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Selb

Grenzpolizei rüstet sich für Neubau

Der Platz in den Gebäuden an der Försterstraße wird eng. Sollten sich die Personalzahlen wie geplant entwickeln, müsste das alte Gebäude weichen.



Er ist zu klein, der Altbau der Polizei (links) in Selb. Weil die Personalstärke der Grenzpolizei steigen wird, muss das Gebäude entweder generalsaniert oder abgebrochen und neu gebaut werden. Rechts der derzeit entstehende Neubau, in den die Wache einziehen soll.	Foto: Florian Miedl
Er ist zu klein, der Altbau der Polizei (links) in Selb. Weil die Personalstärke der Grenzpolizei steigen wird, muss das Gebäude entweder generalsaniert oder abgebrochen und neu gebaut werden. Rechts der derzeit entstehende Neubau, in den die Wache einziehen soll. Foto: Florian Miedl  

Nichts ist beständiger als der Wandel. Das gilt auch für die Polizei, vor allem für die in Selb. Denn wie Udo Skrzypczak, Vizepräsident des Polizeipräsidiums Oberfranken, in einem Gespräch mit der Frankenpost sagt, könnte es sein, dass für die Grenzpolizeiinspektion in Selb ein Neubau nötig wird. Das hänge selbstverständlich ganz davon ab, wie sich die Stellenlage in der Dienststelle entwickelt. Die Entscheidungen würden natürlich auf politischer Ebene getroffen. "Wir gehen aber momentan davon aus, dass wir das Dienstgebäude auf jeden Fall von Grund auf sanieren oder aber sogar komplett neu bauen."

 

Die Fahnder sind im Moment zusammen mit der Wache, die zur Polizeiinspektion Marktredwitz gehört, in dem Altbau untergebracht. In dem derzeit entstehenden Neubau an der Försterstraße soll nach Fertigstellung die Wache umziehen. "Hier haben die Bürger dann ihren zentralen Anlaufpunkt in Selb." Für die Beamten der Grenzpolizeiinspektion (vor dem 1. Juli 2018 noch Fahndungsinspektion) bedeutet der Umzug der Wache aber nicht wirklich eine Entlastung. Denn die Grenzpolizei wird Zuwachs bekommen.

Gestartet ist die Inspektion am 11. Oktober 2016 mit einer Sollstärke von 35 Beamten. In zwei Schritten ist die Sollstärke auf inzwischen 45 gestiegen. Natürlich sei das eine rechnerische Planungsgröße, gibt Skrzypczak zu. "Allerdings sollen diese Sollstellen ja auch einmal wirklich mit Beamtinnen und Beamten besetzt sein."

Im Raum steht auch die Planung der bayerischen Staatsregierung, die Mannschaftsstärke der Grenzpolizei im Freistaat von 500 auf 1000 zu verdoppeln. Die ersten 100 frisch ausgebildeten Beamten werden im Jahr 2019 in den Inspektionen ankommen. "Was wir noch nicht kennen, ist das Verteilungskonzept", macht Skrzypczak deutlich. Bis 2023 sollen jedes Jahr jeweils weitere 100 Beamtinnen und Beamten zur Grenzpolizei versetzt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt könne er noch nicht sagen, ob sich die Besetzung bei der Selber Grenzpolizei ebenfalls verdoppeln wird. "Aber wir müssen damit planen."

Grundsätzlich will Skrzypczak auch einige vor der Landtagswahl von den Parteien in die Diskussion gebrachten Zahlen relativieren. Richtig ist nach seinen Worten, dass die wirklich verfügbare Personalstärke bei der Grenzpolizeiinspektion momentan bei 29,2 liegt. Diese Zahl sei bislang noch nicht gestiegen, da die neuen Polizisten gerade einmal die Beamten ersetzen, die jetzt in den Ruhestand gehen. "Das wird sich aber ab dem kommenden Jahr ändern", ist sich Skrzypczak sicher. 2019 werde es zum ersten Mal seit langer Zeit mehr neue als ausscheidende Beamte geben. "Die jungen Polizistinnen und Polizisten kommen jetzt nach und nach aus ihrer zweieinhalbjährigen Ausbildung." Und noch ein anderer Umstand hat bisher den Personalaufbau nach Angaben des Vizepräsidenten zumindest verzögert: Die neuen Beamten seien auch im Raum Oberfranken an die Brennpunkte versetzt worden - zum Beispiel nach Bamberg mit seinem Anker-Zentrum.

Nichtsdestotrotz sei es gelungen, die verfügbare Personalstärke im Bereich Marktredwitz/Selb zu halten. Verstärkt worden sei dabei bislang in erster Linie die Polizeiinspektion Marktredwitz mit der Wache in Selb. "Wir wollten damit die vielfach geforderte Präsenz der uniformierten Beamten halten", verdeutlicht Skrzypczak.

In den kommenden Jahren werde sich also die Personalsituation entspannen, ist sich der Polizeivizepräsident sicher. Und deswegen müsse man nun dafür sorgen, dass die zusätzlichen Beamten auch entsprechend untergebracht werden können. "Man muss sich vor Augen führen, dass das jetzige Gebäude der Grenzpolizei in seinen Ursprüngen als Wohnhaus konzipiert war." Und deswegen bereitet man sich im Polizeipräsidium auf eine Generalsanierung oder sogar einen Neubau vor.

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Andreas Godawa

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Veröffentlicht am:
02. 11. 2018
15:24 Uhr

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