwoch in München mitteilte. Darum hat der Landeskirchenrat nun einen Nachtragshaushalt beschließen müssen. "Die Landeskirche wird das Jahr 2020 mit einem Defizit von 131 Mio. Euro abschließen", hieß es in einer Mitteilung.

"Die finanziellen Auswirkungen der Coronakrise treffen uns hart. Doch gerade in dieser schwierigen Situation wollen wir aktiv gestalten und unterstützen", sagte der landeskirchliche Finanzchef Erich Theodor Barzen. Trotz der geringeren Einnahmen will die Landeskirche 29,5 Millionen Euro mehr ausgeben, um kirchliche und diakonische Einrichtungen zu unterstützen, die in der Coronakrise mit erheblichen Verlusten kämpfen müssen.
 

 

Gesichtsmasken an australischen Stränden angespült

Zahlreiche Gesichtsmasken sind an Stränden nördlich der australischen Metropole Sydney angespült worden. Sie stammten aus rund 40 Containern, die ein Frachtschiff in rauer See am Wochenende verloren habe, berichtete die Nachrichtenagentur AAP am Mittwoch.

Die australische Seesicherheitsbehörde Amsa erhielt dem Bericht zufolge Anrufe, die über das ungewöhnliche Strandgut zwischen Magenta Beach und The Entrance nördlich von Sydney an Australiens Südostküste berichteten. Demnach wurden auch Baumaterial sowie medizinische Gegenstände und andere Dinge angeschwemmt. All diese Gegenstände hätten auf der Frachtliste des Schiffs "APL England" gestanden, das die Container verloren habe, teilte Amsa weiter mit.

Es werde gerade geprüft, ob der Frachter sicher in den Hafen von Brisbane gebracht werden könne. Er war auf dem Weg von China nach Melbourne, als die raue See ihn zur Rückkehr Richtung Brisbane zwang. Mitarbeiter der Marine gingen nahe Port Cartwright im Bundesstaat Queensland an Bord, um die Lage zu inspizieren, nachdem sich die Container gelöst hatten.
 

 

Schulen erhalten Sonderbudget für Laptops und Tablets

Mit einem Sonderbudget von rund 78 Millionen Euro aus Bundesmitteln will der Freistaat Bayern die Versorgung von Schülern mit Laptops und Tablets für den digitalen Unterricht verbessern. "Alle Schülerinnen und Schüler sollen beim "Lernen zuhause" in der Coronakrise gute Bedingungen vorfinden", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Mittwoch in München. Mit dem Geld könnten die Schulen ihren Bestand an vorhandenen Leihgeräten deutlich ausbauen und diese dann je nach Bedarf an Kinder und Jugendliche verteilen. Diese Hilfe für Familien solle schnell und unbürokratisch möglich sein, ohne eine formelle Prüfung der Bedürftigkeit.

 

RKI meldet 362 Neuinfektionen in Deutschland

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 362 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise mehr als 179.300 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Mittwochmorgen meldete (Datenstand 27.05, 0 Uhr). Unklar ist, wie hoch die Dunkelziffer in Deutschland ist. Das RKI weist darauf hin, dass zwischen Bekanntwerden eines Infektionsfalls vor Ort und der Veröffentlichung durch das RKI ein Zeitverzug entsteht, so dass es Abweichungen zu anderen Quellen geben kann.

Bislang starben dem RKI zufolge 8349 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 47. 162.800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind etwa 800 mehr als noch einen Tag zuvor. 
 

 

Investoren an US-Börsen heißen Lockerungen willkommen
Weltweit gelockerte Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie haben am Dienstag auch die Kurse an der Wall Street kräftig angeschoben. Der Dow Jones Industrial überwand erstmals seit dem 10. März wieder die Marke von 25.000 Punkten, konnte sich zur Schlussglocke aber nicht darüber behaupten. Er schloss 2,17 Prozent höher auf 24.995,11 Punkten. Knapp zwei Drittel der Einbußen des Corona-Crash hat der Dow mittlerweile wieder aufgeholt.
Allerdings hatten die US-Aktien auch Nachholbedarf: Wegen eines Feiertags waren die Börsen in den Vereinigten Staaten am Montag geschlossen geblieben, als es in Asien und Europa bereits aufwärts gegangen war.
Für den S&P 500 ging es um 1,23 Prozent auf 2991,77 Zähler nach oben. Vorübergehend lag das marktbreite Börsenbarometer erstmals seit Anfang März wieder über 3000 Punkten. Der Nasdaq 100 drehte dagegen im späten Handel ins Minus und schloss 0,26 Prozent leichter auf 9389,98 Zähler. Allerdings hatte der technologielastige Index in den vergangenen Monaten die herben Verluste des Corona-Crash bereits komplett wieder aufgeholt.
 

 

Zahlreiche Corona-Infektionen in Mainzer Flüchtlingsunterkunft
In einer Mainzer Flüchtlingsunterkunft, die seit einer Woche unter Quarantäne steht, sind zahlreiche Corona-Infektionen bekannt geworden. Insgesamt seien 35 weitere Bewohner positiv auf das Virus Sars-Cov-2 getestet worden, teilte die Kreisverwaltung Mainz-Bingen am Dienstagabend mit. Zur Gesamtzahl der positiven Tests in der Unterkunft machte die Kreisverwaltung in der Mitteilung keine Angaben und war zunächst nicht zu erreichen.
Die Flüchtlingsunterkunft mit 113 Bewohnern war am 19. Mai unter Quarantäne gestellt worden. Auf jedem Stockwerk sei mindestens ein Mensch positiv auf das Coronavirus getestet worden, hatte die Stadt Mainz mitgeteilt, ohne die genaue Zahl der bekannten Infektionen zu nennen.
 

 

Trump: China gefährdet Zukunft von Finanzstandort Hongkong
US-Präsident Donald Trump sieht die Zukunft des Finanzstandorts durch Chinas Pläne für ein Sicherheitsgesetz in der Sonderverwaltungszone gefährdet. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, sagte bei einer Pressekonferenz am Dienstag im Weißen Haus, der Präsident sei «verärgert» über Chinas Vorgehen. Es sei schwierig zu erkennen, wie Hongkong ein Finanzzentrum bleiben könne, wenn China die umstrittenen Pläne vorantreibe. Über etwaige Maßnahmen gegen China sei aber noch nicht entschieden.
Peking plant derzeit ein Gesetz, das den Einsatz chinesischer Sicherheitsorgane in der Sonderverwaltungszone Hongkong ermöglichen soll. Tausende hatten am Wochenende in Hongkong trotz der Corona-Pandemie dagegen protestiert.
 

 

USA sichern Schutz von Politikern vor Coronavirus bei G7-Gipfel zu
Das Weiße Haus hat Schutzmaßnahmen für Staats- und Regierungschefs gegen das Coronavirus zugesichert, sollte der G7-Gipfel im kommenden Monat doch in Washington zusammenkommen. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, sagte am Dienstag, dafür aus dem Ausland anreisende Politiker würden genauso geschützt «wie die Menschen im Weißen Haus». In der US-Regierungszentrale hat es in der Pandemie mindestens zwei bestätigte Infektionen gegeben.
McEnany sagte, US-Präsident Donald Trump wolle, dass der Gipfel der führenden Industrienationen «im Zuge der Wiedereröffnung Amerikas» tage. Ausländische Staats- und Regierungschefs stimmten der Idee zu. Noch ist allerdings unklar, ob die Staats- und Regierungschefs der anderen G7-Staaten trotz der derzeit geltenden Reisebeschränkungen tatsächlich anreisen würden. Einen Termin gibt es noch nicht. Nach McEnanys Worten ist Ende Juni angepeilt, Tagungsort des Gipfels ist demnach das Weiße Haus.
Trump ist in diesem Jahr Gastgeber des G7-Gipfels. Ursprünglich war das Treffen der sieben führenden Wirtschaftsnationen für den 10. bis 12. Juni am Landsitz des Präsidenten in Camp David geplant gewesen. Im März hatte die US-Regierung den Gipfel wegen der Pandemie jedoch abgesagt und stattdessen eine Videokonferenz angesetzt.
In der vergangenen Woche hatte Trump dann überraschend angekündigt, angesichts einer Erholung in der Corona-Krise denke er darüber nach, die Zusammenkunft doch als reales Treffen abzuhalten. Trump drängt auf eine Wiedereröffnung der angeschlagenen US-Wirtschaft. Die US-Hauptstadt und ihr Großraum sind jüngsten Daten zufolge proportional besonders von Corona-Infektionen betroffen.
 

 

Über 179.200 Corona-Nachweise in Deutschland - mindestens 8343 Tote
Bundesweit sind bis zum Dienstagabend mehr als 179.200 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. 24 Stunden zuvor lag die gemeldete Zahl bei mehr als 178.800 Fällen. Mindestens 8343 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben vom Dienstag zufolge bislang bundesweit gestorben (Stand Montagabend: 8281). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.
Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag bei 0,70 (Datenstand 26.5. 0 Uhr; Montag 0,83). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel sieben weitere Personen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 26.5. 0.00 Uhr) bei 0,78. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.
Nach weiteren Schätzungen des RKI haben in Deutschland rund 162.000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.
Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 46 700 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2419 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 37.300 Fällen und mindestens 1570 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 34.400 bestätigten Fällen und mindestens 1726 Toten. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert sowohl von Bundesland zu Bundesland als auch unter Umständen von Tag zu Tag.
Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 357,5 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 215,6. Allerdings ist die Anzahl der Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.
 

 

SPD-Politiker Lauterbach: Habe Morddrohungen erhalten
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat nach eigenen Angaben zwei explizite Morddrohungen erhalten. Das sagte der Politiker dem Nachrichtenportal t-online.de. Die Drohungen richteten sich gegen ihn und seine Familie. «Eine Morddrohung ist eine Art Postkarte, auf der ein Kreuz abgebildet ist mit meinem Namen eingraviert. In Schreibmaschinenschrift steht dort, dass ich an meine Familie denken solle», sagte Lauterbach dem Portal. Er habe die beiden anonymen Drohungen am Dienstag an den Staatsschutz übergeben.
Lauterbach hatte zuvor auf Twitter ein Foto eines Drohpakets geteilt. Dieses sei aber keine explizite Morddrohung gewesen, sagte Lauterbach t-online.de. Es sei offensichtlich so, dass die Hetze im Netz sich in den letzten Tagen massiv verstärkt habe.
Auf Twitter schrieb er: «Morddrohungen bis zu Beleidigungen aller Art, einige von uns müssen viel hinnehmen. Daher sollte jeder mit Restbestand von Charakter die Hetze im Netz gegen Virologen, Epidemiologen oder Politiker einstellen. Es animiert Leute, die unberechenbar sind. Denkt an unsere Familien.»
Lauterbach hatte während der Corona-Pandemie einen vergleichsweise rigiden Kurs bei den Alltagsbeschränkungen vertreten und damit auch viel Kritik auf sich gezogen.
Immer wieder gibt es Drohungen gegen Politiker. Im Oktober 2019 etwa hatte Thüringens CDU-Chef Mike Mohring eine Morddrohung gegen ihn öffentlich gemacht, offensichtlich aus der rechtsextremen Szene. Auch die Grünen-Politiker Cem Özdemir und Claudia Roth hatten Morddrohungen erhalten, genauso wie Ende Januar der SPD-Politiker Karamba Diaby aus Halle.
 

 

Spahn: Wer krank ist, soll zum Arzt gehen
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Menschen mit Beschwerden aufgefordert, sich trotz Corona-Krise behandeln zu lassen. Er könne «alle Kranken, chronisch wie akut Kranke, nur auffordern, ermuntern, tatsächlich auch zum Arzt zu gehen, wenn es nötig ist», sagte Spahn in einem ARD-Interview am Dienstag. «Das ist wichtig für die Gesundheit.» Bei Unsicherheiten riet Spahn, den Arzt anzurufen und über die Situation zu sprechen. «Im Zweifel jedenfalls ist es immer besser, zum Arzt zu gehen, insbesondere wenn es eine Beschwerde gibt oder wenn es auch um eine Kontrolluntersuchung für einen chronisch Kranken geht.»
In der Hochphase der Corona-Pandemie zwischen Mitte März und Anfang Mai waren in Deutschland deutlich weniger Menschen als sonst zu Fachärzten gegangen. Das geht aus einer bundesweiten Umfrage des NDR bei Vertretern von Berufsverbänden, Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen hervor. Alle Vereinigungen äußerten die Sorge, der Ausfall von Terminen könne zu teils lebensbedrohlichen Verschlechterungen der Gesundheit der Patienten geführt haben.
Zu Beginn der Krise hätten sich Praxen und Krankenhäuser zunächst auf Corona-Infizierte einstellen und Abläufe neu organisieren müssen, sagte Spahn. Dies sei mittlerweile gut gelungen und damit das Infektionsrisiko minimiert. Er zeigte sich zuversichtlich, dass es nun nicht zu Terminstaus oder Engpässen in den Praxen kommt.

 

 

Bund und Länder einig: Kontaktbeschränkungen bis 29. Juni
Bund und Länder haben sich grundsätzlich darauf verständigt, dass die Kontaktbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 29. Juni verlängert werden. Dazu gehört, dass sich maximal zehn Menschen oder Angehörige zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen dürfen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Berlin und Thüringen erfuhr. Thüringen hält sich bei neuen Kontaktbeschränkungen aber einen Sonderweg offen, ebenso andere Länder.

 

Drosten: Explosive Übertragungsereignisse sind Treiber der Epidemie
Zunächst auch ohne Impfung, aber mit gezielten Maßnahmen könnten laut dem Berliner Virologen Christian Drosten große Erfolge in der Corona-Pandemie erreicht werden. Es gelte, sich insbesondere auf massenhafte Übertragungsereignisse und die Virenübertragung über sogenannte Aerosole, also feinste Schwebeteilchen in der Luft, zu konzentrieren, schilderte der Charité-Wissenschaftler am Dienstag im NDR-Podcast.
Inzwischen gebe es die Erkenntnis, dass ganz wenige Leute ganz viele andere Menschen infizierten, während die meisten Infizierten niemanden oder nur wenige Menschen ansteckten, sagte der Experte. «Wir haben explosive Übertragungsereignisse, die diese ganze Epidemie eigentlich treiben.» Als Beispiele nannte er auch aktuelle Fälle wie die Infektionen, die nach einem Baptisten-Gottesdienst in Frankfurt und nach einer Veranstaltung in geschlossener Gesellschaft in einem Lokal in Niedersachsen bekannt wurden.
Bereits beim Sars-Ausbruch 2002/2003 habe man solche Vorkommnisse als «Superspreading-Events» bezeichnet, sagte Drosten. Neue Studien besagten, dass so ein Phänomen auch die Sars-CoV-2-Epidemie treibe.
Angesichts der Schnelligkeit der Infektion sei es beim Entdecken eines Erstfalls von einem «Superspreading-Ereignis» zum Beispiel geboten, sofort das ganze Cluster unter Quarantäne zu stellen, um weitere Ansteckungen zu vermeiden, so seine Schlussfolgerung aus einer Studie. Für Diagnostik sei dann keine Zeit. Über solche Maßnahmen könne man «das Gesamtschicksal der Epidemie» unter Kontrolle bringen, so Drosten.

 

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Veröffentlicht am:
22. 05. 2020
14:47 Uhr

Aktualisiert am:
27. 05. 2020
11:33 Uhr

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22. 05. 2020
14:47 Uhr

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27. 05. 2020
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