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Selbitz: Unbekannte sprengen Geldautomaten - Fahndung mit Hubschrauber

Ein lauter Knall hat in der Nacht zum Mittwoch Anwohner des Selbitzer Marktplatzes aufgeschreckt. Vermummte Unbekannte sprengten gegen 3 Uhr den Geldautomaten im Vorraum der Commerzbankfiliale.



Geldautomat in Selbitz gesprengt Selbitz
Die Polizei hat den Tatort, die Selbitzer Commerzbank, abgesperrt. Die Ermittlungen laufen.   Foto: News 5

Selbitz – Ein Knall hat in der Nacht zum Mittwoch Anwohner des Selbitzer Marktplatzes aufgeschreckt. Vermummte Unbekannte sprengten gegen 3 Uhr den Geldautomaten im Vorraum der Commerzbankfiliale. Sie hatten Gas in den Automaten eingeleitet. Beute machten sie nicht, wie das oberfränkische Polizeipräsidium am Mittwochnachmittag auf Anfrage berichtete. Zwar zerstörte die Sprengung den Automaten, wodurch ein Schaden von etwa 20.000 Euro entstand; die Täter gelangten dennoch nicht an den Tresor im Inneren. 


Ein Anwohner, Klaus Senkel, verständigte nach dem Knall die Polizei. Nach bisherigen Erkenntnissen flüchteten mindestens drei vermummte Personen mit einem dunklen Auto in Richtung A 9. Zahlreiche Polizeikräfte, unterstützt von einem Hubschrauber, fahndeten am Mittwoch nach den Tätern. 


Für das Ehepaar Roswitha und Klaus Senkel war die Nacht zum Mittwoch früh vorbei. Die beiden wohnen im Nachbarhaus der Commerzbankfiliale. „Wir vermuten, die Täter flohen in Richtung Autobahn, denn sie sind mit wirklich heißen Reifen in diese Richtung davongefahren“, erzählt Roswitha Senkel, die von ihrem Mann geweckt worden war. „Draußen war es ganz schön laut, und wir dachten zuerst, dass im Hof der Poststelle gegenüber die Fahrzeuge beladen werden, aber das passte nicht zur Uhrzeit.“ 


Durch das gekippte Schlafzimmer sei ein lautes Gespräch zu hören gewesen. „Die Personen waren aber von den Bäumen verdeckt und sprachen nicht Deutsch.“ Dann der Knall. „Der war ziemlich heftig“, versichert Roswitha Senkel. Um zwölf Minuten vor 3 Uhr habe ihr Mann den Polizeinotruf gewählt. „Ich zog mir schnell was über und konnte noch sehen, wie eine der Personen mit einem hellen Sack aus der Tür der Bankfiliale herauskam. Die anderen zwei standen etwas abseits, und dann ging alles sehr schnell: rein ins Auto und mit quietschenden Reifen davon.“ Roswitha Senkel macht keinen Hehl daraus, dass es ihr nach diesem nächtlichen Erlebnis schon „ein wenig komisch“ sei. 


Ein Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr rückte an. Seit der Corona-Pandemie ist die Filiale für den Besucherverkehr geschlossen. „Wir sind aber erreichbar, ob nun per Telefon oder per E-Mail, und vereinbaren auch Kundentermine hier in der Filiale“, berichtet Bankmitarbeiter Philipp Spindler aus Bobengrün, der zuerst aus dem Radio von der Sprengung des Geldautomaten erfahren hat. „Ich bin dann aber ganz normal auf Arbeit gefahren und habe meine Termine erledigt.“ 


Der Bankraum war nicht beschädigt, lediglich der Geldautomat, der rechts an der Wand steht. Davor befand sich am Mittwoch ein rotweißes Absperrband, über den Automaten war blaue Folie gestülpt. 
Immer wieder kamen am Mittwoch Kunden zielstrebig, um am Automaten Geld abzuheben. Geduldig erklärte ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, dass dies nicht möglich sei. Der Security-Dienst ist im Einsatz, um die Sicherheit trotz des Ausfalls der Alarmanlage zu gewährleisten. 


Die Polizei prüft nun, ob es Verbindungen zu ähnlichen Fällen gibt. Die Tat von Selbitz erinnert an den Vorfall erst vor wenigen Wochen, Ende April, in Issigau (die Frankenpost berichtete): Unbekannte sprengten dort den Geldautomaten im Rathaus. Bevor sie  mit einem dunklen Audi A6 Avant mit ausländischen Kennzeichen flüchteten, sprühten sie den Inhalt eines Feuerlöschers in den Innenraum. Bargeld erbeuteten sie ebenfalls nicht. 


Am Automaten und am Gebäude entstand jedoch ein Schaden in Höhe von rund 40.000 Euro. Wie in Selbitz blieb eine sofortige groß angelegte Fahndung ohne Ergebnis. 
Großes Aufsehen erregte ein Vorfall im August 2019 in Röslau im Landkreis Wunsiedel. Auch dort sprengten die Täter einen Bankautomaten, die Beute blieb indes gering. Schon am Tag darauf konnte die Polizei zwei der mutmaßlichen Täter dingfest machen. Beide waren in den Niederlanden gemeldet. Mehrere andere Komplizen entkamen. Das Vorgehen der Bande erinnerte stark an eine Serie von Geldautomaten-Sprengungen in den Jahren 2017 und 2018 in Nordrhein-Westfalen.


Erst am vergangenen Freitag hat ein unbekannter Räuber in Brand bei Marktredwitz (Landkreis Wunsiedel) mit vorgehaltener Waffe eine Bankfiliale überfallen. Er entkam mit einem geringen Geldbetrag. 

03.06.2020 - Geldautomat in Selbitz gesprengt - Foto: News 5

Geldautomat in Selbitz gesprengt Selbitz
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Autor

Sandra Hüttner und Hannes Keltsch
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
03. 06. 2020
06:10 Uhr

Aktualisiert am:
03. 06. 2020
17:13 Uhr

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Sandra Hüttner und Hannes Keltsch

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03. 06. 2020
06:10 Uhr

Aktualisiert am:
03. 06. 2020
17:13 Uhr



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