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Zirkuszelt kracht bei Sturm zusammen: Mehrere Tiere ausgerissen

Das Sturmtief "Sabine" hat am Montagvormittag in Stadtsteinach das Zelt des Zirkus Renard zerstört. Dutzende Tiere befanden sich im Zirkus.



10.02.2020 - Zirkuszelt kracht bei Sturm zusammen - Foto: Melitta Burger

Zirkuszelt kracht bei Sturm zusammen Stadtsteinach
Zirkuszelt kracht bei Sturm zusammen Stadtsteinach
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Zirkuszelt kracht bei Sturm zusammen Stadtsteinach
Zirkuszelt kracht bei Sturm zusammen Stadtsteinach
Zirkuszelt kracht bei Sturm zusammen Stadtsteinach

Kulmbach - Turbulente Stunden hat das Sturmtief "Sabine" den Feuerwehren und auch der Polizei im ganzen Landkreis Kulmbach beschert. Allein in den frühen Stunden des montags zählten die Feuerwehren in der Region rund 45 Einsätze, elf davon allein im Kulmbacher Stadtgebiet. Glücklicherweise kam es nicht zu wirklich schlimmen Schäden. Hauptsächlich mussten die Feuerwehrleute trotz Orkanböen und Regengüssen Bäume von Fahrbahnen räumen. Kurzzeitig gab es in Stadtsteinach große Aufregung: Dort hatte der Sturm am Montagvormittag das Stallzelt eines kleinen Zirkus erfasst, der seit fünf Jahren unterhalb des Schwimmbads sein Winterquartier hat. 17 Tier, darunter Großpferde und Ponys ebenso wie Esel, Ziegen und Lamas flüchteten verstört aus ihrem zusammengebrochenen Stall.

"Die Stadtsteinacher sind sehr nette Leute", freut sich Zirkuschefin Tanja Rapp. In ihrer Not habe sie die Feuerwehr gerufen, kurz nachdem das Zelt zusammengebrochen war und die Tiere in alle Richtungen geflüchtet waren. Auch Polizei und das BRK seien schnell zur Stelle gewesen. Glücklicherweise sei aber niemand verletzt worden. Die fünf Menschen, die mit dem Zirkus Renard ihr Winterquartier in Stadtsteinach aufgeschlagen haben, konnten die 17 Tiere alleine nicht einfangen, die zum Teil auch auf die Straße gelaufen waren. "Alle haben mitgeholfen. Die Stadtsteinacher sind so hilfsbereit", sagt Tanja Rapp. Ihr Partner, Renardo Kübler, erklärt: "Wir gehören hier schon fast dazu. Meine Söhne gehen schon fast fünf Jahre lang hier zur Schule." Die Zirkusfamilie muss nun sehen, wie sie das total aufgerissene Zelt wieder flicken kann. Die Tiere sind derweilen in den Fahrzeugen untergestellt.

"Sabine" hat nicht nur dem Zirkus zu schaffen gemacht. Die Stadtsteinacher Polizei dankt den Feuerwehrleuten aus den Gemeinden des Oberlands für ihre schnelle Hilfe. " Bei mehreren Einsätze führten umgestürzte Bäume und umherfliegende, nicht gesicherte Gegenstände dazu, dass Straßen kurzzeitig gesperrt werden mussten. Durch das schnelle Eingreifen der ehrenamtlich tätigen Kameraden der Feuerwehren konnten die Störungen schnell beseitigt werden", heißt es im Polizeibericht.

Doch auch für die Polizei selbst gab es einiges zu tun. Am Montagmorgen kollidierte ein Pkw in Marktleugast mit einer Baustahlmatte, die vom Wind umhergeworfen wurde. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon. Am Pkw entstand geringer Sachschaden. Ebenfalls in den Morgenstunden kam es in Marktleugast zu einem Auffahrunfall, bei dem "Sabine" mit unfallursächlich gewesen sein dürfte. Ein 22-Jähriger aus dem Landkreis Hof fuhr aus Hohenberg kommend in Richtung Kreisel, als unmittelbar vor ihm ein Baum auf die Fahrbahn stürzte. Er konnte rechtzeitig abbremsen und damit den Zusammenstoß verhindern. Ein nachfolgender 40-Jähriger aus dem Landkreis Hof konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf den stehenden Pkw auf. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Die beiden Autofahrer kamen mit dem Schrecken davon.

Auf der Staatsstraße 2195 schleuderte ein Windstoß einen Gegenstand gegen die Windschutzscheibe eines Pkw, die dadurch zu Bruch ging. Der 66-jährige Fahrer aus dem Landkreis Kulmbach erlitt glücklicherweise keine Verletzungen.

Gegen Mittag fuhr ein 59-Jähriger mit seinem Pkw durch Kupferberg, als eine Windböe ein Wahlplakat löste und gegen das Auto schleuderte. Auch hier kam der Fahrer mit dem Schrecken davon. Am Fahrzeug entstand Sachschaden.

In Grafengehaig entfachte der starke Wind Asche in einer im Freien stehenden Abfalltonne. Die Freiwillige Feuerwehr konnte den Brand, der schnell entdeckt wurde, rechtzeitig löschen. Der Sachschaden ist gering.

Im Kulmbacher Stadtgebiet blockierten an mehreren Stellen umgestürzte Bäume die Fahrbahnen. Auch zu einem Fehlalarm mussten die Helfer ausrücken. Offenbar hatten die Sturmboen einer Brandmeldeanlage so zu schaffen gemacht, dass sie ein Feuer meldete, das es gar nicht gab.

Autor

Melitta Burger
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
10. 02. 2020
12:08 Uhr

Aktualisiert am:
10. 02. 2020
14:21 Uhr

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Lamas Orkantief Sabine Sturmtiefs Tiere und Tierwelt Zerstörung Ziegen
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Melitta Burger

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10. 02. 2020
12:08 Uhr

Aktualisiert am:
10. 02. 2020
14:21 Uhr



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