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Selb

Kreuz und Tabernakel zurück am Platz

Die Kunstwerke finden sich in der Seitenkapelle der Heilig-Geist-Kirche. Die Wiener Künstlerin Isolde Maria Joham ist bei der Prozession zu Gast.



Pfarrer Hans Klier und Isolde Joham vor den von der Künstlerin geschaffenen Kreuz und Tabernakel. Foto: Jürgen Henkel
Pfarrer Hans Klier und Isolde Joham vor den von der Künstlerin geschaffenen Kreuz und Tabernakel. Foto: Jürgen Henkel  

Selb - Nun stehen die beiden Sakralwerke der Wiener Künstlerin Isolde Maria Joham wieder an ihrem ursprünglichen Platz in der Seitenkapelle der Heilig-Geist-Kirche in Selb. Im Rahmen einer feierlichen Messe wurden das Kreuz und der Tabernakel wieder ihrer Bestimmung übergeben. Die Künstlerin Isolde Maria Joham und ihr Gatte Professor Gottfried Hoellwarth waren eigens aus Wien angereist, um dem Gottesdienst und der Prozession in der Heilig-Geist-Kirche beizuwohnen. Die Freude über ihren Besuch war groß.

Pfarrer Hans Klier hieß zahlreiche Gläubige zum Festgottesdienst mit der Wiedereinsetzung des kostbaren Tabernakels und Glas-Email-Kreuzes in der Kirche willkommen. Die Freude über die Anwesenheit des Künstlerehepaares stand den Gottesdienstbesuchern buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Beide verbindet auch eine besondere persönliche Geschichte mit Selb, haben sie sich doch in der Porzellanstadt kennengelernt. So hat die Stadt ihre Ehe "gestiftet". Das Paar kann in ein paar Wochen Goldene Hochzeit feiern. Pfarrer Klier erinnerte nochmals an das "unermessliche Schaffen und das bedeutende Lebenswerk" von Isolde Maria Joham, die Ende der 50er-Jahre von Philip Rosenthal nach Selb geholt worden war und in den darauffolgenden Jahren die katholischen Gotteshäuser künstlerisch ausgestaltete. In seiner Predigt bezog sich der katholische Geistliche auch auf die Fußball-WM und hielt fest: "Auch wenn Deutschland das Achtelfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft nicht erreicht hat, geht das Leben weiter. Es geht weiter sogar bis in die Ewigkeit. Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit erschaffen."

An Isolde Joham gerichtet sagte Pfarrer Klier: "Bei ihrem Besuch in Selb im Herbst 2017 suchten sie ganz gezielt nach dem von ihnen im Jahre 1962 in Wien geschaffenen Tabernakel mit dem Glas- und Email-Kreuz. So sehr lag ihnen diese Arbeit im Herzen. Es ist für sie und uns eine große Freude, dass diese Arbeit heute seinen Originalplatz in der Seitenkapelle der Heilig-Geist-Kirche findet. Damit erfüllt sich auch ihr Wunsch."

Die Künstlerin sei durch ihre für die katholischen Gotteshäuser in Selb geschaffenen Werke, aber auch durch ihre Person und ihre Persönlichkeit zu einem Teil von Selb geworden. "Von dieser starken Verbundenheit kündet auch ihre Anwesenheit heute. Nach dem im Herbst erlittenen Sturz, der so manche Einschränkung mit sich brachte, nahmen sie für den heutigen Tag die Reise von Wien nach Selb auf sich."

Der Kirchenchor der Pfarrei Heilig Geist gab unter der Leitung von Judith Rösner-Hauswurz einige Stücke zum Besten, darunter "Nun jauchzt dem Herren alle Welt", "Laudate omnes gentes" und das "Tantum ergo sacramentum". Organist Josef Kötzner begleitete die feierliche Messe an der Orgel. Der Chor und die gesamte Gemeinde stimmten fröhlich mit ein beim "Großer Gott, wir loben Dich".

Nach dem Festgottesdienst und der feierlichen Prozession mit Wiedereinsetzung von Kreuz und Tabernakel in der Seitenkapelle gab es für die Teilnehmer Kaffee und Kuchen. Isolde Maria Joham hatte für alle Gottesdienstbesucher kleine Mosaikkreuze mit Blattgold als Geschenk mitgebracht. Sie kam mit vielen Besuchern über ihre Kunst rege ins Gespräch und hatte auch Entwurfbücher von den Kunstwerken für Selb dabei. Viele studierten interessiert die Entwürfe, die ja teilweise in Selb auch umgesetzt wurden und ließen sich von der Künstlerin in ihre Konzeption der Sakralkunst sowie deren praktische Umsetzung einführen. So wurde der Sonntag für die Pfarrei Heilig Geist und die Gäste zu einem richtigen Festtag. Jürgen Henkel

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Jürgen Henkel
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Veröffentlicht am:
04. 07. 2018
17:10 Uhr

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Jürgen Henkel

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04. 07. 2018
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