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Länderspiegel

Live-Ticker: Corona-Kompakt in Bayern

Immer mehr Corona-Fälle werden bekannt. Auch in Oberfranken gibt es Todesopfer. Hier die aktuellen Entwicklungen im Live-Ticker.



>>> Corona-Hotspot Mitterteich: Landkreis Tirschenreuth ruft zu Spenden auf

>>> Weitere Todesfälle in Oberfranken

>>> Ausgangsbeschränkung wird bisher weitgehend eingehalten

>>> Behandlung von Covid-19: Was verspricht Erfolg?

Live-Ticker: Corona kompakt

Der Liveticker aktualisiert sich im 30 Sekunden Takt.

13:39 Uhr

Bayerische Steuereinnahmen schon zwei Milliarden Euro unter Plan
Die Corona-Krise reißt ein riesiges Loch in den bayerischen Staatshaushalt. Durch Steuerstundungen und Rückerstattung von Vorauszahlungen habe der Freistaat bereits heute zwei Milliarden Euro weniger in der Kasse, sagte Finanzminister Albert Füracker (CSU) am Donnerstag in München. Bis Jahresende dürften die Steuereinnahmen fünf Milliarden Euro unter Plan liegen - eher mehr.
Auf der anderen Seite stellt der Freistaat 60 Milliarden Euro bereit, um kleine und mittlere Unternehmen in Not mit Kreditbürgschaften oder stillen Staatsbeteiligungen zu retten und Arbeitsplätze zu erhalten. 60 Milliarden sei die Größe eines Jahreshaushalts, betonte Füracker. Aber es gebe keine Alternative. Bayerische Unternehmen dürften jetzt nicht zum Schnäppchen für chinesische Investoren werden.
 

13:10 Uhr

Wenige weitere Corona-Infektionen an geschlossener Klinik in München
Am Helios Klinikum München West sind nach der vorübergehenden Schließung des normalen Krankenhausbetriebes wegen mehrerer Corona-Infektionen nur wenige weitere Patienten positiv auf das Virus getestet worden. Es seien zwar noch nicht alle Ergebnisse da, aber bislang seien die meisten Tests negativ ausgefallen, sagte der Ärztliche Direktor, Reza Ghotbi, am Donnerstag in München.
Das Klinikum hatte am Vorabend bekanntgegeben, zunächst keine Patienten mehr zu entlassen und auch keine neuen Kranken mehr aufzunehmen. 14 Patienten und 2 Mitarbeiter waren zu dem Zeitpunkt positiv auf das Virus getestet worden. 

12:30 Uhr

Mehrere Personen feiern Party trotz Corona

In Hof ermittelt die Polizei gegen mehrere Personen, die am Mittwochabend eine Party feierten. Um 22 Uhr stellten die Beamten eine unerlaubte Party in der Wohnung eines 21-jährigen Mannes in der Schleizer Straße fest. Wie die Polizei berichtet, feierten in der Wohnung fünf Personen im Alter zwischen 20 und 23 Jahren. Einen triftigen Grund zum Verlassen ihrer Wohnungen konnten sie nicht nennen und erhalten deshalb jeweils eine Anzeige.

11:52 Uhr

1. FC Nürnberg in Kurzarbeit - Profis verzichten auf Teil des Gehalts
Der 1. FC Nürnberg geht in Kurzarbeit. Wie der fränkische Fußball-Zweitligist mitteilte, werden zudem die Mannschaft, das Trainerteam und Mitarbeiter der Lizenzabteilung freiwillig auf Teile ihres Gehaltes verzichten. «Wir sind unseren Mitarbeitern, die sich gerade jetzt zu einhundert Prozent für den Verein einbringen wollen, dankbar, dass sie freiwilliger Kurzarbeit zugestimmt und diese neue Situation angenommen haben», erklärte der Kaufmännische Vorstand Niels Rossow. Der Verein habe in der Corona-Krise zum «Erhalt von Arbeitsplätzen und zur Verbesserung der Liquidität des Vereins» vom 1. April an Kurzarbeit beantragt.

10:59 Uhr

Söder: Brauchen in Deutschland am Ende Milliarden Masken
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder prognostiziert im Kampf gegen das Coronavirus in Deutschland auf lange Sicht einen Bedarf von «Milliarden» Masken. «Wir werden auf Dauer enorm viel Masken brauchen. Ich glaube, dass wir am Ende in Deutschland Milliarden Masken brauchen», sagte der CSU-Chef am Donnerstag im niederbayerischen Weng (Landkreis Landshut).
Zuerst brauche man die Masken für das medizinische Personal und dann prioritär auch für Alten- und Pflegeheime, sagte Söder. Man brauche die Masken dann aber auch «in der breiten Entwicklung auch irgendwann, wenn es um den Arbeitsschutz geht, um das Miteinander».

10:58 Uhr

China meldet 35 weitere Corona-Erkrankungen - sechs Tote
China hat 35 weitere Fälle der Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet. Wie die Gesundheitskommission in Peking am Donnerstag mitteilte, wurden sämtliche Erkrankungen erneut bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist sind. Schon seit Wochen gibt es in der Volksrepublik laut Darstellung der Behörden fast ausschließlich nur noch solche «importierte Fälle». Auch wurden weitere sechs Todesfälle gemeldet. 
Zusätzlich gab es demnach 55 weitere Fälle von auf das Virus positiv getesteten Menschen, die aber keine Symptome zeigten. Anders als viele andere Länder zählt China diese Fälle nicht in der Statistik der Gesamtinfizierten. Derzeit stünden 1075 solcher asymptomatischen Infektionen unter Beobachtung, hieß es. 

09:05 Uhr

Engpässe bei einigen Obst- und Gemüsesorten möglich
Wegen fehlender Erntehelfer in der Corona-Krise könnten einige Obst- und Gemüsesorten laut Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber teurer und knapp werden. Beim Wegbrechen von Lieferketten, etwa aus Italien, «könnte es durchaus auch zu Engpässen kommen», sagte die CSU-Politikerin am Donnerstag dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, radioWelt am Morgen). «Wenn die Ware knapp wird, könnte es auch passieren, dass der Preis für Obst- und Gemüse steigen kann.»


Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) rief indes zu mehr Selbstversorgung in Bayern auf. «Wir müssen deshalb alles tun, um jetzt bei uns den Salat zu pflanzen, die Gurken zu pflanzen und dergleichen mehr», sagte der stellvertretende Ministerpräsident am Mittwochabend in der BR-Fernsehsendung «Jetzt red i». Das gelte für Gemüsebauern und Gärtnereien wie für private Gartenbesitzer. «Wir müssen hier sehr stark auf die Selbstversorgung setzen».
Der Grad der Selbstversorgung von Gemüse liege in Bayern bei 40 Prozent. Bei Obst seien es sieben Prozent, sagte Kaniber im Radio-Interview. Die Bereitschaft der Menschen im Freistaat, als Erntehelfer zu arbeiten sei «riesengroß», sagte sie mit Verweis auf eine Online-Plattform zur Suche nach Arbeitskräften. «Es haben sich schon über 40.000 Menschen eingetragen, vom Kurzarbeiter über den Studenten. Jeder will da mit anpacken.»

08:52 Uhr

Mehr als 210.000 Unternehmen brauchen bereits Corona-Soforthilfen
210.900 Unternehmen in Bayern haben bisher finanzielle Soforthilfen wegen der Corona-Krise beantragt. Bis Mittwochmittag summierten sich die Hilfen auf 1,579 Milliarden Euro, wie das Wirtschaftsministerium in München auf Anfrage mitteilte. Bislang seien mehr als 283 Millionen Euro bereits ausgezahlt worden. Im Schnitt beträgt die Bearbeitungsdauer der Anträge zehn Tage, sagte eine Sprecherin des Ministeriums.
Spitzenreiter im Freistaat ist Oberbayern mit 42 000 Anträgen in Höhe von 315 Millionen Euro, gefolgt von der Landeshauptstadt München mit 35.990 Anträgen über 269 Millionen Euro und Mittelfranken mit 33.000 Anträgen mit einem Volumen von 247 Millionen Euro.

08:51 Uhr

Macher von «Rock im Park» halten vorerst an Festivalplänen fest
Nürnberg/Nürburg/Nürnberg - Die Planungen für das Zwillingsfestival «Rock am Ring» und «Rock im Park» Anfang Juni gehen trotz Corona-Krise und der derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen weiter. ««Rock am Ring» und «Rock im Park» 2020 finden nach derzeitigem Stand wie geplant statt, und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren», teilte eine Sprecherin der Agentur Live Nation auf Anfrage mit. «Wir beobachten die Situation natürlich aufmerksam und werden den Anweisungen der Gesundheitsbehörden folgen.» Die Gesundheit von Künstlern, Fans und Mitarbeitern habe oberste Priorität und steht bei allen Überlegungen an erster Stelle.
Das Zwillingsfestival soll vom 5. bis 7. Juni am Nürburgring in der Eifel und in Nürnberg über die Bühne gehen. Online übertragene Konzerte ohne Publikum vor Ort seien keine Option, hieß es.
Zu den Headlinern sollen in diesem Jahr die Bands Green Day, Volbeat und System Of A Down gehören. «Rock am Ring» würde im Juni sein 35-jähriges und «Rock im Park» sein 25-jähriges Bestehen feiern. An beiden Standorten sind in den vergangenen Jahren jeweils mehrere zehntausend Zuschauer gekommen

 

08:50 Uhr

Bundespräsident ruft bei Psychologin in Würzburg an
Die Würzburger Diplompsychologin Ruth Belzner hat kürzlich einen Anruf aus dem Berliner Schloss Bellevue erhalten. Am anderen Ende der Leitung: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Das Staatsoberhaupt erkundigte sich, was sie und ihre Mitarbeiter in der Corona-Krise am Telefon so zu hören bekämen. Denn Belzner leitet die Telefonseelsorge in Würzburg. «Corona ist als Hintergrundrauschen immer dabei. Angstgefühle, Unsicherheiten, Zukunftsängste, die Menschen sowieso schon haben, verstärken sich natürlich durch die augenblickliche Situation», berichtete Belzner. Eigentlich wollte der Bundespräsident gerade weit weg sein. Eine Reise nach Mexiko und Costa Rica stand in dieser Woche in seinem Terminkalender.

22:43 Uhr

Wieder viele Tote in Italien - mehr als 110.000 Infektionen

Italien hat mehr als 720 Tote innerhalb eines Tages im Zuge der Corona-Pandemie vermeldet - allerdings bleibt der Anstieg der Zahl der aktuell Infizierten stabil. Bis Mittwoch stieg die Zahl der derzeit erfassten Positiven um 2937 auf 80.572, teilte der Zivilschutz mit. Das war ein Anstieg um weniger als vier Prozent. Eingerechnet der Toten und Geheilten lag die Summe der erkannten Infektionen bei insgesamt 110.574. Es kamen 727 Tote hinzu, insgesamt sind es nun 13.155. Der Druck auf die Kliniken scheint aber abzunehmen. Bei den Menschen auf der Intensivstation kamen nur 12 hinzu.

Die Regierung hat mittlerweile die Maßnahmen wie Ausgangssperren bis zum 13. April verlängert.

 

22:42 Uhr

Knappe Schutzmasken können ausnahmsweise wiederverwendet werden
Angesichts des riesigen Bedarfs wegen der Corona-Krise sollen Schutzmasken für das medizinische Personal unter bestimmten Voraussetzungen ausnahmsweise wiederverwendet werden können. Dazu seien besondere Sicherheitsauflagen einzuhalten, teilten das Gesundheits- und das Arbeitsministerium nach einer Sitzung des Krisenstabs der Bundesregierung am Mittwoch mit.
Wenn nicht ausreichend persönliche Schutzausrüstung vorhanden ist, wird demnach ein Verfahren möglich, bei dem Masken einer Person zugeordnet und durch Erhitzen dekontaminiert werden können. So könnten besonders Atemschutzmasken mit Filterfunktion maximal drei Mal wieder aufbereitet werden.
Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erklärten, damit sei schnell und vorausschauend eine sichere Lösung für mögliche Lieferengpässe gefunden worden. Es würden zugleich alle Anstrengungen unternommen, ausreichend neue Schutzmasken auf dem Weltmarkt zu ordern. Der Schutz des Gesundheits- und Pflegepersonals habe oberste Priorität.
 

22:02 Uhr

UN-Klimakonferenz in Glasgow wird wegen Coronavirus verschoben
Die UN-Klimakonferenz wird wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Das teilte die britische Regierung am Mittwochabend mit. Die Konferenz sollte eigentlich im November im schottischen Glasgow stattfinden.

22:02 Uhr

WHO prüft nun Wirksamkeit von Mundschutz in der Corona-Krise

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prüft, ob das Tragen von Mundschutz in der allgemeinen Öffentlichkeit die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen kann. Das sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. «Die WHO trägt alle verfügbaren Informationen zusammen und wägt ab, ob das umfassendere Tragen von Mundschutz Ansteckungen eindämmen kann», sagte Tedros.

Österreich hatte nach anderen Ländern am Mittwoch das Tragen von Mundschutz beim Einkaufen verpflichtend gemacht. In Deutschland wurde auch darüber diskutiert, aber Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Dienstag, er sehe keine Notwendigkeit für eine Verpflichtung zum Maskentragen.

Bislang war die Haltung der WHO, dass Mundschutz nur für Kranke und Menschen, die Kranke pflegten, sinnvoll sei. Die WHO warnte sogar, dass das Tragen von Masken die Menschen in falscher Sicherheit wiegen und verleiten könne, andere Vorsichtsmaßnahmen wie das gründliche Händewaschen zu vernachlässigen. Tedros betonte, dass diese Maßnahmen unabhängig von Mundschutz unbedingt eingehalten werden müssen.

22:02 Uhr

Mehr als 72.600 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 850 Tote

In Deutschland sind bis Mittwochabend mehr als 72.600 Infektionen (Vortag Stand 20 Uhr: mehr als 67 000) mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert dabei von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige Bundesländer ihre Zahlen auch nicht immer zur gleichen Uhrzeit.

Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 17.100 nachgewiesenen Fällen und mindestens 241 Toten und Nordrhein-Westfalen mit mehr als 16.300 Fällen und mindestens 180 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 132,4 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 87,4.

Mindestens 856 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

21:55 Uhr

Zu viele Corona-Infektionen: Münchner Klinik gibt Alltagsbetrieb auf
Wegen einer Vielzahl von Corona-Infektionen unter Patienten und Mitarbeitern gibt eine Münchner Klinik den normalen Krankenhausbetrieb vorübergehend auf. «Es geht darum, dass wir keine neuen Patienten aufnehmen, und die Patienten, die entlassen werden könnten, aktuell nicht entlassen», erläuterte der Sprecher des Helios Klinikum München West, Marten Deseyve, am Dienstagabend auf Anfrage. «Alle Patienten, die jetzt da sind, bleiben auch weiter da.» So sollten Infektionsketten unterbrochen werden. Bislang wurden 14 Patienten und 2 Mitarbeiter positiv getestet, wie Deseyve sagte.
Die Klinik hatte ein gehäuftes Auftreten von Covid-19-Fällen verzeichnet, besonders auf einer gemischt internistischen und einer chirurgischen Station. Als Gegenmaßnahme gibt es nun bis auf weiteres weder stationäre Aufnahmen, Verlegungen noch Entlassungen. Auch die Notaufnahme ist davon betroffen.
 

20:41 Uhr

Universität: Mehr als 200.000 Corona-Fälle in den USA nachgewiesen

In den USA sind mehr als 200 000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden - so viele wie nirgendwo sonst auf der Welt. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore vom Mittwoch hervor.

20:03 Uhr

Deutschland deckt sich mit Hilfsmedikamenten für Corona ein
Deutschland deckt sich mit Medikamenten ein, die hilfsweise bei der Lungenkrankheit Covid-19 zum Einsatz kommen könnten. Das Bundesgesundheitsministerium teilte der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Donnerstag) mit, die Beschaffung der antiviralen Grippetablette Avigan zum Einsatz bei schwerwiegenden Covid-19-Verläufen werde eingeleitet. Das gelte ebenso für die Medikamente Kaletra, Foipan sowie chloroquin- und hydroxychloroquinhaltige Arzneimittel.
«Die beschafften Arzneimittel werden über Apotheken von Universitätskliniken sowie Apotheken der Behandlungszentren für die stationäre Versorgung betroffener Patientinnen und Patienten verteilt», sagte ein Ministeriumssprecher der Zeitung. In der Verteilung solle mit der Bundeswehr zusammengearbeitet werden. Unter Berufung auf Behördenkreise berichtete die «FAZ» weiter, es gehe um Millionen Packungen.
Allerdings sagte ein Sprecher des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn dem Blatt, dass sich aktuell zu keinem der genannten Arzneimittel Aussagen zu dessen Wirksamkeit bei Covid-19 treffen ließen. Die Ergebnisse laufender klinischer Prüfungen blieben abzuwarten. Covid-19 wird durch das neue Coronavirus Sars-CoV-2 verursacht.
 

19:38 Uhr

Nach Crash bei Selbitz: Boateng rechtfertigt sich

Jerome Boatengs Sommerreifen-Fauxpas vom Dienstagmorgen auf der A 9 bei Selbitz hat Folgen. Laut Polizei dürften auf den Profi-Fußballer ein Bußgeld von 120 Euro und ein Punkt in Flensburg zukommen. Wie berichtet, hatte der 31-Jährige seinen Sportwagen auf glatter Fahrbahn in die Leitplanke gesetzt. Derweil fragen sich viele, was der in München lebende Fußballer trotz Ausgangssperre rund 300 Kilometer von seinem Wohnort entfernt auf der Autobahn zu suchen hatte. Die Polizei bestätigt auf Nachfrage, dass es dafür einen triftigen Grund gegeben hat. Welchen genau, darüber gibt es keine Auskunft. Medienberichten zufolge hat Boateng seinen Sohn in Sachsen besucht.

Auch der FC Bayern München belegt seinen Spieler mit einer Geldstrafe. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister am Mittwochabend mitteilte, habe der 31-Jährige am Dienstag ohne Genehmigung des Vereins München verlassen. Über die Höhe der Geldstrafe ist nichts bekannt.

«Mit dieser Entfernung von seinem Wohnort handelte Boateng den Vorgaben des Vereins zuwider. Diese Vorgaben regeln die Verhaltensweisen der Spieler des FC Bayern in der aktuellen Situation in Einklang mit den Vorgaben zur Ausgangsbeschränkung der Bayerischen Staatsregierung und den Empfehlungen der Gesundheitsämter», hieß es in der Vereinsmitteilung. Der FC Bayern sehe sich hier in einer Vorbildrolle. «Als Konsequenz für diese Zuwiderhandlung hat der Verein entschieden, Boateng mit einer Geldstrafe zu belegen», hieß es. Die Summe wird der Verein Münchner Krankenhäusern spenden.

Boateng kann die Strafe nicht verstehen. Er akzeptiere jede Strafe der Welt, wenn sie berechtigt sei, sagte er der «Bild». «Und ich weiß, dass es sicherlich ein Fehler war, den Verein nicht über meine Fahrt zu informieren, aber in dem Moment hatte ich nur meinen Sohn in Kopf. Ihm ging es gesundheitlich nicht gut», sagte der Ex-Nationalspieler. «Wenn ein Sohn seinen Vater ruft, dann fahre ich natürlich noch los, egal zu welcher Uhrzeit! Für ihn nehme ich jede Strafe in Kauf, das ist schließlich mein Sohn. Ich möchte den Vater sehen, der in so einem Moment nicht losfährt, um an der Seite seines vierjährigen Sohnes zu sein. Wenn es dafür dann eine Strafe gibt, dann Respekt. Ich finde das traurig.» red/dpa

 

19:37 Uhr

Ministerium: Waldbesitzer sollen Sturmbäume trotz Corona fällen
Das bayerische Forstministerium hat die Waldbesitzer im Freistaat dazu aufgefordert, beschädigte Bäume trotz der Ausgangsbeschränkungen aus den Wäldern zu holen. Die notwendigen Arbeiten können und sollen durchgeführt werden, wie Ministerin Michaela Kaniber (CSU) am Mittwoch sagte. «Um künftige Schäden in unseren Wäldern durch den Borkenkäfer möglichst gering zu halten, sollten Bayerns Waldbesitzer für eine rasche Aufarbeitung frisch geschädigter Fichten sorgen, wie sie etwa durch Sturmtief Sabine im Februar entstanden sind.»
Aufgrund der Trockenheit und Dürre der vergangenen zwei Jahre und der hohen Ausgangspopulation aus dem Vorjahr sei heuer wieder mit einem starken Borkenkäferbefall zu rechnen. Befallene Bäume müssen deshalb möglichst schnell abgefahren, entrindet, gehackt oder mit einem Mindestabstand von etwa 500 m zum nächsten Fichtenbestand gelagert werden. Wichtig sei aber, bei den Arbeiten wegen der Gefahr einer Corona-Infektion einen Abstand von 1,5 Metern zu anderen Arbeitern einzuhalten, betonte Kaniber.
 

18:40 Uhr

Hohe Verluste nach Absage der Bayreuther Festspiele
Die Absage der Bayreuther Festspiele wegen der Corona-Krise sorgt für hohe finanzielle Verluste. Für Hotellerie, Gastronomie und den Einzelhandel sei ein «erheblicher wirtschaftlicher Schaden zu befürchten», teilte Bayreuths Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe (BG) am Mittwoch mit. Die Festspielzeit stellt «eine Art sechswöchige Sonderkonjunktur» dar, die nun schmerzlich fehlen werde.
Die Bayreuther Festspiele äußerten sich nicht zu den Verlusten. Bis auf Weiteres sei man mit der Spielzeitgestaltung für die nächsten Jahre und Vertragsangelegenheiten sehr beschäftigt, hieß es. Über die Gage und die Spielzeit im nächsten Jahr müsse mit jedem Künstler nun einzeln verhandelt werden, erklärte Georg Freiherr von Waldenfels. Er ist Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde Bayreuths, einer von vier Gesellschaftern der Bayreuther Festspiele GmbH.

 

18:04 Uhr

Stadt und Landkreis Hof: Zahl der Corona-Infizierten steigt weiter

Die Zahl der Infizierten in Hof und Umgebung ist inzwischen auf 212 Personen gestiegen (Stand: Mittwoch, 17 Uhr).

Davon bereits wieder symptomfrei und aus der häuslichen Isolierung entlassen seien 23 Personen, teilt das Landratsamt weiter mit. Am Dienstagabend hatte die Zahl der Infizierten noch bei 198 gelegen.

Seit Mittwoch liegen dem Landratsamt die Testergebnisse der zentralen Teststation Hofer Freiheitshalle vom 30. März vor. Das bedeutet:

Wer am 30. März oder früher an der Freiheitshalle getestet und seitdem nicht vom Gesundheitsamt oder einem Arzt angerufen wurde, hat ein negatives Ergebnis. Das teilt das Landratsamt weiter mit. Wer trotz negativem Ergebnis Kontakt zu Infizierten hatte oder aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist, den bitten die Behörden, vorerst trotzdem zwei Wochen zu Hause zu bleiben.

17:46 Uhr

Söder: Länder und Bund wollen wegen Coronavirus keine Maskenpflicht
Eine Maskentragepflicht soll es in Deutschland wegen der Corona-Krise derzeit nicht geben. Bund und Länder seien sich in dem Punkt einig gewesen, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch in München nach einer Telefonkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Regierungschefs der Länder.
Zwar seien Masken natürlich für jeden Einzelnen geeignet, um sich gegen die Ausbreitung des Virus zu präparieren, eine Pflicht solle aber nicht ausgerufen werden. «Wichtig ist jetzt, die Schutzmasken mit höchster Qualität zu entwickeln und den Bedarf von den Krankenhäusern, bei den Ärzten, bei den Pflegerinnen und Pflegern entsprechend zu entwickeln», sagte Söder. Die Beschaffung müsse weiter intensiviert werden. «Wir werden am Ende übrigens auf Dauer eher Milliarden von Masken in Deutschland brauchen», sagte Söder.
Außerdem seien sich die Länder und der Bund einig, dass die Bettenkapazitäten deutlich erhöht werden müssten.

 

17:40 Uhr

Söder: Wegen Corona voerst keine Aufnahmen in Alten- und Pflegeheime

Zum Schutz von Alten, Kranken und Behinderten vor Ansteckungen mit dem Coronavirus sollen Pflegeheime laut Ministerpräsident Markus Söder vorerst keine neuen Bewohner mehr aufnehmen. «Neuaufnahmen sollen in den entsprechenden Einrichtungen reduziert oder ausgeschlossen werden», sagte der CSU-Chef am Mittwoch nach einer Telefonkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Regierungschefs der Länder. Für Neuaufnahmen oder auch Wiederaufnahmen etwa nach einem Krankenhausaufenthalt sollten die Kapazitäten der Reha-Kliniken genutzt werden. Für Bayern sei dies ein sehr gangbarer Weg, es gebe dort noch viele freie Plätze.
Darüber hinaus kündigte Söder an, dass die Schutzmaßnahmen in Pflegeeinrichtungen weiter verschärft werden sollen. «Wir werden nahezu vollständige und mehrmalige Tests anordnen. Auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Alten- und Pflegeheimen, um dort einmal die maximal beste Ausstattung zu haben, was Tests betrifft», sagte er. Ferner sollten Alten- und Pflegeheime eine hohe Priorität für die hochwertigsten Schutzmasken bekommen. «Und wir wollen für jede dieser Einrichtung jetzt ab sofort einen Hygienecheck nochmal machen mit einer fachärztliche Beratung.»
 

17:32 Uhr

Corona fordert erstes Todesopfer im Raum Coburg

Im Landkreis Coburg gibt es den ersten Todesfall, der in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung steht. Das gab das Landratsamt Coburg am Mittwochnachmittag bekannt. Die Frau, die am Dienstagabend verstarb, war laut Landratsamt gesundheitlich bereits schwer vorbelastet. Nach Informationen der NP hatte die Frau Krebs im fortgeschrittenen Stadium. Ebenfalls am Mittwoch wurde auch ein Covid-19-Todesfall im Landkreis Sonneberg bekannt. Unterdessen erläutern Polizei Coburg und Ordnungsamt, aus welchen Gründen während der Ausgangsbeschränkungen die Wohnung verlassen werden darf und aus welchen nicht.

17:08 Uhr

Weitere Todesfälle im Landkreis Tirschenreuth

Weitere vier Menschen sind im Landkreis Tirschenreuth an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Auch die Zahl der Infizierten steigt weiter. In Mitterteich wird die Ausgangssperre verlängert.

Wie das Landratsamt am Mittwochnachmittag mitteilt, sind im Landkreis Tirschenreuth 579 Fälle mit dem Corona-Virus infiziert. Im Vergleich zum Vortag sind das 75 Infizierte mehr. Der Schwerpunkt ist weiterhin in der Stadt Mitterteich mit 140 Fällen.

Weitere vier Personen an dem Coronavirus verstorben. Damit gibt es im Landkreis insgesamt bis jetzt 31 Todesfälle (Stand, 1. April, 14 Uhr).

 

Verlängerung der „Ausgangssperre“ in der Stadt Mitterteich

In der Stadt Mitterteich bestehe weiterhin eine sehr dynamische und ernstzunehmende Situation. Die Fallzahlen nähmen rasant zu. 

Die „Ausgangssperre“ für das Stadtgebiet Mitterteich sei am 18. März erlassen worden, da sich damals die Stadt mit mehr als der Hälfte der damals bestätigten Covid-19-Infektionen zu einem Brennpunkt entwickelt hat (25 von 47 Fällen im Landkreis). Die „Ausgangssperre“ war bis zum 2. April befristet

Die Gesamtzahl der bestätigten Covid-19-Infizierten sei seit 18. März im gesamten Landkreis Tirschenreuth erheblich angestiegen (mittlerweile 579 Fälle). Die Stadt Mitterteich bilde jedoch nach wie vor einen Brennpunkt mit 140 Fällen, gemessen sowohl am Verhältnis zur Gesamtzahl der Infizierten im Landkreis als auch an absoluten Zahlen. Die absolute Zahl der Infizierten sowie deren bisherige Anstieg in der Stadt Mitterteich lägen deutlich über den Werten der anderen Kommunen im Landkreis Tirschenreuth. Weiter stammten etwa ein Drittel aller Todesfälle aus der Stadt Mitterteich. Die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz bestätigt zudem, dass auch in den vergangenen zwei Wochen die meisten Rettungseinsätze in der nördlichen Oberpfalz das Stadtgebiet Mitterteich betrafen.

Die getroffenen Maßnahmen zeigten Wirkung, da sich der Anstieg der Fallzahlen in der Stadt Mitterteich etwas verlangsamt hat. Um diese Entwicklung weiter voranzutreiben, sei aber eine Verlängerung der „Ausgangssperre“ erforderlich und notwendig. Es müssten weiterhin alle Maßnahmen ergriffen werden, um die Ausbreitung weiter zu verlangsamen. Das Landratsamt verlängert deshalb die Allgemeinverfügung „Ausgangssperre“ für das Stadtgebiet Mitterteich bis einschließlich 9. April (Gründonnerstag). Diese Entscheidung sei mit der Regierung der Oberpfalz und mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege abgestimmt.

Das Gebiet der Allgemeinverfügung wurde etwas vergrößert, um den Bürgern mehr Freiraum zu gewähren. Sollte sich in den nächsten Tagen die Steigerung der Fallzahlen an die Entwicklung in den anderen Kommunen im Landkreis Tirschenreuth anpassen, kann die „Ausgangssperre“ auch vor dem 9. April aufgehoben werden. Dann würden die bayernweiten Ausgangsbeschränkungen auch für die Stadt Mitterteich gelten, heißt es weiter vonseiten des Landratsamts.

17:05 Uhr

Wimbledon wegen Coronavirus-Krise komplett abgesagt
Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg fällt Wimbledon aus. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie werde das vom 29. Juni bis 12. Juli angesetzte Tennis-Turnier nicht ausgetragen, teilten die Organisatoren am Mittwoch mit und kündigten die nächste Auflage für den 28. Juni bis 11. Juli 2021 an.

 

16:53 Uhr

Söder: Corona-Beschränkungen fallen am 20. April nicht komplett weg
Die Einschränkungen wegen der Corona-Krise werden nach Aussage von CSU-Chef Markus Söder auch im Falle einer Verbesserung nach dem 19. April nicht komplett wegfallen können. Es sei nicht zu erwarten, dass ab dem 20. April, einem politisch festgelegten Termin, «alles wird wie vorher», sagte der bayerische Ministerpräsident am Mittwoch nach der Telefonkonferenz von Bund und Ländern. In der Konferenz hatten sich die Regierungschefs darauf verständigt, die bestehenden scharfen Beschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Krise mindestens bis zum Ende der Osterferien zu verlängern. Es brauche jetzt keine Verschärfung, aber auch keine Exit-Strategien zu den Ausgangsbeschränkungen in ganz Deutschland.

 

16:51 Uhr

Keine neuen Infizierten im Landkreis Kronach

Gute Nachrichten aus Kronach: Zwischen Dienstag (14 Uhr) und Mittwoch (16 Uhr) ist die Zahl der bisher insgesamt nachgewiesenen Corona-Infektionen im gesamten Landkreis gleich geblieben.

Wie das Landratsamt berichtet, gibt es nach wie vor 54 bestätigte Infektionen. Eine Person befindet sich derzeit in der Frankenwaldklinik in Kronach, eine weitere infizierte Person wird in einer auswärtigen Klinik behandelt. Zwölf Personen gelten bereits als geheilt und konnten die Quarantäne wieder verlassen.

214 weitere Personen mussten sich bisher in häusliche Quarantäne begeben, weil sie engeren Kontakt zu Infizierten hatten. 80 Personen davon konnten aus der häuslichen Isolation wieder entlassen werden. 

16:47 Uhr

Galeria Karstadt Kaufhof beantragt Schutzschirmverfahren
Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof hat angesichts der Umsatzausfälle infolge der Corona-Pandemie beim Amtsgericht Essen ein Schutzschirmverfahren beantragt. Das teilte der Konzern am Mittwoch in Essen mit.

16:46 Uhr

Coronavirus: Weiterer Todesfall im Landkreis Kulmbach

Am Mittwoch teilt das Landratsamt Kulmbach mit, dass eine weitere Person an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben ist. Am Dienstagabend sei eine hochbetagte Frau aus dem Landkreis gestorben, die positiv mit Covid-19 getestet und außerhalb des Landkreises stationär betreut worden war.

Die Zahl der Infektionen ist weiter angestiegen. Mittlerweile gebe es insgesamt 93 bestätigte Fälle im Landkreis. Das sind 13 Fälle mehr im Vergleich zum Vortag. Zwei Patienten sind verstorben. Bezüglich der neu hinzugekommenen positiv getesteten Personen ermittele das Gesundheitsamt aktuell alle möglichen Kontaktpersonen und ergreife die notwendigen weiteren Maßnahmen. Hierzu zählten wie zuvor die Probennahmen.

Die Personen befänden sich in häuslicher Isolation. Acht der bestätigten Fälle würden momentan stationär betreut. Einer davon außerhalb des Landkreises Kulmbach. Die in häuslicher Quarantäne befindlichen Personen seien größtenteils symptomfrei, nur wenige hätten leichte Symptome. Die Personen würden  regelmäßig aktiv von den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes telefonisch betreut. Insgesamt konnten bisher 280 Personen im Landkreis wieder aus der häuslichen Isolation entlassen werden. Darunter auch 22 der positiv Getesteten, die inzwischen wieder genesen sind.

16:26 Uhr

Neun neue Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Coburg

In Stadt und Landkreis Coburg 87 bestätigte Corona-Infektionen (Stand: Mittwoch, 1. April, 14.30 Uhr).

Im Vergleich zum Vortag sind das neun Fälle mehr. 62 Infizierte kommen aus dem Landkreis, die restlichen 25 aus der Stadt Coburg. 13 Personen gelten mittlerweile als geheilt. In Quarantäne befinden sich derzeit 211 Menschen.

16:06 Uhr

Bund und Länder: Kontaktsperren auch über Ostern einhalten
Bürgerinnen und Bürger sollen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus die bereits geltenden weitgehenden Kontaktsperren auch über Ostern einhalten. Wie Bund und Länder am Mittwoch in Berlin beschlossen, sollen die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes gemäß den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum reduziert werden.

16:02 Uhr

Zahl der Coronavirus-Fälle steigt auf 17.151 - jetzt 241 Tote
In Bayern ist die Zahl der positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getesteten Menschen auf 17.151 gestiegen. Gestorben sind bisher 241 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Mittwoch (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Am Vortag waren es 15.505 infizierte Personen und 191 Todesfälle gewesen.

 

16:01 Uhr

Bund und Länder wollen Kontaktbeschränkungen über Ostern verlängern
Bund und Länder wollen die bestehenden scharfen Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise mindestens bis zum Ende der Osterferien verlängern. Die Bürger «bleiben angehalten, auch während der Osterfeiertage Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes gemäß den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum zu reduzieren», heißt es in einer der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch vorliegenden Beschlussvorlage für die Telefonkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer.

15:30 Uhr

Landkreis Wunsiedel: Zahl der Corona-Infektionen steigt weiter

Wie das Landratsamt am Mittwochnachmittag mitteilt, ist die Zahl der bestätigten Infektionen im Vergleich zum Vortag von 221 auf 265 gestiegen. Sechs Personen aus dem Landkreis sind bislang an den Corona-Folgen gestorben. 74 Personen sind mittlerweile genesen.

Das Landratsamt weist wegen der kontinuierlich steigenden Infektionszahlen nochmals nachdrücklich darauf hin, zu den Mitmenschen Abstand zu halten und die Ausgangsbeschränkungen einzuhalten.

15:28 Uhr

Vermutlich neun Tote durch Corona-Infektionen in Seniorenheim
In einem Seniorenheim in Harburg (Landkreis Donau-Ries) sind neun Bewohner mutmaßlich an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Zwar wurden nur zwei der neun seit Freitag verstorbenen Senioren positiv auf das Coronavirus getestet, sagte Landrat Stefan Rößle (CSU) am Mittwoch. Das liege jedoch daran, dass nicht bei allen ein Test erfolgt sei. Wegen des engen zeitlichen Zusammenhanges sei bei allen Todesfällen von einer Covid-19-Erkrankung als Ursache auszugehen.
Zwei weitere positiv getestete Heimbewohnerinnen seien derzeit in medizinischer Behandlung, eine von ihnen sei ins Krankenhaus gebracht worden. «Es wird alles unternommen, um zeitnah aufzuklären, wer mit wem Kontakt hatte», so Rößle weiter. So würden nach Möglichkeit Tests bei allen Mitarbeitern und Bewohnern des Heims mit Symptomen durchgeführt.
In den vergangenen Tagen häufen sich die Todesfälle in bayerischen Pflegeheimen. Mehrere Todesfälle wurden beispielsweise auch aus einem Altenheim in Schweinfurt und einem Würzburger Pflegeheim gemeldet.
 

15:25 Uhr

Wirtschaft erwartet neuen Ansturm auf Corona-Soforthilfe
Nach der Lockerung der Vorschriften für die Corona-Soforthilfen der Staatsregierung wird in der Wirtschaft ein neuer Ansturm auf die Zuschüsse erwartet. Die IHK München und Oberbayern rechnet innerhalb kurzer Zeit allein für ihren Beritt mit einer Verdopplung der bisher 80.000 Anträge aus dem größten der sieben bayerischen Regierungsbezirke. Das sagte Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl am Mittwoch in München.
Die Corona-Hilfen sind dazu gedacht, eine drohende Flut von Firmenpleiten im Mittelstand abzuwenden. Die Staatsregierung hatte am Dienstag sowohl die Summen erhöht als auch die Vergabebestimmungen vereinfacht. So können Soloselbstständige nun 9000 Euro Zuschuss bekommen statt wie bisher 5000, außerdem muss eigenes Vermögen nicht mehr nachgewiesen werden. Als Höchstzuschuss können Firmen mit zwischen 50 und 250 Mitarbeitern 50.000 Euro Soforthilfe beantragen, bisher waren es 30.000. Laut Staatsregierung waren bis gestern bayernweit schon über 200.000 Anträge gestellt worden.
 

14:49 Uhr

Ärzte kritisieren Bayerns Corona-Management - Huml verteidigt Konzept
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) hat das Corona-Krisenmanagement der bayerischen Staatsregierung massiv kritisiert. Bayerns Sonderweg sei «brandgefährlich», sagte der KV-Vorstandschef Andreas Gassen am Mittwoch im «Frühstart» der RTL/ntv-Redaktion. Er kritisierte konkret, dass einige Bundesländer - darunter Bayern, Sachsen und Schleswig-Holstein - die Verteilung der Schutzmaterialien vom Bund künftig selbst übernehmen wollten, statt dies wie zuvor den Kassenärztlichen Vereinigungen zu überlassen.
Heftige Kritik übte Gassen auch an den Plänen von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der KV die Zuständigkeit für die ärztliche Versorgung im Land zu entziehen. In Bayern kümmert sich im Zuge der Krise pro Landkreis oder kreisfreie Stadt ein sogenannter «Versorgungsarzt» um eine ausreichende ärztliche Versorgung.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) wies die Kritik als nicht nachvollziehbar und absolut unverständlich zurück. Der Einsatz der Versorgungsärzte sei richtig, da gegebenenfalls in der Krise medizinische Maßnahmen auch per Anordnung umgesetzt werden müssten. 

14:38 Uhr

Adidas entschuldigt sich und zahlt jetzt doch Miete
Der Sportartikelhersteller Adidas zahlt nach harscher öffentlicher Kritik nun doch seine Mieten und entschuldigt sich für sein Vorpreschen. «Die Entscheidung, von Vermieter(innen) unserer Läden die Stundung der Miete für April zu verlangen, wurde von vielen von Ihnen als unsolidarisch empfunden», heißt es in einem offenen Brief, den Adidas am Mittwoch veröffentlichte. «Ihre Meinung ist uns wichtig, und Ihre Meinung ist eindeutig: Sie sind von adidas enttäuscht.»


Adidas hatte im Zuge der Corona-Krise angekündigt, die Miete für die geschlossenen Läden in Europa ab April nicht mehr zu bezahlen. «Deshalb möchten wir uns bei Ihnen in aller Form entschuldigen. Wir haben unseren Vermieter(innen) die Miete für April bezahlt. Fairness und Teamgeist sind seit jeher eng mit Adidas verknüpft und sollen es auch bleiben», heißt es in dem Brief weiter.


Das Geschäft von Adidas sei in der Corona-Krise eingebrochen. «Fast auf der gesamten Welt findet kein normales Geschäft mehr statt. Die Läden sind zu. Das hält selbst ein gesundes Unternehmen wie adidas nicht lange aus», heißt es in dem Brief weiter.

14:04 Uhr

Corona-Krise: Ärger über Söder bei Genossenschaftsbanken
In der Corona-Krise ärgern sich Bayerns Volks- und Raiffeisenbanken über die Rufe der Politik nach unbürokratischer Kreditvergabe. Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) äußerte am Mittwoch «Unverständnis» über Ministerpräsident Markus Söder (CSU), nachdem zuvor bereits Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) von GVB-Chef Jürgen Gros kritisiert worden war. Der Anlass sind die politischen Forderungen nach unbürokratischer Kreditvergabe, obwohl die Politik die bürokratischen Anforderungen an die Banken in den vergangenen Jahren verschärft hat.


Konkret geht es um staatlich geförderte Kredite, die bedrohte Unternehmen vor der Pleite retten sollen. «Fakt ist, dass es die Vorgaben der Förderbanken KfW und LfA sowie die des Aufsichtsrechts sind, die eine Kreditbearbeitung verkomplizieren und verzögern», sagte Gros in München. «Die genossenschaftlichen Hausbanken blockieren nicht, sondern tun alles, um Kredite schnellstmöglich zu bearbeiten», sagte er.

12:58 Uhr

Diakonie Bayern: Schutzausrüstung und Coronatests fehlen
Die Diakonie in Bayern klagt über fehlende Coronavirus-Tests und Schutzausrüstung in der Pflege. Die Einrichtungen hätten nicht genügend Tests, um alle Menschen zu testen, die vom Krankenhaus in eine Pflegeeinrichtung kämen, sagte Vorstandsmitglied Sandra Schuhmann am Mittwoch in Nürnberg. Die alten Menschen kämen deshalb vorsorglich für 14 Tage in Quarantäne, was besonders für Demenzkranke problematisch sei. Auch bei Desinfektionsmitteln und Schutzkleidung sei die Lage immer noch prekär, sagte Schuhmann. Die Diakonie fordert deshalb, dass die Pflegedienste bei der Zuteilung nicht hinten anstehen dürften.

12:56 Uhr

Bayern verschiebt Prüfungen an Oberschulen

Nach den Abiturprüfungen an den Gymnasien werden wegen der Corona-Krise auch die Abschlussprüfungen an den beruflichen Oberschulen und den Fachoberschulen nach hinten geschoben. Die Prüfungen sollten nun am 18. Juni und nicht wie ursprünglich vorgesehen am 25. Mai beginnen, sofern der Unterricht nach den Osterferien wieder aufgenommen werden könne.

12:56 Uhr

SPD-Chefin für einmalige Vermögensabgabe zur Corona-Finanzierung
SPD-Chefin Saskia Esken hat zur Bewältigung der finanziellen Belastungen der Corona-Krise eine einmalige Vermögensabgabe ins Spiel gebracht. «Wir werden eine faire Lastenverteilung brauchen - und die kann für die SPD nur so aussehen, dass sich die starken Schultern in Deutschland auch stark beteiligen», sagte sie der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» (Mittwoch). «Ich halte eine einmalige Vermögensabgabe für eine der Möglichkeiten, die Staatsfinanzen nach der Krise wieder in Ordnung zu bringen.»
Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch hatte eine solche Vermögensabgabe vor einigen Tagen bereits gefordert. Das Grundgesetz sehe im Artikel 106 ein solches Mittel vor. Eine einmalige «Corona-Abgabe» auf große private Vermögen sei geboten.
Der Bundestag hatte in der vergangenen Woche zur Finanzierung der Corona-Folgen einen Nachtragshaushalt beschlossen, der neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro vorsieht.

12:06 Uhr

Kultur- und Kinobranche fordert Hilfen zur Existenzsicherung
Kulturschaffende und Kinobetreiber in Bayern fordern wegen der Corona-Pandemie von der Staatsregierung schnelle Hilfe. Viele Häuser, Theatergruppen und Akteure der Freien Darstellenden Künste seien akut gefährdet, wenn sie das aktuell entstehende Defizit nicht überbrücken könnten, appellierte der Verband der Freien Darstellenden Künste Bayern an Kunstminister Bernd Sibler (CSU).


Die Betreiber der Arthouse-Kinos erklärten, die nachvollziehbare Schließung aller Kinos stelle für eigenständige Kinobetreiber eine extreme wirtschaftliche Belastung dar, teils sogar eine existenzielle Bedrohung. «Da wird es sicher für viele sehr eng werden», sagte am Mittwoch der Nürnberger Kinobetreiber Matthias Damm, der den Brief an Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) und den FilmFernsehFonds Bayern mit unterzeichnet hat.

11:48 Uhr

Bereits mehr als 100.000 Infektionen und über 9000 Tote in Spanien
Im stark von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien sind binnen 24 Stunden 864 neue Todesfälle gezählt worden. Dies ist die bisher höchste Zahl, die an einem Tag registriert wurde, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Mittwoch mitteilte. Es war bereits der fünfte Tag in Folge mit mehr als 800 Toten. Die Gesamtzahl der Todesopfer kletterte damit auf 9053.
Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen stieg unterdessen um knapp 8000 auf mehr als 102.000. Gleichzeitig wurden knapp 3500 Patienten, die wegen einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 an Covid-19 erkrankt waren, innerhalb eines Tages als geheilt entlassen. Von den bisher mehr als 51.000 Infizierten, die in Spanien in Krankenhäusern behandelt werden mussten, sind damit bereits mehr als 22.000 Menschen wieder gesund.

11:26 Uhr

Corona-Krise macht den Reifenwechsel schwierig

Der für Millionen Autofahrer anstehende Wechsel von Winter- auf Sommerreifen wird dieses Jahr zur Herausforderung. «Die Kunden müssen sich auf längere Wartezeiten einstellen», sagte Yorik M. Lowin, der Geschäftsführer des Reifenfachhandelsverbands BRV in Bonn. Die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie bremsten den Wechsel.

Zudem sei es in Bayern, das stärkere Ausgangsbeschränkungen hat, derzeit gar nicht erlaubt, wegen eines Reifenwechsels in die Autowerkstatt zu fahren. Auch das Gesundheitsministerium des Freistaats bestätigt: «Reifenwechsel stellen keine triftigen Gründe zum Verlassen der Wohnung dar.»

10:27 Uhr

Corona-Krise macht Wettervorhersagen unsicherer
Weil der Flugverkehr wegen der Corona-Krise weitgehend eingestellt ist, werden Wettervorhersagen und Klimabeobachtungen schwieriger. Für die Wettermodelle fehlen Daten, die normalerweise von Sensoren an Flugzeugen stammen. «Wenn noch weniger Wetterdaten von Flugzeugen geliefert werden und dies über einen längeren Zeitraum, dürfte die Zuverlässigkeit von Wettervorhersagen abnehmen», sagte Lars Peter Riishojgaard, Fachgruppenleiter bei der Weltwetterorganisation (WMO), am Mittwoch in Genf. Auch Unwetter sind nach WMO-Angaben schwerer vorherzusagen - ein Risiko für Länder, die Vorlauf brauchen, um sich auf Wetterkatastrophen vorzubereiten.
 

10:22 Uhr

Weißes Haus befürchtet nach Prognose bis zu 240.000 Tote

Das Weiße Haus befürchtet nach einer Prognose zwischen 100.000 und 240.000 Tote in den USA durch das Coronavirus - trotz Maßnahmen zur Eindämmung.Die USA haben inzwischen mehr bestätigte Fälle als jedes andere Land der Welt. Die Verbreitung der Coronavirus-Epidemie in den USA hat sich zuletzt dramatisch beschleunigt. So hatte etwa die Zahl der bekannten Infektionen erst am vergangenen Freitag die Marke von 100.000 überschritten. Bis dahin waren rund 1500 Tote gemeldet gewesen. Am Dienstagabend (Ortszeit) lag die Zahl der bestätigten Infektionen bei fast 190.000, die Zahl der Toten bei rund 3900.

10:20 Uhr

Staatsoberhäupter rufen zu «globaler Allianz» auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zusammen mit vier weiteren Staatsoberhäuptern zur Bildung einer «globalen Allianz» gegen die Corona-Pandemie aufgerufen. «Diese Pandemie wird kein Land verschonen, egal wie fortschrittlich seine Wirtschaft, seine Fähigkeiten oder seine Technologie sind», heißt es in einem gemeinsamen Namensartikel in der «Financial Times». «Vor diesem Virus sind wir alle gleich, und wir müssen alle zusammenarbeiten, um es zu bekämpfen.»

Der Namensbeitrag unter der Überschrift «Für eine globale Allianz gegen die Pandemie» wurde von Bundespräsident Steinmeier, Jordaniens König Abdullah II., der Präsidentin Singapurs, Halimah Yacob, der Präsidentin Äthiopiens, Sahle-Work Zewde, sowie dem Präsidenten Ecuadors, Lenín Moreno Garcés, verfasst. 

10:10 Uhr

Dax eröffnet mit herben Verlusten

Am deutschen Aktienmarkt hat sich am Mittwoch neue Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie breit gemacht.Der Leitindex Dax erhielt keinen Halt von den Börsen in Asien und den USA und gab nach Handelsbeginn um rund 3 Prozent auf 9628,04 Punkte nach. Noch am Dienstag hatte er es zwischenzeitlich über die Marke von 10 000 Punkten geschafft. Der MDax für mittelgroße Unternehmen büßte am Mittwoch 2,74 Prozent ein auf 20 463,53 Punkte. Der EuroStoxx 50 startete ebenfalls mit einem Kursverlust von gut 3 Prozent in den neuen Monat.

09:58 Uhr

Stiftung wirbt nach Corona-Wahl für mehr Briefwahlen

Die Bertelsmann Stiftung sieht die bayerische Kommunal-Stichwahl am vergangenen Wochenende als Modell für eine Ausweitung der Briefwahl in Deutschland. Die Stiftung hatte bereits vor vier Jahren dafür geworben, den Bürgern in Deutschland generell die Wahlunterlagen ins Haus zu schicken. Die Stichwahl im Freistaat fand nun wegen der Corona-Krise kurzfristig nur als Briefwahl statt. Im Ergebnis war die Wahlbeteiligung oftmals höher als beim ersten Durchgang zwei Wochen zuvor, als die Wahllokale noch geöffnet waren.

Auf die damalige Initiative der Bertelsmann Stiftung habe es keine große Resonanz in Deutschland gegeben, sagte Robert Vehrkamp, Demokratieexperte der Stiftung. Er hofft, dass das Thema nun durch die Bayernwahl wieder in Gang kommt. Bei den für 13. September 2020 geplanten Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen könnten ebenfalls allen Wählern die Unterlagen zugeschickt werden.
Vehrkamp verweist auf Erfahrungen aus den USA, wonach mit dieser Methode die Wahlbeteiligung in den Kommunen signifikant gesteigert werden könne. «Der Effekt auf die Wahlbeteiligung ist eigentlich ziemlich unstrittig.»

09:57 Uhr

Bayerns Zoos rechnen mit hohen Finanzeinbußen
Zoos und Tiergärten in Bayern sind wegen der Corona-Krise bis zum Ende der Osterferien geschlossen und fürchten hohe Einbußen. «Schlimmer kann es eigentlich nicht kommen», sagt Rasem Baban, Direktor im Tierpark Hellabrunn in München. Er rechnet mit Einbußen von zwei Millionen Euro während der fünfwöchigen Schließung. Die Osterferien seien für Zoos der Start in die Saison und besonders besucherstark. «Das kann man nicht aufholen», sagt er. Der Verband der Zoologischen Gärten hat ein Soforthilfe-Programm über 100 Millionen Euro für mehr als 50 Zoos in Deutschland gefordert. 

09:56 Uhr

Erzbistum Münchner verschiebt Firmung und Erstkommunion
Im Erzbistum München und Freising werden Firmung und Erstkommunion wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus bis Pfingsten verschoben. «Manche Hoffnungen werden enttäuscht, aber wir müssen weiter verantwortlich handeln», heißt es in einem Schreiben von Generalvikar Christoph Klingan und Amtschefin Stephanie Herrmann an die Pfarreien im Bistum. Darin wird die Verschiebung der Firmungen angekündigt und «nachdrücklich empfohlen, auch alle Erstkommunionfeiern bis Pfingsten aufzuschieben».
Es gehe darum, den Pfarreien «Orientierung in diesem so zentralen Bereich des pastoralen Handelns» zu geben. Auch die betroffenen Familien bräuchten Gewissheit für ihre Planungen. Wegen der Corona-Pandemie sind derzeit alle Gottesdienste in Bayern und deutschlandweit verboten. Auch zu Ostern wird es keine geben.

23:00 Uhr

Weltweit mehr als 40.000 Corona-Todesfälle

Weltweit sind jetzt mehr als 40.000 Menschen an dem Coronavirus gestorben. Fast drei Viertel der Todesfälle wurden in Europa registriert. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität infizierten sich rund um den Globus mehr als 826.000 Menschen mit dem Erreger, davon mehr als die Hälfte in Europa. Von den bestätigten 40.708 Todesfällen wurden fast 30.000 in Europa registriert. Mit 12.428 Toten ist Italien das am stärksten betroffene Land, gefolgt von Spanien mit 8269 Todesfällen. In Deutschland wurden 68.180 Infektionen und 682 Todesfälle gemeldet. Die Zahl der weltweit bestätigten Infektionen gibt nur einen Teil der tatsächlichen Fälle wieder, da zahlreiche Länder nur testen, wenn Betroffene im Krankenhaus behandelt werden müssen.

22:59 Uhr

Virus an Bord eines US-Flugzeugträgers

Das Coronavirus breitet sich weiter unter der Besatzung des US-Flugzeugträgers "USS Theodore Roosevelt" aus. Die Streitkräfte prüften eine Evakuierung des Schiffs, die Situation weise jedoch "einmalige Umstände" auf, sagte Marineminister Thomas Modly. Ein hochgerüstetes und nuklearbetriebenes Schiff könne nicht einfach komplett evakuiert werden. Zudem gebe es auf der Pazifikinsel Guam, wo der Flugzeugträger derzeit vor Anker liege, nicht genügend Kapazität, um die mehr als 4000 Besatzungsmitglieder unterzubringen. Medienberichten zufolge gab es an Bord des Schiffs bislang mindestens 100 bestätigte Infektionen.

22:58 Uhr

Zwei ESC-Alternativen am 16. Mai: Virus soll nicht über Musik siegen

 

Als Ersatz für den wegen des Coronavirus abgesagten Eurovision Song Contest (ESC) planen sowohl der Veranstalter EBU und mit ihm die ARD als auch Stefan Raab und ProSieben einen Ersatz. Die beiden Shows sollen jeweils am Abend des 16. Mai ausgestrahlt werden, an dem auch das 65. ESC-Finale stattgefunden hätte. Die EBU-Show mit dem Titel "Europe Shine a Light" soll um 21 Uhr in ganz Europa ausgestrahlt werden, teilte die Europäische Rundfunkunion (EBU) am Dienstag mit. Das Erste sendet in Deutschland. Der "Free European Song Contest" bei ProSieben soll schon um 20.15 Uhr beginnen.

Die Show der EBU soll ohne Live-Publikum gemacht und von den niederländischen TV-Sendern produziert werden, die auch für die abgesagte Live-Show in Rotterdam verantwortlich gewesen wären. 
 

22:56 Uhr

101-Jährige übersteht Corona-Infektion

Gute Nachrichten aus den Niederlanden: Dort ist eine 101-Jährige von einer Corona-Infektion genesen. Die Frau war für knapp zwei Wochen in ein Krankenhaus in Den Haag gekommen, das sie nun wieder verlassen konnte. Ältere Menschen gehören zur Risikogruppe, die üblicherweise von einer besonders hohen Sterblichkeit im Falle einer Infektion bedroht ist.

22:56 Uhr

Rund 500 weitere Tote in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten drastisch gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden habe es 499 neue Todesfälle zu verzeichnen gegeben, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon. Damit starben bisher die meisten Menschen an einem Tag seit Beginn der Coronavirus-Pandemie in Frankreich. Insgesamt gab es 3523 Todesopfer. Fast 23.000 Menschen würden in Krankenhäusern behandelt, mehr als 5000 davon auf Intensivstationen, sagte Salomon. Er betonte, dass gut 34 Prozent der Patienten in Intensivbehandlung jünger als 60 Jahre seien.

22:14 Uhr

Windischeschenbach: Drei Corona-Tote in Seniorenheim 

In einem Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt in Windischeschenbach sind drei Bewohner an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Nach Informationen des Landratsamtes sind 35 Bewohner und 19 Mitarbeiter mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Auf welchem Weg das Virus in die Einrichtung gelangt ist, könne nicht nachvollzogen werden, hieß es. Zwei weitere an Covid-19 erkrankte Senioren befinden sich noch in stationärer Behandlung.

21:57 Uhr

Erste "Corona-Praxis" öffnet in Münchberg

Hausärzte aus Münchberg und Helmbrechts betreten Neuland - und zwar gemeinsam. Als die Ersten im Landkreis Hof wollen sie Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind, in einem separaten Zentrum versorgen. Dafür hat der Landkreis gemeinsam mit dem Ärztlichen Kreisverband sowie der Gesundheitsregion Plus die August-Horch-Berufsschule in der Schützenstraße in Münchberg in eine hausärztliche Corona-Infekt-Praxis umgestaltet. Im Werkstattbereich der Schule sind Behandlungsräume entstanden. Dort wollen vorerst sieben Ärzte aus Münchberg und Helmbrechts praktizieren.

21:31 Uhr

Vier weitere Todesfälle im Landkreis Tirschenreuth

Im Landkreis Tirschenreuth hat das Landratsamt am Dienstagabend vier weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt verzeichnet der Landkreis nun 27 Todesfälle. Auch die Zahl der Infizierten ist wieder gestiegen und liegt nun bei 504. Wie das Landratsamt Tirschenreuth mitteilt, stehen allerdings noch Hunderte Testergebnisse aus. Das Landratsamt Tirschenreuth empfiehlt den Bürgern, vorsorglich Behelfs-Mundschutze zu nähen. Weiterhin weisen die Behörden in beiden Landkreisen darauf hin, dass die Bürger im öffentlichen Leben unbedingt mindestens 1,5 Meter Abstand voneinander halten und die Ausgangsbeschränkung beachten sollen. 

20:16 Uhr

Bayreuther Festspiele abgesagt

Die Bayreuther Festspiele werden in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht stattfinden. Die nachfolgenden Festspieljahrgänge müssten dadurch umdisponiert werden, teilten die Festspiele mit. Die für diese Saison geplante Neuproduktion "Der Ring des Nibelungen" könne voraussichtlich erst im Jahr 2022 Premiere feiern. Die bereits für 2020 gekauften Karten blieben für die Festspiele 2021 gültig.

19:23 Uhr

Stadt und Landkreis Hof: Zahl der Infizierten verdoppelt sich binnen einer Woche

Die Zahl der Infizierten in Hof und Umgebung ist inzwischen auf 198 Personen gestiegen. Das teilt das Hofer Landratsamt mit. Das sind 45 Fälle mehr als am Vortag und etwa doppelt so viele als noch vor einer Woche. 18 Personen sind bereits wieder gesund und aus der häuslichen Quarantäne entlassen.   

Wie berichtet, sind unter den Corona-Patienten auch Bewohner und Mitarbeiter von drei Pflegeeinrichtungen im Hofer Land. Bewohner dieser Einrichtungen wurden auf das Virus hin getestet. 

Die Abstriche haben ergeben, dass sich im Seniorenwohnpark Bad Steben 18 Bewohner mit dem Covid-19-Virus infiziert haben. Die getesteten Bewohner müssen nach derzeitigem Stand nicht stationär behandelt werden, sondern befinden sich isoliert in der Einrichtung. Darüber hinaus wurde die Pflegeeinrichtung prophylaktisch mit Sauerstoffgeräten sowie Pulsoximetern ausgestattet. 

16:30 Uhr

Landkreis Wunsiedel meldet sechsten Corona-Toten

Im Landkreis Wunsiedel ist eine weitere Person an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Wie das Landratsamt am Montagabend mitteilt, handelt es sich dabei um eine 66-jährige Frau mit Vorerkrankungen. Damit sind im Landkreis Wunsiedel bisher sechs Personen an den Corona-Folgen gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen ist von 197 auf 221 gestiegen. Das sind 23 mehr Fälle am Vortag.  

15:46 Uhr

Landkreis Kronach: Zwei neue Infizierte

Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen im Landkreis Kronach ist von Sonntagnachmittag bis Dienstagnachmittag auf 54 angestiegen. Wie das Landratsamt in einer Pressemitteilung berichtet, gibt es damit zwei neue bestätigte Corona-Fälle. Elf infizierte Personen sind derweil wieder gesund und konnten die häusliche Quarantäne wieder verlassen. Mehr als 200 Personen standen ebenfalls unter Quarantäne, weil sie Kontakt zu einem Infizierten hatten. 80 Kontaktpersonen konnten die Quarantäne wieder verlassen. 

15:32 Uhr

64.000 Anzeigen auf Kurzarbeit bei Arbeitsagenturen
Als Folge der Corona-Krise haben in Bayern nach den jüngsten Daten 64 000 Unternehmen Kurzarbeit angezeigt. Wie viele Beschäftigte am Ende von Kurzarbeit betroffen sein werden, zeige sich erst, wenn die Betriebe dann tatsächlich Anträge auf Kurzarbeitergeld stellten, sagte der Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Ralf Holtzwart, am Dienstag in Nürnberg.
In den Arbeitsagenturen werde die Zahl der Anzeigen in den nächsten Tagen noch zunehmen. Er rechne aber nicht mit einer weiteren großen Steigerung, erläuterte Holtzwart.

15:21 Uhr

Chinesische Gewerkschaft schenkt Bayern 50.000 Schutzmasken
Eine chinesische Gewerkschaft hat Bayern 50 000 Schutzmasken gespendet. Die IG Metall teilte am Dienstag mit, die Masken seien sofort nach Ankunft in München verteilt worden und würden nun in Krankenhäusern, Arztpraxen und anderen Gesundheitseinrichtungen eingesetzt. Spender sei die Gewerkschaft SPFTU in der ostchinesischen Provinz Shandong, einer Partnerprovinz des Freistaats. IG-Metall-Bezirksleiter Johann Horn sagte: «Obwohl in China die Produktion wieder anläuft und dort auch in den Fabriken zunehmend Schutzmasken benötigt werden, denkt die SPFTU in dieser Situation auch an uns in Deutschland.» Das sei «gelebte Solidarität unserer chinesischen Partnergewerkschaft».

15:10 Uhr

Vier neue Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Coburg

In Stadt und Landkreis Coburg sind mittlerweile 78 Menschen infiziert. Im Vergleich zum Vortag sind das vier Fälle mehr. 54 Infizierte kommen aus dem Landkreis, die restlichen 24 aus der Stadt Coburg. Zwölf Personen gelten mittlerweile als geheilt. In Quarantäne befinden sich derzeit 117 Menschen.

14:48 Uhr

Bayern: 15.505 Coronavirus-Fälle und 191 Tote

In Bayern sind inzwischen 15.505 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Dienstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Demnach sind bislang 191 Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben.

13:16 Uhr

Mehr als 62.000 Corona-Nachweise in Deutschland - 565 Tote

In Deutschland sind bis Dienstagvormittag 62.608 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit 14.442 nachgewiesenen Fällen und 130 Toten und Bayern mit 14.437 Fällen und 133 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 120,3 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 75,3.

Mindestens 565 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. 

12:39 Uhr

HUK Coburg: Weniger Autounfälle wegen Corona-Pandemie

Die Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie wirken sich auf die Verkehrssicherheit in Deutschland aus - es gibt weniger Unfälle. 

Da das Verkehrsaufkommen zurückgeht, werde es in diesem Jahr auch «deutlich rückläufige Schäden» geben, sagte am Dienstag HUK-Coburg-Vorstandschef Klaus Heitmann. Für eine Quantifizierung sei es aber noch zu früh.

Das bedeutet aber keineswegs, dass die Corona-Krise für Versicherungen erfreulich wäre: Gleichzeitig ist nach Heitmanns Worten seit Mitte Februar auch das Neugeschäft der HUK Coburg in der Autoversicherung zurückgegangen, weil derzeit nur sehr wenige Autos gekauft werden. Die HUK Coburg hatte Ende vorigen Jahres 12,4 Millionen versicherte Fahrzeuge im Bestand und ist damit mit Abstand der Marktführer bei Kfz-Policen.

12:38 Uhr

Kabinett beschließt Ausgangsbeschränkung bis zum 19. April
Das bayerische Kabinett hat am Dienstag die Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen mindestens bis zum 19. April beschlossen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag in München mit. Damit darf bis zum Ende der Osterferien die Wohnung nur aus begründeten Anlässen wie Arztbesuchen, Arbeitswegen oder dringenden Einkäufen verlassen werden.
Am Montag hatte Söder bereits erklärt, dass diese Maßnahmen im Kabinett beschlossen werden sollen. Bisher waren die seit dem 21. März geltenden Ausgangsbeschränkungen bis zum kommenden Freitag (3. April) befristet.

12:37 Uhr

Fast 20.000 BMW-Mitarbeiter in Kurzarbeit
BMW hat für März knapp 20.000 Mitarbeiter für Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit angemeldet. Die meisten von ihnen seien in den Werken Dingolfing, München, Regensburg und Leipzig beschäftigt, teilte eine Sprecherin am Dienstag auf Nachfrage mit. Der Autobauer hatte die Produktion in seinen europäischen Fabriken bereits vor zwei Wochen gestoppt. Die Bänder sollten zunächst bis zum 19. April stehen. Wegen der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Autos deutlich zurückgegangen, viele Händler in Europa haben geschlossen, auch viele Zulieferer lassen die Arbeit ruhen.

11:51 Uhr

Söder: 60 Milliarden Euro für Bayern-Schirm endgültig beschlossen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat eine enge Verzahnung der Corona-Hilfsprogramme von Freistaat und Bund für die Wirtschaft zugesichert. Als zentralen bayerischen Baustein nannte er nach einer Kabinettssitzung am Dienstag den nun endgültig beschlossenen Bayern-Schirm in Höhe von 60 Milliarden Euro. 20 Milliarden Euro umfassten ein «Beteiligungspaket», 40 Milliarden Euro seien für ein Paket aus Bürgschaften und Krediten vorgesehen. Damit und mit Steuerstundungen und Soforthilfen glaube man, das richtige Instrumentarium entwickelt zu haben, um auf die Krise zu reagieren.
«Das Motto ist: überbrücken, überleben, und dann wieder voll durchstarten», sagte Söder. Das Kabinett hatte zuvor gemeinsam mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) über die Krise beraten.

 

11:50 Uhr

RKI: Coronavirus-Sterberate in Deutschland wird steigen
Das Berliner Robert Koch-Institut rechnet mit einer Erhöhung der Coronavirus-Sterberate in Deutschland. Im Moment liege die Rate bei 0,8 Prozent, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag. «Die Meldungen haben aber einen Zeitverzug. Die Menschen sterben erst nach einem gewissen Krankheitsverlauf», erläuterte er. «Wir haben jetzt ja auch leider Fälle in Pflege- und Altenheimen. Wir müssen leider davon ausgehen, dass die Sterberate damit ansteigen wird.»


Die aus den erfassten Fällen errechnete Sterberate liegt in Deutschland bisher deutlich niedriger als in der Europäischen Union insgesamt mit etwa 7,6 Prozent. Den Grund für die momentan noch moderate Quote sieht Wieler in frühen und vielen Tests. Deshalb seien in Deutschland auch viele leichte Fälle registriert, die nicht zum Tod führten. Bislang liege das Durchschnittsalter der Infizierten bei 47 Jahren, pro Woche würden rund 350.000 Menschen in Deutschland getestet. Mehr sei im Moment mit herkömmlichen Tests nicht möglich, sagte Wieler.

11:47 Uhr

Söder fordert «nationale Notfallproduktion» von Schutzmasken

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat eine «nationale Notfallproduktion» von Schutzmasken gefordert. 

«Was wir dringend brauchen sind mehr Masken und zwar die hochwertigen Masken für unser gesamtes Personal in den Krankenhäusern und Arztpraxen», sagte der CSU-Chef im «ARD Morgenmagazin».

«Wichtig ist, dass wir eine nationale Notfallproduktion endlich bekommen.» Die deutsche Wirtschaft müsse jetzt darauf umstellen. Es brauche einen ausreichenden Vorrat in Krankenhäusern, Arztpraxen und Altersheimen, forderte er.

10:47 Uhr

Mundschutz in bayerischen Supermärkten «derzeit nicht nötig»

Der bayerische Einzelhandel hält eine Mundschutzpflicht in Supermärkten wie in Österreich für «derzeit nicht nötig». Die allermeisten Kunden hielten sich beim Einkauf «vorbildlich» an die Abstandsregelungen, sagte der Sprecher des Handelsverbands Bayern am Dienstag in München. Zudem seien in vielen Supermärkten weitere Maßnahmen umgesetzt worden. Man bemühe sich um größtmöglichen Schutz für Kunden und Mitarbeiter.

10:19 Uhr

Jena plant Mundschutz-Pflicht
Die Stadt Jena plant in der Coranavirus-Pandemie eine Maskenpflicht. «In einer Woche soll das Tragen eines Mund-und-Nasen-Schutzes in Jenaer Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr verpflichtend werden», teilte die Stadt mit. Die Maßnahme sei vom Fachdienst Gesundheit angemahnt worden. Ziel sei es, die Sicherheit des Personals im öffentlichen Leben zu erhöhen. Neben Masken seien auch Tücher oder Schals als Schutz möglich, wenn sie Nase und Mund bedeckten.
Die Stadt hat nach eigenen Angaben eine Grundausstattung an Masken. Damit wolle man Pflegekräfte, Ärzte, Fahrer im öffentlichen Nahverkehr und andere Menschen in systemrelevanter Infrastruktur versorgen. An die Bevölkerung erging die Bitte: «Nähen Sie sich selbst und anderen Menschen den wichtigen Mund-Nasen-Schutz, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.»

10:15 Uhr

Grundrechtsschutz findet Corona-Einschränkungen angemessen

Susanne Breit-Keßler vom Dreierrat Grundrechtsschutz in Bayern stuft die Einschränkungen im Freistaat wegen der Corona-Pandemie in der aktuellen Situation als angemessen ein. «Wir hatten jetzt eine klare Frist, sie musste verlängert werden, weil wir das Ziel noch nicht erreicht hatten. Aber irgendwann muss man auch fragen: Überwiegt der Nutzen den möglichen Schaden? Welche sozialpsychologischen Folgen für die Bevölkerung gibt es? Was macht unsere Wirtschaft? Es kann ja nicht sein, dass hinterher alles in Stücken am Boden liegt», sagte die frühere Münchner Regionalbischöfin am Dienstag im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

 

Breit-Keßler sowie die ehemaligen Oberlandesgerichtspräsidenten Christoph Strötz und Clemens Lückemann bilden den Dreierrat Grundrechtsschutz. Aufgabe des Gremiums ist laut Staatsregierung, diese «zu unterstützen, den bestmöglichen Ausgleich zwischen effektivem Infektionsschutz und geringstmöglichen Freiheitsbeschränkungen zu finden». 

 

«Im Augenblick haben wir keine Bedenken. Wir haben uns das sorgfältig angeschaut. Es ist wichtig bei den Entscheidungen, die momentan getroffen werden: Sind sie erforderlich und angemessen und kann man der Bevölkerung die Gründe erläutern? Denn das Volk ist ja der Souverän in diesem Land. Wir fanden, dass die Einschränkungen, die wir momentan erleben, sehr wohl erforderlich und angemessen sind. Wir fanden auch die Gründe einleuchtend», sagte die 66-Jährige.

09:37 Uhr

Verband: 100 Millionen Euro Soforthilfe für Zoos dringend nötig
Der Verband der Zoologischen Gärten hat wegen der Corona-Krise ein Soforthilfe-Programm in Höhe von 100 Millionen Euro für mehr als 50 Zoos in Deutschland gefordert. In einem Brief wandte sich Verbandschef Jörg Junhold, selbst Zoodirektor in Leipzig, am Dienstag auch an Kanzlerin Angela Merkel und wies auf die Notwendigkeit sofortiger Unterstützung hin. «Anders als andere Einrichtungen können wir unseren Betrieb nicht einfach runterfahren - unsere Tiere müssen ja weiterhin gefüttert und gepflegt werden.»


Nach Junholds Worten arbeiten Zoos derzeit ohne Einnahmen, aber mit gleichbleibend hohen Ausgaben weiter. Ein großer Zoo müsse in der aktuellen Krise einen wöchentlichen Umsatzverlust von etwa einer halben Million Euro verkraften. Insgesamt werden 56 deutsche Zoos vom Verband mit Sitz in Berlin vertreten. In den Einrichtungen werden mehr als 180.000 Wirbeltiere gepflegt und gezüchtet. Viele von ihnen sind bedrohte Arten.

09:36 Uhr

Ifo: Corona-Krise trifft Bayern besonders hart

Die bayerische Wirtschaft wird von den Auswirkungen der Corona-Krise besonders hart getroffen. In einer Berechnung geht das Münchner Ifo-Institut davon aus, dass die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum im Freistaat höher als im deutschen Durchschnitt sind. Sollten die Schließungen von Firmen drei Monate lang anhalten, erwarten die Wirtschaftsforscher Kosten zwischen 68 und 138 Milliarden Euro. Bei zwei Monaten wären es 49 bis 94 Milliarden.
Anstelle eines leichten Wachstums wird die bayerische Wirtschaft den Berechnungen zufolge 2020 deutlich schrumpfen. Der Unterschied zwischen alter und neuer Prognose liegt bei einer dreimonatigen Schließung zwischen 10,8 und 22,1 Prozentpunkten. «Somit ist Bayern etwas stärker bedroht als Deutschland», sagt Ifo-Präsident Clemens Fuest. 

09:23 Uhr

Corona-Krise verunsichert getrennte lebende Eltern
Die Corona-Pandemie verschärft bei getrennt lebenden Eltern zum Teil den Streit um den Umgang mit den gemeinsamen Kindern. Mehr als 100 Anfragen verunsicherter Mütter und Väter seien allein in der vergangenen Woche eingegangen, sagte ein Sprecher des Interessenverbands Unterhalt und Familienrecht in Nürnberg. In manchen Familien sei die Corona-Krise aber auch eine Chance. Wegen der geschlossenen Kitas und Schulen teilten sich getrennt lebende Eltern die Betreuung ihrer Söhne und Töchter oft viel selbstverständlicher. 

Die Eltern melden sich aus verschiedenen Gründen bei dem Verband. Manche Ex-Partner nutzten die Ausnahmesituation, um den Umgang mit den Kindern komplett zu verweigern, andere änderten eigenmächtig die Vereinbarungen, erläuterte der Sprecher. Auf den Kontakt zu einem Elternteil müssen Kinder dem Verband zufolge zurzeit jedoch nur verzichten, wenn es dafür gesundheitliche Gründe gibt.

09:21 Uhr

Arbeitsagentur legt März-Zahlen vor: Kaum Corona-Einfluss

Die Corona-Krise wird den Arbeitsmarkt auch in Bayern massiv verändern. In den März-Zahlen spiegelt sich der Einfluss der Krise noch kaum. Die Arbeitsagentur legt heute letztmals eine Arbeitsmarktstatistik vor, die weitgehend frei vom Einfluss der Corona-Krise sein wird. Die März-Zahlen wurden am 12. März erhoben - noch vor den Ausgangsbeschränkungen mit massivem Einfluss auf die Wirtschaft und damit auch auf den Arbeitsmarkt.

Wie die Zukunft auf dem bayerischen Arbeitsmarkt aussehen wird, lasse sich nicht prognostizieren, hieß es im Vorfeld aus dem Arbeitsministerium in München. Sicher sei aber, dass sich die Kurzarbeit massiv erhöhen werde. Auch von steigenden Arbeitslosenzahlen sei auszugehen.

Im Februar waren im Freistaat insgesamt 243.786 Menschen ohne Arbeit gewesen. Das hatte einer Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent entsprochen.

22:28 Uhr

Auch dritter Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ
Auch beim dritten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. Das teilte ein Regierungssprecher am Montag in Berlin mit. Er ergänzte: «Die Bundeskanzlerin wird auch in den nächsten Tagen die Dienstgeschäfte aus ihrer häuslichen Quarantäne wahrnehmen.»

20:52 Uhr

74 Corona-Fälle im Landkreis Kulmbach
Ein Patient ist gestorben, zehn Personen werden stationär behandelt, zwei davon außerhalb Kulmbachs. 2012 Personen aus dem Landkreis konnten aus der häuslichen Quarantäne entlassen werden, darunter auch 18 der positiv getesteten Personen. 

20:21 Uhr

Kulmbacher Mediziner unterbricht Ruhestand

Als Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml vor gut zwei Wochen Mediziner und Pflegekräfte angeschrieben hat, die schon im Ruhestand sind, war einer der Empfänger auch der langjährige Leiter des Kulmbacher Gesundheitsamts, Dr. Dieter Weiss. "Am 1. April fange ich wieder an", erklärt der Mediziner, der eigentlich im September 2017 seinen letzten Arbeitstag in der Behörde hatte. Lang überlegen musste er nicht, ob er bereit ist, in der Krise einzuspringen: "Das ist für mich eine moralische Pflicht, so lange ich gesund und fit bin. Wenn Not am Mann ist, bin ich da, keine Frage."

Vorerst einen Tag in der Woche wird Dr. Weiss nun am Gesundheitsamt voraussichtlich in der telefonischen Beratung der Menschen mitarbeiten, die wegen einer Corona-Infektion oder als Kontaktpersonen in Quarantäne sind. Vorerst umfasse sein Vertrag einen Tag pro Woche. "Aber wenn mehr benötigt wird, dann arbeite ich auch mehr. Da, wo ich gebraucht werde, bin ich auch da."

19:44 Uhr

Drei weitere Corona-Tote in Würzburger Seniorenheim
Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus sind erneut drei mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Es handele sich um zwei Frauen im Alter von 105 und 94 Jahren sowie einen 88 Jahre alten Mann, teilte das Landratsamt Würzburg am Montagabend mit. Alle drei hätten unter schweren Vorerkrankungen gelitten. Erst am Sonntagabend hatte das Heim den Tod eines 80-Jährigen gemeldet. Insgesamt sind im Raum Würzburg 17 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben, ein Großteil davon in der Senioreneinrichtung. Die übrigen positiv auf das Virus getesteten Menschen des Heimes wurden am Wochenende auf Stationen innerhalb der Einrichtung isoliert.

19:06 Uhr

WHO: Corona-Ansteckung jetzt eher Zuhause als auf der Straße
Weil in vielen Ländern strikte Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus eingeführt worden sind, lauert die Gefahr einer Ansteckung jetzt in der Familie. «In den meisten Teilen der Welt finden wegen der Ausgangsbeschränkungen die meisten Ansteckungen jetzt im Wohnumfeld statt, in der Familie», sagte der Nothilfekoordinator der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Michael Ryan, am Montag in Genf. «In gewissem Sinne ist die Übertragung von der Straße in die Familien geschoben worden.» Deshalb müssten alle Zuhause ihre Gesundheit strikt überwachen.


Verdachtsfälle müssten schnell erkannt und von den anderen Familienmitgliedern getrennt werden. Bestätigte Fälle müssten isoliert werden und Familienmitglieder, die sich angesteckt haben könnten, unter Quarantäne bleiben. Nur, wenn dies gewährleistet sei, könne man über eine Lockerung der strikten Ausgangsbeschränkungen nachdenken, sagte Ryan. Jedes Land müsse für sich einen praktikablen Weg für solche Maßnahmen finden.

18:11 Uhr

Zahl der Corona-Ansteckungen in Italien stabilisiert sich
Der Anstieg der Zahl der aktuell positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen in Italien ist so niedrig wie seit Beginn der landesweiten Ausgangssperren nicht. Die Zahl der aktuell Erkrankten nahm bis Montag um 1648 auf 75.528 zu - so wenig wie seit dem 10. März nicht. In die Zahl sind Tote und Geheilte nicht eingerechnet. Die Zahl der Gesamtinfektionen stieg auf 101.739, wie der Zivilschutz mitteilte. Auch hier war der prozentuale Anstieg geringer. Die Zahl der Verstorbenen ist allerdings nach wie vor so hoch wie in keinem anderen Land der Welt. Bis Montag kamen 812 Tote hinzu, insgesamt sind es nun 11.591.

17:45 Uhr

Erstes Todesopfer in Lichtenfels

"Die traurige Wirklichkeit ist, dass wir seit heute den ersten Todesfall im Landkreis haben," informierte der Lichtenfelser Landrat Christian Meißner bei der Besprechung der Führungsgruppe Katastrophenschutz am Montagvormittag. Mittlerweile gebe es im Raum Lichtenfels 79 Infizierte. Es gebe keinen Anlass, die Ausgangsbeschränkungen aufzuheben oder gar die Verbreitung des Virus auf die leichte Schulter zu nehmen, erklärte Meißner mar

17:33 Uhr

Stadt und Landkreis Hof: Zehn Personen in stationärer Behandlung

Die Zahl der Infizierten in Hof und Umgebung ist inzwischen auf 153 Personen gestiegen (Stand: Montag, 17.30 Uhr). Das teilt das Hofer Landratsamt am Sonntagnachmittag mit. Das sind neun Fälle mehr als am Vortag. Zehn Personen befinden sich derzeit in stationärer Behandlung. Über ihren Zustand ist derzeit nichts weiter bekannt. Darüber hinaus befinden sich aktuell 860 Personen in häuslicher Isolation, weil sie engen Kontakt zu Infizierten hatten. 14 Personen sind bereits wieder gesund und aus der häuslichen Quarantäne entlassen. 

17:03 Uhr

197 Corona-Fälle im Landkreis Wunsiedel
Das sind neun mehr als am Vortag. Gleich geblieben ist die Zahl der Todesopfer. Hier beläuft sich die Zahl weiterhin auf fünf. 

15:48 Uhr

Sieben weitere Todesfälle im Landkreis Tirschenreuth

Der Landkreis Tirschenreuth meldet sieben weitere Corona-Todesfälle. Die Verstorben seien alle über 75 Jahre alt gewesen und hatten Vorerkrankungen. Damit sind bereits 23 Menschen aus dem Landkreis an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben (Stand: Montag, 17 Uhr). Mittlerweile sind im Landkreis Tirschenreuth 454 Fälle von Corona-Infektionen bestätigt. Der Schwerpunkt ist unverändert in der Stadt Mitterteich mit 131 Fällen.  

15:47 Uhr

Kommunen wollen Taubenfütterungsverbote nicht aufheben
Das Taubenfütterungsverbot soll trotz einer Forderung der Tierrechtsorganisation Peta in mehreren bayerischen Städten nicht aufgehoben werden. Den Vögeln drohe offenbar nicht der Hungertod, auch wenn es auf den Straßen wegen der Ausgangsverbote zur Eindämmung des Coronavirus fast keine Essensreste mehr gebe, teilten die Städte Nürnberg und Fürth am Montag auf Anfrage mit. Man habe zuletzt nicht mehr tote Tauben gefunden als sonst, deshalb werde das Verbot nicht gelockert.


Die Stadt München verwies auf 17 Taubenhäuser im Stadtgebiet. Dort würden die Vögel bereits artgerecht gefüttert. Das grundsätzliche Fütterungsverbot solle deshalb auch in der Landeshauptstadt weiterhin gelten.
Peta hatte sich zuvor an 78 deutsche Städte gewandt und vor dem massenhaften Verhungern von Tauben in der Corona-Krise gewarnt. Städte sollten nach den Vorstellungen der Tierschützer nicht nur die Fütterungsverbote aufheben, sondern die Vögel auch gezielt mit Nahrung versorgen. 

15:42 Uhr

Arztpraxen schließen wegen fehlender Schutzmasken 

Ärzte in Bayern geraten wegen fehlender Schutzmasken zunehmend unter Druck. Bis Ende vergangener Woche hätten bereits rund 60 Praxen den Betrieb eingestellt, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) am Montag auf Anfrage mit. "Waren es vor zwei Wochen noch Einzelfälle, dass Praxen schließen, melden sich nun verstärkt Ärzte, die ankündigen, ihre Praxen zu schließen", sagte ein Sprecher. Es sei keinem Arzt zuzumuten, ohne ausreichende Schutzausrüstung Patienten zu behandeln. Nach wie vor gebe es einen eklatanten Mangel bei der Ausstattung vieler der rund 18.000 Praxen im Freistaat.
Die KVB begrüßte die Ankündigung der Staatsregierung, die Beschaffung und Verteilung der Schutzmaterialien an Kliniken, Praxen und andere Einrichtungen nun zentral organisieren zu wollen. «Wenn in Bayern nun angeblich eine Million Schutzmasken eingetroffen sind, dann erwarten die Praxen zurecht, dass sie umgehend auch einen beträchtlichen Anteil daran erhalten.» Auch Psychotherapeuten müssten Masken erhalten. 
 

15:00 Uhr

Nur ein neuer Corona-Fall in Stadt und Landkreis Coburg

In Stadt und Landkreis Coburg sind mittlerweile 74 Menschen infiziert (Stand: Montag, 29. März, 14.30 Uhr). Im Vergleich zum Vortag ist das ein Fall mehr. 51 Infizierte kommen aus dem Landkreis, die restlichen 23 aus der Stadt Coburg. Elf Personen gelten mittlerweile als geheilt. In Quarantäne befinden sich derzeit 168 Menschen.

14:34 Uhr

Zahl der Corona-Toten geht in Spanien erstmals nach langem zurück

 

m schwer von der Corona-Pandemie betroffenen Spanien ist erstmals nach langer Zeit die Zahl der neuen Todesfälle zurückgegangen. Man habe in den vergangenen 24 Stunden 812 neue Todesopfer unter den Infizierten registriert, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Montag mit. Das sind 26 weniger als am Sonntag. Spanien hatte damit allerdings bereits am dritten Tag in Folge mehr als 800 Tote zu beklagen. Die Gesamtzahl der Todesopfer kletterte auf über 7300.

Mit inzwischen insgesamt mehr als 85.000 nachgewiesenen Infektionen verdrängte Spanien außerdem China vom dritten Platz hinter den USA und Italien. Es gab am Montag gut 6000 Neuinfektionen. Unter denjenigen, die sich mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt haben, sind den Angaben zufolge schon weit über 12.000 Ärzte, Sanitäter und Pfleger - fast 15 Prozent aller Fälle.
 

14:27 Uhr

Mann wegen Verstoß gegen Corona-Beschränkungen im Knast

Drei Mal soll ein Mann in Landshut gegen die Ausgangsbeschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstoßen haben - nun sitzt er im Knast. Wie die Polizei am Montag berichtete, hatte sich der 27-Jährige am Samstag draußen mit einem Freund zum Alkoholtrinken und Rauchen getroffen. Bereits in den Tagen hatte er laut Mitteilung zwei Anzeigen wegen Verstößen gegen die Beschränkungen erhalten und mehrere Hundert Euro Strafe gezahlt. Trotzdem habe sich der Mann uneinsichtig gezeigt. "Da haben wir ihn für eine Woche aus dem Verkehr gezogen", sagte ein Polizeisprecher. Noch bis zum Wochenende soll der 27-Jährige in der JVA Landshut in Gewahrsam bleiben.

14:18 Uhr

Luft wegen Corona-Sperren auch in deutschen Städten sauberer

Die Luftverschmutzung in deutschen Städten hat im Zuge der Corona-Ausgangsbeschränkungen bereits deutlich abgenommen. Dies zeigt ein Vergleich von Satellitenbildern aus den vergangenen Tagen mit jenen ein Jahr zuvor, die die Europäische Allianz für öffentliche Gesundheit EPHA am Montag veröffentlichte. Das ist ein Bündnis nichtstaatlicher Organisationen für Gesundheits- und Umweltschutz.

Die Bilder des Satelliten "Sentinel-5" aus der Zeit vom 5. bis 25. März 2019 und derselben Zeit 2020 zeigen drastische Unterschiede für Großstädte wie Düsseldorf, Essen, Köln oder Frankfurt. Die europäische Agentur ESA hatte bereits vorige Woche Bilder für Europa veröffentlicht. Jetzt hat die EPHA Vergleichsdaten einzelner Städte aufgeführt.

"Das jahrelange Einatmen von dreckiger Luft dürfte die Gesundheit jener geschwächt haben, die jetzt im Kampf auf Leben und Tod gegen Covid-19 stecken", sagte EPHA-Generalsekretär Sascha Marschang. Nach der Corona-Krise müsse entschlossen gegen Luftverschmutzung vorgegangen werden.

14:05 Uhr

Söder: Keine Schutzmaskenpflicht in Supermärkten geplant

Nach Worten des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) ist derzeit keine Schutzmaskenpflicht in Supermärkten wie künftig in Österreich geplant. Er schließe nicht aus, dass das auch in Deutschland eine denkbare Möglichkeit sein könnte, sagte Söder am Montag in München. Er betonte aber: "Derzeit ist das nicht geplant, das zu tun." Es seien derzeit keine weiteren Verschärfungen der geltenden Auflagen und Verschärfungen geplant.

Die österreichische Regierung verschärfte die Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie kündigte unter anderem eine Mundschutz-Pflicht für Einkäufe an.

Söder sagte, er sehe weniger in Supermärkten denn bei den Arbeitsplätzen der Menschen einen Bedarf, mehr Masken einzusetzen, insbesondere dann, wenn die Sicherheitsabstände zwischen den Mitarbeitern nicht klar gewährleistet werden könnten. Im Gegensatz zum Supermarkt könnten die Menschen auf der Arbeit weniger einfach selbst organisieren, wie sie den Abstand zu anderen Menschen einhalten. Auch hier könne schon der Einsatz von leichten Schutzmasken helfen, Ansteckungen zu verringern.

13:32 Uhr

Söder: Länder müssen sich bei Corona-Patienten gegenseitig helfen

Bei der medizinischen Behandlung der Corona-Patienten müssen sich die Bundesländer nach Ansicht von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) besser untereinander abstimmen. Da einige Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg deutlich stärker betroffen seien als andere, werde man in Deutschland überlegen müssen, wie eine Verteilung funktionieren könne, sagte Söder am Montag in München. Hier gebe es derzeit noch viel Optimierungs- und Verbesserungsbedarf. In Bayern gebe es schon einige Kommunen wie Rosenheim in Oberbayern, in denen die Klinikkapazitäten ausgelastet seien.
 

13:31 Uhr

Herrmann: Allermeiste Menschen halten sich an Beschränkungen

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat das Verhalten des weit überwiegenden Teils der Bevölkerung in der Corona-Krise gelobt. Die allermeisten Mitbürger beachteten die Ausgangsbeschränkungen und Verbote und verhielten sich sehr vernünftig und verantwortungsbewusst, sagte Herrmann am Montag in München. Den anderen, die sich verantwortungslos und rücksichtlos verhielten, denen werde die Polizei aber Einhalt gebieten.

Am Wochenende führte die Polizei in Bayern nach Angaben Herrmanns rund 50.000 Kontrollen durch, 30.000 am Samstag und 20.000 am Sonntag. Dabei seien am Samstag mehr als 7000 Verstöße festgestellt worden und am Sonntag noch einmal mehr als 1800. Am Samstag seien 2200 "Ahndungen" eingeleitet worden, am Sonntag noch einmal 1000. Herrmann sagte zu diesen Zahlen: "Wir sind ein Volk mit 13 Millionen Einwohnern, da summiert sich das eben zu einer Reihe von Verstößen."
 

13:30 Uhr

Aiwanger: Auf absehbare Zeit keine Versorgungsengpässe

In Bayern drohen nach Einschätzung der Staatsregierung weiter keine Versorgungsengpässe beim Lebensnotwendigen. Das sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Montag in München. "Es wird keine Engpässe geben auf absehbare Zeit." Das bezieht sich nach Aiwangers Worten auch auf Strom, Wasser und Energie.
 

13:29 Uhr

Söder: Volkszählung soll verschoben werden

Die Staatsregierung will, dass die europaweite Volkszählung im kommenden Jahr wegen der Corona-Krise um ein Jahr verschoben wird. Kein Mensch müsse eine Volkszählung machen, wenn man stattdessen zählen müsste, wie viele Menschen von Infektionen betroffen seien, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München.

Söder könne sich gut vorstellen, dass durch die Corona-Pandemie die Statistik-Kapazitäten des Landesamts für Statistik schon gut genutzt werden. Daher hätten sich die Minister mit dem Bund besprochen.
Vorgesehen ist eine EU-weite Zensunsrunde, die seit 2011 alle zehn Jahre stattfindet. In Deutschland ist der Zensus 2021 eine registergestützte Bevölkerungszählung, die durch Stichproben ergänzt wird.
 

13:23 Uhr

Bad Staffelstein: Automobilzulieferer Moll beantragt Insolvenz

Der oberfränkische Automobilzulieferer Moll hat wegen der Corona-Krise Insolvenz beantragt. Der "plötzliche, massive und dauerhafte Absatzrückgang" lasse dem Unternehmen aus Bad Staffelstein (Landkreis Lichtenfels) keine andere Wahl.

"Das ist ein bitterer Tag, vor allem für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", teilte Geschäftsführerin Gertrud Moll-Möhrstedt am Montag mit. Die Coronakrise habe weitreichende Folgen für die gesamte Automobilwirtschaft, hieß es weiter. Es könne Monate oder vielleicht sogar Jahre dauern, bis sich der Absatz wieder erhole. Um einen so langen Zeitraum überbrücken zu können, würde der Firma das Geld fehlen. Priorität habe nun die soziale Absicherung der Mitarbeiter, erklärte die Geschäftsführerin. "Wir erwarten jedoch, dass im Insolvenzverfahren die Produktion wieder aufgenommen werden kann."

Das Unternehmen produziert nach eigenen Angaben seit 1945 Batterien, vor allem für die Automobilindustrie. Am Standort in Bad Staffelstein seien fast 300 Mitarbeiter beschäftigt.

13:22 Uhr

Staatsregierung erhöht Corona-Soforthilfen für den Mittelstand

In der Corona-Krise will die Staatsregierung angesichts der drohenden Welle von Firmenpleiten die Finanzhilfen für bedrängte Mittelständler erhöhen. "Ab morgen werden ale Sätze nochmal angehoben", sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Montag. Als Höchstzuschuss können Firmen mit zwischen 50 und 250 Mitarbeitern 50.000 Euro Soforthilfe beantragen, bisher waren es 30.000. Am unteren Ende der Skala können Ein-Mann- und Ein-Frau-Betriebe 9000 Euro Zuschuss bekommen statt bisher 5000. Endgültig beschließen will die Staatsregierung das bei der Kabinettssitzung am Dienstag.

 

13:05 Uhr

Aiwanger: Ab Mai in Bayern Corona-Schnelltests in Minuten möglich
In Bayern soll es ab Mai neue Schnelltests für das Coronavirus geben. Das teilte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Montag in München mit. Er habe von bayerischen Firmen entsprechende Rückmeldungen erhalten, dass bis Anfang Mai Schnelltest in "großer Zahl" möglich würden. "Dann können wir in wenigen Minuten sagen, ob jemand positiv oder negativ ist", sagte er. Bisher dauern die Tests mehrere Stunden.
 

12:55 Uhr

Söder: Keine Exit-Debatte zur Unzeit

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat erneut vor einer voreilige Debatte über eine Exit-Strategie aus den derzeitigen Beschränkungen wegen der Corona-Krise gewarnt. Es gebe keinen Anlass zu Entwarnung, es sei deshalb nicht die Zeit für einen vorschnellen Exit oder eine entsprechende Debatte, sagte Söder am Montag in München. "Eine Exit-Debatte, so verständlich sie sein mag, ist jetzt zur Unzeit." Wie bei anderen Krankheiten gelte: Wer zu früh aufstehe, der riskiere einen Rückfall. Man habe aber zusammen mit dem Bund "alle Entwicklungen im Blick und alle Zeitachsen im Kopf".
 

12:54 Uhr

Bayern baut Klinik-Kapazitäten für Corona-Patienten weiter aus

Zur Versorgung der Corona-Patienten in Bayern will der Freistaat seine Klinik-Kapazitäten mit Hilfskrankenhäusern deutlich erhöhen. Der Plan sehe den Neuaufbau oder die Reaktivierung von bis zu 26 Kliniken vor, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München. Infolge der steigenden Fallzahlen müsse auch in Bayern weiterhin mit einem deutlich höheren Bedarf an Pflegebetten in den Kliniken für Infizierte gerechnet werden. Auch die Verlegung von Ärzten werde derzeit vorbereitet.
Bereits in der vergangenen Woche hatte die Staatsregierung mitgeteilt, dass sie die Behandlungskapazitäten massiv erhöhen will. So soll unter anderem die Zahl der Intensivbetten an Unikliniken von 600 auf 1200 verdoppelt und Pfleger aus der Rente zurückholt werden.

In Bayerns Krankenhäusern gibt es knapp 4000 Intensivbetten, von denen laut Staatsregierung im Schnitt etwa 20 Prozent nicht belegt sind. Das würde rechnerisch 800 Intensivbetten entsprechen, die für Coronapatienten mit schwerem Krankheitsverlauf frei wären. Die Kliniken treffen aber schon seit Wochen Vorbereitungen, um die Kapazität der Intensivstationen für Coronapatienten zu erhöhen. Dazu werden auch neue Beatmungsgeräte angeschafft.
 

12:50 Uhr

Loriot-Sketch geht in Israel viral

Ein Loriot-Sketch in hebräischer Übersetzung macht in Israel in sozialen Medien die Runde. Grund: Er passt perfekt zu Schwierigkeiten der Corona-Heimquarantäne. In dem Sketch "Feierabend" geht es um einen Mann, der zuhause nur in Ruhe in seinem Sessel sitzen will und sich offensichtlich nach Stille sehnt. Doch seine Ehefrau redet immer wieder auf ihn ein, zum Schluss platzt dem Mann der Kragen. Der in Israel beliebte Schauspieler Dror Keren teilte den hebräischen Sketch bei Facebook und schrieb: "Wann hätten wir dafür Zeit an normalen Tagen?" Keren hat gemeinsam mit der Schauspielerin Miki Kam über Telefon die Synchronstimmen aufgenommen.

12:50 Uhr

Erneut mehr als 800 Tote in Spanien

In Spanien sind binnen 24 Stunden 812 neue Todesopfer gezählt worden. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Damit waren bereits am dritten Tag in Folge mehr als 800 Tote zu beklagen. Die Zahl erfasster Nachweise liegt bei mehr als 85.000 - gut 6000 mehr als am Vortag. Damit verzeichnet Spanien jetzt mehr Infektionen als China, wo das Virus erstmals beim Menschen festgestellt worden ist. Noch mehr Infizierte gibt es nur in den USA und Italien.

12:50 Uhr

175.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt

Von den etwa 200.000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandeten Deutschen sind 175.000 wieder zu Hause. "Diejenigen, die noch im Ausland sind, bitten wir weiter um Geduld", schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas auf Twitter. Er hatte vor zwei Wochen eine Rückholaktion gestartet, um zusammen mit Reiseveranstaltern und der Lufthansa deutsche Reisende aus den Ländern zurückzuholen, aus denen es keine regulären Flüge mehr gibt. Probleme bereitet derzeit vor allem Neuseeland, wo noch mehr als 10.000 Deutsche festsitzen. Nach einem ersten Rückholflug am Samstag untersagte die neuseeländische Regierung weitere geplante Flüge bis einschließlich Dienstag.

12:48 Uhr

Söder: 14.437 Coronavirus-Fälle und 133 Tote in Bayern

In Bayern sind inzwischen 14.437 Menschen positiv auf das neue Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München mit. Den Angaben zufolge sind bislang 133 Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben. Söder betonte, dass die Ausgangsbeschränkungen aber erste Wirkungen zeigten, "die Kurve flacht ab". Derzeit verdopple sich die Zahl der Infizierten alle fünf Tage, vor den Maßnahmen habe sich die Zahl alle 2,8 Tage verdoppelt

12:47 Uhr

Bayern verlängert Ausgangsbeschränkungen bis Ende der Osterferien

Die seit dem 21. März wegen des Coronavirus geltenden Ausgangsbeschränkungen in Bayern werden bis zum Ende der Osterferien am 19. April verlängert. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder am Montag in München.

12:07 Uhr

Österreich erlässt Schutzmasken-Pflicht bei Einkäufen

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie müssen die Menschen in Österreich künftig eine Schutzmaske beim Einkaufen tragen. Das teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Montag in Wien mit.
 

12:06 Uhr

Bad Staffelstein: Gruppen treffen sich trotz Ausgangsbeschränkung zum Trinken

Die Bad Staffelsteiner Polizei meldet für das vergangene Wochenende mehrere Verstöße gegen die derzeit wegen des Corona-Virus in Bayern geltende Ausgangsbeschränkung. Wie die Beamten mitteilen, ertappten sie mehrere Bürger dabei, wie sich diese in Gruppen aufhielten und gemeinsam Alkohol konsumierten. Auch den vorgeschriebenen Abstand zueinander hielten die Personen jeweils nicht ein. Die Bad Staffelsteiner Polizei erstattet Anzeigen gegen acht Personen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Alle erwartet nun ein empfindliches Bußgeld.

10:08 Uhr

Ölpreis auf tiefstem Stand seit 2002

Wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind die Ölpreise zum Wochenstart deutlich gefallen. Der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent sackte auf den tiefsten Stand seit November 2002 ab - die Ölpreise standen damals infolge der Terroranschläge am 11. September 2001 unter Druck. Der Brent-Preis fiel am Montagmorgen um bis zu knapp acht Prozent auf 23,03 Dollar und konnte sich zuletzt auf 23,50 Dollar erholen. Damit gab der Kurs für Brent-Öl seit dem 24. Februar, als die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus die Finanzmärkte voll erfasste, um knapp 60 Prozent nach. Neben der Corona-Krise belastet auch ein Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland den Ölpreis.

09:47 Uhr

Easyjet lässt komplette Flotte wegen Pandemie am Boden

Die britische Fluggesellschaft Easyjet lässt wegen der Corona-Pandemie seit Montag ihre gesamte Flotte am Boden. Bereits zuvor hatte die Airline ihren Flugverkehr infolge der Grenzschließungen und Reisebeschränkungen stark eingeschränkt. Easyjet führte nach eigenen Angaben bis Sonntag noch über 650 Rückführungsflüge durch und brachte mehr als 45.000 Kunden nach Hause. "Wir werden weiterhin mit Regierungsbehörden zusammenarbeiten, um zusätzliche Rückführungsflüge nach Bedarf durchzuführen", teilte das Unternehmen mit. Wann die kommerziellen Flüge wieder aufgenommen werden können, sei noch nicht absehbar.
 

08:56 Uhr

Zahl der Infizierten in Deutschland steigt auf 57.298

Das Coronavirus breitet sich weiter in Deutschland aus. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts stieg die Zahl der Infektionen um 4751 auf 57.298. 

07:44 Uhr

Corona-Virus in drei Pflegeheimen der Region

In Stadt und Landkreis Hof sind Bewohner oder Angestellte dreier Pflegeheime positiv auf Covid-19 getestet. Das teilte das Hofer Landratsamt am Sonntagabend auf Anfrage der Frankenpost mit. Betroffen sind nun neben dem Diakonischen Sozialzentrum Rehau auch das Seniorenwohnen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in Hof sowie der Seniorenwohnpark des Diakoniewerks Martinsberg in Bad Steben.

23:24 Uhr

Epidemiologe: Corona-Maßnahmen mehr auf Risikogruppen fokussieren
Der Epidemie-Experte Gerard Krause hat davor gewarnt, mit extremen Abwehrmaßnahmen der Gesellschaft insgesamt zu schaden. «Man muss aufpassen, dass man aus Ohnmacht vor dieser Situation nicht überschießende Handlungen vornimmt, die möglicherweise mehr Schaden anrichten können als die Infektion selbst», sagte der Abteilungsleiter Epidemiologie am Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung dem ZDF.
«Wir wissen, dass zum Beispiel Arbeitslosigkeit Krankheit und sogar erhöhte Sterblichkeit erzeugt. Sie kann Menschen auch in den Suizid treiben. Einschränkung der Bewegungsfreiheit hat vermutlich auch weitere negative Auswirkung auf die Gesundheit der Bevölkerung», erklärte Krause.
«Ich bin der Meinung, dass wir den Schwerpunkt unserer Aufmerksamkeit und auch unserer Ressourcen auf den Schutz des Risikogruppen richten sollten und dass wir versuchen sollten, möglichst schnell diese sehr generalisierten Ausgangsbeschränkungen und Geschäftsschließungen zu lockern, so früh es geht. Wir sollten uns darauf einstellen, das frühzeitig und zugleich vorsichtig zu tun», sagte er.
Dennoch könne es Erkrankungen und Todesfälle auch bei jungen Menschen geben. «Es könnte auch hier in Deutschland eine Phase geben, in der möglicherweise nicht jeder beatmet werden kann, der beatmet werden müsste. Ich glaube nicht, dass die Maßnahmen, wie auch immer sie verschärft werden, in der Lage sind, das komplett zu verhindern. Wir müssen als Gesellschaft verstehen, dass es Naturereignisse gibt, die man nicht komplett ungeschehen machen kann.»

 

20:55 Uhr

Corona: Tirschenreuth ist in Deutschland am stärksten betroffen

Im Landkreis Tirschenreuth ist die Zahl der Corona-Todesfälle auf 17 gestiegen. Das Landesamt für Gesundheit bezifferte am Sonntag die Zahl der Corona-Infizierten auf 398. Laut Robert-Koch-Institut ist Tirschenreuth mit 549 Covid-19-Fällen pro 100.000 Einwohner inzwischen vor Heinsberg (470) der am stärksten betroffene Landkreis in ganz Deutschland. T.S.

20:09 Uhr

Weiterer Toter in Würzburger Seniorenheim
Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus ist ein 13. Bewohner nach einer Infektion mit dem neuen Coronavirus gestorben. Das teilte das Landratsamt Würzburg am Sonntagabend mit. Der 80 Jahre alte und schwer vorerkrankte Mann sei am Wochenende verstorben. In der Region Würzburg sind damit 14 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben, 13 davon waren im Seniorenheim St. Nikolaus wohnhaft. Am Freitagabend starb ein 57-Jähriger in einem Würzburger Seniorenzentrum der AWO.

20:08 Uhr

Soforthilfen für die Landwirtschaft weiter ausgedehnt
Die Soforthilfen für die Landwirtschaft in der Corona-Krise werden weiter ausgedehnt. Auch in ihrer Existenz bedrohte Unternehmen der Landwirtschaft, des Gartenbaus und weitere Branchen der Urproduktion sollen nun finanzielle Unterstützung beantragen können, wie das Landwirtschaftsministerium am Sonntag in München mitteilte. «Wir konnten den Bund überzeugen, dass auch landwirtschaftliche oder Gartenbaubetriebe durch die andauernde Corona-Krise erheblich und schnell in existenzielle Liquiditätsengpässe kommen können», teilte Ministerin Michaela Kaniber (CSU) mit.
Erst am vergangenen Montag waren die Hilfen von der Bundesregierung auch auf nichtlandwirtschaftliche Unternehmenszweige wie Urlauberwohnungen ausgedehnt worden. Die Soforthilfen reichen nach Angaben des Ministeriums von 9000 Euro bei bis zu fünf Beschäftigten bis zu 15.000 Euro bei bis zu zehn Beschäftigten.

 

18:54 Uhr

Zahl der Fälle in Italien steigt langsamer

 

In Italien hat sich der Anstieg der Neuinfektionen mit dem Coronavirus deutlich verlangsamt. Aber auch am Sonntag gab es wieder Hunderte Todesfälle. Wie der Zivilschutz am Abend mitteilte, stieg die Zahl der Corona-Toten um 756 auf 10.779. Dies ist die höchste Zahl weltweit. 

Die Gesamtzahl der Infizierten in Italien seit Beginn der Pandemie stieg am Sonntag um 5217 auf jetzt 97 689. Der Tagesanstieg ist deutlich geringer als am Samstag (5974) und entspricht einer Zunahme um 5,6 Prozent. Vor einer Woche waren die Zuwachsraten noch zweistellig, am Samstag waren es noch 6,9 Prozent.
Die Zahl der Genesenen nahm um 646 auf 13.030 zu. Am schwersten betroffen von der Pandemie ist die Lombardei mit bisher insgesamt 41.007 Coronainfektionen und 6360 Toten. Zivilschutzchef Angelo Borrelli dankte am Sonntag erneut Deutschland für die Aufnahme italienischer Patienten.

Gesundheitsminister Roberto Speranza warnte davor, in den Anstrengungen im Kampf gegen die Pandemie nachzulassen. "Wir sind noch mitten drin in der Epidemie. Es wäre ein großer Fehler, jetzt unachtsamer zu werden. Das würde alles bisher Erreichte zunichte machen", sagte er am Sonntag laut Nachrichtenagentur Ansa. 
 

17:54 Uhr

Coronaviren in weiterem Seniorenheim in Würzburg - Bewohner gestorben

Eine weiteres Seniorenheim in Würzburg ist vom neuartigen Coronavirus betroffen. Ein positiv auf Sars-CoV-2 getesteter Bewohner der Awo-Einrichtung sei gestorben, teilte das Seniorenzentrum am Sonntag mit. Der 57-jährige Mann habe zahlreiche Vorerkrankungen gehabt. Ob die Virusinfektion zum Tod geführt habe, sei noch unklar. Sie sei erst nach dem Ableben des Mannes festgestellt worden.

In der Awo-Einrichtung wurden den Angaben zufolge unterdessen alle 95 Bewohner und 80 Mitarbeiter auf das Virus untersucht. Sieben Beschäftigte und neun Bewohner seien positiv getestet worden. Die Mitarbeiter kamen in Quarantäne, die Bewohner wurden isoliert. Wie das Virus trotz Besuchsverbots in die Einrichtung gelangte, ist wie auch beim Seniorenheim St. Nikolaus bisher unklar.

Dieses Heim war zuletzt besonders in den Schlagzeilen. Dort starben zwölf Bewohner, die mit dem neuen Coronavirus infiziert waren. Die übrigen positiv auf das Virus getesteten Menschen sollten am Wochenende auf Stationen innerhalb der Einrichtung isoliert werden. Am Montag wollen Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) und der Leiter des Würzburger Gesundheitsamtes, Johann Löw, über weitere Maßnahmen berichten.
 

17:41 Uhr

SPD-Abgeordneter für Lockerungen bei Bayerns Ausgangsbeschränkungen

Die aktuellen Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise müssen nach Ansicht des SPD-Landtagsabgeordneten Florian von Brunn dringend nachgebessert werden. Die Vorschriften müssten dem gesundheitlichen Schutz der Bevölkerung dienen, "aber auch verhältnismäßig sein. Hier habe ich bei einigen Regelungen große Zweifel", schrieb von Brunn am Sonntag beim Kurznachrichtendienst Twitter. Es könne nicht sein, dass über die Umsetzung Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und die Polizei "nach Gutdünken entscheiden".

Änderungsbedarf sieht von Brunn bei den Regelungen für den Aufenthalt im Freien: So müsse der Aufenthalt im öffentlichen Raum unter Beachtung der Pandemie-Regeln grundsätzlich auch möglich sein, wenn man keinen Sport mache oder Spazieren gehe. Das ist seiner Ansicht nach falsch. Viele Menschen gerade in der Stadt hätten weder Garten noch Balkon. "Was spricht dagegen, wenn sie sich alleine auf eine Bank in die Sonne setzen oder mit ihren Kindern ein Picknick machen?"

Zu prüfen sei auch, ob unter bestimmten Bedingungen auch Treffen mit einer zweiten, haushaltsfremden Person erlaubt werden könne: "Wir können doch nicht alleinstehende Menschen wochenlang zu totaler Einsamkeit verurteilen. Vor allem, wenn die Beschränkungen bis zum 20. April oder länger andauern", schrieb er. Er verwies darauf, dass dies in fast allen anderen Bundesländern weiter erlaubt sei.

Von Brunn betonte, er teile die Einschätzung, dass körperliche Distanz im Moment enorm wichtig sei. "Das ist für mich keine Frage. Die Corona-Pandemie bedroht uns alle. Aber trotzdem sind wir ein Rechts- und Sozialstaat."
 

17:37 Uhr

Vodafone-Chef: Corona "größter Auftrieb für Digitalisierung"

Der Deutschland-Chef des Telekommunikationsanbieters Vodafone, Hannes Ametsreiter, sieht in der Corona-Krise "den größten Auftrieb für die Digitalisierung in Deutschland aller Zeiten". "Es wird sich viel verändern, um nicht zu sagen alles", sagte er am Sonntag bei einem virtuellen Treffen des Münchner Start-Up-Festivals "Bits & Pretzels". Anrufe hätten sich in Deutschland verdoppelt. "Die Leute reden." Und der Internet-Datenverkehr sei um 40 Prozent gestiegen. Auch er selbst habe seit der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ganz neue Erfahrungen gemacht. Zu Hause habe er seinen Kindern jeden Mittag das Essen gekocht. "Das habe ich noch nie gemacht." Eine großartige Erfahrung sei das gewesen.

17:29 Uhr

Aktuell 144 Corona-Infizierte in Stadt und Landkreis Hof

Die Zahl der Infizierten in Hof und Umgebung ist inzwischen auf 144 Personen gestiegen (Stand: Sonntag, 17 Uhr). 

Das teilt das Hofer Landratsamt am Sonntagnachmittag mit. Das sind zwei Fälle mehr als am Vortag. Zehn Personen sind bereits wieder symptomfrei und aus der häuslichen Isolierung entlassen. 

„Wenn Sie am Freitag, 27.03.2020, (oder früher) an der Freiheitshalle getestet wurden und seitdem nicht vom Gesundheitsamt oder einem Arzt angerufen wurden, ist Ihr Testergebnis negativ. Falls Sie - trotz negativem Ergebnis - Kontakt mit Infizierten hatten oder zuletzt in einem Risikogebiet waren, bitten wir Sie dennoch zwei Wochen zu Hause zu bleiben", heißt es weiter vonseiten des Landratsamts.

16:30 Uhr

Corona: Drei weitere Todesopfer im Landkreis Wunsiedel

Im Landkreis Wunsiedel sind drei weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das teilt das Landratsamt am Sonntagnachmittag mit. Bei den drei neuen Todesopfern handele es sich um einen 76-jährigen Mann ohne bekannte Vorerkrankungen, um eine 87-jährige Frau ohne bekannte Vorerkrankungen sowie um einen 82-jährigen Mann mit Vorerkrankungen. Insgesamt sind damit bislang fünf Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Inzwischen ist die Zahl der bestätigten Infektionen im Landkreis auf 188 gestiegen. Am Vortag waren es noch 159.

16:16 Uhr

Schutzmasken dringend gesucht: Regierung will schnelleren Nachschub

Um den Mangel an Schutzmasken und -kitteln in der Corona-Krise einzudämmen, versucht die Bundesregierung den Ankauf zu beschleunigen. Dafür hat sie ein besonderes Verfahren gestartet, in dem Lieferverträge ohne weitere Verhandlungen über den Kaufpreis zustande kommen. Zuerst hatte die «Welt am Sonntag» darüber berichtet. Das sogenannte Open-House-Verfahren sieht vor, dass Anbieter mindestens 25.000 OP-Masken, Schutzkittel oder FFP2-Mundschutze anbieten können und der Bund diese zu einem von ihm selbst festgelegten Preis kauft - das ist einfacher und schneller als das sonst geltende Vergaberecht mit Ausschreibungen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Zeitung, der Bund beschaffe medizinische Schutzausrüstung aus aller Welt und beliefere damit alle Bundesländer und Kassenärztliche Vereinigungen. «Dafür bieten wir faire, feste Preise für alle, die uns aus dem In- und Ausland mit Schutzmasken und Schutzkitteln beliefern.»

Kliniken und andere Einrichtungen klagten zuletzt immer wieder über einen akuten Mangel an Schutzausrüstung, die für die Behandlung und Pflege von Corona-Patienten notwendig ist. Es reiche nicht, die Zahl der Intensivbetten zu erhöhen, wenn es an der Grundausrüstung fehle. Spahn hatte vergangenen Donnerstag auch eingeräumt, dass die Beschaffung von Schutzausrüstung nicht leicht sei. Einen Tag später, am Freitag, startete das Open-House-Verfahren für den schnelleren Ankauf, wie aus dem öffentlichen Angebot hervorgeht.
 

16:17 Uhr

Söder informiert am Montag über weiteren Anti-Corona-Kampf
Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montagmittag über das weitere Vorgehen informieren: Für 12.30 Uhr hat die Staatskanzlei zu einer Pressekonferenz eingeladen. Ein zentraler Punkt neben aktuellen Zahlen und Entwicklungen dürfte sein, ob und bis wann die umfangreichen Ausgangsbeschränkungen, die in Bayern zunächst bis einschließlich 3. April befristet wurden, verlängert werden. Dass sie verlängert werden, daran gibt es kaum Zweifel.
Kanzlerin Angela Merkel und Kanzleramtschef Helge Braun (beide CDU) hatten zuletzt bereits deutlich gemacht, dass schnelle Lockerungen der Kontaktbeschränkungen für Bürger noch nicht im Raum stehen. Braun sagte dem «Tagesspiegel»: «Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen.» Für die konkreten Regelungen sind allerdings die Länder zuständig. Aber auch Söder selbst hatte zuletzt vor einem zu frühen Ende der Auflagen und Beschränkungen gewarnt.

 

15:59 Uhr

Bayern behandelt zehn italienische Corona-Patienten
Die ersten beiden italienischen Corona-Patienten werden am Sonntag zur medizinischen Behandlung in Bayern erwartet. «Insgesamt nehmen wir in den nächsten Tagen zehn Patienten im Rahmen unserer Möglichkeiten auf», schrieb Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beim Kurznachrichtendienst Twitter. Die italienischen Patienten sollen auf verschiedene Kliniken im ganzen Land verteilt werden, einzig München ist davon ausgenommen. «Es ist wichtig, in der Not zu helfen», betonte Söder.
Wegen der schwierigen Lage in Norditalien und teils auch in Frankreich hat die Bundeswehr bereits seit Samstag Corona-Patienten zur Behandlung nach Deutschland geholt. Insgesamt sollen mehrere Dutzend ausländische Corona-Patienten in der Bundesrepublik behandelt werden.
Die Bundeswehr flog am Samstag etwa sechs Intensivpatienten aus der besonders schlimm betroffenen italienischen Stadt Bergamo nach Köln. Sie werden nach Angaben der NRW-Staatskanzlei nun im Katholischen Klinikum Bochum sowie in den Uni-Kliniken Köln und Bonn behandelt. Die schwer erkrankten Franzosen sollen im Bundeswehrkrankenhaus in Ulm versorgt werden, wie es aus dem Verteidigungsministerium hieß.

 

15:54 Uhr

Deutschland registriert rund 4000 neue Infektionen an einem Tag
Innerhalb eines Tages ist die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Deutschland um mindestens 4000 Fälle gestiegen. Das geht aus den Daten hervor, die das Robert Koch-Institut am Sonntagvormittag veröffentlichte (Stand Sonntag 0 Uhr). Demnach zählte es bislang insgesamt 52.547 Fälle - 63 pro 100.000 Einwohner. Das waren 3965 Fälle mehr als am Vortag. Insgesamt seien bislang 389 Infizierte gestorben. Die Zahlen lassen sich nicht einfach von Tag zu Tag vergleichen. So hat das RKI nach eigenen Angaben am Samstag von drei Bundesländern keine Zahlen übermittelt bekommen. In Spanien und Italien gibt es einen leichten Lichtblick, die Zahlen steigen etwas langsamer.
Weltweit sind nach Auskunft der Johns-Hopkins-Universität (USA) bis Sonntagmittag mehr als 31.700 mit dem Virus infizierte Menschen gestorben. Den Angaben zufolge haben sich rund 680.000 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. 145.000 infizierte Menschen seien inzwischen genesen. Experten gehen weltweit von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen.
Nach den Daten der Universität verzeichneten die USA die meisten registrierten Fälle aller Länder. Sonntagmittag waren es insgesamt 124.686 Infizierte. Es folgten Italien (92.472), China (82.120), Spanien (78.797), Deutschland (58.247), Iran (38.309) und Frankreich (38.105).
 

15:32 Uhr

SPD: In Corona bedingter Schließzeit keine Kita-Gebühren
Die SPD-Landtagsfraktion möchte in der Corona-Krise die Eltern von Kita-Kindern von den Gebühren befreien. Dazu solle die Landesregierung einen Fonds auflegen, um den Trägern der Einrichtungen - Kommunen, Kirchen, private Anbieter - die Einbußen zu erstatten. Für die Zeit der noch bevorstehenden Schließungen sollten keine Elternbeiträge mehr eingezogen werden, heißt es in einem Brief der familienpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion, Doris Rauscher, an Sozialministerin Carolina Trautner (CSU). Bereits geleistete Beiträge sollen zurückerstattet werden.
Für die Gebühren sind in Bayern die Kommunen und Träger der Kitas zuständig. Diese sollen über einen Sonderfonds unterstützt werden, so Rauschers Vorschlag. Die Höhe des Fonds sei noch nicht abschätzbar, da die Kosten von der Dauer der Kita-Schließungen abhängen, sagte eine Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. Zunächst waren weder das Sozialministerium noch der Bayerische Gemeindetag für eine Stellungnahme erreichbar.
 

15:22 Uhr

Stadt und Landkreis Coburg: Zahl der Corona-Infizierten steigt weiter

In Stadt und Landkreis Coburg sind mittlerweile 73 Menschen infiziert (Stand: Sonntag, 29. März, 14.30 Uhr). Im Vergleich zum Vortag sind das sieben Fälle mehr. 50 Infizierte kommen aus dem Landkreis, die restlichen 23 aus der Stadt Coburg. Sieben Personen gelten mittlerweile als geheilt. In Quarantäne befinden sich derzeit 173 Menschen.

15:02 Uhr

Coronavirus: Erstes Todesopfer im Landkreis Kulmbach

Nun hat die Corona-Epidemie auch im Landkreis Kulmbach ihr erstes Todesopfer gefordert. Wie der Landkreis Kulmbach am Sonntagnachmittag informierte, ist ein hochbetagter Mann, der zudem unter Vorerkrankungen gelitten habe, an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben. Das genaue Alter des Opfers nennt das Amt nicht. Elf Personen, eine mehr als noch am Freitag, müssen, Stand Sonntagnachmittag, stationär behandelt werden. Gleichzeitig ist auch die Zahl der positiv getesteten Fälle im Landkreis gestiegen. Sie beträgt jetzt 74, teilen die Behörden mit. Am vergangenen Freitag hatte das Landratsamt noch 69 Fälle bestätigt.

" Leider müssen wir nun auch den ersten Todesfall im Zuge der Corona-Pandemie für den Landkreis Kulmbach vermelden. Am frühen Sonntagmorgen verstarb ein hochbetagter Mann der positiv mit COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) getestet und mit erheblichen Vorerkrankungen belastet war" teilen Landratsamt und Gesundheitsamt mit.

 

Auch zu den nun neu bekanntgewordenen Infektionen werde weiterhin alles unternommen, um mögliche Kontaktpersonen zu ermitteln, sie in Quarantäne zu schicken und zu testen. Im Verdachtsfall möglichst viele Proben zu nehmen, um so die Ausbreitung der Infektion zumindest zu verlangsamen war von Anfang an die Strategie der zuständigen Behörden im Landkreis Kulmbach.

Elf der bestätigten Fälle werden momentan stationär betreut. Drei davon befinden sich außerhalb des Landkreises Kulmbach in einem Krankenhaus..

Positiv getestete Personen, die keiner stationären Behandlung bedürfen, befinden, wie es in der Mitteilung des Landkreises heißt, in häuslicher Isolation. Die Personen, die trotz eines positiven Testergebnisses zu Hause bleiben dürfen, sind nach Angaben des Gesundheitsamts größtenteils symptomfrei, nur wenige haben leichte Symptome. Diese Personen werden weiterhin regelmäßig aktiv von den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes telefonisch betreut.

15:02 Uhr

Vodafone-Chef: Corona «größter Auftrieb für Digitalisierung»
Der Deutschland-Chef des Telekommunikationsanbieters Vodafone, Hannes Ametsreiter, sieht in der Corona-Krise «den größten Auftrieb für die Digitalisierung in Deutschland aller Zeiten». «Es wird sich viel verändern, um nicht zu sagen alles», sagte er am Sonntag bei einem virtuellen Treffen des Münchner Start-Up-Festivals «Bits & Pretzels». Anrufe hätten sich in Deutschland verdoppelt. «Die Leute reden.» Und der Internet-Datenverkehr sei um 40 Prozent gestiegen.» Auch er selbst habe seit der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ganz neue Erfahrungen gemacht. Zu Hause habe er seinen Kindern jeden Mittag das Essen gekocht. «Das habe ich noch nie gemacht.» Eine großartige Erfahrung sei das gewesen

14:18 Uhr

Bundeswehr holt weitere Patienten aus Bergamo

Die Bundeswehr hat am Sonntag ein Flugzeug nach Norditalien geschickt, um weitere Covid-19-Patienten abzuholen. Wie ein Sprecher der Luftwaffe mitteilte, flog ein Airbus A310 MedEvac am Mittag von Köln nach Bergamo, um sechs Italiener zur Intensivbehandlung nach Deutschland zu bringen. Die Bundeswehr hatte bereits am Vortag in der von der Corona-Pandemie stark betroffenen Stadt sechs Patienten abgeholt und nach Köln geflogen. Am Sonntag startete zudem ein Transportflugzeug A400M der Luftwaffe in Richtung Straßburg, um zwei Patienten abzuholen, die das Bundeswehrkrankenhaus in Ulm versorgen wird.
 

14:00 Uhr

Deutsche Post bereitet Einschränkungen wegen Corona-Pandemie vor

Die Deutsche Post bereitet sich wegen der Corona-Pandemie auf "weitere Einschränkungen" ihrer Dienstleistungen vor. "Der Umgang mit solchen Einschränkungen ist uns in besonderen lokalen Quarantäne-Gebieten bereits vertraut", teilte die Deutsche Post am Sonntag mit. Bisher gebe es keine wesentlichen Einschränkungen der Brief- und Paketversorgung in Deutschland. "Wir tun alles, um sowohl unsere Mitarbeiter wie auch unsere Kunden soweit es geht zu schützen und die Postversorgung wie gewohnt aufrecht zu erhalten", teilte das Unternehmen auf Anfrage mit und machte darüber hinaus keine weiteren Angaben.

Nach Informationen der "Welt am Sonntag" sieht eine Notfall-Planung vor, dass in extremen Situationen in "geschlossenen Gebieten" lediglich Einschreibebriefe und Sendungen an Behörden oder Gesundheitseinrichtungen zugestellt werden. Ab einem Krankenstand bei der Post von 30 Prozent sollen demnach Briefe und Pakete nur noch an drei Tagen zugestellt werden. Ab einem Krankenstand von 80 Prozent sollen Zusteller nur noch einmal wöchentlich austragen. Zu diesen Details äußerte sich die Post nicht.

13:32 Uhr

Zahl der Infizierten im Landkreis Kronach steigt

Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen im Landkreis Kronach ist von Freitag bis zum Sonntagnachmittag auf 52 angestiegen. Das sind im Vergleich zum Freitag sechs neue Infizierte. Wie das Landratsamt weiter mitteilt, stehen darüber fast 200 Kontaktpersonen, die engen Kontakt zu einem Infizierten hatten, unter Quarantäne.

12:13 Uhr

Erneut mehr als 800 Todesfälle an einem Tag in Spanien

Spanien meldet einen erneuten starken Anstieg an Todesfällen. 838 nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierte Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden gestorben, teilte das nationale Gesundheitsministerium mit. Insgesamt gibt es in dem Land nun mehr als 6500 Todesfälle. Die Zahl der Neuinfektionen ist auf knapp 78.800 geklettert - im Vergleich zu 72.248 am Vortag. Erst gestern war mit 832 der bis dahin stärkste Anstieg an Todesfällen aus dem Land registriert worden.

12:12 Uhr

Bundeswehr zieht Soldaten aus dem Irak ab

Wegen der Coronavirus-Pandemie zieht die Bundeswehr einen Teil der im Irak eingesetzten Soldaten zurück nach Deutschland ab. Es sei mit der Verlegung von deutschen Soldaten begonnen worden, die für den Grundbetrieb derzeit nicht zwingend erforderlich seien, teilte das Einsatzführungskommando den Obleuten im Verteidigungsausschuss des Bundestages mit. Die ersten Soldaten seien am Sonntag in Deutschland gelandet.

12:02 Uhr

China warnt vor möglicher zweiter Infektionswelle

China warnt vor einer möglichen zweiten Infektionswelle. 693 Fälle insgesamt seien bisher auf Reisende aus dem Ausland zurückzuführen, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde. Das erhöhte das Risiko einer zweiten Infektionswelle. China meldete am Samstag 45 neue Fälle, bis auf einen gingen alle auf Reisende aus dem Ausland zurück. 

11:51 Uhr

Ministerium: 13.263 Coronavirus-Fälle und 110 Tote in Bayern

In Bayern sind inzwischen 13.263 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag in München mit. Den Angaben zufolge sind bislang 110 Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben.
 

11:29 Uhr

Klöckner dringt auf Einsatz von Asylbewerbern in Landwirtschaft
Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) dringt in der Corona-Krise darauf, auch Asylbewerber in der Landwirtschaft einzusetzen. So soll der Ausfall von Saisonarbeitern ausgeglichen werden, die derzeit nicht nach Deutschland einreisen dürfen. Asylbewerbern, die bisher ein Beschäftigungsverbot hätten, solle «kurzfristig eine Arbeitsaufnahme in der Landwirtschaft» ermöglicht werden, sagte Klöckner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. «Viele kommen aus sicheren Herkunftsländern wie Albanien, Bosnien und Herzegowina, Serbien oder Montenegro und wollen mitanpacken, sich einbringen», ergänzte sie.
Ein großer Erfolg bei der Vermittlung von Helfern an suchende Betriebe sei die Plattform www.daslandhilft.de. «Der Ansturm ist riesig - über 30 000 Inserate gab es allein in den ersten fünf Tagen», berichtete die Ministerin.
 

11:16 Uhr

Hof/Wunsiedel: Dr. Werner Schramm ist ärztlicher Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz

Landrat Dr. Oliver Bär hat in seiner Funktion als Vorsitzender des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung einen ärztlichen Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz sowie dessen Stellvertreter bestimmt.

Mit sofortiger Wirkung werde Dr. Werner Schramm, Anästhesist am Sana-Klinikum Hof, ärztlicher Leiter. Sein Stellvertreter wird der pensionierte Anästhesist Dr. Manfred Steinhäußer, der zuletzt als Leiter der Anästhesie und Intensivmedizin in der Klinik Münchberg tätig war. Das berichtet das Hofer Landratsamt am Sonntag in einer Pressemeldung.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann und die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml hatten eine Allgemeinverfügung erlassen, wonach für jeden Zweckverband ein ärztlicher Leiter zu bestimmen ist. 

Werner Schramm und Manfred Steinhäußer seien für die die Landkreise Hof und Wunsiedel sowie die Stadt Hof zuständig.

Die Aufgabe der ärztlichen Leiter besteht vorrangig darin, das Betten- und Behandlungskapazitäten-Mmanagement sowie die Patientenströme aller Einrichtungen für die Bekämpfung der Corona-Pandemie zu steuern.

Die geschehe in enger Abstimmung mit der Integrierten Leitstelle, den ärztlichen Leitern des Rettungsdienstes sowie den Covid-19 Koordinierungsgruppen der Krankenhäuser, heißt es weiter.

 

11:15 Uhr

Söder verteidigt Bayerns Maßnahmen in der Corona-Krise
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die strengen Auflagen für Bayerns Bürger in der Corona-Krise erneut verteidigt. Um die Ausbreitung des neuen Coronavirus einzudämmen, gelten seit dem 21. März Ausgangsbeschränkungen für die 13 Millionen Einwohner in Bayern. Derlei sei nötig gewesen, «weil zu spüren war, dass Appelle allein nicht reichen. Viele haben sich vorbildlich verhalten, andere haben es ignoriert oder nicht ernst genommen», sagte er dem Magazin «Spiegel». «Ich kann auch verstehen, dass man sein gewohntes Leben gerne weiterführt. Alle Experten haben uns aber zu zügigem Handeln geraten.»
Das Verlassen der Wohnung ist - zunächst befristet bis einschließlich 3. April - nur noch aus triftigen Gründen erlaubt. Dazu zählen etwa der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arztbesuche, aber ausdrücklich auch «Sport und Bewegung an der frischen Luft» - das aber nur alleine oder mit den Menschen, mit denen man in einer Wohnung zusammenlebt. Wer die Regeln nicht einhält - etwa den Mindestabstand von 1,5 Metern - muss mit einem Bußgeld ab 150 Euro rechnen.
Später hatten sich der Bund und die Länder auf ein bundesweites Kontaktverbot verständigt. Der bayerische Weg hatte unter den Ministerpräsidenten für Verstimmungen gesorgt.
«Wenn Sie dann zum Ergebnis kommen, dass bestimmte Maßnahmen ohnehin sein müssen, stellt sich die Frage, warum man dann noch drei bis fünf Tage warten soll», sagte Söder. «Jeder Tag bedeutet eine erhöhte Infektionsgefahr, die Leben kosten kann.»
Zum Thema Exitstrategie - also der Lockerung oder Abschaffung der Auflagen - sagte der CSU-Politiker: «Aber wann und in welcher Form wir wieder zur Normalität zurückkehren, hängt davon ab, wie sich die Zahlen der Infektionen und Todesfälle entwickeln. Aus heutiger Sicht kann es keine vorschnelle Entwarnung geben. Die Lage bleibt sehr ernst. Im Moment steigen die Zahlen noch steil an.»
 

11:01 Uhr

Notbremse bei medi Bayreuth: «Radikaler Sparkurs» als Rettungsmaßnahme
Mit einem «radikalen Sparkurs» versucht der Bundesligist medi Bayreuth, den Basketball-Standort in Oberfranken zu sichern. Um die von der Corona-Pandemie ausgelöste wirtschaftliche Krise «überwinden zu können, wurden nun alle Mitarbeiter, inklusive aller verbliebenen Spieler, in Kurzarbeit geschickt», wie der Verein am Wochenende mitteilte.
Die Maßnahme sei «unumgänglich, um die Zukunft des Clubs zu sichern», wie Geschäftsführer Björn Albrecht sagte. Der Spielbetrieb war am vergangenen Mittwoch von der Basketball-Bundesliga (BBL) nochmals bis zum 30. April ausgesetzt worden. In einer Notbesetzung arbeitet der Tabellenzwölfte aktuell im Homeoffice weiter.
Der Fortbestand des Bayreuther Basketball-Standorts liege verteilt auf vielen Schultern. Der Verein will «im Laufe der kommenden Woche offen auf Sponsoren und Fans zugehen und um Unterstützung bitten».
 

10:58 Uhr

Laschet: Jetzt Maßstäbe für Rückkehr ins soziale Leben entwickeln
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat gefordert, schon jetzt über eine Strategie für eine künftige Lockerung der Einschränkungen in der Corona-Krise nachzudenken. «Der Satz, es sei zu früh, über eine Exit-Strategie nachzudenken, ist falsch», schrieb Laschet in einem Gastbeitrag in der Zeitung «Welt am Sonntag». «Jetzt ist die Zeit, Maßstäbe für die Rückkehr ins soziale und öffentliche Leben zu entwickeln, damit auch diese Entscheidung anhand transparenter Kriterien erfolgt.»
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Donnerstag gesagt, es sei im Augenblick «nicht der Zeitpunkt», um über die Lockerung der im Kampf gegen das Coronavirus verhängten Maßnahmen zu sprechen. Laschet betonte am Samstagabend in der Sendung «ZDF spezial», eines sei klar: «Man kann jetzt nicht über das Ende der Maßnahmen spekulieren.» Ende April, nach Ostern sei der Zeitpunkt, wo das untersucht werden solle. «Und bis dahin muss sich jeder an die Regeln halten.»
Auch in dem Gastbeitrag betonte Laschet, es sei «keine Zeit der Entwarnung». «Wir müssen die Kontaktminimierung wirksam durchsetzen, wir müssen gerade die besonders verletzlichen Gruppen besonders schützen, wir müssen mehr und schneller testen, wir müssen mehr Kapazitäten für die Intensivversorgung der Schwersterkrankten schaffen und unsere Forschungsanstrengungen weiter vorantreiben, um Behandlungsmethoden und Impfstoffe zu entwickeln. Er mahnte aber auch: «Wir müssen schon jetzt die Zeit in den Blick nehmen, in der die rigiden Maßnahmen erste Wirkung zeigen.»
 

10:50 Uhr

Von der Leyen setzt trotz Corona-Krise weiter auf Klimaschutz

Für die Zeit nach der Corona-Krise setzt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf hohe Investitionen in den Klimaschutz und die Digitalisierung. «Die werden beim Wiederaufbau eine ganz dominante Rolle spielen», sagte von der Leyen in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.
Gerade in der Krise helfe ja vor allem digitale Technik, ob nun beim Lernen der Schulkinder, bei Videokonferenzen im Homeoffice oder beim 3D-Druck von medizinischen Schutzvisieren gegen Corona. «Wir werden in ganz Europa massiv neu investieren müssen», sagte von der Leyen. «Dabei sollten wir ganz bewusst auf Zukunftstechnologien setzen und auf saubere Technologien. Der Klimawandel geht ja nicht weg, weil ein gefährliches Virus grassiert.»
Von der Leyen hatte nach ihrem Amtsantritt am 1. Dezember den sogenannten Green Deal für ein klimaneutrales Europa bis 2050 zur Priorität erklärt, ebenso wie die Digitalisierung und die «geopolitische Rolle» der EU. Tschechien und Polen hatten zuletzt Vorbehalte gegen Klimaschutzmaßnahmen in der Corona-Krise geäußert. Von der Leyen betonte jedoch: «Bei unseren Schwerpunkten bleibt es.»
 

10:41 Uhr

RKI-Chef: Müssen damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht reichen
Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, kann nicht ausschließen, dass sich die Versorgungssituation in der Corona-Krise auch in Deutschland zuspitzen könnte. Das machte er mit Blick auf die dramatische Situation in Ländern wie Italien deutlich. «Wir können nicht ausschließen, dass wir hierzulande ebenfalls mehr Patienten als Beatmungsplätze haben. Ob es so kommt, ist Spekulation», sagte Wieler im Interview der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». «Wir müssen jedenfalls damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, ganz klar.» In Italien war die Zahl der Toten im Zuge der Corona-Pandemie am Samstag auf mehr als 10.000 gestiegen.
Rund 70 Prozent der Erreger stammten ursprünglich aus dem Tierreich, erläuterte Wieler, der studierter Veterinärmediziner ist, zu einem möglichen Ursprung des neuartigen Coronavirus. «Eine Ursache für neue Erreger ist, dass wir immer stärkeren Kontakt zu vormals exotischen Tieren haben. Wir dringen immer tiefer in den Urwald vor, die Biodiversität wird durch Monokulturen reduziert», sagte der RKI-Chef. Dadurch könnten sich bestimmte Erreger schneller verbreiten. «Heikel ist zudem das Ernährungsverhalten in einigen Kulturen, vor allem in Asien, wo die Menschen alle möglichen Tiere verzehren, auch solche, die kurz vor dem Essen noch leben, so dass beim Schlachten Blut übertragen wird.»
Wieler fordert deshalb, massiv gegen den illegalen Tierhandel vorzugehen: «Wenn Leute aus allen möglichen obskuren Gründen Tiere heimlich ins Land bringen - von Schleichkatzen bis zu Affen, die eindeutig eine wichtige Quelle von neuen Erregern sein können.» Woher genau der neue Erreger stammt, ist bislang unklar.
 

10:41 Uhr

Etwa 600 Flüchtlinge in Ankerzentrum unter Quarantäne
Etwa 600 Bewohner des Ankerzentrums in Geldersheim in Unterfranken sind nach vereinzelten Coronavirus-Infektionen unter Quarantäne gestellt worden. Das teilte die Regierung von Unterfranken am Sonntag mit. Sieben der untergebrachten Flüchtlinge und ein externer Beschäftigter seien positiv auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Die infizierten Bewohner sollten in einem gesonderten Gebäude unterkommen. Für die Einrichtung gelte ein Aufnahme- und Verlegungsstopp.
In dem Ankerzentrum im Landkreis Schweinfurt soll die Identität von Flüchtlingen festgestellt werden. Der Wortteil «Anker» ist aus den Anfangsbuchstaben folgender Wörter gebildet: An(kunft), k(ommunale Verteilung), E(ntscheidung) und R(ückführung). Das sind die Aufgaben, die diese Zentren gebündelt erfüllen. Die Zentren sollen nach dem «Masterplan Migration» von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die Asylverfahren und damit auch eine Abschiebung derjenigen beschleunigen, die kein Bleiberecht bekommen.
 

10:20 Uhr

Hunderte Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen in Bayern
Zum Start in das frühlingshafte Wochenende haben in Bayern Hunderte Menschen gegen die in der Corona-Krise erlassenen Auflagen verstoßen. Die Polizei meldete in fast allen Regierungsbezirken zahlreiche Einsätze in Zusammenhang mit der seit dem 21. März geltenden Ausgangsbeschränkung.
Ein Sprecher der Polizei Oberbayern Nord sagte am Sonntag, die Beamten seien zwischenzeitlich von der Anzahl der Einsätze «überrollt» worden. Weil etwa der erforderliche Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten worden sei, sich Menschen in die Sonne legten oder Grillfeste veranstalteten, rückte die Polizei alleine dort mehr als 150 Mal aus. «Das war absoluter Wahnsinn», sagte der Polizeisprecher.
Auch in der Oberpfalz beschäftigten Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen die Beamten. Hier waren sie gut 140 Mal im Einsatz. In Mittelfranken stand etwa die Hälfte aller Einsätze mit den Ausgangsbeschränkungen in Zusammenhang. «Wir sind von A nach B gefahren», sagte ein Sprecher über den Samstag.
Im südlichen Schwaben war es dagegen ruhiger. «Wir haben Berge und Hütten abgesucht, aber man hat sich an die Verbote gehalten», sagte ein Sprecher der Polizei Schwaben Süd am Sonntag.
 

09:19 Uhr

Corona: Oberfranke hustet Autofahrer auf Parkplatz mehrfach an

Wegen einer Reifenpanne musste ein Autofahrer am Samstag auf dem Parkplatz eines Supermarkts in Bad Staffelstein anhalten. Während er den Reifen wechselte, wurde er von einem 38-Jährigen angehustet - mehrfach.

Der 38-Jährige aus Bad Staffelstein belästigte den Autofahrer am Samstag mehrmals. Der Abstand zwischen beiden Männern betrug laut Polizei lediglich einen halben Meter. Der Autofahrer bat den Bad Staffelsteiner mehrfach aufzuhören. Doch der 38-Jährige wurde noch aggressiver und hustete den Autofahrer weiterhin an. Da sich dieser nicht mehr zu helfen wusste, verständigte er die Polizei.

Auch gegenüber den Beamten zeigte sich der 38-Jährige völlig uneinsichtig. Die Beamten mussten den Mann sogar kurzzeitig fesseln. Erst danach beruhigte sich der Angreifer. Er kam dem ausgesprochenen Platzverweis der Polizei nach. Aufgrund seines Verhaltens wird er gemäß den Bestimmungen der Ausgangsbeschränkung angezeigt.

Diesbezüglich kam es von Freitag auf Samstag in Lichtenfels zu mehreren Vorfällen, berichtet die Polizei weiter. Die Beamten weisen nochmals eindringlich darauf hin, sich an die Beschränkungen zu halten.

09:19 Uhr

Huml: Corona-Notfallplan für Kliniken erfolgreich angelaufen
Für den Fall stark steigender Zahlen an Corona-Patienten sind die Krankenhäuser in Bayern aus Sicht von Gesundheitsministerin Melanie Huml vorbereitet. Ein Notfallplan sei erfolgreich angelaufen, sagte die CSU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in München. «Für die Zeit der Krise gilt eine weitreichende Kooperationspflicht.» Zudem arbeitet die Staatsregierung am Aufbau von Not- oder Hilfskrankenhäusern.
«Krankenhäuser, die zunächst nicht vorrangig mit der Behandlung von Corona-Fällen betraut werden, müssen die anderen Krankenhäuser mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln entlasten», erklärte Huml. Das bedeute in erster Linie, dass Patienten übernommen werden. Es könne aber auch darum gehen, mit Personal oder Ausstattung zu helfen.
Weiter sagte die Ministerin: «Um für den Fall einer massiven Zunahme stationär behandlungsbedürftiger Covid-19-Patienten gewappnet zu sein, erarbeiten das bayerische Gesundheitsministerium und das bayerische Innenministerium darüber hinaus ein Konzept zum temporären Aufbau sogenannter Not- oder Hilfskrankenhäuser.» Derzeit würden mögliche Varianten sowie die damit verbundenen logistischen, personellen und organisatorischen Fragen geprüft. «Konkrete Standortfestlegungen gibt es aber noch nicht», so Huml.
 

09:15 Uhr

Experte: Coronavirus heftiger für Arbeitsmarkt als Finanzkrise
Die aktuelle Corona-Krise wird nach Meinung von Experten den Arbeitsmarkt in Bayern massiv beeinträchtigen. Die aktuelle Situation habe wesentlich stärker zugeschlagen als die Finanzkrise 2009, sagte ein Experte aus dem Arbeitsministerium.
Eine genaue Prognose über die Entwicklung der Arbeitslosen- und Kurzarbeiterzahlen in den nächsten Monaten sei derzeit zwar nicht möglich. Sicher sei aber, dass sich die Kurzarbeit massiv erhöhen werde. Auch von steigenden Arbeitslosenzahlen sei auszugehen. «Die Lage ist momentan extrem schwierig. Alles hängt von der Länge der Pandemie und der Wirkung der notwendigen Maßnahmen zu deren Eindämmung ab», sagte er.
Die am Dienstag (31. März) durch die Regionaldirektion der Bundesagentur veröffentlichten Zahlen für den Monat März werden nicht die aktuelle Situation des Arbeitsmarkts widerspiegeln, da der Stichtag für die Berechnung, der 12. März, vor den von Bund und Freistaat verhängten Ausgangsbeschränkungen sowie Betriebs- und Schulschließungen lag, so der Fachmann.
 

09:12 Uhr

Hof: Verstoß gegen Ausgangsbeschränkung führt zu Drogenfund

Die Hofer Polizei hat am Samstagnachmittag einen Hinweis erhalten: Drei jüngere Personen würden sich unberechtigt gemeinsam in einem Haus aufhalten. Die Beamten gingen dem nach und trafen vor Ort zwei junge Männer und ein 15-jähriges Mädchen, als diese gerade das Gebäude verlassen wollten. Sie konnten nicht triftig begründen, warum sie sich gemeinsam getroffen hatten.

Außerdem habe sich das Trio während der Polizeikontrolle ungewöhnlich nervös verhalten, berichtet die Polizei weiter. Der Grund war relativ schnell klar: Die 15-Jährige hatte eine verbotene Kräutermischung einstecken. Die drei räumten ein, die Kräutermischung kurz zuvor bei einem 36-Jährigen gekauft zu haben. Die Polizei durchsuchte daraufhin dessen Wohnung und fand kleinere Mengen verbotener Rauschmittel. Die Beamten leiteten mehrere Strafverfahren ein.

08:52 Uhr

Wirt und Waschanlagen-Betreiber missachten Corona-Beschränkung

Gleich mehrmals musste die Kronacher Polizei am Samstag eingreifen, weil Menschen im Landkreis gegen die Corona-Ausgangsbeschränkung verstießen. So ermittelt die Polizei nun gegen den Betreiber einer Selbstwaschanlage, da diese geöffnet war. Gleich mehrere Autobesitzer hatten dort am Samstag ihre Fahrzeuge gereinigt.

Weiterhin müssen der Wirt einer Gaststätte sowie zwei Gäste nun mit Bußgeldern rechnen. Die Beamten lösten zudem eine private Geburtstagsfeier auf, zu der Personen verbotenerweise zusammengekommen waren.

In der Schwedenstraße kontrollierte die Polizei zwei Männer. Sie verstießen nicht nur gegen die Ausgangsbeschränkung. Sie hatten auch Betäubungsmittel bei sich. Auch dafür müssen sie sich nun strafrechtlich verantworten.

Die Kronacher Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass dringende Gründe vorliegen müssen, wenn man das Haus verlässt. Verstöße würden konsequent verfolgt und zur Anzeige gebracht.

08:43 Uhr

Nach Corona-Party: 16-jähriger Wunsiedler verursacht Unfall mit Auto

Einer Streife des Zolls ist am frühen Sonntagmorgen in Thiersheim ein Auto mit einem frischen Unfallschaden aufgefallen. Am Wagen standen drei junge Männer. Ein 18-Jähriger lag sturzbetrunken auf der Rückbank. Der junge Mann war laut Polizei so betrunken, dass er ins Klinikum Fichtelgebirge gebracht werden musste. Die Ermittlungen ergaben, dass ein 16-Jähriger aus der Gruppe am Steuer gesessen hatte. Beim Versuch, zu wenden, war er mit dem Auto von der Straße abgekommen. Der junge Mann aus Wunsiedel erhält nun eine Anzeige, weil er keinen Führerschein besitzt. Doch nicht genug. Zudem stellte sich heraus, dass die Gruppe junger Männer zuvor eine private Party gefeiert hatte. Alle werden nun aufgrund der Allgemeinverfügung in Verbindung mit dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

 

22:53 Uhr

Von der Leyen will Änderungen am EU-Haushaltsplan wegen Corona
Die EU-Kommission will Änderungen am geplanten nächsten siebenjährigen Haushaltsrahmen der Europäischen Union vorschlagen, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise zu bewältigen. Dies kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Samstagabend an. «Das wird ein Konjunkturpaket einschließen, mit dem der Zusammenhalt der Union durch Solidarität und Verantwortung gesichert wird.»
Die Verhandlungen über den Finanzrahmen für die Jahre 2021 bis 2027 waren im Februar vorerst gescheitert. Noch in diesem Jahr müssen sie abgeschlossen werden, sonst lägen ab kommendem Jahr viele EU-Programme brach. Von der Leyen erklärte weiter, kurzfristig arbeite man daran, die noch vorhandenen Mittel aus dem laufenden Haushaltsplan flexibel einzusetzen. Das werde sofortige Entlastung bringen.
Im übrigen sei die Eurogruppe von den Staats- und Regierungschefs damit beauftragt, binnen zwei Wochen Vorschläge für eine finanzielle Unterstützung von Mitgliedsstaaten in der Corona-Krise zu erarbeiten. Die Kommission werde diese Diskussion unterstützen. Dies sei nötig, weil der Haushaltsrahmen in seinem letzten Jahr wenig Spielraum biete. «Im Moment schließt die Präsidentin keine Option im Rahmen des (EU)-Vertrages aus.»
 

22:00 Uhr

Wirtschaft will Kurzarbeitergeld auch für Azubis
Industrie und Handwerk haben die Bundesregierung aufgefordert, die Regelungen zum Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise schnellstmöglich auf Lehrlinge auszuweiten. Anderenfalls sähen sich Betriebe in der Krise gezwungen, ihren Auszubildenden zu kündigen. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer sagte der «Welt am Sonntag»: «Wir müssen dringend vermeiden, dass Betrieben, die von der Krise massiv betroffen sind, nichts anderes übrig bleibt, als Ausbildungsverhältnisse zu beenden».
Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Achim Dercks, verlangte, es müsse für Betriebe in der Krise «vom ersten Tag an möglich sein, Kurzarbeitergeld auch für Azubis zu erhalten».
 

21:18 Uhr

Trump: Erwägen, New York «unter Quarantäne zu stellen»
Die US-Regierung erwägt nach Aussage von Präsident Donald Trump in der Coronavirus-Krise, New York und andere besonders betroffene Landesteile abzuschotten. «Einige Leute würden New York gerne unter Quarantäne gestellt sehen, weil es ein Hotspot ist», sagte Trump am Samstag außerhalb des Weißen Hauses zu Reportern. Er spezifizierte, dass es bei den Überlegungen um Reisebeschränkungen für Bewohner von Regionen gehe, in denen sich besonders viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben.
Neben New York werde auch über New Jersey und gewisse Teile von Conneticut nachgedacht, sagte Trump. Viele New Yorker würden derzeit nach Florida reisen. «Das wollen wir nicht», sagte Trump. Mit Blick auf mögliche Einschränkungen der Bewegungsfreiheit sagte Trump: «Ich würde es lieber nicht tun, aber vielleicht brauchen wir es.»
 

20:41 Uhr

Corona-Krise: NRA wehrt sich gegen Schließung von Waffenläden
Die mächtige Waffenlobbyorganisation NRA wehrt sich gegen die Schließung von Waffenläden im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Kalifornien. Gemeinsam mit anderen Waffenbefürwortern reichte die NRA am Freitag bei einem Gericht Klage unter anderem gegen den Gouverneur des Bundesstaates, Gavin Newsom, ein. Die Kläger argumentieren, dass es sich bei Waffengeschäften um lebenswichtige Geschäfte handele, die auch in Zeiten der Krise geöffnet bleiben müssten. «Den Zugang zu Waffen zu unterbinden, versperrt zwangsläufig das Verfassungsrecht auf (Besitz) dieser Waffen», heißt es in der Klageschrift.
Der Sheriff von Los Angeles, Alex Villanueva, gegen den sich die Klage ebenfalls richtet, hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass Läden, die Waffen und Munition anbieten, nicht als lebensnotwendige Geschäfte gelten und im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus bis auf weiteres schließen müssten. Der Verkauf von Munition an Sicherheitsfirmen sei weiterhin möglich.
In den USA hatte die Ausbreitung des Coronavirus zu einem Ansturm auf Waffen und Munition geführt. Vertreter der Branche hatten vergangene Woche Zuwächse bei den Verkäufen vermeldet. Vor Waffenläden bildeten sich teils lange Schlangen.
 

20:32 Uhr

Ausschließlich per Post - Stichwahl in Zeiten von Corona
Es ist eine historische Stichwahl: Zum ersten Mal überhaupt findet die Wahl um die Spitzenposten in den Kommunen Bayerns ausschließlich per Brief statt. Damit nichts schief gehen kann und die Wahl am Sonntag (29. März) auch rechtssicher ist, hat der Landtag eigens eine gesetzliche Regelung hierzu beschlossen.
Laut Innenministerium finden in ganz Bayern rund 750 Stichwahlen um die Posten der ersten Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte statt - überall dort, wo im ersten Durchgang vor zwei Wochen keiner der Kandidaten mehr als die Hälfte der Stimmen holte. In 18 Landkreisen, 16 kreisfreien Städten und vielen anderen Gemeinden geben die Bürger ihre Stimme ab.
Von 18 Uhr an zählen die Wahlhelfer dann mit Sicherheitsabstand und - wenn gewollt - mit Einweghandschuhen die Stimmen aus. Wie lange das Auszählen dauert, ist vielerorts unklar. Einige Wahlämter haben sogar angekündigt, die Stimmen erst am Montag auszuzählen. Auch in Oberfrankens größten Städten stehen einige Stichwahlen an: In allen vier Oberzentren - Hof, Bayreuth, Coburg und Bamberg - ist am Sonntag wieder Wahltag, genauso wie in Kulmbach und Forchheim.
 

20:31 Uhr

Universität: Weltweit mehr als 30.000 Coronavirus-Tote
Weltweit sind mehr als 30.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die renommierte Johns-Hopkins-Universität in den USA registrierte am Samstag 30.248 Todesfälle. Den Angaben zufolge haben sich 649.904 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen. Allein in den USA sind mehr als 115.500 Infektionen nachgewiesen worden, in China mehr als 81.990. In Italien starben seit Beginn der Pandemie 10.023. Das ist die höchste Zahl weltweit.
 

18:34 Uhr

Acht weitere Todesfälle im Landkreis Tirschenreuth

Der Landkreis Tirschenreuth meldet acht weitere Corona-Todesfälle. Damit sind bereits 16 Menschen aus dem Landkreis an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben (Stand: Samstag, 19 Uhr). Mittlerweile sind im Landkreis Tirschenreuth 397 Fälle von Corona-Infektionen bestätigt. Der Schwerpunkt ist unverändert in der Stadt Mitterteich mit 118 Fällen.  

18:14 Uhr

Jetzt mehr als 10.000 Corona-Tote in Italien
In Italien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 10.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Der Zivilschutz meldete am Samstag 889 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10.023.

18:04 Uhr

Landkreis Wunsiedel: Zahl der Infizierten steigt deutlich

Im Landkreis Wunsiedel sind mittlerweile 159 Menschen an Corona erkrankt. Das gab das Landratsamt am Samstagabend bekannt. Am späten Freitagabend lag die Zahl der Infizierten im Landkreis noch bei 128. Wie das Landratsamt weiter meldet, gibt es bisher zwei Todesfälle.

17:24 Uhr

Stadt und Landkreis Hof: 34 neue Infizierte

Die Zahl der an Corona-Infizierten in Hof und Umgebung ist inzwischen auf 142 Personen gestiegen (Stand: Samstag, 18 Uhr). Das teilt das Hofer Landratsamt am Samstagabend mit. Das sind 34 Fälle mehr als am Vortag. Neun Personen sind bereits wieder symptomfrei und aus der häuslichen Isolierung entlassen. 

„Wenn Sie am Donnerstag, 26.03.2020, (oder früher) an der Freiheitshalle getestet wurden und seitdem nicht vom Gesundheitsamt oder einem Arzt angerufen wurden, ist Ihr Testergebnis negativ. Falls Sie - trotz negativem Ergebnis - Kontakt mit Infizierten hatten oder zuletzt in einem Risikogebiet waren, bitten wir Sie dennoch zwei Wochen zu Hause zu bleiben", heißt es weiter vonseiten des Landratsamts.

17:07 Uhr

Airbus bringt Millionen Schutzmasken aus China - auch für Deutschland

Für den Kampf gegen die Corona-Pandemie ist am Samstag ein Flugzeug mit rund vier Millionen Schutzmasken im spanischen Getafe in der Nähe von Madrid gelandet. Das Material soll in Spanien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien verteilt werden, wie der Luftfahrtkonzern Airbus mitteilte.

Die Maschine des Typs A330-200 sei am Donnerstag in Spanien gestartet, am Freitag in Tianjin im Nordosten Chinas gelandet und mit den Masken beladen umgehend nach Spanien zurückgekehrt. Bereits in den vergangenen Tagen habe das Unternehmen Flüge zwischen Europa und China organisiert, um zahlreiche europäische Krankenhäuser mit Masken auszurüsten, hieß es.

16:17 Uhr

Corona-Todesfälle nun in jedem Bundesland

In jedem Bundesland gibt es nun Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Innerhalb Europas sind Spanien und Italien besonders schwer betroffen. In Deutschland sind bis Samstagvormittag mehr als 48.800 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 12.000 nachgewiesenen Fällen und 88 Toten sowie Bayern mit mindestens 10.180 Fällen und 60 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 9729 Fällen und 101 Toten.

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 95,5 die meisten Infektionen - im Bundesschnitt sind es 58,7. Mindestens 317 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben.

Am Samstag wurde außerdem bekannt, dass erstmals auch ein Mensch in Mecklenburg-Vorpommern im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben ist. Es handle sich um einen 57-jährigen Mann aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, der sich Anfang März im Skiurlaub in Österreich aufgehalten habe, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Das Robert Koch-Institut zählte bis Mitternacht 48.582 registrierte Infektionsfälle und veröffentlichte die Zahlen am Samstagvormittag. Das sind 6294 Fälle mehr als am Vortag. Zudem wurden dem RKI 325 Todesfälle gemeldet, 58 mehr als am Vortag.

15:46 Uhr

Corona-Polizeieinsatz im Krankenhaus: Abschied von kranker Ehefrau
Weil er sich von seiner schwer an Covid-19 erkrankten Frau verabschieden wollte, hat ein Mann in Unterfranken für einen Polizeieinsatz gesorgt. Der 62-Jährige sei ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert und habe seine Frau in einem Krankenhaus in Lohr am Main (Landkreis Main-Spessart) besuchen wollen, teilte die Polizei am Samstag mit.
Als ihn das Personal in der Nacht auf Samstag aufforderte, das Krankenhaus zu verlassen, weigerte er sich laut Polizei und drohte, das Personal mit dem Virus anzustecken. Den erwachsenen Kindern des Paares gelang es schließlich, den 62-Jährigen zum Gehen zu bewegen. Dabei entschuldigte er sich beim gesamten Krankenhauspersonal für sein Verhalten.

15:39 Uhr

Coronavirus: Zahl der Toten in Großbritannien steigt auf über 1000
Die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 ist in Großbritannien am Samstag auf 1019 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in London mitteilte, starben seit Freitag 260 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf rund 17.000.
Großbritannien hatte lange damit gezögert, harte Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus einzuführen. Am Freitag war bekannt geworden, dass sich auch Premierminister Boris Johnson und Gesundheitsminister Matt Hancock inzwischen mit dem Erreger angesteckt haben. Auch Thronfolger Prinz Charles hatte sich mit Sars-CoV-2 infiziert

15:35 Uhr

Mehr als 800 Corona-Tote in 24 Stunden in Spanien
Im besonders schwer vom Coronavirus betroffenen Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 832 neue Todesopfer verzeichnet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Es ist der höchste Anstieg, der in dem Land bisher registriert wurde.

15:06 Uhr

Katze steckt sich bei einem Menschen mit Coronavirus an
Eine Katze hat sich in Belgien bei einem Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Von dem Fall berichtet die belgische Behörde für Lebensmittelsicherheit AFSCA auf ihrer Webseite. Bisher gebe es aber keine Hinweise, dass sich das Virus von Haustieren auf Menschen oder auf andere Tiere übertrage.
Die Katze in Belgien und zwei Hunde in Hongkong seien die einzige bekannten Fälle, bei denen sich Haustiere bei infizierten Menschen angesteckt hätten. Die Hunde hätten keine Symptome gezeigt, die Katze aber habe vorübergehend Atem- und Verdauungsbeschwerden gehabt. Am Freitag hatten die Gesundheitsbehörden unter Berufung auf die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Lüttich über den Fall informiert.
 

15:05 Uhr

Landesamt: 11.862 Coronavirus-Fälle und 85 Tote in Bayern

In Bayern sind inzwischen 11.862 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. Den Angaben zufolge sind bislang 85 Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben.

13:49 Uhr

Weitere Einschränkungen im Zugverkehr in Bayern

Weil immer weniger Menschen mit dem Zug fahren, werden einige Verbindungen außerhalb der Hauptverkehrszeit - also früh morgens, spät abends und teilweise am Wochenende - gestrichen. Laut der Länderbahn betrifft das den Zug alex Nord, die Oberpfalzbahnen 1 und 3, die Waldbahnen 1 bis 3 und die Berchtesgadener Landbahn. Auch die Takte, in denen manche Züge tagsüber unter der Woche fahren, werden größer.

Außerdem werde streckenweise der Verkehr von Zügen eingestellt, die eine Grenze überfahren, teilte die Länderbahn mit. Das bedeute Haltausfälle bei dem Zug alex Süd und den Oberpfalzbahnen 2 und 3, hieß es weiter. Auch Passagiere der Oberpfalzbahnen 4 und 5 müssen sich wegen Haltausfällen umstellen. Für bestimmte Abschnitte wird aber ein Ersatzverkehr eingerichtet.

Am Freitag hatte schon die Bayerische Oberlandbahn (BOB) bekanntgegeben, dass Meridian- und BOB-Züge ab April vorerst nur noch im Stundentakt und in den Hauptverkehrszeiten fahren. Zugausfälle gebe es auch auf der Strecke der Bayerischen Regiobahn, hieß es weiter.

13:47 Uhr

Mehr als 600.000 nachgewiesene Coronavirus-Infektionen

Mehr als 600.000 Menschen haben sich weltweit nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert. Kurz nach Samstagmittag bezifferte die renommierte Johns-Hopkins-Universität die Zahl der nachweislich Infizierten mit 614.884. Demnach starben mehr als 28.600 in Folge oder an der Lungenkrankheit Covid-19, die das Virus auslösen kann. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen. Allein in den USA sind mehr als 104.830 Infektionen nachgewiesen worden, in Italien mehr als 86.490 und in China mehr als 81.990.

13:09 Uhr

Quarantäne in Erstaufnahmestelle für Asylbewerber aufgehoben

Die Quarantäne für die Bewohner der Thüringer Landeserstaufnahmestelle für Asylbewerber in Suhl ist nach Angaben des Justiz- und Migrationsministeriums aufgehoben worden. Die Regelung gelte seit Samstag, sagte ein Ministeriumssprecher in Erfurt. In dem Flüchtlingsheim war ein Mann positiv auf das Coronavirus getestet worden. Danach waren alle dort lebenden Asylbewerber für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt worden. In der Erstaufnahmestelle leben nach Ministeriumsangaben derzeit etwa 500 Menschen.
Auch für 26 Asylbewerber, die sich den Quarantänebestimmungen in Suhl widersetzt hatten und die darum vorübergehend in der Jugendarrestanstalt Arnstadt untergebracht wurden, endete die Quarantäne. Sie seien auf alle 23 Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen verteilt worden, so der Ministeriumssprecher. 


Nach Ministeriumsangaben haben sich zudem Coronavirus-Verdachtsfälle unter Inhaftierten der Justizvollzugsanstalt Hohenleuben (Kreis Greiz) nicht bestätig. «Alle Tests sind negativ ausgefallen.»

12:33 Uhr

Stadt und Landkreis Coburg: Sechs Corona-Infizierte wieder genesen

Das macht zumindest im Coburger Land ein wenig Hoffnung in der Corona-Krise: In Stadt und Landkreis Coburg gelten inzwischen sechs Personen als geheilt. Bis Freitagnachmittag war es nur eine gewesen. Die Zahl der Corona-Infizierten in Stadt und Landkreis Coburg ist damit von 55 auf 61 Personen (44 Landkreis, 17 Stadt) gestiegen. Insgesamt befinden sich 240 Personen in Quarantäne. Dies gibt das Landratsamt am Samstag auf seiner Homepage bekannt. 

12:31 Uhr

Polizei in Bayern: Schönes Wetter nicht für größere Ausflüge nutzen

Nach dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat nun auch die Polizei an Spaziergänger appelliert, das sonnige Wetter am Samstag nicht für größere Ausflüge zu nutzen. 

Über den Kurznachrichtendienst Twitter teilte die Polizei Mittelfranken mit, dass es bei den derzeitigen Ausgangsbeschränkungen zum Beispiel nicht erlaubt sei, sich längere Zeit auf Parkbänken und Decken niederzulassen.

Wie die Polizei in München der dpa mitteilte, seien dort Streifen im gesamten Stadtgebiet unterwegs, um mögliche Verstöße gegen die Maßnahmen zum Eindämmen des Corona-Virus festzustellen. Die Beamten sollen darauf achten, dass Spaziergänge und Ausflüge nach draußen in einem angemessenen Rahmen bleiben. «Es ist sicher nicht Sinn und Zweck, unter dem Deckmantel eines Spaziergangs drei Stunden Wandern zu gehen», sagte Ronny Ledwoch, Sprecher der Polizei München. Ziel sei es, das Infektionsrisiko weiter zu senken.


Am Freitag hatte Minister Herrmann dazu aufgerufen, am Wochenende nicht in die Berge zu fahren. Das schöne Wetter sei nicht Anlass dafür, Ausflüge zu unternehmen.

11:55 Uhr

Merkels Botschaft aus der Quarantäne: «Seien Sie geduldig»

Mit einer persönlichen Nachricht hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel aus der häuslichen Quarantäne gemeldet und die Menschen in Deutschland um Geduld in der Corona-Krise gebeten. Der Mensch sei «nun mal auf Kontakt und Nähe eingestellt, und darauf freue ich mich dann auch wieder», sagte die CDU-Politikerin, die nach Kontakt zu einem infizierten Arzt derzeit zu Hause bleibt, in ihrem am Samstag veröffentlichten Wochenend-Podcast. Klar sei aber: «Niemand kann heute mit gutem Gewissen sagen, er wisse, wie lange diese schwere Zeit anhält.» Noch gebe es keinen Grund, die Regeln zu lockern. «Ich muss Sie bitten, seien Sie geduldig.»

Ihr sei sehr bewusst, wie schwer die Kontakteinschränkungen seien. Fast alle hätten ihr Verhalten völlig umgestellt, die große Mehrheit vermeide unnötige Kontakte. «Danke, von ganzem Herzen danke», sagte Merkel. Nur gemeinsam könnten die Menschen das Land durch eine Prüfung steuern, «wie sie sich niemand hätte vorstellen können». Das Ziel müsse sein, die Zahl der Ansteckungen pro Tag zu senken, damit jeder Infizierte die bestmögliche Versorgung bekommen könne.

11:27 Uhr

Fast 50 000 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 316 Tote
In Deutschland sind bis Samstagvormittag mehr als 48.800 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 12.000 nachgewiesenen Fällen und 88 Toten sowie Bayern mit mindestens 10.180 Fällen und 60 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 9729 Fällen und 101 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 95,5 die meisten Infektionen.
Mehr als 316 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.
 

11:24 Uhr

Betriebswirtschaftler rechnet wegen Corona mit Trend zum Regionalen
Die Corona-Pandemie wird nach Einschätzung eines Wissenschaftlers von der Technischen Universität München die Verbraucher stärker an regionale Händler binden. «Mittelfristig ist davon auszugehen, dass diese globale Krise ein stärkeres Rückbesinnen auf regionale Angebote bewirken wird», sagte Betriebswirtschaftler Alexander Hübner der «Passauer Neuen Presse» (Samstag). «Davon werden vor allem die kleinen lokalen Betriebe profitieren.»
In der Corona-Krise seien kleine Unternehmen besonders wichtig. «Zur Risikominimierung von flächendeckenden Produktions- und Versorgungsengpässen, etwa weil sich komplette Betriebe in Quarantäne befinden, ist es wichtig, die Versorgung auf viele Schultern zu verteilen.» Gäbe es nur einen großen Produzenten und dieser fiele aus, «wäre dies dramatisch für die Versorgung», sagte der Experte, der am Campus Straubing über die Gestaltung nachhaltiger Lieferketten forscht. «Fällt ein Handwerksbetrieb wegen Corona kurzfristig aus, so muss der Staat überbrückend helfen, damit die Produktion später wieder aufgenommen werden kann.»
 

10:42 Uhr

Kritik aus Bayern: EU-Kommissionschefin wehrt sich gegen Söder
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wehrt sich gegen Kritik des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder an ihrer Amtsführung in der Corona-Krise. Sie erhalte von den EU-Staats- und Regierungschefs viel Anerkennung, sowohl für ihr Grenzmanagement in Europa als auch für die rasche Ermöglichung milliardenschwerer Staatshilfen, sagte von der Leyen der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.
«Das kommt übrigens vielen Unternehmen in Bayern auch zugute», betonte die CDU-Politikerin. «Das Vertrauen der Mitgliedsstaaten ist da. Deswegen wurde die Kommission vom Rat mit der Exit-Strategie und dem Wiederaufbauplan betraut. Das spricht für sich.»
CSU-Chef Söder hatte der EU-Kommission in der Corona-Krise Untätigkeit vorgeworfen. «Eigentlich wäre diese Krise jetzt die Stunde Europas und die Stunde der EU-Kommission. Aber es ist merkwürdig still in Brüssel», sagte der CSU-Chef dem «Spiegel». Jetzt wäre die Kommission gefragt, auch zur Öffnung des Grenzverkehrs. «Wir müssen derzeit alles bilateral lösen», sagte Söder.
 

10:15 Uhr

Corona-Beschränkung: Polizei verweist Jugendliche von Spielplatz

Anwohner verständigen am Freitagnachmittag die Polizei, weil sich auf einem Münchberger Spielplatz in der Reichenberger Straße Jugendliche befinden sollen. Die Polizei traf dort auf zwei 14-Jährige. Die Beamten redeten den Jugendlichen ins Gewissen und sprachen einen Platzverweis aus. Dem kamen sie anstandslos nach, berichtet die Polizei.

09:43 Uhr

Luftwaffe fliegt an Covid-19 erkrankte Italiener nach Deutschland
Wegen der dramatischen Notlage norditalienischer Krankenhäuser in der Coronavirus-Krise fliegt die Luftwaffe Patienten nach Deutschland aus. Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Bundeswehr, sollte am Samstag sechs schwer erkrankte Italiener in Intensivbehandlung von Bergamo nach Köln bringen. Die Maschine sei am Morgen in Köln gestartet, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

09:14 Uhr

«Bild»: Schon 360.000 Hilfsanträge von Kleinunternehmern
Firmen in Deutschland, vor allem aus Bayern, beantragen in großer Zahl die von der Bundesregierung beschlossenen Milliarden-Hilfen wegen der Corona-Krise. Bei den zuständigen Stellen seien binnen weniger Tage mindestens 360.000 Anträge auf Soforthilfe von Selbstständigen und Kleinunternehmern eingegangen, berichtete die «Bild»-Zeitung unter Berufung auf eine Umfrage unter den Bundesländern. Es seien bereits 138,5 Millionen Euro zur Zahlung angewiesen worden.
Den Großteil machten demzufolge Zahlungen aus Bayern aus. Über seine Landeshilfen habe der Freistaat bereits gut 115 Millionen Euro an kleine Unternehmer überwiesen, die diese nicht zurückzahlen müssen. In Brandenburg wurden 2,5 Millionen Euro bewilligt, in Berlin gingen Anträge in Höhe von 20 Millionen Euro ein. Niedersachsen habe am Freitag eine Millionen Euro ausgezahlt.
 

08:52 Uhr

Coronavirus-Schnelltest in den USA zugelassen

In den USA ist ein Schnelltest zugelassen worden, der innerhalb weniger Minuten eine Infizierung mit dem neuartigen Coronavirus nachweisen soll. Die Test-Kits würden von einem mobilen Labor ausgewertet, das nur etwa so groß sei wie ein Toaster, und könne damit auch außerhalb von Krankenhäusern eingesetzt werden, teilte der Hersteller Abbott mit. Der Test stelle innerhalb von fünf Minuten fest, ob eine Probe mit Sars-CoV-2 infiziert sei, ein gesichertes negatives Ergebnis dauere 13 Minuten, hieß es.

Die US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA erklärte, der Test sei im Rahmen eines Dringlichkeitsverfahrens bis auf Widerruf zugelassen worden. Der Hersteller erklärte, innerhalb eines Monats rund fünf Millionen Tests produzieren zu wollen. Am vergangenen Wochenende hatte die FDA im gleichen Verfahren bereits einen Test genehmigt, der innerhalb von 45 Minuten Ergebnisse liefern soll. Der Test des Herstellers Cepheid soll allerdings vor allem in Krankenhäusern zum Einsatz kommen. Bisher mussten die meisten Tests in den USA an Labore geschickt werden; Ergebnisse waren daher in der Regel erst nach mehreren Tagen verfügbar.

08:21 Uhr

Corona-Beschränkung missachtet: Gruppen treffen sich in Marktredwitz

Die Polizei kontrolliert am Freitag, ob die Marktredwitzer die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie einhalten. Dreimal müssen die Beamten einschreiten. Im Stadtgebiet hätten sich am Freitag dreimal Menschen versammelt, um gemeinsam zu feiern, Karten zu spielen oder Alkohol zu trinken. Das teilt die Polizei Marktredwitz am Samstag mit. Die zwölf Personen erhalten daher ein Bußgeld. Größtenteils hielten die Marktredwitzer die Ausgangsbeschränkungen ein, betonen die Beamten.

08:19 Uhr

Kanzleramtschef: Maßnahmen bleiben bis 20. April bestehen
Kanzleramtschef Helge Braun hat klargestellt, dass es vor dem 20. April keine Lockerungen der bestehenden Einschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geben werde. «Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen», sagte der CDU-Politiker dem «Tagesspiegel». «Bis dahin bleiben alle Maßnahmen bestehen.» Ältere Menschen müssten noch deutlich länger als Jüngere mit Kontakteinschränkungen rechnen. «Eines ist allen Modellen gemein, egal, wie wir uns entscheiden: dass die älteren und vorerkrankten Menschen in unserer Gesellschaft wirksam vor einer Infektion geschützt werden müssen, bis es einen Impfstoff gibt», sagte Braun.

 

08:14 Uhr

Coronavirus: 54 weitere «importierte» Fälle in China
In China ist die Zahl «importierter Fälle» mit dem Coronavirus erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Samstag mitteilte, wurden 54 weitere Erkrankungen bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist waren. Insgesamt zählt China damit bereits mehr als 600 solcher Fälle. Darüber hinaus starben drei weitere Menschen an Covid-19. Bisher hat China insgesamt 81.394 Coronavirusinfektionen gemeldet, darunter 3295 Todesfälle und 74.971 geheilte Patienten.
Aus Angst vor einer zweiten Infektionswelle hatte die Volksrepublik am Donnerstag angekündigt, Ausländer zunächst nicht mehr einreisen zu lassen. Ebenfalls angekündigt wurde eine starke Reduzierung der Flugverbindungen. Ab Sonntag soll jede chinesische Fluggesellschaften nur noch eine Verbindung pro Woche in jedes Land anbieten dürfen. Das gleiche gilt für ausländische Airlines, die nach China fliegen.

08:07 Uhr

Landkreis Kulmbach: Zahl der Corona-Fälle steigt auf 69

Täglich steigen derzeit die Zahlen zu bestätigten Corona-fällen im Landkreis Kulmbach. Mit Stand Freitag, 16 Uhr, meldet das Landratsamt bereits 69 Fälle, zehn Menschen werden inzwischen stationär betreut, drei davon außerhalb des Landkreises Kulmbach. Zum Vergleich: Am Donnerstag meldete das Landratsamt zur selben Zeit 52 bestätigte Fälle, neun Personen waren davon in stationärer Behandlung, drei außerhalb des Landkreises. Besonders deutlich wird die dynamische Entwicklung der Ausbreitung, wenn man die Zahlen vom vergangenen Samstag mit einbezieht: Da waren es noch 21 positiv getestete Fälle von COVID-19. Am vergangenen Wochenende mussten auch die ersten beiden Erkrankten zur stationären Behandlung ins Klinikum gebracht werden.

59 Personen, die sich mit dem Virus infiziert haben, befinden sich, Stand Freitagnachmittag, in häuslicher Isolation. Alle, die zu Hause behandelt werden können, sind nach Angaben des Gesundheitsamtes größtenteils symptomfrei. "Nur wenige haben leichte Symptome" berichtet die Behörde. Weiterhin werden alle Betroffenen regelmäßig vom Gesundheitsamt aktiv telefonisch betreut. Das Gesundheitsamt versucht auch noch, nach besten Kräften Kontaktpersonen zu ermitteln, um sie ebenfalls in Quarantäne zu schicken und vor allem zu testen.

21:40 Uhr

Klinikum Selb behandelt nur Covid-19-Kranke

Im Haus Selb des Klinikums Fichtelgebirge werden ausschließlich Covid-19-Patienten behandelt. Die internistische Abteilung ist komplett nach Marktredwitz verlegt. Das bestätigt die Pressesprecherin des Landratsamtes, Anke Rieß-Fähnrich. Zurzeit sind in Selb etwa zwei Dutzend positiv getestete Patienten in Behandlung. 

20:49 Uhr

Mehr als eine halbe Million nachgewiesene Coronavirus-Infektionen

Mit dem neuen Coronavirus sind inzwischen nachweislich mehr als eine halbe Million Menschen in aller Welt infiziert. Das sagte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Freitag in Genf. Mehr als 20.000 Menschen seien an der Lungenkrankheit Covid-19, die das Virus auslösen kann, gestorben. «Dies sind tragische Zahlen, aber wir müssen uns auch daran erinnern, dass es weltweit Hunderttausende Überlebende gibt», sagte Tedros.


Die renommierte amerikanische Johns-Hopkins-Universität hatte in ihrer weltweit beachteten Datenanalyse am Freitag bereits fast 560.000 nachweislich Infizierte. Die wahre Zahl dürfte um ein Vielfaches höher liegen, glauben Experten. Es gibt in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen

 

18:20 Uhr

Stadt und Landkreis Hof: 77 Freiwillige melden sich zum Einsatz

Stadt und Landkreis Hof suchen in der Corona-Krise Bürger, die helfen, die ärztliche und pflegerische Versorgung in der angespannten Situation zu gewährleisten. Und der Aufruf hat gefruchtet: 77 Menschen haben sich bisher zur Verfügung gestellt, darunter zehn Medizinische Fachangestellte, vier Ärzte, zwei Altenpfleger und ein Rettungsassistent.

18:07 Uhr

Stadt und Landkreis Hof: 14 neue Infizierte

Die Zahl der an Corona-Infizierten in Hof und Umgebung ist inzwischen auf 108 Personen gestiegen (Stand: Freitag, 18 Uhr). Das teilt das Hofer Landratsamt am Freitagabend mit. Das sind 14 Fälle mehr als am Vortag. Sechs Personen sind bereits wieder symptomfrei und aus der häuslichen Isolierung entlassen. 

17:58 Uhr

Italien meldet fast 1000 Corona-Tote an einem Tag

Italien hat an einem Tag fast 1000 Tote im Zuge der Corona-Pandemie gemeldet und damit so viele wie an keinem Tag zuvor. Die Zahl stieg um 969 auf 9134, teilte der Zivilschutz in Rom mit.

Die Gesamtzahl der Infizierten stieg um fast 6000 auf 86.498. Damit liegt Italien weltweit etwa gleichauf mit den USA. Die Kurve der Neuinfektionen flachte sich aber nach Aussagen des obersten Gesundheitsinstituts etwas ab - sie hat allerdings noch nicht ihren Höhepunkt erreicht.

Die Totenzahl ist auch deshalb noch höher ausgefallen, weil darin 50 am Vortag nicht berechnete Fälle aus der Region Piemont enthalten sind. «Wir sind noch nicht auf dem Höhepunkt (der Kurve). Aber es gibt positive Anzeichen», sagte der Präsident des nationalen Gesundheitsinstitutes (ISS), Silvio Brusaferro, in Rom. Seit dem 19./20. März gebe es eine leichte Abflachung der Kurve der neuen Ansteckungen - die Kurve falle aber noch nicht ab, «wir sind in einer Verlangsamung der Steigung».

17:53 Uhr

Debatte über Ende der Corona-Auflagen - Mehring verteidigt Aiwanger

Der Landtagsabgeordnete Fabian Mehring hat Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (beide Freie Wähler) gegen Kritik wegen dessen Spekulationen über ein Ende der Corona-Auflagen in Schutz genommen. Die aktuellen Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise seien richtig und wichtig, man arbeite aber selbstverständlich mit Hochdruck an einer Exit-Strategie, betonte Mehring am Freitag. «Wer diese Krise meistern will, braucht dringend einen Plan dafür, zu welchem Zeitpunkt und mit welchen Auflagen man den Menschen in Bayern auf geordnete Weise ihren Alltag zurückgibt.» Darüber nachzudenken sei in diesen Tagen nicht nur kein Fehler, sondern eine ganz wesentliche Aufgabe verantwortungsvoller Politik.


Aiwanger hatte am Mittwoch gesagt, natürlich müsse man den Ausstieg «schon im Auge behalten». Schon beim Einstieg habe man gesagt, dass man die Situation nicht monatelang durchhalte. «Meine Einschätzung ist: Irgendwann ab Mitte April müssen wir die Kurve gekratzt haben.»

17:30 Uhr

Fast sechs Millionen Senioren leben alleine in ihrer Wohnung

Die Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus treffen in Deutschland fast sechs Millionen alleinlebende Senioren. Im Jahr 2018 lebten insgesamt 16,9 Millionen Menschen alleine in ihrer Wohnung, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte - etwa jeder dritte Single war über 65 Jahre alt. Bei einem Anteil von 35 Prozent waren das vor zwei Jahren 5,8 Millionen. Jüngere Zahlen sind nicht verfügbar.

 

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gab es 2018 insgesamt 17,4 Millionen über 65-Jährige, das waren 21 Prozent der Gesamtbevölkerung. 10,2 Millionen von ihnen lebten zu zweit mit ihrem Ehepartner in einer Wohnung. Der Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung ist in Deutschland höher als im europäischen Ausland. Im Durchschnitt der Europäischen Union stellten Menschen über 65 Jahre im Jahr 2018 lediglich 19,7 Prozent.
In Italien, das von der Corona-Pandemie besonders schwer betroffen ist, leben anteilig überdurchschnittlich viele ältere Menschen. Die über 65-Jährigen stellten 2018 dort 22,6 Prozent der Bevölkerung. Das Land hatte damit den höchsten Anteil an Senioren in ganz Europa. 

17:26 Uhr

In den BRK-Seniorenheimen wird jetzt geskypt

Wegen der Corona-Krise sind in Seniorenheime keinerlei Besuche gestattet, weder für Angehörige noch für Therapeuten. Auch Pfarrer haben keinen Zutritt. In den BRK-Seniorenheimen Kronach und Ludwigsstadt hat der BRK-Kreisverband Kronach deshalb die Möglichkeit geschaffen, via Skype, in einem doch gut persönlichen Kontakt zu bleiben. 

16:42 Uhr

Betten-Börse kommt gut an

Die im Landratsamt Wunsiedel eingerichtete Koordinierungstelle zur Unterbringung von tschechischen Pendlern ist bisher stark angefragt worden. So haben sich laut einer Mitteilung des Landratsamtes viele großen Firmen aus dem Landkreis gemeldet und Interesse an der Vermittlung freier Bettenkapazitäten bekundet. Aber auch kleinere Unternehmen wollten von dem Angebot Gebrauch machen.

 

Die Firmen stammen aus dem unterschiedlichsten Branchen, ein Schwerpunkt lag aber im Bereich Baugewerbe und Metallbau, heißt es von den Verantwortlichen. Interessant: Nicht nur deutsche Betriebe haben sich gemeldet, Anfragen kamen auch von tschechischen Unternehmern, die derzeit beispielsweise auf Baustellen im Fichtelgebirge tätig sind.

Ebenfalls groß war die Resonanz auf Seiten der Hoteliers sowie von Inhabern von Pensionen oder Ferienwohnungen und -häusern. Insgesamt gingen mehr als 80 Angebote unterschiedlichster Größenordnung beim Landratsamt ein. Sogar aus angrenzenden Landkreisen hatten sich Anbieter gemeldet. Die Größenordnung der Angebote lag dabei zwischen dem Appartement für zwei Personen bis hin zum Hotel mit rund 100 Zimmern.

16:35 Uhr

Zahl der Infizierten im Landkreis Kronach steigt

Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen im Landkreis Kronach ist bis Freitagnachmittag auf 46 angestiegen. Das sind im Vergleich zum Vortag zwölf neue Infizierte. Wie das Landratsamt weiter mitteilt, stehen darüber fast 200 Kontaktpersonen, die engen Kontakt zu einem Infizierten hatten, unter Quarantäne.

16:30 Uhr

Präsident der Bayerischen Landesärztekammer: Ausgangssperre beachten

Der Präsident der Bayerischen Landesärztekammer warnt davor, die geltenden Ausgangsbeschränkungen nicht mehr zu beachten. Es sei wichtig, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, sagte Gerald Quitterer dem Radiosender «B5 aktuell» im «Interview der Woche».
Auch in Deutschland könnte sich die Lage demnach weiter zuspitzen. Dann müssten Ärzte entscheiden, wer beispielsweise einen Beatmungsplatz im Krankenhaus bekomme. Gleichzeitig warnte der Ärztekammerpräsident im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk vor zu großer Angst. Die überwiegende Mehrheit der Infizierten habe nur schwache oder gar keine Symptome. 

 

16:30 Uhr

Vier weitere Todesfälle im Landkreis Tirschenreuth

Mittlerweile haben sich 323 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das berichtet die Pressestelle des Landkreises am Freitagnachmittag. Der Schwerpunkt ist weiterhin in der Stadt Mitterteich mit 104 Fällen. Es gibt aber mittlerweile in fast allen Gemeinden in Landkreis bestätigte Fälle.

Wie das Landratsamt zudem berichtet, sind im Landkreis vier weiter Personen (alle über 85 Jahre alt) an dem Coronavirus gestorben. Damit gibt es im Landkreis Tirschenreuth bisher acht  Todesfälle. Es zeichnen
sich leider weitere Todesfälle ab, "es muss jedoch im jedem Einzelfall geprüft werden, ob die
Erkrankung am Coronavirus die jeweilige Todesursache ist", heißt es in der Pressemitteilung weiter. 

16:01 Uhr

Keine neuen Infizierten im Landkreis Wunsiedel

Im Landkreis Wunsiedel sind derzeit 115 Menschen an Corona erkrankt. Das gab das Landratsamt am Freitagnachmittag bekannt. Damit hat sich an der Zahl von Donnerstag auf Freitag nicht verändert; innerhalb von 24 Stunden sind keine neuen Infizierten hinzugekommen. Wie das Landratsamt weiter meldet, gibt es bisher zwei Todesfälle.

15:40 Uhr

Bußgeldkatalog: Verstoß gegen Corona-Auflagen kann teuer werden

Bei einem Verstoß gegen die in Bayern wegen der Corona-Krise geltenden Ausgangsbeschränkungen droht schon im Regelfall eine Geldbuße von 150 Euro. Wer unerlaubt ein Krankenhaus oder Pflegeheim betritt, muss mit einem Bußgeld von 500 Euro rechnen. Laden- oder Restaurantbesitzern, die unerlaubterweise öffnen, droht eine Geldbuße von 5000 Euro. Das geht aus einem Bußgeldkatalog hervor, den das Gesundheitsministerium am Freitag erlassen hat. Dieser soll allen Kreisverwaltungsbehörden in Bayern als Richtschnur zur Verfügung stehen, die für die Bußgeldbescheide zuständig sind.

15:36 Uhr

Herrmann plädiert für Asylbewerber als Erntehelfer

Um den Landwirten in der Corona-Krise zu helfen, hat Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die Ausländerbehörden aufgefordert, Asylbewerbern Beschäftigungserlaubnisse zu erteilen. Damit reagierte er auf Hilfsappelle aus der Landwirtschaft. Dort fehlen angesichts der Corona-Krise Hunderte osteuropäische Erntehelfer. Diese können wegen der geschlossenen Grenzen nicht einreisen. «Mit dieser Sorge dürfen wir unsere Landwirte nicht alleine lassen», sagte Herrmann laut Mitteilung vom Freitag. Die Gewinnung von Erntehelfern stehe im öffentlichen Interesse.


Würde es Asylbewerbern ermöglicht, in der Landwirtschaft zu arbeiten, profitierten beide Seiten: «Unsere Landwirte bekommen ihre Ernte von den Feldern. Das hilft, die Versorgung der Bevölkerung zu sichern. Und Asylbewerber haben die Chance auf einen Job und ein Stück weit finanzielle Selbstständigkeit», sagte Herrmann.

14:29 Uhr

Corona in Stadt und Landkreis Coburg: Vier neue Infizierte

In Stadt und Landkreis Coburg gibt es am Freitag (Stand 14.30 Uhr) vier neue bestätigte Infektionen. Die Zahl der Corona-Infizierten in Stadt und Landkreis Coburg ist damit von 51 auf 55 Personen (38 Landkreis, 17 Stadt) gestiegen. Eine Person aus dem Landkreis ist bereits vollständig geheilt. Insgesamt befinden sich 222 Personen in Quarantäne. Dies gibt das Landratsamt am Freitag auf seiner Homepage bekannt. 

13:18 Uhr

Kreißsäle in den Regiomed-Klinken bleiben für Väter geöffnet

Wie viele andere Krankenhäuser hatten auch die Regiomed-Kliniken diese Woche den Kreißsaal zur Tabuzone für Väter wegen der Corona-Pandemie erklärt - "um Mütter und Babys zu schützen", wie es hieß. Am Freitag gibt der Medizinkonzern jedoch eine Änderung seiner Vorschriften bekannt: Väter können in den Kreißsälen des Krankenhausverbunds bei der Geburt ihrer Kinder dabei sein. Voraussetzung für die Geburtsbegleitung seien umfangreiche Hygienemaßnahmen. 

Weitere Prämisse sei, dass der Vater symptomfrei ist und in den vergangenen 14 Tagen keinen Kontakt zu einer infizierten Corona-Person hatte. Darüber hinaus muss der Mann im Kreißsaal eine vollständige Schutzmontur tragen, um das Ansteckungsrisiko für das Babys und die Klinik-Mitarbeiter zu minimieren.

Der Medizinkonzern habe in den vergangenen Tagen sehr mit der Entscheidung gerungen, um eine Lösung zu finden, die es sowohl den werdenden Eltern ermöglicht, die Ankunft des Neugeborenen gemeinsam zu erleben und zugleich sicherstellt, dass man auch im weiteren Verlauf der Pandemie die Versorgung in der Geburtsmedizin aufrechterhalten kann. "Gerade bei Hebammen kämpfen wir schon in normalen Zeiten mit extremen Fachkräftemangel", erklärt Regiomed-Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke. Wenn wenige Mitarbeiter im Kreißsaal wegen einer Corona-Infektion ausfielen oder vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt würden, könne das im schlimmsten Fall zur Kreißsaal-Schließung führen. „Natürlich war uns sehr bewusst, was für eine gravierende Einschränkung es ist, wenn ein Vater die Geburt nicht miterleben kann“, sagt Schmidtke. 

12:39 Uhr

Britischer Premierminister Johnson positiv auf Coronavirus getestet

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte er am Freitag per Kurznachrichtendienst Twitter mit.

12:37 Uhr

Johannes B. Kerner hat Corona überstanden - und eine Polizeikontrolle

Nachdem der Moderator Johannes B. Kerner Mitte März positiv auf das Coronavirus getestet worden war, darf der Hamburger nun endlich wieder raus - und geriet dabei prompt in eine Polizeikontrolle. "Ich war an der Alster spazieren und habe dann Kontakt zu meinem Local Police Officer (örtlichen Polizisten) gehabt. Die haben mich angehalten und wollten auch dieses Schreiben sehen. Und das habe ich ihnen natürlich gezeigt", sagte der 55-Jährige in der Sky-Sendung "Matze Knops Homeoffice". Er wolle darüber aber keine Witzchen machen. "Die machen alle einen guten und wichtigen Job jetzt. Es sind Tough Times (harte Zeiten), aber ich hoffe, es geht vorbei."

12:31 Uhr

Inzwischen mehr als 10.000 Coronavirus-Infektionen in Bayern

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infizierten in Bayern hat am Freitag die Marke von 10.000 überschritten. Inzwischen, Stand Freitagvormittag 10 Uhr, sind im Freistaat 10.180 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das verlautete aus Regierungskreisen unter Berufung auf die neuesten Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Demnach sind bislang 59 infizierte Patienten in Bayern gestorben.

12:31 Uhr

Seniorenheim wird trotz elf Todesfällen nicht evakuiert

Das Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus, in dem bisher elf Bewohner nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, soll nicht evakuiert werden. 

Das teilten Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) und der Leiter des Würzburger Gesundheitsamtes, Johann Löw, am Freitag mit. Die Isolierung der positiv auf das Virus getesteten Personen auf Stationen innerhalb der Einrichtung sei nach langer Abwägung aller Faktoren die medizinisch sinnvollste Lösung, hieß es. Schuchardt betonte, die Einrichtung leide derzeit vor allem an einem Mangel an Personal und Schutzkleidung.

Den Angaben vom Freitag zufolge wohnen in der Einrichtung zusammen mit einer Nachbareinrichtung derzeit 161 meist hochbetagte und demenzkranke Menschen.

11:25 Uhr

Experte in Norditalien: Noch keine Trendwende in Corona-Krise

Trotz leicht sinkender Neu-Infektionen mit dem Coronavirus ist Norditalien nach Einschätzung eines Experten noch nicht über den Berg. Der Höhepunkt stehe noch bevor, sagte der Medizinische Direktor der Gesundheitsbehörde der Provinz Bergamo, Carlo Alberto Tersalvi, am Freitag im Deutschlandfunk. Es sei zu früh, von einer Trendwende zu sprechen. Es sei ein erstes "gutes Signal", dass sich das Tempo der bestätigten Neuinfektionen verlangsamt habe.
Die Lage in den sechs Krankenhäusern der Provinz Bergamo sei weiter «sehr kritisch», sagte Tersalvi. Die Kliniken seien voll mit Intensivpatienten und «am Limit». Etwas Entlastung verschaffe die hausärztliche Versorgung. Viele weniger schwer Erkrankte würden zu Hause behandelt. «Das hilft», sagte Tersalvi, der die Zusammenarbeit aller Kliniken in der Provinz steuert.
 

11:23 Uhr

Infineon liefert Millionen Chips für Beatmungsgeräte

Der Chiphersteller Infineon hat einen Großauftrag zur Lieferung von Teilen für Beatmungsgeräte erhalten. Dabei geht es um 38 Millionen Leistungshalbleiter zur Steuerung von Elektromotoren, die in den nächsten drei bis sechs Monaten geliefert werden sollen, wie eine Sprecherin am Freitag sagte. Finanziell gehe es für das Unternehmen aus Neubiberg bei München um ein Volumen im mittleren zweistelligen Millionenbereich.
Zum Auftraggeber hieß es von Infineon nur, dass es sich um einen weltweit führenden Produzenten von Beatmungsgeräten handle. Dessen normales Bestellvolumen habe sich mit der Order verachzigfacht. Wie viele Geräte sich mit den Chips bauen lassen, sagte die Sprecherin nicht. Es werden aber mehrere pro Gerät verwendet.
 

11:21 Uhr

Verfassungsgerichtshof: Ausgangsbeschränkungen bleiben in Kraft

Die in Bayern geltenden Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise bleiben weiter in Kraft: Der Präsident des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs lehnte es ab, diese durch einstweilige Anordnung außer Vollzug zu setzen, wie das Gericht am Freitag mitteilte.

Ein Kläger hatte argumentiert, die Verordnung zu den Ausgangsbeschränkungen greife in unverhältnismäßiger Weise in Freiheitsrechte der Bürger ein. Er hatte deshalb Popularklage erhoben. Der Kläger will erreichen, dass die Verordnung für verfassungswidrig und nichtig erklärt wird. Er forderte zudem deren sofortige Außervollzugsetzung per einstweiliger Anordnung.

Der Präsident des Verfassungsgerichtshofs, Peter Küspert, der in besonderen Eilfällen selbst entscheidet, lehnte Letzteres aber nun ab. Bei einer überschlägigen Prüfung könne nicht von offensichtlichen Erfolgsaussichten, aber auch nicht von einer offensichtlichen Aussichtslosigkeit des Hauptantrags im Popularklageverfahren ausgegangen werden, hieß es in der Mitteilung des Gerichts.

Die Entscheidung über den Erlass einer einstweiligen Anordnung müsse deshalb anhand einer Folgenabwägung getroffen werden. Und danach stellte Küspert fest: "Angesichts der überragenden Bedeutung von Leben und Gesundheit der möglicherweise Gefährdeten überwiegen die Gründe gegen das Außerkraftsetzen der angegriffenen Verordnung."

11:18 Uhr

Bundeswehr setzt in Corona-Krise 15.000 Männer und Frauen ein

Die Bundeswehr setzt zur Unterstützung von Bundesländern und Kommunen in der Corona-Krise 15.000 Soldaten ein. Diese Männer und Frauen seien nicht in Verpflichtungen wie die laufenden Auslandseinsätze eingebunden und stünden nun "in abgestufter Verfügungsbereitschaft", sagte Generalleutnant Martin Schelleis, der den militärischen Unterstützungseinsatz koordiniert und führt, am Freitag in einer telefonischen Pressekonferenz. Bundesweit werde es vier regionale Führungsstäbe geben. Volle Einsatzbereitschaft sei in der kommenden Woche geplant. Die Bundeswehr sei auf eventuelle Lageverschärfungen vorbereitet.
 

08:52 Uhr

Coronavirus: Erneut 55 importierte Fälle in China - Visa ausgesetzt

In China ist die Zahl "importierter Fälle" mit dem Coronavirus erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Freitag mitteilte, wurden 55 weitere Erkrankungen bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist sind. Insgesamt zählt China damit bereits knapp 600 solcher Fälle. 
 

22:10 Uhr

Merkel: Debatte über Lockerung der Corona-Maßnahmen zu früh

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht noch keinen Grund, über eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu sprechen. «Es kann noch nicht der Zeitpunkt sein», sagte sie am Donnerstag in Berlin. Im Moment dauere es immer noch nur vier bis fünf Tage, bis sich die Infektionen verdoppeln. Diese Zeitspanne müsse sehr viel weiter gestreckt werden. Deswegen müsse sie die Menschen in Deutschland um Geduld bitten.
Inzwischen sind in Deutschland mehr als 43.000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Mehr als 260 Infizierte sind bundesweit gestorben. Bund und Länder haben beispiellose Maßnahmen beschlossen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, darunter einen Neun-Punkte-Plan, der zwischenmenschliche Kontakte minimieren soll. Dieser Beschluss war erst am vergangenen Sonntag vereinbart worden. Zuletzt hatte bereits die Debatte darüber begonnen, wann die Maßnahmen wieder gelockert werden können.

21:03 Uhr

Wieder größerer Anstieg bei Infektionen in Italien
Nach einem leichten Rückgang bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Italien sind die Zahlen wieder angestiegen. Insgesamt hatten sich bis Donnerstag nachweislich 80.539 Menschen infiziert, das sind 6153 mehr als am Vortag, wie der Zivilschutz mitteilte. Die Zahl der Toten stieg weiter stark: Bis Donnerstag waren es 8165, 662 mehr als am Vortag. Allerdings waren dabei etwa 50 Tote aus dem Piemont nicht mit eingerechnet. In den letzten Tagen waren die Neuinfektionen etwas niedriger gewesen, so dass die Hoffnung gewachsen war, dass die strikten Ausgangsbeschränkungen Wirkung zeigten.
Der Regionalpräsident der besonders betroffenen Region Lombardei, Attilio Fontana, sagte, die Zahlen seien «nicht gut» und würden ihm Sorge bereiten.
Die Stadt Bergamo, die in Italien am schwersten von der Corona-Pandemie betroffen ist, hat fast sieben Mal mehr Tote als normalerweise in einer Woche verzeichnet: Letzte Woche seien dort 313 Menschen gestorben, teilte die Kommune am Donnerstag mit. In den letzten zehn Jahren seien durchschnittlich 45 Tote pro Woche gezählt worden.
 

21:03 Uhr

Coronavirus: Zahl der Toten in Frankreich steigt - 16-Jährige stirbt
Die Zahl der Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Frankreich weiter stark gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden habe es 365 neue Fälle gegeben, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Donnerstag in Paris. Damit liege die Zahl nun bei 1696. Erstmals sei in Frankreich auch eine Jugendliche unter den Todesopfern - die 16-jährige Covid-19-Patientin sei in der Region Paris gestorben, so Salomon.
Den Angaben zufolge befinden sich derzeit 3375 Patientinnen und Patienten mit schweren Krankheitsverläufen auf Intensivstationen. Die Zahl der bestätigten Infektionen ist um rund 4000 Fälle auf 29.155 gestiegen.

19:05 Uhr

Söder: Nicht vorzeitig über Ende der Corona-Auflagen spekulieren
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor verfrühten Spekulationen über ein Ende der wegen der Corona-Krise geltenden Beschränkungen und Auflagen gewarnt. «Wenn wir erfolgreich sein wollen, und wenn wir aus dieser Krise herauskommen wollen, müssen wir diesen Weg, den wir jetzt beschritten haben, weitergehen», sagte Söder in einer am Donnerstagabend verbreiteten Videobotschaft. «Deswegen mein Tipp: Noch nicht vorzeitig darüber spekulieren, wann und wie Maßnahmen gelockert werden können. Sondern jetzt ist es wichtig, die nächste Zeit gemeinschaftlich durchzustehen.»
Söder reagierte damit möglicherweise auch auf eine Äußerung seines Stellvertreters Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Der bayerische Wirtschaftsminister und Vize-Regierungschef hatte am Mittwochabend im BR Fernsehen gesagt, natürlich müsse man den Ausstieg «schon im Auge behalten». Schon beim Einstieg habe man gesagt, dass man die Situation nicht monatelang durchhalte. «Meine Einschätzung ist: Irgendwann ab Mitte April müssen wir die Kurve gekratzt haben.»
 

18:30 Uhr

Elfter Bewohner in Würzburger Seniorenheim gestorben
Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Bewohner gestorben. Wie das Landratsamt am Donnerstag mitteilte, seien damit bislang elf Bewohner zu Tode gekommen. Zwischenzeitlich seien alle Bewohner des Heims sowie das gesamte Pflegepersonal getestet worden. Eine Entscheidung über eine mögliche Evakuierung oder eine andere Trennung der gesunden von erkrankten Bewohnern sei noch nicht getroffen worden.
Mit Experten des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sollten die Ergebnisse im Laufe des Abends «interpretiert und auf dieser Basis die notwendige Strategie festgelegt» werden, teilte das Heim mit. Entscheidungen sollten am Freitag bekanntgegeben werden. Im Gebäudeteil Ehehaltenhaus haben die Tests dem Heim zufolge keinen neuen Fall ergeben. Dort sei auch aktuell kein positiv getesteter Bewohner untergebracht. Die Einrichtung ist seit Wochen ein Schwerpunkt bei Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Bayern.
 

18:29 Uhr

China schließt im Kampf gegen Coronavirus Grenzen für Ausländer
Das bei der Bekämpfung des Coronavirus fortgeschrittene China hat die Schließung seiner Grenzen für Ausländer angekündigt. Die Maßnahme trete ab Samstag in Kraft, teilte das Außenministerium in Peking am Donnerstag auf seiner Internetseite mit. Ein Grund für die Schließung wurde zunächst nicht genannt.
Beobachter in Peking gingen aber davon aus, dass eine von Ausländern ausgelöste zweite Infektionswelle mit dem Erreger Sars-CoV-2, dem Auslöser der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19, verhindert werden solle. Nur für Diplomaten sowie für als besonders notwendig erachtete Fachkräfte und Geschäftsleute sowie in humanitären Notfällen blieben die Grenzen offen, hieß es in der Mitteilung.
 

18:26 Uhr

Dax steigt wieder über 10.000 Punkte
Deutliche Kursgewinne an der Wall Street haben den Dax am Donnerstag wieder über die runde Marke von 10.000 Punkten gehievt. Der deutsche Leitindex blieb damit letztlich auf Erholungskurs und stieg am Ende um 1,28 Prozent auf 10.000,96 Punkte, nachdem er am frühen Nachmittag noch um 3,5 Prozent abgesackt war. Von seinem erst Mitte Februar erreichten Rekordhoch bei gut 13.795 Punkten aber ist er immer noch meilenweit entfernt. Der MDax der mittelgroßen Werte ging 3,20 Prozent höher bei 21 426,13 Punkten aus dem Handel.
 

18:24 Uhr

Zahl der Infizierten und Toten in Deutschland steigt
In Deutschland sind bislang mehr als 41.300 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 10.800 Fällen sowie Bayern mit mehr als 8800 Fällen und Baden-Württemberg mit mehr als 7200 Fällen. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit 87,7 die meisten Infektionen. Mehr als 230 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben.
 

18:14 Uhr


Kult-Langstrecken-Triathlon in Roth abgesagt: Keine andere Wahl
Der Langstrecken-Triathlon in Roth, für den sich auch die beiden Ironman-Weltmeister Jan Frodeno und Anne Haug, angemeldet hatten, fällt wegen der Coronavirus-Pandemie aus. Die Kultveranstaltung über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen hätte am 5. Juli stattfinden sollen. «Schweren Herzens mussten wir die Entscheidung treffen», hieß es in einer Mitteilung der veranstaltenden Familie Walchshöfer am Donnerstag: «Es bleibt uns nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden keine andere Wahl.»

18:02 Uhr

Entscheidung zur Kulmbacher Bierwoche steht noch aus

Auf eine aktuelle Anfrage der Frankenpost äußert man sich bei der Kulmbacher Brauerei, mit knapp 950 Mitarbeitern, einer der größten Arbeitgeber in der Region, zurückhaltend: "Wir versuchen, mit den Auswirkungen der Coronakrise so gut wie möglich zurechtzukommen", schreibt Pressesprecherin Natalia Balacka. Die Produktion der Brauerei sei sichergestellt, "und wir können unsere Kunden mit unseren Brauspezialitäten und Brunnengetränken bislang ohne Einschränkungen bedienen." Die Sprecherin bittet um Verständnis, dass sich die Brauerei aufgrund der momentanen Situation auf die Aufrechterhaltung des Geschäfts konzentrieren müsse und deshalb detailliertere Fragen nicht beantworten könne. Auch beim Thema Bierwoche hält sich Balacka bedeckt: "Eine Entscheidung werden wir gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden zum gegebenen Zeitpunkt treffen." Ute Eschenbacher, Klaus Altmann-Dangelat

17:19 Uhr

Coronavirus: Vierter Todesfall im Landkreis Tirchenreuth

Im Landkreis Tirschenreuth gibt es 259 bestätigte Fälle von mit dem Coronavirus infizieren Menschen. Der Schwerpunkt ist Mitterteich mit 81 Fällen.Am Mittwochnachmittag hatte das Landratsamt 236 Fälle im Kreis gemeldet. Mittlerweile gebe es in fast allen Gemeinden im Landkreis bestätigte Fälle. Noch stehen hunderte Tests aus, deren Ergebnisse in den nächsten Tagen erwartet werden. Das Landratsamt Tirschenreuth geht von stark steigenden Fallzahlen aus. Im Landkreis ist ein weiterer Mensch (78 Jahre alt) am Coronavirus verstorben. Damit gibt es im Landkreis Tirschenreuth vier Todesfälle. Nach jetzigem Stand zeichnen sich weitere Todesfälle ab, es muss jedoch noch im jedem Einzelfall geprüft werden, ob die Erkrankung am Coronavirus die jeweilige Todesursache ist.

16:59 Uhr

Coronavirus: Zahl der Infizierten im Landkreis Kronach steigt

Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen im Landkreis Kronach ist bis Donnerstagnachmittag auf 34 angestiegen. Das sind im Vergleich zum Vortag sieben neue Infizierte. Wie das Landratsamt weiter mitteilt, stehen darüber 165 Kontaktpersonen, die engen Kontakt zu einem Infizierten hatten, unter Quarantäne.

16:36 Uhr

Derzeit 138 Infizierte: 59 neue Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Bayreuth

Die Zahl der Menschen, die in Stadt und Landkreis Bayreuth positiv auf das neue Corona-Virus getestet wurden, nimmt weiter zu. Insgesamt wurden seit dem Vortag 59 neue Fälle bekannt, teilte das Landratsamt mit. Damit haben sich bisher insgesamt 138 Personen angesteckt, wobei sechs davon aus den Nachbarlandkreisen oder in einem Fall aus einem anderen Bundesland stammen. Zu den beiden verstorbenen älteren Patienten, sind keine weiteren Todesfälle hinzugekommen, die auf das Corona-Virus zurückzuführen sind. 17 Personen mit Symptomen werden derzeit stationär in den Krankenhäusern in Bayreuth und Pegnitz behandelt, davon sind sieben intensivpflichtig.

16:25 Uhr

Vierter Corona-Todesfall in Thüringen

Im Landkreis Greiz gibt es eine zweite Greizerin, die an den Folgen des Coronavirus gestorben ist. Das teilt das Landratsamt am Donnerstagnachmittag mit. Die Zahl der Corona-Toten ist in Thüringen am Donnerstag auf vier gestiegen. Wie das Landratsamt des Landkreises Greiz am Nachmittag schrieb, war die Frau am Dienstag gestorben und wurde davor vorwiegend im häuslichen Umfeld betreut. Bereits am Mittwoch war  ein 57-jähriger Corona-Patient aus dem Ilm-Kreis im Suhler Klinikum an seiner Erkrankung gestorben. 

15:43 Uhr

Flughafen Nürnberg wegen Corona in schwieriger Lage
Der Flughafen Nürnberg steht wegen der Corona-Krise vor einem der wirtschaftlich schwierigsten Jahre seiner jüngeren Geschichte. Der Kampf gegen das Virus habe «gravierende Folgen für den Flugverkehr», sagte Flughafen-Geschäftsführer Michael Hupe am Donnerstag. «Der wirtschaftliche Schaden für die Flughafen Nürnberg GmbH und ihre Töchter ist enorm und in Gänze bislang nicht abzusehen.»
Die Geschäftsführung des zweitgrößten bayerischen Airports habe sich entschlossen, für fast alle der rund 1000 Beschäftigten für die nächsten drei Monate Kurzarbeit anzumelden. Nicht notwendige Investitionen würden verschoben. «Es kommt alles auf den Prüfstand, was für 2020 geplant war», sagte ein Sprecher. Der touristische und Geschäftsflugbetrieb steht derzeit in Nürnberg fast still.

15:40 Uhr

Corona-Virus infiziert Oberfrankens Wirtschaft schwer

Die Corona-Krise erschüttert die regionale Wirtschaft bis ins Mark. Das verdeutlichen die Blitzumfragen der beiden oberfränkischen Industrie- und Handelskammern zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Gabriele Hohenner, Hauptgeschäftsführerin der in Bayreuth ansässigen IHK für Oberfranken, zeigt sich besorgt: „Das Herunterfahren des öffentlichen Lebens trifft die Unternehmen besonders hart. Viele wissen nicht, wie es weitergehen soll.“ 82 Prozent der befragten Unternehmen aus dem Gebiet der Bayreuther Kammer erwarten inzwischen für das Jahr 2020 einen Umsatzrückgang. Jede dritte Firma rechnet mit einem Personalabbau.

Fast alle befragten Unternehmen spüren die Auswirkungen der Corona-Epidemie deutlich, wie aus der Blitzumfrage der IHK zu Coburg hervorgeht. In der ersten Umfrage vor zwei Wochen waren es 75 Prozent. IHK-Präsident Friedrich Herdan sagte, schnelle Liquiditätshilfen seien besonders wichtig. 

15:11 Uhr

Landkreis Wunsiedel: Zahl der Infizierten steigt deutlich

Im Landkreis Wunsiedel sind derzeit 115 Menschen an Corona erkrankt. Das gab das Landratsamt am Donnerstagnachmittag bekannt.Am Mittwochnachmittag lag die Zahl der Infizierten im Landkreis noch bei 88. Wie das Landratsamt weiter meldet, gibt es bisher zwei Todesfälle.

15:09 Uhr

Landesamt: 8842 Coronavirus-Fälle und 52 Tote
In Bayern sind inzwischen 8842 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Donnerstag (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. Demnach sind bislang 52 infizierte Patienten gestorben.

 

15:08 Uhr

Corona in Stadt und Landkreis Coburg: Vier neue Infizierte

In Stadt und Landkreis Coburg gibt es am Donnerstag (Stand 14.30 Uhr) vier neue bestätigte Infektionen. Die Zahl der Corona-Infizierten in Stadt und Landkreis Coburg ist damit von 47 auf 51 Personen (36 Landkreis, 15 Stadt) gestiegen. Eine Person aus dem Landkreis ist bereits vollständig geheilt. Insgesamt befinden sich 211 Personen in Quarantäne, davon zählen 161 als Kontaktpersonen. Dies gibt das Landratsamt am Donnerstag auf seiner Homepage bekannt. 

14:25 Uhr

Keine Probleme nach Grenzschließung von Tschechien

Die Schließungen der Grenzen von Tschechien nach Deutschland für Berufspendler haben nach Angaben der Polizei am Donnerstag keine größeren Verkehrsprobleme ausgelöst. Das Verkehrsaufkommen auf der deutschen Seite der Grenze sei überschaubar, sagte ein Sprecher des Lagezentrums der Bundespolizei in Pirna. In Zinnwald und Schmilka beispielsweise gibt es so gut wie keinen Autoverkehr, so ein Reporter der dpa. Tschechische Armee und Polizei sichern die Grenzen. 

14:24 Uhr

Facebook: Löschen gefährlicher Corona-Ratschläge hat Priorität

Facebook will in der Corona-Krise mit Vorrang falsche Informationen über das Virus löschen, durch die Menschen zu Schaden kommen können. Das seien zum Beispiel Empfehlungen, gegen die Infektion Bleiche zu trinken oder Knoblauch zu essen, sowie falsche Informationen zur lokalen Ausbreitung der Krankheit, sagte Facebook-Managerin Jessica Zucker der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich versuche Facebook, den Nutzern Zugang zu verlässlichen Informationen etwa von der Weltgesundheitsorganisation WHO zu erleichtern.

Falsche Behauptungen, die nicht direkt Menschenleben bedrohen - wie etwa Verschwörungstheorien zum Ursprung des Coronavirus - bleiben unterdessen auf der Plattform. Sie werden aber mit Warnhinweisen von mit Facebook zusammenarbeitenden Faktencheckern versehen - und ihre Verbreitung wird eingeschränkt. Facebook macht bisher keine Angaben dazu, wie groß die Ausbreitung falscher Informationen zur Coronavirus-Pandemie auf der Plattform ist. In der Krise ist die Nutzung sozialer Medien stark gestiegen. 
 

14:22 Uhr

Virologe Drosten: momentan in Deutschland 500.000 Tests pro Woche

In Deutschland werden nach Schätzung des Chefvirologen der Berliner Charité, Christian Drosten, inzwischen pro Woche rund 500.000 Tests auf eine Coronavirus-Infektion durchgeführt. "Der Grund, warum wir in Deutschland im Moment so wenige Todesfälle haben, gegenüber der Zahl der Infizierten, ist hinreichend damit zu erklären, dass wir extrem viel Labordiagnostik in Deutschland machen", sagte Drosten am Donnerstag in Berlin. Letzte Schätzungen ließen vermuten, dass wöchentlich rund eine halbe Million sogenannter PCR-Tests durchgeführt würden. Dabei werden Abstriche aus Nase oder Rachen genommen und im Labor auf Viren-Erbgut untersucht.

Bei der Forschung mit Blick auf die Behandlung von Covid-19-Erkrankten gehe es momentan um den Einsatz existierender Medikamente, sagte Drosten. Seiner Einschätzung nach gibt es mindestens zwei Substanzen die "vielversprechender" seien. Konkret nannte er das Grippe-Medikament Favipiravir, das in einigen asiatischen Ländern zugelassen sei. Man sehe bei dieser Substanz eine "Anfangsevidenz für eine Wirkung", aber diese sei klein und man brauche mehr Studien um dazu etwas zu sagen.
 

14:06 Uhr

Berichte über Corona-Fall in der Papst-Residenz

Im Vatikan sorgen Berichte über einen Coronafall im Umfeld des Papstes für Aufregung. Mehrere italienische Medien schrieben am Donnerstag, in der Residenz von Papst Franziskus, in der Casa Santa Marta, sei ein Geistlicher positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet worden sei. Der Vatikan bestätigte die Berichte auf Anfrage zunächst nicht. Schon Anfang März hatte es die Pressestelle des Kirchenstaates abgelehnt, Berichte über einen angeblichen Virus-Test des 83-jährigen Kirchenoberhaupts genauer zu kommentieren. Dass sich der Vatikan in der Frage von Corona-Tests bisher restriktiver verhielt als viele Politiker und Königshäuser, sorgte bei Vatikan-Berichterstattern für Unmut.  

14:04 Uhr

Kassenärzte: Keine Corona-Tests bei gesunden Bürgern

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat um Verständnis dafür geworben, dass Coronavirus-Tests nur bei Menschen mit Krankheitssymptomen vorgenommen werden. "Es macht keinen Sinn, gesunde, unauffällige Bürger zu testen", sagte der KBV-Bundesvorsitzende Andreas Gassen am Donnerstag in Berlin. "Auch wenn das für den Einzelnen vielleicht interessant sein kann, ist es medizinisch sinnfrei."

Man habe zwar große Kapazitäten, sie reichten aber nicht, "um 83 Millionen einfach mal eben durchzutesten». Entscheidend sei die ärztliche Entscheidung.

"Wir wollen viel testen, aber wir wollen zielgerichteter testen", erläuterte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Es sei nachvollziehbar, dass Bürger gerne wüssten, ob sie infiziert sind. Es gebe aber begrenzte Kapazitäten.

14:02 Uhr

50 Tonnen Schutzausrüstung für bayerische Hilfsorganisationen

50 Tonnen nagelneue Schutzausrüstung sind vom Bayerischen Roten Kreuz auch für andere Hilfsorganisationen gekauft und gesammelt worden. In einem von der Polizei geschützten Zentrallager des BRK seien die Schutzmasken, Handschuhe, Schutzkittel und Desinfektionsmittel über Wochen gesammelt worden, teilte das BRK am Donnerstag mit. Jetzt würden sie an die Kreisverbände von BRK, Malteser Hilfsdienst, ASB, DLRG und andere Organisationen in ganz Bayern verteilt. "Das Material reicht für vierzehn Tage", sagte BRK- Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk. "Die Kraftanstrengungen gehen weiter."

 

10:30 Uhr

Aiwanger: Ab Mitte April muss Stillstand überwunden sein

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat ein mögliches Datum für eine Lockerung der massiven Beschränkungen in der Corona-Krise angedeutet. Besonders mit Blick auf die Wirtschaft sagte Bayerns stellvertretender Ministerpräsident im Fernsehen des Bayerischen Rundfunks: "Wir halten das natürlich nicht monatelang durch, sondern meine Einschätzung ist, irgendwann ab Mitte April müssen wir die Kurve gekratzt haben." Derzeit seien vor allem Gastronomie und Hotellerie, aber auch global agierende Unternehmen aus Maschinenbau und Autoindustrie betroffen, sagte der Politiker der Freien Wähler am Mittwochabend im "BR-extra"-Interview. "Der Stillstand wäre nicht auf Dauer durchzuhalten, weil das die Wirtschaft so abwürgt, dass wir am Ende mehr Tote hätten, weil die Grundversorgung nicht mehr funktioniert."

10:06 Uhr

Lebensmittelhandel: 700 Prozent mehr Klopapier verkauft

Die Gewinner der Corona-Krise sind die Hersteller von Toilettenpapier. Hamsterkäufe beim Hygieneartikel haben den Absatz massiv erhöht. Von Februar zum März 2020 sei eine Steigerung um 700 Prozent zu verzeichnen, sagte Christian Böttcher, Sprecher des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), ohne genaue Zahlen zu nennen.

Das Toilettenpapier nehme beim Kaufverhalten der Deutschen eine Sonderstellung ein, so der Sprecher. Wegen der Angst, man dürfe irgendwann nicht mehr das Haus verlassen, werde gebunkert. Es entstehe eine paradoxe Situation. Böttcher: "Einige wissen nicht, wohin damit. Andere haben zu wenig."
 

09:52 Uhr

Corona-Krise: Gottesdienst-Übertragungen boomen

In Zeiten verbotener Gottesdienste in Kirchen wegen der Corona-Krise boomen Kirchenformate im Fernsehen. "Die Zahlen bei Gottesdiensten und dem "Wort zum Sonntag" haben sich im Durchschnitt um 70 Prozent erhöht", sagte der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, der Deutschen Presse-Agentur in München. "Bei einigen kirchlichen Formaten hat sich der Zuspruch sogar nahezu verdoppelt." Auch die katholische Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat den Eindruck, "dass es enormen Zulauf gibt".
 

09:50 Uhr

Corona lässt Milchpreise sinken - Bauern und Molkereien nervös

Die Corona-Krise führt zu Verwerfungen auf dem Milchmarkt. Während die Molkereien Mühe haben, die stark gestiegene Nachfrage in den Supermärkten zu bedienen, stottert der Export, das Geschäft mit der Gastronomie und gewerblichen Kunden ist weitgehend zum Erliegen gekommen. Auf die Milchbauern kommen deswegen sinkende Preise zu, obwohl die Bürger derzeit rekordverdächtige Mengen an Milch und Milchprodukten kaufen, wie in der Branche berichtet wird. "Wir haben eine extreme Änderung der Warenströme innerhalb sehr kurzer Zeit", sagte Hans-Jürgen Seufferlein, der Direktor des Verbands der Milcherzeuger Bayern.

"Die Aufträge seitens des Lebensmitteleinzelhandels (im Inland) sind aktuell doppelt so hoch wie in einer "normalen" Woche um diese Zeit", sagte Oliver Bartelt, der Sprecher des Deutschen Milchkontors (DMK) in Bremen, der größten deutschen Molkereigenossenschaft.

Die Kunden kaufen demnach vor allem haltbare Milch und Sahne sowie Butter und Käse. "Alle weiteren Segmente verzeichnen aber ebenfalls deutliche Anstiege - teilweise wird die dreifache Wochenmenge bestellt", sagte Bartelt. Die aktuelle Liefermenge bei DMK liegt demnach derzeit 40 Prozent über Durchschnitt.

Doch die Gastronomie kauft deutschlandweit quasi nichts mehr, und der Verkauf ins Ausland ist derzeit ebenfalls sehr schwierig.
 

09:44 Uhr

Merkel und EU-Kollegen beraten über gemeinsamen Kampf gegen Corona

Bei einem Videogipfel wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die übrigen EU-Staats- und Regierungschefs am heutigen Donnerstag (16 Uhr) erneut ihre Maßnahmen gegen die Corona-Krise abstimmen. Thema sind die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Virus, die Lastwagenstaus an den innereuropäischen Grenzen und der gemeinsame Kampf gegen die Wirtschaftskrise infolge der Pandemie. Die Videoschalte ersetzt den regulären EU-Gipfel, der eigentlich für Donnerstag und Freitag in Brüssel geplant war. Dieser wurde wegen Covid-19 jedoch verschoben. 
 

09:43 Uhr

Zahl der Coronavirus-Toten steigt in den USA auf über 1000

In den USA hat die Zahl der durch das Coronavirus ums Leben gekommenen Menschen am Mittwoch die Marke von 1000 überschritten. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor. Demnach starben mittlerweile sogar mehr als 1030 Menschen an Covid-19. Mehr als 68.500 Infizierte wurden bestätigt. Nur China und Italien haben bislang mehr Infizierte registriert. New York ist die US-Stadt mit den meisten Opfern - hier wurden allein 280 Tote gezählt. Für das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum gelten weitreichende Ausgangssperren. Restaurants, Bars, Schulen, Museen und Broadwayshows sind geschlossen.

09:42 Uhr

Strenges Ausgangsverbot wird in Spanien bis 11. April verlängert

In dem von der Coronavirus-Krise besonders schwer betroffenen Spanien müssen die knapp 47 Millionen Bürger nun sogar bis zum 11. April weitgehend zu Hause bleiben. Das Parlament in Madrid billigte am frühen Donnerstagmorgen einen Antrag der linken Regierung auf Verlängerung des Alarmzustands um weitere zwei Wochen. Im Rahmen dieser dritthöchsten Notstandsstufe ist seit dem 15. März im ganzen Land unter anderem ein strenges Ausgangsverbot in Kraft.

Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach in seiner Rede von einem "Albtraum", der aber "bald vorbei sein" werde. Dafür tue seine Regierung alles. Die Verlängerung des Alarmzustands wurde nach einer elfstündigen Marathonsitzung gegen zwei Uhr morgens ohne Gegenstimmen angenommen. Nur 43 der insgesamt 350 Abgeordneten nahmen an der Debatte und der anschließenden Abstimmung im "Congreso de los Diputados" persönlich teil. 307 zogen es wegen des Virus vor, aus sicherer Ferne die Stimme abzugeben.
 

22:53 Uhr

Ärzte erwarten auch in Deutschland Mangel an Intensivbetten
Wegen der Corona-Krise wird es nach Einschätzung von Ärzten wahrscheinlich auch in Deutschland bald an Betten zur intensiven Betreuung von Schwerkranken fehlen. In einem Schreiben von sieben medizinischen Fachgesellschaften heißt es nach Informationen der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Donnerstag), trotz Erhöhung der Kapazitäten stünden wahrscheinlich in kurzer Zeit «nicht mehr ausreichend intensivmedizinische Ressourcen» zur Verfügung. Die Ärzte müssten dann Entscheidungen über Leben und Tod treffen.
Dazu gibt es der Zeitung zufolge auch einen Katalog mit Handlungsempfehlungen. Entscheidend müssten medizinischer Befund und Wille des Patienten sein. Weiter heißt es: «Wenn nicht mehr alle kritisch erkrankten Patienten auf die Intensivstation aufgenommen werden können, muss analog der Triage in der Katastrophenmedizin über die Verteilung der begrenzt verfügbaren Ressourcen entschieden werden.» Eine Auswahl, wer akut oder intensiv behandelt werde und wer nicht, sei «unausweichlich»».

22:49 Uhr

New York baut in Corona-Krise provisorische Leichenhalle
Angesichts ansteigender Totenzahlen in der Corona-Krise hat die Millionenmetropole New York eine provisorische Leichenhalle errichtet. Die weißen Zelte wurden außerhalb des Bellevue Krankenhauses in Manhattan aufgebaut, wie Fotos zeigten und lokale Medien übereinstimmend am Mittwoch berichteten. Die Internetseite «Politico» berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen im Heimatschutzministerium, dass erwartet würde, dass die Leichenschauhäuser in der Ostküstenstadt nächste Woche an ihre Kapazitätsgrenze stoßen.
New York hat in der Corona-Pandemie mit etwa 200 Toten nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mit Abstand die meisten US-Opfer. Landesweit lag die Zahl der Toten am Mittwochabend (Ortszeit) demnach bei rund 900. Für das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum gelten weitreichende Ausgangssperren. Restaurants, Bars, Schulen, Museen und Broadwayshows sind geschlossen.

22:05 Uhr

Überlegungen zu Quarantäne für Passagiere von Flügen aus Drittstaaten
Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus erwägt Deutschland, aus Nicht-EU-Staaten ankommende Reisende für zwei Wochen in häusliche Quarantäne zu schicken. Über entsprechende Überlegungen soll das Corona-Krisenkabinett nach dpa-Informationen an diesem Donnerstag beraten. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe darüber berichtet.
Den Überlegungen zufolge sollen Reisende, die aus Nicht-EU-Staaten nach Deutschland kommen, von der kommenden Woche an alle nach Ankunft für zwei Wochen zu Hause in Quarantäne gehen - und zwar unabhängig davon, ob sie zuletzt in einem Risikogebiet waren. Entschieden wurde darüber nach dpa-Informationen aber noch nicht. Da für die meisten Nicht-EU-Bürger derzeit ein Einreiseverbot gilt, würde dies im Wesentlichen Deutsche und Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis und Wohnort in Deutschland betreffen.
Der Funke-Mediengruppe zufolge geht es um Passagiere aus Drittstaaten außerhalb der EU, die an den internationalen Flughäfen München, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Hamburg und Berlin ankommen. Die Verhängung von Quarantäne liege allein in der Zuständigkeit der Länder, letztlich der Gesundheitsämter vor Ort, hieß es in dem Bericht.

21:51 Uhr

Solidaraktion Fußball: Champions-League-Clubs spenden für Vereine
Mit rund 20 Millionen Euro wollen die vier deutschen Champion-League-Clubs die finanziell notleidenden Fußballvereine der 1. und 2. Liga unterstützen. Über diese einmalige Solidaraktion in Zeiten der Corona-Krise berichtete die «Bild»-Zeitung am Mittwoch.  
Über ein Modell für die Hilfsaktion hätten sich der FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen in der vergangenen Woche verständigt. Die vier Clubs wollen laut «Bild» auf 12,5 Millionen Euro verzichten, die ihnen aus dem aktuellen TV-Vertrag zustünden. Das Geld fließt nun in den Solidartopf.
Die vier Top-Clubs stocken diese Summe mit eigenen Mitteln zudem um insgesamt 7,5 Millionen Euro auf - somit stünden 20 Millionen Euro zur Verfügung. Die Deutsche Fußball Liga solle «je nach Bedürftigkeit» entscheiden, welcher Verein Geld erhält.

 

21:04 Uhr

Mehr Coronavirus-Infektionen - zwei neue Todesfälle in Thüringen
In Thüringen sind zuletzt 74 weitere Fälle von Neuinfektionen und zwei neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus erfasst worden. Insgesamt ist der Erreger Sars-CoV-2 damit bei mindestens 423 Menschen im Freistaat nachgewiesen worden, wie aus einer Mitteilung der Staatskanzlei am Mittwoch in Erfurt hervorgeht. Die Zahl bestätigter Infektionen ist damit innerhalb von 24 Stunden - von Dienstag- auf Mittwochvormittag - weiter gestiegen. Zudem wurde in Greiz ein zweiter und in Suhl ein dritter Todesfall gelistet.
 

21:03 Uhr

Coronavirus: Mehr als 25.000 bestätigte Infektionen in Frankreich
In Frankreich gibt es erstmals mehr als 25.000 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der Fälle sei innerhalb eines Tages um 2933 auf insgesamt 25.233 gestiegen, teilte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Mittwoch in Paris mit. Demnach wurden 1331 Todesfälle verzeichnet. Rund 11.500 Patienten würden landesweit in Krankenhäusern behandelt, gut 2800 davon auf Intensivstationen. Ein Drittel der Patienten in den Kliniken sei jünger als 60 Jahre, sagte Salomon.
Der Gesundheitsdirektor rief die Französinnen und Franzosen erneut auf, zu Hause zu bleiben. Die Überlastung der Krankenhäuser müsse verhindert werden, so Salomon. Im Anti-Corona-Kampf hatte Frankreich vor mehr als einer Woche strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt, die polizeilich überwacht werden. Bürger, die vor die Türe gehen, müssen einen Passierschein vorweisen können und angeben, wohin sie gehen.

20:56 Uhr

Auch zweiter Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ
Auch beim zweiten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. Das teilte ein Regierungssprecher am Mittwoch in Berlin mit. «Die Bundeskanzlerin arbeitet weiterhin aus der häuslichen Quarantäne und wird sich Anfang der kommenden Woche erneut testen lassen.»

20:30 Uhr

Klöckner: Mehrere EU-Länder fordern Eingriff in Agrarmarkt
Mehrere EU-Staaten verlangen nach Angaben von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) regulierende Eingriffe in den europäischen Markt für Agrarprodukte. Die Forderungen infolge der Corona-Krise seien auf einer Videokonferenz mit ihren Amtskollegen am Mittwoch laut geworden, sagte Klöckner in Berlin. Deutschland halte derzeit keine Marktmaßnahmen nötig.
Die EU-Kommission kann eingreifen, wenn es erhebliche Preisschwankungen gibt oder schwere Ungleichgewichte auf dem Markt für Agrarprodukte entstehen. Die Agrarminister hatten sich wegen der aktuellen Reisebeschränkungen und Ansteckungsgefahr nicht in Brüssel getroffen, sondern per Videoschalte miteinander diskutiert.

 

19:45 Uhr

236 Corona-Fälle im Kreis Tirschenreuth: Aufruf zur Spende von Schutzmaterial

Mittlerweile haben sich im Landkreis Tirschenreuth 236 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert - 76 von ihnen in der Stadt Mitterteich (Stand: Mittwoch, 15 Uhr).

Wie das Landratsamt Tirschenreuth weiter mitteilt, stünden noch Hunderte Tests aus, deren Ergebenisse in den nächsten Tagen erwartet werden. Das Landratsamt Tirschenreuth geht weiterhin davon aus, dass die Fallzahlen stark steigen werden.

Da Schutzausrüstung, insbesondere Schutzmasken, rar sind, ruft das Landratsamt alle Unternehmen und Privathaushalte dazu auf, entsprechendes Material zu spenden, damit sich etwa das Personal in den Kliniken, in Heimen, Pflegedienste und die Einsatzkräfte ausreichend schützen können.

Das gesammelte Material werde über den Katastrophenschutz des Landkreises verteilt. Wenn Sie diese Aktion unterstützen wollen, dann wenden Sie sich bitte per Mail an: kez@kfv-tirschenreuth.de oder an die Telefonnummer: 09634/91682112.

19:44 Uhr

Auch Spanien nun mit mehr Corona-Todesfällen als China
Nach Italien hat nun auch Spanien mehr Todesfälle durch die Coronavirus-Pandemie als China gemeldet. Bis Mittwochmittag sei die Zahl der Toten auf 3434 gestiegen, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Am Vortag waren es noch knapp 2700. In China lag die Zahl am Mittwoch bei rund 3150.

19:12 Uhr

WHO-Chef warnt vor zu früher Aufhebung von Corona-Restriktionen
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, die strikten Maßnahmen zur Eindämmung des gefährlichen neuen Coronavirus zu früh wieder aufzuheben. «Das letzte, was Länder nun brauchen, ist, dass Schulen und Unternehmen öffnen, nur um dann wegen eines Wiederauflebens (des Virus) erneut zur Schließung gezwungen zu werden», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf.
US-Präsident Donald Trump will die Beschränkungen möglichst schon Ostern, also in zweieinhalb Wochen, wieder aufheben. Die Folgen der Schutzmaßnahmen für die Wirtschaft würden verheerender als die Auswirkungen der Pandemie, sagte er am Dienstag dem Sender Fox News. «Diese Medizin ist schlimmer als das Problem.»
Der weitgehende Stillstand von Wirtschaft und Gesellschaft gebe Ländern ein Zeitfenster, sich besser auf die Bewältigung der Krise vorzubereiten, sagte Tedros. Er appellierte an alle Länder, die Zeit zu nutzen, um ihre Gesundheitskapazitäten auszubauen, mehr Tests zu produzieren, zusätzliche Einrichtungen für die Behandlung von Infizierten herzurichten und klare Regeln für die Quarantäne jener Menschen zu entwickeln, die sich vielleicht infiziert haben.
«Rigorose Maßnahmen, um Infizierte und Verdachtsfälle zu finden, zu isolieren, zu behandeln und zu überwachen sind der beste und schnellste Weg, um diese extremen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beschränkungen aufzuheben», sagte Tedros. «Wir müssen zusammenarbeiten, um ältere Menschen vor dem Coronavirus zu schützen und sicherzustellen, dass sie versorgt sind.»
 

18:52 Uhr

Regiomed verbannt werdende Väter aus dem Kreißsaal

Ab sofort können werdende Väter ihre Partnerinnen nicht mehr in den Kreißsaal begleiten - dazu haben sich jetzt die Regiomed-Kliniken entschlossen. Das Infektionsrisiko sei so hoch, dass man nicht anders handeln könne, erklärt der Leiter des Hygieneinstituts, Professor Klaus-Dieter Zastrow. Man gehe hier sogar über die Allgemeinverfügung des Freistaats Bayern hinaus, die bei Geburten noch Ausnahmeregelungen vorsieht. Auch während der Pandemie wolle man für die werdenden Mütter in der Region da sein, sagt Zastrow. "Wenn unser Kreißsaalpersonal plötzlich coronainfiziert wäre, dann müssten wir den Kreißsaal schließen. Das darf nicht passieren."

Väter dürfen im Familienzimmer die ersten Stunden mit Mutter und Kind gemeinsam erleben - "unter der Voraussetzung, dass die Väter in dieser Zeit die Klinik nicht verlassen", erläutert Professor Stefan Piltz, Ärztlicher Direktor am Klinikum Coburg und Mitglied im verbundweiten Corona-Spezial-Team.

Um diese massive Einschränkung wenigstens etwas abzufedern, arbeite Regiomed mit Hochdruck daran, den werdenden Eltern zu ermöglichen, während der Geburt über moderne Videotechnik miteinander zu kommunizieren.

18:31 Uhr

Tschechien lässt Gesundheitsmitarbeiter nach Deutschland pendeln

Tschechien lenkt bei der strittigen Frage der grenznahen Berufspendler teilweise ein. Angehörige des Gesundheits- und Rettungswesens sowie der sozialen Dienste, die in Deutschland oder Österreich arbeiten, aber in Tschechien leben, dürfen die Grenze nun doch weiter täglich überschreiten. Das habe Innenminister Jan Hamacek auf Grundlage entsprechender Wünsche aus den beiden Nachbarstaaten entschieden, teilte seine Sprecherin am Mittwochabend in Prag mit.

Diesen Berufen komme eine Schlüsselaufgabe bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie zu, hieß es zur Begründung. Für alle anderen tschechischen Berufspendler gilt, dass sie ab Donnerstag in den jeweiligen Nachbarländern für einen längeren - empfohlen wird ein dreiwöchiger - Zeitraum arbeiten müssen. Nach ihrer Rückkehr nach Tschechien kommen sie in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne.

18:26 Uhr

Corona: Zahl der Infektionen im Landkreis Kulmbach steigt weiter

42 Coronafälle meldet das Gesundheitsamt, Stand Mittwoch, 16 Uhr, für den Landkreis Kulmbach. Das sind sechs Fälle mehr als am Dienstag. Fünf Personen würden stationär behandelt, einer davon außerhalb Kulmbachs, heißt es weiter.

18:25 Uhr

Corona: Weitere Todesfälle in Oberfranken

Zwei Patienten aus dem Landkreis Bayreuth sind am Dienstag an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben.

Das teilte das Landratsamt Bayreuth am Mittwoch mit. Die Zahl der Menschen, die in Stadt und Landkreis Bayreuth positiv auf das neue Corona-Virus getestet wurden, nimmt weiter zu, was zu erwarten gewesen sei. Insgesamt wurden seit dem Vortag 14 neue Fälle bekannt.

Damit haben sich bisher insgesamt 79 Personen angesteckt, wobei sechs davon aus den Nachbarlandkreisen oder in einem Fall aus einem anderen Bundesland stammen. 15 Personen mit Symptomen werden derzeit stationär im Krankenhaus behandelt, davon sieben intensivpflichtig. 

Das Personal von fünf Hausarztpraxen befindet sich weiter in häuslicher Quarantäne. Bisher konnten bereits acht Personen die 14-tägige häusliche Quarantäne wieder verlassen.

17:37 Uhr

Stadt und Landkreis Hof: Acht neue Infizierte

Die Zahl der Corona-Infizierten in der Stadt und im Landkreis Hof ist von Dienstag (77 bekannte Fälle) auf Mittwoch um acht Personen gestiegen. Damit meldet das Landratsamt 85 bestätigte Infektionen. Vier Personen sind bereits wieder symptomfrei und aus der häuslichen Isolierung entlassen. 

17:36 Uhr

Bayerns Unis planen trotz Corona mit Sommersemesterstart am 20. April

Trotz der nicht ansatzweise kalkulierbaren Entwicklung in der Corona-Krise planen Bayerns Universitäten und Hochschulen mit einem Vorlesungsbeginn am 20. April. «Ein Ausfall des gesamten Sommersemesters ist für uns keine Option», sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Mittwoch in München. Das Coronavirus stelle jeden vor bislang unbekannte, große Herausforderungen. «Dennoch müssen wir in dieser Extremsituation einen möglichst kühlen Kopf bewahren und klug und verantwortungsvoll handeln. Unter den Hochschulen herrscht Konsens, dass das Sommersemester 2020 stattfinden soll.»


Der Freistaat und seine Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen sowie Kunsthochschulen setzen daher alles daran, den Vorlesungsbetrieb im Sommersemester 2020 am 20. April 2020 starten zu können - wenn auch voraussichtlich unter veränderten Rahmenbedingungen. 

17:12 Uhr

Kaum Helfer und kaum Lebensmittel - Tafeln leiden unter Corona-Krise

Den Tafeln in Bayern fehlen wegen der Corona-Krise immer mehr Helfer und Lebensmittel. «Es ist wichtig, dass gerade die Ärmsten in unserer Gesellschaft auch jetzt mit Lebensmitteln und Sachspenden versorgt werden», sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) am Mittwoch in München.


In der aktuellen Krisenlage fehlten vielerorts Helfer und wegen der hohen Nachfrage in den Supermärkten auch Lebensmittel, die an Bedürftige weitergegeben werden könnten. Viele der sonstigen ehrenamtlichen Helfer könnten derzeit nicht eingesetzt werden, da sie selbst zu den Coronavirus-Risikogruppen gehörten, beispielsweise wegen ihres Alters oder chronischen Erkrankungen.


Der Besuch von Tafeln ist ausdrücklich auch zu Zeiten der Ausgangsbeschränkungen in Bayern erlaubt. Damit die bedürftigen Menschen weiterhin versorgt werden könnten, brauche es noch mehr Unterstützung von freiwilligen jungen Helferinnen und Helfern, hieß es weiter. Um Ansteckungsrisiken zu minimieren, hätten manche Tafeln bereits auf einen Bringdienst umgestellt.
 

17:03 Uhr

Verwaltungsgerichtshof muss Ausgangsbeschränkungen prüfen

Es seien zwei Normenkontrollanträge eingegangen, über die zudem im Eilverfahren entschieden werden soll, sagte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch in München. Die Antragsteller wehren sich gegen die Verordnung der Staatsregierung, die unter anderem das Verlassen der Wohnung nur noch mit triftigen Gründen erlaubt. Zunächst bekommt nun die Staatsregierung Gelegenheit zur Stellungnahme. Mit einer Entscheidung des zuständigen Senats sei deshalb voraussichtlich nicht mehr in dieser Woche zu rechnen, sagte die Gerichtssprecherin.

16:46 Uhr

Kardinal Marx: Ostern ohne öffentliche Gottesdienste

Wegen der Corona-Pandemie werden auch die Kar- und Ostergottesdienste im Freistaat ausfallen. «Wir wissen und anerkennen, dass es keine andere Möglichkeit gibt, das Leben möglichst vieler Menschen zu retten», heißt es in einem Schreiben des Erzbischofs und Kardinals Reinhard Marx an die pastoralen Mitarbeiter des Erzbistums vom Mittwoch. Marx will die Gottesdienste nun ohne Öffentlichkeit im Münchner Liebfrauendom feiern und im Internet streamen. Entsprechend dem allgemein gültigen Verbot von Veranstaltungen dürfen die Gläubigen bis zum 19. April nicht mehr in Kirchen zusammenkommen. Gebete Einzelner sind aber erlaubt. 

16:41 Uhr

Mitarbeiter am Kulmbacher Klinikum positiv getestet

Was derzeit leider zahlreiche Krankenhäuser im gesamten Land und auch in der Region Oberfranken betrifft, ist nun auch am Klinikum Kulmbach eingetreten, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Klinikum Kulmbach. Geschäftsführerin Brigitte Angermann teilte am Mittwochnachmittag mit: "An unserem Haus gibt es Mitarbeiter, die positiv auf das Covid-19 Virus getestet worden sind. Bei einem Gesundheitsbetrieb mit rund 1700 Beschäftigten ist es aufgrund der Dynamik dieser Viruserkrankung nicht auf Dauer auszuschließen, dass auch eigene Mitarbeiter erkranken. Die Betroffenen befinden sich, wie das gesetzlich vorgeschrieben ist, in Quarantäne."

Über den Infektionsweg können nach Angaben der Klinikumsgeschäftsführerin keine gesicherten Aussagen gemacht werden. In der Pressemitteilung heißt es weiter: "Die meisten dieser Personen sind, nachdem ihre Tests negativ ausgefallen sind, seit heute wieder im Dienst. Die Versorgung unserer Patienten war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Alle Stationen und Funktionsbereiche am Klinikum Kulmbach waren jederzeit voll einsatzfähig, es gab keinerlei Einschränkungen." 

16:24 Uhr

Landkreis Wunsiedel: 88 bestätigte Corona-Infizierte

Im Landkreis Wunsiedel sind derzeit 88 Menschen an Corona erkrankt. Das gab das Landratsamt am Mittwochnachmittag bekannt. Zwei Menschen sind daran bereits gestorben. 

15:45 Uhr

Bundestag setzt Notfallregelung der Schuldenbremse in Kraft

Der Bundestag hat für die Hilfspakete in der Corona-Krise die Notfallregelung der Schuldenbremse in Kraft gesetzt. Damit ermöglichte er dem Bund am Mittwoch, neue Kredite in Höhe von 156 Milliarden Euro aufzunehmen.

15:38 Uhr

Bundestag beschließt Nachtragshaushalt - 156 Milliarden neue Schulden

Der Bundestag hat einen Nachtragshaushalt zur Finanzierung der Hilfspakete in der Corona-Krise beschlossen. Vorgesehen sind darin neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro. Der Bundesrat muss den Plänen am Freitag noch zustimmen.

14:40 Uhr

Corona in Stadt und Landkreis Coburg: Neun neue Infizierte

Die Zahl der Corona-Infizierten in Stadt und Landkreis Coburg ist damit von 38 auf 47 Personen (33 Landkreis, 14 Stadt) gestiegen. Eine Person aus dem Landkreis ist bereits vollständig geheilt. Insgesamt befinden sich 202 Personen in Quarantäne, davon zählen 155 als Kontaktpersonen. Dies gibt das Landratsamt am Mittwoch auf seiner Homepage bekannt. 

13:39 Uhr

"Dicht an dicht" am Gipfelkreuz - Bergwanderer kassieren Anzeigen

Im Allgäu haben Bergwanderer aufgrund von Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen Anzeigen erhalten. Wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte, hatten sich die Ausflügler am Riedberger Horn "dicht an dicht" am Gipfelkreuz aufgehalten und somit gegen die wegen der Coronavirus-Krise festgelegte Abstandsregel von eineinhalb Metern verstoßen.

Die Beamten aus Oberstdorf hatten beobachtet, dass "unzählige Wanderer und Skitourengeher" teils aus anderen Landkreisen angereist und unterwegs waren. Der Sprecher des Polizeipräsidiums erläuterte, es sei zwar nicht wünschenswert, wenn die Wanderer über weite Strecken anreisen, verboten sei dies jedoch nicht.

13:37 Uhr

Ausgangsbeschränkungen sorgen für bessere Luft in Paris

Mit strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus hat sich im Großraum Paris die Luftqualität deutlich verbessert. Mit der Umsetzung der Maßnahmen am 17. März habe es einen Rückgang von Stickstoffoxid-Emissionen um mehr als 60 Prozent gegeben, teilte Airparif, eine Agentur zur Beobachtung der Luftqualität des Umweltministeriums, am Mittwoch mit. Damit habe sich die Luftqualität im Pariser Ballungsraum um 20 bis 30 Prozent verbessert. "Trotz eines Anstiegs des Heizens von Wohngebäuden ist dieser Rückgang weitgehend auf den starken Rückgang des Straßen- und Flugverkehrs zurückzuführen", so die Experten.

Die Wissenschaftler haben sich die Luftqualität im Zeitraum vom 16. bis 20. März angeschaut. Die Verbesserung sei besonders an den Hauptstraßen spürbar, hieß es weiter. Geringere Auswirkungen seien dagegen beim Feinstaub beobachtet worden. Das Heizen von Wohnhäusern, die Aufrechterhaltung landwirtschaftlicher Aktivitäten sowie die in mehreren Nachbarregionen beobachtete frühlingshafte Witterung, die die Bildung von Feinstaub begünstigt, seien die Gründe dafür. Seit rund einer Woche gelten in Frankreich strenge Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus - die Menschen dürfen nur vor die Tür, wenn es unbedingt notwendig ist.
 

13:23 Uhr

Regensburger Domspatzen rekrutieren Nachwuchs per Videokonferenz

Wegen der Corona-Pandemie findet das Probesingen bei den Regensburger Domspatzen heuer per Videokonferenz statt. Kinder, die sich für das kommende Schuljahr bei dem berühmten Knabenchor anmelden möchten, könnten ihre Stimme in einem «virtuellen Vorsingraum» testen lassen, teilte das Gymnasium am Mittwoch mit.

Voraussetzung sei lediglich ein Internetanschluss. Per Videokonferenz würden Domkapellmeister Christan Heiß und seine Chorleiter dann etwa 20 Minuten lang die musikalischen Anlagen der Schüler testen. Die Buben sollten nach Möglichkeit ein bekanntes Kirchen-, Volks- oder Kinderlied vorbereiten, zum Beispiel «Alle Vöglein sind schon da», hieß es.

12:59 Uhr

Bayreuth: Maisel sagt Weissbierfest und Fun Run ab

Die Bayreuther Brauerei Maisel sagt wegen der Corona-Krise das 33. Maisel's Weissbierfest ab. Es hätte vom 14. bis 17. Mai 2020 stattgefunden. Der für Sonntag, den 17. Mai geplante Maisel's Fun Run wird 2020 ebenfalls nicht stattfinden. 

12:07 Uhr

Wegen Corona-Krise neue Düngeverordnung erst ab 2021

Wegen der Corona-Krise fordert Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber eine spätere Umsetzung der neuen Düngeverordnung. «Die Landwirte sollten die Vorgaben der neuen Düngeverordnung erst ab 2021 anwenden müssen. Damit bekämen sie in diesen Krisenzeiten ausreichend Zeit für die notwendigen betrieblichen Anpassungen», sagte die CSU-Politikerin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München.


Kaniber schließt sich damit einer Forderung der deutschen Landwirte an. Sie betonte, dass sie bei der Bundesratssitzung am Freitag einen entsprechenden Antrag stellen werde und «eine breite Unterstützung des Antrags durch andere Bundesländer» erwarte.

In einem gemeinsamen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) fordern die Agrarminister aus Bayern, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen eine «größtmögliche Flexibilität» der EU-Kommission auf diese Ausnahmesituation. «Die landwirtschaftliche Produktion ist ein systemrelevanter Bereich der europäischen Infrastruktur und viele Betriebe sind durch die Pandemie stark betroffen», heißt es in dem Schreiben, welches der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

 

11:52 Uhr

Prinz Charles positiv auf Coronavirus getestet

Der britische Thronfolger Prinz Charles (71) ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.Das teilte der Palast am Mittwoch mit. Er habe nur milde Symptome und sei ansonsten bei guter Gesundheit, hieß es weiter.

 

11:03 Uhr

1000 weitere Pflegekräfte melden sich freiwillig zur Hilfe

Innerhalb nur eines Tages haben sich 1000 weitere Pflegekräfte in Bayern freiwillig zur Hilfe gemeldet. Das Gesundheitsministerium habe einen Aufruf gestartet, dass sich alle Pflegekräfte, die gerade nicht im Pflegeberuf tätig seien, sondern anderweitig, freiwillig melden können, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch in der Plenarsitzung des Landtags in München.


In kürzester Zeit meldeten sich viele freiwillig. «Ich finde das großartig», sagte Huml. «Es kommt darauf an, dass wir jetzt Solidarität zeigen, aber auch Entschlossenheit», sagte Huml. «Es geht darum, unser Gesundheitssystem nicht zu kollabieren lassen.»

10:48 Uhr

7289 Coronavirus-Fälle in Bayern und 41 Tote

In Bayern sind inzwischen 7289 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Es gebe 41 Todesfälle, sagte Staatssekretär Gerhard Eck (CSU) am Mittwochvormittag in Würzburg. Eck ist wegen der Coronakrise für drei Monate vorübergehend vom Innen- ins Gesundheitsministerium gewechselt.

10:15 Uhr

Landtag will Infektionsschutzgesetz absegnen - «Wollen Leben retten»

Der Landtag steht im Kampf gegen das Coronavirus an der Seite der Staatsregierung und will deshalb in seltener Einigkeit ein neues bayerisches Infektionsschutzgesetz auf den Weg bringen. «Wir ziehen am gleichen Strang in die gleiche Richtung», sagte der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Bernhard Seidenath (CSU), am Mittwoch in einer Plenarsitzung im Landtag in München.


Alle Fraktionen unterstützen das Gesetz, mit dem die Staatsregierung deutlich umfassendere Befugnisse im Kampf gegen die Corona-Krise bekommen soll: Sie kann dann einen «Gesundheitsnotstand» ausrufen. Beschlagnahmungen von medizinischem Material und der Zugriff auf medizinisches und pflegerisches Personal werden dann erleichtert.


«Es geht darum, Leben zu retten», sagte Seidenath. Man habe es mit einer «Katastrophensituation» zu tun mit einer Ursache, die man nicht sehen könne. In dieser Situation müsse die Exekutive zupackend handeln und überlebensnotwendige Entscheidungen treffen können.
Man wolle bestmöglich auf den Anstieg der Fallzahlen vorbereitet sein, sagte Seidenath und betonte: «Wir haben den Höhepunkt der Pandemie noch längst nicht erreicht.» Das Gesetz soll bis Ende des Jahres befristet sein. «Es ist letztlich eine Notstandsgesetzgebung, eine Gesundheitsnotstandsgesetzgebung», betonte Seidenath.

10:00 Uhr

Weiterer Corona-Todesfall unter Bewohnern in Würzburger Seniorenheim

Unter den Bewohnern der Würzburger Senioreneinrichtung St. Nikolaus ist ein zehnter Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das gab Würzburgs Bürgermeister Christian Schuchardt (CDU) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz bekannt. Alle zehn Toten seien hochbetagt gewesen und hätten erhebliche Vorerkrankungen gehabt.


In der Einrichtung, die zum städtischen Bürgerspital gehört, sind auch zahlreiche Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet, ebenso inzwischen auch die Stiftungsdirektorin Annette Noffz, wie Schuchardt mitteilte. Ein Ersatz von Mitarbeitern durch Sanitätspersonal der Bundeswehr, wie ursprünglich angedacht, sei nicht möglich. Das Bundeswehrpersonal stehe nicht zur Verfügung, sagte Schuchardt.

09:54 Uhr

Mode- und Textilbranche ruft Regierung zu mehr Hilfen auf

Mehr als ein Dutzend Mode- und Textilunternehmen haben die Bundesregierung angesichts der Coronavirus-Krise zu mehr Hilfen für ihre Branche aufgerufen. «Der aktuelle Lock Down des deutschen Modehandels bedroht die Existenz des Handels und der Industrie massiv», schreiben die 13 Unterzeichner in dem am Mittwoch veröffentlichten Aufruf mit Blick auf die Schließung vieler Geschäfte im Kampf gegen Sars-CoV-2. Die bisherige Hilfe in Form von Darlehen der staatlichen Förderbank KfW würde «viele Unternehmen nicht oder zu spät erreichen».


«Wir brauchen einen Rettungsschirm, der die Liquidität der Händler unterstützt», fordern die Unterzeichner. Die Regierung solle den Top 30 Textilunternehmen einen Fonds in Höhe von 850 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Der Einzelhandel könne so alle Lieferungen der Herbst/Winter-Kollektionen erhalten. Die Zahlungen dafür sollen erst ein halbes Jahr später rechtswirksam werden.

09:39 Uhr

Dax zur Eröffnung zeitweise wieder über 10.000 Punkten
Am deutschen Aktienmarkt ist der Dax zum Handelsbeginn am Mittwoch über die Marke von 10.000 Punkten gestiegen. Zuletzt notierte der Leitindex mit plus 2,43 Prozent bei 9936,41 Punkten etwas darunter. Im Vergleich zum Corona-Krisentief Anfang der Vorwoche bei 8255 Punkten hat sich der Dax inzwischen um mehr als 20 Prozent erholt. Ein Konjunkturpaket in den USA zur Linderung der Folgen der Coronavirus-Krise treibt die Kurse.


Der MDax der mittelgroßen Werte stieg am Mittwochmorgen um 3,07 Prozent auf 20 801,75 Zähler. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gewann gut 2 Prozent.

09:39 Uhr

Aiwanger: Schnelle Corona-Hilfen - Prüfung folgt danach

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat Kleinfirmen schnelle unbürokratische Corona-Hilfen versprochen. Zugleich warnt er aber vor Betrügereien bei den Anträgen.
Zunächst werde es keine Prüfung geben, ob die Corona-Krise wirklich Ursache der Finanznot sei, sagte der stellvertretende Ministerpräsident am Mittwoch dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, «radioWelt am Morgen»).

«Mein Ziel ist, dass alles, was jetzt beantragt ist, in den nächsten acht bis zehn Tagen bezahlt ist.»
Später werde es allerdings eine Prüfung geben, kündigte der Politiker der Freien Wähler an. «Wenn wir dann wieder Luft zum Atmen haben in einigen Monaten, werden wir natürlich genauer drüberschauen, ob nicht Glücksritter darunter waren, die uns jetzt hinters Licht führen. Die müssen dann eben zurückzahlen.»

09:05 Uhr

Viruskrise trifft auch Landwirte - EU-Agrarminister beraten

Die Agrarminister der 27 EU-Länder beraten heute um 14 Uhr über Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf Landwirtschaft und Fischerei. Die Ausbreitung des Virus setzt auch Bauern und Fischer unter Druck. Manche Landwirte wissen nicht, wie sie ihre Ernte ohne Helfer aus Ost- und Südosteuropa einbringen sollen. Andere haben Probleme, ihre Produkte in gewohnter Frische zu den Kunden zu bringen.
Die Minister werden deshalb nach Ratsangaben über Probleme beim Einsatz von Saisonarbeitern und beim grenzüberschreitenden Transport verderblicher Lebensmittel ebenso beraten wie über Hilfen für Unternehmen in Schwierigkeiten. In Deutschland fehlen Erntehelfer, weil Saisonkräfte wegen geschlossener Grenzen nicht mehr anreisen können. Lastzüge brauchen wegen der Kontrollen an vielen Grenzen länger für ihre Fahrt durch Europa. Manche Betriebe könnten wegen der Ernte- und Absatzprobleme in wirtschaftliche Not geraten.

09:01 Uhr

Einigung in den USA auf Billionen-Dollar-Konjunkturpaket

In den USA ist der Weg frei für das Konjunkturpaket zur Linderung der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie. Es soll laut der Nachrichtenagentur Bloomberg 2 Billionen Dollar umfassen. Die Parteien haben sich geeinigt, wie der führende Demokrat im Senat, Chuck Schumer, und der republikanische Mehrheitsführer, Mitch McConnell, in Washington am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) vor Journalisten mitteilten.

08:58 Uhr

Aiwanger: Schnelle Corona-Hilfen - Prüfung folgt danach

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat Kleinfirmen schnelle unbürokratische Corona-Hilfen versprochen. Zugleich warnt er aber vor Betrügereien bei den Anträgen.

Zunächst werde es keine Prüfung geben, ob die Corona-Krise wirklich Ursache der Finanznot sei, sagte der stellvertretende Ministerpräsident am Mittwoch dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, "radioWelt am Morgen"). "Mein Ziel ist, dass alles, was jetzt beantragt ist, in den nächsten acht bis zehn Tagen bezahlt ist."
Später werde es allerdings eine Prüfung geben, kündigte der Politiker der Freien Wähler an. "Wenn wir dann wieder Luft zum Atmen haben in einigen Monaten, werden wir natürlich genauer drüberschauen, ob nicht Glücksritter darunter waren, die uns jetzt hinters Licht führen. Die müssen dann eben zurückzahlen."
 

22:08 Uhr

US-Experten: Jetzt schon mehr als 400.000 Corona-Fälle weltweit

Weltweit haben sich nach Angaben von US-Experten schon mehr als 400.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das Virus verbreitete sich zuletzt rasant: Die Zahl der bekannten Infektionen hatte erst am Samstag die Marke von 300.000 durchbrochen. Mehr als 18.000 Menschen seien inzwischen an der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, erklärten Wissenschaftler der US-Universität Johns Hopkins am Dienstag.

Zwei Drittel der bis Dienstagnachmittag (Ortszeit) gemeldeten 409.000 Fälle entfielen demnach auf sechs Länder: China, Italien, die USA, Spanien, Deutschland und den Iran. In den USA ist die Zahl bekannter Infektionen zuletzt dramatisch in die Höhe geschnellt. Dort gibt es Johns Hopkins zufolge inzwischen 50.000 Fälle. Am Samstag waren die Forscher noch von rund 24.000 bekannten Infektionen ausgegangen.
 

20:29 Uhr

Italien: Erneut mehr als 700 Tote an einem Tag

In Italien sind wieder mehr als 700 Menschen innerhalb eines Tages in Folge der Corona-Pandemie gestorben. Damit wurden am Dienstag vorsichtige Hoffnungen auf eine rasche und deutliche Abflachung der Virus-Kurve zunächst gedämpft. Insgesamt zählte der italienische Zivilschutz bisher 6820 Todesopfer - das waren am Dienstag 743 mehr als am Vortag. In den beiden Tagen davor hatte es jeweils etwas weniger neue Tote gegeben als zuvor. Die Zahl der Menschen, die in Italien positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet wurden, stieg auf mehr als 69.000. Das teilte Zivilschutzchef Angelo Borrelli in Rom mit. 
 

20:20 Uhr

73 Verdachtsfälle im Landkreis Wunsiedel

Das Landratsamt hat am Dienstagnachmittag mitgeteilt, dass es derzeit 73 bestätigte Corona-Verdachtsfälle gibt. Außerdem bestätigte es den zweiten Todesfall, den das Robert-Koch-Institut am Montag gemeldet hatte. Verstorben ist ein 77-jähriger Mann aus dem Landkreis, der Vorerkrankungen hatte. Im Landkreis Tirschenreuth gibt es mittlerweile 202 Verdachtsfälle. 

19:31 Uhr

15 neue Infizierte in Stadt und Landkreis Hof - ein Patient wieder genesen

Die Zahl der Corona-Infizierten in der Stadt und im Landkreis Hof ist von Montag (62 bekannte Fälle) auf Dienstag um 15 Personen gestiegen. Damit meldet das Landratsamt 77 bestätigte Infektionen. Eine Person ist bereits wieder symptomfrei und aus der häuslichen Isolierung entlassen. 

19:08 Uhr

Zahl der Corona-Fälle im Landkreis Kulmbach steigt weiter

36 positiv getestete Corona-Fälle gibt es aktuell im Landkreis Kulmbach. Damit sind seit Montag drei neue Fälle der Viruserkrankung hinzugekommen. Drei der infizierten Personen werden nach Angaben der Leiterin des Kulmbacher Gesundheitsamts, Dr. Camelia Fiedler, stationär im Kulmbacher Klinikum behandelt.

18:18 Uhr

Greta Thunberg geht von Coronavirus-Erkrankung aus

Nach ihrer jüngsten Reise nach Deutschland und in andere europäische Länder geht Klimaaktivistin Greta Thunberg davon aus, dass sie sich mit dem Coronavirus angesteckt hat. Seit ihrer Rückkehr nach Stockholm vor zwei Wochen habe sie sich in einer gemieteten Wohnung fernab von ihrer Mutter und Schwester selbst isoliert, vor etwa zehn Tagen habe sie dann erstmals und zeitgleich mit ihrem Vater, der mit ihr nach Brüssel gereist sei, Symptome gespürt, schrieb die 17-jährige Schwedin am Dienstag auf Instagram. 
 

17:38 Uhr

Piazolo: Änderungen beim Übertrittszeugnis, Abitur aber nach Plan

Die Übertrittszeugnisse der fast 109.000 Viertklässler in Bayern werden wegen der Corona-Krise heuer auf Basis der vor den Schulschließungen erzielten Noten erstellt. Dies hat der Ministerrat am Dienstag in München beschlossen. Falls die Schulen wie bislang geplant am 20. April wieder öffnen, können die Schüler noch bis zum 11. Mai drei freiwillige Proben schreiben. Verpflichtende Proben werden aber nicht mehr gefordert. Für die Abiturienten bleibt es hingegen beim bisherigen Plan: Im Gegensatz zu Schleswig-Holstein sollen die Prüfungen im Freistaat nach aktuellem Stand nicht abgesagt werden.

Für die Grundschüler gilt: "Die Eltern können entscheiden, ob die Ergebnisse der drei freiwilligen Proben in Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht in die Durchschnittsnote einfließen. Das bedeutet: Jedes Kind kann sich verbessern, keines wird sich verschlechtern", erläuterte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). In der ersten Woche nach den Ferien sollen noch keine Proben stattfinden.
Die Ausgabe der Übertrittszeugnisse wird laut Ministerium vom 4. Mai auf den 11. Mai verlegt, der Inhalt zudem verschlankt. Ausgewiesen werden heuer lediglich die Noten der drei Fächer Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht. Hinzu kommt die Durchschnittsnote einschließlich der Übertrittsempfehlung sowie eine kurze Bemerkung über Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten des Kindes.
 

17:35 Uhr

Bayern muss Regelung zu Ausgangsbeschränkungen nachbessern

Nach erfolgreichen Klagen zweier Frauen muss die bayerische Staatsregierung die Regelung zu den wegen der Corona-Krise eingeführten Ausgangsbeschränkungen rechtlich nachbessern. Die Auflagen behalten aber landesweit ihre Gültigkeit, wie sowohl das Verwaltungsgericht München als auch die Staatsregierung am Dienstag betonten. Einer Verschärfung dieser Regelungen, wie dies einige oberbayerische Bürgermeister gefordert hatten, erteilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) allerdings eine klare Absage. Zudem kündigte er an, dass drei Experten überwachen sollen, ob die Staatsregierung mit ihren einschneidenden Maßnahmen zu weit geht.
 

17:16 Uhr

Wahl zur Bierkönigin ist abgesagt

In Anbetracht der aktuellen Corona-Pandemie hat sich der Bayerische Brauerbund dazu entschlossen, in diesem Jahr keine neue Bayerische Bierkönigin zu wählen. Damit reagiert der Bayerische Brauerbund auf die Absagen zahlreicher Brauereifeste und Veranstaltungen im In- und Ausland, bei denen die Bierkönigin das bayerische Bier und die heimischen Brauereien hätte vertreten sollen.

Die sieben Kandidatinnen, die sich bereits beim Casting am 4. März für das Finale am Wahlabend qualifiziert hatten, werden auch nächstes Jahr die Gelegenheit bekommen, im Finale gegeneinander anzutreten.

Seit 2001 wird die Wahl der Bayerischen Bierkönigin vom Bayerischen Brauerbund organisiert. 

Die amtierende 10. Bierkönigin Vroni Ettstaller wird bis zur Wahl der Nachfolgerin im Mai 2021 im Amt bleiben.

17:13 Uhr

Unternehmen können Sozialbeiträge wegen Corona-Krise später zahlen

Die Arbeitgeber in Deutschland müssen im Fall einer finanziellen Notlage wegen der Corona-Krise zunächst keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Auf Antrag des Arbeitgebers können die Beiträge stattdessen bis Mai gestundet werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag in Berlin aus Kreisen der Sozialversicherungsträger.

Turnusgemäß sind die Beiträge für Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung an diesem Freitag fällig. Eingezogen werden sie von der gesetzlichen Krankenversicherung. Es handelt sich um insgesamt rund 40 Milliarden Euro.

In einem der dpa vorliegenden Schreiben der Sozialversicherungsträger heißt es, Stundungen seien zunächst längstens bis Juni zu gewähren. «Einer Sicherheitsleistung bedarf es hierfür nicht.» Ein zentraler Punkt ist, dass keine Stundungszinsen berechnet werden sollen. 
 

17:01 Uhr

Bayern stellt Geld für die Unterstützung von Seniorenhilfen bereit

Ältere Menschen ohne Familie oder Nachbarn, die sich in Corona-Zeiten um sie kümmern können, sollen sich über zentrale Anlaufstellen Hilfe holen können. Viele Gemeinden bieten schon eine telefonische Beratung für Senioren und auch Einkäufe an - organisiert von haupt- und ehrenamtlich Engagierten. Für die Koordination der Projekte und Hilfsangebote stelle der Freistaat Bayern jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt einen Pauschalbetrag von 60 000 Euro zur Verfügung, teilte die Staatsregierung am Dienstag in München mit.
Unter dem Motto «Unser Soziales Bayern: Wir helfen zusammen!» sollen außerdem online zentrale Anlaufstellen und Telefonnummern gesammelt werden. Nicht nur Senioren, sondern auch potenzielle Helfer sollen sich so besser informieren können.
 

15:39 Uhr

Landkreis Kronach: Zahl der Infektionen steigt

Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen im Landkreis Kronach ist bis Dienstagnachmittag auf 26 angestiegen. Neben diesen infizierten Personen befinden sich 150 ermittelte Kontaktpersonen – insgesamt also 176 Leute – in Quarantäne. Das meldet das Landratsamt Kronach am Dienstag. 

15:15 Uhr

Landkreis Wunsiedel richtet Stelle für Unterbringung tschechischer Mitarbeiter ein

Das Landratsamt Wunsiedel reagiert auf den Beschluss der tschechischen Regierung, die Grenze nach Deutschland auch für tschechische Berufspendler zu schließen.

Die Verantwortlichen haben eine Koordinierungsstelle für Unterkünfte für ausländische Arbeitnehmer eingerichtet. Wie das Landratsamt weiter mitteilt, könnten sich ab sofort Arbeitgeber aller Branchen melden, die Übernachtungsgelegenheiten für ihre Angestellten suchen. Auch Hoteliers, Inhaber von Pensionen und Ferienwohnungen, aber auch andere Organisationen, die derzeit über freie Bettenkapazitäten verfügen, könnten mit der Koordinierungsstelle Kontakt aufnehmen.

 

Angebot und Nachfrage laufen demnach in der Wirtschaftsförderung des Landkreises zusammen. Das Ziel: möglichst schnell für beide Seiten gute und unbürokratische Lösungen zu finden.

Erreichbar sei die Koordinierungstelle ab sofort telefonisch unter 09232-80483 oder per E-Mail unter rainer.raedel@landkreis-wunsiedel.de

 

Der Landkreis Wunsiedel ist von der Entscheidung der tschechischen Regierung besonnders betroffen. Denn in vielen oberfränkischen Betrieben sind inzwischen Arbeitnehmer aus dem Nachbarland beschäftigt. Viele Unternehmer seien auf diese Arbeitskräfte dringend angewiesen, heißt es weiter.

15:05 Uhr

Corona in Stadt und Landkreis Coburg: Fünf neue Infizierte

In Stadt und Landkreis Coburg gibt es am Dienstag (Stand 15 Uhr) fünf neue bestätigte Infektionen. Die Zahl der Corona-Infizierten in Stadt und Landkreis Coburg ist damit von 33 auf 38 Personen (27 Landkreis, elf Stadt) gestiegen. Eine Person aus dem Landkreis ist bereits vollständig geheilt. Dies gibt das Landratsamt am Dienstag auf seiner Homepage bekannt. 

15:04 Uhr

Landesmedienanstalt bittet Söder um Hilfe für privaten Hörfunk

Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in der Corona-Krise um Hilfe für den privaten Lokalfunk gebeten. Vor dem Hintergrund wegbrechender Werbeeinnahmen und erschwerter Arbeitsbedingungen gelte es, «die Handlungsfähigkeit der lokalen Redaktionen in Bayern aufrecht zu erhalten und die Vielfalt unserer Rundfunklandschaft in Bayern auch für die Zukunft zu sichern», teilte BLM-Präsident Siegfried Schneider am Dienstag mit.


Einer der Vorschläge der BLM: Radio-Anbieter dürfen die nötigen Frequenzen zur Verbreitung ihrer Sendungen vorübergehend vergünstigt nutzen. Für lokale Fernsehsender, die keine Gewinne erzielen dürfen und daher kaum Rücklagen haben, sind aus Schneiders Sicht Soforthilfemaßnahmen nötig. Auch die BLM selbst will ihren Mitgliedern nach eigenen Angaben sowohl finanziell als auch mit Erleichterungen helfen, beispielsweise bei Kooperationswünschen und Sendungsverlegungen. Die BLM ist eine von 14 deutschen Landesmedienanstalten und beaufsichtigt das private Rundfunkangebot in Bayern. 

15:03 Uhr

Rehauer Bürgermeister in Quarantäne

Eine Mitarbeiterin des Rehauer Rathauses ist infiziert, auch Bürgermeister Michael Abraham wartet daheim auf sein Testergebnis. "Ich befinde mich in häuslicher Quarantäne - und das bleibe ich auch vorerst, egal, ob der Test positiv oder negativ ausfällt", sagt Michael Abraham am Telefon. Der Rehauer Bürgermeister habe sich in der Freiheitshalle testen lassen, das Ergebnis wird wohl zeitnah feststehen. Er hatte in der vergangenen Woche Kontakt zu einer Rathausmitarbeiterin, die danach positiv getestet wurde - so arbeitet das Stadtoberhaupt, wie viele seiner Mitarbeiter, momentan von daheim aus. "Die Referatsleiter haben festgelegt, wen sie alles brauchen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten, der Rest ist zu Hause", sagt Abraham. Auf die Kommunalpolitik in Rehau soll das, geht es nach ihm, so wenig Auswirkungen wie möglich haben.

14:15 Uhr

IOC bestätigt: Olympia in Tokio wird verschoben
Die Olympischen Spiele in Tokio sollen verschoben werden, spätestens aber im Sommer 2021 stattfinden. Das haben das Internationale Olympische Komitee und die Olympia-Organisatoren in Japan gemeinsam am Dienstag beschlossen, wie das IOC mitteilte.

13:38 Uhr

Aiwanger: In Kürze bis zu 1,8 Millionen Kurzarbeiter in Bayern
Die Staatsregierung hält wegen der Corona-Krise einen rasanten Anstieg der Kurzarbeit in Bayern auf bis zu 1,8 Millionen davon betroffene Arbeitnehmer für möglich. Das sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Dienstag nach der Kabinettssitzung. Der Freie Wähler-Chef begrüßte die Berliner Entscheidung, Kurzarbeitern Jobs zur Aufbesserung ihres Einkommens zu erlauben. «Wir halten es für sinnvoll, weil eben ein Wirtschaftseinbruch im zweistelligen Prozentbereich im Raum steht, weil wir zeitnah 1,8 Millionen Kurzarbeiter in Bayern befürchten».
In Bayern waren laut Statistischem Landesamt Ende 2019 gut 7,7 Millionen Menschen erwerbstätig. Eine Zahl von 1,8 Millionen Kurzarbeitern würde somit bedeuten, dass ein knappes Viertel der arbeitenden Bevölkerung zumindest vorübergehend nicht mehr regulär arbeiten kann - eine in den vergangenen Jahrzehnten nie dagewesene Zahl.
 

13:32 Uhr

Söder: Keine Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen
Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat der Forderung einiger Bürgermeister nach einer Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise eine klare Absage erteilt. Man werde jetzt keine weiteren Einschränkungen machen, sagte Söder am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München.
«Das wäre jetzt das falsche Signal», betonte er. Erlaubt seien Aufenthalte an der frischen Luft, und das gelte «natürlich auch für einen Ausflug, wenn man den machen sollte», sagte der Regierungschef. Söder appellierte aber an alle, das in «vernünftiger Form» zu machen.
Die Bürgermeister im Tegernseer Tal wollten in der Corona-Krise Ausflüge in ihre Region behördlich untersagen lassen. Es habe zwar keinen Ansturm gegeben, dem wolle man aber vorbeugen, hatte der Tegernseer Bürgermeister Johannes Hagn am Montag gesagt.
 

13:31 Uhr

Bayern übernimmt Kosten für Verpflegung von Pflegepersonal
Der Freistaat Bayern will ab dem 1. April die Kosten für Essen und Trinken der Pflegerinnen und Pfleger in Krankenhäusern, Altenheimen, aber auch Behinderteneinrichtungen übernehmen. «Wir wollen einfach ein Signal setzen, des Dankeschöns, schon jetzt für die Arbeit, die dort geleistet wird», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München.
«Wir wollen auch ganz speziell den Menschen, die Tag und Nacht kämpfen um das Leben von anderen Menschen, die sich hier sorgen und kümmern, eine Unterstützung geben», sagte auch Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Das sei das mindeste, was man tun könne, dass das Pflegepersonal nicht auch noch das Essen in der Kantine zahlen müsse.

13:13 Uhr

Gesundheitsministerin Huml: 87 Beatmungsgeräte in Bayern angekommen
Bayern hat 87 dringend benötigte Beatmungsgeräte erhalten. Diese sollten nun an die Kliniken im Freistaat verteilt werden, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag in München nach einer Sitzung des Kabinetts. Bestellt worden seien insgesamt 1200 Beatmungsgeräte. Diese sind wichtig, weil das neuartige Coronavirus die Lungenkrankheit Covid-19 verursachen kann.

13:10 Uhr

Bayern nimmt schwerkranke Corona-Patienten aus Italien auf

Bayern will angesichts der Corona-Krise schwerkranke Italiener zur Behandlung in bayerische Krankenhäuser aufnehmen. Bayern wolle im Rahmen der Möglichkeiten mit «medizinischem Gerät» helfen aber auch einige Patienten aus Italien aufnehmen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. «Wir wollen auch da ein Signal der Humanität setzen.»
Die konkrete Umsetzung müsse noch diskutiert werden. Söder kündigte außerdem an, die Bereitschaft der anderen Bundesländer, ebenfalls Italiener aufzunehmen, im Ministerrat abzufragen.
Bayern folgt damit dem Beispiel des Saarlands und Baden-Württembergs, die ebenfalls akute Beatmungspatienten aus ihrem Nachbarland Frankreich aufnehmen. Mit rund 64.000 registrierten Infizierten und mehr als 6000 Toten ist Italien besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Die Intensivstationen der Krankenhäuser sind außerdem völlig überlastet. Es fehlen Betten mit Beatmungsgeräten, Material und Personal.

12:56 Uhr

Bayern muss Regelung zu Ausgangsbeschränkung rechtlich nachbessern

Die bayerische Staatsregierung muss die Regelung zu den seit Samstag geltenden Ausgangsbeschränkungen rechtlich nachbessern. Anlass sei ein Hinweis des Verwaltungsgerichts München, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Man werde deshalb die Rechtsgrundlage noch einmal verändern, das werde nun umgehend geschehen. «Alle Regeln bleiben natürlich in Kraft.» Das sei alles auf einem vernünftigen Weg. «Die Ausgangsbeschränkungen bleiben natürlich», betonte er.

12:53 Uhr

Bayern stockt Corona-Hilfspaket auf insgesamt 20 Milliarden Euro auf

Bayern stockt sein Hilfspaket für die bayerische Wirtschaft wegen der Corona-Krise noch einmal massiv auf. Im Haushalt sollen nun 20 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München an.

12:34 Uhr

Söder: 6362 Coronavirus-Fälle in Bayern
In Bayern sind inzwischen 6362 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Mittlerweile gebe es zudem 31 Tote im Freistaat, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag auf Grundlage von Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Stand Dienstag, 10.00 Uhr). Angesichts der weiter steigenden Zahlen sagte der Regierungschef: «Es gibt keinen Anlass zur Entwarnung.»
Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) ergänzte, 700 Patienten müssten derzeit stationär behandelt werden. Davon würden 120 in sogenannten Intensivbetten versorgt. Sie machte deutlich, auch 35-Jährige müssten beatmet werden. Das sei keine Krankheit, die nur Alte betreffe. Söder sagte, vor allem Raucher seien gefährdet. Unklar ist bislang, wie viele Menschen in Bayern genesen sind.

 

12:07 Uhr

Bundesweit erste Studie zu möglichem Covid-19-Medikament gestartet

Im Kampf gegen das Coronavirus ist am Dienstag die bundesweit erste Studie mit einem Medikament gegen die Lungenkrankheit Covid-19 angelaufen. Das ursprünglich gegen Ebola entwickelte US-Präparat namens «Remdesivir» werde in einer international angelegten Studie an rund 1000 Patienten in rund 50 Kliniken rund um die Welt erprobt, teilte Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing mit. Das Medikament solle dabei an 600 Patienten mit moderaten Symptomen und an 400 mit schwerer Symptomatik erprobt werden.


Wendtner verfügt in Deutschland über die bisher längste Erfahrung mit Covid-19. Er hatte in Schwabing Ende Januar die bundesweit ersten mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierten Patienten behandelt. Die Klinik in Schwabing gehört neben dem Hamburger Uniklinikum Eppendorf und dem Uniklinikum Düsseldorf zu den Zentren, an denen die Wirkung des Ebola-Präparates in Deutschland untersucht wird.
Problematisch sei, dass das Medikament nirgends zugelassen sei. Die Haftung bei Anwendung der Substanz außerhalb dieser Studie im Sinne eines individuellen Heilversuchs läge ansonsten voll beim Arzt, sagte Wendtner. Sollte die Studie Erfolge bringen, könnte das Mittel bis frühestens Ende 2020 auf den Markt kommen können, hofft Wendtner.

 

11:58 Uhr

Rhön-Klinikum steigert vor Corona-Krise UmsatzDer Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum AG geht mit gesteigertem Umsatz in eines der herausforderndsten Jahre seiner Geschichte. Die Krankenhausgesellschaft muss nicht nur die Corona-Krise meistern, sondern sieht sich auch mit einem Übernahmeangebot des Konkurrenten Asklepios konfrontiert, wie das Unternehmen am Dienstag bei der Vorstellung seiner Geschäftszahlen für 2019 mitteilte.

 

«Mit der aktuellen Corona-Krise inmitten auch noch eines Übernahmeprozesses haben die Herausforderungen unstrittig zugenommen», sagte Rhön-Klinikum-Vorstandschef Stephan Holzinger. «Während wir die medizinischen Aufgaben sehr gut vorbereiten können, bleibt im Moment unklar, welche wirtschaftlich negativen wie auch positiven Folgen die Corona-Krise für das Unternehmen haben könnte.» Mit dieser Unsicherheit werde wohl die gesamte Branche eine Weile umgehen lernen müssen.
Im vergangenen Jahr erwirtschafte die Rhön-Klinikum AG an fünf Klinikstandorten der Maximal- und Schwerpunktversorgung einen Umsatz in Höhe von 1,3 Milliarden Euro, 5,8 Prozent mehr als im Jahr 2018. Der Nettogewinn lag mit 44,5 Millionen Euro unter dem Niveau von 2018, als unter dem Strich 51,2 Millionen Euro übrig geblieben waren. 2019 wurden den Angaben zufolge mit 17.687 Mitarbeitern insgesamt mehr als 860.000 Patienten behandelt.
 

11:30 Uhr

Corona und Beziehungsknatsch: Uni bietet kostenlos Onlinehilfe

Um Beziehungsstress in Corona-Zeiten zu minimieren, bietet die Universität Zürich ein kostenloses Online-Training an. «Ziel ist es, Paarbeziehungen in Zeiten von Stress zu stärken und die gegenseitige Unterstützung zu stärken», teilte die Universität am Dienstag mit. Das Programm entwickelte der Psychologe und Verhaltenstherapeut Guy Bodenmann. Das gemeinnützige Programm Paarlife der Universität, das Hilfe zur Beziehungspflege gibt, will in Kürze auch kostenlose Online-Coachings mit einer Therapeutin oder einem Therapeuten anbieten.

 

Wenn Paare und Familien den ganzen Tag zuhause auf engem Raum leben, könne das Spannungen erhöhen, schreibt die Universität. Dazu kämen Unsicherheit, A?ngste und Schwermut. «Das Online-Training soll Paaren Impulse geben, um die Zeit zu zweit mo?glichst stressfrei und positiv zu gestalten und die gegenseitige Unterstützung zu fördern», so die Universität. Für das Training stellt sie kurze Videos zur Verfügung, die zeigen, wie Paare gut kommunizieren, Probleme lösen und sich gegenseitig unterstützen können.

11:17 Uhr

Trio missachtet Ausgangsbeschränkung: Frau beleidigt Polizisten

Drei Coburger wollten sich am Montagabend nicht an die Ausgangsbeschränkung halten. Sie trafen sich gegen 17 Uhr auf dem Schlossplatz. Die drei Personen erhielten eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz sowie einen Platzverweis, da sie sich nicht an die Ausgangsbeschränkungen hielten. Die Coburger Polizisten blieben zunächst im Umfeld des Schlossplatzes, um zu sehen, ob sich die drei Personen an den Platzverweis hielten.

Eine 40-jährige Coburgerin war allerdings mit den Maßnahmen der Polizisten gar nicht einverstanden. Sie wollte zurück, um sich wieder mit einem der Bekannten zu treffen. Als die Polizeibeamten deshalb einschritten, beleidigte die Coburgerin die Beamten aufs Übelste und zeigte ihnen den Mittelfinger. Gegen die 40-Jährige wird nun auch wegen Beleidigung zum Nachteil von Polizeibeamten ermittelt. Letztendlich ging die Frau dann doch alleine ihres Weges und entging so einer polizeilichen Gewahrsamnahme.

11:10 Uhr

Würzburger Bundesliga-Basketballer melden Kurzarbeit an

Basketball-Bundesligist s.Oliver Würzburg hat in der Coronavirus-Krise bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeit angemeldet. Dies teilten die Unterfranken am Dienstag mit. «Wir führen derzeit Einzelgespräche mit allen Spielern, Trainern und Mitarbeitern. Dabei ist, wie bei unseren Fans und Partnern, eine große Solidarität und die Bereitschaft zu spüren, einen wesentlichen Beitrag zum Fortbestand unseres Clubs zu leisten», erklärte Würzburgs Geschäftsführer Steffen Liebler. «Alle Spieler sind uns entgegengekommen und haben, unter anderem im Rahmen der Kurzarbeit, auf einen Teil des vereinbarten Gehalts verzichtet.»
Der Verein hat seinen US-amerikanischen Spielern die Möglichkeit gegeben, in ihre Heimat zurückzureisen. Das Angebot haben demnach Brekkott Chapman, Luke Fischer und Jordan Hulls mit ihren Familien sowie Cameron Hunt und der Litauer Rytis Pipiras aus dem ProB-Farmteam genutzt. Der Vertrag mit Junior Etou wurde in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. Cameron Wells und Skyler Bowlin, dessen Ehefrau das erste gemeinsame Kind erwartet, halten sich weiter in Würzburg auf.
 

10:59 Uhr

Versicherte werden bei Corona-Verdacht zwei Wochen krank geschrieben

Die Menschen in Deutschland dürfen sich bei leichten Atemwegserkrankungen nun zwei Wochen am Telefon krankschreiben lassen. In der Corona-Krise bestand die Möglichkeit bereits für sieben Tage. Nun vereinbarten die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Krankenkassen-Spitzenverband die Verlängerung, wie die KBV am Dienstag in Berlin mitteilte. Die telefonische, 14-tägige Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit sei möglich, wenn der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. «Voraussetzung ist immer, dass es sich um leichte Beschwerden der oberen Atemwege handelt.»

Wenn ein Coronavirus-Test gemacht werden soll, soll der Arzt dem Patienten sagen, wo dieser sich testen lassen kann. In einigen Regionen brauchen Patienten für die Untersuchung eine Überweisung. Diese soll die Praxis per Post schicken. Falls es den Patienten schlechter geht, sollen sie nach telefonischer Anmeldung zum Arzt gehen. Die Möglichkeit zur Zwei-Wochen-Krankschreibung ist zunächst bis zum 23. Juni befristet.

10:34 Uhr

Bayern-Stars und Chefs verzichten auf 20 Prozent ihrer Gehälter

Die Stars und Verantwortlichen des FC Bayern München verzichten in der Corona-Krise auf 20 Prozent ihrer Gehälter. Nach dpa-Informationen ist das ein Ergebnis nach Gesprächen zwischen der Führung und dem Mannschaftsrat. Damit soll in der schwierigen Zeit ein Zeichen der Solidarität gesetzt werden. Außerdem sollen drohende Nachteile für die Mitarbeiter des deutschen Fußball-Rekordmeisters vermieden werden. Zuerst hatte die «Bild» (Dienstag) darüber berichtet.


Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandskollege Oliver Kahn und Sportdirektor Hasan Salihamidzic hatten mit dem Mannschaftsrat über verschiedene Szenarien gesprochen. Diesem Spieler-Gremium gehören Kapitän Manuel Neuer, seine Vertreter Thomas Müller und Robert Lewandowski sowie David Alaba, Joshua Kimmich und Thiago an. Alle Spieler, der gesamte Vorstand und der komplette Aufsichtsrat verzichten auf ein Fünftel der Bezüge.

10:03 Uhr

Panik verschwunden - Dax weit über 9000 Punkten

Am deutschen Aktienmarkt beruhigt sich die Lage am Dienstag weiter. Der Dax gewann wenige Minuten nach dem Auftakt 6,17 Prozent auf 9280,29 Punkte. Zuletzt bewegte sich der deutsche Leitindex in diesem Bereich am 13. März. Am Vortag hatte der Dax nach seinem freundlichen Ausklang der Vorwoche zwar wieder im Minus geschlossen, aber immerhin klar über seinem Tagestief.

Der MDax der mittelgroßen Werte legte um 5,26 Prozent zu auf 19 827,82 Zähler. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gewann 5 Prozent.

08:42 Uhr

Polizei: Notruf durch Baustellen-Hinweise unnötig belastet

Die zahlreichen Hinweise von Bürgern zu möglichen Verstößen gegen Corona-Ausgangsbeschränkungen stellen auch den Polizeinotruf vor Herausforderungen. So berichtet die Münchner Polizei von vielen Anrufen zu Baustellen auf den Straßen, bei denen sich Bürger beschwerten, dass dort weiter gearbeitet werde.
Solche gewerblichen Baumaßnahmen im öffentlichen Bereich seien aber ausdrücklich weiterhin erlaubt, betonte Polizeisprecher Werner Kraus am Dienstag. Es sei wichtig, dass der Notruf in diesen Zeiten nicht zusätzlich belastet werde, bat er um Mithilfe der Bürger.

08:38 Uhr

Landkreis Kulmbach: Zahl der Coronavirus-Fälle steigt weiter an

Das Landratsamt hat mittlerweile insgesamt 33 Fälle bestätigt (Stand: Montagabend). Am Wochenende waren es noch 22. Auch die Zahl der im Krankenhaus stationär betreuten Fälle ist von zwei auf drei gestiegen. Alle drei Patienten werden im Klinikum Kulmbach behandelt. Alle anderen Betroffenen, so heißt es aus der Behörde, befinden sich in häuslicher Isolation und seien größtenteils symptomfrei, nur wenige haben nach Mitteilung des Gesundheitsamtes leichte Symptome. Die Personen werden täglich aktiv von den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes telefonisch betreut, betont die Behörde. 

08:29 Uhr

95 Prozent der Deutschen befürworten Beschränkungen

95 Prozent befürworten nach einer am Montagabend veröffentlichten Umfrage von infratest dimap für den ARD-«Deutschlandtrend», dass man sich in den nächsten zwei Wochen nur noch in der eigenen häuslichen Gemeinschaft oder mit einer weiteren Person treffen darf. Nur 3 Prozent lehnen diese Maßnahme ab.
Dennoch sorgen sich 55 Prozent vor einer Ansteckung mit dem Virus. Vor einer Woche waren es noch 48 Prozent, Anfang März 23 Prozent. 75 Prozent zeigten sich mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung zufrieden.
 

08:14 Uhr

Philologenverband: Zur Not Abitur ohne Abschlussprüfungen möglich
Die Vorsitzende des Philologenverbandes hat wegen der möglichen Folgen der Corona-Krise ein Abitur ohne Abschlussprüfungen nicht ausgeschlossen. Grundsätzlich sehe sie das Abitur nicht in Gefahr, sagte Susanne Lin-Klitzing dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). «Je nachdem, wie sich die Corona-Situation entwickelt, können die Prüfungen ja auch einfach etwas später durchgeführt werden», sagte die Vorsitzende der Interessenvertretung der Gymnasiallehrer. Sollte das nicht möglich sein, gebe es Alternativen.
Zwei Drittel der Abiturnote seien bereits durch die Leistungen in den Kursen erbracht. Das letzte Drittel der Note solle eine Prüfungssituation abbilden. «Dafür brauchen wir die Abiturprüfungen aber nicht zwingend. Wir könnten diese Note nämlich auch aus vorherigen Klausurleistungen in den Prüfungsfächern berechnen», sagte Lin-Klitzing und betonte: «Wir können, wenn es notwendig sein sollte, auch ein Abitur ohne eigene Abiturprüfungen hinbekommen.»

08:14 Uhr

Uvex-Atemschutzmasken komplett ausverkauft
Der fränkische Lieferant von Atemschutzmasken, Uvex, ist komplett ausverkauft. Die letzten mehreren Zehntausend Masken, die noch auf Lager gewesen seien, seien komplett an medizinische Einrichtungen gegangen, sagte ein Uvex-Sprecher am Montag in Fürth.
Die Atemschutzmasken nach dem Standard FFP-2 würden in China gefertigt. Die Lieferketten seien gegenwärtig unterbrochen. «Aktuell haben wir die Information erhalten, dass der Export von Masken aus China offiziell wieder erlaubt ist, in bestimmten Provinzen schränken aber Lokalregierungen weiterhin den Export ein», sagte der Sprecher. «Weiterhin beansprucht die Regierung bei manchen Herstellern bis zu 100 Prozent der Produktionskapazität.» Neue Ware in begrenzter Stückzahl werde daher in frühestens zwei Wochen bei Uvex eintreffen.
Deutlich positiver sei die Situation beispielsweise bei der Vollsichtschutzbrille. Diese werde bei Uvex in Fürth und in Lederdorn (Kreis Cham) gefertigt - an beiden Standorten seien die Kapazitäten deutlich ausgeweitet worden. «In Fürth wird momentan rund um die Uhr produziert, sogar sonntags», betonte der Unternehmenssprecher.
 

08:13 Uhr

Bayerische Krankenhäuser warten angespannt auf Corona-Welle
Bayerns Krankenhäuser sehen dem erwarteten weiteren Anstieg von Coronavirus-Infektionen mit «großer Anspannung» entgegen. Das sagte der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG), Siegfried Hasenbein. Er betonte aber, es gebe «ein außerordentlich großes Engagement in den Häusern, um gut vorbereitet zu sein». Die Zahl der Patienten, die wegen Infektionen mit Sars-CoV-2 stationär behandelt werden müssen, steige zwar - es gebe aber «noch keine akute Krisensituation», sagte Hasenbein.
Viele Kliniken versuchten, Ärzte und Pflegekräfte vorübergehend aus dem Ruhestand zurückzuholen, berichtete der BKG-Geschäftsführer. Es gebe auch unkonventionelle Maßnahmen: So würden in einigen Krankenhäusern Beschäftigte aus der Verwaltung darin geschult, wie sie Atemschutzmasken nähen können.

08:12 Uhr

Kabinett in Corona-Zeiten: Bayern sucht weitere Wege aus der Krise
Die weiterhin besorgniserregende Ausbreitung des Coronavirus bestimmt an diesem Dienstag (10 Uhr) einmal mehr die Sitzung des Kabinetts. Schwerpunkt sind nach Angaben der Staatskanzlei Aussprachen zum aktuellen Sachstand der Pandemie im Freistaat sowie Hilfen für die heimische Wirtschaft. Um Ansteckungen unter den Ministern, Staatssekretären und ihren Mitarbeitern zu verhindern, findet die Sitzung des Ministerrats erstmals nicht im Kabinettssaal statt - alle Beteiligten werden sich im Kuppelsaal zusammensetzen, der um ein Vielfaches größer ist.
 

22:07 Uhr

Großbritannien erlässt allgemeine Ausgangsbeschränkungen

Die britische Regierung hat im Kampf gegen das Coronavirus weitreichende Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Das verkündete Premierminister Boris Johnson am Montagabend in einer im Fernsehen übertragenen Rede an die Nation.

Johnson wies seine Landsleute an, das Haus nur noch so wenig wie möglich zu verlassen. «Von heute Abend an muss ich dem britischen Volk eine einfache Anordnung geben: Sie müssen zuhause bleiben», sagte Johnson. Alle Läden, mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften und Apotheken, werden mit sofortiger Wirkung geschlossen. Sportliche Aktivitäten sind nur noch einmal am Tag und nur gemeinsam mit Mitgliedern desselben Haushalts erlaubt. Ansonsten dürfe das Haus nur noch für den Einkauf wesentlicher Dinge wie Lebensmittel und Medikamente und für den Weg zur Arbeit verlassen werden, sagte Johnson. Versammlungen von mehr als zwei Personen seien nicht mehr erlaubt und würden von der Polizei aufgelöst. 

Am Wochenende hatten unzählige Briten das schöne Wetter für Ausflüge in städtischen Parks und Erholungsgebiete genutzt - zu viele, um den notwendigen Abstand einhalten zu können. Das BBC-Fernsehen zeigte noch am Montag Bilder von überfüllten U-Bahnen in London.

Die Zahl der Toten durch die vom Coronavirus hervorgerufene Lungenkrankheit Covid-19 in Großbritannien stieg am Montag unterdessen auf 335. 

21:34 Uhr

Frankreich verschärft Ausgangsbeschränkungen

Frankreich verschärft seine strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus weiter. So würden etwa Straßenmärkte weitgehend geschlossen sowie Sport und Spaziergänge mit Kindern weiter eingeschränkt, kündigte Frankreichs Premier Édouard Philippe am Montagabend im französischen Fernsehen an. Die Ausgangsbeschränkungen könnten außerdem noch einige Wochen anhalten. Die Regeln gelten in ganz Frankreich seit vergangenem Dienstag und waren ursprünglich für 15 Tage angesetzt.

"Ich ziehe meinen Hut vor den Franzosen, die die Anweisungen respektieren. Aber wir haben Menschen beobachtet, die das nicht tun", sagte Philippe. Künftig würden daher Spaziergänge mit Kindern und Sport vor der Tür auf maximal eine Stunde und einen Radius von einem Kilometer um das Wohnhaus begrenzt - und zwar einmal pro Tag. Es sei empfehlenswert, auf den Passierschein, den die Französinnen und Franzosen ausfüllen müssen, wenn sie das Haus verlassen, die entsprechende Uhrzeit zu vermerken. In Kleinstädten könne es Ausnahmen bei den Straßenmärkten geben.

Seit knapp einer Woche dürfen die Franzosen nur das Haus verlassen, wenn es unbedingt notwendig ist - dazu zählt etwa Lebensmittel einkaufen, Arztbesuche oder alleine Sport machen. Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Regeln streng und hatte in den vergangenen Tagen besonders Jogger ins Visier genommen. Auch am Montagabend war die Zahl der Covid-19-Erkrankten und -Toten wieder deutlich angestiegen. Innerhalb von 24 Stunden stieg die Zahl der Toten um 186 auf 860 an. Die Zahl der Infektionen liegt bei 19 856 - ein Plus von mehr als 3000 im Vergleich zum Vortag.

 

21:27 Uhr

Rund 600 neue Corona-Tote in Italien - Zweiter Tag mit Verlangsamung

In Italien hat sich der Anstieg der Totenzahlen den zweiten Tag in Folge etwas verlangsamt. Die Behörden meldeten am Montag rund 600 neue Corona-Tote im Land und damit einen etwas geringeren Anstieg als am Sonntag. Insgesamt kletterte die Zahl der registrierten Todesopfer der Coronavirus-Pandemie auf knapp 6080, wie der Zivilschutz in Rom mitteilte. Auch bei der Gesamtzahl der Infizierten sei das Plus nicht mehr ganz so hoch.

Trotzdem wurden mehrere Tausend Neuinfizierte gezählt. Die Zahl der Fälle lag am Montag bei fast 64.000 Menschen, die positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden waren.
 

21:07 Uhr

23 Infizierte im Raum Lichtenfels

Die Zahl der Corona-Infizierten ist im Raum Lichtenfels auf 23 gestiegen. Das teilte das Sachgebiet Gesundheit am Landratsamt Lichtenfels am Montag mit.

18:32 Uhr

Tschechien schließt Grenzen für tägliche Berufspendler

Tschechien schließt seine Grenzen nun auch für tägliche Berufspendler, die in die Nachbarstaaten zur Arbeit fahren. Sie könnten entweder daheimbleiben oder sich für mehrere Wochen in Deutschland eine Unterkunft suchen, sagte Innenminister Jan Hamacek nach der Kabinettssitzung am Montag in Prag. In letzterem Fall müssten sie sich nach ihrer Rückkehr nach Tschechien in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne begeben. Die Einhaltung der Quarantänebestimmungen werde "sehr strikt" kontrolliert. Analog gilt das Gleiche für Österreich.

Nach Schätzungen sind mehr als 37.000 tschechische Grenzgänger in Deutschland und weitere 12.000 in Österreich beschäftigt, vor allem im Gesundheitswesen und in der Gastronomie. Das Regierungskabinett in Prag verlängerte die übrigen Notmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus für weitere anderthalb Wochen bis zum 1. April. Es gilt ein Ein- und Ausreisestopp. Die Bewegungsfreiheit der Menschen ist drastisch eingeschränkt. Schulen, Restaurants und für die Grundversorgung nicht notwendige Geschäfte sind geschlossen. Neu ist, dass Unternehmen Kurzarbeit anordnen dürfen.
 

17:42 Uhr

Corona-Krise könnte in Berlin auch zu Flughafen-Schließung führen

In der Coronavirus-Krise könnte in Zukunft auch die vorübergehende Schließung eines der beiden Berliner Flughäfen Tegel oder Schönefeld ein Thema werden. Das werde in den nächsten Wochen zu entscheiden sein, sagte Rainer Bretschneider, Aufsichtsratschef der Betreibergesellschaft, am Montag in Potsdam. Im Moment stehe die Entscheidung aber nicht an. Man sei in der Absprache mit den Luftfahrtbehörden. Die Flughafengellschaft selbst habe eine Betriebspflicht, nur die Behörden könnten die Schließung verfügen.
 

17:36 Uhr

EU-Länder einigen sich auf Aussetzung der Schuldenregeln

Im Kampf gegen die Coronavirus-Krise werden erstmals überhaupt die europäischen Schulden- und Defizitregeln vorübergehend ausgesetzt. Dem stimmten die EU-Wirtschafts- und Finanzminister am Montag zu.

17:32 Uhr

Erster Rückholflug mit Deutschen aus Argentinien gestartet

In Argentinien ist der erste Rückholflug für Urlauber aus Deutschland gestartet, die wegen der Corona-Krise in dem Land gestrandet waren. Die Lufthansa-Maschine mit insgesamt 365 Passagieren aus Deutschland und anderen europäischen Ländern an Bord hob am Montagmittag (Ortszeit) vom Flughafen Ezeiza nahe Buenos Aires ab. Sie sollten am Dienstagmorgen in Frankfurt am Main landen.

Deutschland hat wegen der Corona-Krise die größte Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik gestartet. Zusammen mit Reiseveranstaltern und der Lufthansa holte die die Bundesregierung inzwischen rund 120.000 im Ausland gestrandete Deutsche zurück. Nach Einschätzung des Bundesaußenministeriums geht es insgesamt um bis zu 200.000 deutsche Touristen im Ausland. Auch die EU bemüht sich, Menschen aus anderen Weltregionen zurück nach Europa zu bringen.
 

17:09 Uhr

Stadt und Landkreis Hof: Fünf neue Infizierte

Die Zahl der an Corona Infizierten in Hof und Umgebung ist inzwischen auf 62 Personen gestiegen. Das sind fünf Fälle mehr als am Vortag. Das teilt das Hofer Landratsamt am Montagnachmittag mit.

16:54 Uhr

Erster Corona-Test bei Merkel negativ

Sie hatte Kontakt zu einem Infizierten Arzt und befindet sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden.

«Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. «Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt.»

16:18 Uhr

Landkreis Kronach: Zahl der Infektionen steigt

Am Montagnachmittag gab es im Landkreis Kronach 22 Fälle von bestätigten Coronavirus-Infektionen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren 120 Personen unter häusliche Quarantäne gestellt worden. Die erste davon wird am Mittwoch (25. März) aus der Quarantäne entlassen.

16:02 Uhr

Grüne fordern Aufnahme schwerkranker Patienten aus Italien

Die Landtags-Grünen fordern eine vorübergehende Aufnahme schwer erkrankter Covid-19-Patienten aus Norditalien zur Behandlung in bayerischen Krankenhäusern. «Wir sollten dem Vorbild Baden-Württembergs und des Saarlands folgen, die ihrem Nachbarland Frankreich jetzt zur Seite springen und akute Beatmungspatienten in deutschen Kliniken versorgen», teilte Fraktionschef Ludwig Hartmann am Montag mit.
Die Versorgung solcher Akutpatienten dauere bis zu einer Woche. «Das können wir leisten», sagte der Grünen-Politiker. Durch eine solche medizinische Unterstützung könnten die Krankenhäuser und das Personal in der Region um Bergamo entlastet werden. Es blieben außerdem ausreichend Versorgungskapazitäten für die bayerischen Bürger, sagte Hartmann.
 

15:55 Uhr

Corona in Stadt und Landkreis Coburg: Nur ein neuer Infizierter

In Stadt und Landkreis Coburg gibt es am Montag (Stand 16 Uhr) nur eine weitere bestätigte Neuinfektion. Die Zahl der Corona-Infizierten in Stadt und Landkreis Coburg ist damit von 32 auf 33 Personen (23 Landkreis, zehn Stadt) gestiegen. Dies gibt das Landratsamt am Sonntag auf seiner Homepage bekannt. 

15:16 Uhr

Keine Ermittlungen nach neun Toten in Würzburger Pflegeheim

Nach dem Tod von neun Menschen aus einem Würzburger Pflegeheim durch eine Infektion mit dem neuen Coronavirus gibt es bisher keine Hinweise auf eine Straftat. «Es gibt aktuell keinen Grund, Ermittlungen zu führen», sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Unterfranken am Montag. Man sei mit der betroffenen Pflegeeinrichtung aber weiter in Kontakt - dies sei üblich, wenn Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung stürben.

Auch die Staatsanwaltschaft Würzburg ist bislang in keinen durch das Virus verursachten Todesfall in ihrem Zuständigkeitsbereich eingebunden. «Nach hiesiger Kenntnis handelt es sich um Todesfälle aus medizinischer Ursache», teilte die Behördensprecher mit Blick auf die neun Toten des Würzburger Heims mit. Anhaltspunkte für strafbares Verhalten Dritter oder Anzeigen gebe es bisher nicht.

In der Nacht zum 12. März war der erste Patient bayernweit in Würzburg nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Der über 80-Jährige hatte Vorerkrankungen und war Bewohner des Würzburger Pflegeheims, in dem sich etliche Menschen mit dem Virus infizierten.

15:07 Uhr

Corona: Hofer Schlappentag abgesagt

Die Corona-Krise wirkt sich auch auf Veranstaltungen in Hof aus. Wie die Stadt mitteilt, wird es heuer keinen Schlappentag geben. Auch andere Events werden abgesagt.

Die derzeitige Situation führt in Hof zu weiteren, prominenten Veranstaltungsabsagen: Es werde im Jahr 2020 keinen Hofer Schlappentag  geben, teilt die Stadt in einer Meldung mit.  Das hätten an diesem Dienstag die Hofer Schützen, die Kreishandwerkerschaft und die Brauerei Scherdel bekanntgegeben. Auch der für den 24. Mai angesetzte Deutsch-tschechische Freundschaftstag (wird verschoben auf 2021)  sowie das für den 20. Juni geplante Stadt- und Bürgerfest müssen aufgrund der Infektionslage abgesagt werden. Die Hofer InnenHofKonzert-Reihe, die im Mai starten sollte, fällt in diesem Jahr ebenso den Sicherheitsmaßnahmen zum Opfer.

14:10 Uhr

Landesamt: 5719 Coronavirus-Fälle und 27 Tote
In Bayern sind inzwischen 5719 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Montag (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. Demnach sind bislang 27 infizierte Patienten gestorben.

14:04 Uhr

Staatsregierung liefert 800.000 Schutzmasken an Kliniken aus
In der Corona-Krise hat der Freistaat Bayern mit der Auslieferung von 800.000 Atemschutzmasken an Krankenhäuser und andere Einrichtungen begonnen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag mit. «Weitere Lieferungen durch den Bund und die Eigenproduktion im Freistaat werden folgen», erklärte er.
700.000 Schutzmasken seien vom Gesundheitsministerium bestellt und bezahlt worden, teilte die Behörde mit. BMW habe zusätzlich 100.000 Schutzmasken zur Verfügung gestellt.
Laut Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) seien auch 235.000 Flaschen Handdesinfektionsmittel angekommen. Das Technische Hilfswerk habe die Auslieferung übernommen. Masken und Desinfektionsmittel würden an die THW-Ortsverbände verschickt und von dort aus verteilt. «Die Reihenfolge wird durch die medizinische Notwendigkeit bestimmt», sagte Huml.

14:01 Uhr

Kabinett beschließt Nothilfen für Kliniken
Die deutschen Kliniken sollen mit Milliardenhilfen für besondere Belastungen in der Corona-Krise gewappnet werden. Das sehen Gesetzespläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, die das Kabinett am Montag auf den Weg gebracht hat. So soll es für jedes nun frei gehaltene Bett eine Tagespauschale von 560 Euro geben. Für jede neue intensivmedizinische Behandlungseinheit mit künstlicher Beatmung sollen Kliniken 50.000 Euro Bonus bekommen. Um Mehrkosten etwa bei Schutzausrüstung aufzufangen, soll es - für die Zeit von April bis Ende Juni - außerdem einen Zuschlag von zunächst 50 Euro für jeden Patienten geben.
Hintergrund ist, dass die Krankenhäuser planbare Operationen und Neuaufnahmen, wenn medizinisch vertretbar, vorerst aussetzen sollen. Dies soll Kapazitäten freimachen, um für viele Corona-Patienten mit schwereren Krankheitsverläufen vorbereitet zu sein. Außerdem soll die Zahl von bisher 28.000 Intensivbetten verdoppelt werden. Die Hilfen sollen Einnahmeausfälle abfedern und vermeiden, das Kliniken Defizite machen. Der Bund kalkuliert allein für den Ausgleich der Verschiebung planbarer OPs mit möglichen Mehrausgaben von 2,8 Milliarden Euro.

13:44 Uhr

Unterfränkische Polizei zieht weitgehend positive Bilanz

Mit dem vergangenen Wochenende sind die ersten beiden Tage der seit Samstag bayernweit geltenden vorläufigen Ausgangsbeschränkung vergangen. Die unterfränkische Polizei hat bei zahlreichen Einsätzen die Einhaltung der Beschränkung überwacht und zieht insgesamt eine positive Bilanz.

Insgesamt hatte die unterfränkische Polizei am gesamten Wochenende etwa 250 Einsätze mit Bezug zu Corona beziehungsweise zur vorläufigen Ausgangsbeschränkung. Insgesamt haben die Beamten am Wochenende 316 Verstöße gegen die Allgemeinverfügung aufgenommen.

 

Das schöne Wetter hatte am Sonntag zahlreiche Spaziergänger herausgelockt. Die meisten Bürger hätten sich beim Spazierengehen vorbildlich verhalten und seien in den Familien unter sich geblieben. Auch der Abstand zu anderen Personen wurde meist gewahrt, berichtet die Polize weiter.

Leider hielten sich aber nicht alle an die Beschränkungen. Zur Mittagszeit hatten sich vier Personen in Mainaschaff am Waldrand zum gemeinsamen Biertrinken getroffen. Sie müssen nun mit Anzeigen rechnen. Ein Gastwirt aus Karlstadt hatte in seinem Restaurant eine Feier ausgerichtet und bewirtete Gäste, die gemeinsam bei Brettspielen dicht zusammensaßen. Hier ermittelt die Karlstadter Polizei nun wegen verschiedener Delikte. In den Abendstunden musste die Polizei unter anderem eine Party in Bergrheinfeld sowie eine Grillfeier in Rödelmaier auflösen und Anzeigen gegen jeweils drei Personen aufnehmen.

13:41 Uhr

Mann will Corona verbreiten und leckt Fahrkartenautomaten ab
Ein Mann hat in München einen Fahrkartenautomaten und U-Bahn-Griffe abgeleckt, um nach eigener Aussage das Coronavirus zu verbreiten. Er filmte seine Taten und verbreitete das Video im Internet.
Die Polizei nahm den 33-Jährigen vorübergehend fest. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Ob er tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert ist, war zunächst unklar. Der Mann sei getestet worden, sagte eine Polizeisprecherin.
Insgesamt führte die Polizei in München zwischen Sonntag und Montag nach eigenen Angaben mehr als 400 Kontrollen bezüglich der Ausgangsbeschränkungen durch. Es seien 200 Verstöße festgestellt worden, davon wurden 61 angezeigt.

 

12:25 Uhr

1900 Corona-Tests in bayerischen Flüchtlingsunterkünften: Zehn Infizierte
In bayerischen Flüchtlingsunterkünften und Abschiebehafteinrichtungen sind bislang zehn von knapp 1900 getesteten Bewohnern mit dem Coronavirus infiziert gewesen. Wie ein Sprecher des Innenministeriums auf dpa-Anfrage mitteilte, habe es Stand Montagmorgen sieben Corona-Erkrankungen bei Bewohnern von Einrichtungen in Oberbayern gegeben. Außerdem seien zwei Fälle in der Oberpfalz und einer in Niederbayern bekannt.


Um welche Unterkünfte es sich konkret handelte, sagte der Sprecher nicht. Drei Infizierte seien derzeit im Krankenhaus, zwei Menschen schon wieder gesund. «Die bislang sehr geringe Zahl an positiven Testergebnissen zeigt, dass niemand befürchten muss, Asylbewerber könnten das Virus unbemerkt nach Bayern eintragen», so der Sprecher.


Um eine Ausbreitung des Virus in den Unterkünften zu vermeiden, würden nicht nur Erkrankte isoliert untergebracht und versorgt, sondern auch Getestete und ihre Kontaktpersonen bis zum negativen Testergebnis. Zudem werde in den Zimmern und Kantinen auf den von der Regierung vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 Metern geachtet.


In Bayern werde grundsätzlich bei allen Flüchtlingen und Asylsuchenden ein Corona-Test durchgeführt, die seit Ende Januar nach Deutschland kamen, so der Sprecher. Dies geschehe unabhängig davon, ob sie Symptome für eine Infektion mit Sars-CoV-2 hätten. Bei Menschen, die schon längere Zeit in Flüchtlingsunterkünften und Abschiebehafteinrichtungen im Freistaat leben, werde nur bei entsprechenden Symptomen getestet, sagte der Sprecher weiter.

 

12:13 Uhr

Kabinett beschließt beispielloses Hilfspaket in Corona-Krise

Zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen in der Corona-Krise hat das Bundeskabinett am Montag ein beispielloses Hilfspaket beschlossen. Dafür will sich der Bund in diesem Jahr mit der Rekordsumme von rund 156 Milliarden Euro neu verschulden. Zudem sollen Mieter entlastet, Hartz-IV-Anträge erleichtert und Kliniken unterstützt werden.

12:12 Uhr

Hausärzteverband will Patientenkontakte in Praxen massiv einschränken 

Der Bayerische Hausärzteverband will die persönliche Versorgung von Kranken in den Praxen angesichts der Coronavirus-Pandemie auf ein Minimum reduzieren. Wie der Verband am Montag mitteilte, sollen Patienten künftig überhaupt nicht mehr ohne telefonische Anmeldung zu ihren Hausärzten gehen.
«Die Kontakte von Ärzten, Praxisteams und Patienten zu Patienten sind maximal einzudämmen und die Abläufe in den Praxen umzugestalten», heißt es in einer Information des Landesvorsitzenden des Hausärzteverbandes, Markus Beier, an die niedergelassenen Mediziner. «Angesichts von Ausgangsbeschränkungen und absehbar fehlenden Laborkapazitäten ist es nun unabdingbar, personelle Ressourcen für schwere Fällen zu bündeln und die Patienten aufzufordern, auch im Verdachtsfall nicht in die Praxis zu kommen!»


Von der früheren Strategie, mit massenhaften Coronavirus-Tests alle Infizierten zu erfassen, soll sich das Gesundheitssystem nach Ansicht des Verbands verabschieden. Wer nicht ins Krankenhaus zur Behandlung muss, sollte die mögliche Covid-19-Erkrankung in häuslicher Quarantäne auskurieren. 

12:08 Uhr

Teenager in Coburg missachten Corona-Beschränkungen

Der überwiegende Teil der Bürger hält sich an die Ausgangsbeschränkungen der bayerischen Staatsregierung, berichtet die Coburger Polizei. Es gibt auch Ausnahmen. Vereinzelt mussten die Coburger Polizisten eingreifen. Am Sonntag  kontrollierten sie um 20.20 Uhr einen 16- und einen 18-Jährigen vor dem Coburger Hauptbahnhof. Die beiden Männer waren ohne triftige Gründe dort und hielten sich somit nicht an die Vorschriften. Zudem hatte der 18-Jährige eine kleinere Menge Betäubungsmittel bei sich. Neben einer Ordnungswidrigkeit nach dem Infektionsschutzgesetz ermitteln die Beamten bei dem älteren der Teenager nun auch noch wegen Betäubungsmittelbesitzes. Das Duo erhielt einen Platzverweis.

 

12:05 Uhr

Berufsschullehrer fordern Lernzeit für Auszubildende in Corona-Krise

Der Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern ruft Arbeitgeber dazu auf, ihren Auszubildenden in der Corona-Krise während der Arbeitszeit Freiraum zum Lernen zu geben. Die Betriebe könnten so dazu beitragen, «den Ausbildungserfolg unter diesen schwierigen Kontextbedingungen sicherzustellen», sagte VLB-Landesvorsitzender Pankraz Männlein am Montag laut Mitteilung. Dies sei besonders wichtig für die Abschlussklassen der Berufsschulen.
Nach den Schulschließungen wegen des neuartigen Coronavirus werde landesweit dafür gesorgt, dass alle Berufsschüler über digitale Plattformen, Mails oder Postzusendungen auf Lernmaterial zugreifen könnten. Die Situation wird laut Verband für die Schüler noch dadurch erschwert, dass sie in den Prüfungsklassen mit der Unsicherheit über die Prüfungstermine klarkommen müssen.

11:38 Uhr

Bayerischer Fußball-Verband erwartet hohen finanziellen Schaden

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) rechnet angesichts der Coronavirus-Pandemie mit einem Schaden von mehreren Millionen Euro. «Der BFV steht finanziell vor einer Situation, die es in diesem Ausmaß bislang wohl so noch nicht gegeben hat. Wir können heute noch nicht abschätzen, wohin die Reise geht. Nach einer ersten Hochrechnung entsteht dem BFV ein finanzieller Schaden von mehreren Millionen Euro», erklärte BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher. Der Verband verfüge aber «über die Möglichkeit durch ausreichende Liquidität diese Krise zu meistern - es bedarf aber eines überlegten und gemeinsamen Handelns aller Beteiligten.»


Der BFV hat den kompletten Spielbetrieb der laufenden Saison bis auf Weiteres ausgesetzt. Eine Wiederaufnahme der Spiele wird nur mit einer Vorankündigung von mindestens 14 Tagen erfolgen.
«Die Existenz unserer Vereine steht für uns an oberster Stelle. Dabei geht es bei weitem nicht alleine der Spielbetrieb, sondern es sind mehrheitlich ganz andere Dinge, die unsere Vereine am wirtschaftlichen Leben halten: Sommerfeste beispielsweise, Gaststätten-Pachten der Vereinswirte, die plötzlich ausfallen oder der Eigenbetrieb des Vereinsheims, dazu weiterlaufende Kosten ohne signifikante Einnahmen», sagte BFV-Boss Rainer Koch am Sonntagabend. «Es geht aber auch um die Existenz aller einzelnen Personen in einem Verein und die, die für den Verein da sind. Trainer, Platzwarte, Putzfrauen, Schiedsrichter, um nur ein paar Beispiele zu nennen.»
 

10:45 Uhr

RKI-Chef: Maßnahmen zeigen wohl erste Effekte - Kurve flacht etwas ab

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat sich vorsichtig optimistisch gezeigt, dass sich der Anstieg der Coronavirus-Fallzahlen in Deutschland leicht abschwächt. «Wir sehen den Trend, dass die exponentielle Wachstumskurve sich etwas abflacht», sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Montag in Berlin und berief sich auf tägliche Analysen. Für eine definitive Bewertung sei es jedoch zu früh, wahrscheinlich sei dies erst am Mittwoch möglich.
«Aber ich bin optimistisch, dass diese Maßnahmen schon jetzt sichtbar sind - was sehr früh ist, weil sie ja erst seit einer Woche wirklich gefahren werden», sagte Wieler. Außerdem schließt das RKI demnach aus Handydaten, dass sich die Mobilität in Deutschland zuletzt schon reduziert hat - aber es reiche noch nicht, sagte Wieler. Dieser Effekt werde sich nun aber durch die am Sonntag verkündeten Maßnahmen verstärken. 

10:31 Uhr

Deutscher Aktienmarkt erneut auf Talfahrt

Der deutsche Aktienmarkt bleibt im Crashmodus. Der zweitägige Stabilisierungsversuch vor dem Wochenende ist schon wieder Geschichte. Die Sorgen rund um die Folgen durch die Coronavirus-Pandemie und deren Bekämpfung bleiben akut. Der Leitindex Dax sackte zum Handelsstart am Montag um 4,84 Prozent auf 8498,38 Punkte ab. Der MDax verlor 4,42 Prozent auf 18 657,60 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 4,50 Prozent auf 2433,87 Punkte ein.


«Die Börsen geben den US-Politikern heute die Quittung für die ausgebliebene Einigung», kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners die neuerliche Talfahrt. Denn in den USA sind die Verhandlungen um ein Konjunkturpaket in Höhe von mehr als einer Billion Dollar ins Stocken geraten. Die Demokraten im US-Senat blockierten ein federführend von Republikanern erstelltes Paket gegen die Folgen des Coronavirus.
«Für die Börsen kommt das zur Unzeit. Weltweit kommt aktuell ein Hilfspaket nach dem anderen. Nur die USA können sich bislang nicht auf die Details verständigen.» Altmann rechnet allerdings damit, dass die Einigung womöglich schon an diesem Tag nachgeholt wird.

10:19 Uhr

Airbus produziert wieder in Frankreich und Spanien

Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus nimmt die wegen der Coronavirus-Krise unterbrochene Produktion in Frankreich und Spanien vom Montag an teilweise wieder auf. Das teilte Airbus in Toulouse mit. Das Unternehmen hatte in der vergangenen Woche wegen der Coronavirus-Pandemie seine Produktion in den beiden Ländern für vier Tage ausgesetzt. Die Airbus-Standorte in anderen Ländern, vor allem in Deutschland, Großbritannien, Kanada, den USA und China, waren davon nicht betroffen gewesen.


Airbus streicht wegen der Krise seine Prognose für das laufende Jahr. Zudem soll die für 2019 geplante Dividende nicht gezahlt werden. Mit einer neuen Kreditlinie über 15 Milliarden Euro will sich der Hersteller weitere Liquidität sichern.

10:03 Uhr

In Quarantäne: Merkel nimmt per Telefonschalte an Kabinett teil

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird aus der häuslichen Quarantäne heraus per Telefonschalte an der Sitzung des Bundeskabinetts an diesem Montag teilnehmen. Das sagte ein Regierungssprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Wie zuletzt tagen die Ministerinnen und Minister demnach wegen der Corona-Krise nicht wie üblich im Kabinettssaal des Kanzleramts in Berlin, sondern im viel größeren Internationalen Konferenzsaal - so können sie den notwendigen Abstand voneinander einhalten, um Ansteckungen zu verhindern. Merkel hatte sich am Sonntagabend selbst in häusliche Quarantäne begeben, weil sie Kontakt zu einem Arzt hatte, der mittlerweile selbst infiziert ist.


Bei der Kabinettssitzung ab 11.00 Uhr sollten umfangreiche Notpakete für Unternehmen, Beschäftigte und Kliniken beschlossen werden, zudem ein Kündigungsschutz für Mieter, die wegen der Corona-Krise finanzielle Probleme bekommen.

10:02 Uhr

Coronavirus trifft Zulieferer Leoni

Der angeschlagene Kabel- und Bordnetzspezialist rechnet aufgrund der Coronavirus-Pandemie mit Belastungen für Umsatz, Ergebnis und Liquidität. Allerdings sei die Höhe der Belastungen derzeit noch nicht vorhersehbar, teilte das SDax-Unternehmen am Montag in Nürnberg mit. Vor dem Hintergrund der Probleme durch die Corona-Krise hat das Management ein Maßnahmenpaket geschnürt, mit dem es den Fortbestand des Geschäftsbetriebs sichern will. Neben vorübergehenden Werksschließungen in Europa, Nordafrika und Amerika gehörten auch die Einführung von Kurzarbeit in Deutschland sowie vergleichbare Maßnahmen an weiteren europäischen Standorten dazu, hieß es.
 

08:52 Uhr

Coronavirus: Weitere Todesfälle in Wunsiedel und Tirschenreuth

Die Zahl der Corona-Todesopfer in der Region steigt: Im Landkreis Wunsiedel gibt es jetzt zwei Tote, auch im Landkreis Tirschenreuth ist mittlerweile der zweite Corona-Erkrankte gestorben. Die Todesfälle listet das Robert-Koch-Institut in seiner an diesem Montag um 0 Uhr aktualisierten Deutschlandkarte auf. Näheres zu den beiden Todesopfern ist bislang nicht bekannt. Der Landkreis Tirschenreuth ist in Bayern der von der Corona-Pandemie am stärksten betroffene Landkreis.

08:40 Uhr

Coronavirus: Söder verteidigt Bayerns Alleingang

Nach dem Bund-Länder-Beschluss zu Kontaktverboten im Kampf gegen das Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder das Ausscheren seines Landes verteidigt. Das sei eine «sehr kleine Sache», sagte Söder am Montag im ZDF-«Morgenmagazin». Er habe bereits am Freitag über Ausgangsbeschränkungen entschieden, die Regelung sei «eins zu eins mit Österreich umgesetzt» worden und eine angemessene und notwendige Entscheidung gewesen. Die Betroffenheit der Bundesländer sei unterschiedlich, sagte der CSU-Chef. «Wir haben viel mehr Tote, wir haben höhere Infektionen», sagte er, deshalb müsse er als Ministerpräsident «ein Stück weit schneller reagieren».

Auch bei Schulschließungen sei Bayern «ein Stück weit vorangegangen», sagte Söder. «Ich glaube, dass allein die Tatsache, dass wir es am Freitag in Bayern beschlossen haben, über das Wochenende viele, viele Infektionen, die jetzt gekommen wären, verhindert hat.» Mit Blick auf mögliche noch strengere Beschränkungen sagte Söder, er hoffe, dass man nun rechtzeitig reagiert habe, aber das könne niemand garantieren. Wichtig sei, gleichzeitig das deutsche Gesundheitssystem hochzufahren. «Wir haben vielleicht das beste der Welt, aber auch das wird überfordert sein, wenn wir jetzt nicht schnell reagieren.»

08:23 Uhr

Ifo Berechnungen: Corona-Krise kostet Deutschland Hunderte Milliarden
Die Coronavirus-Krise könnte Deutschland nach Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts mehr als eine halbe Billion Euro und mehr als eine Million Jobs kosten. «Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist», sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest am Montag. «Je nach Szenario schrumpft die Wirtschaft um 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte. Das entspricht Kosten von 255 bis 729 Milliarden Euro.»
«Auch am Arbeitsmarkt kommt es durch die Krise zu massiven Verwerfungen», betont Fuest. «Diese stellen die Zustände auf dem Höhepunkt der Finanzkrise in den Schatten.» Bis zu 1,8 Millionen sozialversicherungspflichtige Jobs könnten abgebaut werden, mehr als sechs Millionen Menschen von Kurzarbeit betroffen sein.
 

08:23 Uhr

Virologin erwartet bald schnellere Coronavirus-Tests
Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek erwartet noch in diesem Monat einfachere und schnellere Tests auf das Coronavirus. «Was die Tests angeht wird sich die Lage bald entspannen», sagte Ciesek der Deutschen Presse-Agentur. Ciesek ist eine der führenden Forscherinnen für Sars-CoV-2 in Deutschland und arbeitet am Klinikum der Frankfurter Goethe-Universität. Sie sei sehr hoffnungsvoll, dass es in den kommenden Wochen Tests geben werde, die nicht so anspruchsvolle Laborarbeit erfordern. Verschiedene Firmen hätten schnellere Tests entwickelt, die vielleicht noch im März oder April auf den Markt kämen - zum Beispiel ein System, «mit dem man zum Beispiel in der Notaufnahme in etwa 90 Minuten ein Testergebnis bekommt».
 

23:11 Uhr

Bayern setzt Ansammlungsverbot für mehr als zwei Personen nicht um

Bayern will das von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Krise vereinbarte Ansammlungsverbot für mehr als zwei Personen nicht übernehmen. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus der bayerischen Staatskanzlei. Es bleibt bei der bayerischen Regelung, wonach man nur mit Angehörigen des eigenen Hausstandes an die frische Luft gehen darf.

21:33 Uhr

Regierung sagt Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel für Heime zu 

Im Kampf gegen steigende Zahlen von Coronavirus-Patienten und -Todesfällen in Pflegeheimen hat das bayerische Gesundheitsministerium Hilfe zugesichert. «Sobald Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel zur Verfügung stehen, wird die Staatsregierung auch Pflegeheime bedenken», teilte eine Sprecherin am Sonntag in München mit. Die Heime selbst seien darüber hinaus zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. «Heiminterne Hygieneschulungen müssen weiterhin aufrecht erhalten werden.»
Allein in einem Würzburger Pflegeheim sind bislang neun Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 gestorben. 

19:53 Uhr

Angela Merkel in häuslicher Quarantäne

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss sich in der Corona-Krise nun selbst in häusliche Quarantäne begeben. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Sonntagabend in Berlin mit. Die Kanzlerin sei nach ihrem Presseauftritt am Abend unterrichtet worden, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

18:27 Uhr

Briefwahl trotz Ausgangsbeschränkungen möglich

Die Abgabe von Briefwahlunterlagen für die Stichwahlen am kommenden Sonntag ist auch während der Ausgangsbeschränkungen in Bayern zulässig. Darauf hat Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Sonntag hingewiesen. «Jeder darf seinen Wahlbrief zur Post oder zur Gemeinde bringen, die Allgemeinverfügung vom 20. März stellt das auch ausdrücklich klar», erklärte er. Wer wegen Krankheit oder aus sonstigen Gründen das Haus nicht verlassen könne oder wolle, dürfe sich etwa von Angehörigen helfen lassen. «Auch das ist selbstverständlich erlaubt.»

17:46 Uhr

Sieben neue Fälle in Stadt und Landkreis Hof

Die Zahl der Corona-Infizierten in der Stadt und im Landkreis Hof ist von Samstag (50 bekannte Fälle) auf Sonntag (57 bekannte Fälle) um sieben Personen gestiegen. Dies gibt das Landratsamt am Sonntag auf seiner Homepage bekannt. 

16:40 Uhr

Mehr als 24.100 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 90 Tote

In Deutschland sind bislang mehr als 24.100 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt geworden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 7300 sowie Bayern mit mehr als 4400 und Baden-Württemberg mit mehr als 3800 Fällen. Mehr als 90 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.
 

16:32 Uhr

Ansammlungen über zwei Personen sollen bundesweit verboten werden

Zur Eindämmung der Corona-Krise sollen Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich in ganz Deutschland verboten werden. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag bei einer Telefonkonferenz in Berlin. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

Eine Gruppe von zwölf Ländern hatte sich bereits vor der Schaltkonferenz im Grundsatz auf ein umfassendes Kontaktverbot verständigt. Dazu gehörten Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen. Demnach sollte es sich ausdrücklich nicht um eine Ausgangssperre, sondern um eine Art Kontaktverbot im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus handeln.
Neben Merkel hatten auch die für den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wichtigsten Minister teilgenommen.

14:16 Uhr

Landesamt: 4457 Coronavirus-Fälle und 22 Tote

In Bayern sind inzwischen 4457 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Sitz in Erlangen am Sonntag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Demnach sind bislang 22 infizierte Patienten gestorben.

14:04 Uhr

Tschechische Grenzen bleiben für mindestens sechs Monate geschlossen

Die tschechischen Grenzen sollen wegen der Coronavirus-Gefahr «viele Monate» für Ein- und Ausreisende geschlossen bleiben, mindestens aber ein halbes Jahr. Das sagte der Leiter des tschechischen Coronavirus-Krisenstabs, der Epidemiologe Roman Prymula, am Sonntag im Fernsehsender «Prima». Ausländer dürfen ausreisen, aber nicht wieder einreisen.
Ausnahmen gelten für grenznahe Berufspendler, die etwa in Bayern arbeiten. Werde diese Sonderregelung massiv von Unberechtigten missbraucht, höre die Gutmütigkeit auf, warnte Innenminister Jan Hamacek. Auch Lkw-Fahrer dürfen die Grenzkontrollstellen passieren, um den Warenverkehr zu gewährleisten.

14:03 Uhr

Stadt und Landkreis Coburg: Zahl der Infizierten auf 32 gestiegen

Die Zahl der Corona-Infizierten in Stadt und Landkreis Coburg ist von 27 auf 32 Personen (22 Landkreis, zehn Stadt) gestiegen. Dies gibt das Landratsamt am Sonntag auf seiner Homepage bekannt. 

12:14 Uhr

Grippewelle in Bayern schwächt sich deutlich ab

Nach 6300 Neuerkrankungen in der zehnten Kalenderwoche seien in der elften Kalenderwoche bayernweit nur noch 3719 Menschen an einer Virusgrippe erkrankt, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen mit. In der Spitzenzeit erkrankten in diesem Winter mehr als 8000 Menschen pro Woche.

Insgesamt sind damit in den ersten elf Wochen des Jahres 50.043 Menschen an Grippe erkrankt. Das sind fast 10.000 mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Jahres 2019.

Der Rückgang der Grippefälle ist aus Sicht der Mediziner ein gutes Zeichen, weil dadurch im Gesundheitssystem dringend benötigte Kapazitäten zur Behandlung von Coronavirus-Patienten frei werden.

12:12 Uhr

Coronavirus lässt Stromverbrauch sinken

Werksschließungen und Produktionseinschränkungen in der Industrie wegen der Coronavirus-Krise werden nach Einschätzung der Energiebranche auch zu einem spürbaren Rückgang des Stromverbrauchs in Deutschland führen.

Die Großhandelspreise für Strom seien bereits deutlich gefallen, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BdEW) mit. An der Strombörse seien die Preise für Lieferungen im April innerhalb einer Woche um fast 30 Prozent gesunken.

11:58 Uhr

Trotz Ausgangssperre: Fünf Mitterteicher feiern "Corona-Party"

Für Kopfschütteln bei der Polizei sorgten am Freitagabend fünf junge Männer im Alter zwischen 18 und 23 Jahren. Sie verließen gemeinsam, trotz der in Mitterteich bereits seit vergangener Woche geltenden Ausgangssperre, die Stadt. Sie begingen dadurch gleich zwei Verstöße nach dem Infektionsschutzgesetz. Zum einen hätten sie die Stadt erst gar nicht verlassen dürfen, zum anderen feierten sie an ihrem Zielort angelangt, verbotswidrig eine „Corona-Party“ - mit Alkohol und Grillgut. Außerdem postete einer der jungen Männer noch ein Gruppenselfie im Internet. Den Vorfall teilte die Polizei am Sonntagvormittag mit.

10:20 Uhr

Bedrückende Zahlen auch im Landkreis Wunsiedel

Ebenfalls drastisch in die Höhe geschnellt sind über den Samstag im Landkreis Wunsiedel die Zahlen der Infizierten. Das Robert-Koch-Institut listet 46 Covid-19-Infizierte auf, das sind 17 mehr als am Vortag. Im Landkreis Wunsiedel sind die 1000-Einwohner-Stadt Hohenberg und der Ortsteil Fischern der Gemeinde Schirnding besonders stark betroffen.

10:19 Uhr

Im Landkreis Tirschenreuth explodieren die Corona-Fälle

Nach der aktuellen Deutschland-Karte des Robert-Koch-Instituts sind die Zahlen der am Coronavirus Erkrankten im Landkreis Tirschenreuth geradezu explodiert. Für den Samstag meldet das RKI einen Anstieg der Fallzahlen um 43. Damit sind in dem Landkreis 111 Menschen infiziert. Tirschenreuth ist damit nicht nur der Landkreis, der in Bayern pro 100.000 Einwohner die meisten Covid-19-Infizierten hat. Der oberpfälzische Landkreis gehört mittlerweile zu den bundesweiten Hotspots - und steht auf Platz drei der am stärksten betroffenen Landkreise, nach Heinsberg in NRW (317 Fälle pro 100.000 Einwohner) und dem Hohenlohe-Kreis in Baden-Württemberg(195 Fälle pro 100.000 Einwohner). Der Brennpunkt im Landkreis Tirschenreuth ist dabei  die 6500-Einwohner-Stadt Mitterteich.

09:58 Uhr

Weltweit mehr als 300.000 Coronavirus-Fälle

Trotz des weltweiten Kampfes gegen die neuartige Lungenkrankheit Covid-19 haben sich nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr als 300.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Fast 13.000 Covid-19-Tote seien bisher gezählt worden, berichteten die Wissenschaftler der US-Universität Johns Hopkins am Samstag weiter. In den USA schnellte die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten binnen nur einer Woche um mehr als das Zehnfache auf mehr als 24.000 Fälle in die Höhe. Fast ein Viertel der US-Bevölkerung, 80 Millionen von 330 Millionen Einwohnern, sind inzwischen von mehr oder weniger harschen Ausgangssperren betroffen. Solche Einschränkungen gab es in Kalifornien, Illinois, New York, New Jersey und Connecticut.

08:27 Uhr

Italien schließt gesamte nicht lebensnotwendige Produktion

Italien schließt angesichts immer weiter steigender Totenzahlen im Zuge der Coronavirus-Pandemie die gesamte nicht lebensnotwendige Produktion. Davon seien Supermärkte, Banken, Post und Apotheken ausgenommen, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte.

"Es ist die schwerste Krise für das Land seit dem Zweiten Weltkrieg." Nun werde jede produktive Tätigkeit eingestellt, "die nicht entscheidend und unerlässlich dafür ist, uns essenzielle Güter und Dienstleistungen zu garantieren". Diese drastische Maßnahme in der drittgrößten Volkswirtschaft in der Eurozone soll zunächst bis 3. April gelten.

08:25 Uhr

Erster Coronavirus-Schnelltest in den USA zugelassen

In den USA ist ein Schnelltest zugelassen worden, der innerhalb von 45 Minuten eine Infizierung mit neuartigen Coronavirus nachweisen soll. Die beschleunigte Zulassung markiere einen wichtigen Schritt, um die Verfügbarkeit und die Geschwindigkeit von Tests zu erhöhen, erklärte der Chef der Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA, Stephen Hahn, am Samstag.

Der Test soll dem Hersteller Cepheid zufolge vorwiegend in Krankenhäusern zum Einsatz kommen und eine mögliche Infektion mit Sars-CoV-2 innerhalb von 45 Minuten erkennen. In der FDA-Mitteilung hieß es, der Test ermögliche es, «innerhalb von Stunden» Ergebnisse zu bekommen. Bisher müssen Tests in den USA an Labore geschickt werden; Ergebnisse sind in der Regel erst nach mehreren Tage verfügbar. Cepheid will die Tests ab kommender Woche ausliefern. 
 

08:23 Uhr

Russland schickt Italien Hilfe

Russland schickt wegen der dramatischen Lage in Italien medizinische und personelle Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus. Auf Bitten Italiens sollen unter anderem Schutzausrüstungen, mobile Versorgungsstationen und Mittel für eine großflächige Desinfektion von Verkehrsmitteln und Gebieten bereitgestellt werden. Das teilte der Kreml am Samstagabend mit, nachdem Putin den italienischen Regierungschef Giuseppe Conte angerufen hatte. Russland selbst hat bisher nach offiziellen Angaben vergleichsweise wenige Coronavirus-Fälle - mit Stand Samstagabend waren es landesweit rund 300.
Neben medizinischer und anderer Ausrüstung kämen auch russische Spezialisten in die besonders vom Coronavirus betroffenen italienischen Gebiete, hieß es weiter in der Mitteilung des russischen Präsidentenamtes. "Diese Lieferungen erfolgen über das Verteidigungsministerium mithilfe von Flugzeugen der Weltraumeinheiten der Russischen Föderation." Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, dass acht mobile Brigaden mit Virologen und Ärzten an diesem Sonntag nach Italien verlegt würden. Wie viele Helfer insgesamt entsandt würden, war zunächst nicht bekannt.
 

21:51 Uhr

Für bessere Patientenversorgung: Notbetreuung für Kinder ausgeweitet

Um unter allen Umständen eine Versorgung von Patienten und Pflegebedürftigen gewährleisten zu können, weitet die bayerische Staatsregierung die Notbetreuung für Kinder aus. Ab Montag können Eltern auch dann eine Notbetreuung in Kindertageseinrichtungen und Schulen in Anspruch nehmen, wenn nur ein Elternteil in den Bereichen Gesundheitsversorgung oder Pflege tätig ist. Das teilten die Ministerien für Familien und Kultus am Samstagabend nach einer Sitzung des Katastrophenstabs in München mit. Voraussetzung sei weiterhin, dass der Elternteil wegen "dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten" an einer Betreuung seines Kindes gehindert ist.

Die genannten Bereiche würden weit ausgelegt: Eingeschlossen seien Kliniken, Arzt- und Zahnarztpraxen, der Rettungsdienst, die Kassenärztliche Vereinigung, Gesundheitsämter, Altenpflege, Behindertenhilfe, kindeswohlsichernde Kinder- und Jugendhilfe sowie das sogenannte Frauenunterstützungssystem, also etwa Frauenhäuser. Auch alle Beschäftigten, die der Aufrechterhaltung des Betriebs dienen, könnten von der neuen Regelung gebrauch machen, hieß es - also beispielsweise das Reinigungspersonal und die Klinikküche.
Bislang galt das Angebot der Notbetreung nur, wenn beide Elternteile in diesen Bereichen arbeiten oder ein alleinerziehendes Elternteil dort beschäftigt ist. 

19:43 Uhr

21 Corona-Fälle im Landkreis Kulmbach

Bis zum späten Samstagnachmittag ist die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle im Kulmbacher Landkreis auf 21 gestiegen. Das Gesundheitsamt ermittele derzeit alle möglichen Kontaktpersonen und ergreife die notwendigen Maßnahmen, heißt es vonseiten des Landratsamts.

19:17 Uhr

Zwei Corona-Fälle in Rehauer Pflegeheim

Zwei Bewohnerinnen des Diakonischen Sozialzentrums Rehau wurden positiv auf das Corona-Virus getestet. Das teilt das Landratsamt Hof am Samstagabend mit. Die Gesundheitsbehörde des Landkreises und der Stadt Hof hat demnach die positiven Testergebnisse an diesem Samstag erhalten. Die zwei betroffenen Seniorinnen seien in der Rehauer Pflegeeinrichtung isoliert untergebracht. Ihr derzeitiger Gesundheitszustand lasse dies zu. Eine Behandlung im Krankenhaus sei daher momentan nicht notwendig. 

Elf weitere Bewohnerinnen und Bewohner sowie fünf Pflegekräfte zeigten Erkältungs- und Atemwegssymptome. Einige von ihnen befänden sich in stationärer Behandlung. Von den Bewohnern sowie dem Pflegepersonal lagen am Samstagabend noch keine Testergebnisse vor.

19:15 Uhr

Mehr als 21.600 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 70 Tote
In Deutschland sind bislang mehr als 21.600 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 6700 sowie Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils mehr als 3600 Fällen. Mehr als 70 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben.
 

18:56 Uhr

Merkel berät mit Ministerpräsidenten über schärfere Corona-Maßnahmen
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten beraten an diesem Sonntag (ab 14 Uhr) über weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. In der Telefonkonferenz wird es vor allem darum gehen, ob es bundesweite Ausgangsbeschränkungen gibt. Neben Merkel nehmen auch die für den Kampf gegen die Ausbreitung und die Folgen des Coronavirus wichtigsten Minister teil. So sollen neben Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) auch Innenminister Horst Seehofer (CSU), Außenminister Heiko Maas (SPD), Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) dabei sein.
Wie lange die Beratungen Merkels mit den Regierungschefs der Länder dauern werden, war unklar. Sollte es konkrete Beschlüsse geben, könnten diese ähnlich wie sonst nach Beratungen der Ministerpräsidentenkonferenz in einem Papier bekannt gegeben werden.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hofft auf ein gemeinsames Vorgehen der Bundesländer. «Es haben gestern ja einige nachgezogen», hatte er am Samstagmorgen dem Radiosender Antenne Bayern gesagt. Am Vorpreschen von Bayern bei Ausgangsbeschränkungen gibt es Kritik, unter anderem von SPD und Grünen.
 

18:37 Uhr

Hof: Zahl der Infizierten steigt weiter - Testergebnisse liegen vor

Die Zahl der an Corona Infizierten in Hof und Umgebung ist inszwischen auf 50 Personen gestiegen. Am Freitagabend betrug die Zahl der Infizierten noch 40. Weitere Angaben zu den Infizierten gab es keine. 

Derweil liegen dem Landratsamt am Samstag die Testergebnisse der Zentralen Teststation Hofer Freiheitshalle vom Donnerstag, 19. März, vor. Das bedeutet:

„Wenn Sie am Donnerstag, 19. März (oder früher) an der Freiheitshalle getestet wurden und seitdem nicht vom Gesundheitsamt oder einem Arzt angerufen wurden, ist Ihr Testergebnis negativ.

Falls Sie - trotz negativem Ergebnis - Kontakt mit Infizierten hatten oder zuletzt in einem Risikogebiet waren, bitten die Verantwortlichen Sie, dennoch zwei Wochen zu Hause zu bleiben.

18:14 Uhr

Herrmann zieht positive Bilanz zu Ausgangsbeschränkungen
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zieht nach dem ersten Tag der vorläufigen Ausgangsbeschränkungen eine positive Bilanz. Die meisten Menschen zeigten sich kooperativ, teilte er am Samstag in München mit. Zwar seien noch in einigen Fällen kleinere Gruppen unterwegs gewesen, es sei aber zu keinen besonderen Problemen gekommen, so der Innenminister.
Auch die Gastronomiebetriebe hätten sich weitgehend problemlos an die Allgemeinverfügung gehalten. «Ich glaube, für jeden vernünftigen Menschen ist klar, dass wir in einer Situation, wie wir sie derzeit haben, keine vollen Biergärten oder Wirtsstuben akzeptieren können», sagte Herrmann.
Die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen sei unerlässlich, um die Corona-Pandemie einzudämmen, sagte der CSU-Politiker. Er habe daher für Samstag angeordnet, dass jedes Polizeipräsidium mit zwei Einsatzzügen der Bereitschaftspolizei verstärkt werde. «Das werden wir je nach Lage weiter fortsetzen», so Herrmann.

18:05 Uhr

Coronavirus: Italien meldet fast 800 Tote an einem Tag
Im Zuge der Coronavirus-Pandemie hat Italien an nur einem Tag fast 800 Tote vermeldet und damit so viele wie seit dem Ausbruch in dem Land nicht. Insgesamt stieg die Zahl der Toten auf 4825, teilte der Zivilschutz am Samstag in Rom mit.

18:05 Uhr

Corona in Stadt und Landkreis Coburg: Zahl der Infizierten steigt

Die Zahl der Corona-Infizierten in Stadt und Landkreis Coburg ist unterdessen von 22 auf 27 Personen (19 Landkreis, acht Stadt) gestiegen. Dies gibt das Landratsamt am Samstag auf seiner Homepage bekannt. Das sind über doppelt so viele wie noch am Donnerstagvormittag.

16:07 Uhr

Bund zahlt bis zu 15.000 Euro an Kleinunternehmen

Kleine Unternehmen und Selbstständige sollen infolge der Coronavirus-Krise Soforthilfen in Höhe von bis zu 15.000 Euro erhalten. Dies geht aus einem Gesetzesentwurf des Finanz- und Wirtschaftsministeriums hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über den das "Handelsblatt" zuvor berichtete. An diesem Montag soll der Entwurf vom Bundeskabinett und dann in derselben Woche von Bundesrat und Bundestag beschlossen werden.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte am Samstag in Berlin: "Wir lassen niemanden allein." Dem Entwurf zufolge soll es für Kleinunternehmen, Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe eine Einmalzahlung von 9000 Euro für drei Monate bei bis zu fünf Beschäftigten geben - bis zu 15.000 Euro bei bis zu zehn Beschäftigten.
 

13:53 Uhr

Landesamt: 3695 Coronavirus-Fälle und 21 Tote
In Bayern sind inzwischen 3695 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Sitz in Erlangen am Samstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Demnach sind bislang 21 Patienten mit einer Infektion gestorben.

13:33 Uhr

Weniger Verkehr an der deutsch-österreichischen Grenze
Die Situation an den deutschen Grenzübergängen zu Österreich hat sich inzwischen wieder entspannt. Das teilte die Bundespolizeidirektion München am Samstag auf Anfrage mit. Auch an der Grenze zwischen Bayern und Tschechien laufe der Verkehr nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberpfalz problemlos. Die tschechische Polizei meldete nach Angaben der Nachrichtenagentur CTK ebenfalls keine nennenswerten Behinderungen an der tschechisch-deutschen Grenze.
Während die Situation am Anfang noch schwierig gewesen sei, verhielten sich die meisten Verkehrsteilnehmer nun vernünftig und verzichteten auf unnötige Fahrten, sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion München. «Die Bürger haben den Ernst der Lage begriffen und akzeptieren die Situation», sagte der Sprecher weiter. Mittlerweile kämen weniger Menschen zur Grenze zu Österreich als in den Tagen zuvor. Hauptsächlich würden Lastwagenfahrer die Grenze passieren. Ähnlich sieht es demnach an der tschechischen Grenze aus.

13:04 Uhr

Bayerische Grenzübergänge: Weniger Verkehr
Die Situation an den bayerischen Grenzübergängen zu Österreich hat sich entspannt. Das teilte die Bundespolizeidirektion München auf Anfrage am Samstag mit. Auch an der Grenze zu Tschechien laufe der Verkehr nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberpfalz problemlos.
Während die Situation am Anfang noch schwierig gewesen sei, würden sich die meisten Verkehrsteilnehmer nun vernünftig verhalten und auf unnötige Fahrten verzichten, sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion. «Die Bürger haben den Ernst der Lage begriffen und akzeptieren die Situation», sagte der Sprecher am Samstag. Mittlerweile kämen weniger Menschen zur Grenze zu Österreich als in den Tagen zuvor. Hauptsächlich würden Lastwagenfahrer die Grenze passieren. Ähnlich sieht es demnach an der tschechischen Grenze aus.
 

12:31 Uhr

Getränkebranche warnt vor «Hamstern» von Leergut

Die Getränkebranche appelliert an ihre Kunden, Getränke trotz der Angst vor dem Coronavirus nicht massenweise in Kellern und Kammern zu lagern. Es müsse ausreichend Leergut in den Kreislauf des Mehrwegsystems zurückkommen, sagt Julian Schwarzat vom Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels (GFGH). «Das Mehrwegsystem ist ein Kreislaufsystem. Es ist darauf angewiesen, dass Leergut wieder zurückgebracht wird.»

Verbraucher sollten beim Einkauf das genutzte Leergut bei Mehrweg - Flaschen ebenso wie Kästen - «so bald wie möglich wieder über den Handel zurückzubringen», fordern nun große Verbände wie der Deutsche Getränke-Einzelhandel, der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels (GFGH) und der Verband Deutscher Mineralbrunnen in einer gemeinsamen Erklärung. Es gebe aber trotzdem ausreichend Nachschub, versicherten die Branchenvertreter. Angespannt sei die Lage vor allem beim Mineralwasser, wenngleich das System nicht vor dem Kollaps stehe, betont Schwarzat. Es gebe keinen Grund, kistenweise Flaschen zu horten.

12:30 Uhr

Corona-Ausbreitung: Supermärkte setzen auf Scheiben und Abstand
Mit Maßnahmen wie Abstandsmarkierungen am Boden und Scheiben an den Kassen als «Spuckschutz» wollen die Supermarkt- und Discounterketten eine Ausbreitung des Coronavirus eindämmen und zugleich ihre Kassierer vor einer Ansteckung schützen. Erweiterte Öffnungszeiten, wie sie beispielsweise die neuen Regelungen in Bayern zur Entzerrung des Besucherandrangs ermöglichen, sind dagegen kaum ein Thema, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur am Samstag ergab - auch das, um die Mitarbeiter zu schonen.

12:29 Uhr

Supermärkte machen von längeren Öffnungszeiten keinen Gebrauch
Um den Andrang in Supermärkten zu entzerren, hat Bayern die möglichen Ladenöffnungszeiten ausgeweitet - doch die großen Ketten machen davon keinen Gebrauch. Der Grund ist, dass die Mitarbeiter geschont werden sollen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur am Samstag ergab.
 

11:30 Uhr

Bayerischer Finanzminister: Rückzahlung für Unternehmen

Bayerische Unternehmen sollen ihre bereits gezahlte Sondervorauszahlung der Umsatzsteuer auf Antrag zurückerhalten. Das teilte der bayerische Finanzminister Albert Füracker (CSU) am Samstag mit. Damit wolle man die Betriebe während der Corona-Pandemie entlasten. "Bayern dreht gerade an allen möglichen Stellschrauben, um unsere Unternehmen bestmöglich zu unterstützen und liquide zu halten", so Füracker.
Grundsätzlich müssen Betriebe ihre Umsatzsteuer-Voranmeldungen an das Finanzamt übermitteln und die entsprechende Zahlung leisten. Diese können sie nun wieder zurückerhalten. Dazu müssen die Unternehmen einen Antrag stellen. 
 

11:28 Uhr

Mietern soll in Krise nicht gekündigt werden dürfen 

Mietern soll wegen Mietschulden in der Corona-Krise nicht gekündigt werden dürfen. Das sieht eine Gesetzesvorlage der Bundesministerien für Justiz, Inneres und Wirtschaft vor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Gelten soll dies für Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2020. Die Verpflichtung der Mieter zur Zahlung der Miete bleibe aber im Grundsatz bestehen. Auch weiteren Schuldnern, die wegen der Corona-Pandemie ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllen können, sollen keine rechtliche Folgen drohen. Bei Darlehen soll es eine gesetzliche Stundungsregelung geben.

Die Vorlage soll an diesem Montag im Bundeskabinett und am Mittwoch im Bundestag beschlossen werden.

10:32 Uhr

Bundesregierung plant Neuverschuldung von 150 Milliarden Euro

Zur Linderung der Folgen der Corona-Pandemie plant die Bundesregierung in diesem Jahr eine Neuverschuldung von insgesamt 150 Milliarden Euro. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Samstagmorgen aus Koalitionskreisen. Zuvor hatte der Deutschlandfunk darüber berichtet.
Nach dpa-Informationen plant die Bundesregierung einen Nachtragshaushalt für 2020. Sie will auch die Notfallregelung in der Schuldenbremse ziehen. So soll ermöglicht werden, dass sich der Bund in der Corona-Krise deutlich höher verschuldet als bisher erlaubt.

Über die Höhe eines Nachtragshaushaltes war am Freitag noch nicht endgültig entschieden, im Gespräch war zunächst ein Volumen zwischen 60 und 100 Milliarden Euro.
 

09:35 Uhr

Keine Passierscheine in Bayern nötig

Trotz der weitreichenden Ausgangsbeschränkungen in Bayern inklusive Polizeikontrollen brauchen die Menschen im Freistaat keine Passierscheine, um sich draußen zu bewegen. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Samstagmorgen dem Radiosender Antenne Bayern in Ismaning bei München. Hilfreich sei aber, wenn man sich ausweisen und nachvollziehbar begründen könne, warum man auf welchem Weg sei. Wenn jemand von seinem Arbeitgeber eine Bescheinigung bekommen könne, sei das gut. "Wenn nicht, geht die Welt - glaub' ich - nicht unter", sagte der CSU-Chef. "Im Zweifel hat die Polizei ein gutes Gespür dafür, wie ernst und wie ehrlich das ist."
 

09:33 Uhr

Arzt: Gefahr unterschätzt, mehr Jüngere auf Intensivstation

Auf den Intensivstationen auch in Deutschland werden immer öfter junge mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt. Das habe sich in Italien gezeigt - und "das ist ein Bild, das sich auch in Deutschland ergibt", sagte der Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. "Die jüngsten symptomatischen Covid-19-Patienten waren Anfang 20 Jahre alt. Insgesamt sehen wir das ganze demografische Altersspektrum, egal ob auf Normalstation oder Intensivstation." Wendtner hatte in der Schwabinger Klinik Ende Januar die ersten mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierten Patienten in Deutschland behandelt.

"Auch ein junger Patient ist nicht gefeit davor, einen schweren Verlauf zu haben", warnte der Mediziner. "Das soll wachrütteln, dass man sich an die Hygienevorschriften und Regelungen hält." Die Gefahr durch das neuartige Virus sei anfangs unterschätzt worden - von der Politik wie auch von der Wissenschaft, räumte der Mediziner ein.

09:16 Uhr

Ausgangsbeschränkung: Polizei stellt in Bayern kaum Verstöße fest

Seit Samstag gelten in ganz Bayern zur Eindämmung des Coronavirus weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Ab Mitternacht wurden zahlreiche Kontrollen zur Einhaltung der Maßnahmen durchgeführt - dabei wurden nach Angaben der Polizeipräsidien vom Samstagmorgen nur wenige Verstöße festgestellt.

Im Einsatzbereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz zum Beispiel registrierten Beamte drei Verstöße. In Unterfranken stellte die Polizei mehrere Verstöße fest: Fünf Jugendliche hätten in einem Bauwagen einen Geburtstag gefeiert; drei weitere Personen fielen auf, die um ein Lagerfeuer saßen und tranken. In allen Fällen erhalten die Beteiligten eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen die Allgemeinverfügung.

09:11 Uhr

Söder hofft auf gemeinsame Regelungen aller Bundesländer

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hofft im Kampf gegen das neuartige Coronavirus auf ein gemeinsames Vorgehen der Bundesländer. Das sagte er am Samstagmorgen dem Radiosender Antenne Bayern. "Es haben gestern ja einige nachgezogen."

Auch beim Thema Schulschließungen habe es Donnerstag vergangener Woche bei einem Treffen der Ministerpräsidenten Diskussionen gegeben, nahezu alle seien dagegen gewesen. Nachdem Bayern dann einen Tag später die Schließung aller Schulen und Kitas verkündet hatte, seien die anderen Bundesländer diesem Weg gefolgt. "Ich bedauere es sehr, dass wir das manchmal so machen müssen", sagte der CSU-Chef.

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen am Sonntag in einer Schalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gemeinsam weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Ausbreitung besprechen.
Seit Mitternacht gelten im gesamten Freistaat weitreichende Ausgangsbeschränkungen, mit deren Hilfe die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden soll. 
 

21:23 Uhr

Neun Coronavirus-Todesfälle in Würzburger Pflegeheim
Die unterfränkische Bezirkshauptstadt verzeichnet fast die Hälfte aller bayerischen Todesfälle. Alle Erkrankten waren Bewohner eines Altenpflegeheims.
Fast die Hälfte der Coronavirus-Todesfälle in Bayern betreffen Bewohner eines Würzburger Pflegeheims. Nach Infektionen mit dem neuartigen Virus sind dort neun Menschen gestorben, wie ein Sprecher des Landesamts für Gesundheit (LGL) am Freitag auf Anfrage sagte.
Die Leiterin der Würzburger Altenpflegeeinrichtung sagte der Deutschen Presse-Agentur, alle Verstorbenen hätten Vorerkrankungen gehabt und seien über 80 Jahre alt gewesen.

21:02 Uhr

Erster Todesfall nach Coronavirus-Infektion in Thüringen
In Thüringen ist erstmals ein Mensch nach einer Coronavirus-Infektion gestorben. In Jena starb ein 83 Jahre alter Mann, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung am Freitagabend sagte.

20:37 Uhr

Corona-Pandemie in Italien: Über 600 Tote an einem Tag
In Italien haben die Behörden in nur einem Tag rund 600 neue Corona-Tote registriert. Damit stieg die Zahl der Todesopfer der Virus-Pandemie auf 4032. Das teilte der Zivilschutz in Rom am Freitag mit. In dem Land gibt es inzwischen 47 021 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Menschen. Damit kamen im Vergleich zum Vortag erneut Tausende Infektionen hinzu. Außerdem dürfte die Dunkelziffer nicht erfasster Menschen, die den Sars-CoV-2-Erreger in sich tragen, Experten zufolge hoch sein. Am schlimmsten von der Covid-19-Welle getroffen ist weiter der Norden, besonders die Lombardei. Dort war der Ausbruch vor einem Monat, am 20./21. Februar bemerkt worden.  
Italien hatte am Donnerstag insgesamt mehr Todesfälle als China gemeldet und ist damit das Land mit den meisten offiziell gemeldeten Toten wegen des Coronavirus auf der Welt. Es wird erwartet, dass die Regierung in Kürze die Ausgangssperre verschärft.

20:01 Uhr

Landkreis Haßberge: Zahl der Erkrankten steigt auf 15

Im Landkreis Haßberge sind, wie das Landratsamt mitteilt, vier weitere Personen auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden. Damit liegt die Gesamtzahl zum gestrigen Stand (Freitag, 20. März, 14 Uhr) kreisweit bei insgesamt 15 bestätigten Fällen.

19:18 Uhr

WHO-Chef an die Jugend in Corona-Zeiten: Ihr seid nicht unbesiegbar

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) appelliert an junge Leute, sich während der Corona-Krise an die strengen Ausgangsbeschränkungen zu halten. «Ich habe eine Botschaft für junge Leute», sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. «Ihr seid nicht unbesiegbar.» Zwar bestehe für ältere Menschen die größte Gefahr, sich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 anzustecken und die Lungenkrankheit Covid-19 zu entwickeln. «Aber es geht nicht an den Jungen vorbei», sagte Tedros.

«Dieses Virus kann auch für euch einen wochenlangen Krankenhausaufenthalt bedeuten, oder es kann euch töten.» Alle Menschen müssten zusammenstehen, über Landesgrenzen und Generationen hinweg. «Solidarität, Solidarität, Solidarität» forderte Tedros. Viele Menschen ignorieren die zahlreichen Aufrufe in Deutschland und anderswo, möglichst zu Hause zu bleiben. In Bayern und dem Saarland dürfen Einwohnerinnen und Einwohner ab Samstag ihre Wohnungen nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Dazu gehört das Einkaufen, aber auch Joggen.

18:17 Uhr

Fünf neue Coronavirus-Todesfälle in Bayern

In Bayern sind fünf weitere Menschen gestorben, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert waren. Es handelt sich um vier Todesfälle aus Würzburg und einen aus dem Landkreis Starnberg, wie das Gesundheitsministerium am Freitag in München mitteilte. Am Vormittag hatte ein Sprecher den Tod eines 85-Jährigen aus dem Landkreis Tirschenreuth und eines 82-Jährigen aus dem Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge vermeldet. Damit gibt es in Bayern derzeit insgesamt 20 Coronavirus-Todesfälle.

17:51 Uhr

Besonders junge Menschen halten Beschränkungen nicht ein

Am Donnerstag ist es vermehrt zu Verstößen gegen die Regelungen der bayerischen Staatsregierung gekommen. Vor allem junge Menschen missachten die Beschränkungen. Das teilt die oberpfälzische Polizei an diesem Freitag mit. Sie appelliert deshalb an die Bevölkerung, insbesondere an junge Menschen, die Ausgangsbeschränkung einzuhalten.

Mehr als 70 Einsätze wurden der Polizei Oberpfalz am Donnerstag gemeldet. Viele Anrufer teilten Verstöße gegen die Bestimmungen der Allgemeinverfügung mit. Schwerpunkt dieser Einsätze waren Überprüfungen von Spielplätzen, Sportanlagen, Grünflächen und Gaststätten. Während sich die Firmen, Geschäfte sowie weite Teile der Bevölkerung größtenteils und vorbildlich an die Beschränkungen hielten, trafen sich vor allem junge Menschen weiterhin in größeren Gruppen in der Öffentlichkeit. Sie feierten laut Polizei in Parkanlagen, veranstalteten Grillpartys oder machten gemeinsam Sport.

17:19 Uhr

Stadt und Landkreis Hof: Zahl der Infizierten steigt weiter

Die Zahl der an Corona Infizierten in Hof und Umgebung ist inszwischen auf 40 Personen gestiegen. Das gab das Landratsamt am Freitagnachmittag bekannt. Am Donnerstagabend betrug die Zahl der Infizierten noch 26. Weitere Angaben zu den Infizierten gab es keine. 

17:14 Uhr

Erster Patient mit Corona-Infektion in Sachsen gestorben
Im Nachbarbundesland Sachsen gibt es einen ersten Todesfall wegen der Corona-Pandemie. Am Freitag sei ein Patient im Landkreis Bautzen gestorben, teilte Landrat Michael Harig (CDU) mit.

17:00 Uhr

Landkreis Kronach: Zahl der Corona-Patienten erhöht sich auf zwölf

Im Landkreis Kronach gibt es mittlerweile zwölf bestätigte Fälle von Coronavirus-Infektionen. Das teilte Landratsamtssprecher Bernd Graf am Freitagnachmittag mit. Am Donnerstagabend waren demnach beim Gesundheitsamt sieben positive CoV-Nachweise eingegangen, wodurch sich die Zahl auf elf erhöhte. Bei den Betroffenen handelt es sich um bereits bekannte Kontaktpersonen aus einem der ersten Fälle. Der zwölfte Fall kam am Freitagmittag hinzu. Hierbei handelt es sich um einen Tirol-Rückkehrer aus dem südlichen Landkreis, der nicht zum Kreis der bis dahin ermittelten Kontaktpersonen aus früheren Fällen zählt.

16:58 Uhr

Ansturm auf Corona-Hilfsgeld: Mehrere Zehntausend Anträge

Die bayerischen Behörden werden von Corona-Hilfsgeldanträgen bedrängter mittelständischer Unternehmen überrollt. «Mittlerweile haben wir mehrere Zehntausend Anträge mit einem gesamten Finanzvolumen von mehreren Hundert Millionen Euro», berichtete Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Freitag. Das Programm für kleine und mittlere Unternehmen war erst am Mittwoch gestartet. Die ersten Überweisungen sind nach Aiwangers Angaben schon am Freitag auf den Konten der Firmen eingegangen.

16:55 Uhr

Bayerisches Gastgewerbe: «Jeder Betrieb kämpft ums Überleben»
Praktisch jedes bayerische Hotel und Gasthaus ist nach Angaben ihres Verbandes durch die Corona-Krise inzwischen in Existenznot. Selbst die großen gut laufenden Betriebe seien jetzt an ihre Grenzen gelangt: «Jeder Betrieb kämpft ums Überleben», sagte Dehoga-Landesgeschäftsführer Thomas Geppert am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München.
Restaurants und Biergärten müssen ab Samstag komplett schließen. Ausgenommen bleiben nur Mitnahmeangebote und Lieferdienste. «Wir unterstützen jede Maßnahme der bayerischen Regierung, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen», betonte Geppert aber und lobte die Hilfen der Staatsregierung für die Branche mit 40.000 Betrieben und 447.000 Erwerbstätigen im Freistaat: Das Kurzarbeitergeld mit Übernahme der Sozialabgaben, die Soforthilfen für Betriebe in akuter Geldnot und die Bürgschaft für alle Kreditrisiken seien richtig und wichtig.
 

15:42 Uhr

Corona in Stadt und Landkreis Coburg: Zahl der Infizierten steigt

In Stadt und Landkreis Coburg gibt es auch am Freitag weitere bestätigte Neuinfektionen. Die Zahl der Corona-Infizierten in Stadt und Landkreis Coburg ist unterdessen von 16 auf 22 Personen (16 Landkreis, sechs Stadt) gestiegen. Dies gibt das Landratsamt am Freitag auf seiner Homepage bekannt.

14:32 Uhr

Fast 100.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt

Reiseveranstalter und die Lufthansa haben mit Hilfe der Bundesregierung seit Montag 96.000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche zurückgeholt. Dafür seien etwa 100 Sonderflüge organisiert worden, sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amts, Maria Adebahr, am Freitag in Berlin. Weiterhin sitzen weltweit aber Zehntausende Touristen fest. Laut Adebahr haben sich seit Dienstag 144.000 Deutsche beim Auswärtigen Amt gemeldet, die nach Deutschland zurückkehren wollen. Insgesamt befinden sich mehrere hunderttausend Deutsche im Ausland, sehr viele davon haben dort auch ihren Wohnsitz.

Zahlreiche Länder haben inzwischen wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Grenzen dicht gemacht und Flugverbindungen gekappt. Da Deutschland inzwischen zu den Hauptrisikoländern gehört, sind Bundesbürger besonders stark von den Einschränkungen betroffen. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hatte deswegen am Dienstag angekündigt, Deutsche aus den Ländern zurückzuholen, aus denen es keine regulären Flüge mehr gibt. Dafür sollen für 50 Millionen Euro bis zu 40 Maschinen gechartert werden. Am Mittwoch und Donnerstag führten diese Maschinen 14 Sonderflüge durch.

Zusätzlich bringen die Reiseveranstalter und die Lufthansa bereits seit dem Wochenende auf eigene Faust Urlauber mit Sonderflügen zurück. Unter www.rueckholprogramm.de können sich festsitzende Deutsche für die Rückholaktion registrieren lassen.

14:19 Uhr

Corona-Teststation in Hof auch am Wochenende geöffnet

Die zentrale Corona-Teststation an der Hofer Freiheitshalle wird auch am Wochenende geöffnet sein. Das haben die Stadt und der Landkreis Hof nun gemeinsam mit dem Ärztlichen Kreisverband beschlossen, wie das Hofer Landratsamt als Gesundheitsbehörde am Freitagnachmittag mitteilt. Von 13 bis 15 Uhr können demnach am Samstag und Sonntag an der "Drive-In"-Station Abstriche entnommen werden.

13:51 Uhr

Söder will Ausverkauf der deutschen Wirtschaft nach Corona verhindern

Bayern will einen Ausverkauf von Unternehmen verhindern, die durch die Corona-Krise geschwächt sind. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plädierte am Freitag dafür, bei Bedarf Übernahmen deutscher Firmen und Technologie durch ausländische Investoren zu verbieten. «Wenn am Ende dieser Krise steht, dass nahezu die gesamte bayerische und deutsche Wirtschaft in ausländischer Hand ist, wir keine Steuerungsoptionen mehr haben, dann ist das nicht nur eine medizinische Krise», sagte Söder. «Dann ist das auch eine komplette Änderung der weltwirtschaftlichen Ordnung. Auch dagegen müssen wir uns wappnen.»

13:25 Uhr

Huml: Mehr Einschränkungen für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime

Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schränkt Bayern die Besuchsregeln für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime weiter ein. Die Besuche würden jetzt weitgehend untersagt, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Freitag in München. Es solle aber weiter möglich sein, dass sich etwa die Familie von einem Sterbenden verabschiedet oder dass ein Vater bei der Geburt seines Kindes dabei sein könne.


«Sie können weiter zur Arbeit gehen, Sie können weiter zum Einlaufen gehen, Sie können weiter zum Arzt gehen», erläuterte Huml. «Aber alles, was nicht dringend nötig ist wird eingeschränkt.» Auch bei Spaziergängen an der frischen Luft sollen Familien zusammenbleiben können, die eh zusammenleben. Aber weitergehende Menschenansammlungen seien tabu. Das Ganze gelte zunächst für 14 Tage. Die Maßnahme sei eine, «die jeder mitmachen kann und die jeder mitmachen muss», sagte sie. «Das ist alles nicht einfach, dessen sind wir uns (..) bewusst.»


Sie könne nicht versprechen, dass die Maßnahmen helfen, die Ausbreitung des Virus zu unterbinden. Doch die Staatsregierung tue alles, was in ihrer Macht stehe. «Aber wir müssen alle mithelfen.»

13:11 Uhr

Söder: Ab Freitag bundesweit Gastronomie geschlossen

Wegen der Corona-Krise wollen alle Bundesländer laut Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ab Mitternacht alle Gastronomiebetriebe schließen. Es werde zunächst für die nächsten 14 Tage nur noch «to go, Drive-in und Lieferungen» geben, sagte Söder am Freitag in München. «Auch alle anderen Bundesländer wollen das umsetzen.»

13:10 Uhr

Söder: Weitreichende Ausgangsbeschränkungen für ganz Bayern

Zur Eindämmung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) weitreichende Ausgangsbeschränkungen für den ganzen Freistaat angekündigt. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist ab Samstag nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt.

10:46 Uhr

Reisewarnung gilt bis Ende April - auch für die Osterferien

Die Reisewarnung der Bundesregierung wegen der Corona-Krise gilt zunächst bis Ende April und betrifft damit auch die Osterferien. Das gab Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Freitag auf Twitter bekannt.

10:15 Uhr

Netflix und Youtube drosseln Bildqualität

Nach Netflix wird auch YouTube die Bildqualität in Europa etwas verschlechtern, um die Netze in der Coronavirus-Krise zu entlasten. Alle Videos sollen zunächst in den kommenden 30 Tagen nur noch in Standard-Auflösung statt HD-Qualität übertragen werden, wie die zu Google gehörende Videoplattform am Freitag ankündigte. EU-Kommissar Thierry Breton, der die Maßnahme angestoßen hatte, begrüßte den Schritt. Netflix hatte nach Gesprächen mit Breton bereits am Donnerstagabend angekündigt, den Datendurchsatz in Europa für zunächst 30 Tage zu drosseln.

 

09:28 Uhr

Kanzleramtschef zu Ausgangssperren: Samstag entscheidender Tag

Kanzleramtschef Helge Braun hat den Samstag als entscheidenden Tag bei der Entscheidung über mögliche Ausgangssperren wegen des Coronavirus bezeichnet. "Wir werden uns das Verhalten der Bevölkerung an diesem Wochenende anschauen", sagte der CDU-Politiker dem "Spiegel". "Der Samstag ist ein entscheidender Tag, den haben wir besonders im Blick."

08:52 Uhr

Vorbereitungen für Wiesn laufen weiter

Während zahlreiche Veranstaltungen und Konzerte wegen des Coronavirus abgesagt werden, laufen die Vorbereitungen für die Wiesn vorerst weiter. Die Entscheidung darüber, ob die Wiesn abgesagt wird, soll erst in ein paar Monaten fallen, heißt es in der «tz» (Freitag). «Ich kann nicht sagen, ob es Mai oder Juni wird», sagte Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU). «Ich gehe aber weiter davon aus, dass die Wiesn stattfinden wird.»
Dementsprechend laufen die Vorbereitungen laut Wirtesprecher Christian Schottenhamel «ganz normal weiter». Fast alle Tische seien schon vergeben und bisher gebe es kaum Stornierungen.
Das Oktoberfest soll dieses Jahr am 19. September beginnen und bis zum 4. Oktober dauern. Es ist das größte Volksfest der Welt und lockt alljährlich während der zwei Festwochen rund sechs Millionen Besucher

22:29 Uhr

Mehr als 15.000 Coronavirus-Nachweise in Deutschland - 44 Tote
In Deutschland sind bislang mindestens 15.030 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur mit Stand vom Donnerstagabend hervor, die gemeldete Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 4970, Bayern mit mehr als 2280 und Baden-Württemberg mit mehr als 2740 Fällen. 44 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben, zwei weitere Deutsche nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.
 

22:07 Uhr

Coronafall bei Eintracht Frankfurt - komplette Mannschaft wird getestet
Ein Spieler von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der Klub am Donnerstagabend bekannt, nannte den betroffenen Profi aber nicht namentlich. Zeitnah werde sich "die komplette Mannschaft sowie der Staff und einige Mitarbeiter aus dem Teamumfeld einem Test unterziehen".
Der Frankfurter Spieler, der über Unwohlsein und die typischen Krankheitssymptome klagte, ist der dritte bestätigte Fall in der Bundesliga. Zuvor hatte es Verteidiger Luca Kilian vom SC Paderborn und einen Profi von Hertha BSC erwischt. Auch die Berliner gaben den Namen nicht bekannt.

21:59 Uhr

Dringend benötigter Nachschub an Schutzmasken kommt

Im Kampf gegen das Coronavirus kommt staatlich organisierter Nachschub an Schutzausrüstung für Praxen und Krankenhäuser in Gang. Das Bundesgesundheitsministerium gab zehn Millionen dringend benötigte Atemschutzmasken zur weiteren Verteilung an die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Bundesländer, wie ein Sprecher am Donnerstag in Berlin sagte. Daneben gingen medizinische Hilfsgüter aus Deutschland an den besonders stark von der Corona-Epidemie betroffenen EU-Partner Italien. Masken, aber auch Schutzanzüge für medizinisches Personal sind derzeit weltweit knapp.
Die neuen Lieferungen an Schutzmasken sollen unter anderem an Praxen, Bereitschaftsdienste und Stellen für Testabstriche verteilt werden, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) erläuterte. Noch sei die Lage bei der Ausrüstung teils kritisch, sagte KBV-Chef Andreas Gassen: „So langsam laufen die Praxen leer.“ Allerdings sei das Schlimmste mit der aktuellen Lieferung wohl vorbei. Desinfektionsmittel gebe es genügend. Viele Hersteller belieferten Praxen direkt mit Mengen „im Fünf-Liter-Bereich“.
Die Bundesregierung hatte beschlossen, Schutzausrüstung, aber auch Ausstattung für Intensivstationen in Krankenhäusern ergänzend zentral zu beschaffen. Andere Akteure sollen aber weiterhin auch selbst einkaufen.

21:59 Uhr

Bericht: Kanzlerin und Länder beraten über Ausgangssperren am Sonntag
Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen nach einem Medienbericht an diesem Sonntag über Ausgangssperren in der Corona-Krise beraten. Dies berichtete der SWR am Donnerstag unter Berufung auf den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne). Mehrere Regierungschefs hatten am Donnerstag mit Ausgangssperren gedroht. «Es hängt von der Bevölkerung ab, ob wir schärfere Maßnahmen ergreifen müssen», sagte Kretschmann dem SWR. Hintergrund ist, dass viele Bundesbürger den Aufrufen, Abstand zu Mitmenschen zu halten, nicht nachkommen.
 

21:28 Uhr

Weitere Infektionen im Landkreis Haßberge

Im Landkreis Haßberge sind zwei weitere Personen auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden. Damit liegt die Gesamtzahl (Stand: Donnerstag, 19. März, 14.00 Uhr) kreisweit bei insgesamt elf bestätigten Fällen. Das Gesundheitsamt Haßberge ermittelt wie gewohnt routiniert mögliche Kontaktpersonen und Infektionsquellen. Aktuell werden weitere begründete Verdachtsfälle überprüft. Die Zahl der Personen in häuslicher Isolation ist zurückgegangen - derzeit befinden sich noch 422 Personen in häuslicher Quarantäne.

20:50 Uhr

Bericht: Bundesliga prüft Saison-Fortsetzung im EM-Modus
Die unterbrochene Saison in der Fußball-Bundesliga könnte einem Medienbericht zufolge im Modus eines EM-Turniers an festen Spielorten in kurzer Zeit zu Ende gespielt werden. Im Rahmen ihrer Notfall-Überlegungen prüfe die Deutsche Fußball Liga feste Austragungsorte in allen Regionen des Landes, an denen dann mehrere Partien pro Tag angesetzt würden, berichtete der «Sportbuzzer» am Donnerstag. Um die Risiken der Coronavirus-Pandemie zu minimieren, würden demnach an allen Standorten Hotels nur für die Erst- und Zweitligisten gebucht, die dann von dort ins Stadien und nach den Spielen direkt wieder weggebracht würden.
Dies sei aber nur eines von drei möglichen Szenarien für eine schnelle Durchführung der verbleibenden neun Spieltage. Denkbar sei auch, dass die Spielzeit mit Partien in ganz kurzer Abfolge innerhalb von nur 16 Tagen zu Ende gebracht wird, heißt es in dem Bericht. Auch eine Serie englischer Wochen mit nur wenigen Tagen Pause zwischen den Partien sei eine der Optionen.
 

20:19 Uhr

Nach wie vor 16 Corona-Infizierte im Landkreis Wunsiedel

Keine neuen Corona-Fälle hat es am Donnerstag im Landkreis Wunsiedel gegeben. Dies hat Landratsamts-Sprecherin Anke Rieß-Fähnrich am Donnerstagnachmittag mitgeteilt. Damit liegt die Zahl der bestätigten Corona-Infizierten offiziell bei 16. red

20:18 Uhr

Landkreis Kulmbach: Keine neuen Fälle, aber unklare Ergebnisse

Aus der Gruppe von Schülern und Lehrern des Kulmbacher CVG, die nach ihrer Rückkehr aus einem Skilager in Österreich die 13 bislang im Landkreis festgestellten Corona-Fälle darstellen, sind keine weiteren Erkrankungen hervorgegangen. Das gab Landrat Klaus Peter Söllner am Donnerstag bekannt. Allerdings seien aus der zweiten Tranche von 46 Proben bei elf Personen die Auswertungen der Abstriche nicht eindeutig. Die Untersuchungen müssen nun wiederholt werden. Unabhängig davon sei die gesamte Gruppe wie auch ihre Kontaktpersonen der Kategorie I weiterhin in Quarantäne. Weiterhin gehe es allen Betroffenen gut. Glücklicherweise haben sich, wie Gesundheitsamtsleiterin Dr. Camelia Fiedler bekräftigt, bisher bei keiner der in Kulmbach positiv Getesteten schwere Symptome gezeigt. Alle können weiterhin zu Hause bleiben. mbu

18:42 Uhr

Coronavirus: Erste Tote in Oberfranken

Seit diesen Donnerstag gibt es in Oberfranken die ersten beiden Todesfälle nach einer Covid-19-Erkrankung. Nach zuverlässigen Informationen, die unserer Zeitung vorliegen, handelt es sich um zwei ältere Patienten, die im Klinikum Fichtelgebirge in Selb behandelt worden sind. Der Wunsiedler Landrat Karl Döhler wollte sich auf Nachfrage unserer Zeitung nicht dazu äußern. Auch die Sprecher des Klinikums Fichtelgebirge und das Landratsamt Wunsiedel wollten zu den Todesfällen nicht Stellung nehmen. Auch vom Gesundheitsministerium gab es keine Auskunft, trotz mehrfacher Nachfrage. Daher sind weder das genaue Alter noch die Wohnorte der Gestorbenen bislang bekannt. Matthias Bäumler

18:19 Uhr

Coronavirus-Pandemie: Italien meldet mehr Tote als China
Italien hat im Zuge der Coronavirus-Pandemie mehr Todesfälle als China gemeldet und ist damit das Land auf der Welt mit den meisten offiziell gemeldeten Toten. Bisher seien 3405 Menschen gestorben, teilte der italienische Zivilschutz am Donnerstag in Rom mit.

17:56 Uhr

Ministerium: Zwei Corona-Fälle in Bayerns Gefängnissen
Zwei Bedienstete bayerischer Gefängnisse haben sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Eine Sprecherin des Justizministeriums in München teilte am Donnerstagabend mit, dass in den Justizvollzugsanstalten in Hof und Straubing jeweils ein Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden sei. Beide stünden unter häuslicher Quarantäne. In den zwei betroffenen Gefängnissen seien Maßnahmen ergriffen worden, um eine Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hieß es.

17:37 Uhr

WHO-Rückzieher: keine Warnung vor Ibuprofen bei Covid-19-Verdacht
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Warnung vor der Einnahme des Schmerzmittels Ibuprofen bei Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus zurückgenommen. Das Virus Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen. Die WHO-Experten hatten Studien und Ärzte konsultiert und seien zu dem Schluss gekommen, dass es über die bekannten Nebenwirkungen bei bestimmten Bevölkerungsgruppen hinaus keine Hinweise auf negative Ibuprofen-Konsequenzen bei Covid-19-Patienten gebe. «Auf der Basis der heute vorhandenen Informationen rät die WHO nicht von der Einnahme von Ibuprofen ab», teilte die WHO mit. Das hatte sie am Dienstag noch getan, und statt Ibuprofen Paracetamol empfohlen.

17:19 Uhr

62 bestätigte Fälle im Landkreis Tirschenreuth: Schwerpunkt weiter in Mitterteich

Wie das Landratsamt Tirschenreuth am Donnerstagnachmittag mitteilt, gibt es im Landkreis mittlerweile 62 Corona-Virus-Fälle (Stand: Donnerstag, 19. März, 15 Uhr). Der Schwerpunkt sei dabei weiterhin die Stadt Mitterteich.

17:03 Uhr

Bayern verschiebt auch Abschlussprüfungen anderer Schularten
Nach dem Abitur werden in Bayern wegen des Coronavirus auch Abschlussprüfungen anderer Schularten verschoben. Es gehe dabei um Mittelschulen, Realschulen und Wirtschaftsschulen, teilte das Kultusministerium am Donnerstag in München mit.

16:52 Uhr

Auch heute um 19 Uhr: Abendliches "Balkonsingen" wird fortgesetzt

Mit einer am Mittwoch gestarteten „#Balkonsingen“-Aktion ruft die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) dazu auf, ein Zeichen der Zuversicht und des Zusammenhalts zu setzen. Sie lädt Menschen in ganz Deutschland dazu ein, täglich um 19 Uhr in ganz Deutschland auf Balkonen, an geöffneten Fenstern und in Gärten das bekannte Kirchenlied „Der Mond ist aufgegangen“ zu singen und zu musizieren.

Ein entsprechender Aufruf in den Sozialen Netzwerken hatte gestern allein über Facebook rund 200.000 Menschen erreicht. Vielerorts entstanden beim Singen spontane Videos, die nun in den sozialen Netzwerken zu sehen sind. Zu den Unterstützern der Aktion gehört neben dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, der sich mit seiner Geige an dem Aktionsstart beteiligte, auch die ehemalige Reformationsbotschafterin Margot Käßmann.

16:25 Uhr

Oberammergauer Passionsspiele abgesagt
Die Oberammergauer Passionsspiele sind wegen der Ausbreitung des Coronavirus für dieses Jahr abgesagt worden. Das teilten Vertreter des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen und der Spielleitung am Donnerstag in Oberammergau mit.

16:02 Uhr
Gewerbeverband Bayern: Lage katastrophal

Die Folgen der Coronakrise haben für die bayerischen Selbstständigen einer Umfrage zufolge ein «katastrophales Ausmaß» erreicht. Der Gewerbeverband Bayern (BDS) teilte am Donnerstag in München mit, 32 Prozent hätten Liquiditätsprobleme, 23 Prozent hätten Kurzarbeit angemeldet und 9 Prozent drohe die Insolvenz.


An der Blitzumfrage von Mittwochmittag bis Donnerstagvormittag hätten 1442 Unternehmerinnen und Unternehmer teilgenommen. Im Vergleich zur Vorwoche habe sich die Lage drastisch verschlechtert. Nur 4 Prozent berichteten von positiven Effekten für ihr Unternehmen - Grund seien Hamsterkäufe, erklärte der BDS-Sprecher.


Dem Bund der Selbständigen - Gewerbeverband Bayern gehören 15.000 Unternehmen und Selbständige mit 350.000 Mitarbeitern an. Von den befragten Selbständigen sind nur 9 Prozent im Gastgewerbe oder Tourismus tätig; die meisten sind andere Dienstleister, Handwerker, Händler oder Freiberufler.

15:21 Uhr

600 Rollen Klopapier aus Grundschule gestohlen

Aus einer Nürnberger Grundschule sind große Mengen Klopapier und Flüssigseife gestohlen worden. Das Schulpersonal habe den Diebstahl von mehr als 600 Rollen Toilettenpapier, neun Jumbo-Rollen Toilettenpapier und 20 Litern Flüssigseife bemerkt, teilte die Polizei am Donnerstag mit.
Die Hygieneartikel im Wert von 250 Euro wurden den Angaben zufolge in der Zeit von Freitagabend bis Dienstagmorgen aus einem Lagerraum der Schule entwendet. Ob der oder die Diebe aus Panik wegen des Coronavirus zuschlugen, vermochte der Sprecher nicht sagen. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.
 

15:19 Uhr

Erste Firmen sollen Corona-Hilfsgeld am Freitag bekommen

Die ersten mittelständischen Firmen in Zahlungsschwierigkeiten sollen die Corona-Soforthilfe der Staatsregierung schon an diesem Freitag auf ihren Konten haben. «Die notwendigen Finanzmittel stehen den Bezirksregierungen und der Landeshauptstadt München bereits zur Verfügung», sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Donnerstag in München.
Das Wirtschaftsministerium hatte die Antragsformulare auf seiner Website am Mittwoch freigeschaltet, es gab sofort starke Nachfrage, wie Aiwangers Ressort berichtete. Bearbeitet werden die Anträge von den sieben bayerischen Bezirksregierungen und der Münchner Stadtverwaltung. Gedacht ist das Sofortprogramm für Freiberufler, Selbstständige, sowie kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern.

 

15:03 Uhr

Corona in Stadt und Landkreis Coburg: Zahl der Infizierten steigt

In Stadt und Landkreis Coburg gibt es auch am Donnerstag weitere bestätigte Neuinfektionen. Die Zahl der Corona-Infizierten in Stadt und Landkreis Coburg ist von 13 auf 16 Personen (13 Landkreis, drei Stadt) gestiegen. Dies gibt das Landratsamt am Donnerstag auf seiner Homepage bekannt.

14:49 Uhr

Sechs neue Coronavirus-Todesfälle in Bayern

Sechs weitere Menschen sind in Bayern nach Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Donnerstag mitteilte, handelt es sich dabei nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) um eine 69-Jährige aus dem Landkreis Oberallgäu, eine 86-Jährige aus dem Landkreis Traunstein, einen 80-Jährigen aus dem Landkreis Weilheim-Schongau, einen 99-Jährigen aus Würzburg sowie eine 80-Jährige und einen 87-Jährigen aus dem Landkreis Freising. Damit gibt es in Bayern derzeit insgesamt 13 Coronavirus-Todesfälle.

Wie das LGL auf seiner Internetseite veröffentlicht, sind im Freistaat bislang mindestens 2282 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. 

14:07 Uhr

Stadt und Landkreis Hof: Zahl der Infizierten steigt weiter an

Die Zahl der an Corona Infizierten in Hof und Umgebung ist auf 22 Personen gestiegen. Das gab das Landratsamt am Donnerstagnachmittag bekannt. Am Mittwoch betrug die Zahl der Infizierten noch elf. 

12:02 Uhr

Grünen-Politiker Özdemir positiv auf Coronavirus getestet

Der frühere Grünen-Chef Cem Özdemir ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 54-Jährige veröffentlichte am Donnerstag auf Instagram ein Video, in dem er sagte, es gehe ihm «sehr gut». Er wolle seine Ansteckung öffentlich machen, «um deutlich zu machen, dass sich jede und jeder von uns anstecken kann». Der Bundestagsabgeordnete rief dazu auf, zu Hause zu bleiben und die Lage ernst zu nehmen. «Es geht jetzt darum, alle anderen zu schützen», sagte er. «Bitte bleibt zu Hause.» Er selbst habe sich schon vor dem Testergebnis freiwillig weitgehend in Quarantäne begeben und müsse jetzt nicht mehr viel ändern.

11:31 Uhr

Ausgangssperre in zwei Kommunen im Landkreis Wunsiedel

Eine Ausgangssperre wegen der Ausbreitung des Coronavirus gilt ab sofort in zwei Kommunen im Landkreis Wunsiedel. Betroffen sind das Stadtgebiet und der Ortsteil Neuhaus in Hohenberg an der Eger. Auch für den Ortsteil Fischern, der zum Gemeindegebiet Schirnding gehört, gilt das Verbot.
"Die Fallzahlen sind dort auffällig schnell und stark gestiegen", sagte die Sprecherin des Landratsamts Wunsiedel am Donnerstag. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Im gesamten Landkreis gibt es derzeit 16 Corona-Patienten - Stand Mittwoch.

Alle Bürger in den betroffenen Orten müssen ab sofort daheim bleiben. Sie dürfen das Haus nur verlassen, um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen.

10:10 Uhr

Söder fordert wegen Corona mindestens 100-Milliarden-Euro-Hilfspaket

CSU-Chef Markus Söder fordert vom Bund ein mindestens 100 Milliarden Euro schweres Hilfspaket, um die Folgen der Corona-Krise für die Wirtschaft abzumildern. Bisherige Maßnahmen wie die Regelungen zum Kurzarbeitergeld und zu KfW-Bürgschaften seien ein erster Schritt, es brauche aber ein großes Finanz- und Konjunkturpaket von mindestens 100, eher 150 Milliarden Euro, sagte der bayerische Ministerpräsident am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Landtag in München.

09:31 Uhr

Söder droht mit Ausgangssperre für ganz Bayern

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus droht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nun ganz konkret mit einer Ausgangssperre für den ganzen Freistaat. «Wenn sich viele Menschen nicht freiwillig beschränken, dann bleibt am Ende nur die bayernweite Ausgangssperre als einziges Instrumentarium, um darauf zu reagieren. Das muss jedem klar sein», sagte Söder am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Landtag in München.

09:29 Uhr

Menschen in Mitterteich halten Ausgangssperre ein

Die Menschen in der oberpfälzischen Kleinstadt Mitterteich haben die verhängte Ausgangssperre weitgehend eingehalten. 

In der Nacht hätten lediglich vereinzelt Menschen wieder nach Hause geschickt werden müssen, bilanzierte die Polizei am Donnerstag.

An einer der Hauptzufahrtsstraßen kontrollierten Beamte am Morgen Autofahrer. Die meisten hätte eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers oder notfalls den Ausbildungsvertrag dabei. Es funktioniere gut, obwohl die Maßnahme kurzfristig gekommen sei, sagte ein Polizist. Die Ausgangssperre war am Mittwochnachmittag verhängt worden.

08:51 Uhr

Bayern verschiebt Juristen-Prüfungen wegen Corona

In der Corona-Krise verschiebt Bayern juristische Examensprüfungen. Die mündlichen Prüfungen des zweiten Staatsexamens, die planmäßig am 17. April beginnen sollten, werden auf die Zeit ab dem 4. Mai verlegt. "Aufgrund der dynamischen Entwicklung der Ausbreitung des Virus ist es dem Landesjustizprüfungsamt derzeit nicht möglich, sichere Vorhersagen zur künftigen Entwicklung der Situation zu machen", teilte das Justizministerium mit. Auch die Prüfung für angehende Gerichtsvollzieher wird vom April in den Juni verlegt.

Termine für den schriftlichen Teil des zweiten Staatsexamens 2020/21 im Juni und Juli sollen zunächst beibehalten werden. Um das Ansteckungsrisiko zu reduzieren, soll sowohl bei den schriftlichen als auch bei den mündlichen Prüfungen genügend Sicherheitsabstand zwischen Prüflingen untereinander und zu den Prüfern möglich sein. Dafür sollen nach Angaben des Ministeriums größere Räume angemietet werden. Prüflinge, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind, Kontakt zu Infizierten hatten oder in einem Risikogebiet waren, werden von der Prüfung ausgeschlossen.

21:35 Uhr

Ausgangssperre: Innenminister besucht Mitterteich

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat am Mittwochabend die vom Coronavirus stark getroffene Stadt Mitterteich in der Oberpfalz besucht. In der 6500-Einwohner-Stadt im Landkreis Tirschenreuth gilt bis zum 2. April eine Ausgangssperre.

19:13 Uhr

Merkel: "Größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bürger in einem bislang einzigartigen Appell zur Solidarität und Disziplin angesichts der Bedrohung durch das Coronavirus aufgerufen.

"Das ist eine historische Aufgabe, und sie ist nur gemeinsam zu bewältigen", sagte Merkel nach einem vorab verbreiteten Redetext in einer Fernsehansprache zur Coronakrise, die am Abend von mehreren Sendern ausgestrahlt werden soll. Deutschland stehe "vor der größten Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg." Es habe seither nichts gegeben, "bei dem es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt", sagte die Bundeskanzlerin weiter. "Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst."

19:12 Uhr

Siebter Corona-Todesfall in Bayern

In Bayern ist ein siebter Mensch nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. «Bei diesem Todesfall handelt es sich nach Angaben des Landratsamtes Würzburg um einen über 90-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen», teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Mittwoch mit.
Insgesamt gibt es im Freistaat mindestens 1798 Menschen, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden. 

17:18 Uhr

Sechster Corona-Todesfall in Bayern

In Bayern ist ein sechster Mensch nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. 

«Bei diesem Todesfall handelt es sich nach Angaben des Landratsamtes Landsberg am Lech um einen 71-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen», teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Mittwoch mit. Insgesamt gibt es im Freistaat mindestens 1798 Menschen, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden. 

16:21 Uhr

Coronavirus: Ausgangssperre in Mitterteich verhängt

Für die Stadt Mitterteich (Kreis Tirschenreuth) wird ab sofort eine Ausgangssperre verhängt. Wie am Mittwoch mitgeteilt wurde, wird ab sofort in Mitterteich eine Ausgangssperre verhängt. Diese gilt zunächst bis 2. April. Damit ist Mitterteich der erste Ort in Bayern, in dem eine Ausgangssperre verhängt wurde.

16:02 Uhr

Lohnlücken bei Kurzarbeitergeld sollen abgefedert werden
In der Corona-Krise wollen Politik und Sozialpartner Lohnlücken beim Kurzarbeitergeld gemeinsam abfedern. Das sagte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Mittwoch nach einem Spitzentreffen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften am Mittwoch in Berlin. Außerdem sollten «unverhältnismäßige Lohneinbrüche» bei einem Arbeitsausfall wegen notwendiger Kinderbetreuung vermieden werden.

15:32 Uhr

Stadt und Landkreis Hof: Zahl der Infizierten steigt weiter an

Die Zahl der an Corona Infizierten in Hof und Umgebung ist auf 16 Personen gestiegen. Das teilt das Landratsamt am Mittwochnachmittag auf seiner Homepage mit. Am Dienstag betrug die Zahl der Infizierten noch elf.

14:41 Uhr

ESC 2020 wegen Coronavirus abgesagt
Der diesjährige Eurovision Song Contest (ESC) in den Niederlanden ist abgesagt. Das teilte die Europäische Rundfunkunion in Genf am Mittwoch mit. Grund ist die Unsicherheit für die Planungen durch das neuartige Coronavirus.

14:38 Uhr

RKI: Millionen Infizierte bei Nicht-Einhalten der Maßnahmen

Das Robert Koch-Institut appelliert erneut an die Menschen, die angeordneten Maßnahmen gegen das Coronavirus zu befolgen. Ansonsten werde der exponentielle Verlauf der Epidemie zu vielen Millionen Infektionen führen.

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) hat vor einem Szenario mit zehn Millionen Coronavirus-Infektionen bis in einigen Monaten in Deutschland gewarnt. Dies könne eintreten, wenn die von der Bundesregierung angeordneten Maßnahmen nicht eingehalten würden, sagte Lothar Wieler. «Wir haben einen exponentiellen Verlauf der Epidemie.» Wieler appellierte an die Menschen, ihre sozialen Kontakte zu reduzieren. Das Virus werde nur von Mensch zu Mensch übertragen. Inzwischen habe das RKI knapp 8200 bestätigte Fälle bundesweit gemeldet bekommen, gut 1000 mehr als am Vortag.

14:32 Uhr

Corona-Fall: MedCenter in Hof geschlossen

Im MedCenter Bayreuth ist es an zentraler Position zu einer Corona-Erkrankung gekommen. Damit müssen nach behördlicher Anordnung alle Kontaktpersonen in der  Medcenter-Gruppe in Quarantäne gehen. Dies teilte das Medcenter am Dienstagabend mit. Dies betrifft alle tätigen Ärzte des Medcenters, so dass an allen Standorten (Bayreuth, Hof, Pegnitz, Kemnath) keinerlei Behandlung mehr möglich ist. Die Quarantäne-Anordnung kommt damit einer faktischen Betriebsschließung gleich und gilt ab sofort.

14:31 Uhr

Corona in Stadt und Landkreis Coburg: Zahl der Infizierten steigt

Die Zahl der Corona-Infizierten in Stadt und Landkreis Coburg ist unterdessen von acht auf 13 Personen (elf Landkreis, zwei Stadt) gestiegen. Dies gab das Landratsamt auf seiner Homepage bekannt. Sieben kommen aus dem Landkreis. Wie Pressesprecherin Corinna Rößler auf Anfrage der Neuen Presse bestätigte, liegt keiner wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus. In sozialen Medien wird der Eindruck erweckt, die Intensivstation des Coburger Klinikums sei auf Infizierte nicht oder nur unzureichend vorbereitet. Rößler betonte ausdrücklich, dass Regiomed auch auf "viele ernsthaft Erkrankte" vorbereitet sei. Davon sei man aber weit entfernt.

Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer und Landrat Sebastian Straubel hätten den Parientenvertreter René Hähnlein über die aktuelle Situation informiert.

12:33 Uhr

Amazon: Vorrang für Medizin- und Haushaltsartikel im Wareneingang
Amazon wird in den kommenden Wochen in seinen Logistikzentren vorrangig die Bestände von Medizin-Artikeln und unerlässlichen Haushaltsgütern aufstocken. Andere Waren werden vor den Amazon-Toren entsprechend länger warten müssen. Die Maßnahme gilt zunächst bis zum 5. April und soll die Verfügbarkeit der in der Coronavirus-Krise aktuell stark nachgefragten Artikel sicherstellen.

12:25 Uhr

Söder: Alle sollen sich an Auflagen halten - Polizei kontrolliert
Im Kampf gegen die Corona-Krise hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Menschen in Bayern dringend aufgerufen, sich an die neuen Auflagen und Beschränkungen zu halten. Bei all diesen Maßnahmen setze man nun erst einmal auf die Einsicht der Bevölkerung, sagte Söder am Mittwoch in Eitting bei München.
Man werden nun beobachten, wie sich das öffentliche Leben weiter entwickle, und ob die Auflagen eingehalten würden: ob also Geschäfte, für die es keine Ausnahmen gibt, tatsächlich geschlossen haben und ob sich Gaststätten an die Beschränkungen und Regeln halten. Dies werde kontrolliert, auch von der Polizei. «Da sind alle staatlichen Stellen angewiesen, das auch zu kontrollieren», betonte der Regierungschef.
Und Söder betonte mit Blick auf volle Parks, das gelte auch für das öffentliche Leben. «Ich verstehe, dass die Leute es rausdrängt bei so einem Wetter», sagte er, mahnte aber: «Bitte verantwortlich damit umgehen.» Man könne auch alleine Sport machen. Aber es solle eben «keine größeren Gruppenansammlungen» geben, betonte er.
 

11:59 Uhr

Söder: Mindestabstände in Supermärkten sollen sichergestellt werden
Zum Schutz vor möglichen Ansteckungsgefahren mit dem Coronavirus in Supermärkten fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Sicherstellung von Mindestabständen zwischen den Kunden. Er verwies auf Dänemark, wo Klebeetiketten auf dem Boden dabei helfen sollen, dass Kunden an den Kassen ausreichend Abstand zueinander halten. Eine derartige Lösung sei wichtig, sagte Söder am Mittwoch bei einem Besuch eines Supermarkt-Logistikzentrums in Eitting bei München.
Abgesehen davon betonte Söder, die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln sei gesichert. Auch in den vergangenen Tagen hatte er deshalb wiederholt vor Hamsterkäufen in Supermärkten gewarnt.
 

10:22 Uhr

Merkel will in Fernsehansprache über Corona-Maßnahmen informieren
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Bevölkerung am Abend in einer Fernsehansprache über die Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Coronakrise informieren. Die aufgezeichnete Ansprache werde im ZDF nach der heute-Sendung und in der ARD nach der Tagesschau gegen 20.15 Uhr ausgestrahlt, hieß es am Mittwoch in Regierungskreisen. Zuerst hatte die «Süddeutsche Zeitung» über die Fernsehansprache berichtet.

10:04 Uhr

BMW stoppt Betrieb in europäischen Werken
BMW stoppt wegen wegen der Ausbreitung des Coronavirus seine Autoproduktion in Europa für vier Wochen. Vorstandschef Oliver Zipse sagte am Mittwoch in München: «Ab heute fahren wir unsere europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika herunter. Die Produktionsunterbrechung wird voraussichtlich bis zum 19. April eingeplant.»

09:41 Uhr

Abitur-Prüfungen verschoben

Das Bayerische Kultusministerium hat entschieden, den Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai 2020 zu verlegen. Mit dem neuen Terminplan stellt das Kultusministerium sicher, dass die  Schüler eine angemessene Vorbereitungszeit auf die Prüfungen erhalten. Ebenso gewinnt man auf diese Weise ausreichend Zeit für ausstehende Leistungsnachweise im Vorfeld der Abiturprüfungen.

08:46 Uhr

Söder schließt Ausgangssperren weiterhin nicht aus
Im Kampf gegen die Coronakrise hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Ausgangssperren auch für Bayern erneut nicht ausgeschlossen. «Wir machen alles, was zeitlich angemessen ist», sagte Söder am Mittwoch «Antenne Bayern». Er betonte aber: «Ich kann es zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen.» Man hoffe sehr, dass die bisher getroffenen Maßnahmen wirkten. Söder rief deshalb die Menschen in Bayern auf, sich an die Beschränkungen zu halten. «Wenn jeder mitmacht, dann haben wir eine gute Chance.»
Söder stufte die Medien in dem Interview ebenfalls als «kritische Infrastruktur» ein - das ist eine Zugangsvoraussetzung für die Notfallbetreuung von Kindern an den Schulen und Kitas. «Die Medien spielen jetzt eine ganz wichtige Rolle, ernsthaft aufzuklären, aber auch ein bisschen Mut zu machen», sagte der Ministerpräsident.

08:45 Uhr

Corona-Krise stellt Prostituierte vor Probleme
Viele Prostituierte stehen wegen der geschlossenen Bordelle infolge der Coron-Krise vor großen Problemen. «Die Frauen verdienen kein Geld mehr», sagte Hedwig Christ von der Nürnberger Beratungsstelle Kassandra. Sie befürchtet, dass einige deshalb ihr Dach über dem Kopf verlieren werden. Viele Prostituierte wohnen auch in den Bordellen und können nun keine Miete mehr an die Besitzer zahlen. Bund und Länder haben sich auf eine Schließung der Bordelle wegen der Corona-Krise geeinigt.

08:03 Uhr

Fußball-EM 2021 soll paneuropäisches Turnier bleiben

Die ins nächste Jahr verschobene Fußball-EM soll unter den gleichen Voraussetzungen starten wie das ursprünglich für diesen Sommer geplante paneuropäische Turnier mit zwölf Gastgebern, darunter München. «Der Plan ist, die gleichen Veranstaltungsorte, die gleichen Städte, die gleichen Stadien zu haben», sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin (52) der Nachrichtenagentur AP. «Wenn etwas kompliziert wird, dann können wir es auch mit elf, neun oder weniger Stadien machen. Aber der Plan ist, dass alles gleich bleibt.»

20:45 Uhr

EU-Gipfel verspricht jede verfügbare Hilfe für die Wirtschaft


In der Corona-Krise haben die EU-Staats- und Regierungschefs der europäischen Wirtschaft jede verfügbare Hilfe zugesagt. "Was immer nötig" sei, werde gegen die Folgen der Krise getan, sagte EU-Ratschef Charles Michel am Dienstagabend nach einem Gipfel im Videoformat.

19:35 Uhr

VW stoppt Produktion wegen Corona-Risiken

Die Folgen der Coronavirus-Pandemie schlagen jetzt auch in Deutschland und Europa voll auf die Produktion von Volkswagen durch.

Der weltgrößte Autokonzern muss nach ersten Unterbrechungen in China auf dem Heimatmarkt ebenfalls die Fertigung in vielen Werken wegen der Ausbreitung des neuen Erregers vorübergehend aussetzen. Pläne für die einzelnen Fabriken wurden am Dienstag noch abgestimmt. Mit ihren Geschäftszahlen für 2019 schnitt die VW-Gruppe noch gut ab.

An den allermeisten Standorten solle am Freitag (20. März) die letzte Schicht laufen, hieß es aus dem Betriebsrat in Wolfsburg. In den vergangenen Tagen hatte es auch in deutschen Werken erste bestätigte Fälle von Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus gegeben, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Der Betriebsrat beriet in mehreren Krisensitzungen mit dem Vorstand über die Lage. Die Tochter Audi kündigte an, die Produktion bis Ende dieser Woche einzustellen.

17:52 Uhr

Elf weitere Corona-Fälle gehen vom Kulmbacher CVG aus

Unter der Schülern- und Lehrergruppe des Kulmbacher Caspar-Vischer-Gymnasiums, die wegen der bereits bestätigten Infektion einer Lehrerin seit Tagen in Quarantäne sind, wurden elf weitere Personen positiv getestet. Das gab das Kulmbacher Landratsamt soeben bekannt. Abstriche von den Kontaktpersonen der jetzt neu Betroffenen wurden bereits gemacht. Damit gibt es nun zwölf Infizierte in Kulmbach. 

 

17:02 Uhr

Corona: Elf weitere Fälle im Landkreis Wunsiedel

Es gibt elf neue Corona-Fälle im Landkreis Wunsiedel. Damit steigt dort die Zahl der Infizierten auf 14. Das berichtet das Landratsamt Wunsiedel am Dienstagnachmittag. Alle Erkrankten befänden sich in häuslicher Isolation. Dieser Anstieg sei nicht überraschend, teilt das Landratsamt weiter mit. Es sei davon auszugehen, dass die Zahlen – wie in anderen Regionen auch - in den kommenden Tagen weiter ansteigen.

16:57 Uhr

Stadt und Landkreis Hof: Zahl der Infizierten steigt auf elf Personen

Die Zahl der an Corona Infizierten in Hof und Umgebung ist auf elf Personen gestiegen. Das gab das Landratsamt am Dienstagnachmittag bekannt, nachdem ein weiterer Fall gemeldet worden war. 

16:23 Uhr

Vierter Corona-Fall im Landkreis Kronach

Das Landratsamt Kronach teilt mit, dass sich eine vierte Person aus dem Landkreis Kronach mit dem Corona-Virus infiziert hat. Wie Pressesprecher Bernd Graf erklärte, handelt es sich dabei um „einen Tirolrückkehrer aus der westlichen Landkreismitte“. Weiter verweist Graf erneut auf die ab Mittwoch eingerichtete Abstrich-Entnahmestelle im Kronacher Industriegebiet. „Bis auf Weiteres ist sie an allen sechs Werktagen von 9 bis 10 Uhr geöffnet. Wichtig ist, dass dem Aufsuchen dieser Testzentrale eine entsprechende ärztliche Abklärung und Veranlassung vorausgehen muss, die in der Regel telefonisch geschieht“, so Graf.

16:20 Uhr

Vier neue Infizierte im Landkreis Lichtenfels

Nachdem am Freitag der erste bestätige Corona-Fall im Landkreis Lichtenfels bekannt wurde, kommen nun vier weitere dazu. Der erste Patient aus dem Landkreis Lichtenfels, der im Lichtenfelser Klinikum stationär behandelt worden ist, befindet sich nun in häuslicher Quarantäne. Wie das Landratsamt weiter mitteilt, befinden sich die vier Neu-Infizierten ebenfalls in häuslicher Quarantäne. 

15:51 Uhr

Hofer Landratsamt legt Fahrschulen nahe, Betrieb einzustellen

Das Landratsamt Hof legt allen Fahrschulen des Landkreises nahe, ihren Betrieb (Praxis- und Theorieschulungen) bis auf Weiteres einzustellen. Bei einer Fahrschule handelt es sich laut Auffassung des Landratsamts um eine Fort- und Weiterbildungseinrichtung gemäß der Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege sowie des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales vom 16. März. Das Landratsamt empfiehlt zudem Fahrschülern, sich mit den entsprechenden Fahrschulbetrieben in Verbindung zu setzen, um abzuklären, ob diese unserer Empfehlung nachkommen und den Fahrschulbetrieb einstellen.

15:30 Uhr

Fußball-EM wegen Coronavirus auf Sommer 2021 verschoben
Die Europäische Fußball-Union hat die Europameisterschaft 2020 mit dem Spielort München aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf Sommer nächsten Jahres verschoben. Das teilte die UEFA am Dienstag nach mehreren Krisensitzungen mit.

 

15:24 Uhr

Theater Hof schließt vorerst komplett

Wie alle anderen Spielstätten im Freistaat, stellt auch das Theater Hof auf Anweisung der bayerischen Regierung den Betrieb bis voraussichtlich 19. April vollständig ein. Ob und wann genau der Proben- und Arbeitsbetrieb wieder aufgenommen wird, orientiere sich an den weiteren Entwicklungen, heißt es in einer Pressemitteilung des Hofer Theaters vom Dienstagnachmittag. "Die Proben zum Musical ,Chicago', mit denen wir erst vergangenen Montag begonnen haben, müssen wir jetzt schweren Herzens abbrechen. Alle Künstler und Mitarbeiter sind sehr traurig über diese Entwicklung, aber verantwortungsvolles Handeln steht selbstverständlich auch bei unserem gesamten Ensemble an erster Stelle", sagt Intendant Reinhardt Friese. Die Theaterkasse ist ab sofort nicht mehr vor Ort erreichbar. Dennoch könnten Reservierungswünsche, Nachfragen zu den ausgefallenen Vorstellungen sowie Fragen zum Umtausch oder der Rückabwicklung der Eintrittskarten gern telefonisch oder per Mail an die Damen der Theaterkasse gerichtet werden, die als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung stehen. Erreichbar sind sie zunächst bis zum Samstag, 28. März, von Montag bis Samstag zwischen 10 und 14 Uhr. Telefonnummer: 09281/7070290; E-Mail-Adresse: kasse@theater-hof.de 

14:46 Uhr

Landesamt: 285 neue Infektionen mit Coronavirus

In Bayern haben sich weitere 285 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Sitz in Erlangen am Dienstag auf seiner Homepage mit. Insgesamt gibt es im Freistaat damit mindestens 1352 Menschen, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden.


Darin eingerechnet sind unter anderem die ersten 14 Infizierten, die allesamt mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens in Zusammenhang standen. Fünf Menschen mit Coronavirus-Infektion starben bislang in Bayern.

14:18 Uhr

Flixbus stellt um Mitternacht Betrieb bis auf weiteres ein

Der Fernbusanbieter Flixbus stellt den Betrieb bis auf weiteres wegen der Coronavirus-Krise ab Mitternacht ein. FlixBus werde alle nationalen sowie grenzüberschreitenden Verbindungen von und nach Deutschland ab 17. März 2020 24 Uhr aussetzen, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit.

14:18 Uhr

Spahn: Corona-Ausbreitung hat mit Rückkehrern aus Skiurlaub zu tun

Die aktuelle Verbreitung des Coronavirus geht nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auch auf Kontakte in Skigebieten zurück. "Das Ausbruchsgeschehen, das wir im Moment haben, hat viel zu tun mit den Rückkehrern aus dem Skiurlaub", sagte der CDU-Politiker am Dienstag in München. Er verwies etwa auf Südtirol, Österreich und die Schweiz.


Das Risiko, das aus dem regen Austausch in Skigebieten entstanden sei, solle man nicht unterschätzen. Etwa auch das Ausbruchsgeschehen in Dänemark habe damit zu tun. Spahn bekräftigte daher den Aufruf an Heimkehrer aus diesen Skigebieten, möglichst zwei Wochen zu Hause zu bleiben.
Der Minister kündigte an, das Robert Koch-Institut (RKI) damit zu beauftragen, auch Zahlen zu genesenen Coronapatienten zu ermitteln. Dies sei zur Einordnung für die Bürger wichtig. Er erläuterte generell, dass der Unterschied zwischen statistisch erfassten neuen Fällen und nicht bemerkten Infektionen auch wegen teils fehlender Symptome jeden Tag größer werde.

14:07 Uhr

Friedrich Merz ist mit Coronavirus infiziert
Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. «Ein am Sonntag bei mir durchgeführter Corona-Test ist positiv. Ich werde bis Ende nächster Woche zuhause unter Quarantäne stehen», sagte Merz am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

14:02 Uhr

Medien: EM 2020 soll ins kommende Jahr verlegt werden
Die Fußball-Europameisterschaft 2020 mit dem Spielort München soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge in den Sommer 2021 verlegt werden. Einem entsprechenden Vorschlag der Europäischen Fußball-Union (UEFA) haben am Dienstag die nationalen Ligen sowie die Europäische Clubvereinigung ECA zugestimmt, wie unter anderem das ZDF berichtete. In einer weiteren Videokonferenz müssen die 55 UEFA-Mitgliedsverbände die Verlegung aufgrund der Coronavirus-Pandemie absegnen, ehe das UEFA-Exekutivkomitee die endgültige Entscheidung treffen kann. Ursprünglich sollte das paneuropäische Turnier in diesem Sommer vom 12. Juni bis zum 12. Juli ausgetragen werden

13:48 Uhr

Söder kritisiert "Corona-Partys"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat Besucher und Veranstalter sogenannter "Corona-Partys" massiv kritisiert. "Sorry, aber das geht gar nicht", sagte er am Dienstag in München. Wer in diesen Tagen die Vorgaben bewusst ignoriere, soziale Kontakte einzudämmen, gefährde sich selbst und alle anderen. "Das ist eine wirkliche Gefährdung." Söder betonte, die Polizei sei angewiesen, darauf umgehend zu reagieren und dagegen vorzugehen.

13:43 Uhr

Aufnahmestopp in Reha-Kliniken

Die Rehakliniken der Region werden keine neuen Patienten mehr annehmen. Der Aufnahmestopp betrifft unter anderem die Höhenklinik in Bischofsgrün, die Klinik Frankenwarte in Bad Steben und die  Klinik Herzoghöhe Bayreuth. Auch Besuche sind verboten.

13:43 Uhr

Hofer Wochenmarkt öffnet weiterhin

Da der Handel mit Lebensmitteln von den Sicherheitsmaßnahmen gegen das Coronavirus nicht betroffen ist, darf auch weiterhin der Hofer Wochenmarkt stattfinden. Händler mit Waren, die darüber hinausgehen, werden  zunächst nicht mehr zugelassen. Die Marktstände werden räumlich voneinander getrennt, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Zusätzlich wird nur bedient, die Kunden selbst sollen nicht mit den Waren in Kontakt kommen. Durch Hinweisschilder sollen die Kunden darauf hingewiesen werden, einen Abstand von ca. 1,50 Metern zum Marktstand zu halten und nur nach Aufforderung an diesen heranzutreten.

12:36 Uhr

Bayern ordnet 400 Beamte wegen Corona-Krise in Gesundheitsbehörden ab
Zur Entlastung des medizinischen Personals bei den bayerischen Gesundheitsbehörden in der Corona-Krise will die Staatsregierung 400 Beamte aus anderen Behörden zeitweise abordnen. Die Mitarbeiter sollen aus Behörden abgezogen werden, die derzeit wegen der Krise weniger zu tun haben, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag in München. Denkbare Tätigkeiten wären etwa organisatorische Aufgaben und die Arbeit an Telefon-Hotlines.

12:35 Uhr

Söder: Ostern zu Hause in Bayern verbringen
Zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Menschen im Freistaat aufgerufen, über Ostern und in den Osterferien nicht zu verreisen, auch nicht innerhalb Deutschlands. Ostern solle in diesem Jahr in Bayern verbracht werden, und zwar am besten daheim, sagte Söder am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München.

12:34 Uhr

Söder will Sonder-Fahrspuren an Grenzen für Lebensmittellieferungen
Zur Sicherung der Lebensmittelversorgung in der Corona-Krise soll es an den Grenzen Sonderspuren für entsprechende Transportfahrzeuge geben. Dies kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag in München nach einer Sitzung des Kabinetts an.
Denkbar seien «grüne Spuren an den Grenzen für die Lebensmittellieferungen», sagte Söder. Zugleich rief Söder alle Menschen auf, auf Hamsterkäufe zu verzichten. Die Versorgung sei zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.
 

12:34 Uhr

Bayern konkretisiert Beschränkungen für Gaststätten
Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat Bayern seine Einschränkungen für Gaststätten konkretisiert: Auch Biergärten und Außenterrassen von Restaurants müssen ab Mittwoch um 15 Uhr schließen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München mit. Für Friseure kündigte Söder einen verpflichtenden Mindestabstand zwischen den einzelnen Kunden von 1,5 Metern an.

12:33 Uhr

Bayern schränkt Hotelbetrieb ein: Für Touristen geschlossen
Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus schränkt Bayern nun auch den Betrieb von Hotels ein: Diese dürfen nur noch notwendige Übernachtungen anbieten und keine Touristen mehr beherbergen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München mitteilte. Damit setzt der Freistaat in diesem Punkt eine Verabredung von Bund und Ländern vom Montagabend um.

09:33 Uhr

Drei neue Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Hof

Wie das Landratsamt am Dienstag auf seiner Homepage mitteilt, ist die Zahl der festgestellten Corona-Fälle in Stadt und Landkreis auf zehn angestiegen, am Sonntag waren es noch sieben gewesen.

09:16 Uhr

Bundesregierung spricht weltweite Reisewarnung aus
Wegen der Corona-Krise hat die Bundesregierung eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen ausgesprochen. Das sagte Außenminister Heiko Maas am Dienstag in Berlin. Bisher hatte das Auswärtige Amt nur von nicht notwendigen Reisen ins Ausland abgeraten.

09:15 Uhr

Maas startet Rückholaktion für im Ausland festsitzende Deutsche
Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat eine Rückholaktion für tausende Deutsche gestartet, die wegen Reisebeschränkungen in der Corona-Krise im Ausland festsitzen. Er kündigte am Dienstag in Berlin an, bis zu 50 Millionen Euro dafür zur Verfügung zu stellen.

09:15 Uhr

Ikea schließt alle Märkte in Deutschland
Der Möbelhändler Ikea schließt ab Dienstag alle 53 Einrichtungshäuser in Deutschland. Man wolle damit die Ausbreitung des Coronavirus hemmen und die Mitarbeiter schützen, erklärte das Unternehmen in Hofheim bei Frankfurt. Man komme der Verantwortung als großer Einzelhändler nach, erklärte Deutschland-Geschäftsführer Dennis Balslev laut einer Mitteilung. Die Maßnahme gilt bis auf Weiteres. Der Online-Shop soll ebenso wie das Kunden-Servicecenter weiter geführt werden. Ikea ist Deutschlands größter Möbelhändler.

 

09:15 Uhr

Volkswagen will Produktion wegen Coronavirus aussetzen
Der VW-Konzern will die Produktion in zahlreichen Werken wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus vorübergehend aussetzen. An den allermeisten Standorten solle an diesem Freitag (20. März) die letzte Schicht laufen, hieß es am Dienstag aus dem Betriebsrat in Wolfsburg.

08:05 Uhr

Telefonnetz bei Arbeitsagenturen und Jobcentern überlastet

Aufgrund des hohen Anrufaufkommens sind die Arbeitsagenturen und Jobcenter in Bayern derzeit telefonisch nur eingeschränkt erreichbar. Denn das Telefonnetz des Providers sei überlastet, teilt die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mit. Die Verantwortlichen bitten darum, Anrufe auf Notfälle zu beschränken. Für alle Termine gelte: Kunden müssen den jeweiligen Termin nicht absagen. Es gebe keine Nachteile. Es gebe auch keine Rechtsfolgen und Sanktionen. Fristen in Leistungsfragen würden vorerst ausgesetzt. Kunden erhielten rechtzeitig eine Nachricht, wenn sich diese Regelungen ändern. Die Arbeitsagenturen und Jobcenter schalten derzeit auch lokale Rufnummern. Diese werden örtlich bekannt gemacht. Betroffene sollten auch auf das Online-Angebot der Bundesagentur für Arbeit ausweichen.

08:04 Uhr

Bestatter fordern Einstufung als «systemrelevant»

Die Bestatter in Bayern fordern, in Zeiten der Corona-Krise auch als «systemrelevant» eingestuft zu werden. «Wir müssen unbedingt in die Liste der systemkritischen Berufe aufgenommen werden», sagte der Vorsitzende des Bestatterverbandes Bayern, Ralf Michal, in Schweinfurt der Deutschen Presse-Agentur. «Wir sind vergessen worden.»
Als «systemrelevant» gelten derzeit beispielsweise Ärzte, Pfleger oder Polizeibeamte. Sie haben in Zeiten von Schul- und Kitaschließungen einen Anspruch auf die Notbetreuung ihrer Kinder. «Wir müssen die Versorgung sicherstellen, aber das geht nur, wenn alle unsere Mitarbeiter auch zur Arbeit kommen können», sagte Michal, der auch Vizepräsident des Bundesverbandes Deutscher Bestatter ist.

22:18 Uhr

Hofer Corona-Teststelle in Freiheitshalle nimmt Dienst auf

Am Freitag hatten Stadt und Landkreis entschieden, eine zentrale Teststelle in der Hofer Freiheitshalle einzurichten. Ab Dienstag werden dort Personen getestet. Die Teststelle nimmt an diesem Dienstag, 17. März, ihren Dienst auf und ist jeweils von Montag bis Samstag von 13 bis 15 Uhr besetzt.

19:27 Uhr

Fünfter Corona-Todesfall in Bayern

Es handele sich um einen über 90-jährigen Patienten aus Würzburg, teilte das Gesundheitsministerium am Montag in München unter Berufung auf das Landratsamt Würzburg mit. Der Gestorbene sei Bewohner des gleichen Pflegeheims gewesen, aus dem auch zwei andere Coronavirus-Todesfälle in Bayern stammten.

18:13 Uhr

Merkel: Keine Urlaubsreisen mehr ins In- und Ausland
Um das Coronavirus einzudämmen, sollen Deutschen keine Urlaubsreisen ins In- und Ausland mehr unternehmen. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag in Berlin nach der Sitzung mehrerer Gremien, die sich mit der Ausbreitung der Corona-Pandemie befasst hatten.

17:11 Uhr

Schweiz erklärt Notstand wegen Coronavirus
Die Schweizer Regierung hat am Montag den Notstand wegen der Ausbreitung des Coronavirus erklärt. Ab Mitternacht müssten alle Geschäfte und Lokale geschlossen werden, teilte die Regierung mit.

16:33 Uhr

Von der Leyen schlägt 30-tägiges Einreiseverbot in die EU vor
Ein 30-tägiges Einreiseverbot für die EU hat Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgeschlagen. Damit könne die Verbreitung des Coronavirus am besten begrenzt werden, sagte von der Leyen am Montag in Brüssel.

16:21 Uhr

Weiterer Corona-Fall im Landkreis Wunsiedel

Das Landratsamt Wunsiedel berichtet am Montagnachmittag, dass es im Landkreis einen weiteren bestätigten Corona-Fall gibt. Die Zahl der positiv getesteten Personen erhöhe sich damit auf drei, heißt es weiter.

16:07 Uhr

Bund und Länder wollen auch Spielplätze schließen
Bund und Länder wollen im Kampf gegen das Coronavirus auch die Spielplätze in Deutschland schließen. In dem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschluss der Bundesregierung und der Regierungschefs der Länder vom Montag heißt es, neben öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern sowie Fitnessstudios seien auch Spielplätze für den Publikumsverkehr zu sperren.

15:57 Uhr

Bund und Länder verbieten Gottesdienste aller Religionen
Bund und Länder verbieten bis auf weiteres Gottesdienste, Treffen in Vereinen und Busreisen. Das geht aus einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschluss der Bundesregierung und der Regierungschefs der Länder vom Montag hervor. Dort heißt es unter anderem unter Punkt drei: Zu verbieten seien «Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften».

15:55 Uhr

Bund und Länder: Übernachtungsangebote nicht mehr für Tourismus
Bund und Länder wollen mit drastischen Einschränkungen für den Tourismus in Deutschland die Verbreitung des Coronavirus bremsen. In einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschluss der Bundesregierung und der Regierungschefs der Länder vom Montag heißt es, es seien Regelungen zu erlassen, «dass Übernachtungsangebote im Inland nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden können».

15:51 Uhr

Bund und Länder: Restaurants sollen spätestens um 18 Uhr schließen
Im Kampf gegen die Corona-Krise sollen Restaurants in Deutschland demnächst spätestens um 18 Uhr schließen und frühestens um 6 Uhr öffnen. Das geht aus einem Beschluss der Bundesregierung und der Regierungschefs der Länder vom Montag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

15:40 Uhr

Acht Corona-Infizierte in Stadt und Landkreis Coburg

Die Zahl von an Corona-Infizierten in Stadt und Landkreis Coburg ist weiter gestiegen. Am Montag informierte das Gesundheitsamt Coburg, dass zum aktuellen Zeitpunkt acht bestätigte Corona-Infektionen bekannt seien. Die betroffenen Personen befänden sich in Quarantäne. Die Kontaktpersonen werden ermittelt, heißt es aus dem Gesundheitsamt. 

15:20 Uhr

DFL: Bundesliga und 2. Liga pausieren bis mindestens zum 2. April
Die Fußball-Bundesliga und die 2. Liga unterbrechen ihren Spielbetrieb aufgrund der Coronavirus-Krise bis mindestens zum 2. April. Das wurde während der Mitgliederversammlung der 36 Profi-Clubs am Montag in Frankfurt/Main entschieden.

14:40 Uhr

Kein Amateurfußball in Bayern bis mindestens 19. April

Nach der Ausrufung des Katastrophenfalls in Bayern wegen der Coronavirus-Epidemie ist die Zwangspause im Amateur-Fußball bis mindestens 19. April verlängert worden. Damit werden mehr als 25 000 Teams im Freistaat noch mehr als einen Monat lang keine Liga-Partien bestreiten und sollen auch nicht trainieren. Das beschloss der Bayerische Fußball-Verband (BFV) am Montag.

14:25 Uhr

Keine Verfahren an Bayerns Verwaltungsgerichten wegen Corona

Wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus sollen an bayerischen Verwaltungsgerichten bis zum Ende des Monats keine Verhandlungen stattfinden. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München habe alle Verwaltungsgerichte im Freistaat aufgerufen, den Sitzungsbetrieb zwischen dem 17. und 31. März komplett einzustellen, sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichtes in München am Montag.

13:11 Uhr

Söder: Hamsterkäufe nicht nötig

Markus Söder sagte am Montag, er bitte die Menschen im Freistaat, sich ganz genau zu überlegen, «was sie einkaufen wollen oder nicht». Hamsterkäufe seien nicht nötig, die Versorgung sei sichergestellt. Zwar werde der Einzelhandel in Bayern untersagt, Geschäfte für die alltägliche Versorgung, also beispielsweise der Lebensmittelhandel, Banken, Apotheken, Drogerien, Postfilialen, Bau- und Gartenmärkte, Tierbedarfsgeschäfte und Tankstellen, seien aber ausgenommen.
 

13:10 Uhr

Staatsregierung stellt Gesundheitssystem auf Corona-Notfallbetrieb um
Die Staatsregierung bereitet sich angesichts der rasant steigenden Zahl an Coronavirus-Infektionen auf einen drohenden medizinischen Ausnahmezustand vor. «Die Krankenhäuser werden speziell auf die Corona-Herausforderung komplett ausgerichtet», kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München an. «Es ist wichtig, dass alle Kliniken sich darauf einstellen.» Auch allgemeine Arztpraxen und Rehakliniken werden einbezogen, Unikliniken komplett von Forschung auf Versorgung umgestellt. Medizinstudenten sollen für die Gesundheitsversorgung angestellt werden, ebenso Ärzte im Ruhestand und Mediziner in Elternzeit.
 

12:51 Uhr

Inzwischen mehr als 1000 Coronavirus-Infektionen in Bayern
Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Bayern hat die 1000er-Marke überschritten. Am Sonntag waren es 886 Menschen, allein bis Montag um 9.00 Uhr kamen noch einmal knapp 150 Neuinfektionen hinzu, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) in München sagte.

12:51 Uhr

Söder: Soziale Kontakte überdenken - Aber keine Ausgangssperre

Angesichts der schnellen Ausbreitung des Coronavirus hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Menschen in Bayern dazu aufgerufen, ihre sozialen Kontakte zu überdenken. «Es gibt keine Ausgangssperre, jedenfalls derzeit nicht», sagte Söder am Montag in München. Jeder solle sich aber überlegen, ob er nach draußen gehe und welche Kontakte er habe.
 

10:34 Uhr

Söder: Kommunal-Stichwahlen nur per Brief
Bei den Stichwahlen der bayerischen Kommunalwahlen in knapp zwei Wochen wird es wegen der Ausbreitung des Coronavirus keine Wahllokale geben. Es kann nur per Briefwahl abgestimmt werden, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München ankündigte.

10:33 Uhr

Bayern setzt Schuldenbremse außer Kraft
Zum Schutz der bayerischen Wirtschaft vor den Folgen der Corona-Krise setzt der Freistaat Bayern die Schuldenbremse außer Kraft. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München mit.

10:32 Uhr

Speiselokale dürfen nur noch bis 15.00 Uhr öffnen
Im Kampf gegen das Coronavirus dürfen Restaurants und Betriebskantinen in Bayern nur noch von 6.00 bis 15.00 Uhr öffnen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München mit.

10:31 Uhr

Bayern sperrt auch Sportplätze und Spielplätze
Bayern weitet die Beschränkungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus noch einmal weiter aus. Nicht nur Kinos, Clubs, Vereinsräume und ähnliches werden ab Dienstag geschlossen, sondern auch Sportplätze und Spielplätze werden gesperrt, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München mitteilte.

10:15 Uhr

Freistaat stellt für Coronakrise zehn Milliarden Euro bereit
Zum Schutz der bayerischen Wirtschaft vor den Folgen der Corona-Krise stellt der Freistaat Bayern bis zu zehn Milliarden Euro Sondervermögen bereit. «Wir lassen niemanden allein», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München mit.

 

Söder ruft Katastrophenfall aus
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am Montag den Katastrophenfall für den Freistaat verhängt. So soll die fortschreitende Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden. Das öffentliche Leben wird weiter eingeschränkt, viele Einrichtungen und Geschäfte sollen ab Dienstag und Mittwoch vorerst geschlossen bleiben.
 

20:53 Uhr
Bayern wird wegen Corona-Krise Katastrophenfall ausrufen

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Ausrufung des Katastrophenfalls im Freistaat angekündigt. Man werde das tun, weil man eine einheitliche Strategie unter einer einheitlichen Führung brauche, sagte Söder am Sonntagabend im BR Fernsehen.

20:51 Uhr
Bahn schränkt Regionalverkehr ein - Keine Ticket-Kontrolle

Die Deutsche Bahn wird in den nächsten Tagen ihren Regionalverkehr voraussichtlich einschränken. Damit reagiert das Unternehmen auf die geringe Zahl an Fahrgästen als Folge der Coronavirus-Krise, wie eine Sprecherin am Sonntag sagte.

Die Zahl der Züge werde schrittweise an die sinkende Nachfrage angepasst. Zuvor hatte der «Spiegel» darüber berichtet.

 

Damit blieb zunächst unklar, wo möglicherweise Züge gestrichen werden und in welchem Umfang. Die Deutsche Bahn stellte fest, Ziel der Aufgabenträger und der Bahnbetreiber sei es, «mit verlässlichen Leistungen eine stabile Versorgung zu gewährleisten und die Mobilität in Deutschland aufrechtzuerhalten»

 

Die Zugbegleiter kontrollieren in den Regionalzügen bis auf weiteres die Fahrkarten nicht mehr. Dies geschehe zum Schutz von Fahrgästen und Mitarbeitern, sagte die Bahnsprecherin. Die Schaffner fahren aber weiterhin in den Zügen mit.

20:01 Uhr

Vierter Corona-Todesfall in Bayern

Es handele sich um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen aus Würzburg, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag in München unter Berufung auf das Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Der Gestorbene sei Bewohner des gleichen Pflegeheims gewesen, aus dem auch der erste Coronavirus-Todesfall in Bayern stammte.


Damit sind vier Menschen in Bayern nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Mindestens 886 Menschen wurden bislang positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Darin eingerechnet sind die ersten 14 Infizierten, die allesamt mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens in Zusammenhang standen. Mit eingerechnet sind zudem drei Bayern, die außerhalb des Freistaats positiv getestet wurden.

18:09 Uhr
Vier neue Corona-Fälle in Hof und Umgebung

Wie das Landratsamt in einer Pressemitteilung berichtet, handelt es sich um zwei Personen aus der Stadt sowie zwei weitere Personen aus dem Landkreis Hof. Drei der Neuinfizierten haben sich während eines Auslandsaufenthaltes angesteckt. Damit steigt die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle im Hofer Land auf aktuell sieben an.

16:47 Uhr
Deutschland schließt wegen Coronavirus teilweise Grenzen

Wegen des neuartigen Coronavirus führt Deutschland ab Montagmorgen strenge Regeln an seinen Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz ein. Die Einreisebeschränkungen für bestimmte Personengruppen sollen ab Montagmorgen 8.00 Uhr gelten. Deutsche dürfen aber in jedem Fall aus den Nachbarländern einreisen. 

15:16 Uhr
Bayern plant Beschränkungen für Gastronomie und Läden

Geplant sind eine weitgehende Schließung von Begegnungsstätten wie etwa von Bars und Schwimmbädern sowie Einschränkungen in der Gastronomie und für Geschäfte, wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen erfuhr.

13:53 Uhr
Reiserückkehrer sollen in Quarantäne

Wegen der raschen Corona-Ausbreitung appelliert das Landratsamt sowie die Gesundheitsbehörde für Stadt und Landkreis Hof an alle Reiserückkehrer, sich für zwei Wochen in freiwillige häusliche Quarantäne zu begeben, gerechnet ab der Reiserückkehr.

10:19 Uhr

Erster Corona-Infizierter im Landkreis Coburg

Am Samstagabend ist beim Gesundheitsamt Coburg erneut ein gesichert positiver Befund auf eine Infektion mit dem Corona-Virus eingegangen. Der Abstrich am Patienten war im Landratsamt Coburg abgenommen. Der Mann, ein Rückkehrer aus einem Risikogebiet, leide an einer fieberhaften Erkrankung, teilte das Landratsamt am Sonntagmorgen mit.

Die Kontaktpersonen des Patienten seien vom Gesundheitsamt Coburg ermittelt worden; bei ihnen werden Rachenabstriche vorgenommen. "Unabhängig vom Ergebnis müssen sich alle ermittelten Personen für zwei Wochen nach dem letzten Kontakt mit der erkrankten Person in häusliche Quarantäne begeben", betont das Landratsamt.

Bei den bereits am Samstagnachmittag gemeldeten Kontaktpersonen aus dem Landkreis Coburg hätten sich auch am Sonntag keinerlei Krankheitssymptome gezeigt, heißt es in der Pressemitteilung des Landratsamts. "Die Kontaktpersonen werden durch unser Gesundheitsamt ermittelt und für sie die erforderlichen Maßnahmen getroffen. Die Gesundheit unserer Bürger hat für uns Priorität, wir werden alles dafür Notwendige tun", erklärte Landrat Sebastian Straubel.

 

09:16 Uhr

Therme in Bad Staffelstein macht zu

Die Obermain Therme in Bad Staffelstein hat ihren Betrieb eingestellt. "Ihre Gesundheit sowie die Gesundheit unserer Mitarbeiter*innen und die der Bevölkerung hat absolute Priorität. Deshalb folgen wir der Aufforderung der zuständigen Behörden, die Obermain Therme vorübergehend zu schließen", heißt es auf der Internetseite der Therme.

Bereits vereinbarte Termine für Therapie-, Wellness- und Kosmetikanwendungen finden während der Schließung nicht statt. Gutscheine behalten aber ihre Gültigkeit und können zu einem späteren Zeitpunkt eingelöst werden.

Derzeit ist nicht bekannt, wie lange die Schließung anhält. Das  „Best Western Plus Kurhotel an der Obermaintherme“ ist von der Schließung nicht betroffen.

20:51 Uhr

Kunstsammlungen der Veste Coburg geschlossen

Die Maßnahme soll bis zum 20. April andauern. Gleiches gilt für das Europäische Museum für Moderes Glas im Schlosspark Rosenau. Die Burghöfe und Außenanlage der Veste Coburg können jedoch weiter besichtigt werden.

19:36 Uhr

Zwei Corona-Fälle in Marktredwitz

Wie Peggy Kuniss-Pfeiffer, Pressesprecherin des Klinikum Fichtelgebirge, bestätigt, gibt es im Krankenhaus in Marktredwitz zwei Corona-Fälle. Neben den beiden bestätigten Fällen gibt es im Krankenhaus weitere Verdachtsfälle, aber auch im Klinikum in Selb. 

16:43 Uhr

Spielbank in Bad Steben macht zu

Die neun staatlichen Spielbanken sollen von sofort an bis einschließlich 19. April geschlossen bleiben, wie Lotto Bayern am Samstag mitteilte. "Oberste Priorität hat die Gesundheit unserer Gäste sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", hieß es. Betroffen sind von der Maßnahme die Spielbanken in Bad Steben, Bad Kissingen,  Garmisch-Partenkirchen, Bad Wiessee, Bad Reichenhall, Feuchtwangen, Lindau, Bad Füssing und Bad Kötzting.

16:05 Uhr
Zwei weitere Corona-Fälle im Landkreis Haßberge

Im Landkreis Haßberge sind zwei weitere Personen positiv auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden. Damit liegt die Gesamtzahl kreisweit bei derzeit sechs Fällen. Bei den Neufällen ermittelt das Gesundheitsamt aktuell mögliche Infektionsquellen und Kontaktpersonen. Hinzugekommen ist ein weiterer Fall in Haßfurt. Hier werden gerade die Kontaktpersonen ermittelt und danach kontaktiert. Auch bei der Ehefrau des Patienten aus Riedbach, der im Krankenhaus behandelt wird, wurde der Coronavirus positiv getestet.

15:44 Uhr

Festung Rosenberg und Museen bleiben geschlossen

Die Stadt Kronach teilt mit, dass aufgrund der aktuellen Entwicklung die Museen der Festung Rosenberg ab sofort und bis auf Weiteres geschlossen sind. Dies gilt auch für den gesamten Führungsbetrieb der Festung Rosenberg und alle weiteren Führungsangebote des Tourismus- und Veranstaltumgsbetriebes. 

15:29 Uhr
Zwei bestätigte Corona-Infektionen im Landkreis Kronach

Die beiden erkrankten Personen – es handelt sich um Männer aus dem südlichen Kreisgebiet – hatten sich wegen leichterer grippeähnlicher Symptome an ihren behandelnden Arzt gewandt. Die Laboruntersuchung der genommenen Abstriche bestätigte in beiden Fällen eine Coronainfektion.

Im ersten Fall ermittelte das Gesundheitsamt acht Kontaktpersonen – jeweils vier aus dem beruflichen und aus dem privaten Umfeld. Im zweiten Fall waren es vier aus dem beruflichen und sieben aus dem privaten Bereich. Für alle ermittelten Kontaktpersonen wurde eine zweiwöchige häusliche Quarantäne angeordnet. Nach dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Krisenstab-Sitzung waren diese Kontaktpersonen symptomfrei. Ihr Gesundheitszustand wird durch das Gesundheitsamt fortlaufend überwacht.

15:27 Uhr

Corona-Verdacht im Landkreis Coburg

Im Landkreis Coburg gibt es drei Verdachtsfälle mit dem Corona-Virus. Die betroffenen Personen zeigen keine Symptome. Zur Vorsichtsmaßnahme stehen sie dennoch unter häuslicher Quarantäne. Menschen, die mit den Infizierten Kontakt hatten und haben, werden durch das Gesundheitsamt ermittelt. 

13:05 Uhr

Söder plant Regierungserklärung im Landtag zur Corona-Krise

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plant zur Coronavirus-Krise kurzfristig eine Regierungserklärung im Landtag. Termin dafür ist die nächste Plenarsitzung am kommenden Donnerstag (19. März), wie eine Regierungssprecherin am Samstag sagte. Zuvor hatte der "Münchner Merkur" darüber berichtet. 

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus schließt Bayern ab Montag alle Schulen, Kindergärten und und Kitas, und zwar bis zum Beginn der Osterferien am 6. April. Damit sind im Freistaat faktisch bis zum 20. April die Bildungseinrichtungen zu. 

00:00 Uhr

Keine Besuche mehr in Kliniken Hochfranken

Nachdem am späten Freitagabend ein Patient in der Münchberger Klinik positiv auf das Coronavirus getestet wurde, hatte es für die Klinik weitreichende Folgen. Mittlerweile läuft wieder der Normalbetrieb. Besuche sind aber keine erlaubt. 

Im Hinblick auf den am Freitagabend identifizieren Coronavirus-Fall wurden alle Kontaktpersonen in der Klinik ermittelt und gemäß der Vorgaben des Robert-Koch-Instituts behandelt. „Als generelle Vorsichtsmaßnahme sollen keine Besuche mehr in den Kliniken Hochfranken, in Münchberg und Naila, stattfinden“, erklärt Klinikvorstand Peter Wack. Der generelle Betrieb ist aber gewährleistet.

09:06 Uhr

Nach Schulschließungen: Freistaat unterstützt Busunternehmen

Nach der Schließung sämtlicher Schulen in Bayern unterstützt der Freistaat die Busunternehmen. Weil auch der Schulbusverkehr zum Erliegen gekommen sei, würden Abschlagszahlungen für das Jahr 2020 vorgezogen, teilte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Samstag in München mit. Diese Abschlagszahlungen erhalten Busunternehmen dafür, damit Zeitfahrkarten für Schüler und Auszubildende günstiger sind. Die Summe für ganz Bayern liegt laut Schreyer bei rund 35 Millionen Euro. Eigentlich sei die Zahlung erst im Juli fällig.

Die Unternehmen könnten bereits von Montag an die Auszahlung des Ausgleichs formlos beantragen.
Auch Landkreise und kreisfreie Städte erhalten jedes Jahr Abschlagszahlungen. Die nächste Auszahlung sei für Mai vorgesehen gewesen. Schreyer zufolge sollen nun schon in wenigen Tagen 75 Prozent der Vorjahressumme ausbezahlt werden.

23:30 Uhr

Dritter Coronavirus-Fall in Stadt und Landkreis Hof

Am späten Freitagabend teilt das Landratsamt mit, dass ein Patient der Münchberger Klinik positiv getestet wurde. Dies führe dazu, dass die Klinik Münchberg von der Rettungsleitstelle abgemeldet wurde. Die Klinik durfte nicht mehr von den Notärzten angefahren werden.

20:52 Uhr

Länderspiel abgesagt

Die Stadt Nürnberg untersagt das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Italien, das für den 31. März geplant war.

20:17 Uhr

Trump ruft wegen Coronavirus nationalen Notstand aus
US-Präsident Donald Trump ruft wegen der Ausbreitung des Coronavirus in den USA einen nationalen Notstand aus. Mit der Maßnahme würden weitere Bundesmittel in Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar zur Bekämpfung des Coronavirus Sars-CoV-2 freigesetzt, sagte Trump am Freitag bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses.

20:02 Uhr

Polen schließt in Corona-Krise seine Grenzen für Ausländer
Polen schließt in der Corona-Krise seine Grenzen für Deutsche und alle anderen Ausländer. Dies teilte der Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Warschau mit.

20:02 Uhr

Dänemark schließt in Corona-Krise seine Grenzen
Dänemark schließt in der Corona-Krise bis auf Weiteres seine Grenzen. Die Maßnahme gelte ab dem morgigen Samstag um 12 Uhr, teilte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen mit.

19:53 Uhr

Sana-Klinikum: Pro Patient nur noch ein Besuch am Tag

Um Patienten und das medizinische Personal vor dem Corona-Virus zu schützen, schränken das Sana-Klinikum in Hof sowie die Hochfrankenkliniken in Münchberg und Naila ihre Besuchsmöglichkeiten ein. Das SanaKlinikum informierte darüber am Freitag in einer Mitteilung, die auch für die Häuser in Naila und Münchberg gilt. Ab sofort ist pro Patient nur noch ein Besuch pro Tag erlaubt - und das auch nur von einer Person und für eine Stunde.

19:50 Uhr

Wahllokale ziehen um

Um in Zeiten des Corona-Virus ein erhöhtes Personenaufkommen in der Nähe von Risikogruppen zu verhindern, verlegt die Stadt Rehau am Sonntag das Wahllokal vom Mehrgenerationenhaus in die Pestalozzischule .

Die Stadt Hof verlegt wegen der Pandemie das Wahllokal im BRK-Seniorenheim, Erlhofer Straße 10, in die Freie Waldorfschule Hof, Kolpingshöhe 3 , um die Wähler von der Risikogruppe ältere Menschen fernzuhalten.

19:31 Uhr

Zugverkehr zwischen Deutschland und Tschechien eingestellt

Ab diesem Wochenende fahren wegen der Corona-Krise keine internationalen Züge mehr zwischen Deutschland und Tschechien . In Hochfranken betrifft dies den Zugverkehr von DB Regio und der Oberpfalzbahn nach Cheb (Eger). Bis auf Weiteres gilt von diesem Samstag an folgende Regelung: Die Regionalexpress-Züge von DB Regio verkehren von Nürnberg über Marktredwitz und enden in Schirnding, um von dort zu den üblichen Zeiten zurückzufahren. Die Oberpfalzbahn stellt den Zugverkehr auf ihrer Linie von Hof über Rehau, Selb-Plößberg, Asch und Eger nach Marktredwitz komplett ein. Zwischen Marktredwitz und Schirnding fahren zu den üblichen Zeiten lediglich Busse im Schienenersatzverkehr. Zwischen Hof, Rehau und Selb-Plößberg entfallen alle Verbindungen der Oberpfalzbahn. Die Fahrgäste müssen auf die stündlich verkehrenden Agilis-Züge zwischen Hof und Selb ausweichen. Werner Rost

18:48 Uhr

Landkreis Coburg untersagt Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen

Das Landratsamt Coburg kommt der Empfehlung von Bayerns Ministerpräsident Söder nach, bereits Veranstaltungen mit über 100 Personen zu untersagen.

18:45 Uhr

Sechs weitere Corona-Fälle im Landkreis Tirschenreuth

Im Landkreis Tirschenreuth gibt es sechs weitere Corona-Fälle. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf zehn, teilte das Landratsamt am Freitagmittag mit. Derzeit ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen der sechs neuen Fälle und versucht, die Infektionsketten nachzuvollziehen.

18:43 Uhr

Luisenburg-Festspiele sollen stattfinden

Nach derzeitigem Stand finden die Luisenburg-Festspiele trotz der Corona-Pandemie statt. Davon geht zumindest der Wunsiedler Bürgermeister Karl-Willi Beck aus, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung sagte.

18:39 Uhr

Haus Selb wird Corona-Klinik im Landkreis

Das Klinikum Selb rüstet auf: Ab Montag, 16. März, gehört es zu den Anlaufstellen für Patienten, die sich mit dem neuen Virus angesteckt haben. Die Verantwortlichen folgten mit dieser Entscheidung den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, erklärte Peggy Kuniss-Pfeiffer, Pressesprecherin des Klinikums Fichtelgebirge, am Freitag auf Nachfrage: Wer die Möglichkeit zur räumlichen Trennung habe, solle Covid-19-Patienten möglichst separieren, rieten Experten. Deshalb bekomme das kleinere der beiden Häuser des Klinikums Fichtelgebirge in Selb nun eine Klassifizierung für die Aufnahme und die Behandlung von Corona-Betroffenen.

In Marktredwitz würden potenzielle Infizierte künftig nicht mehr behandelt, sondern hier laufe der normale Betrieb weiter. In Selb hingegen verabschiede das Krankenhaus rasch alle entlassfähigen Patienten, um für Covid-19-Patienten Platz zu schaffen. Geplante Operationen würden verschoben und ausgesetzt, chirurgische Notfälle und unaufschiebbare Eingriffe nur noch in Marktredwitz behandelt, informiert Kuniss-Pfeiffer weiter.

17:56 Uhr

Erzbistum Bamberg: Gottesdienste mit über 100 Personen fallen aus

Aufgrund der Verbreitung des Coronavirus werden im Erzbistum Bamberg alle Gottesdienste abgesagt, bei denen mit mehr als 100 Teilnehmern zu rechnen ist. Wenn Gottesdienste stattfinden, sind die von den Behörden vorgegebenen Kriterien der Risikoabwägung bezüglich Risikopersonen, ausreichender Aufenthaltsfläche und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Im Zweifel wird eine Absage des Gottesdienstes empfohlen. Dies teilte Generalvikar Georg Kestel am Freitag allen Pfarreien im Erzbistum mit. Die Maßnahmen gelten voraussichtlich bis zum 19. April. Weiter wurde angeordnet, dass Kindergottesdienste nicht stattfinden. Erstkommunionfeiern und Firmungen sowie deren Vorbereitungen, die bis 19. April geplant sind, sind zu verschieben. Beerdigungen können stattfinden, sofern die Risikokriterien eingehalten werden.

 

Sämtliche andere Veranstaltungen in pfarrlicher Verantwortung oder regelmäßige Treffen pfarrlicher Gruppen sollen verschoben werden. Erzbischof Ludwig Schick entbindet die Gläubigen von der Sonntagspflicht, die heilige Messe zu besuchen, und ruft dazu auf, den Sonntag zu Hause durch das persönliche Gebet oder in der Familie zu heiligen. Das Pontifikalamt mit Erzbischof Schick im Bamberger Dom am Sonntag um 9.30 Uhr findet unter Einhaltung der genannten Kriterien statt. Es ist außerdem ein Live-Stream auf der Facebook-Seite des Erzbistums geplant.

17:46 Uhr

Zahl neuer Grippefälle in Bayern nimmt weiter ab
Die Zahl der Neuerkrankungen mit der Virusgrippe (Influenza) ist in Bayern in der zurückliegenden Woche weiter rückläufig. Nach Angaben des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit vom Freitag haben sich in der 10. Kalenderwoche 6131 Menschen mit dem Grippevirus angesteckt. In der Vorwoche waren es - inklusive Nachmeldungen - noch 6592 neue Grippe-Fälle. Insgesamt erkrankten in den ersten zehn Wochen des laufenden Jahres im Freistaat 45.973 Menschen an der Virusgrippe. Das sind 10.646 Erkrankte mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres.
 

17:38 Uhr

Öffentliche Mobilität in Stadt und Landkreis Hof: Busse fahren weiter

Die Fahrpläne, inklusive der Busfahrpläne, werden aufrechterhalten. Der Zustieg in die Busse sei ausschließlich über den hinteren Zugang möglich. Das teilt das Landratsamt am Freitagnachmittag mit.

17:34 Uhr

Schüler- und Kinderbetreuung in Stadt und Landkreis Hof

Nach der Verfügung des Freistaats, dass Schulen und Kindertagesstätten in Bayern von Montag an bis zum Ende der Osterferien geschlossen bleiben, liefen am Freitagvormittag bereits viele Gespräche zwischen den Verantwortlichen in Stadt und Landkreis Hof, um diese Verfügung umzusetzen. Vor Herausforderungen stellt die Beteiligten vor allem die Notbetreuungen, die die Schulen für die Kinder von Eltern leisten müssen, die in systemrelevanten Berufen (medizinischer Bereich, öffentliche Sicherheit) arbeiten. Konkrete Pläne, wie die Notbetreuung im Einzelnen koordiniert wird, sollen Anfang der kommenden Woche vorliegen. Der Schulbus-Betrieb soll grundsätzlich weiterlaufen, allerdings in abgespeckter Form

17:25 Uhr

Kein Ticketverkauf in Bayreuther Bussen

Um der Ausbreitung des Corona-Virus entgegenzutreten, verzichten die Stadtwerke Bayreuth ab diesem Samstag auf den Ticketverkauf in den Bussen. Außerdem wird der Fahrerplatz mit Flatterband abgeschirmt werden.

17:10 Uhr

Landkreis Kulmbach: Infizierte Lehrerin weist "minimale Krankheitssymptome" auf

Eine 38-jährige Lehrerin des Kulmbacher Caspar-Vischer-Gymnasiums ist der erste bestätigte Coronavirus-Fall im Landkreis Kulmbach. Nachdem das Landratsamt, wie berichtet, bereits am Donnerstagabend in einer Kurznachricht den Infektionsfall bestätigt hatte, gaben Vertreter der Behörde und die Leiterin des Kulmbacher Gesundheitsamts jetzt nähere Auskünfte: Der Lehrerin, die aus dem Landkreis Kulmbach stammt, geht es gut. Sie weise laut Gesundheitsamtschefin Dr. Camelia Fiedler derzeit nur "minimale Krankheitssymptome" auf. Aus der Familie der Frau ist niemand infiziert. Sowohl die Lehrerin als auch alle Personen, die mit ihr Kontakt hatten, wurden nun isoliert. Das Gesundheitsamt hat häusliche Quarantäne für diesen gesamten Personenkreis für die Dauer von 14 Tagen angeordnet. Dabei handelt es sich um elf weitere Lehrkräfte des CVG und 80 Schülerinnen und Schüler der siebten Jahrgangsstufe des Gymnasiums, die gemeinsam vom 2. bis 6. März an einer Skifreizeit des Kulmbacher Gymnasiums in Österreich teilgenommen hatten..

16:52 Uhr

Stadt und Landkreis Hof untersagen Veranstaltungen ab 100 Personen

Die Stadt und der Landkreis Hof erweitern die Verfügung des Freistaats Bayern, Veranstaltungen ab einer gewissen Größe zu verbieten. Die Grenze liegt hier künftig bei 100 Personen.

16:50 Uhr

Infektions-Stationen in den Kliniken Hof, Naila und Münchberg

Die Kliniken in Hof, Naila und Münchberg haben Infektions-Stationen vorbereitet. Die könnten sofort ihren Betrieb aufnehmen, wenn es die Situation erfordert. Das erklären Holger Otto, Geschäftsführer des Sana Klinikums Hof, Peter Wack, Vorstand der Kliniken Hochfranken, und deren ärztlicher Leiter Dr. Wolfgang Kick jeweils für ihre Häuser. Im ersten Schritt sind dafür 35 Betten im Sana Klinikum und je 20 an den beiden Klinik-Standorten in Münchberg und Naila vorgesehen. Je nach Bedarf können diese Stationen erweitert werden, allerdings "nicht unendlich", wie Holger Otto klarstellt. Operationen, die nicht zeitgebunden sind, sollen verschoben werden, um die nötigen Kapazitäten vorhalten zu können. Auch die Besuchszeiten sollen in allen drei Kliniken massiv beschnitten werden.

16:48 Uhr

Stadt und Landkreis Hof richten Abstrich-Zentrum ein

Damit die gesundheitliche Versorgung auch bei steigenden Corona-Verdachtsfällen und -Infektionen in der Region gewährleistet ist, sollen Arztpraxen und die Ambulanzen der Krankenhäuser entlastet werden. Das Mittel der Wahl ist ein Abstrich-Zentrum, das in der Hofer Freiheitshalle eingerichtet wird. "Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren", sagt Oberbürgermeister Harald Fichtner. Wie Ulrich Voit, Sprecher des ärztlichen Kreisverbandes Hof, erklärt, soll dieses Zentrum funktionieren wie das Drive-In eines Fast-Food-Restaurants: Die Menschen fahren mit ihrem Auto durch das sogenannte Elefantentor ins Große Haus der Freiheitshalle, wo dann vom medizinischen Personal aus dem stehenden Auto durchs Fenster die Abstriche aus Nase und Rachen und genommen werden. Voit stellt klar: "Es wird keine Wunsch-Abstriche geben." Heißt im Klartext: Nur wer Symptome aufweist und telefonische Rücksprache mit dem Hausarzt hält, soll sich auch in die Freiheitshalle testen lassen. Damit soll ein potenzieller Ansturm auf Praxen und Kliniken vermieden werden. Und es soll menschliche wie materielle Ressourcen sparen. Der Betrieb durch Ärzte und weitere medizinische Fachkräfte läuft übrigens auf freiwilliger Basis. Entsprechende Gespräche seien bereits gelaufen.

16:25 Uhr

Schulturnhalle in Sparneck geschlossen
Der Markt Sparneck untersagt Sportvereinen ab sofort die Nutzung der Schulturnhalle für die Dauer
der Schulschließung. Die Verantwortlichen bitten um Verständnis.

16:19 Uhr

DFL: Fußball-Bundesliga stellt Spielbetrieb vorerst ein

Die Deutsche Fußball Liga hat den Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst eingestellt. Der für dieses Wochenende geplante Spieltag werde verlegt, teilte die DFL am Freitag mit.
 

16:09 Uhr

Erste Infektion im Landkreis Lichtenfels

Seit diesem Freitag hat auch der Landkreis Lichtenfels einen ersten bestätigten Corona-Virus-Fall. Das teilt das zuständige Landratsamt am Freitagnachmittag mit. Der Patient befinde sich im Klinikum Lichtenfels in Isolation. Alle erforderlichen Maßnahmen würden ergriffen, heißt es weiter.

16:08 Uhr

Bayern schließt alle Museen

Die Bayerische Staatsregierung teilt mit, dass alle staatlichen Museen und Sammlungen vom Samstag, 14. März 2020,  bis einschließlich Sonntag, 19. April 2020,  für den Besucherverkehr geschlossen sind. Das betrifft auch das Porzellanikon mit seinen beiden Standorten Hohenberg an der Eger und Selb. Alle in diesem Zeitraum liegenden Veranstaltungen werden verschoben.

15:45 Uhr

Drei weitere Corona-Fälle in der Region

Im Landkreis Haßberge sind drei weitere Personen positiv auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landratsamt Haßberge am Freitagnachmittag mit. In diesen Neufällen ermittelt das Gesundheitsamt aktuell mögliche Infektionsquellen und Kontaktpersonen, wie es aus dem Landratsamt heißt. Das Virus wurde bei einem Ehepaar aus Haßfurt nachgewiesen, beide befinden sich in häuslicher Quarantäne. Ein weiterer Patient aus Riedbach wird in einem Krankenhaus betreut und isoliert von den anderen Patienten behandelt.

14:57 Uhr

Landesamt: 58 neue Infektionen mit Coronavirus
In Bayern haben sich weitere 58 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Sitz in Erlangen am Freitag auf seiner Homepage mit. Insgesamt gibt es im Freistaat damit mindestens 558 Menschen, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden. Darin eingerechnet sind die ersten 14 Infizierten, die allesamt mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens in Zusammenhang standen, als auskuriert gelten und wieder aus den Krankenhäusern entlassen wurden. Mit eingerechnet sind zudem drei Bayern, die außerhalb des Freistaats positiv getestet wurden.
 

14:56 Uhr

Laschet: Keine Besuche mehr in Pflege- und Altenheimen in NRW
Wegen der Ausbreitung des Coronavirus dürfen Alten- und Pflegeheime in NRW grundsätzlich nicht mehr besucht werden. Besuche seien nur in dringenden Ausnahmefällen möglich, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag in Düsseldorf.

14:56 Uhr

Thüringer Schulen bleiben ab Dienstag geschlossen
Auch in Thüringen bleiben zum Schutz gegen das neuartige Coronavirus von Dienstag an alle Schulen und Kitas geschlossen. Das teilte Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) am Freitag mit. Zuvor hatten sich wegen der Infektionsgefahr bereits zehn andere Bundesländer zu Schulschließungen in der kommenden Woche entschieden.

14:44 Uhr

Innenminister Herrmann: 20. Kulmbacher Motorradsternfahrt wird abgesagt

Das größte Bikertreffen Süddeutschlands mit zehntausenden Motorradbegeisterten, das für den 25. und 26. April geplant war, wird abgesagt. Das teilt das bayerische Innenminister Joachim Herrmann in einer Pressemeldung mit.  "Wir planen ganz fest, das Jubiläum im April 2021 nachzuholen."

14:37 Uhr

Sieben gemeldete Coronavirus-Tote in Deutschland
Mit einem zweiten gestorbenen Mann in Baden-Württemberg sind bislang sieben Tote in Zusammenhang mit dem Coronavirus in Deutschland bekannt. Es handele sich um einen 80 Jahre alten Mann aus Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen), der in einer Klinik behandelt wurde und positiv auf das neuartige Virus getestet worden war, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Stuttgart mit. Neben den beiden Männern in Baden-Württemberg gibt es vier Tote in Nordrhein-Westfalen und einen in Bayern. Die Todesopfer in Deutschland waren zwischen 67 bis 89 Jahre alt. Zudem starb ein 60-jähriger Deutscher in Ägypten.
 

14:16 Uhr

Zahlreiche Geschäfte in Österreich werden geschlossen
Im Kampf gegen das Coronavirus müssen in Österreich ab kommender Woche viele Geschäfte vorübergehend schließen. Lebensmittelmärkte und Apotheken gehörten zu den Geschäften, die offen bleiben dürfen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag in Wien.

14:12 Uhr

 

Auch Baden-Württemberg schließt alle Schulen

Wegen der Coronavirus-Pandemie schließt auch Baden-Württemberg von Dienstag an alle Schulen und Kindertagesstätten bis zum Ende der Osterferien. Das teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart mit. Baden-Württemberg ist das neunte Bundesland, das flächendeckende Schließungen plant.

14:02 Uhr

Abstrichzentrum in Hofer Freiheitshalle

Die Stadt und der Landkreis Hof richten ein Abstrichzentrum in der Freiheitshalle ein. 

13:36 Uhr

Corona-Pressekonferenz in Hof

Zur Minute stellen Stadt und Landkreis Hof ihre Maßnahmen wahrend der Corona-Krise vor. Ein wichtiges Thema: die Eigenverantwortung jedes Einzelnen. 



Corona-Pressekonferenz von Stadt und Landkreis Hof Foto: Patrick Gödde

13:35 Uhr

Bayreuth schließt städtische Einrichtungen

Die Stadt Bayreuth schließt ab Montag, 16. März, bis voraussichtlich 19. April sämtliche städtische Einrichtungen. Dazu zählen zum Beispiel das RW21 inklusive Stadtbibliothek und Volkshochschule, die städtische Musikschule, die Bürgerbegegnungsstätte, die Museen in der Stadt Bayreuth, die städtischen Sportstätten inklusive städtischem Eisstadion sowie das vereinseigene SVB-Hallenbad. Nach Auskunft von Dr. Roland Dietrich, kaufmännischer Leiter der Stadtwerke Bayreuth, werden die Lohengrin Therme und das Stadtbad ebenfalls geschlossen,

13:13 Uhr

Clubs schließen

Die Fabrik in Bayreuth und das Breakout Bayreuth haben sich dazu entschlossen, den Club-Betrieb vorläufig einzustellen.  Das Rockwerk in Hof verschiebt die für 15. März geplante Schlagerparty sowie für 22. März geplante Lola supernova-Party (neuer Termin: 30. April).

12:52 Uhr

Sechs neue Fälle im Landkreis Tirschenreuth

Im Landkreis Tirschenreuth sind sechs weitere Fälle mit einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden, berichtet das Landratsamt. Damit gibt es im Landkreis Tirschenreuth zehn positive Befunde. Alle Hallenbäder im Landkreis, alle kreiseigenen Turnhallen und die Eishalle Mitterteich bleiben voerst geschlossen,  ebenfalls die Kreismusikschule und die Volkshochschule.

12:52 Uhr

Energieversorger: Strom, Wasser, Heizung und Gas sicher
Angesichts der wachsenden Coronavirus-Unruhe in der Bevölkerung versprechen die bayerischen Energieunternehmen gesicherte Versorgung mit Strom, Wasser, Gas und Wärme rund um die Uhr. «Derzeit sehen die Unternehmen kein Risiko für die Versorgungssicherheit», teilte der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft am Freitag in München mit.

12:27 Uhr

FCN-Spieler positiv getestet

Erstmals hat es in Bayern einen positiven Coronatest bei einem der großen Profivereine gegeben. Der 1. FC Nürnberg meldete am Freitag einen Fall. Es könnten aber noch mehr infiziert sein.  Zunächst blieb offen, ob und wie das geplante Auswärtsspiel des «Clubs» am Sonntag (13.30 Uhr) beim FC St. Pauli stattfinden kann. Der 1. FC Nürnberg «hat bereits Kontakt mit den zuständigen Behörden aufgenommen und wird alle weiteren notwendigen Maßnahmen in die Wege leiten», wie es weiter hieß. Der Verein hat für den Lauf des Freitags weitere Informationen und Statements angekündigt.
 

12:01 Uhr

Wahlhelfer gesucht

Die Stadt Kulmbach sucht wegen krankheitsbedingter Ausfälle dringend noch freiwillige Wahlhelfer zur Nachbesetzung. Vorwissen sei nicht erforderlich, eine Einweisung erfolgt vom jeweiligen Wahlvorsteher vor Ort. Die Arbeitszeit beträgt am 15. März einen halben Tag zwischen 8 und 18 Uhr sowie nach 18 Uhr den Zeitraum der Auszählung (Ende gegen zirka 23 Uhr). Gegebenenfalls müsse auch am Montag noch bei der Auszählung der Kreistagswahl geholfen werden. Alle Wahlhelfer enthalten eine Aufwandsentschädigung von 60 Euro. Interessierte können sich beim Wahlleiter der Stadt Kulmbach, Uwe Angermann, oder beim Wahlsachbearbeiter Peter Geier per Mail melden: uwe.angermann@stadt-kulmbach.de oder peter.geier@stadt-kulmbach.de.

11:55 Uhr

Wähler dürfen am Sonntag eigenen Stift mitbringen

Die Hofer Stadtverwaltung weist aufgrund der aktuellen Corona-Situation darauf hin, dass jeder Wähler am Sonntag seinen eigenen, dokumentenechten Stift zur Kommunalwahl mitbringen kann. In besonderen Ausnahmefällen wie plötzlicher Erkrankung ist es zudem möglich, die Walunterlagen für die Kommunalwahlen noch am Wahlsonntag bis 15 Uhr im Bürgerzentrum der Stadt Hof zu beantragen. Ein Einwurf der Wahlunterlagen in den städtischen Briefkasten am Rathaus ist bis 18 Uhr möglich.

11:47 Uhr

Keine Entschädigung bei Flugausfall

Wegen des Coronavirus fallen aktuell zahlreiche Flüge aus. Normalerweise haben Passagiere in diesen Fällen unter Umständen Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von bis zu 600 Euro pro Person. Doch der Verband der Vertreter für Fluggastrechte (APRA), dessen Mitglieder auf die Durchsetzung dieser Entschädigungen spezialisiert sind, wertet diese Flugprobleme als außergewöhnliche Umstände, die die Airlines von ihrer Entschädigungspflicht befreien. Das gilt auch, wenn es für das jeweilige Zielland keine offizielle Reisewarnung gibt.

11:45 Uhr

Keine Besuche in Kliniken

Die Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken (GeBO) bitten alle Besucher aufgrund der Gefahr von Corona-Infektionen, derzeit von Besuchen ihrer Angehörigen und Freunde in den Kliniken der GeBO abzusehen. Vor allem Kinder sollen nicht mehr als Besucher in die Klinik kommen.  Zur GeBO gehören das Bezirksklinikum Obermain, die Bezirksklinik Rehau, das Bezirkskrankenhaus Bayreuth, die Bezirksklinik Hochstadt.

11:38 Uhr

Landkreis Wunsiedel stellt Busverkehr ebenfalls um

Der Landkreis Wunsiedel stellt den Busverkehr ebenfalls ab Montag um. Laut einer Mitteilung gilt der sogenannte Ferienfahrplan. Das heißt, die Fahrten im Fahrplan, die mit einem S für den Schülerverkehr gekennzeichnet sind, entfallen. Die Fahrten, die ein F oder keine Kennzeichnung haben, werden durchgeführt. Die Regelung gilt bis zum Ende der Osterferien.

11:18 Uhr

Stadt Hof schließt Turnhallen und Jugendeinrichtungen

Die Stadt Hof schließt weitere Einrichtungen: Die städtischen Turnhallen und der Hofer Eisteich können ab sofort nicht mehr genutzt werden. Ebenfalls ist das Hofer Jugendzentrum Q geschlossen. Das geplante Osterferienprogramm sowie die Treffen der Stadtteilarbeit hat die kommunale Jugendarbeit abgesagt. Auch die mobile Jugendarbeit auf Spiel- und Sportplätzen wird bis auf Weiteres eingestellt.

10:51 Uhr

Konzerte in soziale Medien

Einige prominente Musiker, die aufgrund der Corona-Krise Auftritte absagten, haben sich etwas für ihre Fans einfallen lassen. Sie geben Hauskonzerte, die sie in den sozialen Medien verbreiten. So musizierte zum Beispiel Starpianist Igor Levit (33) via Twitter. Am Donnerstagabend spielte er von zu Hause aus für sein Publikum Beethoven -  und sendete es per Livestream. «Wir sind alle zum Zuhausesein gezwungen. Das ist auch richtig so. Aber irgendwas muss man tun», sagte er in einer kurzen Ansprache. Danach spielte er über 20 Minuten ein Stück von Beethoven und postete später: «Überwältigt. Danke. Bis morgen, gleiche Zeit. 19:00».

Auch die italienische Sängerin Gianna Nannini (63) spielte am Donnerstagnachmittag live auf Instagram einige Akustikstücke in ihrem Wohnzimmer in Mailand und sendete sie. Am Freitag sollte es zur gleichen Zeit eine Neuauflage geben, kündigte sie in ihrer Instagram-Story an.

10:44 Uhr

Corona stoppt Fußball-Bundesliga

Die Fußball-Bundesliga soll wegen der Coronavirus-Pandemie ab kommendem Dienstag bis zum 2. April unterbrochen werden. Diesen Vorschlag des Präsidiums will die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Montag den Proficlubs unterbreiten. «Ziel ist es weiterhin, die Saison bis zum Sommer zu Ende zu spielen - aus sportlichen Gesichtspunkten, aber insbesondere auch weil eine vorzeitige Beendigung der Saison für einige Clubs existenzbedrohende Konsequenzen haben könnte», hieß es von der DFL dazu. Der 26. Spieltag soll noch planmäßig und ohne Zuschauer so weit wie möglich stattfinden.
 

10:28 Uhr

Schulbus-Linienverkehr in Hof eingestellt

Die Hof Bus GmbH stellt von Montag, 16. März, bis voraussichtlich Freitag, 3. April, den Verkehr der Früh- und Mittagsschulbusse komplett ein.

10:28 Uhr

BfV stoppt Spielbetrieb

Der Bayerische Fußball-Verband lässt wegen der Ausbreitung des Coronavirus den kompletten Spielbetrieb der Amateurligen im Freistaat für mindestens zwei Wochen bis einschließlich 23. März ruhen. Das teilte der Verband mit und kündigte weitere Informationen für den Freitag an.
 

10:00 Uhr

Kunstnacht entfällt

Veranstalter sagen Selber Kunstnacht für 2020 komplett ab. Das Event war für 25. April in der Porzellanstadt geplant.
 

09:32 Uhr

Huml: Notwendiger Schritt zum Schutz der Bevölkerung

Gesundheitsministerin Melanie Huml: "Gehen die letzten Schritte entschlossen an. Wir versuchen mit Augenmaß und adäquat zu reagieren, deshalb waren die Schließungen notwendig." Es sei ein notwendiger Schritt zum Schutz der Bevölkerung. "Wir müssen auf ältere Menschen besonders schauen", betonte Huml und erklärte das Besuchsverbot für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime.

09:32 Uhr

Notgruppen in Kitas

570.000 Kinder in fast 10.000 Kindertagesstätten seien in Bayern von den Schließungen betroffen, sagte Sozialministerin Carolina Trautner. Horte und Kitas müssen Notgruppen aufrecht erhalten, wenn ein Elternteil im medizinschen Bereich oder als Rettungskraft arbeite.
 

09:28 Uhr

Lernen zu Hause

Es findet kein Unterricht statt, dennoch können Schüler zu Hause lernen. Laut Piazolo gebe es verschiedene Ausspielungswege: zum einen Mail oder auch über die Schulplattform Mebis in Bayern.  "Gesundheit ist oberstes Gebot", sagte Piazolo. "Die Schüler stehen im Mittelpunkt." Er setze auf intensive Kommunikation und viel Transparenz.

09:25 Uhr

Keine Nachteile

Piazolo weiter: "Wir werden sicherstellen, dass es bei Abschlussprüfungen für Schüler keinen Nachteil geben wird."

Wie Kultusminister Michael Piazolo sagte, sei für die Zeit ab Montag "das Betreten der Schule" für die Schüler nicht mehr gestattet. "Es gilt aber Dienstpflicht für die Lehrer", weil auch genug anstehe in der Zeit, in der die Schulen keinen Unterricht anbieten. Für die Schüler gebe es durchaus Angebote auf dem digitalen Weg, beispielsweise durch das Programm Mebis, über das virtuelle Unterrichtsräume für die jeweiligen Klassen eingerichtet und Unterrichtsmaterial sowie Hausaufgaben ausgetauscht werden könnten. Man werde auch für "faire Bedingungen" bei den anstehenden Prüfungen sorgen, die auch über die Bundesländergrenzen hinweg als vergleichbar anerkannt werden sollen.

09:22 Uhr

Piazolo: Alle Schulen betroffen - "es sind keine Ferien"
Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo sagte bei der Pressekonferenz: "Alle Schulen werden geschlossen, auch die Berufsschulen." An die Privatschulen ging ebenfalls die Empfehlung raus. Piazolo betonte aber: "Es sind keine Ferien."

Zur Betreuung sagte er: "Wir werden die Betreuung an den Schulen für die Klassen eins bis sechs sicherstellen, wenn ein Elternteil in einem systemkritischen Beruf tätig ist, etwa bei Polizisten, medizinischem Personal."

09:17 Uhr

Söder: Wir lassen niemanden allein

"Es ist ein hohes Maß an gesellschaftlichen Zusammenhalt nötig. Mein Eindruck ist: Ich bin sehr, sehr dankbar.  Es wird nicht einfach werden, es wird ruckeln in den ersten Tagen. Wir müssen zusammenhelfen, um diese Herausforderung zu schultern. Wir lassen niemanden allein!"

09:16 Uhr

Sölder: Kommunalwahl findet statt

Die Kommunalwahl am Sonntag werde wegen des Corona-Virus nicht ausfallen, betonte Ministerpräsident Söder in der Pressekonferenz am Freitagmorgen. Zu den Stichwahlen würden ab Montag Briefwahlunterlagen verschickt.

09:15 Uhr

Söder: Veranstaltungen nur noch bis 100 Besucher

Erst waren es 1000, dann 500 Besucher, jetzt geht Bayern noch einen Schritt weiter. "Es sollten nur noch Veranstaltungen stattfinden, wenn es unbedingt sein muss." Veranstaltungen sollten auf 100 Besucher reduziert werden.

09:14 Uhr

Söder: Besonderer Schutz der Älteren

"Wir schränken deutlich das Besuchsrecht in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen ein", erklärte Söder in der Pressekonferenz. Diese Maßnahme sei zum Schutz der älteren Bürger gedacht.

09:09 Uhr

Söder bestätigt: Schulen und Kitas geschlossen

Ab Montag Schulen und Kindergärten geschlossen - vorläufig bis 20. April Danach werde es eine Bestandsaufnahme geben, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in der Pressekonferenz.

 

09:09 Uhr

Tirol und Salzburg schließen Skigebiete

Tirol und Salzburg schließen wegen der Corona-Epidemie vorzeitig alle Seilbahnen und beenden die Wintersaison vorzeitig. Das teilten die Landesregierungen der beiden österreichischen Bundesländer mit. Grund seien die Versuche des Alpenlandes, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Die Seilbahnen seien nur noch bis einschließlich Sonntag geöffnet, die Hotels und andere Beherbungsbetriebe bis einschließlich Montag. Der Montag sei gewählt worden, damit eine «geordnete Rückreise der Gäste» aus den Skigebieten erfolgen könne, hieß es aus Innsbruck und fast wortgleich aus Salzburg.

09:07 Uhr

Erster Corona-Fall in Kulmbach - Lehrerin infiziert

Offenbar handelt es sich bei der Betroffenen um eine Lehrerin des CVG in Kulmbach. Das wird aber bislang weder vom Gesundheitsamt noch von der Schule selbst bestätigt. Das Gymnasium hatte nach einem anderen Verdachtsfall, der mit der jetzt bestätigten Erkrankung nichts zu tun hat und der mit negativen Tests endete, in dieser Woche mehrere Tage geschlossen. Ausgerechnet am heutigen Freitag hat der Unterricht wieder begonnen.

08:53 Uhr

Virologe warnt

Schulen und Kindergärten in ganz Deutschland sollten nach Ansicht des Virologen Alexander Kekulé geschlossen bleiben, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Bundesweite Schließungen seien seiner Meinung nach «absolut alternativlos», sagte er am Freitag im ZDF-«Morgenmagazin». Jedes infizierte Kind würde statistisch gesehen zwei bis drei andere Kinder anstecken. Das würde eine «Infektionslawine» auslösen, die nur schwer zu stoppen sei.

08:33 Uhr

Schulen und Kindergärten geschlossen

Wegen der Coronavirus-Krise schließt Bayern ab Montag alle Schulen. Bis zum Beginn der Osterferien am 6. April werden alle Kindergärten, Schulen und Kitas geschlossen, wie dpa aus Regierungskreisen erfuhr. Damit sind in Bayern faktisch bis zum 20. April die Bildungseinrichtungen geschlossen.

08:06 Uhr

Deutsche Bahn erweitert Kulanzregeln wegen Coronavirus

Die Deutsche Bahn hat angesichts der Coronavirus-Ausbreitung die Kulanzregeln für Fahrgäste erweitert. Wie ein Konzernsprecher am Donnerstag mitteilte, sollen Fahrkarten nicht nur für Fahrten nach Italien und bei der Absage von Großveranstaltungen in Deutschland kostenfrei erstattet werden, sondern auch für Fahrten nach Ostfrankreich. Hintergrund ist demnach, dass diese Region ebenfalls als Krisengebiet eingestuft wurde.

08:31 Uhr

Berliner Halbmarathon mit 34 000 Teilnehmern abgesagt

Der Berliner Halbmarathon findet am 5. April nicht statt. Die 40. Jubiläums-Veranstaltung des Laufevents war ausverkauft. Sportler aus über 100 Nationen waren gemeldet. Der Lauf über 21,095 Kilometer gehört zu den größten Halbmarathons der Welt.

 

>>> Gefahr unterschätzt, mehr Jüngere auf Intensivstation

>>> Virologe Christian Drosten: "Wir müssen uns nicht zu Hause einschließen"

>>> Wer bezahlt bei Quarantäne den Verdienstausfall?

>>> Ihre Rechte bei Event-Absagen

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Redaktion
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Veröffentlicht am:
29. 03. 2020
12:28 Uhr

Aktualisiert am:
01. 04. 2020
14:57 Uhr

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29. 03. 2020
12:28 Uhr

Aktualisiert am:
01. 04. 2020
14:57 Uhr



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