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Rehau

Hortkinder gestalten ihren Alltag

Die Kids im Hort im MGH Rehau interessieren sich für viele Themen. 2018 haben sie auf eigenen Wunsch den Wertstoffhof besucht.



Simone Schnabel, Leiterin des Kinderhorts im Mehrgenerationenhaus in Rehau, setzt auf ein situatives Konzept. Die Kinder erleben ihren Alltag selbstbestimmt. Im vergangenen Jahr lagen die Schwerpunkte in der musikalischen Erziehung, im Sport und im Umgang mit Haustieren. In diesem Jahr kommt der Schwerpunkt Technik neu dazu. Foto: Meier
Simone Schnabel, Leiterin des Kinderhorts im Mehrgenerationenhaus in Rehau, setzt auf ein situatives Konzept. Die Kinder erleben ihren Alltag selbstbestimmt. Im vergangenen Jahr lagen die Schwerpunkte in der musikalischen Erziehung, im Sport und im Umgang mit Haustieren. In diesem Jahr kommt der Schwerpunkt Technik neu dazu. Foto: Meier  

Rehau - Die Mädchen und Jungen im Kinderhort im Mehrgenerationenhaus in Rehau (MGH) holen die Trommeln, wenn sie sich an das vergangene Jahr erinnern. Gleichzeitig beginnen die vier im flotten Rhythmus das Instrument zu spielen. Die Freude, die sie dabei haben, ist ihnen anzusehen. "So will es das Konzept im Haus", erklärt Simone Schnabel, Leiterin der Einrichtung. Das Team im Hort der Diakonie Hochfranken ist davon abgekommen, ein Jahresthema auszuwählen. "Wir wollen situativ mit den Kindern arbeiten", sagt Schnabel. Die Situationen erleben die Erst- bis Viertklässler im Alltag. Müll habe sie beschäftigt, also besuchten die drei Gruppen den Wertstoffhof, die Sammelstelle und lernten einiges über Recycling. Simone Schnabel habe die Erfahrung gemacht, dass die Grundschüler viel mehr lernen und neugieriger sich begeistern lassen, wenn ein Thema aufgegriffen wird, das sie beschäftigt. Haustiere beispielsweise liegen bei Sechs- bis Zehnjährigen hoch im Kurs. Im vergangenen Jahr haben Schüler und Erzieher miteinander überlegt, was ein Haustier braucht. Vor diesem Hintergrund besuchten die Hortkinder einen Tierarzt und den Kaninchenzuchtverein. "Miteinander - Füreinander" laute das übergreifende Motto, betont Schnabel. Miteinander sollen die Kinder etwas erleben und füreinander sollen sie da sein. "Kinder brauchen einen sozialen Halt", sagt die erfahrene Leiterin. Sie sollen lernen, eigene Gefühle und Bedürfnisse zu benennen, selbstbewusst werden, Güte erfahren, Verantwortung übernehmen und Rücksicht nehmen. Deshalb werden Gruppensprecher gewählt und Kleingruppen gebildet, die aktiv mitgestalten. Vier Mal im Jahr finden Kinderkonferenzen statt. Dabei entwickeln die Mädchen und Jungen ihre Ideen und planen Feste. Fest in der Planung verankert sind die "Montags-Gespräche". Mit Impulsen von den Erziehern formulieren die Kids jede Woche die Wünsche und Ziele neu. Für die Erzieher bedeutet das, flexibel zu sein.

Simone Schnabel und das Team freuen sich über die Entwicklung der 80 Kinder und sie beobachten Mädchen und Jungen, die selbstständig Entscheidungen treffen, kommunikationsfähig sind und Konflikte selbstständig lösen können. Auf das Freispiel, als einer wichtigen Ausdrucksform der aktiven Entwicklung, werde viel Wert gelegt. In den Neigungsgruppen proben die Schüler selbstbestimmt Schwarzlichttheater, nehmen am Sportangebot teil oder machen Musik. Sehr gut seien auch die Zusammenarbeit mit den Rehauer Vereinen und das Bildungspaket der Stadt Rehau, stellt Schnabel fest: "Wir haben die Ringer besucht und waren zum Fußball, alles ganz tolle Angebote." Im vergangenen Jahr ist die Einrichtung für den Aktionstag Musik im Mehrgenerationenhaus ausgezeichnet worden. Und weil das gemeinsame Singen mit den Senioren und den Schülern so gut ankam, fand im Dezember ein Adventssingen statt. Neu ist in diesem Jahr der Schwerpunkt Technik. Das Team wird geschult und der Hort durch die Rehau AG unterstützt. In den Osterferien geht es dann zum Technikworkshop in das Ausbildungszentrum der Rehau AG. Parallel dazu wird im Hort mit den Kindern viel experimentiert.

Kinder brauchen

einen sozialen

Halt.


zitat

Simone Schnabel, Leiterin des

Kinderhorts im MGH Rehau


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Silke Meier
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Veröffentlicht am:
10. 01. 2019
18:22 Uhr

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Silke Meier

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10. 01. 2019
18:22 Uhr



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