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Selb

Gruseliges und Gruftiges in der Finsternis

Ein weiß geschminkter Mann, mit schwarzen Lippen und tiefen Augenrändern, geht gebeugt vor dem Gruselkabinett auf und ab.



Zynisch und geheimnisvoll: der Mann mit der weißen Maske. Foto: Silke Meier
Zynisch und geheimnisvoll: der Mann mit der weißen Maske. Foto: Silke Meier  

Der Herr im weißen Nadelstreifenjackett bewegt sich verführerisch langsam. Er sagt nichts, lächelt zynisch und geheimnisvoll. Er winkt einladend. Dann flüstert er gruselige Worte, öffnet den Vorhang und bittet hinein in das unbekannte Dunkel.

Einen Stempel drückt er den Besuchern auf die Hand. Der Stempel soll die Angst nehmen, vielleicht auch die Geister abwehren. Wer drin ist, für den scheint es zu spät. Der Unbekannte schließt hinter den Besuchern den schweren Vorhang. Ein Ganove im Schwarzlicht ist zu sehen und ein lautes, zynisches Lachen zu hören. An den Wänden hängen Bilderrahmen, und wie aus dem Nichts tauchen dahinter die Wesen auf. Dann, aus einer schwarzen Mauer, greifen Hände in weißen Handschuhen nach den Besuchern. Fratzen huschen hinter seltsamen Fenstern.

Weiter geht der Ritt durch das Dunkel unter furchtbar langen Spinnweben und einer Spinne, die sich von der Decke seilt. In einer Gruft spielt ein Skelett auf dem Klavier. Bevor es zappenduster wird und der Besucher im völligen Dunkel an einem Seil entlang hangelt. Nur durch einen Aufzug, der schrecklich rüttelt, geht es weiter in der Welt der Fantasie: Über einen gefährlichen Steg, links und rechts des Weges blubbern die Blasen in einem Gewässer und schwarze Viecher schwimmen herum.

Schaurig ist ein Gang durch das Grusel-Wusel-Kabinett und ein Riesenspaß, vorbei an Piraten und über die Meere. Mädchen und Jungen, meist im Grundschulalter, bedienen die Hebel manuell, damit die Blasen blubbern, die Spinnweben wehen und die Hände greifen. Wer die gruseligen Abenteuer überstanden hat, kann im Raum vor dem Ausgang die Schwarzlicht-Spiele ausprobieren. Und dann, mit einem Lächeln, bei Tageslicht hinaus ins Helle, auf das Gelände und wieder eintauchen in die bunte Welt des Festivals. Silke Meier

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Silke Meier
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Veröffentlicht am:
09. 09. 2018
21:46 Uhr

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Silke Meier

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09. 09. 2018
21:46 Uhr



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