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Ein Ort liebevoller Geborgenheit

Mitglieder und Gäste blicken auf 90 Jahre Evangelischer Gemeindeverein Erkersreuth zurück. Es gibt viel Lob für die zahlreichen Aktivitäten.



Gemeinde und Ehrengäste trafen sich vor dem Festakt zum Festgottesdienst in der Kirche "Zum guten Hirten". Im Vordergrund der Vorsitzende des Gemeindevereins, Jürgen Judas. Foto: Anne-Sophie Göbel
Gemeinde und Ehrengäste trafen sich vor dem Festakt zum Festgottesdienst in der Kirche "Zum guten Hirten". Im Vordergrund der Vorsitzende des Gemeindevereins, Jürgen Judas. Foto: Anne-Sophie Göbel  

Erkersreuth - Mit einem Festgottesdienst und Festakt feierten der Evangelische Gemeindeverein Erkersreuth/Selb-Plößberg und die Kirchengemeinde Erkersreuth das 90. Gründungsjubiläum des Vereins. Verschiedene Redner aus Politik, den Vereinen und der Kirche würdigten das besondere Engagement des Vereins, der die Seniorenarbeit der Kirchengemeinde mit verschiedenen Veranstaltungen und Ausflügen bereichert.

In der Kirche "Zum guten Hirten" in Erkersreuth wurde der feierliche Gottesdienst von Pfarrer Dr. Jürgen Henkel und Werner Latteier musikalisch von Gerhard Kießling an der Orgel und Jaroslav Vyrostko an der Trompete begleitet. Mehrere Vorstandsmitglieder wirkten am Festgottesdienst mit, der auch der Kirchweih gewidmet war. So übernahmen Vorsitzender Jürgen Judas und sein Stellvertreter Dr. Hermann Kunze die Bibellesungen. Kunze, Peter Haja, Anneliese Judas und Luise Fraas trugen außerdem gemeinsam mit Pfarrer Henkel Fürbitten vor.

Beim anschließenden, kurzweilig und musikalisch von Gerhard Kießling am E-Piano und der Sängerin Katharina Flögel begleiteten Festakt gab Vorsitzender Jürgen Judas einen Überblick über die Vereinsgeschichte seit der Gründung am 19. Oktober 1929. Er erwähnte dabei auch das Verbot des Vereins durch die Nazis 1938. Erst 1950 konnte der Verein wiedergegründet werden.

"In den ersten Jahren war der Schwerpunkt der Vereinsarbeit die sozial-karitative Unterstützung Bedürftiger, zum Beispiel die Schulspeisung von Kindern. Nach der Wiedergründung verlagerte sich die Arbeit des Vereins mehr auf Geselligkeit und Gemeinschaftspflege bei Seniorennachmittagen und Tagesausflügen. Ein zweitägiger Ausflug nach Prag zählt bis heute zu den Höhepunkten der Vereinsgeschichte", berichtete der Vorsitzende.

Jürgen Judas dankte allen bisherigen Vorsitzenden, die sich in den vergangenen 90 Jahren für den Verein engagiert haben. Einige von ihnen waren zur Feier gekommen. "All diese Arbeit für unsere Senioren konnte und kann nur bewältigt werden, weil es Mitglieder gibt, die mit großer Einsatzbereitschaft und Einsatzfreude im Vorstand und als Helfer mitarbeiten und den Fortbestand des Gemeindevereins seit jeher sichern." Der Vorsitzende kündigte an: "Wir werden weiter dazu beitragen, dass die Senioren bei uns einen Platz haben, an dem sie mit Gottes Segen in angenehmer Geselligkeit ein Gefühl von liebevoller Geborgenheit und harmonischer Gemeinschaft erfahren und sich gut aufgehoben fühlen."

Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch hielt fest: "Der Evangelische Gemeindeverein hat für Erkersreuth und Selb-Plößberg viel geleistet. Es ist nicht selbstverständlich, dass ein solcher Verein 90 Jahre Bestand hat und es Menschen gibt, die auf Freizeit verzichten und Verantwortung für den Verein übernommen haben." Stellvertretender Landrat Gerald Schade betonte: "Seit 90 Jahren gibt es Menschen, die sich in diesem Verein engagieren und für andere da sind. Sie setzen das christliche Gebot der Nächstenliebe um und bieten älteren Menschen Gemeinschaft. Wir sind stolz, diesen Verein im Landkreis zu haben."

Pfarrer Dr. Jürgen Henkel wies darauf hin, dass Seniorenvereine dieser Art heute nicht mehr selbstverständlich seien. "In anderen, selbst größeren Gemeinden lösen sich solche Vereine auf, weil keiner mehr bereit ist sich zu engagieren. Umso mehr freuen wir uns, dass es in unserer Kirchengemeinde so viele aktive und ideenreiche Vorstandsmitglieder gibt, die Seniorennachmittage und Ausflüge organisieren."

Die Vertrauensfrau des Kirchenvorstands, Regina Netzsch, würdigte den Evangelischen Gemeindeverein: "Im Psalm 90 heißt es, unser Leben währt 70 Jahre, und wenn es hoch kommt, 80 Jahre. Diese Jahreszahlen hat unser Verein schon weit hinter sich gelassen und ist noch immer ein quicklebendiger Aktivposten in der Kirchengemeinde, im Vereinsleben und im gesellschaftlichen Leben." Sie wünsche sich, dass sich auch so manche aus der Generation "U 60" für die Arbeit des Gemeindevereins interessieren und sich zu aktiver Mitgliedschaft und Mitarbeit entschließen, damit diese tolle Gemeinschaft auch weiter gepflegt werden könne.

Mit Diakon Horst Jugl ergriff auch ein ehemaliger Vorsitzender das Wort. Er leitete den Verein als junger Gemeindediakon von 1987 bis 1991. Jugl erinnerte sich: "Als 22-jähriger Berufsanfänger war ich hier aktiv. Das war eine für mich sehr prägende Zeit. Und ich verfolge alle Aktivitäten und Geschehnisse über den Gemeindebrief ,Kontakt’ bis heute weiter. Der Gemeindeverein erfüllt eines der tiefsten Anliegen Gottes, dass Christen anderen Menschen zum Nächsten werden. Wenn es den Gemeindeverein nicht gäbe, müsste man ihn erfinden."

Für die örtlichen Vereine ergriffen Joachim Reuer von der "Einigkeit", Erwin Benker von der Siedlergemeinschaft Selb-Erkersreuth und den Angerpark-Freunden, Gerhard Hechtfischer vom Gartenbauverein Erkersreuth und Christa Merz von der Siedlergemeinschaft Selb-Vielitz das Wort. Zum Abschluss gab es einen Stehimbiss im Schloss Erkersreuth. jh

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Jürgen Henkel
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Veröffentlicht am:
29. 10. 2019
18:36 Uhr

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Jürgen Henkel

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Veröffentlicht am:
29. 10. 2019
18:36 Uhr



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